DE2550161A1 - Vorrichtung zum tragen des stranges im trennbereich einer mit einer brennschneidmaschine ausgeruesteten stranggiessanlage - Google Patents
Vorrichtung zum tragen des stranges im trennbereich einer mit einer brennschneidmaschine ausgeruesteten stranggiessanlageInfo
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8,;. MÜNCHEN 8O
SonWnannetr. 2 — Tel. (Ο89) 4718-47
Telegramme: Patentwedde - München
i»IVES-GAIL BABGOGK S.A<
Paris/Frankreich.
7. November I975
Akte: P 7879
Vorrichtung zxun Tragen des Stranges im Trennbereich einer
mit einer Brenns chne idmasciiine ausgerüsteten Stranggießanlage
Die Erfindung betrifft Stranggießanlagen, bei welchen der aus der Gießmaschine in horizontaler Richtung austretende
Strang mittels einer mit einem Schneidbrenner ausgerüsteten Maschine in Stücke geschnitten wird, wobei sich die Maschine
während des Schneidvorganges mit dem Strang fortbewegt und dann schnell an ihren Ausgangspunkt zurückgeführt wird.
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— 2 —
Bei den Anlagen zur Herstellung von Brammen ist die Bann der Brennschneidmaschine relativ groß, und es ist erforderlieh,
den Strang an mehreren Stellen zwischen den beiden Enden dieser Bahn abzustützen. Es ist nicht möglich, dafür
ortsfeste Auflagen, Walzen oder sonstiges zu verwenden, denn sie wurden durch die flamme des Schneidbrenners schnell
zerstört oder gebrauchsunfähig werden.
Eine Lösung besteht darin, einzeln auf Armen oder ähnlichen Stützen befestigte Walzen zu verwenden, welche bei der Annäherung
des Schneidbrenners automatisch abgesenkt und nach seiner Entfernung angehoben werden.
Gemäß einer anderen lösung wird der Strang von Rollen getragen,
die mit einander durch aneinandergefügte Kettenglieder verbunden sind, so daß eine Kette gebildet ist, deren Bewegungen
mit denen der Brennschneidmaschine synchronisiert sind, dergestalt, daß sich der Schneidbrenner immer zwischen
zwei Walzen befindet.
Diese beiden Lösungen führen zu relativ komplizierten Mechanismen,
die kostspielig sind und eine erhebliche Wartung erfordern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tragvorrichtung zu schaffen, die einfach und robust ist und daher nur
einen geringen vfartungsaufwand erfordert»
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einem Tisch
mit Walzen, welcher zwischen den vor und hinter dem Schneidbereich befindlichen ortsfesten Walzenreihen angeordnet ist
und eine hin- und hergehende Bewegung in einer zur Bewegungsrichtung der Brennschneidmaschine parallelen Richtung
ausführen kann und kennzeichnet sich dadurch, daß der maximale Zwischenraum zwischen den äußeren Walzen des Tisches
und den benachbarten Walzen der ortsfesten Walzenreihen dieselbe Größenordnung aufweist wie der Zwischenraum zwischen
den Walzen des Tisches, daß die Bahnlänge des Tisches gleich einem Teil dieses Zwischenraumes ist, und daß eine
Einrichtung vorgesehen ist, um den Tisch mit den Walzen in zur Bewegungsrichtung der Brennschneidmaschine entgegengesetzten
Richtung jedes Mal automatisch zu verschieben, wenn sich der Schneidbrenner einer der Walzen des Tisches nähert,
und um dann den Tisch in seine Ausgangsstellung zurückzuführen, wobei die Yerschiebungsgeschwindigkeit des Tisches
größer als diejenige der Brennschneidmaschine ist»
Der Tisch kann mit auf horizontalen Schienen sich abwälzenden Rollen versehen sein und mittels eines hydraulischen
Arbeitszylinders oder eines anderen geeigneten Antriebes verschieblich sein.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist jede Walze des Tiaches einem Uocken zugeordnet, der am Tisch befestigt ist,
einen von der Brennschneidmaschine getragenen Unterbrecher
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betätigt und die Ingangsetzung des den Tisch verschiebenden
Antriebes steuert, wenn sich der Schneidbrenner der Walze nähert. Dagegen könnte jeder Walze ein Unterbrecher zugeordnet
sein, der von einem von der Brennschneidmaschine getragenen Steuerelement betätigt wird.
