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Vorrichtung zur Verriegelung von zwei trennbaren
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Formt eilen einer Form an der Trennlinie und zum Anheben dieser Form
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelung für Formen und insbesondere auf
eine Formverriegelung, mit der automatisch Teile der Form miteinander verriegelt
werden, wenn die Formverriegelung verwendet wird, um die Form anzuheben.
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Bei der Verarbeitung von Kunststoff werden viele Teile dadurch geformt,
daß Kunststoff in eine dauerhafte Form eingespritzt wird, welche üblicherweise zwei
oder mehr Abschnitte aufweist, die längs einer Trennlinie trennbar sind, um das
Herausnehmen des fertigen Gegenstandes aus der Form zu erleichtern. Üblicherweise
sind die Teile der Form derart aufgebaut, daß ein Teil zwei Paßstifte mit großem
Durchmesser od. dgl. aufweist, die sich in entsprechende Bohrungen im anderen Formteil
hinein erstrecken. Dieser Aufbau sichert eine genaue Ausfluchtung der Formteile
zum Einspritzen des Kunststoffes bei der Herstellung des Gegenstandes und erleichtert
die
Trennung der Formteile zum Herausnehmen des fertigen Gegenstandes.
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Eine Form und deren Teile sind groß, schwer und können manuell nicht
leicht bewegt werden, und die Form und deren Teile werden üblicherweise unter Verwendung
eines Hebezeuges bewegt. Wenn es bisher erforderlich war, eine Form zu bewegen,
wurde ein Ringbolzen in eine Gewindebohrung in der Form eingeschraubt, und der Hubhaken
wurde an diesem Ringbolzen befestigt und die Form wurde angehoben und bewegt.
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Beim Bewegen der Form war Vorsicht erforderlich, wenn die Teile der
Form nicht aneinander befestigt waren, da diese Teile leicht auseinandergleiten
und eine Bedienungsperson verletzen können. Die Leichtigkeit, mit der der Ringbolzen
entfernt werden kann, führte zusätzlich noch dazu, daß ein Ringbolzen nicht zur
Verfügung stand, wenn er erforderlich war. Da der Ringbolzen sich über die Form
hinaus erstreckt, störte er den Betrieb in der Formmaschine und machte die Lagerhalterung
von Formen schwierig und dieser Ringbolzen wurde oft abgebrochen.
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Manchmal wurde ein Hilfsband verwendet, um die Teile der Form zu befestigen,
damit sie sich beim Bewegen nicht voneinander trennten. Dies ist nachteilig, da
zusätzliche Zeit erforderlich ist, um das Hilfsband anzulegen und zu entfernen.
Da die meisten Bewegungen darin bestehen, daß die Form in die Formmaschine hinein
oder aus dieser heraus bewegt wird, führt dieser Zeitverlust zu einer Stillstandszeit
der Maschine, und dies ist sehr teuer. Manchmal wurden die Hilfsbefestigungen, nachdem
die Form in die Formmaschine eingebaut war, nicht entfernt, und die Form, die Maschine
oder beide wurden beschädigt, wenn die Maschine den Versuch unternahm, die noch
aneinander befestigten Formteile zu trennen.
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Da keine praktische Einrichtung zur Verfügung stand, die Formen geschlossen
zu halten, verblieben diese Formen häufig in einem offenen Zustand und wurden in
diesem Zustand gelagert und dadurch erhöht sich die Gefahr einer Beschädigung der
Formen.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verriegelung von zwei trennbaren
Formteilen einer Form an der Trennlinie überwinden die im Vorstehenden aufgeführten
Nachteile, und die Vorrichtung weist ein Verriegelungsglied auf, welches an einem
Teil einer Form befestigt werden kann, ein Halteglied, welches am anderen Teil der
Form befestigt werden kann, eine Hubeinrichtung, die ein Ende aufweist, welches
von einem Hebezeug erfaßt werden kann, um die Form anzuheben und eine Verriegelungseinrichtung,
die durch die Hubeinrichtung betätigt wird, derart, daß immer, wenn die Form durch
die Hubeinrichtung angehoben wird, die Teile der Form automatisch miteinander verriegelt
werden. Die Nachteile des bisher verwendeten Ringbolzens wurden ausgeschaltet, da
die erfindungsgemäße Verriegelung dauernd an der Form angebaut ist und deshalb dauernd
zum sicheren Anheben und zum Verriegeln der Formabschnitte zum Lagern zur Verfügung
steht. Ferner ist die Verriegelung derart eingebaut, daß sie nicht vorsteht und
deshalb kein störendes Bauelement für die Formmaschine oder für das Lagerregal bildet.
