DE2552082C2 - Kontrollvorrichtung für die Wasserqualität - Google Patents
Kontrollvorrichtung für die WasserqualitätInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontrollvorrichtung für die Wasserqualität von Gewässern, mit einem
von dem zu kontrollierenden Wasser durchströmten, aquariumartigen, mit Wassertieren besetzten Becken.
Beispielsweise in der DT-OS 21 64 702 oder 23 62 084
werden Testeinrichtungen der vorstehend gekennzeichneten Art beschrieben, bei welcher das Testwasser das
Testbecken in einer im wesentlichen horizontalen Strömung durchströmt. Grundprinzip der bekannten
Verfahren ist, daß sich gesunde Fische positiv rheotaktisch gegen eine gebotene Strömung einstellen,
gewollten Wasserspiegel des Überlaufes im eigentlichen Fischbecken fluchtet.
In Fließrichtung des Wassers gesehen, ist an dem dem Einlauf gegenüberliegenden Ende des Beckens ein
Überlauf angeordnet, der mit der Leitung in Verbindung steht, wobei der Überlauf mit einem auf die Größe der
Wassertiere abgestellten Schutzsieb versehen ist.
Durch diese Maßnahme wird ein Lebensraum für
Wassertiere geschaffen, wobei dieser Lebensraum, d. h. das eigentliche Becken, kontinuierlich von dem zu
kontrollierenden Wasser durchströmt wird. Das Wasser wird aufgrund der bestimmten Auswahl der Lage und
Richtung der Einströmöffnungen gleichmäßig über die gesamte Breite des Beckens verteilt, Sedimente
ausspulen und aufgrund des angeordneten Überlaufes gezwungen, auch über die Höhe des Beckeis gesehen
anzusteigen, so daß damit der gesamte Beckeninhalt stets von dem zu kontrollierenden V/asser durchströmt
wird Unmittelbar hinter der Prallwand und über den Einströmöffnungen entsteht eine für die eingesetzten
Wassertiere notwendige Ruhezone. Die in dem Becken lebenden Wassertiere, beispielsweise Fische od. dg!.,
reagieren auf die Wasserqualität, wobei unterschiedliehe Fischarten und unterschiedliche Wassertierarten in
das Becken eingesetzt werden können, die unterschiedlich auf Wasserbelastungen und thermische Beanspruchungen
reagieren, so daß bereits kleinste Wasserverschmutzungen schnell festgestellt werden können, ohne
daß langwierige Laboruntersuchungen notwendig sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen erläutert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 schaubildlich ein Becken gemäß der Erfindung, F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Linie 2-2 in F i g. 1,
F i g. 3 einen Schnitt gemäß der Linie 3-3 in F i g. 1,
Fig.4 ein Schaltschema für das erfindungsgemäße Becken.
In den Zeichnungen ist allgemein mit 1 ein Becken bezeichnet, das durch einen Boden 2, vier Seitenwände
3,4,5 und 6 gebildet wird und einen Deckel 7 aufweist,
der, wie dies bei 8 verdeutlicht ist, über Plomben verschließbar an den Stirnwänden 4 und 5 gehalten ist.
Das zu kontrollierende Wasser wird dem Becken 1 über eine Leitung 9 zugeführt, in die, wie dies die F i g. 4
verdeutlicht, ein Ventil 10 eingeschaltet ist, das die Leitung 9 mit einer By-pass-Leitung 11 verbindet, die
wiederum über ein Ventil 12 in die Abflußleitung 9a führt. Über die Ventile 10 und 12 wird die Leitung 9 bzw.
9a aber auch mit einer Leitung 13 verbunden, die mittig durch das eigentliche Becken 1 führt, wie dies deutlicher
die F i g. 2 und 3 zeigen.
Die Leitung 13 weist dabei im Bereich ihres Einflusses in das Becken eine Ausflußöffnung 14 auf, die am Boden
eines Steigrohres 15 angeordnet ist. Quer über die Breite des Beckens erstreckt sich eine Prallwand 16, die
im Bereich ihrer Bodenseite mit Einströmöffnungen 17 ausgerüstet ist. Wie dies die Pfeile in F i g. 3 verdeutlichen,
sind die Einströmöffnungen 17 in einer horizontalen,
gegenüber der Längsachse des Beckens schräg gestellt angeordnet, und zwar beginnend von 5°
gegenüber dieser Längsachse bis 40°, wobei bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in F i g. 3 die Aufeinanderfolge
dieser Schrägstellungen derart ist, daß zuerst die Schrägstellung 5° beträgt, dann 20°, dann 40°, dann
wieder 20°, dann wieder 40° und schließlich 5C.
Zusätzlich zu dieser Querstellung gegenüber der 6c Längsachse des Beckens sind die Einströmöffnungen 17
aber auch gegenüber der Horizontalen geneigt, wobei der Neigungswinkel der gleiche wie der in F i g. 3
erläuterte Winkel ist, so daß jede Öffnung sowohl beispielsweise um 5° gegenüber der Horizontalen wie
auch um 5° gegenüber der Längsachse des Beckens geneigt ist.