Der jeder Walze zugeordnete Nocken kann außerdem die Verschiebung des Tisches in derselben Richtung wie die Brennschneidmaschine
und darauf die Verschiebung in entgegengesetzter Richtung steuern. Als Abwandlung können jeder Walze
zwei Nocken zugeordnet werden, von denen der eine den Rücklauf des Tisches und der andere die Rückwärtsbewegung des
Tisches in seine Ausgangsstellung steuert.
Um die Aufenthaltsdauer jeder Walze unter dem Schneidbrenner
zu beschränken, muß die Verschiebung des Tisches in zur Bewegung der Brennschneidmaschine entgegengesetzter Richtung
so schnell wie möglich erfolgen.
Vorzugsweise, werden Walzen verwendet, die aus einer Reihe
mit axialem Abstand voneinander angeordneten Scheiben bestehen, und die axiale Lage der Scheiben der verschiedenen
Walzen ist so gewählt, daß der Schneidbrenner sich immer über einem Zwischenraum zwischen den Scheiben befindet, wenn
er die Walzen überquert.
Es könnte der Schneidbrenner auch gelöscht und seine Quer-
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bewegung unterbrochen werden, wenn er über eine Walze läuft, und unmittelbar danach wieder gezündet werden, wobei diese
Operationen durch das die Ingangsetzung des Antriebes des Tisches regelnde System automatisch gesteuert werden.
Ein nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird in folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Figo 1 eine Seitenansicht des Tisches mit den V/alzen,
welcher die erfindungsgemäße Tragvorrichtung darstellt;
]?ig. 2 eine Draufsicht auf den Tisch mit den Walzen in
größerem Maßstab; und
Mg. 3 ein die Arbeitsweise der Vorrichtung veranschaulichendes Schema«
In J?ig. 1 ist der Gießstrang 10, der in horizontaler Richtung
aus einer Stranggießmaschine austritt, von einer Reihe von Walzen 12 mit ortsfesten Achsen getragene Dieser Strang
wird mittels einer mit einem Schneidbrenner 14 ausgerüsteten Brennschneidmaschine 13 die sich beim Schneiden mit derselben
ü-esehwindigkeit wie der Strang bewegt, in Stücke von
vorbestimmter Länge abgetrennte Die Strangstücke werden mit Hilfe einer Reihe von Walzen 16 abtransportiert»
Zwischen der letzten V/alze 12 und der ersten Walze 16, d.h.,
im Bereich, in dem sich der Schneidbrenner 14 bewegt, wird
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der Strang von einem Tisch mit Walzen 18 getragen, der aus
einem<iiit Rollen 21 versehensji>
Rahmen 20 besteht, 'die auf horizontalen Schienen 22 abrollen; die Walzen 18 werden
durch einzelne Gfetriebemotoren in Drehung versetzt und der Zwischenraum zwischen ihnen ist annähernd gleich dem zwischen
den 'falzen 12 und 16»
Bin mit dem Rahnen 20 verbundener hydraulischer doppeltwirkender
Arbeitszylinder 24-, der an einem ortsfesten Punkt 26 befestigt ist, ermöglicht es, dem Tisch eine hin- und
hergehende Bewegung zu erteilen, deren Amplitude annähernd gleich der Hälfte des Zwischenraumes zwischen den Walzen
ist. Die Länge des Tisches und die Anordnung der Walzen sind so gewählt, daß der maximale Zwischenraum zwischen den
an den Enden des Tisches angeordneten Walzen und den benachbarten Walzen 12 bzw» 16 der Yfalzenreihen dieselbe Größenordnung
aufweist wie der Zwischenraum zwischen den Walzen Die Außenstellungen des Tisches sind fixiert durch Anschläge
oder Endausschalter, die die Bahn des Arbeitszylinders begrenzen.
