DE2545650C2 - Übertragungssystem in Fernmeldeanlagen - Google Patents
Übertragungssystem in FernmeldeanlagenInfo
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Description
Leitung 9 miteinander verbunden und die Verstärkerstelle ist mit Trennfiltern 10,11 und 12,13 versehen, die
dafür sorgen, daß die über die Koaxialleitung eintreffenden HF-Signale dem Verstärker zugeführt werden und
der Speisegleichstrom über einen Umlaufkreis mit einer darin aufgenommenen Zener Diode 14 hinter dem Verstärker
mit den verstärkten H F-Signalen zusammengefügt werden. Der Speisegleichstrom wird dabei der an
der Zener-Dio-ij 14 auftretenden Spannung entnommen.
Bei dem in F i g. 1 dargestellten Gleichstromspeisesystem sind die praktisch identischen Gleichstromquellen
mit einer derartigen Polarität angeschlossen, daß die Ströme in den Außenleitern 3, 3' einander ausgleichen.
Da die Gleichstromspeisequellen 5 und 7 bzw. 6 und 8 über die Koaxialleitungen 1 bzw Γ in Reihe geschaltet
sind, werden Speiseschleifenpunkte vermieden und die Betriebssicherheit wird erhöht. Außerdem sind die Außenleiter
3, 3' zwar miteinander verbunden, aber nicht geerdet, wodurch das Auftreten von Störspannungen
infolge vuii Bliizen, Hochspannungsleitungen und elektrischer
Traktion in wesentlichem Maße verringert werden.
In F i g. 3 ist der Anschluß der Hauptstelle A an die beiden Koaxialleitungen 1 und Γ detailliert dargestellt.
Die Hauptstelle B ist auf dieselbe Art und Weise an die anderen Enden der Koaxialleitungen angeschlossen, jedoch
— wie F i g. 1 zeigt — mit einer gegenüber der Hauptstelle A entgegengesetzten Polarität der Stromquellen.
Die Hauptstellen sind geerdet, was bedeutet, daß die
Außenleiter der Koaxialleitungen 15 und 15', die den HF-Signalausgang bzw. den Eingang der Hauptstelle A
bilden, mit Erde verbunden sind. Als Trennung zwischen den nicht geerdeten Koaxialleitungen 1, Γ und dem geerdeten
Ausgang und Eingang 15 und 15' sind Hochspannungskondensatoren 16 und 17 bzw. 16' und 17'
wirksam, die mit dem Innen- und dem Außenleiter in Reihe angeordnet sind. Dabei ersetzen die in die Außenleiter
aufgenommenen Reihenkondensatoren 17 und 17' die herkömmlichen HF-Transformatoren mit ihren entgegengesetzten
Anforderungen einer niedrigen Dämpfung (< 0,5 dB) und einer hohen zulässigen Spannung
(> 3,5 kV, 50 Hz) zwischen den Primär- und Sekundärwicklungen. Weiter umfaßt die Hauptstelle A die
Gleichstroinspeisequellen 5 und 6, die entsprechend Fig. 1 zwischen den Innen- und Außenleiter der Koaxialleitungen
1 und Γ angeschlossen sind, jedoch mit Hilfe von HF Sperrfiltern 18 bzw. 18'. die aus Reihenspulen
19 und 20 bzw. 19 und 20' und einem Querkondensator 21 bzw. 2V bestehen.
Außerde.n sind in der Hauptstelle zwei NF-Signalquellen 22 und 22'vorgesehen, die NF-Befehlssignale im
Band von 15-2OkHz zur Fernüberwachung, -steuerung
und/oder -sicherung der Übertragungssysteme liefern.
Nach der Erfindung wird die Übertragung dieser NF-Signale
auf besonders einfache und durchaus vorteilhafte Weise möglich, wenn die in jeder der Hauptstellen
vorhandenen N F-Signalquellen 22,22' an eine der durch
den Innen- und Außenleiter 2,3 und 2', 3' einer Koaxialleitung 1, Y gebildeten Speisestromschleifen angeschlossen
sind und zwar über Anschlußmittel 23,23', die das infolge der Übertragung dieser NF-Signale auftretende
NF-Übersprechen unterdrücken.
