DE2540C - Distanzmesser - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/10—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
-
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Description
1877.
Klasse 42.
HIRAM BERDAN in NEW-YORK. Distanzmesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. December 1877 ab.
Längste Dauer: 20. Februar 1891.
Die mathematische Begründung dieses Instrumentes ist nachstehend entwickelt.
In einem rechtwinkligen Dreieck ist die Basis = b; die andere Kathete = f repräsentire
die zu messende gröfste Distanz; ist nun a die kleinste zu bestimmende Entfernung, und ist m
die kleinste Differenz zwischen je zwei Distanzen, so wird man das Stück/-« in η Theile zu
theilen haben, deren jeder gleich m ist.
Sind α α, α2 a3 . . . . Ctn die Winkel an der
Spitze des jedesmal vervollständigten rechtwinkligen Dreiecks, so lassen sich die Distanzen
und die Tangenten der denselben entsprechenden Winkel durch folgende Gleichungen ausdrücken:
b ,. b
a = b cotg a = hieraus tg a = —
tga ° a
b ,· b
a + m = b cotg CCi = hieraus tg ßi =
tg O1 ö a + m
b λ.· b
a 4- 2 m = b cotg α, =
hieraus tg a2 —
tg et, a + im
a + (η — ι) « =^cotgan_I =
α -\- η . m = ^ cotg — =
tg αη _ Σ
hieraus tg an_r =
a 4- (n — 1)'
η tg ßn
Verlängert man die Seite y4 C des rechtwinkligen
Dreiecks ABC über A hinaus um das
Stück / und zieht vom Punkt B eine Parallele zu A C, welche man ebenfalls gleich / macht,
so wird, wenn man den Strahl B C um den Punkt B dreht, der um das Stück / von B
entfernte Punkt E einen Kreisbogen um B mit dem Radius / beschreiben, während der Strahl
B C die Linie A D in den verschiedenen Theilpunkten von 1 — η schneidet.
Sind x, X1, x2 .... xn die den Theilpunkten
ι — η correspondirende Bögen, so sind die diesen Bögen zugehörigen Centriwinkel bei B
den correspondirenden Winkeln an den Theilpunkten ι — η, α, α γ, a2 ■ . . α n als Gegenwinkel
gleich.
Ist man im Stande, die Bögen x, X1, X2,
X3 ... Xn-!, An und die Differenzen derselben
x X11X1 X21X2 x3 [Xn _2)—(λ;π — ϊ),
(Xn^1) — xn zu messen, so ist man in der
Lage, die Entfernungen α, α -\- m, a + 2 m,
a + 3 m . . , a + (η — ι) m, a + η . m bestimmen
zu können.
hieraus tg Kn= ■
η .
Wendet man dies auf den von 400 m bis 2000 m anzeigenden Distanzmefs-Apparat an,
so erhält man für die zu den verschiedenen Distanzen gehörigen Tangenten, deren Bögen
und Bogendifferenzen bei einer Basis von 1 m und einer Länge / der Fernrohre von 400 mm
nachstehende Werthe:
| Distanz: | Tangenten: | • Bögen: | Bogen differenzen |
| 400 m | 0,0025000 | 1,00000 | 0,05884 |
| 425 - | 0,0023529 | 0,94116 | 0,05228 |
| 45° - | 0,0022222 | 0,88888 | 0,04680 |
| 475 - 500 - |
0,0021052 0,0020000 |
0,84208 0,8oooo |
0,04208 |
| 1800 - 1850 - |
0,0005555 0,0005405. |
0,2222a 0,21622 |
0,00600 |
| 1900 - | 0,0005263 | 0,21052 | 0,00570 |
| 1950 - | 0,0005128 | 0,20512 | 0,00540 |
| 2000 - | O.0005000 | 0,20000 | 0.00512 |
Die hier entwickelte Theorie wurde in der Weise verwerthet, dafs A B die Basis des Instruments
bildet, AF = I ist das Rechterhandfernglas,
während B G das um B drehbare Linkerhandglas repräsentirt. E G ist der von
dem Glase B G bestrichene Bogen x.
X1, X2, x3 ... xB sind die den Entfernungen
a, a + m, a + 2 m ... a + η m entsprechenden
Bögen.
Der mechanische Theil mufs so eingerichtet sein, dafs die überaus feinen Differenzen bezw.
Wege erzeugt und in leicht erkennbarer Weise mefsbar gemacht werden.
