DE2548607A1 - Sitz - Google Patents
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- B60N2/00—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
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-
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Description
- Das Hauptpatent betrifft einen Sitz, insbesondere für
- Schienenfahrzeuge, Flugzeuge oder dergleichen, mit aus der Grundstellung vorverlagerbarem Sitzflächen-Rahmen und einer sich bei dieser Vorverlagerung neigungsverstellenden Rückenlehne, welche im Bereich des Zwickels zwischen Sitzflächen-Rahmen und Rückenlehne mit dem Sitzflächen-Rahmen gelenkig verbunden ist, wobei das rückwärtige Ende des Sitzflächen-Rahmens und die Rückenlehne mittels zweier abwärts schwenkbarer Lenker am Sitzgestell aufgehängt sind.
- Der Sitz gemäß Hauptpatent zeichnet sich durch eine vorteilhafte schaukelartige Aufhängung von Sitz polster und Rückenlehne aus, welche klappbar miteinander gekuppelt -sind. Es sind nicht nur optimal leichtgängige und wartungsarme Verstellführungen gegeben, sondern darüber hinaus in jeder Sitz-Zwischenstellung Sitztechnisch, d.h. anatomisch vorteilhafte Ruhe flächen bei möglichst geringem Rückenlehnen-Ausschlag geschaffen.
- Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, den Sitz gemäß Hauptpatent dahiflgehend'-zu verbessern, daß die Sitzendstellungen erleichtert herbeiführbar sind.
- Gelöst ist diese Aufgabe durch einen etwa im Bereich des Zwickels angreifenden, bei der Sitzverstellung über die Totpunktlage-tretenden Kraftspeicher, welcher in der Sitzgrundstellung die Rückenlehne in- Aufwärtsrichtung und in vorverlagerter Sitzflächen-Rahmen-Stellung diesen in Vorwärtsrichtung belastet. Zufolge derartiger Ausgestaltung ist die Bedienung des Sitzes gemäß Hauptpatent wesentlich erleichtert.
- Wird z.B. der Sitz aus seiner Grundstellung in die Ruhestellung bewegt, überschreitet der im Bereich des Zwickels angreifende Kraft speicher die Totpunktlage und unterstützt bei weiterer Verstellbewegung das endgültige Herbeiführen der Ruhestellung, indem er den Sitzflächen-Rahmen in Vorwärtsrichtung belastet. Die Kraft des Kraftspeichers wirkt dabei dem üblicherweise an der Rückenlehne angreifenden Federaggregat entgegen, welches zwecks Verstellen des Sitzes durch eine Handhabe ausgelöst wird. Daher reduziert sich die Verstellkraft um die Kraft der Kraftspeicherfeder.
- Die Rückstellbewegung des Sitzes aus seiner Ruhestellung wird in der Endphase ebenfalls durch diesen über die Totpunktlage getretenen Kraftspeicher unterstützt, so daß mit Sicherheit die endgültige Grundstellung des Sitzes herbeigeführt wird, was z.B. beim Starten und Landen von Flugzeugen erforderlich ist. Da der Kraftspeicher das Herbeiführen der Steil- bzw. Grundstellung unterstützt, kann das an der Rückenlehne angreifende Federaggregat auch schwächer ausgelegt sein. Der Kraft speicher läßt sich raumsparend und der Sicht entzogen im Zwickelbereich unterbringen. Er ragt nicht störend in den freien Bereich unterhalb des Sitzes. Bei Einsatz solcher Sitze kann also der Hintermann entweder Gepäck unterhalb des vorderen Sitzes unterbringen oder seine Beine bis in diesen Raum ohne Beeinträchtigung vorstrecken.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht gemäß der Erfindung darin, daß der Kraftspeicher einerseits am rückwärtigen Ende des Sitzrahmens und andererßeits am Sitzgestellrahmen angreift. Dies führt zu einer montagetechnisch günstigen Bauform, die geringe Herstellungskosten zuläßt.
- Ferner ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, daß auf beiden Seiten des Sitzes je ein Kraftspeicher vorgesehen ist. Dadurch ist eine günstige Kraftverteilung erzielt, die Verkantungen weitgehendst vermeidet.
- Hieraus resultieren ein geringer Lagerverschleiß verbunden mit einem erhöhten Verstellkomfort.
