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Einrichtung zur Anzeige der Stellungen
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des Arbeitskolbens eines druckmittelbetätigten Stellmotors Die Erfindung
betrifft eine Einrichtung zur Anzeige der Stellungen des Arbeitskolbens eines druckmittelbetätigten
IStellmotors, bei dem die Druckleitung mit der Rücklaufleitung wahrend der Stellbewegung
des Arbeitskolbens über eine Verbindungsleitung verbunden ist, die einen kleineren
Strömungsquerschnitt aufweist als die Druck- und Rücklaufleitung, und in vorbestimmten
Stellungen des Arbeitskolbens geschlossen ist, und mit einem an die Druck- und/oder
Rücklaufleitung angeschlossenen Anzeigegerät.
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Eine solche Anzeigeeinrchtung ist aus den deutschen Patent-'schriften
2 237 244 und 2 251 999 bekannt, wobei die Verbindungsleitung zwischen der Druck-
und Rücklaufseite jeweils in den Endstellungen des Arbeitskolbens sei es dadurch
dessen
Anlage an der Zylinderwand oder durch ein vom Arbeitskolben
mittelbar oder unmittelbar betätigtes Ventil geschlossen wird. Wird der Arbeitskolben
eines solchen Stellmotors zum Öffnen und Schließen eines Ventils mit dessen Ventilkörper
verbunden, so ist es nicht immer möglich, eine Ubereinstimmung zwischen der Endstellung
des Arbeitskolbens und der Schließstellung des Ventilkörpers zu erzielen, weil beispielsweise
der Ventilkörper an eine Weichdichtung am Ventilsitz angedrückt wird oder der Ventilsitz
im Laufe der Zeit verschleißt, so daß für die Schließbewegung ein etwas größerer
Hubweg des Arbeitskolbens erforderlich ist. Eine exakte Stellungsanzeige bzw. eine
exakte Schließstellung des Ventils bei entsprechender Anzeige ist deshalb bei einer
solchen Ausgestaltung der Anzeigeeinrichtung nicht gewährleistet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anzeigeeinrichtung
der eingangs angegebenen Art so auszubilden, daß sie von der genauen vorbestimmten
Stellung bzw. Endstellung des Arbeitskolbens unabhängig ist.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß ein Steuerkolben
vorgesehen ist, der die Verbindungsleitung zwischen der Druck- und Rücklaufseite
absperrt bzw. freigibt und durch das den Arbeitskolben beaufschlagende Druckmittel
betätigbar ist.
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Der Steuerkolben, der zwischen Anschlägen beweglich ist, von denen
wenigstens einer von der Stellung des Arbeitskolbens abhängt, kann die Verbindungsleitung
zwischen der Druck- und der Rücklaufseite unabhängig von der genauen Stellung des
Arbeitskolbens absperren bzw. freigeben, so daß ein sich ändernder Hubweg des Arbeitskolbens
bzw. ein nicht genau festgelegter Hubweg möglich ist und dennoch in der erreichten
vorbestimmten Stellung des Arbeitskolbens zuverlässig eine Anzeige erfolgt. Eine
solche Anzeigeeinrichtung eignet sich insbesondere für Ventile und dergleichen,
bei denen sich der Stellweg durch Verschleiß des Ventil sitzes ändert oder durch
Anlage
des Ventilkörpers an einer Weichdichtung nicht genau festliegt.
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Der Steuerkolben kann als Arbeitskolben ausgebildet sein, der auf
der Kolbenstange zwischen Anschlägen beweglich ist, oder am Arbeitskolben zwischen
Anschlägen verschiebbar angeordnet sein. Ebenso ist es möglich, den Steuerkolben
außerhalb des Stellmotors in der Verbindungsleitung anzuordnen, wobei die Anschläge,
zwischen denen der Steuerkolben verschiebbar ist, mittelbar oder unmittelbar durch
den Arbeitskolben verstellt werden können.
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Beispielsweise Ausführungsformen nach der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert, in denen Fig. 1 die Schaltungsanordnung
von Ventilen mit Anzeigeeinrichtung zeigt.
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Fig. 2 stellt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines
Ventils mit Stellmotor dar.
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Fig. 3 zeigt in einem Längsschnitt eine andere Ausführungsform des
Stellmotors.
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Fig. 4 erläutert schematisch die Anordnung des Steuerkolbens außerhalb
des Stellmotors.