In Fig.2 ist ein die Leitung 13 verschließender Schieber mit 18 bezeichnet, wobei die jeweilige Stellung
des Schiebers durch eine Arretierung 19 eingestellt werden kann.
An dem dem Einlauf gegenüberliegenden Ende des Beckens ist ein Überlauf 20 vorgesehen, der eine
Siebabdeckung 21 aufweist, deren Sieböffnungen der Größe der in dem Becken zu haltenden Wassertiere
angepaßt ist, so daß ein Ausfließen der Wassertiere durch den Überlauf 20 verhindert werden kann. Der
Überlauf 20 mündet in die Abflußleitung 9a.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist wie folgt. Befindet sich der Schieber 18 in der in
Fig. 2 dargestellten Stellung, ist die Leitung 13 voll verschlossen, so daß das von der Leitung 9 einströmende
Wasser gezwungen wird, über die Ausflußöffnung 14 im Steigrohr 15 hochzusteigen und dann den zwischen
der Beckenwand 5 und der Prallwand 16 vorhandenen Raum auszufüllen. Von hier aus fließt das Wasser durch
die Einströmöffnungen 17 in das eigentliche Becken, in dem die Wassertiere leben. Aufgrund der bestimmten
Ausrichtung der Einströmöffnungen wird eine gleichmäßige Verteilung des Wassers über das gesamte
Becken erreicht und das Wasser fließt dann über den Überlauf 20 nach Durchströmen des Siebes 21 in die
Abflußleitung 9a. Es ist hierbei möglich, durch entsprechende Stellung des Schiebers 18 nur ein Teil des
einströmenden Wassers durch die Ausflußöffnung in das Becken zu führen, und durch entsprechende Betätigung
der Ventile 10 und 12 ist es auch möglich, das Becken vollkommen vom Wasserzulauf abzuschließen.
An der Beckenwand 5 können Halterungen 22 für Meß- oder Alarmsonden angebracht werden, wobei die
erforderlichen Durchgangsöffnungen im kleineren Dekkelteil, die für die Beschickung dieser Sonden erforderlich
sind, aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt sind.
In Fig. 1 ist weiterhin mit 23 eine kleine Futieröffnung
bezeichnet, die die Möglichkeit gibt, die im Becken befindlichen Tiere zu füttern.
Außerdem besteht die Möglichkeit (die in der Zeichnung nicht dargestellt ist), die Einströmöffnungen
17 und den Überlauf 20 zu verschließen, so daß Reinigungsarbeiten am Becken ausgeführt werden
können.
Da wenigstens eine der Seitenwände des Beckens, beispielsweise die Wände 3 und 6, durchsichtig sind,
kann jederzeit das Verhalten der Tiere im Becken von außen kontrolliert werden, ohne daß sich Zugang zum
Becken verschafft werden muß.
Selbstverständlich ist es auch möglich, anstelle der dargestellten Durchflußleitung 13 eine andere Anordnung
der Leitung zu schaffen. So kann beispielsweise sogar ganz auf die Durchflußleitung 13 verzichtet
werden, da eine Umleitung des Wassers ohne Durchströmen des eigentlichen Beckens, beispielsweise
über die Ventile 10 und 12, möglich ist.
Dies sind jedoch Abänderungen, die innerhalb des Rahmens der Erfindung liegen und durch die die
Erfindung, die in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, nicht verlassen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Kontrollvorrichtung für die Wasserqualität vor« Gewässern, mit einem von dem zu ku 'Herenden
Wasser durchströmten, aquariumartig mit Wassertieren besetzten Becken, gekennzeichnet
durch eine an der Einlaufseite des Beckens angeordnete, über die gesamte 3eckenbreite und
Beckenhöhe reichende Prallwand (16), die an ihrer Bodenseite Einströmöffnungen (17) für das in den die
Wassertiere enthaltenden Raum einfließende Wasser aufweist, deren Achsen gegenüber der horizontalen
Ebene unterschiedlich nach unten geneigt und gegenüber der Längsachse des Beckens unterschiedlich
ausgerichtet sind.
2. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserzulauf mittels einer
geschlossenen Leitung (13) im Bereich des Bodens des Beckens durch das Becken geführt wird, wobei
die Leitung einlaufseitig vor der Prallwand (16) eine Ausflußöffnung (14) aufweist und durch einen in
Fließrichtung des Wassers hinter der Ausflußöffnung (14) angeordneten Schieber (18) verschließbar
ist.
3. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Ausflußöffnung
(14) ein Steigrohr (15) anschließt, dessen Oberseite mit dem gewollten Wasserspiegel im
eigentlichen Becken fluchtet.
4. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, gekennzeichnet durch einen in Fließrichtung
des Wassers gesehen an dem dem Einlauf gegenbei toxischen Schäden jedoch in einem frühen Stadium
der Manifestation diese aktive Bewegungs- und Gleichgewichtskoordinatior. verlieren. Sie werden abgetrieben
und kommen dann bei den beiden bekannten Einrichtungen mit den entsprechenden Meßfühlern in
Kontakt, die das Verhalten der Fische autzeigen.
Es ist bekannt, daß bei dem ständigen Zulauf des Wassers Schäden für die Testfische durch die meist
starke Wasserbewegung ausgeschlossen sein müssen.
,ο Bei den Testbecken hat man diese natürlichen
Bedingungen für die Fische dadurch zu erreichen versucht, daß eine vertikale, die Fische kaum beunruhigende
Strömung mit der allein für die Erkenntnis des gestörten Verhaltens notwendigen horizontalen
Strömung abwechseln. Durch die vertikale Strömung werden aber Feststoffe, die im Wasser enthalten sind
oder durch die Testtiere produziert werden, entgegen ihrer natürlichen Ablagerung stets wieder angehoben
und verunreinigungen damit in einem unnatürlichen Maß das Wasser, in welchem sich die eigentlichen
Fische aufhalten sollen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorstehend gekennzeichnete Einrichtung dahingehend
zu verbessern, daß trotz ständiger Durchströmung des Beckens innerhalb des Beckens Ruheräume und
Rjhezonen für die Fische geschaffen werden, wobei
gleichzeitig für einen ausreichenden Abtransport der
Sinkstoffe Sorge getragen wird.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird
jo gelöst durch eine an der Einlaufseite des Beckens
angeordnete, über die gesamte Beckenbreite und Beckenhöhe reichende Prallwand, die an ihrer Bodenseite
Einströmöffnungen für das in den die Wassertiere enthaltenden Raum einfließende Wasser aufweist, deren
überliegenden Ende des Beckens angeordneten
Überlauf (20), der mit der Leitung (13) in Verbindung 35 Achsen gegenüber der horizontalen Ebene unterschiedsteht,
lieh nach unten geneigt und gegenüber der Längsachse
des Beckens unterschiedlich ausgerichtet sind.
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß unmittelbar oberhalb der Einströmöffnungen ein Ruheraum
geschaffen wird, der von den Fischen von Zeit zu Zeit aufgesucht wird, wie das praktische Versuche mit dem
Testbecken ergeben haben, wobei weiterhin die Strömung so geführt ist, daß sie in einem normalen
Verhalten für den Abtransport der sich ablagernden Sinkstoffe Rechnung trägt, wobei diese Ablagerung
teilweise sogar" dadurch verhindert wird, daß die Strömung diese Sinkstoffe sofort mit wegführt, d. h. das
Strömungsverhalten im eigentlichen Testraum des Beckens ist nahezu identisch mit dem Strömungsverhalten
innerhalb eines Flusses oder Bachbettes.
Eine bevorzugte konstruktive Ausführungsform des • erfindungsgemäßen Beckens sieht vor, daß der Wasserzulauf
mittels einer geschlossenen Leitung im Bereich des Bodens des Beckens durch das Becken geführt wird,
wobei die Leitung einlaufseitig vor der Prallwand eine Ausflußöffnung aufweist und durch einen in Fließrichtung
des Wassers hinter der Ausflußöffnung angeordneten Schieber verschließbar ist. Hierbei wird vorzugsweise
so vorgegangen, daß sich an die Ausflußöffnung ein Steigrohr anschließt, dessen Oberseite mit dem
5. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf (20) mit einem auf
die Größe der Wassertiere abgestellten Schutzsieb (21) versehen ist.
6. Kontrollvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen
Spritz- und Sprudelschutz oberhalb der Mündung des Steigrohres (15).
7. Kontrollvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einströmöffnungen (17) und die Verbindung zwischen dem Überlauf (20) und der Leitung (13)
verschließbar sind.
8. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigungen und Querrichtungen
der Einströmöffnungen zwischen 5° und 40° variieren (F ig. 3).
Priority Applications (1)
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| DE19752552082 DE2552082C2 (de) | 1975-11-20 | 1975-11-20 | Kontrollvorrichtung für die Wasserqualität |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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| DE2552082C2 true DE2552082C2 (de) | 1977-12-01 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19752552082 Expired DE2552082C2 (de) | 1975-11-20 | 1975-11-20 | Kontrollvorrichtung für die Wasserqualität |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| FR2573875B1 (fr) * | 1984-11-23 | 1987-01-16 | Marseille Eaux | Procedes et dispositifs pour detecter la pollution de l'eau |
| DE4110877C1 (en) * | 1991-04-04 | 1992-08-06 | Kurt Kerren Kunststofftechnik Gmbh & Co. Kg, 4060 Viersen, De | Continuous monitoring of pollutant concn. in water ways - by measuring activity of live small crustaceans of Daphnia magna which generate pulses as they pass photoelectric cell |
-
1975
- 1975-11-20 DE DE19752552082 patent/DE2552082C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2552082B1 (de) | 1977-04-14 |
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