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DE2438321C2 - N-Oxazolidingruppen enthaltende Polymerisate - Google Patents

N-Oxazolidingruppen enthaltende Polymerisate

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Publication number
DE2438321C2
DE2438321C2 DE19742438321 DE2438321A DE2438321C2 DE 2438321 C2 DE2438321 C2 DE 2438321C2 DE 19742438321 DE19742438321 DE 19742438321 DE 2438321 A DE2438321 A DE 2438321A DE 2438321 C2 DE2438321 C2 DE 2438321C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxazolidine
hydrogen
unsaturated
polymers
alkyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19742438321
Other languages
English (en)
Other versions
DE2438321A1 (de
Inventor
Herbert Dipl.-Chem. Dr. 6719 Wattenheim Naarmann
Heinz Dipl.-Chem. Dr. 6703 Limburgerhof Pohlemann
Kurt Dipl.-Chem. Dr. 6702 Bad Dürkheim Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19742438321 priority Critical patent/DE2438321C2/de
Publication of DE2438321A1 publication Critical patent/DE2438321A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2438321C2 publication Critical patent/DE2438321C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F20/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F20/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
    • C08F20/52Amides or imides
    • C08F20/54Amides, e.g. N,N-dimethylacrylamide or N-isopropylacrylamide
    • C08F20/58Amides, e.g. N,N-dimethylacrylamide or N-isopropylacrylamide containing oxygen in addition to the carbonamido oxygen, e.g. N-methylolacrylamide, N-acryloylmorpholine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

