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DE2542157A1 - Verfahren zur herstellung eines halogenhaltigen kupferphthalocyaninpigments - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines halogenhaltigen kupferphthalocyaninpigments

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Publication number
DE2542157A1
DE2542157A1 DE19752542157 DE2542157A DE2542157A1 DE 2542157 A1 DE2542157 A1 DE 2542157A1 DE 19752542157 DE19752542157 DE 19752542157 DE 2542157 A DE2542157 A DE 2542157A DE 2542157 A1 DE2542157 A1 DE 2542157A1
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DE
Germany
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copper
acid
salt
halogen
pigment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752542157
Other languages
English (en)
Inventor
Ronald Lancelot Sweet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE2542157A1 publication Critical patent/DE2542157A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B47/00Porphines; Azaporphines
    • C09B47/04Phthalocyanines abbreviation: Pc
    • C09B47/06Preparation from carboxylic acids or derivatives thereof, e.g. anhydrides, amides, mononitriles, phthalimide, o-cyanobenzamide
    • C09B47/061Preparation from carboxylic acids or derivatives thereof, e.g. anhydrides, amides, mononitriles, phthalimide, o-cyanobenzamide having halogen atoms linked directly to the Pc skeleton

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
Dipl-lng. P. WIRTH · Dr. V. SCHMIED-KOWARZIK D!pl.-Ing. G. DANNENBERG · Dr. P. WEINHOLD · Dr. D. GUDEL
281134 6 FRANKFURT/M.
TELEFON (OBI» 287Q]4 Ga ESCHENHEIMER STR.
Wd/Sch/ki
Case SWEET PG-1811 19. September 1975
E. I. DuPont de Nemours and Company-Wilmington / Delaware / USA
Verfahren zur Herstellung eines halogenhaltigen Kupferphthalocyaninpigments
60 9*14/1110
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen Kupferphthalocyaninpigmenten.
Kupferphthalocyaninpigmente sind bekannt und sind bereits nach verschiedenen Verfahren hergestellt worden. In den U.S.-Patentschriften 2 365 464, 2 799 594, 2 805 957 und 3 717 493 werden beispielsweise Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen Kupf erphthato cyaninpigmente beschrieben.
Bei der Mehrzahl der bekannten Herstellungsverfahren werden Phthalsäureanhydrid, Harnstoff, eine Kupferquelle, z.B. Kupferchlorid, Kupferbromid, Kupfersulfat oder elementares Kupfer, und ein Katalysator, z.B. molybdänhaltige Verbindungen, wie Molybdän-VI-oxyd und Ammoniummolybdat, Antimonoxyd, Zirkoniunrtetrachlorid und Titantetrachlorid, miteinander umgesetzt. Bei dem bekanntesten und am häufigsten angewendeten Verfahren wird Phthalsäureanhydrid mit wasserfreiem Kupfer-II-chlorid und Harnstoff unter Verwendung eines Katalysators , wie Ammoniummolybdat, in einem Medium aus gesättigtem Kohlenwasserstoff umgesetzt. Es ist bekannt, daß Kupf erphinalo cyaninp i gment e dazu neigen, in vielen Kohlenwasser stoff lösungsmitteln, besonders in aromatischen Lösungsmitteln, Kristalle zu bilden, womit ein Verlust an Färbekraft verbunden ist. Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden dem Pigment kleine Mengen Chlor, gewöhnlich etwa 3 bis 6 Gew.-%, d.h. etwa 1/2 bis 1 Chloratom pro Srthalocyaninmolekül, zugegeben.
Bei der hauptsächlichen Herstellung von Phthalocyaninpigmenten, die kleine Chlormengen enthalten, wird so vorgegangen, daß der Reaktionsmischung ein Mono alkalimetall salz von 4-Chlorphthalsäure oder, seltener, die freie Säure selbst zugegeben wird, Das Alkalisalz von 4-Chlorphthalsäure wird herkömmlicherweise hergestellt, indem Phthalsäureanhydrid in einer basisch» wässrigen Lösung chloriert wird. Das erhaltene ausgefällte Alkalisalz von 4-Chlorphthalsäure wird durch
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Filtrieren abgetrennt und wird danach dem Reaktionsmedium für die Phthalocyaninherstellung zugegeben.
