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Schaltngsano rdnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere
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Fernsprechmittlungsanlagen, zur Erkennung des Anrufzustandes auf Teilnehmerleitungen
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen,
inbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit von einer Gleichspannungsquelle über
leitungsindividuelle Vorwiderstände her gespeisten zweiadrigen Teilnehmerleitungen,
die im Anrufzustand zur Bildung jeweils einer geschlossenen Leitungsschleife teilmehmerseitig
miteinander verbunden werde, und die zur Erkennung des Änrufzustandes im Unterschied
zum Ruhezustand jeweils mit einem leitungsindividuellen, entsprechend dem Potentialunterschied
zwischen den beiden Leitungsadern aufladbaren Kondensator, der jeweils in einem
leitungsindividuellen Messtrompfad zwischen dem Ausgang eines Spannungsimpulsgenerators
und dem Eingang einer Spannungsmesseinrichtung geschaltet ist, über Entkopplungschaltmittel
verbunden sind, die eine Rückwirkung des Spannun's impul sg-.'anerators auf die
Teilnehmerleitung auf ein eine Störung der Teilnehmerleitungen vermeidendes Mass
begrenzen.
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Eine olche Schaltungsanordnung zeigt und beschreibt bereits die DT-OS
2 162 964. Bei dieser bekannten Schaltungsanordnung unter liegen die zuvor erwähnten
Vorwiderstände (R3 und R4 bzw. R6) zwei gegensätzlichen Bedingungen. Sie sollten
einerseits im Hinblick auf einc zwecks Verkürzung der Abfragevorgänge rech-t kleine
Zeitkonstante beim Aufladungsvorgang des Kondensators möglichst niederohmig sein,
sollten dagegen andererseits im Hinblick auf eine Fernhaltung der Abfrageimpulse
von iri Anrufzustand befindlichen Teilnehmerlietungen möglichst hochohmig sein.
Im bekannten Falle ist es deshalb erforderlich, die Widerstandswerte der genannten
Vorwiderstände so hoch zu wählen, dass der Einfluss der Abfrageimpulse
auch
im Anrufzustand befindliche Teilnehmerlei-tungen praktisch unbedeutend ist. Eine
dadurch bedingte relativ grosse Zeitkonstante beim Aufladungsvorgang des Kondensators
vergrössert dementsprechend den Zeitbedarf für die Auswertung. Dieser Effekt lässt
sich auch nicht durch Einsatz eines Kondensators mit geringerem Kapazitätswert befriedigend
beseitigen, weil dadurch dementsprechend empfindliche re Auswe rte einrichtungen
enfe rderlich werden würden und sich der Einfluss von Störspannungen stärker auswirken
würde.
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Für die Erfindung besteht die Aufgabe, das zuvor im einzelnen aufgezeigte
Problem auf andere Weise und besser als bisher zu lösen.
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Die zuvor genannte Aufgabe wird erfindungsgemöss dadurch gelöst, dass
die Entkopplungsschaltmittel als stromrichttungsabhängige Widerstände, z.B. Gleichrichter,
ausgebildet sind, die einerseits für einen der Aufladung des betreffenden Kondensators
entsprechend dem zwischen den seiden Leitungsadern jeweils gegebenen Potentialunterschied
dienenden Überwachungsstromkreis relativ niederohmig sind, andererseits aber für
die Impulsspannung des Spannungsi'npuls generators sperrend wirken.
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Durch die Erfindung wird in vorteilhafter Weise eine relativ kleine
Zeitkonstante für die Aufladungsvorgänge des Kondensators während der zwischen den
Abfrageimpulsen des Spannungsimpulsgenerators liegenden Pausen erzielt. Aufgrund
dessen können die Abfrageimpulse in schnellerer Folge gegeben und der Schaltvorgang
der Erkennung des Anrufzustandes von Teilnehmerleitungen beschleunigt werden. Trotzdem
aber werden die Abfrageimpulse mittels der erfindungsgemä ss en stromri chtungsabhängigen
Widerstände von den Teilnelmerleitungen ferngehalten.
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Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die
Messtrompfade in erste Gruppen zusammengefasst sind, innerhalb derer jene zusammen
jeweils an einen gemeinsamen Spannungsimpulsgenerator angeschlossen sind. Dadurch
lassen sich die
Spannungsimpulsgeneratoren gemeinsam für jeweils
mehrere Teilnehmerleitungen verwenden.