Ri R1
— C —C —
H C = O
enthalten, worin
R = Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl R, = Wasserstoff, Alkyl R, = Wasserstoff, COOX, CONH, oder
C — N — CH,
CH,
C-O
X = Wasserstoff, Metallkation, Alkyl. Cycloalkyl oder Aryl sein können. 2. Verfahren zur Herstellung von Oxazolidingruppcn enthaltenden Polymerisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man ungesättigte N-Oxazolidinderivale der allgemeinen Formel
R, R-.
j !
C =C
R N-
\ i
ClI,
CH;
worin
R
R,
R
Wasserstoff. Alkyl. Cycloalkyl, Aryl
Wasserstoff. Alkyl
Wasserstoff. COO\. C()NH: oder
C-N — Cll·
O j CH;
j /
C-O
R R
R N-
\l c
-CH,
CH,
enthalten, in der R Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl, Ri Wasserstoff oder Alkyl und R, Wasserstoff, eine Carboxylgruppe, ein carbonsaures Salz, ein Ester, ein Amid oder ein N-Carbonyloxazolidinresi sein können.
Bei derartigen Polymerisaten handelt es sich um polyfunktionelle makromokularc Stoffe, deren Seitenzweige Oxazolidiiigmppen aufweisen, und die entsprechenden Substitionsreaktionen zugänglich sind. Die neuen Polymerisate weisen Molekulargewichte zwischen 1000 und 3 000 000. vorzugsweise zwischen 10 000 und 100 000 auf.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung derartiger Polymerisate. Die Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß man ungesättigte N-Oxazolidinderivate der allgemeinen Formel
R: R,
i i c =c
H C = O
R N CH,
CH,
wobei
R = Wasserstoff. Alkyl. Cycloalkyl. Aryl
Ri = Wasserstoff, Alkyl
R: = Wasserstoff. COOX, CONH, oder
— C —N-CH-
CH,
C-O
\ = WavMTMi.fi Met.illkaiion. -Mk^ (wloalkyl 'Hk" Λ τ s' vi'ir Können. gegebenenfalls mn ,linieren π I c fm ivt h u η ge van ig ι en Monomeren poi\ men sie π.
und X ■■= Metallation. Wasserstoff. Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl vein können.
gegebenenfalls /uvammeii niii anderen olefinisch ungesättigten Monomeren polymerisiert.
Besonders geeignete ungesättigte N Oxazolidindenvate sind die Verbindungen I bis Vl:
CH2=CH-CO-N-
CH2=C-CO-N-
-CH2
CH2 CH2
O
-CH2
CH3
CH2 CH2
CH2=CH-CO-N-
CH3
\
/
CH3
CH2=CH-CO-N
H
CH2
(III)
CH
CH2 = CH-CO-N-HO-^f "S-CH
CH2
CH:
CH2
CH;
CH2
(IV)
(V
CH2 N-CO-CH = CH-CO-N CH2
CH2 CH2 CH2 CH,
(VI)
Solche ungesättigten Oxazolidinderivate können beispielsweise hergestellt werden, indem man Oxazolidine am Stickstoff mit ungesättigten Säurechloriden zur Reaktion bringt.
Geeignete olefinisch ungesättigte Comonomere sind Olefine wie Äthylen, Propylen, Butadien oder Isopren; Styrol und substituierte Styrole, wie «-Methylstyrol, p-Chlorstyrol und p-Methylstyrol; Acrylsäureester und Methacrylsäureester, ζ. Β. des Methanols, Äthanols, Butanols oder Äthylcyclohexanols; Hydroxy- und Aminoderivate von Acrylsäureestern, wie Hydroxypropylacrylateoder Dimethylaminoäthylacrylat; Acryl- und Methacrylsäureamid und substituierte Amide, wie N-Methylolacrylamid, N-Methylolmethacrylamid oder deren Äther; Acryl- und Methacrylnitril, Vinylester, wie Vinylacetat und Vinylpropionat; Vinyläther, wie Me thyl- oder Äthylvinyläther; ferner Fumar-, Malein- oder Itaconsäure, sowie Ester und Anhydride dieser Säuren. Von diesen monomeren Verbindungen können auch gleichzeitig zwei oder mehr mn den unges.itugien N-Oxazolidinderivaten copolymensiert werden.
Für die Herstellung der Copolymerisate kann der Anteil an ungesättigten N-Oxazolidinderivaten in weiten Grenzen schwanken, beispielsweise zwischen 1 und 99, insbesondere zwischen 5 und 20 Gewichtsprozent.
Die Polymerisation wird entweder thermisch oder mit üblichen radikalischen Initiatoren ausgelöst. Geeignete Initiatoren sind beispielsweise Wasserstoffperoxid, '< anorganische Peroxide oder organische Hydroperoxide und Peroxide, in Radikale zerfallende aliphatische Azoverbindungen, Redoxkatalysatorsysteme, wie die Systeme Persulfat und Ascorbinsäure, Natriumhydrosulfit oder Eisen-II-Salze, ferner die als Radikalbildner ■ bekannten Chelate von Übergangsmetallen, insbesondere solche, in denen das Metall in einer geeigneten Wertigkeit vorliegt, wie Chelate des Mangan (III), Kobalt (III), Kupfer (H) und Cer (IV) mit 13-Dicarbonylverbindungen.
Die Initiatoren werden im allgemeinen in einer Menge von 0,05 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die Monomerenmenge, verwendet. Die optimale Menge und der optimal wirksame Initiator lassen sich durch Versuche leicht ermitteln.
" Die Polymerisation kann in Substanz durchgeführt werden, man kann jedoch auch in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln arbeiten. Gut geeignet dafür sind beispielsweise Alkohole, Ketone, Äther, aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische
.··. Kohlenwasserstoffe, sowie Formamid und Dimethylformamid. Besonders vorteilhaft wird Wasser als Verdünnungsmittel verwendet.
Die bei anderen Monomeren üblichen Suspensions-, Lösungs- oder Emulsionspolymerisationsverfahren
;n kommen auch für das obige Verfahren in Frage. Auch bezüglich der gegebenenfalls verwendeten Hilfsmittel, wie Puffersubstanzen, Dispergiermittel und Schutzkolloide unterscheidet sich das erfindungsgemäße Verfahren nicht von bekannten Verfahren.
;> Die Polymerisation kann in einem weiten Temperaturbereich, etwa zwischen 0 und 150. vorzugsweise zwischen 50 und 12O0C durchgeführt werden. Man arbeitet im allgemeinen bei Atmosphärendruck, doch können auch niedere oder höhere Drücke, beispielswei-
