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Vorrichtung zur Herstellung von Nuten oder Schlitzen
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Nuten
oder Schlitzen, bestehend aus einem -von Hand führbaren Antriebsaggregat mit Elektromotor
und mit einem scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeug, dessen Drehachse senkrecht
zur Achse des Elektromotors steht und das über das Antriebsaggregat gegen Federkraft
relativ zu einer Werkstückanschlagfläche bewegbar ist, die Teil eines Führungsrahmens
für das Antriebsaggregat ist.
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Es sind Vorrichtungen dieser Art bekannt (DT-PS 1 911 531), bei denen
der Führungsrahmen aus einer Platte mit parallelen Führungsnuten besteht, in denen
das Antriebsaggregat verschiebbar angeordnet ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug,
das dort als Frässcheibe ausgebildet ist, über die Werkstückanschlagfläche hinaus,
die stirnseitig an die Führungsnuten
angrenzt, in das Werkstück
eindrückbar ist. Diese Bauart weist einmal den Nachteil auf, daß die Parallelführung
wegen der durchzuführenden spanabhebenden Bearbeitungsvorgänge sehr leicht verschmutzt,
so daR relativ häufig ein Säuberungsprozeß notwendig wird, der zu Arbeitsunterbrechungen
führen kann. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß beim stirnseitigen Einfräsen
von Nuten oder Schlitzen, der Abstand dieser Nuten oder Schlitze von der Ober- oder
Unterseite des Werkstückes nur dadurch verändert werden kann, daß Unterlagsteile
oder Unterlagscheiben bei der Bearbeitung eingesetzt werden müssen. Sollen Nuten
in ebene, größere Flächen des Werkstückes eingebracht werden, so besitzt die bekannte
Vorrichtung den Nachteil, daß die Führung nur auf der relativ kleinen Stirnseite
des Führungsrahmens erfolgen kann, so daß in der Regel noch zusätzlich Hilfsmittel
für eine sichere Führung verwendet werden müssen. Dazu kommt, daß dies-e bekannte
Vorrichtung nur zum Fräsen von halbkreiförmigen Schlitzen eingesetzt werden kann,
eine weitergehende Verwendungsmöglichkeit aber nicht zuläßt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß stets ausreichende Führungsflächen
zur Verfügung stehen, daß ferner der Abstand der Nuten oder Schlitze von Ober-oder
Unterseite eines stirnseitig zu bearbeitenden Werkstückes ohne zusätzliche Hilfsmittel
einstellbar ist und daß schließlich auch noch eine Möglichkeit für einen anderweitigen
Ein satz, beispielsweise als Handkreissäge, gegeben ist.
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Die Erfindung besteht bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art darin, daß der Führungerahmen als Winkeltisch mit einem im Bereich der Winkelkante
in einer Führungswand angeordneten Schlitz ausgebildet ist, durch den das Werkzeug
hindurch in das Werkstück hereindrückbar ist und daß das Antri
ebsaggregat
schwenkbar an ein er Schwenkachse gelagert ist, die z.a7ischen den, senkrecht aufeinanderstehenden
Bührungs-änden parallel zu der mit dem Schlitz versehenen Führungswand angeordnet
ist.
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Durch diese Ausgestaltung wird der große Vorteil erreicht, daß keine
Parallelführung mehr vorliegt, die beim Bearbeitungsvorgang verschmutzt oder beschädigt
werden kann und daß eine handliche Betätigungsmöglichkeit durch das Schwenken des
Antriebsaggregates gegeben ist, die auch eine sehr feinfühlige ruckfreie Zustellung
ermöglicht.
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Außerdem stehen große Führungsflächen zur Verfügung. Ein weiterer
Vorteil liegt darin, daß die neue Vorrichtung auch als Handkreissäge, beispielsweise
zum Schattenfugensägen verwendet werden kann, so daß das Einsatzgebiet eines Handbearbeitungsgerätes
sehr viel mehr erweitert wurde.