Die Messung erfolgt durch einen den Indicator bildenden Metallcylinder, dessen Nabe
auf eine Mikrometerschraube geschraubt ist.
Parallel zur Axe des Indicators befindet sich am Linkerhandglase ein Zeiger, dessen Spitze
bis nahe an den Indicatorkreis zeigt, ohne denselben zu berühren.
Der Weg, welchen der Indicator von der kleinsten bis zur gröfsten zu messenden Distanz
beschreibt, oder der Bogen von dem Theilstrich der kleinsten bis zu dem der gröfsten Distanz
mufs sich zu dem Umfange des Indicatorkreises verhalten, wie die Differenz χ — Xn zur Steigung
der Mikrometerschraube.
Hat man nun auf dem Indicatorkreise den ersten und den letzten Theilstrich markirt und
theilt den dazwischenliegenden Bogen nach dem Verhältnifs der Bogendifferenzen χ — X1, X1 —
(n2)(ni), (ni) n
bezeichnet die Theilpunkte mit der
χ — X1 entsprechenden Distanz a + m
X1 — X2 - - a + 2 m
X1 — X2 - - a + 2 m
X2 — xs - - a + 3 m
und setzt dies bis zur letzten Differenz fort, so ist die Aufgabe, Distanzen zu messen und dieselben
»direct«, ohne Tabellen und ohne Rechnung ablesen zu können, auf dem einfachsten
und dabei richtigsten Wege gelöst, wenn man den Durchmesser des Indicators so gewählt hat,
dafs die Entfernungen der Theilstriche, welche den letzten Differenzen entsprechen, erkennbar
grofs sind.
In beiliegenden Zeichnungen ist das Instrument in verschiedenen Ansichten und Durchschnitten
dargestellt; ebenso sind die wichtigen Haupttheile lnvergröfsertemMaafstabe gezeichnet.
Aufserdem ist das Instrument mit geöffneten äufseren Kastenenden zum Gebrauch fertig
gezeigt; während eine Ansicht den Apparat mit geschlossenem Kasten zum Transport fertig
darstellt.
Der Apparat besteht aus zwei in optischer Beziehung auf das beste construirten und ausgerüsteten
Fernrohren A und B, von denen das Linkerhandglas A um den an seinem vorderen
Ende befindlichen Zapfen sich in horizontaler Richtung bewegen kann.
Die Rohre A und B sind vermittelst einer Rohr- bezw. Stangencombination C, oder durch
eine parabolische Welle von kreuzförmigem Querschnitt und durch die Ringe b, c, d, e und
die Arme f und g mit einander verbunden.
Die Welle C oder die Hauptstange der Combination ruht in den Zapfenlagern D und E.
Der Lagerstuhl D ist um den verticalen Zapfen h drehbar; auf der abgerundeten Spitze
von h ruht der linke Zapfen der Welle oder der Combination C.
Dieser Zapfen ist bis zu seiner Mitte abgefeilt und enthält in der Axe von C eine Spur
für den Zapfen von h, damit sich die auf der Spitze von h gelagerte Welle um ihre Axe zu
drehen vermag.
Das Lager E ist ein Zapfenlager mit Deckel.
Zur Vermeidung seitlicher Bewegungen ist die Hauptwelle C an jedem Ende mit einem
Bunde versehen.
Das Lager E mit der Hauptwelle C kann sich um die verticale Axe des Zapfens h bewegen.
Um eine feine Adjustirung des Glases B zu erzielen, ist eine Mikrometerschraube L angebracht,
welche in dem festen Theil K und gegen den oberen beweglichen Theil des Fufses H
wirkt.
Der Theil R ist mit H fest verbunden.
Vermittelst dieser Einrichtung wird der obere Theil des Fufses H mit dem rechten Zapfen
der Hauptwelle C auf der oberen Fläche des unteren Theiles des Fufses H durch die Mikrometerschraube
L bewegt.
Um dies zu erzielen, ist der obere Theil von H mit zwei Frictionsrollen, welche sich auf der
oberen horizontalen Fläche des unteren Theiles des Fufses H bewegen können, versehen.
An dem Untertheil des Fufses H befinden sich ebenfalls drei Frictionsrollen, welche die
obere Fläche des Bogens / berühren und sich auf dieser bewegen können.
Der Untertheil H kann durch eine Druckschraube Z an der festen Curve / festgestellt
werden.
