DE2550455B2 - Walze - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walze mit einer Anordnung zum Aufzwingen einer der unter Last zu
erwartenden Durchbiegung entgegenwirkenden Gegendurchbiegung, bei der ein rotierend angetriebener
hohler Walzenmantel auf einer ortsfest angeordneten Achse gelagert ist
In allen Fällen, bei denen über Walzen radiale Kräfte
aufzubringen oder zu übertragen sind, bereitet die elastische Verformung, insbesondere die Durchbiegung
der Walze, besondere Probleme. Es wird beispielsweise auf die Walzenkonstruktionen aller Walzenmaschinen,
wie Kalander, Foulards usw., hingewiesen. Um diese
Durchbiegung in einigermaßen erträglichen Grenzen zu halten, wird ein großes Trägheitsmoment und damit,
besonders bei großen Walzenbreiten und bei großen Drücken, ein großer Walzendurchmesser erforderlich.
Große Walzcndurchmesser haben jedoch gegenüber kleineren bei gleichen Gesamtdrücken den Nachteil des
geringeren spezifischen Druckes und daher den Nachteil geringerer Effekte, ganz abgesehen davon, daß
auch Walzen mit großen Durchmessern nicht frei von Durchbiegungen sein können.
Es sind nun zahlreiche Versuche unternommen worden, um der Durchbiegung dieser Walzen entgegenzuwirken oder gar die Durchbiegung zu verhindern. Es
ist bekannt, die Achsen von Walzenpaaren zueinander schräg zu stellen bzw. die Walzen durch interne
konstruktive Maßnahmen steifer zu machen. Ein wesentlicher Erfolg konnte damit nicht errungen
werden.
Eine andere Maßnahme, diesem Problem zu begegnen, war die Konstruktion einer schwimmenden Walze
(Melliand Textilberichte, 1958, 88/90). Dabei wird ein Stahlrohrzylinder mit Spiel auf einer feststehenden
Achse gelagert und das Spiel mit einer Flüssigkeit ausgefüllt, wobei zusätzliche Dichtungsleisten zwischen
beiden zylindrischen Teilen Kammern bilden. Man war nun der Meinung, daß die auf den Stahlrohrzylinder
einwirkende Kraft sich über die Flüssigkeit auf die Achse überträgt, welche daraufhin eine Verformung
erfährt, während der Stahlrohrzylinder praktisch biegungsfrei bleiben soll. Ganz abgesehen davon, daß
dabei erhebliche Dichtungsprobleme auftreten, kann von einer Biegungsfreiheit des Stahlrohrzylinders kaum
die Rede sein.
Es ist darüber hinaus bekannt, der einzelnen Walze
eine Durchbiegung aufzuzwingen, die der aus der Belastung zu erwartenden Durchbiegung entgegenwirkt, so daß gewissermaßen als Resultierende sich eine
durchbiegungsfreie Walze ergibt Als Lösung dieses Grundsatzproblems wird nach der FR-PS 14 88213
vorgeschlagen, die Walzenständer, in denen die Walzenzapfen gelagert sind, durch Zug- und Druckmittel so gegeneinander zu verspannen, daß durch die
Schrägstellung der Lagerachsen in diesen Ständern den Walzen eine Durchbiegung aufgezwungen wird. Bei
einer anderen Lösung dieses Grundprinzipes entspre-
chend der DT-GmS 1990170 wird die Walze mit
verlängerten Zapfen in Hilfslagern gelagert, die mittels
Hydraulik Kraftüberlagerungen auf die Wake ausüben. Es liegt allerdings auf der Hand, daß eine solche Lehre
praktisch unüberwindliche Schwierigkeiten mit sich bringt, weil große Massen zu verformen sind, ohne daß
sichergestellt werden kann, daß die Verformung zu einer gezielten Durchbiegung in einem bestimmten
Ausmaß der in den Ständern geführten Walzen führt
Es ist schließlich bekannt, die Kraft zur Erzeugung to
einer Gegesdurchbiegung im Inneren der Walze
aufzubringen. Bei der DT-OS 22 30 139 stützt sich der
drehbar gelagerte Walzenmantel an einem die Walze durchsetzenden, als ortsfeste Achse ausgebildeten Joch
über mehrere hydrostatische Lagerelemente ab. Hierbei kann es, da die Schmierung mit zunehmendem
Durckabfall nach außen hin nachläßt, zumindest in den
Randzonen, zu einer Mischreibung kommen, sowie,
wegen der Unterteilung in einzelne Druckstücke, verteilt über die Walzenlänge zu einer sinusförmigen
Unterstützung der tatsächlichen Biegelinie und somit zu einem ungleichmäßigen Quetschfugenprofil. Wird dieser Nachteil durch den Einsatz eines Druckstückes über
die ganze Länge ausgeglichen, ist mit entsprechend höherer Reibung und größeren Leckverlusten zu
rechnen.