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Gemäss einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Messtrompfade in zweite Gruppen zusammengefasst sind, innerhalb derer jene -
vorzugsweise über je ein messtrompfadindividuelles Entkopplungshilfsschaltmittel,
s.B. über je einen Hilfsgleichrichter - zusammen jeweils an eine gemeinsame Spannungsmesseinrichtung
angeschlossen sind. Dadurch lassen sich die verwendeten Spannungsmesseinrichtungen
jeweils gemeinsam für mehrere Teilnehmerleitungen verwenden.
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Gemäss einer die beiden zuvor genannten Weiterbildungen der Erwindung
zusammenfassenden Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass Messtrompfade
innenNalb jeder einzelnen der ernten Gruppen nur zu verschledenen zweiten Gruppen
und Messtrompfade innerhalb jeder einzelnen der zweiten Gruppen nur zu verschiedenen
ersten Gruppen gehören. Dadurch lassen sich die Messtrompfade in einer einer grösseren
Anzahl von Teilnehmerleitungen gemeinsamen Abfragematrix anordnen, an deren Zeilenleitungen
die Spannungsimpulsgeneratoren und an deren Spaltenleitungen die Spannungsmesseinrichtungen
angeschlossen sind.
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Eine andere Weiterbildung der Ereindung sieht vor, dass jeder der
in einem leitungsindividuellen Messtrompfad liegenden Kondensatoren einzeln mit
beiden Anschlüssen über einzelne stromrichtungsabhängige Widerstände, z.B. Gleichrichter
an die beiden Adern der jeweiligen Teilnehmerleitung angeschlossen ist. Gemäss dieser
Weiterbildung der Erfindung wird eine Teilnehmereit'mg symmetrisch auf ihren Schleifenzustand
hin überwacht. Diese Weiterbildung der Erfindung eignet sich besonders für einen
Einsatz in einer Schaltungsanordnung gemäss Fig. 1 der bereits genannten DT-OS 2
162 964.
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Gemäss einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
jeder der in einem leitungsindividuellen Messtrompfad liegenden Kondensatoren nur
mit einem seiner beiden Anschlüsse über
einen stromrichtungsabhängigen
Widerstand, z.B. einen Gleichrichter, an eine der beiden Adern der Teilnehmerleitung
und mit seinem anderen Anschluss an den Spannungs.impulsgenerator angeschlossen
ist, der sowohl während der gelieferten Spannungsimpulse als auch während der dazwischenliegenden
Impulspausen einen relativ niedrigen Innenwiderstand aufweist. Eine in dieser Weise
ausgestaltete erfindungsgemässe Schaltungsanordnung zeichnet sich durch den besonders
geringen Aufwand an zu verwendenden Schaltbauteilen aus.
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Eine besondere Ausgeßtsal-tung der zuletzt angegebenen Wei-terbil
dung der Erfindung sieht vor, dass die über den stromrichtungsabhängigen Widerstand,
z.3. den Gleichrichter an den Kondensator im Messtrompfad angeschaltete Ader der
Teilnehmerleitung über einen Tiefpass mit diesem stromrichtungsabhängigen Widerstand,
z.B.
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G10ichrichter verbunden ist. Durch diesen Tiefpass wird der tinfluss
von auf die Teilnehmerleitung übertragenen Störwechselspannungen auf den Messtrompfad
unterdrückt. Diese Weiterbildung der Erfindung ist gemäss einer weiteren Ausfihrungsvariante
in der Weise ausgebildet, dass die über den stromrichtungsabhängigen Widerstand,
z.B. Gleichrichter an den Kondensator im Messtrompfad angeschaltete Ader der Teilnehmerleitung
über einen Tiefpasswiderstand mit dem zuvor genannten stromrichtungsabhängigen Widerstand,
z.B. Gleichrichter verbunden i.st, und dass an. diesen Verbindungspunkt ausserdem
der eine Anschluss eines Tiefpasskondensators angeschaltet ist, dessen anderer Anschluss
jeder ohn.ig mit einem Schaltpunkt konstanten Potentials, vorzugsweise Erdpotentials,
verbunden ist. D:lrch diesen Tiefpasskondensator werden auf eine Teilnehmerleitung
übertrdgene Störwechselspannungen praktisch kurzgeschlossen. - Bei der zuletzt angegebenen
Ausführungsvariante dient der gennante stromrichtungsabhängige Widerstand während
der Dauer jedes der vom Spannungsimpulsgenerator abgegebenen Spannungsimpulse u.a.
auch dazu, einen durch den Spannungsimpuls getriebenen Messtromimpuls über den Messtrompfad
nur zu der jeweiligen Spannungsmesseinrichtung zu führen und ein Abflie.ssen dieses
Messtromes über den Tiefpasskondensator zu verhindern.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nur im
wesentlich zu ihrem Verständnis beitragenden Bestandteilen dargestellt, auf welches
sie jedoch keineswegs beschränkt ist.