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In Fig. 2 ist mit 1 ein Ventil bekannter Bauart bezeichnet, dessen
Ventilkörper 2 mit der Kolbenstange 3 eines druckunitbelbetätigten Stellmotors 4
verbunden ist. Die Kolbenstange ist in Schließrichtung des Ventils von einer Druckfeder
5 beaufschlagt, die sich einerseits an einem Federteller 6 an der Kolbenstange und
andererseits an einer Zwischenwand 7 im Geläuse des Stellmotors 4 abstützt. Im Oberteil
des Stellmotors ist eine Zylinderkammer 8 ausgebildet, in der ein auf der Kolbenstange
3 angeordneter Arbeitskolben 9 durch Druckmittel--!beaufschlagung verschiebbar ist.
In der Trennwand 7 ist ein
bruckmitteleinlaB 10 und in dem Oberteil
11 des Gehäuses ein weiterer Druckmitteleinlaß 12 ausgebildet.
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Zum Öffnen des Ventils aus der dargestellten Schließstellung Iird
über den Einlaß 10 Druckmittel eingeleitet, das den Areitskolben 9 mit der Kolbenstange
3 entgegen der Kraft der Druckfeder 5 verschiebt. An dem Druckmitteleinlaß 12 kann
ein konstanter Steuerdruck anliegen, der mit der Druckfeder 5 die Schließbewegung
des Ventils bewirkt, sobald die am Einlaß 10 angeschlossene Druckleitung drucklos
geschaltet wird.
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Die Fig. 1 zeigt die Schaltungsanordnung eines solchen Ventils mit
Stellmotor, wobei die am Einlaß 10 anschließbare Druckleitung, die über eine Pumpe
von einem Reservoir 13 gespeist wird, mit 14 und die am Einlaß 12 des Stellmotors
angeschlosscne Druckmittelleitung mit 15 bzw. 15' bezeichnet ist. Die als Ringleitung
ausgebildete Leitung 15 steht über ein Druckminderventil 16 mit der DruckJeitung
14 in Verbindung. Durch das Druckminderventil 16 wird ein vorbestimmter Druck in
der Leitung 15 aufrechterhalten. Die Betätigung der 1an die Ringleitung 15 angeschlossenen
Stellmotore 4 erfolgt 1über 3/2-Wegeventile 17, durch welche die Stellmotore am
Anschluß 10 mit dem Druck der Druckleitung 14 beaufschlagt und über Leitungsabschnitte
18 drucklos geschaltet werden.
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im Gegensatz zu den Stellmotoren 4 sind die StelLmotore 4' in Fig.
1 jeweils einzeln über 4/2-Wegeventile 17' an die Druckleitung 14 und die Rücklaufleitung
18 angeschlossen, wobei in diesem Falle der Arbeitskolben auf der federbelasteten
Seite über den Leitungsabschnitt 15' mit dem vollen Druck der Druckleitung 14 beaufschlagt
wird. Mit 19 ist jeweils ein am Wegeventil angeordnetes Anzeigegerät bezeichnet,
das die Stellung des jeweiligen Arbeitskolbens anzeigt.
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Zur Erzielung einer solchen Stellungsanzeige ist der Arbeitskolben
9 in Fig. 2 mit einer durchgehenden Bohrung 20 versehen, welche während der Stellbewegung
des Arbeitskolbens die
Druck- und Rücklaufseite miteinander verbindet
und in den Endstellungen abgesperrt ist. Wäre der Arbeitskolben 9 fest mit der Kolbenstange
3 verbunden, so müßte beispielsweise die Schließstellung des Ventilkörpers 2 für
eine exakte Endstellungsanzeige genau mit der Stellung des Arbeitskolbens 9 übereinstimmen,
in der dieser an der Trennwand 7 des Gehäuses anliegt, damit die Verbindungsleitung
20 durch den Dichtungsw ring 21 abgesperrt wird. Dies ist in der Praxis nicht möglich,
da beispielsweise der Verltilsitz verschleißen kann, so daß zwar durch Anlage des
Artseitskolbens 9 eine Endstellung angezeigt würde, tatsächlich aber der Ventilkörper
2 nicht dicht am Ventilsitz aufliegen würde. Um dies zu vermeiden, ist der Arbeitskolben
9 bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 beweglich auf der Kolbenstange 3 angeordnet,
wobei er zwischen zwei Anschlägen verschiebbar ist, von denen einer durch die Ringschulter
22 an der Kolbenstange und der andere durch eine auf der Kolbenstange aufgeschraubte
Hülse 23 gebildet wird. Dieser Anschlag 23 ist so ausgebildet, daß die Verbindungsleitung
20 bei Anlage des Arbeitskolbens 9 an diesem Anschlag nicht abgesperrt wird. Hierzu
kann der Anschlag 23 mit einzelnen Vorsprüngen oder dergleichen versehen sein. Dies
ist nicht erforderlich, wenn die Verbindungsleitung 20 außerhalb des Anschlags in
den Zylinderraum 8 mündet.
