DE2541375A1 - Vorrichtung zum transport von aggressiven fluessigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum transport von aggressiven fluessigkeitenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten.
- Der Transport aggressiver Flüssigkeiten bereitet auch heute noch erhebliche Schwierigkeiten, vor allen Dingen dann, wenn es sich um größere Mengen handelt. So wird z. B Brom, welches in steigendem Maße in der pharmazeutischen Industrie, aber auch in der Kunststoffherstellung, Verwendung findet, entweder in Flaschen oder in ähnlichen Glasbehältern oder aber in verbleiten Behältern transportiert. Beim Transport in Flaschen ist die Hantierung schwierig und sehr lohnaufwendig, zumal die Flaschen ihrerseits wieder sorgfältig in Kisten verpackt werden müssen und gegen Bruch zu sichern sind. Beim Transport in Bleibehältern müssen die aggressiven Flüssigkeiten vor der Weiterverwendung zunächst gereinigt werden, da regelmäßig Bleipartikel in die Flüssigkeit eintreten und schädlictirken. Im Ergebnis ist also festzustellen, daß die (aus der Praxis) bekannten Vorrichtungen zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten entweder aus aufwendig und umständlich zu manipulierenden Flaschen mit entsprechenden Transportbehältern bestehen oder aber aus verbleiten Behältern, die erhebliche funktionelle Nachteile aufweisen, weil Bleipartikel in die zu transportierende aggressive Flüssigkeit gelangen.
- Andererseits kennt man genormte Container (vgl. DIN 15 190). Solche Container können jedoch bisher für den Transport von aggressiven Flüssigkeiten nicht eingesetzt werden - Endlich ist es bekannt, zur Aufbewahrung von aggressiven Flüssigkeiten mit Behältern aus emailliertem Stahlblech zu arbeiten. Solche können jedoch als Transportbehälter nicht ohne besondere Vorrichtungen eingesetzt werden, weil durch dynamische Beanspruchungen, insbesondere Stöße, auch wenn diese die Behälterwandung nicht verformen, Teile der Emaillierung sich lösen und in die Flüssigkeit wandern, wo sie aufwendig wieder entfernt werden müssen, während gleichzeitig an den Stellen, an denen die Emaillierung sich gelöst hat, bis auf die Behälterwandung gesprungen oder abgeplatzt ist, das Stahlblech frei liegt, welches von der aggressiven Flüssigkeit angegriffen wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten zu schaffen, die nicht mehr mit Flaschen oder anderen Glasbehältern bzw. mit verbleiten Behältern arbeitet.
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist zunächst gekennzeichnet durch die Kombination mehrerer Aggregate, nämlich eines genormten Containers, eines Außenbehälters aus Stahlblech und eines Innenbehälters aus innenseitig emailliertem Stahlblech, und zwar derart, daß der Außenbehälter in den Container sowie der Innenbehälter mit Abstandzwischenraum in den Außenbehälter eingepaßt sind und daß der Außenbehälter über mechanische Halterungen in dem Container befestigt sowie der Innenbehälter in erhärtetem Schaumstoff, vorzugsweise Schaumkunststoff, eingebettet ist, der im Zwischenraum zwischen Innenbehälter und Außenbehälter angeordnet ist. Die mechanischen Halterungen können schockabsorbierende Elemente, z B. Gummi/Metall-Elemente, aufweisen. - Die Erfindung geht aus von der Erkenrrtnis, daß innenseitig emaillierte Behälter gegen fast alle aggressiven Flüssigkeiten resistent sind und bringt daher die aggressiven Flüssigkeiten in einem solchen Behälter unter. Obwohl, wie einleitend erläutert, derartige Behälter als Transportbehälter an sich nicht ohne weiteres eingesetzt werden können, gelingt es der Erfindung, diese innenseitig emaillierten Behälter auch für den Transport von aggressiven Flüssigkeiten einzusetzen, indem diese Behälter gleichsam schwimmend in eine Schaumschicht eingebettet werden, die sich ihrerseits in einem Außenbehälter befindet, der alle Transportbeanspruchungen aufnimmt. Auch wenn diese Transportbeanspruchungen, z. B. infolge ungeschickter Manipulation des erfindungsgemäßen Aggregates mit Hebezeugen oder durch dynamische Beanspruchungen auf Kraftfahrzeugen sehr erheblich sind, treten überraschenderweise irgendwelche Abplatzungen der Emaillierung des Innenbehälters infolge von Transportbeanspruchungen nicht auf, und zwar insbesondere dann nicht, wenn die Schaumstoffschicht aus Polyurethanschaum besteht und eine Dicke von etwa 100 bis 200 mm aufweist. Eine solche Schaumstoffschicht absorbiert alle Schlag- und Stoßbeanspruchungen. Von besonderem Vorteil ist, daß eine solche Schaumstoffschicht, insbesondere die genannte Schaumkunststoffschicht, gleichzeitig als thermische Isolationsschicht funktioniert.