In der US-PS 35 00 524 ist eine andere Lösungsmöglichkeit gezeigt, wonach der Walzenmantel über
mehrere mit Abstand zueinander angeordnete Ringrillenlager auf einer ortsfesten Hohlachse gelagert ist, der J«
eine der Biegung entgegenwirkende Krümmung aufgezwungen wird. Innerhalb der stirnseitig abgeschlossenen Hohlachse ist ein längsgeteiltes Rohr mit stirnseitigen Abschlußwänden geführt Die eine Rohrhälfte wird
mittels Druckschrauben gegenüber den Stirnwänden der Hohlachse auf Druck, die andere Rohrhälfte mittels
Gewindeschrauben auf Zug belastet Auch diese Anordnung erfordert eine genaue Bearbeitung der
Walze und der Hohlachse über ihre ganze Länge wegen der Stützlager, die durch ihre Anordnung eine
sinusförmige Überlagerung der Biegelinie verursachen, was zu einem ungleichen Quetschfugenprofil führt Die
kraftübertragenden Teile sind an ihren Berührungsflächen als Gleitlager ausgeführt, was zu undefinierbaren
Verhältnissen bei der aufgezwungenen Biegung und zu 4> hohen Reibungsverlusten führt
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, der Walze mit einem wesentlich geringeren konstruktiven
und energiemäßigen Aufwand eine Gegendurchbiegung von genau kontrollierbarem Ausmaß aufzuzwingen, die
der unter Last zu erwartenden Durchbiegung so entgegenwirkt, daß tatsächlich eine über die Länge der
Walze gleichbleibende Linienpressung wie bei einer praktisch durchbiegungsfreien Walze erreicht wird.
Ausgehend von der Lehre der US-PS 35 00 524 besteht die Erfindung darin, daß der Walzenmantel an
beiden Stirnseiten an ortsfest angeordneten Zapfen gelagert und die Zapfen innerhalb des Wakenmantels
mit Huberzeugern gegeneinander verspannt sind, wobei mindestens ein auf Druck beanspruchter Huberzeuger w>
in dem an der Gegenwalze anliegenden Bereich und mindestens ein auf Zug beanspruchter Huberzeuger im
gegenüberliegenden Bereich der Walze angeordnet sind. Als Huberzeuger eignen sich im besonderen
Hydraulikzylinder mit nach beiden Seiten wirkenden <ιΐ
Kolbenstangen.