An der entgegengesetzten Seite des Fufses H ist ein cylindrisches Federhaus M angebracht,
in welchem sich eine Spiralfeder befindet.
Der Stift η dieser Feder wirkt genau dem
Berührungspunkt der Mikrometerschraube gegenüber.
Eine Druckschraube O ist in das Lager E
eingeschraubt und bewirkt das Feststellen des sich in diesem Lager bewegenden Zapfens.
Um die Uebereinstimmung der Kreuzfäden beider Fernrohre zu erzielen, sind an dem
Ringe e des Fernrohres B zwei Stellschrauben k k angebracht, mittelst welchen man das Fernrohr
bezw. dessen Axe in der Vertical-Ebene bewegen kann.
Die verticale Bewegung des Fernrohres läfst sich durch eine Drehung um einen centrischen
Zapfen in dem Ringe d erreichen.
Jedes der beiden Fernrohre ist mit einem durch Trieb und Zahnstange stellbaren Auszug
zur Einstellung des Oculars für nahe und weite Distanzen versehen.
In beiden Gläsern befinden sich exact gearbeitete und genau adjustirbare Kreuzfäden.
Die Verbindung der beiden Fernrohre A und B durch die Welle oder die Rohr- oder
Stangencombination C, die Drehbarkeit des Lagerstuhles D um den Zapfen h, die Führung
des Lagers E mit dem Untertheil H in dem Bogen /, dessen Mittelpunkt in der Axe h
liegt, bewirken die gemeinschaftlichen Bewegungen der Fernrohre A und B, sowohl
in der Horizontal- als auch in der Vertical-Ebene.
Diese gemeinschaftlichen Bewegungen sind für' das Einstellen des Instrumentes von der
gröfsten Wichtigkeit, sie helfen ein schnelles und zuverlässiges Resultat erzielen.
Aufser diesen relativen Bewegungen beider Gläser kann sich das Glas A noch um die Axe
der an dem vorderen Ende befindlichen Zapfen «! e2 in der Horizontal-Ebene bewegen.
Die Spiralfeder R ' drückt die an dem Fernrohr
A befestigte Stahlspitze beständig gegen eine im Centrum des Indicators befestigte Stahlplatte
oder gegen die Spitze der Mikrometerschraube S.
Der Indicator schraubt sich auf dem an dem Arm befestigten S, welche sich in diesem Arm
so drehen läfst, dafs man die Einstellung des Indicators auf die geringste Distanz bewirken
kann.
Der durch Drehung des Schraubenkopfes V des Indicators T erzielte Weg der Mikrometerschraube
.S1 ist gleich den Bogendifferenzen
χ — xa und bewirkt die Bewegung des Fernrohres
A um das gleiche Stück.
Wie schon oben erwähnt, ist der Gesammtweg bezw. der Bogen des Indicators von der
Anfangs- bis zur Enddistanz in dem Verhältnifs der Bogendifferenzen eingetheilt und mit den
zugehörigen Distanzen markirt.
Der Zeiger U gestattet, die Distanzen sofort abzulesen.
Die Graduirung des Indicators ist für nahe Entfernungen für je 25 m, für weitere je 50 m,
für gröfsere Distanzen von 100 zu 100 m bewirkt.
Der Indicator eines Distanz-Mefsapparates für Artillerie ist vollkommen dazu geeignet, die
Elevation anzugeben und die bisher im Gebrauch befindlichen Tabellen zu ersetzen.
Die Eintheilung kann entweder auf mathematischem oder durch Ermittlung auf praktischem
Wege erfolgen.
Der Apparat kann entweder mit Griffen, wie eine Tragbahre, versehen sein und durch zwei
Mann transportirt, oder auf einem, an einem Munitionswagen befestigten Wagen befördert
werden.
Wie in beiliegenden Zeichnungen angegeben, ruht der Apparat in einem Kasten, dessen Endtheile
vermöge der Scharniere χ xt beweglich,
daher geöffnet und aufgeklappt werden können, wenn mit dem Instrument gearbeitet werden soll.
Mittelst Scharniere sind an dem unteren Theil Beine angebracht, welche nach oben geklappt
werden können, wenn das Instrument transportirt wird.
Bei einer zweiten von mir in Ausführung gebrachten Anordnung besteht das Instrument aus
zwei Theilen; der von sechs diagonal miteinander verstrebten Beinen getragenen Tischplatte
mit dem mit Deckplatte versehenen Instrument und dem dasselbe aufzunehmenden Kasten, an
welchem sich Federn, Welle und Räder befinden.
