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Kratzkettenförderer Die Erfindung betrifft einen Kratzkettenförderer
mit zwischen aus Rundgliederketten bestehenden endlosen Kettenbändern eingeschalteten
Kratzern, die an ihren Enden Ausnehmungen für den Eingriff eines horizontalen Anschlußkettengliedes
der Xettenbänder aufweisen, wobei diese Anschlußkettenglieder mit einem Innensteg
versehen sind, der ein Loch für den Eingriff eines Sicherungsorgans aufweist. Ferner
bezieht sich die Erfindung auf die besondere Ausgestaltung der Kratzer und der Kratzerketten
sowie der AnschluSkettenglieder derselben für den Kratzeranschluß.
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Kratzkettenförderer mit aus Rundgliederketten bestehenden Kettenbändern
und dazwischen eingeschalteten Kratzern werden in der Praxis für vielseitige Zwecke
eingesetzt. Beispielsweise werden solche Förderer für den Transport von Schüttgütern,
wie Bergbau-Gewinnungsprodukten, als 3unkerabzugsförderer, zum Auf schütten und
Egalisieren von Schüttguthaufen usw. mit Erfolg verwendet.
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Die endlosen Kratzerketten der bekannten Förderer bestehen zumeist
aus einzelnen Kettenabschnitten, die über Kettenschlösser zu einem endlosen Kettenband
verbunden werden, wobei in die Kettenschlösser die Kratzer eingehängt werden.
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Es ist aber auch bekannt, die Kratzer ohne Zwischenschaltung besonderer
Kettenschlösser an die Kettenstränge anzuschließen.
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Nach einem seit langem zum Stand der Technik gehörenden Vorschlag
sollen die horizontalen Anschlußkettenglieder der Rundgliederketten mit einem eingeschweißten
Innensteg versehen werden, an welchem die Kratzer befestigt werden (D2-Gbm 1 710
950). An den Innenstegen werden dabei aus der Ebene der Kettenglieder aufragende
Gabel stücke befestigt, welche die Kratzerenden zwischen sich aufnehmen und mit
diesen mittels Schrauben verbunden werden. Die Kratzer weisen hierbei endseitig
Schlitze auf, in welche die horizontalen Anschlußkettenglieder einfassen. Auch ist
es bekannt, die Innenstege der Kettenglieder mit Vierkantlöchern zu versehen, in
welche an den Kratserenden angeformte Zapfen einfassen. Zur Sicherung der Verbindung
müssen hier besondere Winkelstücke od.dgl. verwendet werden,
welche
mit den Kratzern verschraubt werden. Eratzerbefestigungen dieser letztgenannten
Ausführungen sind verhältnismäßig bauaufwendig. Außerdem ist der Anschluß der Kratzer
an die Kettenbänder sowie das Auswechseln der Kratzer umständlich.
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Aufgabe der Erfindung ist es vor allem, bei einem Eratzkettenförderer
der genannten Art eine verbesserte und insbesondere vereinfachte Kratzerbefestigung
zu schaffen. Ferner bezweckt die Erfindung eine einfache und zweckdienliche Ausgestaltung
der Kratzerketten sowievder Kratzer und der für die Kratzerbefestigung dienenden
Verbindungsorgane.
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Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kratzer an ihren
Anschlußenden mit den Löchern im Innensteg der Anschlußkettenglieder fluchtende
vertikale Bohrungen aufweisen, und daß die Sicherungsorgane aus die fluchtenden
Löcher und Bohrungen durchfassenden Spannhülsen und/oder Schrauben od.dgl. bestehen.