Durch diese Huberzeuger, von denen also mindestens ein auf Druck und ein auf Zug belasteter Erzeuger
vorhanden sein müssen, ohne dals die Anzahl der5
Huberzeuger nach oben begrenzt ist wird eine Durchbiegung der Walze erzwungen, die durch eine
entsprechende Dosierung von Zug und Druck so gewählt werden kann, daß die aus der Belastung der
Walze im Betrieb resultierende Biegung vollkommen kompensiert wird. Durch die Huberzeuger werden die
Zapfen bzw. deren Bunde aus ihrer ursprünglich zueinander konzentrischen Achsstellung in eine Winkellage verformt welcher der Walzenmantel zufolge der
Lagerung auf diesen Zapfen unbedingt und kontrollierbar folgen muß. Es braucht daher, bezogen auf den
Stand der Technik, nur ein Minimum an Masse verformt zu werden, wobei die Verformungsorgane sich in
unmittelbarer Nähe des Walzenmantels befinden und daher die Verformungskräfte mit einem minimalen
Kraftfluß auf den Walzenmantel übertragen. Somit wird durch einen geringen konstruktiven und energiemäßigen Aufwand ein Maximum an Wirkung erzielt
Im Rahmen einer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
der einzelne Zapfen innenseitig einen Bund aufweist, an
dessen beiden Planflächen der Walzenmantel mittels nach innen vorragender Anschläge Ober AxialdruckJager abgestützt ist wobei außenseitig des Bundes eine
Radiallagerung vorgesehen ist Der Walzenmantel kann bei einem Ausführungsbeispiel auch doppelwandig
ausgebildet sein, wobei beide Wandungen vornehmlich nur im Bereich der Zapfen durch Stege gegeneinander
abgestützt sind. Auf diese Weise wird der Vorteil erzielt daß der Durchbiegung der Walze im mittleren Bereiche
keine Versteifungskräfte der Walzen konstruktion entgegenwirken können.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung ergibt sich dann, wenn je Zug- und Druckseite mehrere Huberzeuger hintereinander angeordnet sind, deren Hubkräfte
einander summieren.
Diese Lehre der Erfindung geht davon aus, daß der
Walzendurchmesser nach Möglichkeit sehr gering gehalten werden soll, so daß für die zu beaufschlagenden Kolben- bzw. Zylinderwandflächen der Huberzeuger nur ein geringer Platz zur Verfügung steht Wenn
man jedoch mehrere Huberzeuger hintereinander anordnet, dann summieren sich deren zu beaufschlagenden Flächen. Man kann also den Gegenstand der
Erfindung auch bei gering dimensionierten Walzen mit Vorteil anwenden.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß je Zug- und Druckseite von einem
Zapfen ausgehend bis kurz vor den anderen Zapfen eine achsparallel sich erstreckende Stange und vom anderen
Zapfen bis kurz vor den einen Zapfen eine koaxial zur Stange und mit radialem Abstand davon sich erstrekkendes Rohr angeordnet sind und daß zwischen dem
Rohr und der Stange abwechselnd und mit axialem Abstand voneinander befindliche Zylinderdeckel- und
Kolbenelemente vorgesehen sind, in deren Zwischenräume das Druckmedium einführbar ist
Es ist nun ein zusätzliches Problem, wie man diese
Vielzahl von Zylinderdeckelelementen und Kolbenelementen in einfacher Weise konstruktiv anordnet damit
sich die erstrebte Summenwirkung ohne wesentlichen Aufwand ergibt Hierzu wird vorgeschlagen, daß die
Kolbenelemente durch gegeneinander verspannbare, mit Keilflächen versehene Hülsenpaare mit der Stange
verbindet Die Stange braucht also nicht besondere Bunde, Gewinde oder axial begrenzte Paßfederelemente aufzuweisen, um die Kolbenelemente im Abstand
zueinander mit der Stange fest zu verbinden. Die nach
dem Beispiel der Erfindung vorgesehene Klemmverbindung
mit Hilfe der mit Keilflächen versehenen Hülsenpaare reicht vollkommen aus, um die hydraulischen
Kräfte ohne weiteres auf die Stange zu übertragen.
Demgegenüber ist das Problem, die Zylinderdeckelelemente im Abstand zueinander vorzusehen, und die
Montage der Kolbenelemente dazwischen zu ermöglichen, wesentlich schwieriger. Dieses Detailproblem löst
die Erfindung beispielsweise dadurch, daß das den Zylinder bildende Rohr aus mehreren hintereinander
mit Abstand angeordneten Rohrabschnitten besteht und die Zylinderdeckelelemente mit den Stirnbereichen
dieser Rohrabschnitte, beispielsweise durch Verschraubung, verbunden sind. Dadurch wird die Möglichkeit
gegeben, daß die Kolbenelemente auf der Stange in der gewünschten Lage festgespannt werden können, woraufhin
die einzelnen Ruhrabschnitte über die Stange geschoben und alsdann mit den zwischen den Kolbenelementen
befindlichen Zylinderdeckelelementen lediglich verschraubt zu werden brauchen.
