DE2438113A1 - Verfahren und vorrichtung zum fuegen von furnier - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum fuegen von furnierInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27D—WORKING VENEER OR PLYWOOD
- B27D1/00—Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
- B27D1/10—Butting blanks of veneer; Joining same along edges; Preparatory processing of edges, e.g. cutting
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Fügen von Furnier Klein- und mittelflächige Furnierblätter werden vor ihrer Verarbeitung häufig zu größeren Flächen miteinander an den ändern verbunden. Diese Verbindung bezeichnet man als Fügen. Beim Fügen der Längskanten können die Furniorblätter mit Leim stumpf miteinander verbunden werden. Schäftung ist nicht erforderlich. Eine Verleimung der Stirnfugen ist jedoch nur dann erfolgversprechend, wenn diese zuvor geschäftet wurden. Eine stumpfe Verleimung hat sich bislang als nicht praktikabel erwiesen, da herkömmliche Verleimungsverfahren bei der Hirnholzverleimung nicht zu einer haftenden Verbindung führen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren uiid eine Vorrichtung zuin gen von Furnier zu schaffen, die nich nur das Fügen aii den Längsseiten sondern auch an den Stirnseiten des Furniers gestatten.
- Das Verfahren soll einfach und rasch durchzuführen sein, insbesondere ohne Scliäftunü;.
- Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß das Verbindungsmaterial in die in der gewünscii ten relativlage gehaltene Fuge von der Seite her eingepreßt wird. Zweckmäßigerweise wird ein thermoplastisches Material, z. B. ein Schmelzkleber, oder ein nach dem Einpressen irreversibel aushärtendes Material, z. B. ein Leine verwendet. Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß sie mit Einrichtungen zum Halten der zu verbindenden Furniere in der gewünschten Relativlage und einer Düse für das Verbindungsmaterial ausgerüstet ist, wobei die Düse quer zur Furniererstreckung im Fugenbereich gegen das Furnier preßbar ist.
- Durch das Verfahren der Erfindung wird erreicht, daß das unter Druck eingeführte thermoplastiscile Verbindungsmaterial in die überwiegend senkrecht zur Verbindungsfläche verlaufenden Faserzwischeräume eindringen kann und beim Erstarren bzw.
- Aushärten eine feste Verbindung gewährleistet.
- en die Düse auf die Fuge aufgesetzt ist, wird das Verbindungsmaterial in der Düse unter Druck gesetzt, so daß der in die Fuge eingepreßt wird, wo er erhärtet. Erstarren bzw. Aushärten kann insbesondere bei Schmelzklebern sehr rasch vonstatten gehen, so daß der gesamte Fügevorgang nur geringe Zeit beansprucht. Die geringe Aushärtungszeit hat auch den Vorteil, daß das Verbindungsmaterial nicht vor dem Aushärten übermäßig von den Poren der Stirnfuge aufgesogen werden kann.
- Zwar dringt er unter dem Düsendruck auch in die Stirnporen ein, was zu einer vorzüglichen Verankerung des Materials in den Stirnflächen führt; wegen der kurzen Aushärtungszeit verbleibt es aber in der Fuge und vermag somit die Verbindungsfunktion zu erfüllen.
- l)ws Verbindungsmaterial braucht nicht bis zwn Abbinden unter dem Düsendruck zu verbleiben. Es ist lediglich erforderlich, den Düsendruck solange aufrecht zu erhalten, bis eine ausreichende Menge in die Fuge eingedrungen ist und die zu verbindenden Oberflächen in ausreichendem Maße benetzt hat. Dazu genügen im Normalfall wellige Sekunden oder gar nur Bruchteile einer Sekunde.
- Die erfindungsgemäß erwünschte schnelle Aushärtungszeit ist nicht an die Verwendung Voll Schmelzkleber gebunden, wenngleich dieser besonders vorteilhaft ist. Es können vielmehr auch andere Materialien verwendet werden, deren Aushärtungszeit kurz ist oder deren Aushärtung durch äußere Einflüsse beschleunigt werden kann, beispielsweise durch Wärmeeinwirkung oder Härtungskatalysatoren.
- Beispielsweise kann ein warmhärtendes Material in die vorher erhitzte oder auf einer heißen Unterlage liegende Fuge eingepreßt werden0 Ein großer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß wegen seiner Sinfachheit und Schnelligkeit auch kleine Furnierstücke wirtschaftlich miteinander verbunden werden können, die bislang wegen des erhebliclien Fügeaufwands als Abfall verworfen wurden,obwohl sie mitunter einen erheblichen Materialwert repräsentieren.