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Erfindungsgemaß erfolgt also die Verbindung'der Kratzer mit den endlosen
Kettenbändern mit Hilfe einfacher Sicherungsorgane, wie Schrauben, Spannhülsen u.dgl.,
die lediglich in fluchtende Bohrungen und Löcher der Kratzerenden und der Innenstege
der waagerechten Kettenglieder eingeführt werden. Dies erlaubt eine einfache Gestaltung
der Kratzer und ebenso eine einfache und rasche Verbindung derselben mit den endlosen
Kettenbändern. Dabei lassen sich in besonders
zweckmäßiger Ausführung
Kratzer verwenden, die endseitig unter Bildung eines etwa zapfenartigen Anschlußstückes
in der Höhe verjüngt sind, wobei das zapfenartige Anschlußstück das horizontale
Anschlußkettenglied über- oder vorzugsweise unterfaßt und mit der vertikalen Bohrung
für das Sicherungsorgan versehen ist. Bei einer solchen einschnittigen" Kratzerbefestigung,
bei welcher also an den Eratzerenden jeweils nur ein das Anschlußkettenglied über-
oder untergreifendes zapfenartiges Anschlußstück vorgesehen ist, empfiehlt es sich,
die Ausnehmung an den Kratzerenden so zu bemessen, daß das zapfenartige.Anschlußstück
eine Höhe hat, die nicht größer ist als etwa die halbe Höhe der Kratzer im Mittelbereich.
Die Sicherung der Kratzerverbindung wird bei dieser Ausführung zweckmäßig mit Hilfe
von Spannhülsen und diese durchfassenden Schrauben vorgenommen.
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Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit die Enden der Kratzer,
wie bekannt, gabelförmig auszubilden, wobei die Gabelteile mit fluchtenden Bohrungen
für die Eratzerbefestigung versehen sind. In den Gabel schlitz wird das Anschlußkettenglied
mit seinem Innensteg eingeführt, so daß die Teile über die Sicherungsorgane verbunden
werden können. Die Verbindung kann hier ebenfalls mittels Spannhülsen und diese
durchfassender Schrauben oder aber mit Hilfe von zwei ineinanderliegenden Spannhülsen
bewerkstelligt werden. Bei gabelförmiger Ausbildung der Kratzerenden erhält man
somit eine "zweischnittige" Kratzerbefestigung.
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Insbesondere bei Verwendung von Spannhülsen u.dgl. für die Kratserbefestigung
empfiehlt es sich, an den Kratzerenden im Hundungsbereich der hier befindlichen
Bohrungen nutartige Aussparungen für eine Körnerschlagsicherung vorzusehen.
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Nach einem we1teren an sich selbständigen Erfindungsmerk mal weisen
sämtliche horizontalen Kettenglieder der parallelen Kettenbänder jeweils einen Innensteg
auf, während die vertikalen Kettenglieder steglos sein können. Dabei läßt sich die
Anordnung so treffen, daß nur ein Teil der horizontalen Kettenglieder in ihrem Innensteg
ein Loch für den Kratzeranschluß aufweist. Bei dieser Ausgestaltung der Kettenbånder
ergibt sich die Möglichkeit die Kratzer an weitgehend beliebigen Stellen und in
nahezu beliebigen Abständen an den Kettenbändern anzuschließen. Die Anordnung von
Innenstegen an sämtlichen horizontalen Kettengliedern hat überdies den Vorteil,
daß der Innenraum der Kettenglieder durch die möglichst breiten Innenstege weitgehend
nach auRen abgedeckt wird, so daß sich an diesen Kettengliedern kein faseriges oder
zum Kleben neigendes Fördergut festsetzen kann. Dies ist insbesondere bei schwierigem
Fördergut, wie es z.B. XEll darstellt, besonders vorteilhaft. Es besteht hier ohne
weiteres auch die Möglichkeit die vertikalen gettenglieder mit einem Innensteg zu
versehen.
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Das erfindungagemäße Anschlußkettenglied wird vorzugsweise zusammen
mit seinem Innensteg als einstückiges Gesenkschmiedeteil hergestellt, wobei die
Einhängeösen für die benachbarten
Kettenglieder eine etwa runde
oder ovale Form aufweisen.