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Die Anzeigevorrichtung nach Fig. 2 arbeitet wie folgt. In der dargestellten
Schließstellung des Ventilkörpers 2, der durch die Druckfeder 5 am Ventilsitz anliegend
gehalten wird, liegt über den Anschluß 12 der Druck der Steuerleitung 15 (Fig. 1)
am Arbeitskolben 9 an, so daß dieser an der Trennwand 7 des Gehäuses anliegend gehalten
wird und die Verbindung zwischen Druck- und Rücklaufseite durch den Dichtungsring
21 unterbrochen ist, wobei in diesem Falle die Druckseite bei 12 und die Rücklaufseite
bei 10 vorhanden ist. Wird bei 10 Druckmittel zum Öffnen des Ventils eingeleitet,
so wird zunächst der Arbeitskolben 9 an den Anschlag 23 angedrückt und hierdurch
die Verbindungsleitung 20 freigegeben. Hebt sich der Ventilkörper 2 aus irgendeinem
Grund nicht von seinem Sitz ab oder wird er
durch irgendein Hindernis
in einer Zwischenstellung angehalten, so ist durch die offene Verbindungsleitung
20 ein dauernder Durchfluß zwischen Druck- und Rücklaufseite vorhanden, der am Anzeigegerät
19 festgestellt und in eine Anzeige umgesetzt wird, welche angibt, daß sich der
Ventilkörper 2 nicht in der vorgesehenen Endstellung befindet. Dieses Anzeigegerät
19 kann ein beliebiges geeignetes Gerät sein, das auf den Durchfluß in einer Leitung
bzw. den durch den Durchfluß erzeugten Druck in der Leitung anspricht.
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Bei normalem Betrieb wird der Arbeitskolben 9 durch das Druckmittel
an der oberen Begrenzungswand der Zylinderkammer 8 angedrückt, wobei die Verbindungsleitung
20 zwischen der Druck-und Rücklaufseite durch einen Dichtungsring 24 abgesperrt
und damit am Anzeigegerät 19 angezeigt wird, daß die Offenstellung erreicht ist.
Wird zum Schließen des Ventils der Anschluß 10 drucklos geschaltet, so wird zunächst
durch den an dem Anschluß 12 anliegenden Druck der Arbeitskolben 9 von der Anlage
an der oberen Zylinderwand abgehoben und damit wieder die Verbindungsleitung 20
freigegeben. Sollte das Ventil in der Offenstellung blockiert sein, so wird dies
über die offene Verbindungsleitung 20 am Anzeigegerät 19 angezeigt. Im Normalbetrieb
wird die Kolbenstange 3 über die Druckfeder 5 in die Schließstellung gebracht, worauf
der Arbeitskolben 9 durch den bei 12 anliegenden Druck an der Trennwand 7 angedrückt
wird. Der Differenzhub des Arbeitskolbens 9 relativ zur Kolbenstange 3 1wird hierzu
entsprechend ausgelegt. Eine Einstellmöglichkeit dieses Differenzhubes ist durch
die aufgeschraubte Hülse 23 gegeben, die durch eine Kontermutter gesichert ist.