Schwierigkeiten ergeben sich bei der Abtrennung und anschliessenden Verwendung der Alkalisalze von 4-Chlorphthalsäure, da sie in Wasser recht löslich sind, und zwar so stark, daß eine gesättigte wässrige Lösung des Mononatriumsalzes von 4-Chlorphthalsäure etwa 9 1/2 Gew.-% und eine Lösung des Monokaliumsalzes 5 Gew.-% enthält. Wegen der hohen Löslichkeit dieser Salze war es bisher üblich, die Alkalimetallsalze von 4-Chlorphthalsäure vor dem Filtrieren "auszusalzen", indem große Mengen anorganischer Salze, wie Natriumchlorid und Kaliumchlorid, zugegeben wurden. Nach dem Filtrieren kann das 4-Chlorphthalsalz dann mit Salzwasser gewaschen werden, um die Verunreinigungen zu entfernen, oder es kann ohne Waschen abgezogen werden, wonach dann der Filterkuchen getrocknet werden kann. Während des Filtrierens, ob mit oder ohne Waschstufe, gehen größere Mengen des 4-Chlorphthalsalzes in dem Filtrat verloren. Außerdem enthält der Filterkuchen große Mengen, z.B. bis zu etwa 40 Gew.-% (Trockenbasis), an Natrium- oder Kaliumchlorid, die anschließend zusammen mit dem Alkalisalz von 4-Chlorphthalsäure in die Phthal cyaninherStellungsmischung gelangen.
Wenn das Phihalocyaninpigment in einem organischen Lösungsmittel, z.B. gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder Halogen-substituierten aromatischen Kohlenwasserstoffen, hergestellt wird, besteht ein übliches Verfahren zum Abtrennen des Pigments nach der Herstellung darin, die Pigmentauf schlämmung mit einer konzentrierten Säure, meistens Schwefelsäure, in Kontakt zu bringen, wobei das Pigment von dem organischen Lösungsmittel in die Säure überwechselt· Die Lösungsmittelphase kann dann durch Abdekantieren abgetrennt werden,und die Säurephase kann in Wasser gegeben (gewässert)* werden, damit das Phthalocyanin ausfällt. Wenn bei dem Abtrennverfahren eine Säuremenge verwendet wird, die nicht ausreicht, um das Phthalocyanin vollständig zu lösen, erhält man bei dem
* ("drowned")
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anschließenden Wässern ein rohes Phthalocyanin, das noch weiter behandelt werden muß, z.B. durch Mahlen oder Kugelmahlen, um ein Produkt mit optimalen Pigmentqualitäten, d.h. mit kleiner Teilchengröße, zu erhalten. Um eine weitere Behandlung unnötig zu machen, wird meistens ein Überschuß an Schwefelsäure verwendet, um eine vollständige Lösung des Phthal cyanins und die Bildung eines geeigneten Pigmentprodukts beim Wässern der sauren Lösung sicherzustellen.
Bei beiden Verfahrensarten reagieren die anorganischen Halogenidsalze, die von der Abtrennung des Monoalkalisalzes von 4-Chlorphthalsäure herrühren, mit der Säure und setzen Halogenwasserstoffgas frei , das vor dem Verwerfen neutralisiert werden muß. Bei Verfahren, welche mit großen Säuremengen arbeiten, ist die Haigenwasserstoffmenge recht hoch, was zum Verbrauch von großen Säuremengen und zu einem ernsthaften Schaumproblem führt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von halogenhaltigen Phthalocyaninpigmenten, bei dem der Verlust von halogenhaltigen Phthalsäuresalzen während des Abtrennens und die Bildung von Chlorwasserstoffgas während des Wässerns der Säure-Pigment-Aufschlämmung praktisch ausgeschaltet werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Herstellung eines halogenhaltigen Kupferphthalocyaninpigments, das die folgenden Stufen umfaßt:
I) Umsetzen einer Mischung von Phthalsäureanhydrid, Harnstoff, einer anorganischen Kupferquelle, einem Katalysator und einer Quelle von halogenhaltiger Phthalsäure in einem organischen Lösungsmittel, um ein halogenhaltiges Kupferphthalocyaninpigment zu bilden,
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II) In-Kontakt-Bringen der Reaktionsmischung der Stufe I) mit einer konzentrierten Säure,
III) Abtrennen des organischen Lösungsmittels von der konzentrierten Säure der Stufe II), und
IV) Wässern der Säure der Stufe III), um das halogenhaltige Kupferphthalocyaninpigment auszufällen,
und das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Quelle für die halogenhaltige Phthalsäure ein wasserlösliches Kupfer-II-SaIz der halogenhaltigen Phthalsäure verwendet wird.