Diese Verriegelung kann auch nicht abgebrochen werden.
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Zusätzlich kann die erfindungsgemäße Verriegelung mit einer automatischen
Sicherheitseinrichtung versehen werden, die eine Verriegelung der Verriegelungseinrichtung
verhindert, wenn die Form in einer Formmaschine eingebaut ist.
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Die erfindungsgemäße Verriegelung kann derart aufgebaut werden, daß
sich die Hubvorrichtung vollständig um eine senkrechte Achse drehen kann, um das
Anheben zu verhindern.
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Die Erfindung betrifft somit eine Vorrichtung zum Verriegeln von zwei
trennbaren Formt eilen einer Form an der Trennlinie und zum Anheben dieser Formteile
einer Kunststoffeinspritzform od. dgl. und diese Vorrichtung weist ein Verriegelungsglied
und ein Halterungsglied auf, die an entsprechenden Teilen der Form befestigt werden
können oder die diese Teile aneinander befestigen und eine Verriegelungseinrichtung
für die Formteile und eine Hubeinrichtung, um die Formteile anzuheben und um die
Verriegelung zu betätigen.
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Die Verriegelung ist derart ausgebildet, daß beim Anheben der Formteile
die Hubvorrichtung automatisch die Verriegelung verriegelt, wodurch die Formteile
für eine sichere Bewegung miteinander verriegelt sind.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen unter Bezugnahme auf die
Figuren der Zeichnung erläutert werden. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung
einer Ausführungsforrn der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht,
bei der Teile weggebrochen sind, der in Fig. 1 dargestellten Verriegelung, die in
zwei Teile einer Form eingebaut ist und die sich in einer nicht verriegelten Stellung
befindet, Fig. 3 eine Schnittansicht, genommen längs der Linie 2-2 der Fig. 2, Fig.
4 eine Schnittansicht, genommen längs der Linie 4-4 der Fig. 3, welche die Verriegelung
in einer anderen verriegelten ilubstellung zeigt, Fig. 5 eine ähnliche Schnittansicht
wie Fig. 4, bei der die Formteile in eine Formmaschine eingebaut sind und die Verriegelung
sich in einer anderen Entriegelungsstellung befindet,
Fig. 6 eine
ähnliche Schnittansicht wie Fig. 4, bei der die Verriegelung und die Formteile um
900 gedreht sind und sich die Verriegelung in einer anderen Entriegelungsstellung
befindet, Fig. 7 eine ähnliche Schnittansicht wie Fig. 4, bei der die Verriegelung
in einer anderen Verriegelungsstellung gezeigt ist, Fig. 8 eine perspektivische
Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 9
eine Darstellung der in Fig. 8 gezeigten Verriegelung, wobei ein Teil vertikal um
900 gedreht und 0 horizontal um 90 geschwenkt ist und wobei sich die Verriegelung
in einer verriegelten Hebestellung befindet, Fig.10 eine Schnittansicht, genommen
längs der Linie 10-10 der Fig. 9, Fig.ll eine ähnliche Ansicht wie Fig. 9, wobei
sich die Verriegelung in einer anderen entriegelten Stellung befindet, Fig. 12 eine
Schnittansicht, genommen längs der Linie 12-12 der Fig. 11, Fig.13 eine ähnliche
Ansicht wie Fig. 9, bei der sich jedoch die Verriegelung in einer anderen verriegelten
Stellung befindet, Fig.14 eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der Erfindung,
bei der sich die Verriegelung in einer verriegelten Hebestellung befindet,
Fig.