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Dabei kann in dem Innensteg ein Rundloch für den Eratzeranschluß vorgesehen
werden. Es empfiehlt sich, die Einhängeösen für die benachbarten Kettenglieder in
ihrer Größe so zu bemessen, daß sie nur geringfügig größer sind als der Querschnitt
der benachbarten Kettenglieder an der Einhängestelle. Auf diese Weise ist der Innenraum
der AnschluSkettenglieder durch den verhältnismäßig breiten Innensteg weitgehend
verschlossen.
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In der Zeichnung sind Ausfffhrungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Kettenbandes zur Verwendung
bei einem im Obertruin oder Untertrum fördernden Kratzkettenförderer; Fig. 2 einen
Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1; Fig. 3 und- 4 zwei zweckmäßige Ausführungsformen
der Kratzerbefestigung an einem endlosen Kettenband; Fig. 5 eine Draufsicht auf
einen Abschnitt auf zwei parallele endlose gettenbänder mit dazwischen eingeschalteten
Kratzern; Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5; Fig. 7 einen Schnitt
nach Linie VII-VII der Fig. 5; Fig. 8 in Ansicht einen Kratzer für die zweischnittige
Kratzerbefestigung; Fig. 9 einen Schnitt nach Linie Ix-Ix der Fig. 8;
Fig
10 im Querschnitt einen Kratzkettenförderer, bei dem Kratzer gemäß den Fig 8.und
9 Verwendung finden; Fig 11 eine einschnittige Kratzerbefestigung; Fig. 12 in Ansicht
den Kratzer gemäß Fig0 11.
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Die als Rundgliederkette ausgebildete Kratzerkette 10 gemaß den Fig
1 und 2 besteht aus horizoxitalen Kettengliedern 11 und vertikalen Kettengliedern
12. Die horizontalen Kettenglieder 11 weisen jeweils einen breiten Innensteg 13
auf, dessen Dicke etwa gleich der Dicke des Kettengliedes ist und der an den seitlichen
Begrenzungskanten 14 konkav geformt ist, so daß etwa runde oder vorzugsweise ovale
Einhängeösen 15 für die vertikalen Kettenglieder 12 gebildet werden, deren lichter
Querschnitt nur geringfügig größer ist als der Querschnitt der Kettenglieder 12
an den Einhänge stellen. Die Kettenglieder 11 werden zweckmäßig als einstückige
Gesenkschmiedestücke hergestellt. Ein Teil der Kettenglieder 11 weist in ihrem Innensteg
13 ein Rundloch 16 auf, welches zur Kratzerbefestigung dient. Es wäre aber auch
möglich, sämtliche Kettenglieder 11 jeweils mit einem solchen Rundloch zu versehen.
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Die vertikalen Kettenglieder 12 sind normale Kettenglieder einer Rundgliederkette
ohne Zwischensteg. Es versteht sich, daß die Außenabmessungen der Kettenglieder
11 und 12 dieselben sind.
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In den Fig. 3 und 4 ist ein Kratzer 17 im Bereich seines
Anschlußendes
dargestellt, der hier gabelförmig ausgebildet ist. In den Gabelschlitz 18 zwischen
den Gabelteilen 19 ist ein horizontales Kettenglied 11 der Kratzerkette eingeführt.
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Die Gabelteile 19 weisen Bohrungen 20 auf, die mit dem Rundloch 16
des Kettengliedes 11 fluchten. In die fluchtenden Bohrungen 20 und 16 sind zwei
ineinanderliegende Spannhülsen 21 und 22 eingetrieben. Zur Sicherung dieser Verbindungsmittel
in den Bohrungen 20 sind an den Gabelteilen 19 im Bereich der Mündungen der Bohrungen
ringförmige Nuten 23 als Körnerschlagsicherung angeordnet.
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Die Kratzerbefestigung gemäß Fig. 4 entspricht derjenigen nach Fig.
3. Allerdings erfolgt hier die Sicherung der Verbindung mit Hilfe einer Schraube
24, welche die in die fluchtenden Bohrungen eingetriebene Spannhülse 21 durchgreift.
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Der Kopf 25 der Schraube sowie die Mutter 26 liegen versenkt in Aufweitungen
27 der am Gabel ende angeordneten Bolzenlöcher.