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Es ist bei der Gestaltung von Handkreissägen zwar bekannt, einen Winkeltisch
als Führung vorzusehen (DU-Gbm 1 775 013).
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Da dort das Antriebsaggregat mit dem Sägeblatt aber außerhalb des
Winkeltisches angeordnet ist, besteht einmal kein ausreichender Schutz für das freiliegende
Sägeblatt und zum anderen ist die bekannte Sägenanordnung auch nicht zur Lösung
der hier anstehenden Probleme geeignet, weil eine Zustellbewegung wie bei dem eingangs
erwähnten Aggregat und bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Anordnung nicht möglich
und auch nicht beabsichtigt ist.
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Die vorliegende Erfindung bietet dagegen vorteilhafte Kombinationsmöglichkeiten
und von vorneherein schon einen gewissen Schutz für das sich drehende Werkzeug,
das ja auf der Innenseite des Winkeltisches angeordnet ist. Dieser Schutz und die
Führungsmöglichkeiten des neuen Aggregates können noch wesentlich verbessert werden,
wenn die beiden
Führung,>:nde etwa gleich groß sind und der nicht
mit dem Schlitz versehenen Wand ein weiterer paralleler Wandteil zugeordnet ist,
der mit der Führungswand eine Kammer bildet, in der das Werkzeug bewegbar ist. Durch
diese Ausgestaltung wird eine Schutzhaube für die Werkzeuge geschaffen, die vorteilhaft
auch noch eine leichte Zugänglichkeit ermöglicht, wenn mindestens ein Teil der mit
dem weiteren Wandteil die Kammer bildenden Führungswand als abnehmbarer Deckel ausgebildet
ist. Durch diese Ausgestaltung kann auf die Anordnung einer besonderen, schwenkbar
gehaltenen Schutiaube verzichtet werden, weil ein Teil des Winkeltisches hier schon
als Schutzhaube dient.
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Eine räumlich sehr wenig Aufwand erfordernde Ausführung kann gewonnen
werden, wenn die Schwenkachse so nahe als möglich an der mit dem Schlitz versehenen
Führungswand und zwischen der Werkzeugachse und dem Schwerpunkt des Antriebsaggregates
angeordnet ist. Diese Ausführung weist auch den großen Vorteil auf, daß die Handhabung
sehr leicht ist, wenn das Antriebsaggregat unter einem spitzen Winkel, vorzugsweise
unter 20 - 250 zu der nicht mit dem Schlitz versehenen Führungafläche geneigt ist
und daß dann, wenn das Bearbeitungsaggregat zwischen den Bearbeitungsvorgängen abgestellt
werden soll durch die Schwerkraft des Antriebsaggregates das Werkzeug in die Kammer
der Schutzhaube hereingeschwenkt wird, so daß auf starke Rückstellfedern, deren
Unterbringung zu räumlichen Schwierigkeiten führen und die die lichte Zuführbewegung
behindern können, verzichtet werden kann. Durch diese Anordnung ist es auch möglich,
mit dem Werkzeug besonders kleine Abstände von einer Wand oder Führungsfläche einzuhalten,
was der allgemeinen Forderung auf möglichst schmale Schattenfugen im Innenausbau
gerecht wird.
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Die Hauptschnittkraftkomponente, welche vorwiegend bdm Eintauchen
tangential zum Flugkreis des Werkzeuges wirkt,
wird durch diese
Anordnung des von der Hand umfassten Motorliörpers im spitzen Winkel zur Werkstücksfläche,
also annähernd gegen Richtung der Schnittkräfte, von der Hand auch am sichersten
aufgenommen (kürzester Hebelarm).
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung mit dem als Deckel abnehmbaren
Führungswandteil weist auch den Vorteil auf, daß der Durchtrittsschlitz in der Führungswand
für das Werkzeug ein allseitig zeschlo,sener Schlitz sein kann, der die Sicherheit
der Handhabung zu erhöhen erlaubt.