15 eine Schnittansicht, genommen längs der Linie 15.15 der Fig. 14, Fig. 16 eine
Ansicht, bei der Teile weggebrochen sind, und wobei sich die in Fig. 14 gezeigte
Verriegelung in einer entriegelten Stellung befindet und Fig. 17 eine Schnittansicht,
genommen im wesentlichen längs der Linie 17-17 der Fig. 16.
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Es sei nun auf die Fig. 1 bis 7 Bezug genommen. Ein Ausführungsbeispiel
einer automatischen Vorrichtung 20 zur Verriegelung von zwei trennbaren Formt eilen
einer Form an der Trennlinie und zum Anheben dieser Formteile weist ein Verriegelungsglied
22, ein Halteglied 24, eine Verriegelungseinrichtung 26 zur Verriegelung der Teile
22 und 24 auf und ferner eine Hubeinrichtung 28 zum Anheben und zum automatischen
Verriegeln.
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Das Verriegelungsglied 22 besteht aus Metall und ist derart ausgebildet,
daß es an dem einen trennbaren Teil einer Form befestigt werden kann und weist eine
große versenkte Offnung 30 auf, die eine sich selbst verriegelnde Kopfschraube 32
aufnimmt, welche das Verriegelungsglied am zugeordneten Formteil befestigt. In der
Nähe der öffnung 30 ist eine kleinere öffnung 34 vorgesehen, welche einen Paßstift
36 aufnimmt, der das Verriegelungsglied 22 in ausgefluchteter Lage am zugeordneten
Formteil hält. Ein Ende 40 des Verriegelungsgliedes 22 ist abgerundet und das andere
Ende ist in zwei relativ senkrechte, in Längsrichtung sich erstreckende Stege 42
und 44 gegabelt, zwischen denen sich ein Zwischenraum 46 befindet, der zur Aufnahme
des Haltegliedes 24 dient.
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Das Halteglied 24 ist ebenfalls aus Metall hergestellt und weist eine
große versenkte öffnung 48 auf, die zur Aufnahme einer selbst verriegelnden Kopfschraube
50 dient, welche das Halteglied am anderen abtrennbaren Formteil hält. Es ist eine
kleinere öffnung 52 vorgesehen, welche einen Paßstift 54 aufnimmt. Ein Ende 56 des
Haltegliedes 24 ist derart ausgebildet, daß sich dieses in den Raum 46 im Verriegelungsglied
22 hinein erstreckt und an diesem mittels einer Verriegelungseinrichtung 26 verriegelt
werden kann, die mit den Bauteilen 22 und 24 zusammenarbeitet.
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Die Verriegelungseinrichtung 26 zur Verriegelung des Verriegelungsgliedes
und des Haltegliedes 22 und 24 weist einen Schwenkzapfen 60 auf, der mit Teilen
des Verriegelungsgliedes und des Haltegliedes 22 und 24 zusammenarbeitet, um wahlweise
diese Teile miteinander zu verriegeln. Der Schwenkzapfen ist in zwei Schlitzen 62
bewegbar oder gleitbar, die sich durch die Flansche oder Stege 42 und 44 des Verriegelungsgliedes
22 hindurch erstrecken. Der Schwenkzapfen 60 ist in eine Verriegelungsstellung bewegbar,
in der der Zapfen in den nach unten offenen Haken 64 eingreift, der am Ende 56 des
Haltegliedes 24 ausgebildet ist und ist ferner in eine entriegelte Stellung bewegbar,
in der dieser Zapfen 60 vom Haken gelöst ist. Der Schwenkzapfen 60 wird durch die
Hubeinrichtung 28 in die Verriegelungsstellung und in die entriegelte Lage gebracht.
