DE2541983A1 - Verfahren zum ausdampfen der auskleidung eines industrieofens - Google Patents
Verfahren zum ausdampfen der auskleidung eines industrieofensInfo
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Description
- VERFAHREN ZUM AUSDAMPFEN DER AUSKLEIDUNG EINES INDUSTRIEOFENS
- Der Wirtschaftlichkeit halber wird die für einen Industrieofen bestimmte keramische Auskleidung nicht in einer besonders hierfür eingerichteten Fertigungsanlage gebrannt, sondern im zugehörigen Industrieofen selbst, bei dessen erstem Anfahren. Häufig ist ein solcher Industrieofen, etwa ein Zementdrehrohrofen, konstruktiv wenig geeignet zum gleichmäßigen rrwärmen der feuerfesten Auskleidung beim ersten Anfahren. Es läßt sich nicht vermeiden, daß ein Teil der Auskleidungs-Innenfläche besonders rasch aufgeheizt wird.
- Die Innenfläche glasiert dort, bevor das physikalisch gebundene Anmachwasser restlos ausdampfen konnte. Beim weiteren Aufheizen entstehen Dampfblasen im Inneren einer solchen Auskleidung, wodurch deren dort noch plastisches Gefüge zerstört wird.
- 1Jm das zu vermeiden, ist es aus der deutschen Patentschrift 1 558 588 bekannt, die Auskleidung im Industrieofen vor dem Anheizen zu perforieren. Jedoch bewirken die dadurch erzeugten Ausdampfkanäle eine Schwächung des späteren Verfahrensprodukts und können daher nicht in beliebig kleinem Rastermaß eingebracht werden. Außerdem kommunizieren diese Ausdampfkanäle nicht miteinander. Beides hat ein noch immer unvollständiges Ausdampfen bei Beginn des Anheizvorganges zur Folge, so daß beim weiteren Aufheizen Dampfnester im Auskleidungsmaterial zurückbleiben können und dann Ausschuß produziert wird.
- Zur Vermeidung dieses Mangels bei einem Verfahren zum Ausdampfen der feuerfesten monolithischen Auskleidung eines Industrieofens bei seinem ersten Anfahren, durch Bildung von Ausdampfkanälen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß auf der Innenfläche des metallischen Ofenmantels Hanfseile ausgelegt und durch Klebestreifen oder Haftkleber auf organischer Basis fixiert werden, wonach in an sich bekannter Weise die monolithische Auskleidung aufgeschichtet und perforiert und zuletzt der Ofen angeheizt werden.
- Während des Aufstampfens oder Aufspritzens und noch in der ersten Phase des Aufheizens wirken die Hanfeinlagen wie Dochte, welche das physikalisch gebundene Anmachwasser der monolithischen Auskleidung begierig entziehen und es im äußersten Bereich der Auskleidung festhalten, welcher zuletzt erwärmt wird, wenn die Auskleidung schon so weit verfestigt ist, daß sie durch Dampfspannungen nicht mehr gesprengt werden kann.
- Dies erst recht, wenn in Weiterbildung der Erfindung die Hanfseile netzförmig und bis in wenigstens eine Stirnfläche der späteren Auskleidung verlegt werden. Dort kann der sich bildende Wasserdampf ohne schädlichen Überdruck entweichen.
- In Weiterbildung der Erfindung kann die Auslegung der Hanfseile und danach die Perforierung durch entsprechende Ausstanzungen einer Auflegeschablone hindurch erfolgen. Damit wird erreicht, daß auch die eingestochenen Ausdampfkanäle nach innen konvergieren mit den Hanfseilen und das Ausdampfen über das gesamte Volumen der Auskleidung hinweg ohne nennenswerte Behinderung erfolgt, auch wenn der Rasterabstand dieser Perforationen groß gewählt wird, um die Festigkeit des Verfahrensprodukts nicht zu- beeinträchtigen.
- Am Beispiel eines Zementdrehrohrofens ist in den Figuren das erfindungsgemäße Verfahren veranschaulicht.
- Fig. 1 zeigt einen axialen Teilschnitt durch das Ausgabeende der Ofentrommel, Fig. 2 einen Teilschnitt in der Ebene II/II aus Fig. 1.