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Eine ganz besonders vorteilhafte Ausführungsform kann gewonnen werden,
wenn die Lammer, die die ochtzhaube bildet, das Werkzeug beidseitig mit Abstand
umgibt und wenn das Antriebsaggregat in Richtung der SchwenkacSe verschiebbar angeordnet
ist. Durch diese Ausgestaltung kann der Abstand der Bearbeitungsebene, in der sich
das Werkzeug dreht, von der äußeren Führungsfläche der Führungswand durch die axiale
Verschiebbarkeit des Antriebsaggregates mit dem Werkzeug verändert werden, so daß
die eingangs erwähnten Nachteile bekannt er Bearbeitungsaggregate bei der Werkstückbearb
eitung vermieden werden können, die insbesondere darin zu sehen sind, daß bei bestimmten
Bearbeitungsvorgängen Unterlegscheiben o dgl.
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vorgesehen werden müssen. Das Antriebsaggregat kann zweckmäßig auch
auf einem um die Schwenkachse drehbaren Lagerhebel gelagert sein, der seinerseits
fest auf der Schwenkachse angeordnet ist, die mit einem Ende verschiebbar in einem
am Führungsrahmen befestigten Gleitlager und mit dem anderen Ende in einer drehbaren
aber axial gegenüber dem Führungsrahmen unverschiebbaren Lagerhülse sitzt, in der
die Schwenkachse über ein Gewinde in ihrer axialen Lage einstellbar
gehalten
ist, Diese Ausführungsform erlaubt es auf relativ einfache Weise, den Abstand der
Bearbeitungsebene von der Führungsebene zu variieren, wobei essehr vorteilhaft ist,
das Verstellgewinde in einer von Hand zu betätigenden Rändelmutter anzuordnen. die
mit einem Kragen axial unverschiebbar gegenüber dem Führungsrahmen gehalten ist.
Der Kragen der Rändelmutter kann bei dieser Ausführungsform vorteilhaft in einer
Nut einer Sicherungshülse gehalten sein, die verdrehbar am Sührungsrahmen angeordnet
und mit einer Klemmschraube versehen ist, die in eine axiale Nut in der Schwenkachse
eingreift und diese drehfest mit der Sicherungshülse verbindet. Diese Ausgestaltung
gibt die Gewähr dafür, daß bei einer Sch'enkbewegung des Antriebsaggregates mit
dem Lagerhebel die icherungshülse mitgeschwenkt wird, so daß zwischen der Rändelmutter,
die zur axialen Lagensichrung der Schwenkachse dient, und der Sicherangshülse keine
Drehbewegung auftritt. Ein nachträgliches. Verstellen der axialen Lage der Schwenkachse
wird so vermieden Torteilhaft kann die Sicherungshülse ihrerseits mit einem Kragen
in einer Nut, einer fest in einem Ansatz des Führungsrahmens gehaltenen Befestigungsbüchse
gehalten sein, in die auch ein Ende einer die Schwenkachse umgebenden Rückstellfeder
für den Lagerhebel eingreift. Es läßt sich durch diese Ausgestaltung eine sehr einfache
Montage verwirklichen, die noch dadurch vereinfacht werden kann, daß Sicherungahülse
und Befestigungsbuchse jeweils nach einer Seite offene s;enkrech1c zur Schwenkachse
verlaufende Nutführungen zum Einschiben der Kragen der Rändelmutter bzw. der Sicherungshülse
besitzen Die axiale Verstellbarkeit der Schwenkachse und damit die Ein stellung
des Abstandes der Bearbeitungsebene von der Führung ebene läßt sich auf diese Weise
betriebeisicher und einfach bewerkstelligen.
