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Baukastensystem zur Erstellung von Bühnenaufbauelementen
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Die Erfindung betrifft ein Baukastensystem zur Erstellung von variablen
Szenen- und Spielgerüstaufbauten durch Bühnenaufbauelemente.
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Für das als Lehrfach in allen Schulen des Bundesgebietes eingeführte
Schulspiel als auch für das Laienspiel in Sälen, Turn-und Mehrzweckhallen sind bekannte
Bühnenaufbauten zu kostspielig, zu wenig flexibel und von ungeübten Kräften kaum
zu handhaben. Die bekannten Bühnenaufbauten können nach zwei Arten unterschieden
werden: Die nach Baukastensystem in kleinste Einzelteile zerlegbaren Spielgerüste
(DT-OS 2 300 272) und fertige unveränderbare Aufbauten, die aus Platzgründen meist
zusammenklappbar sind (DT-Gbm 7 332 414).
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Die bekannten, aus vielen Einzelteilen bestehenden Szenen- und Spielgerüste
erfordern zum Aufbau sehr viel Zeit und handwerkliche Erfahrung. Ein Zusammenbau
durch Laien führt zu einem erhöhten Unfallrisiko. Die fertigen, unveränderbaren
Aufbauten besitzen zwar eine ausreichende Unfallsicherheit und sind leicht aufbaubar,
sind dagegen aber kostspielig und nicht veränderbar.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einfache, leicht aufbau- und veränderbare
Bühnenaufbauelemente zu schaffen, die ohne Vorbildung von Laien gehandhabt werden
können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die senkrechten
und waagerechten Grundelemente flächen- oder rahmenförmig sind.
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Bei dem erfindungsgemäßen Baukastensystem kann von einem Flächenbaukasten
gesprochen werden, da die Grundelemente flächenförmig sind, wobei rahmenförmige
Elemente auch als flächige Teile angesehen werden. Die Grundelemente weisen aufgrund
ihrer Flächenform eine nicht zu kleine Größe auf, so daß zur Erstellung eines Bühnenaufbauelementes
wenige Grundelemente erforderlich sind, die schnell und leicht aneinander befestigt
werden können, ohne daß eine bühnenhandwerkliche Vorbildung erforderlich ist. Der
Bausatz besteht aus wenigen flächigen Elementen, die einen flexiblen, leicht veränderbaren
Aufbau zulassen und dabei überschaubar bleiben und damit leicht zu überwachen sind,
so daß eine hohe Brand- und Unfallsicherheit gewährleistet ist. Die Grundelemente
als auch die zusammengesetzten Bühnenaufbauten sind leicht zu transportieren und
sparen aufgrund ihrer Stapelbarkeit Lagerraum ein.
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Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß die senkrechten Grundelemente
unzerlegbare Rahmen aus Metallprofilen sind, wobei der Rahmen aus zwei senkrechten
Pfosten bestehen kann, die durch mindestens zwei waagerechte Querholme verbunden
sind. Hierdurch besteht das Bühnenaufbauelement aus nur drei Flächen, so daß zwei
senkrechte gegenüberliegende Seiten offen bleiben, die das Bühnenelement überschaubar
machen und ein Stapeln zulassen.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen,
daß die Podestkästen eine waagerechte Zarge aufweisen, wobei die Podestkästen zur
Befestigung von Rahmen oder Pfosten an ihrer Oberseite Bohrungen für Dorne aufweisen
können, die unterhalb der Rahmen oder Pfosten hervorstehen. Hierdurch können auf
den
Bühnenelementen weitere Aufbau- oder Grundelemente sicher befestigt
werden.
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Zur Befestigung von Geländern auf den Bühnenaufbauelementen kann neben
jeder an der Oberseite angeordneten ersten Bohrung eine zweite Bohrung bestehen,
wobei ein Fuß jeden Geländers in einer ersten und der andere Fuß in einer zweiten
Bohrung befestigt ist.