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Die Hubeinrichtung 28 ist U-förmig ausgebildet und weist einen Mittelabschnitt
70 auf, der einen Haken oder eine Hebeeinrichtung aufnehmen kann und zwei Arme 66
und 68, die öffnungen 72 haben, welche mit Preßsitz die Enden des Schwenkzapfens
60 aufnehmen. Die äußeren Enden der Arme 66 und 68 sind mit Kurven oder Nockenflchen
74 ausgerüstet, die dazu dienen, den Zapfen 60 zwischen seiner Verriegelungsstellung
und seiner entriegelten Stellung zu bewegen.
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Sicherheitseinrichtungen sind vorgesehen, welche die Bewegung der
Hubvorrichtung begrenzen,um eine Verriegelung zu verhindern, wenn die Form in eine
Formmaschine oder Presse eingebaut ist. Zu diesem Zweck weisen der Flansch 44 des
Verriegelungsgliedes 22 und der Arm 68 der Hubvorrichtung Zapfen 76 und 78 auf,
die wahlweise die Bewegungsbahn der Hubvorrichtung 28 steuern.
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Die Zapfen 76 und 78 erstrecken sich um etwa 2,5 mm von der Oberfläche
des Flansches und des Armes und können unter bestimmten Umständen gegeneinander
anschlagen. Ein Sicherheitszapfen 80 verhindert die Verriegelung der Verriegelungseinrichtung
26, wenn die Verriegelungseinrichtung 20 und die zugeordneten Formteile in eine
Formmaschine oder Presse eingebaut sind. Der Sicherheitszapfen 80 weist ein Ende
82 auf, das von einem Wandabschnitt einer Formmaschine oder Presse erfaßt werden
kann, um das andere abgeschrägte Ende 84 des Sicherheitszapfens in Eingriff mit
dem Zapfen 60 zu bewegen, wodurch eine Verriegelung verhindert wird. Der Sicherheitszapfen
80 ist in einem Schlitz 86 mit offenem Boden gleitbar montiert, welcher im Verriegelungsglied
22 ausgebildet ist und wird gegen ein Herausgleiten aus dem Schlitz durch einen
Zapfen 88 festgehalten, der in einer öffnung 90 des Verriegelungsgliedes sitzt und
in einer der breiten Aussparungen 92 im Zwischenabschnitt des Stiftes 80. Die Breite
der Aussparung 92 ist derart bemessen, daß sich der Stift weit genug bewegen kann,
um die Bewegung des Schwenkzapfens aus der entriegelten Stellung in die verriegelte
Stellung zu blockieren.
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Der Zusammenbau der Verriegelung 20 ist der Explosionsdarstellung
in Fig. 1 zu entnehmen und soll kurz beschrieben werden. Die Schlitze 62 im Verriegelungsglied
22 fluchten mit den öffnungen 72 in der Hubvorrichtung 28 und der Zapfen 60 wird
in die öffnungen 72 hineingepreßt. Der Zapfen 88
wird in die öffnung
90 hineingepreßt und der Sicherheitszapfen 80 wird in den Schlitz 86 zu irgendeiner
Zeit vor dem Anbau der Verriegelung 20 an einer Form eingesetzt.
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Bei der Darstellung in Fig. 2 ist die Verriegelung an eine Form angebaut,
die Abschnitte 94 und 96 aufweist, welche längs einer Trennlinie 98 trennbar sind
und welche relativ zueinander an großen Paßstiften 100 gleiten, von denen einer
am Element 94 dargestellt ist, wobei diese Paßstifte in öffnungen 102 sitzen, von
denen eine im Formteil 96 dargestellt ist. Die Verriegelung ist vorzugsweise in
einer großen Aussparung oder in einem großen Schlitz 104 angeordnet, die in den
Formteilen 94 und 96, beispielsweise durch eine Maschinenbearbeitung, ausgebildet
sind, um nicht vorzustehen. Der Schlitz 104 weist eine flache Bodenwand 105 und
ein offenes Ende 106 auf, durch die der Sicherheitszapfen 80 sich erstrecken kann.