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Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform kann dann erreicht werden,
wenn das Antriebsaggregat mit einem die Antriebsachse
für das Bearbeitungswerkzeug
umgebenen Befestigungshals in einer .Ialtemuffe des Lagerhebels sitzt und wenn Haltemuffe
und Befestigungshals gegeneinander verdrehbar und durch Klemmeinrichtungen arretierbar
sind. Durch diese Ausgestaltung wird es nämlich möglich, das gleichzeitig auch als
Angriffsteil dienende Antriebsaggregat gegenüber der Führungsfläche zu verschwenken,
wenn beispielsweise an Stellen gearbeitet werden soll, an denen das Antriebsaggregat
in einer bestimmten Lage stören oder nicht zu ergreifen wäre. Es kann auf diese
Weise erreicht werden, daß das Antriebsaggregat in der Ausgangsstellung etwa senkrecht
zu einer gihrungsfläche des Winkeltl3ches steht oder nach Bedarf auch nur in einem
Winkel von etwa 200 je nachdem, wie es die Rinsatzverhältnisse erfordern. Die Klemmeinrichtung
kann dabei in sehr einfacher Weise als eine parallel zur Achse des Befe tigungshalses
verlaufende Klemmschraube ausgebildet sein, die an ihrem einen Ende mit einer Verstellmutter
und am anderen Ende mit einem in eine Nut an der Haltemuffe eingreifenden Haken
versehen ist.
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Schließlich kann der Lagerhebel auch mit einem verstellbaren Anschlag
zur Begrenzung seines Schwenkweges und zur Begrenzung der Schnittiefe versehen sein,
der in einer einfachen Ausführung als Verstellschraube ausgebildet sein kann, die
in einen Ansatz der Haltemuffe sitzt. Werden dem Winkeltisch noch Bohrungen zur
Führung von Befestigungsstangen für eine Anschlagleiste zugeordnet, dann wird es
auch möglich bei bestimmten Bearbeitungsvorgängen noch eine sehr viel größere Variation
in der Abstandseinstellung zwischen Bearbeitungsfläche und Führungsfläche vorzusehen,
die sehr vorteilhaft sein kann.
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In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von einem Ausführungsbeispiel
einer neu kombinierten Säge- bzw. Fräseinrichtung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung erläutert. In den Ausführungsbeispielen sind auch Anwendungsfälle gezeigt,
anhand derer die vorteilhaften Einsatzmöglichkeiten deutlich gemacht werden sollen.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
die aus einem von Hand gegenüber einem Winkeltisch schwenkbaren Antriebsaggregat
mit einer Frässcheibe besteht, Fig. .2 die teilweise geschnittene Seitenansicht
der Ausfuhrungsform der Fig. 1, Fig. 3 den Schnitt durch die Fig.2längs der Linie
III-III, Fig. 4 den Teilschnitt durch die Ausführungsform der Fig. 2 längs der Linie
IV-IV, Fig. 5 das neue kombinierte Bearbeitungsaggregat beim Einfräsen einer kreisbogenförmigen
Nut in eine Stirnfläche eines Werkstückes, Fig. 6 das Gerät der Fig. 5, jedoch bei
der Herstellung von Nuten an der Oberfläche eines Werkstückes im Bereich einer seiner
Kanten, Fig. 7 das Gerät der Fig. 5, jedoch beim Einfräsen von Nuten in die Stirnseite
eines von zwei auf Gehrung geschnittenen Werkstücken, Fig. 8 den Einsatz der Vorrichtung
der Fig. 5 als Handkreissäge beim sogenannten SchattenfugSnsägen an einer Zimmerdecke
o.dgl. und Fig. 9 die Ansicht der Vorrichtung der Fig. 8 in Richtung des Pfeiles
IX in Fig. 8 gesehen, jedoch mit geänderter Stellung des Antriebsaggregates relativ
zum Winkeltisch.