Kasten und Tischplatte sind durch Scharniere miteinander verbunden.
Bei dem Transport schliefst die Tischplatte den Kasten derart, dafs das Instrument vollständig
in demselben liegt, die Beine zeigen nach oben.
Auf dem Punkte angekommen, von welchem aus Distanzen gemessen werden sollen, fafst
man die nach oben zeigenden Beine und dreht den Tisch mit dem Instrument so lange,
bis die Beine auf der Erde stehen.
Das Instrument bildet gewissermaafsen mit dem Kasten zwei nur durch die Scharniere verbundene
Theile.
Nach erfolgter Messung wird das Instrument durch die entgegengesetzte Drehung in den
Kasten gebracht und weiter transportirt.
Bei einer dritten Anordnung ist ein das Instrument enthaltender Kasten, dessen Beine
ebenfalls diagonal verstrebt sind und bei dem Transport nach oben zeigen, mit dem Theile,
an welchem Welle, Federn und Räder angebracht sind, durch Scharniere verbunden.
Der Kasten des Instrumentes ist mit einem Deckel, ähnlich wie bei Klavieren, versehen und
wird bei der Operation aufgeklappt.
Am Kasten befinden sich vor den Objectivgläsern um Scharniere drehbare Thüren, welche
bei dem Gebrauch geöffnet werden.
Die Operation mit dem Instrument ist folgende:
Nachdem man den nach einer der eben beschriebenen Constructionen eingerichteten Tisch
aufgeklappt hat, öffnet man die vor den Objectiven befindlichen, der Witterung bezw. der
Beleuchtung entsprechenden, die geeignete Blendung bewirkenden Klappen.
Der Messende zieht zuerst den den rechten Zapfen festhaltenden Stift zurück und bringt
denselben aufser Thätigkeit; dann zieht man
den zur Linken der Curve befindlichen Federstift heraus und giebt demselben eine Vierteldrehung.
Man löst die Druckschraube des Lagers und die den Support an den Bogen / drückende
Schraube.
Der an der Adjustirschraube.befindliche Haken wird frei gemacht und die Adjustirschraube um
mindestens zwei Umgänge zurückgedreht
Man fafst mit der linken Hand das Fernrohr, mit der rechten die Druckschraube und richtet
die Visire auf dem Rechterhandglase etwas zur Linken des Objectes ein.
Dann befestigt man die Druckschraube des Lagers £ und adjustirt das Ocular.
Die linke Hand fest auf dem Fernrohr, das Auge durch das Glas auf das Object gerichtet,
löst man die auf dem Lager befindliche Schraube; die rechte Hand auf derselben behaltend, stellt
man den Kreuzfaden so nahe als irgend möglich an das Object.
Hierbei ist zu beachten, dafs der Kreuzfaden um etwas zur Linken des Objectes stehen und
dafs der Horizontalfaden das Object an einer klaren Stelle treffen mufs.
Dann zieht man die Druckschraube auf dem Lager und die zur Rechten der Curve befindliche
Schraube an, nimmt die linke Hand vom Rohre weg und bringt mittelst der Adjustirschraube
den Verticalfaden, gerade über oder unter den Horizontalfaden, so nahe an das Object, dafs nur ein eben bemerkbarer Lichtstreifen
zwischen denselben verbleibt, ohne dafs der Faden das Object deckt.
Während dieser Operation ist jede Berührung mit dem Tische zu vermeiden.
Zunächst löst man das am Linkerhandglase befindliche Excenter und adjustirt das linke
Ocular, ohne Tisch oder Glas unsanft anzufassen, dann wird der Indicator sorgfältig
eingestellt, bis der Verticalfaden des Glases linker Hand mit dem des anderen genau übereinstimmt.
Der Indicator ist nun im Stande, Distanzen anzuzeigen.
Ist die Distanz entnommen, und soll das Instrument weiter befördert werden, so schliefst
,man die Klappen an den Objectiven, stellt das Excenter ein und schraubt die Adjustirschraube
so weit ein, bis der Federhaken einschnappt.
Man löst die zur rechten Seite der Schraube befindliche Druckschraube, giebt dem Stift zur
Linken der Curve eine Vierteldrehung zurück und bewegt den Support so weit auf der Curve,
bis die Feder einschnappt.