■'" se bis zu 3000 atü, angewandt werden, Insbesondere bei Verwendung von niedrigsiedenden Comonomeren wird bei höheren Drücken gearbeitet, um eine ausreichende Konzentration des Comonomeren im Reaktionsgemisch zu bewirken.
<■' Die Copolymerisation der ungesättigten N-Oxazolidinderivate mit Äthylen oder Butadien wird vorteilhaft in Emulsion durchgeführt, indem man die miteinander copolymerisierbaren Monomeren in eine wäßrige Seifenemulsion, die einen Initiator, ein Puffersystem und
"'" gegebenenfalls ein Schutzkolloid enthält, einbringt und bei erhöhtem Druck polymerisiert. Die Copolymerisation mit Acrylsäureestern wird zweckmäöigerweise in aromatischen oder aliphatischen Kohlenwasserstoffen unter den für die Polymerisation von Acrylsäureestern
">"' bekannten Bedingungen durchgeführt.
Die erfindungsgemäßen Polymerisate können beispielsweise für die Herstellung von Formkörpern. Überzügen oder Klebemitteln, auch im Gemisch mit anderen Kunststoffen wie Polyäthylen, Polypropylen
w oder Mischpolymerisaten aus Äthylen und Vinylacetat, verwendet werden Derartige Produkte sind besonders farbaffin. Wegen ihrer oberflächenaktiven und antistatischen Eigenschaften sind die erfinciungsgem.iUen Polymerisate auch zum \ credeln von ''.ιρκ.·' und Textilien geeignet. Copolymerisate \or; 'Vmsaureestern. die etwa 2 bis 20 Gcwichtspro/en· der ungesättigten N-Oxazolidinderivate und etwa 2 bis 10 Gewichtsprozent hydrotylgriippenhaltigen Monomere.
wie Hydroxypropylacrylate, enthalten, finden Verwendung als Korrosionsinhibitoren oder zur Naßverfestigung. Sind zusätzlich zu den Oxazolidinseitengruppen noch andere Reaktivgruppen, wie -OH2, -NH2-, — COOH im Copolymerisat vorhanden, so kann das Copolymensat unter dem Einfluß von Licht oder Temperatur vernetzt werden und ist als Reaktivlack verwendbar.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente beziehen sich jeweils auf das Gewicht Die /(-Werte sind ein Maß für das mittlere Molekulargewicht Sie wurden jeweils einprozentig in Dimethylformamid nach der Vorschrift von H. Fikentscher, beschrieben in Cellulosechemie 13, (1S32) Seite 58 bestimmt.
Beispiel 1
100 Teile der N-Acryloyloxazolidinverbindung I werden unter Stickstoffatmosphäre und Rühren mit 0,1 Teilen Azobisisobuttersäurenitril vier Stunden auf 600C erhitzt. Nach dem Fällen mit Methanol, Auswaschen und Trocknen werden 90 Teile eines Polymerisats vom K-Wert 40,5 erhalten, das eine Glastemperatiir Tc von +1070C hat. Der Stickstoffgehalt beträgt 10,8% (theoret 11,02%).
Beispiele 2 bis 12
Acrylsäureäthylester und die N-Methacryloyloxazolidinverbindung Il werden in bestimmten Mengenverhältnissen gemischt und mit jeweils 0,1% Azobisisobuttersäurenitril versetzt und zwei Stunden auf 700C erhitzt Die Copolymerisate wurden mit Methanol gefällt, gewaschen und im Vakuumtrockenschrank 10 Stunden bei 60° C und 12 Torr getrocknet Die Eigenschaften der erhaltenen Produkte sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
Beispiel
Anteil von Il
in Ansatz
Umsatz K-Wert
Anteil von II
im Copolymerisat
2 1
3 5
4 10
5 20
6 30
7 40
8 50
9 60
10 70
11 80
12 90
30 Teile der ungesättigten Oxazolidinverbindung VI werden mit 300 Teilen Toluol sowie 30 Teilen Styrol vermischt. Als Initiator dienen 3 Teile Azodiisobutyronitril. Auf dieses Gemisch wird unter Rühren innerhalb 0,6 4,6 9,2 18,2 26,5 38,0 48,0 56,0 66,0 78,5 88,5
Druck des Butadiens im Gasraum 2,85 atü beträgt. Die Lösung hat nach der Reaktionszeit von 8 Stunden einen Trockengehalt von 32,1 Gewichtsprozent. Der K-Wert des Polymerisats beträgt 82. Der Anteil an eingebauter
96,8 63,5
94,6 66
96,8 70
96,6 70,5
96,8 70,2
99,0 72,5
93,5 73,5
98,5 71
100 70
100 76
100 71,5
Beispiel 13
8 Stunden bei 80° C soviel Butadien aufgepreßt, daß der 4 5 Verbindung VI beträgt 29,8%.
Beispiel 14
Es wird wie in Beispiel 13 gearbeitet, jedoch die ungesättigte Oxazolidinverbindung V mit Methacrylsäuremethylester copolymerisiert Bei 90°C wird innerhalb von 8 Stunden eine Lösung mit einem Trockengehalt von 25% erhalten. Der K- Wert des Copolymerisats mit einem Anteil von 27,4 Gewichtsprozent an einpolymerisierter Verbindung V beträgt 23%.
Beispiel 15
Wird wie in Beispiel 9 gearbeitet, jedoch der Acrylsäureäthylester durch Acrylnitril ersetzt, so wird ein Umsatz von 95%, ein K- Wert von 71,5 und ein Anteil von 50,5% an einpolymerisierter Verbindung II erreicht.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. N-Oxazolidingruppen enthaltende Polymerisate, die Strukturelemente der allgemeinen Formel
— C —C —
C = O
R N CH,
\l I
C CH;
Dei Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, Polymerisate zu schaffen, welche die Reaktivität des Oxazolidins aufweisen und darüber hinaus noch andere reaktionsfähige Giuppen enthalten können.
Die Aufgabe wird gelöst durch Polymerisate, welche Strukturelemente der allgemeinen Formel:
DE19742438321 1974-08-09 1974-08-09 N-Oxazolidingruppen enthaltende Polymerisate Expired DE2438321C2 (de)

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DE2438321A1 DE2438321A1 (de) 1976-02-26
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2438321A1 (de) 1976-02-26

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D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8330 Complete disclaimer