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Verfahren zum Herstellen von einstückigen Gitterrost-
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feldern, insbesondere Stabrostfeldern, sowie danach hergestelltes
Gitterrost-, insbesondere Stabrostfeld Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Herstellen von einstückigen Gitterrostfeldern, insbesondere Stabrostfeldern, mit
einer Vielzahl von relativ dicht nebeneinanderliegenden Querstäben und mindestens
zwei in verhältnismäßig großem Abstand voneinander angeordneten Längsstäben in vorbestimmter
Länge, aber unterschiedlicher Breite durch Spritz- oder Gießformen aus Kunststoff
oder Metall. Ferner hat die Erfindung einstückige Gitterrostfelder, insbesondere
Stabrostfelder, zum Gegenstand, die nach diesem Verfahren hergestellt sind.
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Gitterroste, und zwar insbesondere sogenannte Stabroste, müssen vielfach
über verhältnismäßig lange Flächen hinweg verlegt werden, wenn bspw. Rinnen oder
ähnliche Bodenvertiefungen eine begehbare Abdeckung erhalten sollen.
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Insbesondere längs den Rändern von Schwimmbecken o.dgl.
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müssen die dort vorgesehenen überlaufrinnen mit derartigen begehbaren
Abdeckungen versehen sein.
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Da die abzudeckenden Rinnen oder ähnlichen Bodenvertiefungen im Verhältnis
zu ihrer Breite eine große Länge haben, lassen sich die zu ihrer Abdeckung dienenden
Roste in der Regel nicht als einstückige Bauteile herstellen. Vielmehr müssen sie
aus einer größeren Anzahl einzelner Rostfelder
zusammengesetzt
werden, die sich zur Bildung einer geschlossenen Rostfläche beliebig aneinanderreihen
lassen.
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Praktische Erfahrungen haben ergeben, daß die mit einer begehbaren
Abdeckung zu versehenden Rinnen oder ähnlichen Bodenvertiefungen nicht nur unterschiedliche
Längenabmessungen aufweisen, die beispielsweise durch die verschiedenen Größen von
Schwimmbecken bedingt sind, sondern diese Rinnen oder ähnlichen Bodenvertiefungen
werden auch noch in unterschiedlichen Normbreiten hergestellt, so daß die zu ihrer
Abdeckung benutzten Rostfelder in entsprechend unterschiedlichen Breiten angefertigt
werden müssen. Falls daher Gitterrostfelder, insbesondere Stabrostfelder, in einer
bestimmten Normlänge, jedoch in mehreren unterschiedlichen Normbreiten als einstückige
Formteile durch Spritzen oder Gießen aus Kunststoff oder Metall hergestellt werden
müssen, sind hierfür auch mehrere verschiedene Formen notwendig. Der Herstellungsaufwand
für derartige einstückige Gitterrostfelder, insbesondere Stabrostfelder ist daher
ganz beträchtlich, weil die Formen kompliziert ausgebildet und damit sehr teuer
in der Anschaffung sind.
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Zweck der Erfindung ist es, den Anlagenaufwand für die Herstellung
einstückiger Gitterrostfelder, insbesondere Stabrostfelder, vorbestimmter Länge
aber unterschiedlicher Breite zu vermindern und zugleich Rostfelder zu schaffen,
die außer einer hohen Formstabilität auch eine fertigungstechnisch günstige Gestaltung
haben.
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In verfahrenstechnischer Hinsicht wird dieses Problem nach der Erfindung
hauptsächlich dadurch gelöst, daß die Rostfelder in einer der größten Rostfeldbreiten,
gleichzeitig aber auch in einer einem Mehrfachen der kleinsten vorkommenden Rostfeldbreite
angepaßten Form gespritzt oder gegossen und dabei die kleineren Rostfeldbreiten
entweder durch Einbringen von Einsätzen bzw. Trennwänden in die Form oder durch
Anbringen
von Trennschnitten am fertigen Formteil gebildet werden.
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Auf diese Art und Weise lassen daher mit Hilfe nur einer Spritz- oder
Gießform bedarfsweise Gitterrostfelder in den verschiedensten Rostfeldbreiten fertigen.
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Zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer Rostfelder gleicher oder verschiedener
Breite die von der größten Rostfeldbreite abweichen, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn nach der Erfindung die Trennwände zwischen den Formkammern für zwei
benachbarte Längsstäbe in die Formkammern für die Querstäbe eingeführt werden.
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Für den Fall, daß Rostfelder herzustellen sind, deren Breite größer
als die kleinste, aber kleiner als die größte vorkommende Rostfeldbreite ist, wird
nach einem weiteren Erfindungsmerkmal in Vorschlag gebracht, daß sämtliche Formkammern
für die Querstäbe sowie auch Formkammern für einen oder mehrere Längsstäbe an einer
Formseite durch Einsätze mit einer der Differenz zwischen der Formbreite und der
Rostfeldbreite entsprechenden Abmessung abgesperrt werden. Das kann am einfachsten
durch das Einfahren von Schiebern in die Form bewirkt werden, welche die Formkammern
für die Querstäbe an der Einsatzbreite völlig ausfüllen und außerdem die Formkammern
für die Längsstäbe abdichten.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der durch das vorbeschriebene
Verfahren hergestellten Gitterrost-, insbesondere Stabrostfelder, ergibt sich erfindungsgemäß
dadurch, daß die Querstäbe eine größere Querschnittshöhe als die Längsstäbe aufweisen
und mindestens über die Oberseite der Längsstäbe vorstehen.