Schließlich empfiehlt es sich, wenn der Walzenmantel mit einem darin eingespannten Ring zwischen die
Axialdrucklager eingreift und am Zapfen geführte Scheiben von außen gegen die Axialdrucklager spielfrei
verspannbar sind. Eine solche Maßnahme bringt den Vorteil mit sich, die Axial- und Radiallagerung der
Walze einstellbar und spielfrei zu gestalten, um die Kräfte der Huberzeuger voll auf den Walzenmantel
einwirken zu lassen.
Einzelheiten der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch und beispielsweise dargestellt Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Walze mit einer Anordnung zum Aufzwingen einer Biegung,
Fig.2 einen Teillängsschnitt durch eine Walze gemäß F i g. 1 mit einer Doppelmantel-Ausbildung,
F i g. 3 u. 3' einen Teillängsschnitt durch eine Walze mit mehreren hintereinander angeordneten Huberzeugern
bzw. Hubzylindern,
Fig.4 einen Teillängsschnitt durch ein mit einer
Stange verbindbares Kolbenelement,
F i g. 5 einen Teillängsschnitt durch ein mit Rohrabschnitten verbindbares Zylinderdeckelelement,
F i g. 6 und 7 Querschnitte durch eine Walze in zwei Varianten und
F i g. 8 und 9 Längsschnitte durch eine Walze in zwei Varianten zu den Beispielen der F i g. 1 und 3.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 1 ist ein Walzenpaar dargestellt, von dem die obere Walze 1 im Längsschnitt
gezeichnet und die untere Walze Γ strichpunktiert dargestellt ist Die im Längsschnitt dargestellte Walze 1
weist einen Walzenmantel 2 auf, der drehbar auf zwei Zapfen 3 gelagert und über ein Ketten- oder Zahnrad 35
rotierfähig angetrieben ist, wobei die Zapfen 3 ortsfest in einem nicht dargestellten Ständer geführt sind. Jeder
einzelne Zapfen 3 weist einen Bund 4 auf, an dessen Planflächen 5 Axialdrucklager 6 sich abstützten, die
ihrerseits zwischen Anschlägen 7 des Zapfens 3 und dem Ring 32 des Walzenmantels 2 eingespannt sind. Der
Walzenmantel 2 ist überdies über ein Radiallager 8 gegenüber jedem Zapfen 3 drehbar gelagert und
zusätzlich über ein Radiallager 8' ein weiteres Mal gestützt
Um nun der einzelnen Walze 1 eine Durchbiegung aufzuzwingen, die derjenigen Durchbiegung entgegenwirkt,
welche durch die Belastung der Walze entsteht, sind innerhalb des Walzenmantels 2 mindestens zwei
Huberzeuger 9, 10 in Form von Hydraulikzylindern angeordnet, mit deren Hilfe die Bunde 4 der Zapfen 3
gegeneinander axial verspannt sind. Dabei ist der Huberzeuger 9 auf Zug und der Huberzeuger 10 auf
Druck belastet Dies führt dazu, daß der Huberzeuger 9 mit seinen Kolbenstangen 12 die ihm zugeordneten
Lageraugen 11 gegeneinanderzieht, während der Huberzeuger 10 über die Kolbenstangen 12 die
zugeordneten Lageraugen U voneinander wegdrückt Daraus folgt, daß sich die Bunde 4 aus der ursprünglich
ίο parallelen Lage in eine Winkelstellung verlagern und
der Walzenmantel 2 in denjenigen Bereich, der an der
Gegenwalze 1 anliegt entsprechend der Biegelinie 31 verformt wird. Das Druckmedium wird zu den
Huberzeugern 9,10 über die schematisch angedeuteten
is Hydraulikleitungen zugeführt welche einen oder beide
Zapfen 3 durchsetzen.