- Im einzelnen bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten der weiteren Ausbildung und Verbesserung. So ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Außenbehälter als Transportbehälter aus verhältnismäßig dünnwandigem Stahlblech, Blechdicke etwa 4 mm, besteht, und daß die mechanischen Halterungen einerseits an die Innenwand des Containers, andererseits an die Außenwand des Außenbehälters angeschlossen, z. B. angeschweißt sind. Demgegenüber besteht nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung der Innenbehälter aus verhältnismäßig dickwandigem Stahlblech, Blechdicke etwa 10 bis 20 mm, mit chemisch in bezug auf die aufzunehmende Flüssigkeit resistenter Emaillierung, wobei dieser Innenbehälter über die Schaumstoffschicht gleichsam hydrostatisch gegen den Außenbehälter abgestützt ist Folglich erfährt der Innenbehälter an keiner Stelle singuläre Beanspruchungen, die elastische Verformungen der Behälterwand und dadurch bedingte Abplatzungen von Emaillierungsbestandteilen auslösen könnten -Im Rahmen der Erfindung liegt es, mehrere Außenbehälter mit eingeschäumtem Innenbehälter in einem einzigen Normcontainer unterzubringen.
- Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Vorrichtung auch für den Transport aggressiver Flüssigkeiten die Resistenz von Emaillierung auf Stahlbehältern ausgenutzt werden kann, wobei über die Kombination verschiedener Merkmale sichergestellt wird, daß die Emaillierung alle Transportbeanspruchungen aufnimmt, ohne daß Emaillierungsbestandteile in die zu transportierende Flüssigkeit gelangen. Der Container hält dabei ein erstes Mal dynamische Beanspruchungen und Stöße ab, die darüber hinaus wegen der Schaumstoffschicht nicht an den Innenbehälter gelangen und die Emaillierung zerstören können. Die Tatsache, daß mit einem genormten Container gearbeitet wird, schafft die Voraussetzungen dafür, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Hilfsmitteln der modernen Transport- und Ladetechnik transportiert und manipuliert werden kann.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausfuhrlicher erläutert.
- Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung, Fig. 2 einen Horizontalschnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach Fig. 1, Fig. 3 den vergrößerten Ausschnitt B-B aus dem Gegenstand nach Fig. 2.
- Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten. Sie ist gekennzeichnet durch die Kombination eines genormten Containers 1, eines Außenbehälters 2 aus Stahlblech und eines Innenbehälters 3 aus innenseitig emailliertem Stahlblech.
- Dabei ist die Kombination in besonderer Weise verwirklicht, und zwar dadurch, daß der Außenbehälter 2 in den Container 1 eingepaßt ist sowie der Innenbehälter 3 mit Abstandzwischenraum in den Außenbehälter 2 eingesetzt ist. Der Außenbehälter 2 ist über mechanische Halterungen 4 in dem Container 1 befestigt, und zwar entweder stationär oder ein- und ausbaubar. Der Innenbehälter 3 schwimmt gleichsam in erhärtetem Schaum, vorzugsweise Kunststoffschaum 5, der in dem schon erwähnten Zwischenraum zwischen Innenbehälter 3 und Außenbehälter 2 angeordnet ist Diese Schaumstoffschicht 5 hat dann eine Dicke von im Ausführungsbeispiel etwa 200 mm. Sie funktioniert als Stoßabsorber und zugleich als thermische Isolationsschicht.
- Aus dem vergrößerten Ausschnitt der Fig 3 entnimmt man, daß der Außenbehälter 2 aus verhältnismäßig dünnwandigem Stahlblech, Blechdicke etwa 4 mm Die Emaillierung 6 ist so gewählt, daß sie in bezug auf die aufzunehmende Flüssigkeit resistent ist.
- Der Innenbehälter 3 ist über die Schaumstoffschicht 5 gleichsam hydrostatisch und ohne singuläre Beanspruchungsstellen gegen den Außenbehälter 2 abgestützt. - Man erkennt unmittelbar, daß man auch mehrere Außenbehälter 2 mit eingeschäumten Innenbehältern 3 in einen Container 1 einbauen könnte.
Claims (5)
- Ansprüche: Vorrichtung zum Transport von aggressiven Flüssigkeiten, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h einen genormten Container (1), einen Außenbehälter (2) aus Stahlblech und einen Innenbehälter (3) aus innenseitig emailliertem Stahlblech, wobei der Außenbehälter (2) in den Container (1) sowie der Innenbehälter (3) mit Abstandzwischenraum in den Außenbehälter (2) eingepaßt sind, und wobei der Außenbehälter (2) mittels mechanischer Halterungen (4) in dem Container (1) befestigt sowie der Innenbehälter (3) im Schaumstoff (5) eingebettet ist, der im Abstandzwischenraum zwischen Innenbehälter (3) und Außenbehälter (2) angeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffschicht (5) aus Polyurethanschaum besteht und eine Dicke von 100 bis 200 mm aufweist sowie dadurch zugleich als thermische Isolationsschicht ausgebildet ist
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenbehälter (2) aus verhältnismäßig dünnwandigem Stahlblech, Blechdicke etwa 4 mm besteht, und daß die mechanischen Halterungen (4) einerseits an die Innenwand des Containers (1), andererseits an die Außenwand des Außenbehälters (2) angeschlossen sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbehälter (3) aus verhältnismäßig dickwandigem Stahlblech, Blechdicke etwa 10 bis 20 mm, mit chemisch in bezug auf die aufzunehmende Flüssigkeit resistenter Emaillierung (6) ausgeführt und über die Schaumstoff schicht (5) gleichsam hydrostatisch gegen den Außenbehälter (2) abgestützt ist.
- 5 Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Container (1) mehrere Außenbehälter (2) mit eingeschäumtem Innenbehälter (3) eingesetzt sind
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Publications (2)
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Families Citing this family (2)
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- 1975-09-17 DE DE19752541375 patent/DE2541375B2/de not_active Ceased
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