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Als besonders zweckmäßig hat es sich jedoch erwiesen, wenn die Querstäbe
sowohl über die Oberkante als auch über die
Unterkante der Längsstäbe
vorstehen. Die Formstabilität der Gitterrost-, insbesondere Stabrostfelder, kann
ferner noch dadurch erhöht werden, daß die Querstäbe einen etwa T-förmigen Querschnitt
haben und mit ihren Flanschen oberhalb der Längsstäbe liegen Schließlich ist nach
der Erfindung aber auch noch vorgesehen, daß die Längsstäbe an ihrem einen Ende
einen angeformten Rastschnepper und an ihrem anderen Ende einen dazu passenden Rasteingriff
aufweisen, die bei benachbarten Rostfeldern als Schnappvorrichtung miteinander in
Halteeingriff steckbar sind.
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Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nunmehr nachfolgend im einzelnen
beschrieben. Es zeigt Fig. 1 in räumlicher Draufsichtdarstellung ein einstückiges
Stabrostfeld vorbestimmter Länge mit der größten vorkommenden Rostfeldbreite, in
welchem die kleinste vorkommende Rostfeldbreite durch eine strichpunktierte Linie
und die zwischen der größten und der kleinsten Rostfeldbreite liegende mittlere
Rostfeldbreite durch gestrichelte Linien angedeutet ist, Fig. 2 in schematisch vereinfachter
Draufsichtdarstellung eine Spritz- oder Gießform zur Herstellung von Stabrostfeldern
nach Fig. 1, wobei wiederum in voll ausgezogenen Linien der Formbereich für die
größte vorkommende Rostfeldbreite gekennzeichnet ist, während strichpunktierte Linien
die Unterteilung der Form zur Herstellung der geringsten vorkommenden Rostfeldbreite
andeuten und gestrichelte Linien den Formbereich für die Herstellung der mittleren
Rostfeldbreite abteilen.
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Fig. 3 zeigt schließlich in größerem Maßstab und Seitenansicht die
Verbindungsstelle zwischen den Längsstäben zweier hintereinanderliegender Rostfelder.
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In Fig. 1 der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung
ein Stabrostfeld 1 dargestellt, von welchen sich jede gewünschte Anzahl zu Stabrosten
großer Länge aneinanderreihen lassen.
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Jedes einzelne Stabrostfeld 1 besteht aus einer Vielzahl von relativ
dicht nebeneinanderliegenden Querstäben 2 und mindestens zwei im rechten Winkel
zu diesen verlau-.
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fenden und in verhältnismäßig großem Abstand voneinander angeordneten
Längsstäben 3.
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Das gesamte Stabrostfeld 1 ist mit einer vorbestimmten Längenabmessung
1 einstückig durch Spritz- oder Gießformen aus Kunststoff oder Metall hergestellt,
und zwar derart, daß die Querstäbe 2 eine größere Querschnittshöhe als die Längsstäbe
3 aufweisen. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel stehen dabei die Querstäbe 2 sowohl
über die Oberkante als auch über die Unterkante der Längsstäbe 3 vor und haben einen
etwa T-förmigen Querschnitt, dessen Flansche völlig oberhalb der Längsstäbe 3 liegen.
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An das eine Ende jedes Längsstabes 3 ist ein Rastschnepper 5 angeformt,
während an dessem anderen Ende ein dazu passender Rasteingriff 6 eingeformt ist.
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Die Stabrostfelder 1 werden für den praktischen Gebrauch in mehreren
verschiedenen Breitenabmessungen benötigt, weil mit ihrer Hilfe unterschiedlich
breite Rinnen oder Bodenvertiefungen abgedeckt werden müssen.
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In Fig. 1 der Zeichnung ist die größte vorkommende Breite der Stabrostfelder
1 durch das Maß x gekennzeichnet. Die kleinste vorkommende Rostfeld-breite ist hingegen
durch das Maß z gekennzeichnet. Eine weitere zwischen der größten und der kleinsten
Rostfeldbreite liegende, mittlere
Rostfeldbreite ist durch das
Maß y angedeutet.
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Zur Herstellung der Stabrostfelder 1 mit den unterschiedlichen Rostfeldbreiten
x, y, z wird nach der Erfindung nur eine einzige Spritz- oder Gießform 7 benutzt,
deren Längenabmessung auf die Rostfeldlänge 1 abgestimmt ist, und deren Breite für
die Fertigung der größten vorkommenden Rostfeldbreite x ausgelegt ist.