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An eine zweiadrige Teilnehmerleitung T ist in an sich bekannter Weise
eine Teilnehmerstation Tn angeschlossen. Die Teilnehmerleitung ist in an sich bekannter
Weise an ein nicht gezeigtes Koppelfeld K angeschlossen. Ausserdem ist die zweiadrige
Teilnehmerleitung über Ruhekontakte p1 und t2 mit einer elektronischen Teilnehmerschaltung
verbunden. Diese Ruhekontakte sind bekanntlich im Ruhezustand und im Anrufzustand
der Teilnehmerleitung geschlossen, dagegen im Gesprächs6ustand geöffnet. Sie gehören
einem nicht gezeigten, der Teilnehmerschaltung zugeordneten Relais anO Die Teilnehmerschaltung
besteht aus einem leitungsindividuellen Teil, der sich von den bereits genannten
Ruhekontakten bis zu den mit "x" und "y" bezeichneten Vielfachpunkten hin erstreckt.
Einer grösseren Anzahl von Teilnehmerschaltungen ist eine Anzahl von Spannungsimpulsgeneratoren,
die jeweils aus den Widerstönden R8, R9 und R10 und aus dem Transistor Tr1 gebildet
sind, und eine Anzahl von Spannungsmesseinrichtungen die jeweils aus den Widerständen
R5, R6, R7, dem Kondensator C3 und dem Transistor Tr2 gebildet sind, zugeordnet.
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Wie nicht in der Zeichnung dargestellt, sind also je mehrere dieser
Spannungsimpulsgeneratoren und je mehrere dieser Spannungsmesseinrichtungen vorgesehen.
An den jeweils demgemäss mehreren ihnen einzeln entsprechenden Vielfachpunkten y
sind Zeilenlietungen einer Matrix angeschaltet. An den mehreren Vielfachpunkten
x sind dementsprechend einzeln Spaltenleitungen dieser Matrix angeschlossen. Jeweils
an dem Kreuzungspunkt zwischen einer Zeilenleitung und einer Spaltenleitung dieser
Matrix liegt zwischen der betreffenden Zeilenleitung und der betreffenden Spaltenleitung
der jeweils einer Teilnehmerschaltung individuell zugeordnete Messtrompfad, der
bei der in der Zeichnung dargestellten Teilnehmerschaltung aus dem Kondensator C1
und dem Gleichrichter G2 besteht. In einer solchen Matrix lassen sici die Nesstrompfade
so
vieler leitungsindividueller Teilnehmerschaltungen zusammenfassen,
wie sich aus dem Produkt der Anzahl von Zeilenleitungen und der Anzahl von Spaltenleitungen,
also aus dem Produkt der Anzahl der vorgesehenen Spannungsimpulsgeneratoren und
der Anzahl der vorgesehenen Spannungsmesseinrichtungen ergibt.
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Wie bereits ausgeführt wurde, ist die in der Zeichnung dargestellte
zweiadrige Teilnehmerleitung T in nicht im einzelnen beschriebener Weise an den
Eingang eines nicht gezeigten Koppelfeldes K angeschlossen, über welches von eineia
anrufenden Teilnehmer gewählte Verbindungen durchgeschaltet werden. Vor einer solchen
Verb;tndungsdurchschaltung ist es jedoch erforderlich, einen anrufenden Teilnenner
zwecks Aufnahme der von ihm abzugebenden Wahlinformationen mit einem freien Wahlempfänger
über das nicht gezeigte Koppelfeld K zu verbinden. Denn aufgrund dieser wahlinformationen
kann die. gewünschte Verbindung erst hergestellt werden. Hierzu ist es also erforderlich,
dass sämtliche Teilnehmerleitungen im Ruhezustand auf einen Ubergang in den Anrufzustand
hin überwacht werden.