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In den Fig. 1 bis 3 ist ein längliches Antriebsaggregat 1 für eine
Frässcheibe 2 oder für ein Kreissägenblatt gezeigt, das im Inneren mit einem Elektromotor
versehen ist, der über ein Winkelgetriebe
die im rechten winkel
zu seiner Drehachse stehende Antriebsachse für die Frässcheibe 2 oder für ein entsprechendes
Kreissägenblatt antreibt. Das Antriebsaggregat 1 dient aufgrund seiner länglichen
Form gleichzeitig als Handgriff für die Bedienungsperson. Zusätzlich ist noch ein
weiterer Handgriff 3 vorgesehen. Das so ausgestaltete Antriebsaggregat ist über
einen Befestigungshals 4 in einer Haltemuffe 5 eines Traghebels 6 gelagert, der
mit seinem Teil 7 fest an einer Schwenkachse 8 angebracht ist. Das ist im Ausführungsbeispiel
dadurch erreicht, daß der ringförmige Teil 7 iiber einen Stift 9 mit der Schwenkachse
8 verbunden ist.
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Die Schwenkachse 8 is t ihrerseits mit ihrem unteren Ende axial verschiebbar
in einem Gleitlager 10 gehalten, das fest in einem Ansatz 11 eines als Winkeltisch
ausgebildeten Führungsrahmen angeordnet ist, der aus den beidem im rechten Winkel
zueinander angeordneten Führungswänden 12 und 13 mit jeweils einer Führungsfläche
14 und 15 besteht. Der andteil 12 mit der Führungsfläche 14 besitzt dabei im Bereich
der aus den Fig. 2 und 3 hervorgehenden Winkelkante 16 einen Schlitz 17, durch den
die Frässcheibe 2 hindurchgeführt werden kann, so daß sie über die Führungsfläche
14 hinaus um den der Schnittiefe entsprechenden Teil heraussteht, der in der Fig.
3 gestrichelt angedeutet und mit dem Bezugszeichen 2a versehen ist. Dieser Teil
des Bearbeitungswerkzeuges 2 tritt nur dann durch den Schlitz hindurch, wenn das
Antriebsaggregat um die Schwenkachse 8 gegenüber dem Winkeltisch 13, 12 verschwenkt
wird, so daß das Werkzeug 2 durch den Schlitz hindurchgeführt wird. Es nimmt dann
die ir der Fig. 1 mit durchgehenden Strichen gezeigte Lage ein, während dann, wenn
das Antriebsaggregat 1 nicht von Hand um die Achse 8 geschwenkt wird, der Winkeltisch
12, 13 die in der Fig. 1 strichpunktierte Lage einnimmt, in der das Bearbeitungswerkzeug
2 nicht über die Führungsfläche 14 übersteht.
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Diese Grundstellung wird einmal dadurch bewirkt, daß auf der Schwenkachse
8 eine Rückstellfeder 18 angeordnet ist, deren eines Ende, wie aus Fig. 3 ersichtlich
ist, in dem Teil 7 des
TrWagnebels 6 gehalten ist, während das
andere sunde in einer Befestigungsbüchse 19 sitzt, die fest an einem Ansatz 20 der
Wand 12 angeordnet ist. Zum anderen wird die Grundstellung aber auch dadurch erreicht,
daß die Schwenkachse 8 zwischen der Antriebsachse 2b für das Werkzeug 2 und dem
Schwerpunkt S des Antriebsaggregates angeordnet ist. Wird das Aggregat auf der Führungsfläche
14 abgestellt, dann wird das Werkezug 2 durch die Schwerkraft hinter den Schlitz
17 zurückgezogen. Dabei wird das Werkzeug 2 dann in eine eine Schutzhaube bildende
Kammer 17a hereingeschwenkt, die von der mit der Fiihrungsfläche 15 versehenen Bührunçfand
13 und einem weiteren parallel zu der Führungswand 13 verlaufenden Wandteil 13a
gebildet wird.