Die Bewegungen des Arbeitszylinders werden von einem von der Brennschneidmaschine getragenen Unterbrecher 28 gesteuert,
der die Versorgung des Arbeitszylinders über ein zwischenliegendes Elektromagnetventil steuert. Dieser Unterbrecher
wird von einer Reihe von auf dem Rahmen 20 des Tisches mit den Walzen befestigten Hocken 50 gesteuert» Der
Abstand der Hocken ist gleich dem der Walzen 18 und ihre
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■Anzahl ist um eine Einheit größer als die Zahl der Walzen
Sie sind in der V/eise angeordnet, daß sie den Unterbrecher 28 betätigen, wenn sich der Schneidbrenner einer Walze nähert.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist scheinatisch in Fig. 3
dargestellt. Wenn das Trennen beginnt, ist der Tisch am weitesten von den Y/al ζ en 12 entfernt. Wenn der Schneidbrenner,
der sich in Richtung des Pfeiles 0 bewegt, nahe der Walze a ist (Zustand I), betätigt der.dieser Walze zugeordnete
Nocken den Unterbrecher 28, der den Arbeitszylinder 24 steuert; dieser verschiebt den Tisch mit den Walzen 18 in
zur Bewegung des Schneidbrenners entgegengesetzter Richtung, um den Tisch in die andere Außenstellung zu bringen (Zustand
II) ο Wenn sich der Schneidbrenner der Walze Td nähert
(Zustand III), betätigt der dieser Walze zugeordnete Nocken den Unterbrecher 28, der den Arbeitszylinder 24 steuert, um
den Tisch in seine Ausgangsstellung zurückzubringen (Zustand IY). Da der Tisch schneller verschoben wird als der
Schneidbrenner, erreicht dieser die Walze b erst nach dem Ablauf einer gewissen Zeit (Zustand I')>
und in diesem Moment betätigt der der Walze zugeordnete Nocken von neuem den Unterbrecher 28, der dieses Mal den Tischrücklauf steuert.
Danach wiederholt sich derselbe Zyklus für jede Walze, bis der Trennvorgang beendet ist. In diesem Augenblick wird
der Schneidbrenner gelöscht oder kleingestellt, und die Brennschneidmaschine, ebenso wie der Tisch werden in ihre
Ausgangsstellungen zurückgeführt.
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Der Schneidbrenner befindet sich also nur oberhalb der Walzen, wenn der Tisch zurückgezogen wird. Da die Verstellgeschwindigkeit
des Tisches relativ groß ist, verweilt der Schneidbrenner über den Walzen nur sehr kurze Zeit. Wie aus
Pig. 2 ersichtlich ist, bestehen diese Walzen aus auf eine Achse aufgeschobenen Scheiben, und es v/erden durch Muffen
von kleinerem Durchmesser Zwischenräume zwischen den Scheiben geschaffen. Diese Scheiben können in der Weise angeordnet
sein, daß sich der Schneidbrenner immer zwischen zwei Scheiben befindet, wenn er eine Walze überquert, wie es in
Figo 2 veranschaulicht ist, wo die Linie T die vom Schneidbrenner
eingehaltene Bahn während des Schneidvorganges darstellt unter der Annahme, daß ein einziger Schneidbrenner
in Tätigkeit ist, wobei die Punkte A, B, G etc. die von dem Schneidbrenner eingenommenen Punkte sind, wenn der Tisch
zurückgezogen wird. Der Schneidbrenner kann die Scheiben der Walzen 18 nicht zerstören und seine Einwirkung auf die
Muffen der Walzen ist infolge des kleineren Durchmessers der Muffen sehr abgeschwächt.