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Stabrostfelder 1 mit der größten vorkommenden Rostfeldbreite x lassen
sich ohne weiteres in der Form 7 durch einen Spritz- oder Gießvorgang fertigen.
Da die größte Rostfeldbreite x einen mehrfachen, beispielsweise dem Doppelten der
kleinsten vorkommenden Rostfeldbreite z entspricht, lassen sich aber auch gleichzeitig
mehrere, z.B. zwei Stabrostfelder 1 gleichzeitig in der Form 7 herstellen. Das kann
entweder dadurch geschehen, daß zunächst ein Stabrostfeld 1 mit der größten vorkommenden
Rostfeldbreite x gefertigt wird und dann durch Anbringen eines Trennschnittes längs
der strichpunktierten Linie in Fig. 1 eine Unterteilung in zwei Stabrostfelder 1
der kleinsten Rostfeldbreite z vorgenommen wird. Es ist jedoch auch möglich, die
beiden Stabrostfelder 1 mit der Rostfeldbreite z gleichzeitig dadurch herzustellen,
daß in die Form eine Trennwand 8 eingesetzt wird, die in Fig. 2 durch strichpunktierte
Linien angedeutet ist.
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Diese Trennwand 8 wird dann zwischen den Formkammern 9 für zwei benachbarte
Längsstäbe in die Formkammern 1o für die Querstäbe eingeführt, so daß eine Querunterteilung
der Formkammern 1o für die Querstäbe stattfindet. Beim Spritz-oder Gießvorgang liegt
dann an dieser Stelle die Trennung zwischen den beiden Stabrostfeldern 1 mit der
Rostfeldbreite z.
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Nach beiden vorbeschriebenen Verfahrensarten lassen sich die Stabrostfelder
1 mit der geringsten vorkommenden Rostfeldbreite
z praktisch ohne
Abfall herstellen.
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Damit aber auch Stabrostfelder 1 mit der Rostfeldbreite y in der Form
7 abfallfrei gefertigt werden können, wird so verfahren, daß sämtliche Formkammern
10 für die Querstäbe sowie auch die äußere Formkammer 9 für einen Längsstab an einer
Formseite durch einen Einsatz 11 abgeschlossen werden, der in Fig. 2 gestrichelt
angedeutet ist. Die Breite dieses Einsatzes 11 entspricht der Differenz zwischen
der maximalen Breite der Form 7 und der Rostfeldbreite y. Durch Eindringen des Einsatzes
11 in die Form 7 wird diese also soweit abgesperrt, daß ein Stabrostfeld 1 mit der
Rostfeldbreite y praktisch abfallfrei gefertigt werden kann.
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Aus Fig. 1 ist deutlich erkennbar, daß Stabrostfelder 1 mit der größten
Rostfeldbreite x vier Längsstäbe 5 aufweisen, während Stabrostfelder 1 mit der Rostfeldbreite
y drei Längsstäbe 5 besitzen und die Stabrostfelder 1 mit der Rostfeldbreite z zwei
Längsstäbe 5 haben.
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Mit Hilfe der vorbeschriebenen Verfahrensart ist es leicht und mit
geringem Aufwand möglich, Stabrostfelder 1 vorbestimmter Länge jedoch unterschiedlicher
Rostfeldbreite einstückig durch Spritz- oder Gießformen aus Kunststoff oder Metall
zu fertigen.
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Die Fig. 3 zeigt deutlich, wie die Schnappvorrichtung zum Verbinden
zweier aufeinanderfolgender Stabrostfelder ausgebildet ist. Der am einen Ende der
Längsstäbe 3 angeformte Rastschnepper 5 hat zu diesem Zweck über einen Teil seiner
Länge einen Schlitz 13 und ist an der Oberkante sowie an der Unterkante mit einem
Absatz 14 versehen, von dem aus die Längskanten des Rastschneppers sich nach dem
freien Ende hin keilförmig verjüngen.
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In das andere Ende der Längsstäbe 3 ist ein sich in Längsrichtung
erstreckender, allseitig aber geschlossener Kanal 15 eingeformt, dessen vorderer
Teil 16 eine geringere Querschnittshöhe als der hintere Teil 17 aufweist. Hierdurch
sind im Kanal 15 Schultern 18 gebildet.
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Wenn in Längsrichtung hintereinander liegende Stabrostfelder 1 zusammengeschoben
werden, dann treten die Rastschnepper 5 in den Rasteingriff 6 ein und werden über
ihre sich keilförmig verjüngenden Kanten im Bereich des Längsschlitzes 13 elastisch
zusammengedrückt. Sobald der Kanalteil 16 mit der geringeren Querschnittshöhe durchlaufen
ist, federt das vordere Ende des Rastschneppers 5 wieder auseinander und die Absätze
14 desselben hintergreifen die Schultern 18 des Rasteingriffs. Hierdurch wird dann
eine gute Halteverbindung zwischen den benachbarten Stabrostfeldern 1 bewirkt.