Wenn also zwischen beiden Walzen 1, Γ ein Medium,
beispielsweise eine Folie, Papierbahn, Blech oderdgL
hindurchgeführt wird und beide Walzen 1, Γ gegeneinandergepreßt
werden, dann bleiben beide Walzen 1, Γ praktisch durchbiegungsfrei, weil die aus der Belastung
sich ergebende Durchbiegung durch die von den Huberzeugern 9,10 erzwungende Gegendurchbiegung
kompensiert wird.
Es versteht sich von selbst, daß die Gegenwalze 1' im
Prinzip gleichartig wie die Walze 1 ausgebildet ist, nur daß die Zug- und Druckseiten der Huberzeuger 9, 10
umgekehrt angeordnet sind. Man kann beim Beispiel der F i g. 1 auch mehrere Hubmotoren 9,10 nebeneinander
anordnen und sie parallel auf die Zapfen 3 bzw. deren Bunde 4 einwirken lassen.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 2 ist darüber hinaus
gezeigt daß die einzelne Walze 1 auch einen doppelwandigen Walzenmantel 14 aufweisen kann,
j) wobei die beiden in Distanz zueinander stehenden
Wandungen vorwiegend im Bereich der Zapfen 3 durch Stege 15 miteinander verbunden sind, während diese
beiden Wandungen im mittleren Bereich gegeneinander unversteift bleiben. Es wird dadurch die Verformungs-
·"· kraft von den Zapfen 3 und ihren Bunden 4 über die
Stege 15 ohne weiteres auf den doppelwandigen Walzenmantel 14 übertragen, ohne daß die Durchbiegung
im mittleren Bereiche beeinträchtigt wird.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 3 und 3' ist nun eine Ausführungsform gezeigt bei der der einzelne Huberzeuger 9,10 aus mehreren hintereinander angeordneter Hubelementen besteht so daß man also auf geringstmöglichem Querschnitt eine maximale Beaufschlagungsfläche erreichen kann.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 3 und 3' ist nun eine Ausführungsform gezeigt bei der der einzelne Huberzeuger 9,10 aus mehreren hintereinander angeordneter Hubelementen besteht so daß man also auf geringstmöglichem Querschnitt eine maximale Beaufschlagungsfläche erreichen kann.
so Zu diesem Zweck ist beim Ausführungsbeispiel dei
F i g. 3 der eine Bund 4 über die Lageraugen 11 und die
sich gelenkig daran anschließenden Zapfen 17 mit je einem Zylinder 16 verbunden, der sich fast über die
ganze Länge der Walze 1,2 bis nahe des Lagerauges 11 des anderen Zapfens 3,4 erstreckt An diesem anderer
Zapfen 3,4 ist am Lagerauge 11 je eine Kolbenstange Ii
gelenkig angeschlossen, die koaxial den Zylinder 16 bii kurz vor dessen Stirnende durchdringt. Nun befindei
sich auf der Kolbenstange 18 und im Zylinder K
«> abwechselnd zueinander angeordnete Kolben 19 unc
Zylinderdeckel 20, wobei mit den als Kreuze dargestellten Symbolen eine drehschlüssige Verbindung dei
einzelnen TeDe 19, 20 mit der Kolbenstange 18 odei
dem Zylinder 16 angedeutet ist, wahrend die star!
t>> ausgezeichneten Linien abgedichtete Gleitlager andeu
ten sollen. Die Hydraulikleitung 13 wird nun so zwischei
die Kolben 19 und die Zylinderdeckel 20 eingeführt, daf
im oberen Huberzeuger 9 eine Anniherung dei
Lageraugen 11 und im unteren Huberzeuger 10 eine Auseinanderbewegung der Lageraugen 11 erfolgt. Die
Hydraulikleitungen 13 sind vereinfacht dargestellt. Es versteht sich von selbst, daß zusätzlich Rückführungsleitungen
und gegebenenfalls auch gemeinsame Drucklei- ■"> tungen für beide Hubmotore 9, 10 vorgesehen sein
können.