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Die Ausgestaltung nach Fig. 2 hat den Vorteil, daß für eine eindeutige
Endatellungsanzeige keine Rückschlagventile in einer Bypassleitung erforderlich
sind, welche in einer Endstellung des Arbeitskolbens bei Druckbeaufschlagung auf
der :Seite dieser Endstellung die Absperrung der Verbindungsleitung umgeht, wie
dies anhand der Fig. 3 näher erläutert wird. Sollte bei der Ausführungsform nach
Fig. 2 die Bedienungsperson
beim Umschalten des Stellmotors unaufmerksam
sein und nicht darauf achten, ob der zunächst noch beispielsweise eingefahrene Anzeigeknopf
bei dem Schaltvorgang ausgefahren wird, so ist sie nach @rreichen der anderen Endstellung
des Arbeitskolbens, in der der Anzeigeknopf wieder eingezogen ist, auch nicht sicher,
ob tatsächlich die gewünschte Endstellung erreicht ist, weil die Möglichkeit besteht,
daß sic der Arbeitskolben aufgrund irgendeines Hindernisses nicht aus der ersteren
Endstellung wegbewegt hat, die gleichfalls durch einen eingezogenen Anzeigeknopf
angezeigt wird. Ist in diesem Fall der Arbeitskolben tatsächlich in einer der Endstellungen
blockiert, so kann durch Druckbeaufschlagung auf der einen oder anderen Seite des
Arbeitskolbens 9 ohne weiteres festgestellt werden, ob sich dieser in der oberen
oder unteren Endstellung befindet.
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Die Fig. 3 zeigt in einem Längsschnitt eine andere Ausführungsform
eines Stellmotors für ein Ventil, wobei entsprechende oder gleiche Bauteile mit
den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2 versehen sind.
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Während bei der Bauweise nach Fig. 2 der Arbeitskolben 9 selbst den
Steuerkolben bildet, der die Verbindungsleitung 20 zwischen der Druck- und Rücklaufseite
absperrt bzw. freigibt, ist bei der Bauweise nach Fig. 3 ein gesonderter Steuerkolben
25 vorgesehen, der am freien Ende der teilweise hohl ausgebildeten Kolbenstange
3 und im Oberteil 26 des Gehäuses des Stellmotors geführt ist. Mit 27 ist der Arbeitskolben
bezeichnet, der in Schließrichtung des Ventils von der Druckfeder 5 beaufschlagt
ist und zusätzlich über den Anschluß 12 mit Druckmittel beaufschlagt werden kann.
Zum Öffnen des Ventils wird der Arbeitskolben 27 über den Anschluß 10 mit Druckmittel
beaufschlagt.
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Der Steuerkolben 25 ist in dem freien Ende der Kolbenstange 3 über
eine bestimmte Strecke verschiebbar, wobei die Verschiebebewegung des Steuerkolbens
25 nach außen durch einen Sicherungsring 28 begrenzt wird, der mit einer Ringschulter
am Steuerkolben 25 zusammenwirkt. Die Verschiebebewegung des
Steuerkolbens
25 nach innen wird durch einen Anschlagring 29 begrenzt, der am oberen, aus dem
Gehäuse des Stellmotors vor-,stehenden Ende des Steuerkolbens 25 befestigt ist und
auf der Außenseite des Oberteils 26 zum Anliegen kor.nmt, wenn sich der Arbeitskolben
27 in der dargestellten Schließstellung befindet jund der Steuerkolben 25 über den
Anschluß 12 mit Druckmittel ,beaufschlagt ist. Der Anschlagring 29 ist zwischen
zwei Mutintern am Steuerkolben 25 befestigt, so daß er in dessen Achsrichtung verstellt
werden kann.
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Die Verbindungsleitung zwischen der Druck- und Rücklaufseite wird
durch die durch den Arbeitskolben 27 bzw. die Kolbenstange 3 führende Bohrung 20,
den Innenraum 30 der Kolbenstange 3, Bohrungen 31 in einem Einsatzkörper 32, einen
in Achsrichtung durch den Steuerkolben 25 verlaufenden Leitungsabschnitt 33 und
eine dazu querverlaufende Bohrung 34 gebildet, die in der dargestellten Endstelung
des Arbeitskolbens 27 mit dem Anschluß 12 in Verbindung steht. In dem Leitungsabschnitt
33 ist im Steuerkolben 25 ein Rückschlagventil 35 angeordnet, das über einen am
Einsatzkörper 32 vorstehenden Stift 36 bei einer Verschiebebewegung des Steuerkolbens
25 relativ zur Kolbenstange 3 zwangszweise betätigt wird. Ein weiteres Rückschlagventil
37 ist im Oberteil 26 des Gehäuses angeordnet. über eine Bohrung 38 steht es mit
dem Anschluß 12 in Verbindung, währen4d3die Bohrung 39 mit dem Raum 40 über eine
ringförmige Ausnehmunggin der Führung des Schaftabschnitts des Steuerkolbens 25
im Gehäuseteil 26 in Verbindung steht.