- Schließlich ist es gemäß der Erfindung noch vorteilhaft, daß der Kraftspeicher aus einem mit einem Langloch versehenen Lenker:besteht, welcher in eine Druckfeder eingeschachtelt.ist, ist>-.wobei- in das Langloch ein Tragzapfe:n des Sitzgestells ragt. Die Bauteile für den Kraftspeicher -erstrecken sich auf ein Minimum. Lenker und Druckfeder sind raumsparend ineinandergeschachtelt unter Erzielung einer geringen Raumform. Der Kraftspeicher führt also bei einer Sitzverstellung eine überlagerte Schwenk-Gleitbewegung aus. Der Sitz kann also auch in jeder beliebigen Zwischenstellung-arretiert werden, ohne daß dieses durch den Kraftspeicher beeinträchtigt wird.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Fig. 1 bis 4 erläutert. Es zeigt: Fig. 1 den Sitz in seiner Grundstellung, also bei steil gestellter Rückenlehne, Fig. 2 den Sitz in Ruhestellung, Fig. 3 einen Ausschnitt des Sitzes im Bereich des Kraftspeichers und Fig. 4 den Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
- Der Sitz besitzt die Rückenlehne 1 und das Sitzpolster 2, welche vom Sitzgestell 3 getragen werden. Letzteres ruht auf einem Sitzgestell-Träger 4. Dieser besteht aus zwei seitlich unterhalb des Sitzes sich erstrekkenden Rahmen, die durch Quertraversen untereinander verbunden sind.
- Das Sitzgestell 3 trägt in der entsprechenden Höhe die Armstützen 5.
- Das Sitzpolster 2 des Sitzes ist verlagerbar, wobei gleichzeitig mit der Verlagerung desselben eine Neigungsverstellung der Rückenlehne 1 erfolgt. Sitzpolster 2 und Rückenlehne 1 sind im Bereich des Zwickels Z durch einen gemeinsamen Gelenkpunkt 6 miteinander verbunden. Beide, das Sitzpolster 2 und die Rückenlehne 1, sind mittels zweier Lenker 7, 8 schaukelartig aufgehängt, wobei diese um ortsfeste Zapfen 9 des Sitzgestells schwenkbar sind.
- Der untere, längere Lenker 7 greift mit seinem anderen Ende am Gelenkzapfen 6 an, während der obere, kürzere Lenker von der höherliegenden Gelenkachse 1o des Rückenlehnen-Rahmens 1' durchsetzt wird.
- Die jeweilige Sitzstellung wird durch ein als Gasfeder ausgebildetes Federaggregat 11 aufrechterhalten, welches einerends an einem ortsfesten Lagerlappen 12 des Sitzgestells 3 und mit seinem anderen Ende 11' a.n Rückenlehnen-Rahmen 1' angreift. Das Federaggregat 11 ist über einen nicht dargestellten Bowdenzug auslösbar, der von einer vorderseitig aus der Armlehne 5 herausragenden Betätigungshandhabe 14 bedienbar ist.
- Wird in der in Fig. 1 dargestellten Grundstellung des Sitzes das Federaggregat 11 ausgelöst, schwenken die Lenker 7, 8 um ihre Gelenkzapfen 9 zufolge des Sitzgewichtes oder des zusätzlichen Fahrgast gewichtes maximal bis in die in Fig. 2 gezeigte Ruhestellung, in welcher die Lenker 7, 8 gegen ortsfeste Anschläge 15 des Sitzgestelles 3 treten.
- Bei dieser Verlagerung verschiebt sich das Sitzpolster 2 in Pfeilrichtung A nach vorne, wobei trotz Absenkens des rückwärtigen Sitzpolster-Bereiches eine lineare, d.h. kippfreie Verschiebung des Sitzpolsters gegeben ist. Dies wird dadurch erreicht, daß sich der Sitzflächen-Rahmen 2' mittels einer schräg ansteigenden Kurve 16 auf einer drehbaren oder ortsfesten Stütze 17 führt.
- Gleichzeitig mit dem Verschieben des Sitzpolsters 2 ist zufolge der Koppelung im Bereich der Achse 6 das untere Ende der Rückenlehne 1 mit in Pfeilrichtung A verlagert worden, wodurch bei beträchtlichem Absenken des oberen Rückenlehnenendes 1" auf einer Kurvenbahn unter geringfügigem Ausschwenken der Rückenlehne in Richtung z der den Sitzraum S erfassende Winkel zwischen Sitzpolsterfläche und Rückenlehnenfläche vergrößert worden ist. Der Sitz weist somit in jeder mit Hilfe des Federaggregats stufenlos einstellbaren Zwischenstellung eine anatomisch günstige Polsterfläche auf.