Es könnte allerdings vorgesehen werden, den Schneidbrenner jedes Mal zu löschen, wenn er über eine Walze geführt wird,
und ihn unmittelbar nach der Ü"berquerung einer Walze wieder
zu zünden, wobei diese Operationen durch die Nocken 30 automatisch
gesteuert werden.
Die Erfindung ist auf das Stranggießen von Brammen anwendbar«
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Claims (6)
- 7. November 19752510161 Akte: P 7879Patentansprüche1o) Vorrichtung zum Tragen des Stranges im Trenntiereich einer mit einer in einem horizontalen Abschnitt der vom Strang zurückgelegten Bahn angeordneten Brennschneidiaaschine ausgerüsteten Stranggießanlage, wobei die Vorrichtung einen Tisch mit Walzen aufweist, v/elcher zwischen den ortsfesten, vor und hinter dem Trennbereich befindlichen Ualzenreihen angeordnet ist und eine hin- und hergehende Bewegung in einer zur Bewegungsrichtung der Breniischneidmaschine parallelen Richtung ausführen kann, dadurch gekennzeichnet, daß der maximale Zwischenraum zwischen den äußeren 'Jalzen (18) des Tisches und den benachbarten -alzen (12 und 16) der ortsfesten walzenreihen dieselbe Größenordnung aufweist wie der Zwischenraum zwischen den falzen (18) des Tisches, daß die Bahnlänge des Tisches gleich einem Teil dieses Zwischenraumes ist, und daß eine Einrichtung (24) vorgesehen ist, um den Tisch mit den Walzen in der zur Bewegungsrichtung der Brennschneidmaschine (13) entgegengesetzten Richtung jedes Mal automatisch zu verschieben, wenn sich der Schneidbrenner (14) dieser Maschine einer der Walzen (18) des Tisches nähert, und um dann den Tisch in seine Ausgangsstellung zurückzuführen, wobei die Verschiebegeschwindigkeit des Tisches größer als diejenige der Brennschneidmaschine ist.- 10 609821 /0717- 1Ü -
- 2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Tisch mit Rollen (21) ausgerüstet ist, welche auf horizontalen Schienen (22) abrollen.
- 3.) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch mittels eines hydraulischen doppeltwirkenden Arbeitszylinders (24) verschoben wird.
- 4o) Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Bahnlänge des Tisches annähernd gleich der Hälfte des Zwischenraumes zwischen den Y/alzen ist.
- 5.) Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4» dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung zur Steuerung der Bewegung des Tisches einen Unterbrecher (28) aufweist, welcher an der Brennschneidmaschine (13) befestigt ist und von einer Reihe von mit dem Tisch mit den Y/alzen verbundenen Nocken (30) betätigt wird, wobei jeder Nocken einer Walze (18) zugeordnet ist, um den Rücklauf des Tisches zu steuern, wenn sich der Schneidbrenner (14) der Y/alze nähert.
- 6.) Vorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet , daß die Rücklaufbewegung des Tisches mit den Walzen (18) in seine Ausgangsstellung ebenfalls von den Nocken (30) gesteuert ist»609821/0717 -11-7ο) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine Einrichtung aufweist, um den Schneidbrenner (14) der Brennschneidmaschine während der Rücklaufbewegung des Tisches automatisch zu löschen.8o) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet , daß das Löschen des Schneidbrenners durch die Nocken (30) gesteuert wird»9o) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (18) des Tisches aus Scheiben bestehen, welche durch Zwischenräume voneinander getrennt sind und deren Lage so gewählt ist, daß sich der Schneidbrenner (14) über dem Zwischenraum zwischen zwei Scheiben befindet, wenn er die Walzen überquert.609821 /0717Leerseite
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