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Ferner wird vorgeschlagen, daß die senkrechten Grundelemente Hohlprofile
sind, die durch Zapfen oder Dorne ineinandersteckbar und untereinander als auch
mit Hohlprofilen benachbarter Aufbauelemente verriegelbar sind, wodurch insbesondere
bei verschieden hohen senkrechten Grundelementen Bühnenaufbauelemente verschiedenster
Höhen erstellt werden können. Dabei können sich in den Hohlprofilen seitlich Bohrungen
befinden, zu denen Querbohrungen in den verbleibenden Seiten versetzt angeordnet
sind, so daß Bühnenaufbauelemente seitlich aneinander befestigt werden können und
auch zusätzliche Teile leicht anbringbar sind.
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Zur Befestigung von Aufbauelementen untereinander und/oder von Podestkästen
aneinander durch die Bohrungen sind hindurchsteckbare Stifte vorgesehen, die an
ihren Enden je ein Langloch aufweisen, in das ein Keil einsteckbar ist, wodurch
eine leicht handbare Verriegelbarkeit geschaffen wird. Zur Befestigung der Unterkonstruktion
können in den Ecken schräge Versteifungsteile vorzugsweise in einem Winkel von 450
angeordnet sein, und ferner können an den Längsseiten waagerechte Längsholme, vorzugsweise
aus Holz, bestehen, die an ihren Enden senkrechte Bohrungen aufweisen, durch die
die Dorne der Pfosten verlaufen.
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Ein Teil der die Außenseiten bildenden Oberflächen der zerlegbaren
Unterkonstruktion
kann mit einer nagelbaren Auflage versehen sein. Derartig ausgeführte Bühnenaufbauelemente
besitzen bei einer hohen Festigkeit und Steifigkeit nicht nur an dem zumeist hölzernen
Podestkasten sondern auch an der Unterkonstruktion Außenseiten, in denen Nägel,
Reißzwecken und Klammern Halt finden. Darüber hinaus können die nagelbaren Auflagen
nachträglich leicht durch z.B. Hobeln, Schleifen, Fräsen oder Bohren verformt werden,
so daß auch schon ohne eine Anbringung von Dekorationen das Äußere der Aufbauelemente
veränderbar ist.
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In einer weiteren Ausgestaltung schlägt die Erfindung vor, daß die
nagelbare Auflage L-förmig an den Außenseiten der Konstruktionspfosten angeordnet
ist, so daß es zur Erzielung der erfindungsgemäßen Vorteile genügt, L-förmige Profile
auf die Pfosten des Aufbauelementes aufzukleben. Ferner wird vorgeschlagen, daß
die nagelbare Auflage aus Holz besteht, da sich Holz neben besonderen Kunststoffarten
besonders als Auflage eignen dürfte.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 perspektivisch ein niedriges
Bühnenaufbauelement vor der Befestigung der Einzelteile aneinander; Fig. 2 ein entsprechend
dargestelltes höheres Aufbauelement; Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch einen
Pfosten der Unterkonstruktion; Fig. 4 eine Seitenansicht der Eckverbindung eines
Podestkastens mit einem Rahmenelement;
Fig. 5 einen Teilschnitt
eines Podestkastens, waagerecht unterhalb des Podestkasten-Belages; Fig. 6 einen
Schnitt durch eine Eckverbindung mit aufgesetztem Rahmenelement; Fig. 7 einen Schnitt
durch die unteren Teile zweier aneinander befestigter Rahmenelemente; und Fig. 8
eine Draufsicht auf einen Podestkasten.
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Das Bühnenaufbauelement besitzt nach Fig. 1 an seiner Oberseite einen
Podestkasten 1, vorzugsweise aus Holz, der an seiner Oberseite in den Ecken Bohrungen
14 und an der gleichen Stelle an seiner Unterseite quadratische Hohlräume bzw. öffnungen
16 aufweist, in die die oberen Enden von quadratischen Stahl-Hohlprofilen 7 eingesteckt
werden, die den tragenden Teil der senkrechten Pfosten 3 bilden. Die Pfosten weisen
an ihren Außenseiten L-förmige Auflagen 8 aus Holz auf und sind durch zwei waagerechte
Querholme 4 verbunden, so daß Pfosten 3 und Querholme 4 ein Rahmenelement 2 bilden,
von denen je eines an den Stirnseiten des rechteckigen Aufbauelementes angeordnet
ist. In den quadratischen Hohlprofilen 7 sind waagerechte Bohrungen 9 angeordnet,
die auch durch die Auflage 8 verlaufen und zu den Querbohrungen in den verbleibenden
Seiten versetzt vorgesehen sind, so daß alle vier Pfostenseiten Bohrungsöffnungen
aufweisen. Zur Verfestigung der Unterkonstruktion sind in den Ecken schräge Versteifungsteile
6 in einem Winkel von 450 befestigt, wobei zur Befestigung Stifte 10 mit Langlöchern
an ihren Enden dienen können, die durch die Bohrungen 9 hindurchsteckbar und durch
in die Langlöcher einsteckbare Keile 11 verriegelbar sind. Stifte 10 und Keile 11
können auch zur Befestigung zweier Aufbauelemente aneinander verwendet werden,
wobei
die zwei Aufbauelemente unterschiedliche Höhen aufweisen können.