Die zur Rechten der Curve befindliche Schraube wird angezogen.
Der zum Festhalten des Rechterhandglases bestimmte Stift wird jetzt freigestellt und das
Rohr, bis dasselbe einschnappt, bewegt.
Ist die Druckschraube des Lagers angezogen, so wird das Instrument vollständig zugeklappt.
Es ist geboten, das Instrument von Zeit zu Zeit zu controliren; dies geschieht durch Aufstellung
und Visirung nach einer . mit einem weifsen Kreuz auf schwarzem Grunde versehenen
Tafel, in einer der auf dem Indicator angegebenen Distanzen.
Stimmen die beiden Verticalfaden nicht mit dem Object, wenn der Zeiger auf dem Indicator
die Distanz, in welcher sich die Tafel befindet, anzeigt, so stellt man den Kreuzfaden des
Rechterhandglases genau auf die Mitte des Kreuzes ein, man löst die in der Nabe des Indicators
befindliche Druckschraube, hält den Indicator fest, so dafs der Zeiger auf die Distanz
der Tafel zeigt und dreht die zur Rechten des Indicators befindliche Schraube so lange, bis
der Kreuzfaden dieses Glases ebenfalls exact auf die Mitte des Tafelkreuzes zeigt.
Man zieht alsdann die Schraube in der Nabe des Indicators an.
Die Horizontalfäden werden durch die Schrauben k k adjustirt; nachdem dies geschehen ist,
sind die Gegenmuttern derselben fest anzuziehen.
Gegen die Einflüsse der Wärme erhält das Instrument eine die Operation leicht zulassende
Einhüllung in einem schlechten Wärmeleiter.
Die von mir angestellten praktischen Versuche ergaben das Resultat, dafs zur sicheren
Entnahme einer Distanz eine Zeit von io bis
15 Secunden erforderlich sei, eine Schnelligkeit, die noch von keinem der bisher existirenden
dergleichen Apparate erreicht worden ist.
Schliefslich sei noch erwähnt, dafs ich die directe Ablesung der Distanzen auf verschiedene
Weise erzielt habe:
1. Den von dem Fernrohr A um den Zapfen O1 a2 zurückgelegten Bogen habe ich gemessen
durch Anwendung einer centrischen Scheibe, in welche eine Anzahl von Schrauben, von denen
jede einzelne hinsichtlich' ihrer Länge je einer der zu messenden Entfernungen entspricht, eingesetzt
ist.
Die Enden dieser Schrauben bilden eine spiralförmige Curve; die obere horizontale
Fläche einer cylindrischen drehbaren Dose, in welcher sich die centrische Scheibe befindet,
ist den verschiedenen Entfernungen entsprechend graduirt.
2. Die Bögen und deren Differenzen sind gemessen worden durch eine excentrische
Scheibe, welche sich gegen eine an dem Glase A befindliche Frictionsrolle bewegt.
Die Excentricität dieser Scheibe mufs gleich dem von dem Fernrohr B zurückgelegten Bogen
x-— Xn sein.
Versieht man die flache Seite der Scheibe mit einer den Bogendifferenzen proportionalen
Theilung, so sind bei Drehung ,des Excenters ebenfalls die Entfernungen direct abzulesen.
3. Endlich habe ich die Entfernungen direct gemessen durch einen graduirten, an einer
Frictionsrolle am Rohre A und an einer festen Führung wirkenden Keil.
Haben auch diese Einrichtungen ganz zuverlässige Resultate ergeben, so ist dennoch
die vorstehend ausführlich beschriebene Construction des Indicators die einfachste, compendiöseste
und zweckmäfsigste.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:Wie vorstehend beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt:ι. Ein Distanzmefsapparat mit zwei zu relativer Bewegung in der Horizontal- und Vertical-Ebene fest verbundenen Fernröhren, von denen das Linkerhandglas aufserdem um einen an seinem vorderen Ende befindlichen Zapfen drehbar ist.
- 2. Ein die Distanzen durch directe Ablesung ohne Tabellen und ohne Rechnungs-Operationen ergebender Indicator.
- 3. Die Combination von Transport- und Schutzmitteln, welche das Instrument feldtüchtig und für das Schlachtfeld brauchbar machen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2540C true DE2540C (de) |
Family
ID=281806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2540D Active DE2540C (de) | Distanzmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2540C (de) |
-
0
- DE DENDAT2540D patent/DE2540C/de active Active
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