Das Nicht-Schäumen bei dem beschriebenen Verfahren wird hauptsächlich auf die Verwendung des Kupfer-II-Salzes einer halogenhaltigen Phthalsäure, das in wässrigen Medien praktisch nicht löslich ist, zurückgeführt. Infolge der Unlöslichkeit dieser Salze entfällt die Notwendigkeit, dem wässrigen Herstellungsmedium anorganische Halogenidsalze zuzugeben, um das Phthalatsalz auszufällen, wie es bei dem herkömmlichen Verfahren unter Verwendung von Alkalimetallsalzen von halogenhaltigen Phthalsäuren notwendig ist. Die Anwesenheit von anorganischen Halogenidsalzen, welche die Alkalimetallsalze von halogenhaltigen Phthalsäuren verunreinigen und mit der Säure reagieren können, um Halogenwasser stoff gas zu bilden, entfällt also bei dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß das Kupferion des Kupfer-II-Salzes einer halogenhaltigen Phthalsäure bei der Herstellung des halogenhaltigen Kupferphiäialocyaninpigments als Teil- oder Gesamtkupferquelle verwendet wird. Die Menge der anorganischen Kupferquelle kann daher im stöchiometrischen Verhältnis zu der Menge des verwendeten Kupfer-II-Salzes der halogenhaltigen Phthalsäure entsprechend gesenkt werden oder ganz entfallen.
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Das Kupfer-II-Salz wird auch als Quelle des Phthalatanteils bei der Phthallocyaninher stellung verwendet und kann als solche das Phthalsäureanhydrid ganz oder teilweise ersetzen. Die Menge an Kupfer-II-Salz der halogenhaltigen Phthalsäure, die bei der Herstellung des Erthalocyaninpigments verwendet wird, hängt in erster Linie davon ab, welche Halogenmenge in dem endgültigen Pigment gewünscht wird. Im allgemeinen beträgt das Molverhältnis von Kupfersalz der halogenhaltigen Phthalsäure zu Phthalsäureanhydrid von etwa 1 : 3» wobei man ein Monohalogenkupferphthalocyanin erhält, bis etwa 1:7» wobei man ein Kupferphrthalocyaninpigment erhält, das im Durchschnitt 1/2 Halogenatom pro Pigmentmolekül enthält. Auf jeden Fall kann das geeignete Verhältnis von Kupfer-II-Salz der halogenhaltigen Phthalsäure zu Phthalsäureanhydrid aufgrund des gewünschten Halogengehalts des hergestellten Kupferphthalocyaninpigments stöchiometrisch berechnet werden, einschließlich der Fälle, wo das Kupfer-II-Salz von halogenhaltiger Phthalsäure ausschließlich, d.h. ohne Phthalsäureanhydrid, verwendet wird, um das entsprechende halogenhaltige KupferphthaLocyaninpigment herzustellen. Wenn beispielsweise das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure ausschließlich verwendet wird, erhält man Tetrachlorkupferphthalocyanin.
Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete organische Lösungsmittel, das anorganische Kupfersalz, der Katalysator und die konzentrierte Säure sind bekannt. Als organische Lösungsmittel werden am häufigsten gesättigte Kohlenwasserstofflösungsmittel und Halogen-substituierte aromatische Lösungsmittel verwendet.