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DieserWandteil 13a ist fest mit den Winkeltischteilen verbunden und
geht, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, in den Ansatz 11 zur Aufnahme des Gleitlagers
10 für die Schwenkachse 8 über.
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Die Führungswand 13 ist bei der gezeigten Ausführungsform als vom
ii'andtil 13a und von Wlnkeltlsch abnehmbarer Deckel ausgebildet. Es wird dadurch
leicht möglich, das Werkzeug 2 auszuwechseln. Die Kammer 17a zwischen der als Deckel
aufgesetzten Führungswand 13 und dem Wandteil 13a besitzt eine bekannte Spanauswurföffnung
17b. Die Führungswand 13 und die Führungswand 12 sind etwa gleich groß, so daß die
Kammer 17a groß genug ist, um auch Sägeblätter aufnehmen zu können. Sie umgibt das
Werkzeug beidseitig mit Abstand, damit die Lage des Werkzeuges 2 auch in Richtung
der Schwenkachse 8 innerhalb der Kammer 17a verändert werden kann. Der Schlitz 17
weist etwa die Breite der Kammer 17a auf.
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In dem Wandteil 13a ist eine ovale Ausnehmung 13b (Fig. 2) vorgesehen,
durch die die Antriebsachse 2b für das Werkzeug 2 mit den Befestigungsteilen hindurchgeführt
werden kann.
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Um die Lage der Schwenkachse 8 und damit die Lage der unteren Stirnseite
21 des Werkzeuges 2 gegenüber der Führungswand 13 mit der Führungsfläche 15 verstellen
zu können und zu sichern, ist die Schwenkachse 8 an ihrem oberen Ende mit
Gewinde
versehen und wird von einer Rändelmutter 22 gehalten. Diese Rändelmutter besitzt
an ihrem unteren Ende einen Kragen 23, der in einer Nut 24 einer SicherunOs-1,"ichse
25 axial gehalten ist. In dieser Sicherungsbüchse 25 ist eine Klemmschraube 26 eingeschraubt,
die mit ihrem vorderen Ende 27 in eine axial in der Schwenkachse 8 verlaufende Nut
28 eingreift. Die Sicherungsbüchse 25 ihrerseits weist an ihrem unteren Ende einen
Kragen 29 auf, der in einer Nut 30 in der Befestigungsbüchse 19 gehalten ist.
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Sowohl die Nut 24 als auch die Nut 30 sind nach der linken Seite hin
offen, so daß zur Montage die Rändelmutter 22 in die Nut 24 und die Sicherungsbüchse
25 in die Nut 30 von der Seite her eingeschoben werden können ehe die Schwenkachse
8 durchgeführt wird.
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Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, daß zu einer Verstellung
des Abstandes zwischen der Stirnfläche 21 des Werkzeug es 2 und der Führungsfläche
15 nach dem Lösen der Klemmschraube 26 die Rändelmutter 22 verdreht werden kann,
bis der gewünschte Abstand eingestellt ist. Die Klemmschraube 26 wird dann wieder
angezogen, so daß eine drehfeste Verbindung zwischen Schwenkachse 8 und Sicherungsbüchse
25 besteht. Die Drehbewegung bei einer Verschwenkung des Antriebsaggregates 1 und
des Werkzeuges 2 erfolgt daher nur zwischen dem Kragen 29 und der Nutführung 30,
so daß ausschließlich hier enge Toleranzen eingehalten werden müssen und auch können.
Zwischen der Rändelmutter 22 dagegen und der Sicherungsbüchse 25 erfolgt keine Drehbewegung,
so daß beim Verschwenken auch kein Wiederaufdrehen der Rändelmutter 22 und damit
eine Abstandsänderung eintreten kann.
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Das Antriebsaggregat 1 sitzt mit dem Befestigungshals 4, der mit seinem
unteren Bereich durch die Ausnehmung 13b durchgeführt ist, in der Haltemuffe 5 des
Traghebels 6, wobei der Hals 4 gegenüber der Haltemuffe 5 verdrehbar ist. Das Antriebsaggregat
kann daherdine der Fig. 1 angedeuteten beiden
3ndstellungen 1 bzw.