Wenn die Verriegelungseinrichtung 26 verriegelt ist, wie es in Fig. 7 gezeigt ist,
ist die Verriegelung im Schlitz 104 über der Trennlinie 98 angeordnet und die Gewindebohrungen
108 und 110 für die Schrauben 32 und 50 und Bohrungen 112 und 114 für die PaR-stifte
36 und 54 können in den Formteilen 94 und 96 ausgebildet werden. Der Sicherheitszapfen
80 wird in den Schlitz 86 eingebaut und das Verriegelungsglied und Halteglied 22
und 24 werden zeitweilig an der Form durch die Schrauben befestigt. Der Sicherheitszapfen
80 wird so weit wie möglich nach innen gedrückt, so daß dessen inneres Ende 84 den
Zapfen 80 berührt und diesen nach oben bewegt. Das Ende 82 des Sicherheitszapfens
80 wird dann markiert und wird bündig zur Kante 115 des Formteiles 94 abgeschnitten.
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Nachdem der Einbau für den Betrieb überprüft wurde, können die Kopfschrauben
entfernt werden und spezielle Einwegschrauben 32 und 50 werden eingebaut, um eine
Entfernung der Verriegelung von der Form zu verhindern. Falls es später gewünscht
sein sollte die Verriegelung zu entfernen, können die Schrauben 32 und 50 herausgebohrt
werden.
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Die in Fig. 2 dargestellte Verriegelung 20 befindet sich in einem
entriegelten Zustand, wobei sich die Hubvorrichtung zum Anheben der Formelemente
in einer senkrechten Szellung befindet. Es sei bemerkt, daß die Kurvenfläche 74
die Form berührt, wodurch der Zapfen 60 in eine Zwischenstellung in den Schlitzen
62 angehoben ist, die jedoch nicht hoch genug ist, um in den'Haken 64 des Haltegliedes
24 einzugreifen, so daß die Formteile 94 und 96 nicht verriegelt sind und noch relativ
auf den Paßstiften 100 zueinander gleiten können. Bei der Darstellung in den Fig.
3 und 4 ist ein Haken 116 einer Hebevorrichtung in Eingriff mit der Hubvorrichtung
28 gelangt und hat diese etwas angehoben.
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Der Zapfen 60 gelangt in einen Verriegelungseingriff mit dem Haken
64, um das Verriegelungsglied 22 und das Halteglied 24 und damit die Formteile 94
und 96 miteinander zu verriegeln. Die Verriegelung 20 bleibt verriegelt, bis die
Aufwärtskraft, die auf die Hubvorrichtung einwirkt, nicht mehr vorhanden ist, beispielsweise
dann, wenn die Bewegung beendet ist. Zu jener Zeit, zu der die Form durch die Hubvorrichtung
28 angehoben und bewegt wird, werden die Formteile automatisch miteinander verriegelt.
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Es sei nunmehr auf die Fig. 5 Bezug genommen. Die Formteile 94 und
96 und die Verriegelung 20 wurden in eine Formmaschine oder Presse eingebaut, beispielsweise
dadurch, daß die Formteile mit entsprechenden Teilen der Maschine verschraubt wurden,
so daß die Maschine die Form öffnen und schließen kann. Ein Wandabschnitt 120 der
Presse liegt gegen das Ende 82 des Sicherheitszapfens 80 an und drückt das andere
Ende 84 in eine Lage, in der die Bewegung des Schwenkzapfens 60 in einen Bodenabschnitt
117 des Schlitzes 62 hinein blockiert wird. Zusätzlich liegen die Begrenzungszapfen
76 und 78 am Verriegelungsglied 22 und am Arm 68 gegeneinander an, so daß die Hubvorrichtung
28 sich nicht in eine relativ tiefere Stellung bewegen kann als die in Fig. 5 dargestellte.
Während die Hubvorrichtung die Freiheit
hat, sich zwischen den
in den Fig. 2 und 5 dargestellten Stellungen zu verschwenken, verbleibt die Verriegelung
in ihrem gelösten und unverriegelten Zustand.
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Die Verriegelung 20 ist derart aufgebaut, daß eine Inspektion einer
Form erleichtert wird, die in einer Stellung gespeichert wird, in der die Trennlinie
98 horizontal ist.