- Die Ofenkonstruktion ist bekannt. Auf der Innenfläche des tragenden zylindrischen metallischen Ofenmantels z sitzt die feuerfeste Auskleidung, und zwar im einlaufseitigen vorderen Bereich als Mauerwerk 6, im mechanisch und thermisch besonders beanspruchten hinteren, dem Auslaufende in Form einer monolithischen gestampften oder gespritzten Zustellung 7. Den rückwrtigen stirnseitigen Abschluß bilden Gußsegmente 3 aus warmfestem Stahl, welche mit dem Ofenmantel verschraubt sind.
- In bekannter Weise sind warmfeste Gußanker 8 im hinteren Teil des Ofenmantels a angeschweißt, um der Auskleidung einen besseren Halt zu geben.
- Zunächst werden auf der Innenfläche des Ofenmantels axial verlaufende dünnere Hanfseile 4 aufgelegt, welche durch die Fugen zwischen benachbarten stirnseitigen Sttzsegmenten 3 dochtförmig nach außen reichen, sowie wenigstens ein dickeres Hanfseil 1 in Umfangsrichtung des Ofenmantels 2, die axialen Seile 4 netzförmig kreuzend oder berührend. Alle Seile werden durch Klebeband oder Haftkleber auf dem Ofenmantel 2 fixiert.
- Alsdann wird durch Stampfen, Rütteln oder Spritzen das feuerfeste monolithische Material zugestellt und, wenn es hinreichend abgebunden hat, perforiert, wobei durch Verwendung einer nicht gezeichneten Auflegeschablone beim Auslegen der Hanfseile und beim Einbringen der durch das Perforieren erzeugten Ausdampfkanäle 5 dafür gesorgt werden könnte, daß diese wenigstens teilweise mit den netzförmig verteilten Hanfschnüren 1,4 Verbindung haben.
- Zuletzt wird der Ofen in bekannter Weise erstmals angeheizt.
- Die Hanfseile saugen zunächst das physikalisch gebundene Anmachwasser aus der feuerfesten Zustellung 7 und lassen es beim weiteren Anheizen ohne nennenswerten Überdruck zwischen den stirnseitigen Stützsegmenten 3 bzw. den Ausdampfkanälen 5 dampfförmig entweichen und verbrennen schließlich, ohne daß nennenswerte Rückstände verbleiben, so daß sich zusätzliche Ausdampfkanäle ergeben.
Claims (3)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E: 1. Verfahren zum Ausdampfen der feuerfesten monolithischen Auskleidung eines Tndustrieofens bei seinen ersten Anfahren durch Bildung von Ausdampfkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Tnnenfla.che des metallischen Ofenmantels (2) Hanfseile (1,4) ausgelegt und durch Klebestreifen (9) oder Haftkleber auf organischer Basis filiert werden, wonach in an sicn bekannter Weise die Inonolithische Auskleidung (7) aufgeschichtet und perforiert und ,u1etzt der Ofen angeheizt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hanfseile(1,4) netzförmig und bis in wenigstens eine Stirnfläche der Auskleidung (7) reichend ausgelegt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslegung der Hanfseile und danach die Perforierung durch entsprechende Ausstanzungen einer Auslegeschablone hindurch erfolgen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752541983 DE2541983C2 (de) | 1975-09-20 | 1975-09-20 | Verfahren zum Ausdampfen der Auskleidung eines Industrieofens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752541983 DE2541983C2 (de) | 1975-09-20 | 1975-09-20 | Verfahren zum Ausdampfen der Auskleidung eines Industrieofens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2541983A1 true DE2541983A1 (de) | 1977-03-24 |
| DE2541983C2 DE2541983C2 (de) | 1983-02-24 |
Family
ID=5956975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752541983 Expired DE2541983C2 (de) | 1975-09-20 | 1975-09-20 | Verfahren zum Ausdampfen der Auskleidung eines Industrieofens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2541983C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0751362A1 (de) * | 1995-06-26 | 1997-01-02 | Harbison-Walker Refractories Company | Feuerfeste Stein für die Öffnung eines mit feuerfester Auskleidung ausgekleideten Gefässes |
| US6913644B2 (en) * | 2001-06-21 | 2005-07-05 | Bcb | Hemp concrete mixtures and mortars, preparations method and uses |
-
1975
- 1975-09-20 DE DE19752541983 patent/DE2541983C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0751362A1 (de) * | 1995-06-26 | 1997-01-02 | Harbison-Walker Refractories Company | Feuerfeste Stein für die Öffnung eines mit feuerfester Auskleidung ausgekleideten Gefässes |
| US6913644B2 (en) * | 2001-06-21 | 2005-07-05 | Bcb | Hemp concrete mixtures and mortars, preparations method and uses |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2541983C2 (de) | 1983-02-24 |
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