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Diese Vorrichtung arbeitet wie folgt. In der dargestellten Schließstellung
des Ventils ist der Anschluß 10 drucklos geschaltet, während die Druckfeder 5 und
ein am Anschluß 12 anliegender Druck, sei es von der Ringleitung 15 oder der angeschlossenen
Druckleitung 14, 15' (Fig. 1), den Arbeitskolben 27 in Richtung der Schließstellung
beaufschlagen. Der Steuerkolben 25 wird durch den Druck in dem Raum 40 gleichfalls
in seiner unteren Endstellung gehalten, welche durch den Ansch]-gring 29 festgelegt
ist. Die Verbindungsleitung
zwischen der Druck- und Rücklaufseite
ist durch das Rückschlagventil 35 geschlossen.
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Wird ausgehend von dieser Stellung des Arbeitskolbens, am Anschluß
10 Druckmittel eingeleitet, dessen Druck in jedem Falle höher ist als ein am schluß
12 eventuell noch anliegender Druck, so wird über den dauernd offenen Abschnitt
20, 30, 31 der Verbindungsleitung das Rückschlagventil 35 geöffnet, wodurch die
restliche Verbindungsleitung 33, 34 frei ist und die Verbindung mit der Rücklaufseite
hergestellt ist. Sollte sich der Arbeitskolben 27 aufgrund eines Hindernisses nicht
aus der Schließsteglung wegbewegen, so wird dies durch die offenbleibende Verbindungsleitung
bzw. das durch diese strömende Druckmittel am Anzeigegerät 19 (Fig. 1) angezeigt.
Bei einer eventuellen Unaufmerksamkeit der Bedienungsperson kann durch Umschalten
des Wegeventils ohne weiteres festgestellt werden, in welcher Endstellung sich der
Arbeitskolben 27 befindet, da bei Umschalten das Rückschlagventil 35 geschlossen
und damit die Verbindungsleitung unterbrochen wird, während sie in der Gegenrichtung
offen ist.
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Im Normalbetrieb bewegt sich der Arbeitskolben 27 mit dem Steuerkolben
25 nach oben, wobei im Falle einer Druckbeaufschlagung des Steuerkolbens 25 das
Rückschlagventil 35 durch den Stift 36 zwangsweise geöffnet wird. Sollte der Arbeitskolben
27 in einer Zwischenstellung blockiert werden, so bleibt die Verbindungsleitung
zwischen Druck- und Rücklaufseite offen.
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Bei Erreichen der der Offenstellung des Ventils entsprechenden Endstellung
des Arbeitskolbens 27 wird durch die Druckbeaufschlagung des Steuerkolbens 25 über
die Leitungsabschnitte 20 30, 31 dieser relativ zur Kolbenstange 3 verschoben bzw.
unabhängig von dieser mit Druck beaufschlagt, so daß ein am Steuerkolben 25 angebrachter
Ring 41 mit einem Dichtungsring 42 der der oberen Begrenzungswand des Saumes IFo
zum Anliegen kommt und damit durch den Dichtungsring 42 die Verbindung zwischen
dem
Anschluß 12 und der Bohrung 34 unterbrochen wird. Die Verbindungsleitung wird somit
in dieser Endstellung gesperrt.
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Das Rückschlagventil 37 ist so angeordnet, daß es in dieser Stellung
des Steuerkolbens 25 kein Druckmittel durchtreten läßt.
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Soll das Ventil wieder geschlossen werden, so wird der Anschluß 10
drucklos geschaltet und am Anschluß 12 der Leitungsdruck angelegt, soweit kein gleichbleibender
Steuerdruck vorhanden ist. Sollte das Ventil in der Offenstellung blockiert sein,
so wird die Verbindungsleitung zwischen Druck- und Rücklaufseite über die Bohrung
38 und das Rückschlagventil 37 freigegeben, das mit der Bohrung 34 im Steuerkolben
25 in Verbindung steht. Das Rückschlagventil 35 wird durch den Stift 36 offengehalten,
da über die Bohrung 39 und die sich daran anschließende Ausnehmung 43 der am Anschluß
12 anliegende Druck auch den Ring 41 am Steuerkolben 25 beaufschlagt und damit diesen
relativ zur Kolbenstange 3 verschiebt. Im Falle einer Unaufmerksamkeit der Bedienungsperson
kann ohne weiteres durch Umschalten festgestellt werden, ob der Arbeitskolben in
der Offenstellung hängengeblieben ist. In diesem Falle wird bei Druckbeaufschlagung
des Anschlusses 10 der Steuerkolben 25 wieder etwas aus der Kolbenstange 3 herausgeschoben
und der Dichtungsring 42 an der oberen Stirnwand des Raumes 40 zum Anliegen gebracht,
so daß die Verbindungsleitung unterbrochen ist, während sie in der Gegenrichtung
durch Abheben des Steuerkolbens 25 freigegeben wird.