Die durch den Innen- und Außenleiter jeder der Koaxialleitungen
1 und Γ gebildeten Speisestromschleifen sind für Signalfrequenzen bis 200 kHz von Hauptstelle
zu Hauptstelle völlig transparent. Es ist daher besonders interessant, die NF-Befehls- und/oder -Steuersignale,
die im Band von 15—20 kHz liegen, über diese Speiseschleifen
zu übertragen. Überraschenderweise stellt es sich jedoch heraus, daß diese Übertragungsart der NF-Signale
zu einem hohen Ausmaß an NF-Übersprechen führt.
Eine genaue Untersuchung hat weiter gezeigt, daß es die als Trennung zwischen der Hauptstelle und den Koaxialleitungen
in die Außenleiter aufgenommenen Hochspannungskondensatoren 17 und 17' sind, die dieses
unerwünschte Übersprechen herbeiführen. Denn der Wert dieser Hochspannungskondensatoren ist nämlich
zur Beschränkung der Abmessungen möglichst niedrig gewählt worden. Das bedeutet jedoch, daß diese
Hochspannungskondensatoren bei niedrigen Frequenzen eine hohe Impedanz aufweisen und daß dadurch die
durch die NF-Signale der NF-Signalquelle 22 am Kondensator 17 verursachte Spannung und die durch die
NF-Signale der NF-Signalquelle 22' im Kondensator 17' verursachte Spannung nicht ven.^chlässigbar sind
und NF-Übersprechen herbeiführen, da diese Kondensatoren 17 und !7' parallelgeschaltet sind.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsforni sind
die NF-Signalquellen 22 und 22' über einen Transformator 24 bzw. 24' parallel mit der Gleichstromspeisequelie
5 bzw. 6 zwischen dem Innen- und Außenleiter der Koaxialleitung 1 bzw. Γ angeschlossen. Als Trennung zwi
sehen der Gleichstromspeisequelie 5 Kzw. 6 und der
NF-Signalquelle 22 bzw. 22' ist dabei einerseits eine als NF-Sperre wirksame Drosselspule 25 bzw. 25' in die
Leitung aufgenommen, die die Gleichstromspeisequelie 5 bzw. 6 über die Reihenspulen 19, 20 bzw. 19', 20' des
HF-Sperrfilters 18 bzw. 18' mit dem Innenleiter 2 bzw. 2' der Koaxialleitung 1 bzw. 1' verbindet und ist andererseits
ein Kondensator 26 bzw. 26' in die Leitung aufgenommen, die den Transformator 24 b/w. 24' über die
Reihenspulen 19, 20 bzw. 19,20'vom HF-Sperrfi'ter 18
bzw. 18' mit dem Innenleiter 2 bzw. 2' der Koaxialleitung 1 bzw. Γ verbindet. Damit die Abmessungen dieses
Ko ,densators 26 bzw. 26' klein gehalten werden können, bildet dieser Kondensator 26 bzw. 26' einen Teil
eines auf die NF-Signalquelle abgestimmten Reihenkreises 27 bzw. 27' mit der Reihenspule 28 bzw. 28'.
Die genannten Mittel 23 und 23' zur Unterdrückung des NF-Übersprechens sind in die Leitungen 29 bzw. 29'
aufgenommen, die die Gleichstromspeisequelle 5 bzw. 6 und den Transformator 24 bzw. 24' mit den Außenleitern
3 bzw. 3' der Koaxialleitungen 1 und Γ verbinden.
Insbesondere umfassen diese Mittel 23 bzw. 23' eine Reihenimpedanz 30 bzw. 30'. die aus der Parallelschaltung
eines Widerstandes 31 bzw. 31' und eines Kondensator·; 3? bzw. 32' bestehen, sowie eine Querimpedanz
33 bzw. 33'. die aus der Reihenschaltung aus einem Widerstand 34 bzw. 31' und einem mit Erde verbundenen
Kondensator 35 bzw. 35' besteht.
Zur Erläuterung der durch die obenstehend beschriebenen Mittel 23 erhaltenen Unterdrückung des NF-Übersprechens
ist in Fig.4 die Verbindung zwischen
der Ausgangskoaxialleitung 15 der Hauptstelle und der Koaxialleitung 1 sowie der Anschluß der NF Signalquelle
22 etwas anders dargestellt, wobei die zu dieser Erläuterung überflüssigen Elemente der Einfachheit
halber fortgelassen sind.