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In Fig. 6 sind die Formteile und die Verriegelung 20 dargestellt,
die aus der Formmaschine oder Presse herausgenommen sind und die im Uhrzeigerdrehsinn
um 900 gedreht sind, so daß die Trennlinie 98 horizontal verläuft. Die Hubvorrichtung
28 und der Sicherheitsstift 80fallen unter Einwirkung ihres Gewichtes nach unten.
Der Sicherheitsstift 80 blockiert die Bewegung des Zapfens 60 im Schlitz 62 in eine
Verriegelungsstellung und die Hubvorrichtung 28 wird in ihrer Winkellage durch die
sich berührenden Zapfen 76 und 78 gehalten. Obwohl der Zapfen 60 in Kontakt mit
dem Haken 64 dargestellt ist, sind das Verriegelungsglied und das Halteglied 22
und 24 nicht miteinander verriegelt, da der Zapfen 60 nicht in seiner Stellung festgehalten
ist, sondern die Freiheit hat, zu gleiten, wie es gestrichelt bei 119 dargestellt
ist, und dies wird geschehen, sobald die Formteile getrennt sind. Die Form des Hakens
und des Zapfens sind derart, daß der Zapfen aus dem Haken herausgedrückt wird. Sollte
die Form um 1800 gedreht werden, so verbleibt die Verriegelung 20 ebenfalls entriegelt,
da der Teil 121 der Arme 66 oder 68 eine nicht ausreichende Breite oder Tiefe hat,
um den Zapfen 60 in einen Verriegelungseingriff mit dem Haken 64 zu drücken.
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In Fig. 7 ist die Verriegelung in einem dauernd verriegelten Zustand,
beispielsweise für die Lagerhalterung, dargestellt. Durch die nicht symmetrische
Form fällt die Verriegelung automatisch in diese Verriegelungsstellung beim Lösen
des Hebehakens. Der Sicherheitszapfen80 hat die Freiheilt,
nach
links zu gleiten und der Zapfen 60 kann sich in den Abschnitt 117 des Schlitzes
62 hineinbewegen, so daß der Anschlagzapfen 78 an der Hubvorrichtung 28 unter dem
Anschlagzapfen 76 am Verriegelungsglied vorbeigleiten kann, wie es durch die gestrichelte
Linie 122 veranschaulicht ist und die Hubvorrichtung 28 kann in eine horizontale
Lage abgesenkt werden. Die Form der Kurvenfläche 74 ist derart, daß nachdem die
Hubvorrichtung in ihre horizontale Stellung gefallen ist, die äußere Kante den Zapfen
60 etwas nach oben anhebt, so daß er in den Haken 64 eingreift, um die Glieder 22
und 24 und demzufolge die Formteile aneinander zu befestigen. Die Verriegelung 20
kann dadurch in einfacher Weise entriegelt werden, daß die Hubvorrichtung in die
in den Fig. 2 oder 6 dargestellte Stellung verschwenkt wird.
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Es sei nunmehr auf die Fig. 8 bis 13 Bezug genommen. Ein zweites Ausführungsbeispiel
einer automatischen Verriegelungsvorrichtung 130 zur Verriegelung von Formteilen
an der Trennlinie weist einen Zapfen 132 auf, der an einem Formteil 134 befestigt
werden kann und ferner ein Halteglied 136, das am anderen Formteil 138 befestigt
werden kann. Es ist eine Verriegelungsvorrichtung 140 für die Teile 132 und 136
vorgesehen und eine Hubvorrichtung 142, mit der die Formteile angehoben werden können
und mit der die Verriegelungseinrichtung 140 betätigt werden kann. Obwohl dies nicht
wesentlich ist, ist vorzugsweise die Verriegelung 130 in einen Schlitz 144 eingebaut,
der in den Formteilen 134 und 138 ausgebildet ist, so daß die Verriegelung nicht
vorsteht oder in störendem Eingriff mit der Formmaschine oder den Lagerregalen gelangt.