Bei der anorganischen Kupferquelle, die bei der Kupferphthalocyaninherstellung das Kupferion liefert, kann es sich um ein anorganisches Kupfersalz, z.B. Kupfersulfat und Kupferhalogenid, oder um elementares Kupfer oder Mischungen von diesen handeln.
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Für das erfindungsgemäße Verfahren sind viele verschiedene Katalysatoren geeignet. Am häufigsten werden anorganische molybdänhaltige Verbindungen, wie Molybdänoxyde, Ammoniummolybdat, Molybdänsäure und Phospho-molybdänsäure verwendet; weniger häufig werden Antimonoxyd, Zirkoniumtetrachlorid und Titantetrachlorid verwendet.
Die Hauptanforderung an die konzentrierte Säure, die zum Extrahieren des halogenhaltigen Kupferphthalocyaninpigments aus dem organischen Lösungsmittel, das bei der Herstellung als Reaktionsmedium dient, verwendet wird, besteht darin, daß die konzentrierte Säure mit dem organischen Lösungsmittel im wesentlichen nicht mischbar ist und daß sie das halogenhaltige KupferphthaUocyaninpigment ausreichend gut löst, damit der größte Teil des Pigments aus dem organischen Lösungsmittel extrahiert wird. Da halogenhaltige Kupferphthalocyaninpigmente im besonderen und PhthäLocyaninpigmente allgemein nur in relativ wenigen Säuren - abgesehen von Schwefelsäure löslich sind, wird aus Gründen der Verfügbarkeit und der Wirtschaftlichkeit in kommerziellen Verfahren praktisch ausschließlich Schwefelsäure verwendet und auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt.
Zu den für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Kupfer-II-Salzen von halogenhaltigen Phthalsäuren zählen die Kupfersalze der chlorhaltigen Phthalsäuren mit einer relativ schlechten Wasserlöslichkeit, z.B. das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure, und die entsprechenden Kupfersalze von bromierten und fluorierten Phthalsäuren.
Die Kupfer-II-Salze von halogenhaltigen Phthalsäuren können durch Umsetzen einer halogenhaltigen Phthalsäure oder eines Monoalkalimetallsalzes von dieser mit einer Kupfer-II-Ionenquelle in einer wässrigen Lösung hergestellt werden. Die freien Säuren oder deren Alkalimetallsalze, aus welchen die entsprechenden Kupfersalze hergestellt werden, sollten in wässrigen Medien ausreichend löslich sein, um eine vollständige
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Umsetzung der Kupferionenquelle sicherzustellen. Um eine vollständige Ausfällung des Produkts ohne Verunreinigung durch anorganische Salze zu gewährleisten, sollten die erhaltenen Kupfer-II-Salze von halogenhaltigen Phthalsäuren vorzugsweise praktisch unlöslich in Wasser sein.
Als Quelle für die Kupfer-II-Ionen kann jedes anorganische Kupfersalz, z.B. Kupfersulfat, Kupfer-II-halogenid, Kupfer-II-acetat und Kupfer-II-nitrat oder Mischungen von diesen, das in einem wässrigen Medium löslich ist und die Herstellung oder Abtrennung des Kupfersalzes der halogenhaltigen Phthalsäure nicht beeinträchtigt, verwendet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein chlorhaltiges Kupferphthalοcyaninpigraent hergestellt, indem das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure mit einer Mischung von Phthalsäureanhydrid, Harnstoff, Kupfer-I-ciilorid und einer katalytisch wirksamen Menge von Molybdänoxyd in einem gesättigten Kohlenwasserstofflösungsmittel, z.B. Kerosin, umgesetzt wird. Die bei der Herstellung des Salzes verwendete 4-Chlorphthalsäure kann nach jedem der bekannten Verfahren hergestellt werden. Das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure wird hergestellt, indem 4-Chlorphthalsäure in einem wässrigen Medium bei einem pH-Wert zwischen etwa 3,3 und 4,3 mit einer Kupfer-II-Ionenquelle, wie CuSO^.5H2O, umgesetzt wird. Der bevorzugte pH-Bereich bei der Reaktion beträgt etwa 3»4 bis 3,5, um die höchste Ausbeute an Kupfer-II-Salz zu erhalten. Eine größere Abweichung von diesem pH-Bereich bewirkt eine wesentliche Verringerung der Ausbeute an Kupfer-II-Salz. Im Fall eines pH-Werts von mehr als etwa 4,3 findet eine Ausfällung von Kupferhydroxyd statt, wodurch das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure, das bei diesem pH-Wert gebildet worden ist, verunreinigt wird und wodurch die Ausbeute an Kupfer-II-Salz wesentlich verringert wird.