- Die Materialdüse kann als Schlitzdüse ausgebildet seiii, wenn gewünscht wird, daß die gesamte lugestlänge mit dem Verbindungsmaterial beaui'-schlagt wird. In vielen Fällen reicht es aber auch aus, die Fuge nur punktweise zu heften.
- Man kann sich daher in vielen Fällen mit einer nur einen kurzen Bereich einer Fuge beauS-schlagenden Düse oder einer Mehrzahl solcher Düsen begnügen. Solche nur einen kurzen Fugen bereich beaufschlagende Düsen können je für sich schlitzförmig oder auch - bei extrem kurzer Beauischlagungslänge - eine runde Düsenöffnung aufweisen, die sozusagen punktförmig wirkt. Solche Einzelddsen können in geradliniger Xeihenanordnung zur Behandlung einer geraden Fuge in der Fügevorrichtung vorgesehen sein, wobei sich die Zahl der jeweils aktiven Düsen nach der Länge der Fuge bestimmen läßt.
- Die Erfindung wird im folgenden näher anhand der Zeichnung erläutert, die in einer Figur einen schematischen Teilschnitt durch die Vorrichtung veranschaulicht.
- Auf einer starren Unterlage 1 sind zu fügende lurnierblätter 2 ao aufgelegt, daß sich eine lauge 3 unter einer Düse 4 befindet0 Diese liat: man sich ini Verhältnis zur Unterlage 1 beweglich vorzustellen, so daß sie nach dem Auflegen der Furnierblätter 2 auf die Unterlage 1 auf die Fuge 3 herabgesenkt und so fest aufgepreßt werden kann, daß etwaige Dickenunterschiede der zu fügenden Furnierblätter 2 ausgeglichen werden und ein dichter Abschluß rings um die Düsenöffnung 5 erzeugt wird. Sodann wird der in der Düse befindliche, in der Zeichnung nicht gesondert dargestellte Schmelzkleber unter Druck gesetzt, so daß der in die Fuge 3 eindringt und sie im Bereich der Düse im wesentlichen ausfüllt. Danach kann die Düse wieder abgenommen werden, und man läßt den in der uge befindlichen Schmelzkleber aushärten.
- Damit die Fuge auch dann noch die vorgesehen Stellung beibehält, kann ein Niederhalter 6 vorgeseilen sein, der im Falle einer punktförmig wirkenden Uiise beispielsweise als Hing um die Düse ausgebildet sein kann und unabhängig von dieser relativ gegenüber der Unterlage 1 beweglich uiid auf die Funierblätter preßbar ist.
- Im Falle der Verwendung von Schmelzkleber kann die Unterlage 1 gekühlt werden. Wenn ein unter erhöhter Temperatur oder anderweitig aushärtender 1(leber verwendet wird, kann die Unterlage 1 erhitzt werden0 Bei der Verwendung von heißaushärtendem Kleber kann auch ein heißer Stempel nach dem Entfernen der Düse von oben auf die Fuge gepreßt werden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Fügen von Furnier mittels eines in der Fuge erstarrenden
Verbindungsmaterials, dadurch gekennzeichnet, dat3 das Verbindungsmaterial in die
in der gewünschten Relativlage gehaltene Fuge von der Seite her eingepreßt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schmelzkleber
verwendet wird.
3.) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekenllzeichnet, daß sie mit Einrichtungen (1,6) zum halten der zu verbindenden
Furniere (2) und einer Düse (4) ausgerüstet ist, woei die J)üse quer zur Furniererstreckung
im Fugenbereich (3) gegen das Furnier preßbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2438113A DE2438113A1 (de) | 1974-08-08 | 1974-08-08 | Verfahren und vorrichtung zum fuegen von furnier |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2438113A DE2438113A1 (de) | 1974-08-08 | 1974-08-08 | Verfahren und vorrichtung zum fuegen von furnier |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2438113A1 true DE2438113A1 (de) | 1976-02-19 |
Family
ID=5922700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2438113A Pending DE2438113A1 (de) | 1974-08-08 | 1974-08-08 | Verfahren und vorrichtung zum fuegen von furnier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2438113A1 (de) |
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-
1974
- 1974-08-08 DE DE2438113A patent/DE2438113A1/de active Pending
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