In den Fig.4 und 5 ist nun dargestellt, wie die
Verbindung der einzelnen Kolben 19 mit der Kolbenstange 18 und Zylinderdeckel 20 mit dem Zylinder 16 w
durchgeführt werden kann, ohne die Montage unnötig zu erschweren.
Beim Ausführungsbeispiel der F i g. 4 ist der einzelne Kolben 19 mit der Kolbenstange 18 über einen
Spannring 23 fest verbunden, der auf Keilflächen aufweisende Hülsenpaare 24 wirkt, die zwischen der
Nabe des Kolbens 19 und der Kolbenstange 18 angeordnet sind. Damit wird eine drehschlüssige und
axial ortsfeste Verbindung zwischen dem Kolben 19 und der Kolbenstange 18 geschaffen, wobei zwischen dem
Kolben 19 und dem Zylinder 16 Dichtungen 22 angeordnet sind, die eine Relativbewegung zwischen
Zylinder 16 und Kolbenstange 18 gestatten, ohne daß das Druckmittel die Gleitflächen passieren kann.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 wird davon ausgegangen, daß der einzelne Zylinder 16 aus
mehreren hintereinander angeordneten geteilten Zylinderabschnitten 25 besteht, zwischen denen ein Spalt
26 vorgesehen ist. In den stirnseitigen Bereichen dieser Zylinderabschnitte 25 sind Innengewinde 27 vorgese- ^o
hen, die zum Einschrauben des mit einem entsprechenden Gegengewinde versehenen einzelnen Zylinderdekkels
20 bestimmt sind. Mit einem Ring 29 kann die axiale Bewegung des Kolbens 19 mit der Kolbenstange 18
begrenzt werden, um Beschädigung der Dichtungen 22 am Drucköleintritt 34 zu vermeiden. Durch die
Gewindeausbildung 27 ergibt sich eine drehschlüssige und axial konstante Verbindung zwischen dem Zylinderdeckel
20 und den Zylinderabschnitten 25, während der Zylinderdeckel 20 gegenüber der Kolbenstange 18 über
die Dichtung 30 gleitfähig ist. Die Bohrungen 28 sind Montagehilfsbohrungen zum Ansetzen entsprechender
Werkzeuge für die Drehverspannung der einzelnen Teile.
Im Ausführungsbeispiel der Fig.3 wird außerdem noch eine Variante für die axiale Lagerung der Walze 1
gegenüber dem Zapfen 3 dargestellt, wonach mit dem Walzenmantel 2 nach innen vorragende Ringe 32
verspannt sind, gegen welche mit den einzelnen Zapfen 3 verschraubbare Scheiben 33 spielfrei unter Einschuß
der Axialdrucklager 6 angestellt werden.
Die Querschnitte der Walzen 1 gemäß den F i g. 6 und 7 lassen die Lage der Huberzeuger 9, 10 in zwei
Ausführungsbeispielen erkennen, wobei in F i g. 6 eine Zwillingsanordnung von je zwei Huberzeugern 9, 10
dargestellt ist.
Man kann die Huberzeuger 9,10 aber auch zentrisch anordnen, wie dies aus den Fig.8 und 9 hervorgeht,
wobei Kipphebelglieder 36 (Fig.8) zwischen den Kolbenstangen 12 und den Lageraugen 11 vorgesehen
werden, um die konzentrische Krafterzeugung außerzentrisch einwirken zu lassen. Beim Beispiel der F i g. 9
wirkt eine zentrisch angeordnete Hubspindel 37 auf Zug- und Druckhebel 38, 39, welche die Arbeit der
Huberzeuger 9,10 in Form von Kniehebeln ersetzen.