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Im Normalbetrieb wird bei der Schließbewegung aus der Offenstellung
der Arbeitskolben 27 durch die Druckfeder 5 nach unten bewegt, wobei der Steuerkolben
25 über den Sicherungsring 28 mitgenommen wird. Die Verbindungsleitung wird bei
Erreichten der Endstellung des Arbeitskolbens 27 durch das Rückschlarentil 35 abgesperrt,
das durch den am Anschluß 12 anliegenden Druck betätigt wird. Der Anschlagring 29
ist so 1einestellt daß das Rückschlagventil 35 durch den Stift 36 nicht offengehalten
werden kann. Sollte der Arbeitskolben bzw. der Ventilkörper in einer Zwischenstellung
blockiert
werden, so bleibt die Verbindungsleitung in beiden Richtungen
ioffen. Bei Druckbeaufschlagung am Anschluß 12 wird der Steuerkolben 25 relativ
zur Kolbenstange 3 verschoben und damit das Rückschlagventil 35 zwangsweise geöffnet,
während bei Druckbeaufschlagung über den Anschluß 10 das Rückschlagventil 35 ohnehin
öffnet.
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Nach der erfindungsgemäßen Bauweise wird eine durch einen Durchfluß
zwischen Druck- und Rücklaufseite bzw. durch eine Unterbrechung dieses Durchflusses
hervorgerufene Anzeige auch bei einer Änderung der Endstellung des Arbeitskolbens
dadurch gewährleistet, daß der Steuerkolben 25 in der jeweiligen Endstellung des
Arbeitskolbens 27 durch Druckmittelbeaufschlagung relativ zum Arbeitskolben 27 verschiebbar
ist und damit die Verbindungsleitung freigegeben bzw. abgesperrt werden kann.
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In der Funktion entspricht dem Steuerkolben 25 der Bauweise nach Fig.
3 der Arbeitskolben 9 nach Fig. 2, während der Arbeitskolben 27 nach Fig. 3 der
federbelasteten Kolbenstange 3 nach Fig. 2 entspricht.
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Durch eine Vergrößerung des Differenzhubes zwischen dem Steuerkolben
25 und dem Arbeitskolben 27 bzw. der Kolbenstange 3 (Fig. 3) oder des Kolbens 9
und der Kolbenstange 3 (Fig. 2) wird eine entsprechend größere Unabhängigkeit der
Stellungsanzeige von der tatsächlichen Endstellung des Ventilkörpers bzw. des Arbeitskolbens
erzielt.
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Die Bauweise nach Fig. 3 hat gegenüber der nach Fig. 2 den Vorteil,
daß die am Steuerkolben 25 vorzusehenden Druckflächen günstiger ausgelegt werden
können, während bei der Bauweise nach Fig. 2 die Differenzflächen am Kolben 9 relativ
groß sind.
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1Weiterhin ist bei der Bauweise nach Fig. 3 lediglich eine Abdichtung
am Schaftabschnitt des Steuerkolbens 25 im Gehäusesteil 26 erforderlich, während
bei der Bauweise nach Fig. 2 idie Kolbenstange 3 im Gehäuse geführt und abgedichtet
werden muß, wie die Fig. 2 zeigt.
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Die Fig. 4 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform, bei der
der Steuerkolben 25' außerhalb des Stellmotors 4 in der Verbindungsleitung zwischen
Druck- und Rücklaufseite angeordnet ist, die gleichfalls außerhalb des Stellmotors
verläuft oder auch in dessen Gehäuse ausgebildet sein kann.
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Die Kolbenstange 3 des Arbeitakolbens 27 greift mit einem beispielsweise
T-förmigen Endteil 44 in eine endsprechende Ausnellmung 45 im Steuerkolben 25' ein,
so daß dieser durch das vorgegebene Spiel zwischen diesem Mitnehmer 44 und den Begrenzungswänden
der Ausnehmung 45 relativ zur Kolbenstange 3 bzw. zum Arbeitskolben 27 verschiebbar
ist. Mit 20 ist die durch den Steuerkolben 25' führende Verbindungsleitung bezeichnet.