( die strichpunktiert dargestellte Stellung) 1a und dazwischen alle Zwischenstellungen
einnehmen, äe nachdem wie das Antriebsaggregat gegenüber dem Traghebel 6 verschwenkt
wird. Aus dieser Grundlage heraus kann dann die Schwenkbewegung über den Traghebel
6 um die Schwenkachse 8 eingeleitet werden. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil
auf, daß das als Handgriff dienende Antriebsaggregat 1 und der zugeordnete Handhebel
3 jeweils in die Position gebracht werden können, die für den Bearbeitungsvorgang
am besten ist. Zur Arretierung der jeweiligen Stellung ist dem Antriebsaggregat
1 und der Haltermuffe 5 eine Klemmschraube 31 zugeordnet, die in der Fig. 4 deutlich
zu sehen ist. Diese Klemmschraube 31 ist an ihrem oberen Ende mit Gewinde und mit
einer Rändelmutter 32 versehen und besitzt an ihrem unteren Ende einen Haken 33,
der in eine Nut 34 an der Haltemuffe 5 eingreift. Die Nut 34 verläuft dabei nur
über einen Bereich von etwa 600, der auch dem Verstellbereich zwischen Antriebsaggregat
1 und Haltemuffe 5 entspricht. Durch Drehen an der Rändelmutter 32 werden Befestigungshals
4 und Haltemuffe 5 gegeneinander geklemmt, so daß eine Verdrehung des Antriebsaggregates
1 gegenüber der Haltemuffe 5 des Traghebels 6 nicht mehr möglich ist. Es kann dann
der Bearbeitungsvorgang einsetzen. Zur besseren Handhabung und Führung ist an dem
Winkeltisch, und zwar an der Führungswand 12, noch ein Handgriff 12a angebracht.
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Wie aus den Fig. 1 und 2 außerdem hervorgeht, ist die Haltemuffe 5
des Traghebels 6 noch mit einem Ansatz 35 versehen, in den eine Anschlagschraube
36 eingesetzt it, mit der der Schwenkweg des Antriebsaggregates 1 begrenzt wird
und damit die Schnittiefe, die dem in der Fig. 3 angedeuteten Teil 2a des Werkzeuges
entspricht, der über die Führungsfläche 14 hinausragt. An dem Winkeltisch bzw. an
einer der beiden Wände 12 oder 13 sind Bohrungen zur Führung von Befestigungsstangen
für eine Anschlagleiste 37 vorgesehen, deren Abstand
von der Fjhrungsfläche
15 verstelltàr ist. Was damit im einzelnen erreicht werden kann, wird aus den Fig.
5 bis 8 hervorgehen, in denen Anwendungsbeispiele gezeigt sind.
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In der Fig. 5 wird der Winkeltisch auf der Führungsfläche 15 aufgelegt,
so daß die Führungsfläche 14 an der Stirnseite des Werkstückes 38 anliegt. Es können
dann in die Stirnseite des Werkstück es 38 beispielsweise an einigen Stellen kreisbogenförmige
Nuten eingefräst werden, wenn als Werkzeug eine Frässcheibe vorgesehen ist und nach
dem Anliegen dQr beiden Fihrungsflächen 14 und 15 'as Antriebsaggregt 1 in der vorher
erwärmten Weise um die Schwenkachse 8 verschwenkt wird. Das Werkzeug tritt dann
mit dem Teil 2a in das Werkstück 38 ein.