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Zur Bildung höherer Aufbauelemente sind die Pfosten 3 durch die Steckdorne
12 ineinandersteckbar, wobei zur weiteren Versteifung Längsholme 5 an den Längsseiten
vorgesehen sein können, die an ihren Enden senkrechte Bohrungen 13 aufweisen, durch
die die Steckdorne der Pfosten hindurchgesteckt werden.
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Während Hohlprofile 7, Querholme 4 und Versteifungsteile 6 aus Metall,
vorzugsweise aus Stahl oder Aluminium, bestehen, können der Podestkasten 1, die
Auflage 8 und die Längsholme 5 aus Holz oder einem ähnlich bearbeitbaren Material
sein. Das Bühnenaufbauelement und/oder der Podestkasten können statt einer rechteckigen
Grundrißform auch andere Grundrisse, wie z.B.
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quadratische, dreieckige oder rautenförmige aufweisen, aber auch Formen
und Oberflächengestaltungen wie Schrägen, Keilschrägen, Treppen, Stufen, Eckstufen
u.a.m., wenn sie mit einem oder mehr als einem Hohlprofil der voraus beschriebenen
Elemente ausgerüstet sind.
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Wie aus Fig. 4 zu ersehen, ist das Versteifungsteil 6 an seiner unteren
Seite über eine Bohrung 9 an dem Pfosten 3 und an seiner oberen Seite durch einen
Stift 15 befestigt, der an dem Podestkasten innen waagerecht angeordnet ist. Der
Pfosten 3 ist von unten in eine quadratische Öffnung 16 der Ecke des Podestkastens
eingesteckt, wie dies aus Fig. 5 zu ersehen ist.
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Um die senkrechten Rahmenelemente 2 aufeinander als auch auf die Podestkästen
stellen zu können, sind Dorne 12 angeordnet, die unten in die Pfosten 3 und oben
in die Podestkästen 1 bzw.
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in die Pfosten 3 gesteckt werden und konische Vorsprünge 19 aufweisen,
die sich auf der Oberseite des Podestkastens bzw.
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des benachbarten Pfostens abstützen. Auf der Unterseite der Pfosten
3 ist die für den Dorn 12 vorgesehene Bohrung in ihrem unteren Teil entsprechend
dem Vorsprung 19 auch konisch ausgeführt. Zur Bildung der für den Dorn 12 vorgesehenen
Bohrung sind in den Pfosten 3 an ihren Enden Metalleinsätze 20 befestigt, die wie
die gesamten Pfosten 3 auch eine Bohrung 9 aufweisen. In Fig. 7 ist gezeigt, wie
durch diese unterste Bohrung 9 zweier aneinanderliegender Rahmenelemente 2 bzw.
zweier Pfosten 3 ein Stift 10 hindurchgeschoben ist, der durch einen Keil 11 verriegelt
ist. Auf diese Weise können die Bühnenaufbauelemente aneinander leicht befestigt
werden.
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In Fig. 8 ist eine Draufsicht des Podestkastens 1 zu sehen, der an
seinen vier Seiten mit einer Zarge 18 versehen ist und für die in die Pfosten 3
einsteckbaren Dorne 12 Bohrungen 14 aufweist. Direkt neben den Bohrungen 14 befinden
sich zweite Bohrungen 17, so daß auf allen vier Seiten eines Podestkastens je ein
Geländer in den Bohrungen 14 und 17 befestigt werden kann.