- Vorzugsweise ist das Federaggregat 11 im Mittelbereich des Sitzes angeordnet. Seine Wirkung wird unterstützt durch die auf beiden Seiten des Sitzes vorgesehenen Kraftspeicher 20. Diese greifen, wie insbesondere aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, im Bereich des Zwickels Z an. Im einzelnen greifen die Kraftspeicher einerseits am rückwärtigen Ende des Sitzrahmens 2' und andererseits am Sitzgestellrahmen 4 an. Zu diesem Zweck gehen von der rückwärtigen Strebe 2" an jeder Seite des Sitzes zwei nach unten gerichtete Laschen 21 aus, die eine Gabelöffnung 22 bilden. In die Gabelöffnung 22 ragt das eine Ende 23 des aus Rundmaterial bestehenden Lenkers 24. Zur Anlenkung dient der die Laschen 21 und das Ende 23 durchsetzende Lagerzapfen 25.
- Das andere Ende 26 des Lenkers 24 weist das Langloch 27 auf, welches von dem Tragzapfen 28 durchsetzt ist.
- Der Tragzapfen 28 ruht einerseits in dem Längsschenkel 4 " des Rahmens und andererseits in einer Lasche 29, die vom Rahmenschenkel 4' ausgeht.
- Das Ende 23 ist mit einem ortsfesten Kragen 30 bestückt.
- An diesem stützt sich die auf dem Lenker angeordnete Druckfeder 31 mit ihrem einen Ende ab. Das andere Ende derselben tritt unter Zwischenlage einer Scheibe 32 gegen den Tragzapfen 28.
- Das Herbeiführen der Sitzendstellungen wird durch diesen Kraftspeicher 20 erheblich erleichtert. In ausgezogenen Linien ist in Fig. 3 die Ruhelage des Sitzes dargestellt, während die strichpunktierten Linien die Grundstellung des Sitzes betreffen.
- Soll ausgehend aus der strichpunktierten Grundstellung der Sitz in die vorverlagerte Ruhestellung gebracht werden, bewegt sich der Lagerzapfen 25 des Kraftspeichers 20 auf einer Kreisbahn um den Systemdrehpunkt S. Der Kraftspeicher überschreitet dabei die durch den Systemdrehpunkt S und Tragzapfen 28 gelegte Totpunktlinie T-l. Bei iiberschreiten dieser Totpunktlage belastet der zuvor komprimierte Kraftspeicher 20 den Sitzrahmen 2' in Vorwärtsrichtung und unterstützt das Herbeiführen der Ruhestellung, indem die Kraft des Kraftspeichers gegen die Kraft des Federaggregates 11 wirkt, Beim Herbeiführen der Grundstellung überschreitet der Kraftspeicher 20 ebenfalls die Totpunktlinie T-T und belastet dabei die Rückenlehne in AuSwärtsrichtung, vergleiche strichpunktierte Darstellung in Fig. 3. Dabei unterstützt er das Federaggregat 11.
Claims (4)
- Anspru che 1. Sitz insbesondere für Schienenfahrzeuge, Flugzeuge oder dergleichen, mit aus der Grundstellung vorverlagerbarem Sitz flächen-Rahmen und einer sich bei dieser Vorverlagerung neigungsverstellenden Rückenlehne, welche im Bereich des Zwickels zwischen Sitzflächen-Rahmen und Rückenlehne mit dem Sitzflächen-Rahmen gelenkig verbunden ist, wobei das rückwärtige Ende des Sitzflächen-Rahmens und die Rückenlehne mittels zweier abwärts schwenkbarer Lenker am Sitzgestell aufgehängt sind, nach Patent-Anmeldung P 24 60 192.1, gekennzeichnet durch einen etwa im Bereich des Zwickels (Z) angreifenden, bei der Sitzverstellung über die Totpunktlage (T-T) tretenden Kraftspeicher (20), welcher in der Sitzgrundstellung die Rückenlehne (1) in Aufwärtsrichtung und in vorverlagerter Sitzflächen-Rahmenstellung diesen in Vorwärtsrichtung belastet.
- 2. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher (20) einerseits am rückwärtigen Ende des Sitzflächen-Rahmens (2') und andererseits am Sitzgestell-Rahmen (4) angreift.
- 3. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten des Sitzes je ein Kraftspeicher (20) vorgesehen ist.
- 4. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher (20) aus einem mit einem Langloch (27) versehenen Lenker (24) besteht, welcher in eine Druckfeder (31) eingeschachtelt ist, wobei in das Langloch (27) ein Tragzapfen (28) des Sitzgestelles (4) ragt.
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Legal Events
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| OHN | Withdrawal |