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In den Fig. 5 bis 7 sind zwei parallele Kettenbänder 10 dargestellt,
die dem Kettenband gemäß Fig. 1 weitgehend entsprechen. Allerdings weisen hier sämtliche
horizontalen Kettenglieder 11 an ihrem Innensteg 13 ein Rundloch 16 für die Kratzerbefestigung
auf. Die Kratzer können daher bei dieser Ausführung an beliebiger Stelle der Kettenbänder
angeschlossen werden. Mit 30 sind zwei zwischen die Kettenbänder eingeschaltete
Kratzer bezeichnet. Die Verbindung der beiden Enden der Kettenbänder erfolgt über
besondere Kettenschlösser 31.
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Die Kratzer 30 weisen auch hier gabelförmige Anschlußenden 32 mit
vertikalen Bohrungen 33 für die zweischnittige Kratzerbefestigung auf, die, wie
bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3, mit Hilfe der beiden Spannhülsen 21 und
22 erfolgt. Wie Figo 7 zeigt, sind die Kratzer endseitig mit verbreiterten Fußteilen
34 versehen, welche entsprechend der Umrißform der Kettenglieder 12 konkav- gekrümmte
Seitenflächen 35 aufweisen.
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Der Kratzer 40 gemäB den Fig. 8 bis 10 ist in einfacher Weise aus
einem Flacheisen gefertigt; er weist an seinen beiden Enden ebenfalls Gabel stücke
41 mit vertikalen Bohrungen 42 für die Befestigung an den horizontalen Kettengliedern
11 der beiden endlosen Kratzerketten auf. Die Befestigung erfolgt mit Hilfe von
Spannhülsen und/oder Schrauben, wie im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 beschrieben
ist.
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Der Kratzer ist an seiner Rückseite mit einer oberen Abschrägung 43
und einer unteren Abschrägung 44 versehen.
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Außerdem weist der Kratzer eine nach unten über die Gabelteile 41
vorspringende Kratzkante 45 auf. Dieser Kratzer eignet sich vor allem zur Verwendung
bei einem im Untertrum kratzenden Kratzkettenförderer, wie er als Ausführungsbeispiel
in Fig. 10 dargestellt ist. Es ist erkennbar, daß die nach unten vorspringende Kratzkante
45 im Untertrum über die seitlichen Stegbleche 46, auf welchen sich die Gabelenden
der Kratzer führen, herausragt, so daß die Kratzer ihre Kratzfunktion ausüben können.
Ein solcher Eratzkettenförderer kann z.B. zur Verteilung von Schüttgut, wie beispielsweise
Müll,
auf einem Schüttguthaufen bzw. zum Egalisieren von Schüttguthaufen u.dgl. verwendet
werden.
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In den Fig. 11 und 12 ist eine einschnittige Kratzerbefestigung dargestellt.
Die Kettenbänder 10 entsprechen hier dem in Fig. 1 dargestellten Kettenband. Die
Kratzer 50 weisen an ihren AnschluBenden Ausnehmungen 51 auf, so daß hier ein etwa
zapfenartiges Anschluß stück 52 gebildet wird. Es ist erkennbar, daß die zapfenartigen
Anschlußstücke 52 eine Höhe haben, die kleiner ist als die Gesamthöhe der Kratzer
50 in ihrem Mittelbereich. Die Zapfenstücke 52 sind mit vertikalen Bohrungen 53
versehen. Fig. 11 zeigt, daß die Anschlußstücke 52 im Fördertrum des Kratzkettenförderers
die horizontalen Kettenglieder 11 untergreifen. Die Verbindung der Kratzer erfolgt
in diesem Fall mit Hilfe von Spannhülsen und Schrauben 24, wie dies in Fig. 4 dargestellt
ist.
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Die Muttern 26 liegen geschütst in den Ausnehmungen 51 der Kratzerenden.
Die Kratzer 50 können ebenfalls aus billigen Flacheisenteilen hergestellt werden.