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Das Kupfer-II-Salz, das aus dem Reaktionsmedium ausgefällt wird, kann durch Filtrieren abgetrennt und mit Wasser von Verunreinigungen freigewaschen werden, ohne daß dabei ein wesentlicher Verlust an Produkt auftritt, da das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure in einer gesättigten wässrigen Lösung bei 25°C lediglich bis zu einem Umfang von etwa 0,095 Gew.-56 löslich ist. Der erhaltene Filterkuchen kann getrocknet oder gegebenenfalls entwässert werden, indem aus dem für die anschließende Herstellung des Kupferphthal ocyanins verwendeten Lösungsmittelmedium Wasser als Überkopffraktion entfernt wird. Da es nicht notwendig ist, anorganische Salze, z.B. Kalium- oder Natriumchlorid, zuzugeben, um das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure auszufällen, enthält das abgetrennte Produkt kein zusätzliches anorganisches Salz, das bei Umsetzung mit der Säure, die in den anschließenden Stufen der Kupferphthalocyaninherstellung verwendet wird, Chlorwasserstoffgas bilden kann. Das Kupfer-II-Ion des Kupfer-II-Salzes wird im übrigen anschließend auch als Kupferquelle bei der Kupferphthalocyaninherstellung verwendet.
Das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure kann entweder allein oder zusammen mit einer Säure in das Reaktionsmedium für die Herstellung von Kupf erphthalocyanin gegeben werden. Um eine gleichmäßige Verteilung der 4-Chlorphthalsäure in der Aufschlämmung und eine glatt verlaufende Reaktion zu erreichen, wird es im allgemeinen vorgezogen, der Reaktionsaufschlämmung eine Säure zuzugeben. Zu diesem Zweck kann jede starke Mineralsäure, z.B. HCl, Jede starke organische Säure, z.B. p-Toluolsulfonsäure, oder jedes sauer reagierende Salz, z.B. Ammoniumchlorid, oder ein saures Salz einer starken zwei- oder dreibasischen Säure, wie Natriumhydrogensulfat und Natriumdihydrogenphosphat, verwendet werden.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der vorliegenden Erfindung. Wenn nicht anders angegeben, sind die darin genannten Teile und Prozente auf das Gewicht bezogen.
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Beispiel 1
Das 4-Chlorphthalsäureanhydrid wird nach dem bekannten, von T.S. Moore et al. in J.Chem.Soc., IJjJ 1786-91 (1921) beschriebenen Verfahren hergestellt. Das Anhydrid wird durch Destillation gemäß dem von Bansho et al., Tokyo Kogyo Sh. Kensk. Hokoku 5J5 (4), 158-64 (1961), Chemical Abstracts 62:16O9 j beschriebenen Verjähren isoliert, wonach es dann zu der Säure hydrolysiert wird. Die erhaltene 4-Chlorphthalsäure hat einen Schmelzpunkt von 148°C, und durch Analyse wird ein Chlorgehalt von 18,0 %, verglichen mit dem berechneten Wert von 17,7 %, ermittelt.