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Im Ruhezustand liegt an den beiden Adern jeder der zweiadrigen Teilnehmerleitungen
einerseits Minuspotential über den Widerstand R1 und den Ruhekontakt t1 und Erdpotential
über den Widerstand R2 und den Ruhekontakt t2. Im Ruhezustand einer Teilnehmerleitung
sind shre beiden Adern innerhalb der Teilnehmerstation Tn nicht galvanisch miteinander
verbunden. Ebenfalls besteht keine galvanische Verbindung der beiden Adern reltereinander
vom betreffenden Eingang des Koppelfeldes K her.
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Die zweiadrige Teilnehmerleitung ist ebenso wie in nicht gezeigter
Weise im Gesprächszustand auch im Ruhezustand symmetrisch.
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Hierzu sind die Widerstandswerte der Widerstände R1, R2 und R3 so
bemessen, dass der Widerstandswert des Widerstandes R2 gleich oder nahezu gleich
dem Widerstandswert einer Parallel schaltung der Widerstände RI und R3 ist. Eine
mögliche Wechselspannungsbeeinflussung der Teilnehmerleitung ist durch einen wechselstrommässigen
Kurzschluss mittels des Kondensators C2 von relativ grosser Kapazität unwirksam
gemacht.
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Hebt ein Teilnehmer an seiner Teilnehmerstation in an sich bekannter
Weise den Handapparat ab, so werden in der Teilnehmerstation die beiden Adern der
Teilnehmerleitung miteinander verbunden. Dadurch geht die betreffende Teilnehmerleitung
vom Ruhezustand in den Anrufzustand über. Es ist die Aufgabe der Teilnehmerschaltung,
das Eintreten des Anrufzustandes zu erkennen und zu signalisieren.
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im Ruhezustand der Teilnehmerschaltung, die auch als "Teilnehmeranschlusschaltung"
bezeichnet wird, liegt - wie bereits beschrieben - an der einen Ader der Teilnehmerleitung
Minuspotential über den Widerstand Rl und Erdpotcntial über den Widerstand R2. Es
ist auch möglich, diese Potentiale auf anderem Wege den beiden Adern der zweiadrigen
Teilnehmerleitung zuzuführen, z.B. vom Koppelfeld K her.
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An den aus den Widerständen R8, R9 und R10 und aus dem Transistor
Trl bestehenden Spannungsimpulsgenerator werden e ingngs s e itig, d.h. über die
Klemme E, gegenüber Erdpotential negative S-teuerimpulse angelegt Diese Steuerimpulse
stammen von einen an sich bekannten Rechteckimpulsgenerator, der diese Impulse in
kontinuierlicher Folge erzeugt. Durch diese Steuerimpulse wird der Transistor Trl
des Snannungsimpulsgenerators impulsleise stromdurchlässig. Das Potential am Vielfachpunkt
y ist in den Impulspausen gleich dem über den Widerstand R8 durchgreifenden Minuspotential.
während der Dauer eines Steuerimpulses ist über den Transistor Trl ein aus den beiden
Widerständen R8 und R9 bestehender Spannungsteiler eingeschaltet. Dadurch wird während
der vom Spannungsimpulsgenerator abgegebenen Impulse das Potential am Vielfachpunkt
y jeweils auf eine durch das Spannungsteilerverhältnis der Widerstände R8 und R9
bestimmte Teilspannung angehoben.
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Der Potentialhub entspricht der während der Impulse am Widerstand
R8 abfallenden Teilspannung.
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In der zuvor beschriebenen Weise werden Steuerspannungsimpulse in
hinsichtlich der Gesamtheit der vorgesehenen Spannungsimpuls generatoren zyklischer
Folge an die Eingänge E dieser Spannungsimpulsgeneratoren angelegt. Aufgrund dessen
geben die verschiedenen
Spannungsimpulsgeneratoren in zyklischer
Folge nacheinander Impulse an die ihnen individuell entsprechenden Vielfachpunkte
y ab.