Wird beispielsweise zum Schließen des Ventils am Anschluß 12 Druck angelegt und
die untere Endstellung des Arbeitskolbens 27 erreicht, so kann durch die gleichzeitige
Druckbeaufschlagung des Steuerkolbens 25' und dessen Relativverschiebung zu dem
Mitnehmer 44 die Verbindungsleitung 20 durch Anlage an der Gehäusewand 46 unterbrochen
werden. Die Arbeitsweise einer solchen Vorrichtung ist die gleiche wie die der Bauweise
nech Fig. 2, wobei gleichfalls für eine eindeutige Bestimmung der jeweiligen Endstellung
keine Bypasskanäle mit Rückschlagventil erforderlich sind. Die Anschläge, zwischen
denen der Steuerkolben relativ zum Arbeitskolben verschiebbar ist, werden bei der
Ausführungsform nach Fig. 4 durch den Mitnehmer 44 gebi , der in eine entsprechende
Ausnehmung oder Ringnut eingreifft.
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Wie die Fig 4 zeigt, sind verschiedene Abwandlungen der erfindungsgemäßen
Bauweise @@@lich, bei der zum Unterbrechen und Freigeben der Verbin@ @itung zwischen
der Druck- und Rücklaufseite eines Stellmoto@s ein relativ zum Arbeitskolben bewegliches
Element vorgesehen wird, das im Bereich der jeweils anzuzeigenden Stellung des Arbeitskolbens
durch Druckmittelbeaufschla@ung relativ zu diesem verschiebbar ist und mit dem Arbeitskolben
mitgeführt wird. So itaun beispielsweise die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Druckfeder
5 entfallen. Ferner kann au@@ d@r Steuerkolben 25 bzw. 9 mit einer Druckfeder beaufschlagt
sein.
Wird die Verbindungsleitung nicht in Längsrichtung, wie bei den dargestellten Ausführungsbeispielen,
sondern quer durch den Steuerkolben geführt und werden in der Führung des Steuerkolbens
entsprechende radiale Anschlußbohrungen für die Verbindungsleitung vorgesehen, so
kann bei einer entsprechenden Anordnung solcher Bohrungen die Anzeigeeinrichtung
auch für Zwischenstellungen des Arbeitskolbens verwendet werden.
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Die erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung kann auf den verschiedensten
Gebieten bei druckmittelbetätigten Stellmotoren und dergleichen eingesetzt werden.
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Das Anzeigegerät kann in der Druck- oder Rücklaufleitung angeordnet
werden, wobei jedes geeignete Gerät Verwendung finden kann, das auf einen geringfügigen
Durchfluß bzw. auf den durch einen geringen Durchfluß erzeugten Druck anspricht,
beispielsweise in der Form eines federbelasteten Kolbens oder dergleichen. Ebenso
ist es möglich, ein Anzeigegerät vorzusehen, dasden Durchfluß in ein elektrisches
Signal oder dergleichen umwandelt.
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Nach einer anderen Abwandlung kann der Steuerkolben so ausgebildet
und angeordnet werden, daß er die Verbindungsleitung freigibt und absperrt, ohne
daß diese durch den Steuerkolben geführt ist, beispielsweise indem der Steuerkolben
Bohrungen abdeckt und freigibt, die in der Gehäusewand ausgebildet sind.
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Die Anzeigevorrichtung ist ebenso bei einfach wirkenden Stellmo-1
toren anwendbar, bei denen eine Seite des Arbeitskolbens mit Druckmedium und die
andere durch Federkraft . beaufschlagt ist, indem der Steuerkolben zwischen der
Druckleitung und beispielsweise einer weiteren Steuerleitung angeordnet wird, die
der Ringleitung 15 (Fig.1) entspricht und in der ein im wesentlichen kon stanter
Druck aufrechterhalten wird. Beispielsweise kann bei der, Ausgestaltung nach Fig.
4 ein Druckmittelanschluß am Stellmotor 4 weggelassen und dieser durch eine Druckfeder
im Stellmotor ersetzt werden so daß der StQuerkolben 25 in einer Verbindungsleitung
zwischen der lrerblelbenden Druckleitunu und einer nur zu Anzeigezwecken vorgesehenen
Steuerleitung angeordnet ist. - 14 -
L e e r s e i t e