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Wie Fig. 10 zeigt, ist der Verriegelungszapfen 132 ein kurzer Abschnitt
eines Stabes, der mit Preßsitz in einer Bohrung 133 im Formteil 134 sitzt. Das Halteglied
136
ist eine rohrförmige Buchse, die an einem Ende einen verbreiterten
Kopfabschnitt 146, einen mittleren Schulterabschnitt 148 und einen dünnen Endabschnitt
150 aufweist.
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Eine mittlere öffnung 152 ist im Halteglied 136 ausgebildet und nimmt
eine Hülse 157 und ein selbst verriegelndes Befestigungsmittel 154 auf, welches
in eine Bohrung 156 im Formteil 138 eingeschraubt ist. Der Kopf des Befestigungsmittels
154 liegt gegen das Ende der HUlse 157 an, damit dieses Befestigungsmittel festgezogen
werden kann.
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Die axiale Länge und der innere Durchmesser des schmalen Endes 150
sind derart bemessen, daß das Halteglied 136 sich auf der Hülse 157 drehen können.
Das breite Ende 146 des Haltegliedes 136 weist zwei öffnungen 158 auf, in denen
ein Zapfen 160 mit Preßsitz sitzt, wodurch das Entfernen des Zapfens 160 und der
Befestigungsschraube 154 schwierig wird.
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Die Hubvorrichtung 142 weist einen Mittelabschnitt 162 auf, der vom
Haken einer Hebevorrichtung erfaßt werden kann und zwei Arme 164, die Längsschlitze
165 aufweisen, welche den Zapfen 160 aufnehmen. Die äußeren Enden der Arme 164 weisen
Kurvenflächen 166 zur Betätigung der Verriegelungseinrichtung 140 auf. Die Verriegelungseinrichtung
140 weist eine Hülse 168 auf, die gleitbar am Halteglied 136 montiert ist und die
zwischen dem Halteglied und den Formteilen angeordnet ist und die mit dem Halteglied
und dem Verriegelungsglied zusammenarbeitet. Zwei Tellerfedern 174 sind zwischen
den Formteilen und der Hülse 168 angeordnet und drücken die Hülse nach oben in eine
entriegelte Stellung.
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Die Betriebsweise der Verriegelung 130 soll nunmehr beschrieben werden.
Ein Vergleich der Fig. 8 und 9 zeigt, daß das Halteglied 146 und die Hubvorrichtung
142 um die Schraube 154 gedreht werden können und daß die Hubvorrichtung
um
den Zapfen 160 verschwenkt werden kann. Wenn die Hubvorrichtung beispielsweise während
des Anhebens senkrecht ist, drücken die Kurvenflächen 166 die Hülse 168 über den
Zapfen 132 nach unten, um eine Verriegelung herzustellen. Demzufolge sind die Formteile
automatisch zu jeder Zeit verriegelt, zu der die Form mittels der Hubvorrichtung
angehoben wird.
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Wie in den Fig. 11 und 12 gezeigt, kann die Verriegelung 130 dadurch
gelöst werden, daß die Hubvorrichtung 142 im allgemeinen um 450 gekippt wird. Die
Kurvenfläche 166 ist so geformt, daß die Federn die Hülse 168 nach oben drücken
und den Zapfen 132 und damit die Formteile 134 und 138 frei geben und die Hubvorrichtung
verbleibt in dieser Stellung, bis sie manuell bewegt wird.
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Wie die Fig. 13 zeigt, kann die Verriegelung 130 dauernd dadurch verriegelt
werden, daß zuerst die Hubvorrichtung 142 in eine horizontale Lage gedrückt wird,
so daß die Kurvenfläche 166 die Hülse 168 in einen Eingriff mit dem Zapfen 132 gedrUckt
wird, wonach die Hubvorrichtung aus der in gestrichelten Linien dargestellten Stellung
in die mit ausgezogenen Linien dargestellte Stellung gedrückt wird, um relativ den
Zapfen 160 von einem Ende des Schlitzes 165 zum anderen zu verschieben. In dieser
Stellung wird die Verriegelung geschlossen gehalten, bis sie normalerweise dadurch
wieder geöffnet wird, daß die im Vorstehenden beschriebenen Schritte umgekehrt durchgeführt
werden.