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Im Ruhezustand einer teilnehmerleitung liegt an der mit den Ruhekontakt
t1 verbundenen Ader Minuspotential. Dieses Minuspotential greift über den Widerstand
R3 Zum linken Anschluss des Kondensators T2 durch. Dieses Potential greift über
den relativ hochohmigen Widerstand R4 ausserdem zum linken Anschluss des Kondensators
C1 durch. Ubr den Widerstand R8 und den Vielfachpunkt y liegt ebenfalls an der rechten
Anschlussklemme des Kondensators Cl während der Pausen zwischen den von Spannungsimpulsgenerator
abgegebenen Abfrageimpulse Minuspotential. Im Ruhezustand einer Teilnehmerschaltung
ist also während der Pausen zwischen den vom jeweiligen Spannungsimpulsgenerator
abgegebenen Abfrageimpulse der zugeordnete Kondensator Ci entladen In diesen ZeiträWrn
liegt am oberen Anschluss des Gleichrichters G2 Minuspotential, während auf seinen
unteren Anschluss ein negatives teilpotential vom Widerstand R12 über den Widerstand
R6 durchgreift, welches einer am Widerstand R12 aufgrund Spannungsteilerwirkung
(Widerstände R11 und R12 bilden einen Spannungsteiler) abfallenden Teilspannung
entspricht. In diesen Zeitträumen ist also der Gleichrichter G2 gesperrt und der
Widerstand R6 stromlos. infolgedessen liegt auch an Emitter und Basis des Transistors
Tr2 keine Steuerspannung an. Der Transistor Tr2 ist deshalb stromundurchlässig und
an seinem Ausgang A liegt über den Widerstand R7 Erdpotential. Für die Dauer der
von einem Spannungsimpulsgenerator abgegebenen Impulse tritt am zugeordneten Vielfachpunkt
y jeweils ein Spannungshub auf, der sich über den Kondensator C1 auch auf seinen
mit den Gleichrichtern G1 und G2 verbundenen An&chluss überträgt. Dieser Spannungshub
ist aufgrund entsprechender Festlegung des Spannungsteilverhältnisses der Widerstände
R8 und R9 nur so gross, dass das Potential am Schaltpunkt z in dem zwischen den
Vielfachpunkten y und x verlaufenden Viesstrompfad bei in Ruhezustand befindlichen
Teilnehmer leitungen während der vom Spannungsimpulsgenerabor abgegebenen Abfragimpulse
nicht das Teilpotential am Verbindungspunkt zwischen den Spannungsteilewiderständen
R11 und R12 übersteigt. Bei im
Ruhezustand befindlicher Teilnehmerleitung
bleibt der Gleichrichter G2 in der ihr zugeordneten Teilnehmerschaltung also auch
während der vom jeweiligen Spannungsimpulsgenerator abgegebenen Abfrageimpulse gesperrt.
Ebenso bleibt auch der Transistor Tr2 während der Abfrageimpulse ebenso wie während
der Pausen dazwischen stron-undurchläs 5 ig Über den Ausgang A der Spannungsmesseinrichtung
wird kein Signal abgegeben.
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Wird in der Teilnehmerstation Tn die Teilnehmerleitungsschleife geschlossen,
so werden die beiden Adern der Teilnehmerschaltung huber die beiden RuhekontaRte
t1 und t2 und über die Teilnehmerleitung miteinander verbunden. Der über die Teilnehmerleitungs-Schleife
fliessende Strom fliesst durch die Widerstände RI und R2.
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Am Verbindungspunkt zwischen den Widerständen R1 und R3 stellt sich
ein negatives Teilpotential ein, das sich über den Gleichrichter G1 auch dem Kondensator
C1 mitteilt. Da sich das Potential am Verbindungspunkt zwischen den Widerständen
RI und R3 in positiver Richtung verschiebt, kommt über den Widerstand R3 und den
Gleichrichter Gl ein Ladestromkreis für den Kondensator CI zustande.
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Uber den Widerstand R3 wird ferner der Kondensator C2, der bis dahin
auf die volle Betriebsspannung aufgeladen war, um einen den Spannungs abfall am
Widerstand R1 entsprechenden Teilspannungswert entladen.
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Gemäss der Aufladung des Kondensators CI stellt soh am Schaltpunkt
z ein negatives Teilpotential ein, das der Differenz zwischen der Betriebsspannung
und der am Widerstand R1 abfallenden Teilspannung entspricht. Dies gilt für die
Pausen zwischen den vom jeweiligen Spannungs iinpulsgenerator abgegebenen Abfrageimpulsen.