Wie diese Figur zeigt, wird durch Hinzufügung der Reihenimpedanz 30 und der Querimpedanz 33 eine
Brückenschaltung PQRSerhalten, wobei die NF-Signalquelle
22, 24 zwischen den Punkten P und Q liegt, wäh-
rend der Kondensator 17, de" das NF-Übersprechen
* verursacht, zwischen den Punkten R und 5liegt. Wählen
wird nun die Reihenimpedanz 30 gleich der Impedanz, die durch den Kondensator 21 parallel mit der zwischen
dem Innen- und Außenleiter der Signalleitung 1 vorhandenen, einem Widerstand von ca. 75 Ohm annähernden
a Impedanz gebildet wird und wählen wir weiter die
j Querimpedanz 33 gleich der Impedanz, die durch den
Kondensator 16 und die zwischen dem Innen- und Außenleiter der Koaxialleitung 15 vorhandene, einem Wi-
» I derstand von ca. 75 Ohm annälhernde Impedanz gebil-
det wird, so hat das zwischen den Punkten P-Q auftretende
NF-Signal keinen Spannungsunterschied zwischen den Punkten R und 5 zur Folge und daher tritt
keine Spannung am Kondensator 17 auf und auf diese Weise wird das NF-Übersprechen der Koaxialleitung 1
auf die Koaxialleitung Γ durch die Neutralisierung des NF-Signalkreises vermieden. Dasselbe gilt für die andere
Koaxialleitung V, wobei durch die Mittel 23: das NF-Übersprechen
auf die Koaxialleitung Γ vermieden wird. Messungen haben gezeigt, daß· die ursprüngliche NF-Übersprechdämpfung
von etwa 60 dB bei Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahmen bis etwa 12OdB
gesteigert wird.
25
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
30
35
40
45
50
55
60 fc:
Claims (2)
1. Übertragungssystem zur Übertragung einem Träger aufmodulierter Signale zwischen zwei geerdeten
Hauptstellen (A, B) über eine Anzahl paralleler Koaxialleitungen (1,1'), deren miteinander verbundene
Außenleiter (3, 3') gegen Erde isoliert sind, während der Innen- (2; 2') und der Außenleiter (3; 3')
jeder dieser bezugspotentialmäßig schwebenden Koaxialleitungen (1, 1') über je einen Kondensator
(16; 17; 16'; 17') an die geerdeten Hauptstellen (A, B) angeschlossen sind, wobei in jede dieser Koaxialleitungen
(1; V) Verstärkerstellen aufgenommen sind und jede der Hauptsiellen (A, B) zur Speisung der in
eine Koaxialleitung (1; V) aufgenommenen Verstärkerstellen eine Gleichstromspeisequelle (5; 6) enthält,
die über ein HF-Sperrfilter (18; 18') an eine Speisestrorr>sehleife mit einem hin- und einem rückgehenden
Zweig angeschlossen ist, der durch den Innen- (2; 2') bzw. den Außenleiter (3; 3') der betreffenden
Koaxialleitung (1; Γ) gebildet wird, und wobei jede der Hauptstellen (A. B) weiter eine Anzahl
NF-Signalquellen (22, 22') enthält, die jeweils an je eine durch den Innen- (2; 2') und den Außenleiter (3;
3') einer Koaxialleitung (1; 1') ^bildete Stromschleife
angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterdrückung des infolge der
Übertragung der NF-Signale auftretenden NF-Übersprechens die NF-Signalquelle (22; 22') mit der
Koaxialleitung (1; V) jeweils über eine erste Impedanz (30; 30'), die au, der F ,rallelschaltung eines
Widerstandes (31; 31') und eines Kondensators (32; 32') besteht, und über eine zwei· Impedanz (33; 33'),
die aus der Reihenschaltung eines weiteren Wider-Stands (34; 34') und eines weiteren Kondensators
(35; 35') besteht, mit Erde verbunden ist, wobei der Verbindungspunkt von erster und zweiter Impedanz,
der außerdem mit dem einen Pol der Gleichstromspeisequelle (5; 6) verbunden ist, an die eine
Ausgangsklemme eines Transformators (24; 24') angeschlossen ist. der den Ausgang der NF-Signalquei·
Ie (22; 22) bildet, während das andere Ende (29; 29')
der ersten Impedanz (30; 30') an den Außenleiter (3; 3') der betreffenden Koaxialleitung (1; V) angeschlossen
ist und die andere Ausgangsklemme des Transformators (24; 24') an den anderen Pol der
Gleichstromspeisequelle (5; 6) und über das HF-Sperrfilter (18; 18) an den Innenleiter (2; 2') der
betreffenden Koaxialleitung (1; 1') geschaltet ist (Fig. 1.3).
2. Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die, einen Teil der ersten und
zweiten Impedanz (30, 33 bzw. 30', 33') bildenden Widerstände (31, 31', 34, 34') jeweils den zwischen
dem Innen- und Außenleiter (2, 3 bzw. 2', 3') der Koaxialleitungen (1, Γ) vorhandenen, einen Widerstand
annähernden Impedanzen gleich sind, während der Kondensator (32; 32'), der einen Teil der
ersten Impedanz (30; 30') bildet, dem Querkonden·
sator (21; 21') des HF-Sperrfilters (18; 18') gleich ist, und der Kondensator (35; 35'), der einen Teil der
zweiten Impedanz (33; 33') bildet, dem zwischen dem Innenleiter (2; 2') der Koaxialleitungen (1; 1')
und der Hauptstelle (A) liegenden Kondensator (16; 16') gleich ist.
Die Erfindung betrifft ein Übertragungssystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Übertragungssystem ist aus der DE-OS 22 60 336 bekannt. In jeder Hauptstelle sind NF-Signalquellen
vorhanden, an die je eine durch die Innen- und Außenleiter einer Koaxialleitung gebildete Speisestromschleife
angeschlossen ist. Ein solches Übertragungssystem bietet den Vorteil, daß die Gfeichstromspeisung
der in die Koaxialleitungen aufgenommenen Verstärkerstellen bei richtig gewählten Polaritäten der
an die Koaxialleitungen angeschlossenen Speisestromquellen auf besonders wirtschaftliche und betriebssichere
Weise verwirklicht werden kann, während außerdem das Auftreten von Störspannungen infolge von Hochspannungsnetzen
wesentlich verringert wird, da die Außenleiter der Koaxialleitungen nicht geerdet sind. Mit
dieser bekannten Anordnung wird der Zweck verfolgt, größere Ströme zu übertragen und mehr Sicherheit für
das Wartungspersonal zu schaffen. Sie besitzt jedoch den Nachteil, daß zusätzliche NF-Signale nicht über die
Koaxialleitungen übertragen werden können, ohne daß dabei die Gefahr des Übersprechens besteht
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Übertragungssystem der eingangs beschriebenen Art
zu schaffen, daß unter Beibehaltung der genannten, einem derartigen System anhaftenden Vorteile gleichzeitig
auch die Übertragung der durch die NF-Signalquellen
gelieferten NF-Signale, z. B. diejenigen, die zur Steuerung, Überwachung, Regelung oder dergleichen
notwendig sind, auf einfache und vorteilhafte Weise ermöglicht, ohne daß ein Übersprechen durch die NF-Signale
auftritt.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. I den Schaltplan des beim Übertragungssystem nach der Erfindung verwendeten Cteichstromspeisesystems,
F i g. 2 eine Zwischenverstärkerstelle mit Trennfiltern und einem Umlaufkreis,
F i g. 3 eine detaillierte Ausführungsform einer Hauptstelle.
F i g. 4 eine schematische Darstellung eines Teils der in Fig. 3 dargestellten Hauptstelle zur Erläuterung der
Wirkungsweise der Mittel zur Unterdrückung des NF-Übersprechens.
Entsprechende Elemente sind in diesen Figuren mit denselben Bezugszeichen angeg - ben.
In dem in Fig. 1 dargestellten Schaltplan des beim System nach der Erfindung verwendeten Gleichstromspeisesystems
stellen 1 und Γ zwei Koaxialleitungen dar mit je einem Innenleiter 2 bzw. 2' und einem Außenleiter
3 bzw. 3'. Diese Koaxialleitungen bilden eine Signalübertragungsstrecke zwischen zwei Hauptstellen A und
B und enthalten je eine Anzahl Zwischenverstärkerstellen 4 bzw. 4'. Zur Gleichstromspeisung der in den Koaxialleitungen
1 und Γ liegenden Zwischenverstärker-Stellen ist in der Hauptstelle A an jede der Koaxialleitungen
1, Γ zwischen dem Innen- und Außenleiter eine Gleichstromquelle 5 bzw, 6 und in der Hauptstelle B
ebenfalls an jede der Koaxialieitungen zwischen dem Innen- und Außenleiter eine Gleichstromquelle 7 bzw. 8
angeschlossen. In jeder Zwischenverstärkerstelle sind die Außenleiter des dem Verstärker vorhergehenden
Leitungsabschnittes und des dem Verstärker folgenden Leitungsabschnittes — wie Fig.2 zeigt — über eine
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