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Es sei nunmehr auf die Fig. 14 bis 17 Bezug genommen. Ein drittes
Ausführungsbeispiel 190 einer erfindungsgemäßen automatischen Formverriegelungsvorrichtung
weist ein Verriegelungsglied 192 auf, welches an einem Teil 194 einer Form befestigt
werden kann, ein Halteglied 196, welches mit dem Verriegelungsglied zusammenarbeitet
und so ausgebildet ist, daß dieses Halteglied den anderen Teil 197 der
Form
berührt oder festhält, wobei Verriegelungseinrichtungen 198 vorgesehen sind, welche
die Teile 194 und 197 der Form zusammenhalten. Ferner ist eine Hubeinrichtung 200
zum Anheben der Form und zur automatischen Betätigung zur Verriegelung der Verriegelungseinrichtungen
198 vorgesehen, wenn die Form von der Hubvorrichtung angehoben wird.
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Das Verriegelungsglied 192 ist eine rohrförmige Hülse, die an einem
Ende eine radial nach innen sich erstreckende Lippe 202 aufweist, die an der äußeren
Oberfläche einer Hülse 204 gleitbar und drehbar ist. Eine sich selbst verriegelnde
Schraube 206 erstreckt sich durch eine Mittelöffnung 207 im Verriegelungsglied 192
und liegt gegen die Oberseite der Hülse 204 an und erstreckt sich radial nach außen
über die Oberfläche der Lippe 202 und ist in eine Gewindebohrung 208 im Teil 194
eingeschraubt, um das Verriegelungsglied 192 an der Form zu befestigen.
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Das Halteglied 196 ist rohrförmig ausgebildet und ist an der Hülse
204 axial gleitbar und drehbar und weist eine erste öffnung 210 auf, die ein Ende
des Verriegelungsgliedes 192 aufnimmt und eine zweite entgegengesetzt weisende öffnung
212, die zwei Tellerfedern 214 aufnimmt.
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Die Oberfläche des Haltegliedes 196 neben den Formt eilen weist Verriegelungseinrichtungen
198 auf und zwar sind mehrere scharfe Spitzen vorgesehen, welche in Eingriff mit
der Oberfläche des Formteiles 197 gelangen können, um die Form geschlossen zu halten.
Da die Form üblicherweise aus einem weichen Metall besteht, ist das Eindringen der
Spitzen 198 in die Form nicht schwierig. Wie in Fig. 17 dargestellt, sind die Spitzen
198 mit Abstand voneinander um den Umfang der Hülse 196 angeordnet.
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Die Hubvorrichtung 200 ist schwenkbar am Verriegelungsglied 192 mittels
eines Zapfens 216 gelagert, der mit Preßsitz in einer von zwei öffnungen 218 in
der Hubvorrichtung oder in öffnungen 220 im Verriegelungsglied 192 sitzt, wodurch
das Herausnehmen der Schraube 206 schwierig wird. Das untere Ende der Hubvorrichtung
200 weist Kurvenflächen 222 auf, mit denen wahlweise das Halteglied 196 nach unten
gedrückt wird, so daß die Spitzen 198 in den Formteil 197 eingreifen. Die Kurvenflächen
222 weisen große Radien auf, die bei 224 dargestellt sind, welche in Kontakt mit
dem Halteglied 196 gelangen und dieses nach unten drücken, wenn die Hubvorrichtung
sich in senkrechter Stellung befindet, um die Formteile 194 und 197 zu verriegeln,
wenn die Form mittels einer Hebevorrichtung angehoben wird.
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Die Hubvorrichtung 200 kann um den Zapfen 216 verschwenkt werden,
so daß die Teile kleiner Radien der Kurvenflächen 222, die bei 226 gezeigt sind,
in Kontakt mit dem Halteglied 196 gelangten, damit sich dieses um eine kleine Strecke
nach oben bewegen kann, wodurch die Teile, wie in Fig. 16 gezeigt, entriegelt werden,
wenn die Form überprüft oder in eine Formmaschine eingebaut werden soll.