Während dieser Zeiträume ist also das negative Teilpotential am Schaltpunkt z um
einen dem Spannungsabfall am Widerstand Rl entsprechenden Betrag positiver. Diese
negative -Teilpotential am Schaltpunkt z ist während der genannten Impulspausen
jedoch immer noch negativer als das Teilpotential am Verbindungspunkt zwischen den
Spannungsteilerwiderständen R11 und R12. Folglich bleibt auch der Gleichrichter
G2 während der genannten Impulspausen gesperrt und der Transistor Tr2 stromundurchlässig.
Über den Ausgang A der Spannungsmesseinrichtung
wird noch kein
Signal abgegeben.
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Folgt nun ein Abfrageimpuls, der vom betreffenden Spannungsimpuls
generator über den ihm zugeordneten Vielfachpunkt y abgegeben wird, so erfährt der
Schaltpunkt z in der bereits beschriebenen Weise einen Spannungshub um einen der
an Widerstand R9 abfallenden Teilspannung entsprechenden Betrag. Das Potential am
Schaltpunkt z wird dadurch also für die Dauer eines Abfrageimpulses positiver.
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Es steigt über das Potential am Verbindungspunkt zwischen den Spannungsteilerwiderständen
Ri und R12 an. Dadurch wird der Gleichrichter G2 stromdurchlässig. Durch einen am
Widerstand R6 auftretenden Spannungsabfall wird der Transistor Tr2 über seine Emitter-Kollektor-Strecke
stromdurchlässig Es wird ein Stromkreis iiber den Widerstand R12 und die in diesem
Schaltzustand einander parallelgeschalteten Widerstände R7 und R11 eingeschaltet.
Über den Ausgang A der Spannungsmesseinrichtung wird ein Ausgangssignal abgegeben.
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In der gleichen Weise werden bei Abgabe eines Abfrageimpulses von
einem S-pannungsirapulsgenerator zugleich über die Ausgänge A alle derjenigen Spannungsmesseinrichtungen
Ausgangssignale abgegeben, die ebenfalls über solche Messtrompfade in der matrix
angesteuert werden, die augenblicklich im Anrufzustand befindlichen Teilnehmer leitungen
entsprechen.
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Während einesAbfrageimpulses fliesst also jeweils ein Abfragestrom
über folgenden Stromkreis: Erde, Tr1, R9, y, C1, z, G2, x, R6, R12.
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Die in diesem Stromkreis am Widerstand R6 abfallende Teilspannung
dient der Spannungsmesseinrichtung als Messgrösse. Während eines Abfrageimpulses
bewirkt der bereits erläuterte Spannungshub am Schaltpunkt z ausserdem, dass sein
Potential positiver wird als das Potential am Verbindungspunkt zwischen dem Gleichrichter
Gl und dem Kondensator C2. Dadurch wird der Gleichrichter G1 während der Dauer der
Abfrageimpulse gesperrt. Der Abfragestromkreis ist also vom Kondensator C2 getrennt.
Ebenfalls ist die Teilnehmerleitung
vom Abfragestromkreis während
der Dauer der Abfrageimpulse getrennt. - Der Widerstandswert des Widerstandes R4
ist sehr hoch bemessen, so dass der während der Abfrageimpulse über ihn fliessende
Strom vernachlässigbar klein ist. Nach Beendigung eines Abfrageimpulses kehrt das
Potential am Vielfachpunkt y wieder auf die Wert der Minusklemme der Betriebsspannungsquelle
zurück. Dieser negative Spannungshub am Viel£achpunk-t y teilt sich über den Kondensator
CI auch dem Schaltpunkt z mit. Aufgrund einer geringfügigen Aufladung des Kondensators
C1 während der Dauer des vergangenen Abfrageimpulses sinkt das Potential am Schaltpunkt
z auf einen Wert ab, der negativer ist als das Potential am Verbindungspunkt zwischen
dem Kondensator C2 und dem Widerstand R3. Dadurch wird. der Gleichrichter G1 stromdurchlässig
und der Kondensa-tor C1 wird über die Widerstände R1 und R3, über den Gleichrichter
G1 und über den Widerstand R8 entladen. In diesem Zusarmenhang ist die Tatsache
beachtlich, dass der Kapazitätswert des Kondensators C2 wesentlich höher gewählt
ist als der Kapazitätswert des Kondensators C1. An dem genannten Entladungsvorgang
des Kondensators C1 ist also zusätzlich der Kondensator C2 beteiligt, wodurch der
Entladungsvorgang-des Kondensators C1 zusätzlich beschleunigt wird.