Zu einer Lösung von 4,01 Teilen der oben zubereiteten 4-Chlorphthalsäure in 50 Teilen Wasser werden 6,0 Teile CuSO^* 5H,,0 in 50 Teilen Wasser gegeben. Der pH-Wert der erhaltenen Lösung wird durch Zugabe von NaOH auf 3,45 eingestellt. Das ausgefällte Produkt wird 4 Stunden lang bei 50°C gerührt. Nach dem Abkühlen der Produktaufschlämmung auf Zimmertemperatur wird das Produkt durch Filtrieren abgetrennt, mit Wasser bis zu einem spezifischen Widerstand von 6OOO 0hm gewaschen und darin getrocknet. Man erhält 5,02 Teile (Ausbeute 97 %) des Kupfer-II-Salzes von 4-Chlorphthalsäure.
Das Kupfer-II-Salz wird analysiert, und es wird gefunden, daß es 22,0 % Cu und 13,5 % Cl (berechnet: 24,2 % Cu und 13,53 % Cl) enthält. Das Röntgenstrahlen-Diffraktionsmuster zeigt hauptsächliche Interplsnarabstände von 14,5 Ä und sehr viel kleinere InterpTaiarabstände von 7,0, 4,8, 4,6, 3,9, 3,8 und 2,7 S.
Beispiel 2
Zu 53 Teilen Wasser werden 11,8 Teile einer 50#igen wässrigen Lösung von Natriumhydroxyd,gegeben, wonach dann 5,5 Teile Phthalsäureanhydrid dazugegeben werden. Die Lösung wird Minuten lang gerührt und anschließend auf etwa 6 bis 100C abgekühlt.
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Im Verlauf von 4 Stunden werden 7 Teile Chlorgas zu der Lösung gegeben. Die erhaltene Lösung wird dann 30 Minuten lang gerührt, wonach der pH-Wert etwa 4,4 bis 4,7 beträgt. Nun werden im Verlauf von 1 Stunde 3,6 Teile 98%iger Schwefelsäure zugegeben, und die Lösung wird weitere 3 Stunden gerührt. Nach Ablauf dieser Zeit hat die Lösung einen pH-Wert von etwa 2.0.
Zu der obigen Mischung des Natriumsalzes von 4-Chlorphthalsäure werden 6,5 Teile Kupfersulfat-pentahydrat (CuSO.·5HpO) gegeben. Die Lösung wird dann 60*Minuten lang gerührt, umeine vollständige Lösung des CuSO^*5H^O sicherzustellen. Der pH-Wert der erhaltenen Lösung wird mit einer Natriumhydroxydlösung auf etwa 3,40 bis 3,45 eingestellt, und die Lösung wird 30 Minuten lang gerührt. Das Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure, das aus der obigen Lösung ausgefällt wird, wird durch Filtrieren abgetrennt und mit Wasser bis zu einem spezifischen Widerstand von 600 Ohm gewaschen.
Das Kupfer-II-Salz wird dann analysiert, und es wird gefunden, daß es praktisch das gleiche Röntgenstrahlen-Diffraktionsmuster wie das Kupfer-II-Salz des Beispiels 1 aufweist.
Beispiel 3
Das im Beispiel 2 hergestellte Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure wird in Form eines nassen Preßkuchens zu 45,5 Teilen desodoriertem Kerosin gegeben. Die erhaltene Aufschlämmung wird entwässert, indem das Wasser bei einer Temperatur von 1100C über Kopf entfernt wird. Der erhaltenen entwässerten Aufschlämmung werden 110 Teile desodoriertes Kerosin, 0,05 Teile Dibutyl-p-cresol, 40 Teile Harnstoff, 2,13 Teile Kupfer-I-chlorid, 0,18 Teile Molybdänoxyd (MoO3), 21 Teile Phthalsäureanhydrid und 1,25 Teile Ammoniumchlorid zugegeben. Die Aufschlämmung wird dann im Verlauf von 4 1/2 Stunden auf 2000C erhitzt und 2 Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Danach wird sie auf 30°C abgekühlt, ' ■
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und dann wird das darin gebildete rohe, halogenhaltige Kupferphthalcyaninpigment aus dem Reaktionsmedium in 223 Teile 98%ige Schwefelsäure gespült. Die erhaltene Phthalocyaninpigmentlösung in Schwefelsäure wird dann unter starker Turbulenz in Wasser gegeben,um das halogenhaltige Kupferphthalcyaninpigment in Pigmentform auszufällen; praktisch der Gesamtteil davon wird in der a-I-Phase gewonnen.