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In der Fig. 6 sollen Nuten in die Oberfläche des Werkstückes 38 eingefräst
werden. In diesem Fall wird der Anschlag 37 bündig mit der Führungsfläche 15 eingestellt
und der Winkeltisch mit der Führungsfläche 14 auf die Oberfläche des Werkstückes
38 aufgelegt. Dann wird das Antriebsaggregat um die Schwenkachse 8 verschwenkt,
so daß je nach Schnittiefeneinstellung das werkzeug mit dem Teil 2a in das Werkstück
38 eindringt. 3ine Veränderung des Abstandes a der Nuten von der Stirnfläche des
Werkstückes kann in sehr einfacher Weise durch Lösen der Klemmschraube 26 und Verstellen
der Rändelmutter 22 vorgenommen werden.
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Die Fig. 7 zeigt das Einfräsen von Nuten in die auf Gehrung geschnittenen
Stirnseiten zweier Werkstücke 38 und 38a. Auch hier ist der Anschlag 37 in Aktion,
liegt aber nicht bündig an der Führungsfläche 15 an, sondern steht im Abstand dazu,
so daß auf diese Weise eine Voreinstellung des Abstandes in Richtung der Pfeile
39 möglich ist. Der Abstand b wird dabei durch Einstellung der Anschlagleiste 37
voreingestellt, der Abstand a kann dann durch Feineinstellung mit Hilfe der Rändelmutter
22 einreguliert werden, die eine Verstellung des
werkzeuges im
Sinne der Pfeile 40 erlaubt. Auf diese Weise kann eine ausgezeichnete Anlage des
Fräsaggregates erreicht werden. Die Schnittiefe wird wie vorher erwähnt durch Verstellung
der Anschlagschraube an der Haltemuffe 5 erreicht.
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Die Fig. 8 und 9 schließlich zeigen den Einsatz der neuen kombinierten
Vorrichtung zum Schattenfugensägen an Zimmerdecken o.dgl. Hier ist das Bearbeitungswerkzeug
durch eine Kreissägenscheibe ersetzt. Die Führungsfläche 14 wird an der Unterseite
der Decke angelegt. Die Führungsfläche 15 kann an die Wand angelegt werden, wenn
der dann einstellbare Abstand a von der Wand groß genug ist. Ist das nicht der Fall,
so kann zusätzlich dieser Abstand a um den Abstand b vergrößert werden, der durch
Einstellen der Anschlagleiste 37 zusätzlich erzielt wird. Die Feineinstellung erfolgt
in jedem Fall im Sinne der Pfeile 40 hier die Rändelmutter 22. In allen Fällen kann
die günstigste Angriffslage für die Hand der Bedienungsperson am Antriebsaggregat
durch Verschwenken des Antriebsaggregates gegenüber dem Lagerhebel eingestellt werden,
wie vorher beschrieben.
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Aus Fig. 9 wird ersichtlich, daß beim Schattenfugensägen eine Stellung
des Antriebsaggregates 1 in einem Winkel von 20 bis 250 zur Bearbeitungsfläche,
d.h. zur Führungswand 14 den großen Vorteil mit sich bringt, daß die von Hand ausgeübte
Vorschubkraft in Verbindung mit der im Sinn des Pfeiles 41 ausgeübten Andrückkraft,
die über die Schwenklagerung 22 und die Anschlagschraube 36 auf die Führung wand
14 übertragen wird, eine ausgezeichnete Anlage des Winkeltisches an der zu bearbeitenden
Decke gewährleistet.
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Wird das Bearbeitungsaggregat in dieser Stellung zwischen den Bearbeitungsvorgängen
auf der Führungswand 14 abgestellt, so ergibt sich der Vorteil, daß das Werkzeug
2a durch das Gewicht des Antriebsaggregates in die von der Führungswand 15 und dem
zugeordneten Wandteil gebildete Schutzhaubenkammer hereingeschwenkt wird, ohne daß
große Rückstellfederkräfte aufgebracht
werden müssen. Dieser Vorteil
geht auf die Anordnung der Schwenkachse 8 zwischen der Achse 26 des Werkzeuges 2
und dem Schwerpunkt 5 des Antiebsaggregates 1 zurück.