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In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung
keineswegs darauf beschränkt ist, dass der Kondensator CI während der Abfrageimpulse
aufgeladen und jeweils am Anfang der daran anschliessenden Impulspause entladen
wird. Durch entsprechende Abwandlung der Schaltungsanordnung ist es auch möglich,
den Aufladungsvorgang durch einen Entladungsvorgang und den Entladungsvorgang durch
einen Aufladungsvorgang zu ersetzen. Ebensogut ist es auch möglich, beide Vorgänge
durch entsprechende Umladungsvorgänge zu ersetzen. Hierzu bedarf es bekanntlich
lediglich einer entsprechend anderen Wahl der in den erläuterten Stromkreisen wirksamen
Potentiale.
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Der bisher nicht beschriebene Kondensator C3 am Eingang jeder der
Spannungsmesseinrichtungen dient zur Unterdrückung von induktiv oder kapazitiv übertragenen
Störspannungen auf die beschriebenen Stromkreise.
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Nachdem auf die zuvor beschriebene Weise der Anrufzustand einer Teilnehmerleitung
aufgrund des jeweils angesteuerten Spannungsimpulsgenerators und aufgrund des jeweils
empfangenen Ausgangssignales über einen Ausgang A erkannt worden ist, wird auf im
einzelnen nicht gezeigte und beschriebene Weise die betreffende Teilnehmerleitung
über das Koppelfeld K mit einer freien Wahlaufnahmeeinrichtung verbunden, Zugleich
werden auf nicht gezeigte Weise die Kontakte t1 und t2 betätigt. Dadurch wird die
Teilnehmerleitung von der ihr zugeordneten Teilnehmerschaltung abgetrennt, während
der Abfrageimpulse fliesst nunmehr über den zugeordneten Messtrompfad kein Messtrom
mehr. Folglich gibt auch die betreffende Spannungsmesseinrichtung weiterhin kein
Ausgangssignal mehr ab, wenn al die entsprechende Zeilenleitung weitere Abfrageimpulse
zu dem betreffenden Messtrompfad hin abgegeben werden.
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Die jeweils an gleichen Zeilenleitungen und somit an gleichen Spannungsimpulsgeneratoren
liegenden Messtrompfade bilden also erste Gruppen, wohingegen die an gleichen Spaltenleitungen
und somit an gleichen Spannungsmesseinrichtungen liegenden Strompfade zweite Gruppe
bilden. Der auch als "Hilfsgleichrichter" bezeichnete Gleichrichter G2 dient in
jeder der Spaltenleitungen zur Entkopplung der Messtrompfade in jeder der zweiten
Gruppen untereinander.
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Der Kondensator C2 und der Widerstand R3 stellen gemeinsam einen Tiefpass
dar. Es sei darauf hingewiesen, dass dieser Tiefpass auch auf bekannte andere Weise
realisiert werden kann.
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Der bereits erwähnte, relativ hochohmige Widerstand R4 dient dazu,
dass während der Dauer einer Unterbrechung der Abfrage, während der die zwischen
den Widerständen R12 und R6 gestrichelt dargestellte Verbindung aufgetrennt ist,
der Kondensator C1 seinen dem Ruhezustand der Teilnehmerleitung entsprechenden spannungslosen
Zustand beibehält. Anderenfalls, also wenn der Widerstand R4 nicht vorgesehen ware,
könnte der Kondensator C1 aufgrund vagabundierender Ströme unkontrolliert eine Ladung
erhalten, die bei Wiedereinschaltung der Abfrage (Steuerspannungimpulse über die
Eingänge E
der Spannungsimpulsgeneratoren) falsche Ergebnisse über
die Spannungsmesseinrichtungen liefern könnte.
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Es sei auch noch auf die Möglichkeit hingewiesen, die in der Zeichnung
dargestellte Schaltungsanordnung in ähnlicher Weise symmetrisch aufzubauen, wie
es durch die Offenlegungsschrift 2 162 964 bereits bekannt ist. In diesem Falle
ist jeder der leitungsindividuellen Kondensatoren Cl einzeln mit beiden Anschlüssen
über zwei einzelne Gleichrichter, die in ihrer Wirkungsweise jeweils dem Gleichrichter
C? zu entsprechen hätten, an die beiden Adern der jeweiligen Teilnehmerleitung gegebenenfalls
über entsprechende Widerstände und/oder entsprechende Ruhekontakte anzuschliessen.
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9 Patentansprüche 1 Figur