Das Pigment wird dann durch Erhitzen in Perchloräthylen in Anwesenheit eines oberflächenaktiven Mittels mit quartärer Ammoniumgruppe(n) gemäß dem in der U.S.-Patentschrift 3 717 493 beschriebenen Verfahren behandelt. Nachdem das Perchloräthylenlösungsmittel entfernt worden ist, wird das Pigment durch Filtrieren und Waschen gewonnen. Das gereinigte Pigment wird analysiert, und es wird gefunden, daß es 3,9 % Chlor enthält.
Beispiel 4
In ein Reaktionsgefäß, das mit einem Rückflußkühler und einer äußeren Erhitzungsvorrichtung ausgestattet ist, werden unter starkem Rühren die folgenden Bestandteile gegeben:
Teile
Kupfer-II-Salz von 4-Chlorphthalsäure 7,49
Phthaisäureanhydrid 22,00
Harnstoff 40,00
Kupfer-I-chlorid 2,04
Molybdänoxyd 0,12
Ammoniumchlorid 1,19
Desodoriertes Kerosin 156,00
Die Mischung wird im Verlauf von 3 Stunden unter Stickstoff auf 1950C erhitzt und unter starkem Rühren 2 Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Nachdem die Mischung auf 900C abgekühlt worden ist, werden langsam 77 Teile 98%iger H
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zugegeben. Die Mischung wird dann 5 Minuten lang gerührt, und man läßt sie 30 Minuten stehen, damit sie sich setzt. Durch Abdekantieren wird dann die Kerosinschicht von der hoch-viskosen HpSO^-Schicht getrennt, wonach die HpSO^-Schicht zu 1000 g Eis gegeben und mit Wasser auf 2000 ecm verdünnt wird. Die erhaltene wässrige Aufschlämmung wird auf 95 C erhitzt und 15 Minuten lang auf dieser Temperatur gehalten. Durch Zugabe von NaOH wird der pH-Wert der Aufschlämmung auf 10,5 - 11»5 eingestellt, und die Aufschlämmung wird dann unter Rühren 2 Stunden lang auf 90 - 95°C erhitzt. Das erhaltene Produkt wird durch Filtrieren abgetrennt, mit Wasser frei von löslichen Salzen gewaschen und unter Vakuum bei 120 - 1300C getrocknet. Die Ausbeute an chlorhaltigem Kupferphthaloeyaninrohprodukt beträgb 22,6 Teile. Das rohe Produkt wird nach herkömmlichen Verfahren gereinigt, und bei dem gereinigten Produkt wird durch Analyse ein Chlorgehalt von 3,64 % ermittelt.
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Claims (1)

Patentansprüche ;
1. Verbessertes Verfahren zur Herstellung eines halogenhaltigen Kupferphthalocyaninpigments, das die folgenden Stufen umfaßt:
I) Umsetzen einer Mischung von Phthalsäureanhydrid, Harnstoff, einer anorganischen Kupferquelle, einem Katalysator und einer Quelle von halogenhaltiger Phthalsäure in einem organischen Lösungsmittel, um ein halogenhaltiges Kupferphthalocyaninpigment in Lösung zu bilden,
II) In-Kontakt-Bringen der Reaktionsmischung der Stufe I) mit einer konzentrierten Säure,
III)Abtrennen des organischen Lösungsmittels von der konzentrierten Säure der Stufe II), und
IV) Wässern der Säure der Stufe III), um das halogenhaltige Kupferphthalocyaninpigment auszufällen,
dadurch gekennzeichnet, daß als Quelle für die halogenhaltige Phthalsäure ein wasserlösliches Kupfer-II-Salz der halogenhaltigen Phthalsäure verwendet wird.
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