Die Erfindung ist also in mannigfacher Weise ausführbar, ohne daß sie sich auf die Ausführungsbeispiele
beschränkt.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Walze mit einer Anordnung zum Aufzwingen einer der unter Last zu erwartenden Durchbiegung
entgegenwirkenden Gegendurchbiegung, bei der ein rotierend angetriebener hohler Walzenmantel auf
einer ortsfest angeordneten Achse gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (2) an beiden Stirnseiten auf ortsfest
angeordneten Zapfen (3) gelagert und die Zapfen (3) ι ο
innerhalb des Walzenmantels (2) mit Huberzeugern (9, 10) gegeneinander verspannt sind, wobei
mindestens ein auf Druck beanspruchter Huberzeuger (10) in dem an der Gegenwalze (1') anliegenden
Bereich und mindestens ein auf Zug beanspruchter Huberzeuger (9) im gegenüberliegenden Bereich der
Walze (1) angeordnet sind.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Zapfen (3) innenseitig einen
Bund (4) aufweist, an dessen beiden Planflächen (5) der Walzenmantel (2) mittels nach innen vorragender Anschläge (7) Ober Axialdrucklager (6) abgestützt ist, und daß außenseitig des Bundes (4) eine
Radiallagerung (8,8') vorgesehen ist
3. Walze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (2) doppelwandig (14) ausgebildet ist und beide Wandungen
vornehmlich nur im Bereiche der Zapfen (3) durch Stege (15) gegeneinander abgestützt sind.
4. Walze nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß je Zug- und
Druckseite mehrere Huberzeuger (9,10) hintereinander angeordnet sind, deren Hubkräfte einander
summieren.
5. Walze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß je Zug- und Druckseite von einem Zapfen
(3) ausgehend bis kurz vor dem anderen Zapfen (3) eine achsparallel sich erstreckende Kolbenstange
(18) und vom anderen Zapfen (3) bis kurz vor den einen Zapfen (3) eine koaxial zur Kolbenstange (18) «o
und mit radialem Abstand davon sich erstreckender Zylinder (16) angeordnet sind und daß zwischen dem
Zylinder (16) und der Stange (18) abwechselnd und mit axialem Abstand voneinander befindliche
Zylinderdeckel- und Kolbenelemente (20,19) vorgesehen sind, in deren Zwischenräume (21) das
Druckmedium einführbar ist
6. Walze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenelemente (19) durch gegeneinander verspannbare, mit Keilflächen versehene Hül-
senpaare (24) mit der Kolbenstange (18) verbunden sind.
7. Walze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (16) aus mehreren hintereinander mit Abstand angeordneten Rohrabschnitten (25)
besteht und die Zylinderdeckelelemente (20) mit den Stirnbereichen dieser Rohrabschnitte (25), beispielsweise durch Verschraubung (27), verbunden sind.
8. Walze nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Wal- ·>»
zenmantel (2) mit einem darin eingespannten Ring (32) zwischen die Axialdrucklager (6) eingreift und
am Zapfen (3) geführte Scheiben (33) von außen gegen die Axialdrucklager (6) spielfrei verspannbar
sind. ^1S
9. Walze nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß je Zugbzw. Druckseite Huberzeuger (9,10) in Zwillingsan
ordnung vorgesehen sind.
10. Walze nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Huberzeuger (9, 10, 37), die vorzugsweise zentrisch zur
Walze (1) angeordnet sind, über Hebel, z.B. Kipphebel (36) oder Kniehebel (38, 39), mit den
Lageraugen (11) oder dgl. verbunden sind.
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| DE2550455A DE2550455C3 (de) | 1975-11-10 | 1975-11-10 | Walze |
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|---|---|
| DE (1) | DE2550455C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN108179585B (zh) * | 2018-03-05 | 2024-05-28 | 博路威机械江苏有限公司 | Y形双压区挠度可控辊 |
-
1975
- 1975-11-10 DE DE2550455A patent/DE2550455C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2550455C3 (de) | 1979-07-26 |
| DE2550455A1 (de) | 1977-05-12 |
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