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Kennwort: Düsenverriegelung Autogenbrenner Die Erfindung betrifft
einen Autogenbrenner , insbesondere einen Maschinenbrenner mit einem Brennerschaft
zur Befestigung an einer Brennerhalterung, einem Brennerkopf mit Anschlüssen für
die Bearbeitungsgase sowie mit einer dem Brennerkopf zugeordneten Düse.
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Bei den Autogenbrennern der oben genannten Gattung erfolgt die Befestigung
der Düse am Brennerkopf beispielsweise mittels einer DruckschraubeJ durch welche
die Düse mit ihren Konen in die entsprechend gestaltete Aufnahme öffnung des Brennerkpfes
gasdicht eingepreßt wird (vgl. hierzu DOS l 429 139). Dies ist in der Regel bei
gasemischenden Brennern der Fall.
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Bei Schneiddüsen mit Düsenkappe erfolgt deren Befestigung am Brennerkopf
bekannterweise mit Hilfe einer überwurfmutter.
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Unabhan'gig davon, ob der Autogenbrenner als ein Schweiß-,Schneid-und
A der Flämrnbrenner ausgebildet ist, die Anbringung der Düse am Brennerkopf erfolgt
nach dem Stand der Technik, also entweder durch eine Druckschraube oder eine tlberwurfmutter.
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Diese Art der Befestigung mag solange ausreichend sein, als Düsen
mit kleiner Baugröße am Brennerkopf befestigt werden, wie es beispielsweise bei
den autogenen Handbrennern der Fall ist.
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Wesentlich schwieriger und vor allem auch umständlicher ist die Befestigung
von Düsen an aschinenbrennern. Bei Maschinenbrennern,
die üblicherweise
von verhältnismäßig großer Bauweise sind, werden die Düsen von Muttern mit einer
Schlüsselweite von 22 und mehr am Brennerkopf gehalten. Muttern dieser Größe erfordern
auch entsprechend große Schlüssel. Darüberhinaus ist es beim Anziehen der Mutter
stets erforderlich mit einem zweiten Schlüssel (Schlüsselweite in der Regel 28 und
mehr) welcher am Brennerschaft an einer dort vorgesehenen Schlüsselflache angreift,
gegenzuhalten, um zu verhindern, daß durch das~auf die Dnenschraube ausgeübte Drehmoment
eine Beschädigung der Brennerhalterung oder der Brennereinstellorgane erfolgt.
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Normalerweise müßte zum Festziehen der Druckschraube oder der Uberwurfmutter
ein Drehmomentenschlüssel verwendet werden.
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Die Praxis hat aber gezeigt, daß zur Montage oder auch wenn nur eine
DUse ausgewechselt werden muß, stets ein Üblicher Schraüoenschlüssel verwendet wird
und die Druckschraube (Überwurfmutter) eben soweit angezogen wird, bis es nicht
mehr geht.
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Da oftmals auch vergessen wird, beim Festziehen der Mutter (Schraube)
mit einem zweiten Schlüssel gegenzuhalten, treten sehr schnell bleibende Beschädigungen
an der Brenneraufnahme auf. Insbesondere auch bei Mehrbrenneraggregaten (z.B. 3-Brenneraggregat
in bestimmten Winkeln einander zugeordneten Brennern), bei denen die Winkelesnstellvorrichtung
durch die Anziehkraft (bei fehlender Gegenkraft) in Mitleidenschaft gezogen wird,
ist daher eine exakte Winkeleinstellung nicht mehr möglich.
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Auch ist es weiterhin sehr schwierig, hervorgerufen durch die konstruktiv
räumliche Enge, vor allem bef den Brennerbefestigungen von Brennschneidmaschinen
(insbesondere bei 3-Brenneraggregaten), die Düsen ordnungsgemäß zu befestigen, da
hierfür -wie erwShnt- Schlüssel mit großer Schlüsselweite erforderlich sind.
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Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik und dessen
Nachteilen, ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsmöglichkeit
für Düsen zu schaffen, durch welche keine Uberwurfmutter oder Druckschraube und
somit auch keine großen Schlüssel mehr erforderlich sind und durch die auch weiterhin
die Düsen an sonst verhältnismäßig unzugänglichen Stellen (z.B. bei einem 3-Brenneraggregat)
ohne Schwierigkeiten leicht und vor allem schnell montiert und demontiert werden
können.
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Zur Lösung der genannten Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß die Düse von wenigstens einem Klemmorgan am Brennerkopf gehalten ist.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist darin zu sehen,
daß das Klemmorgan als ein Block ausgebildet ist, dessen beiden Schmalseiten Jeweils
ein Schlitz zugeordnet ist.
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Um die Düse mit dem Klemmorgan verbinden zu können, ist zwischen den
Schlitzen eine Bohrung zur Aufnahme der Düse angeordnet.
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Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, daß das Klemmorgan mit von
den Schlitzen aufgenommenen Schrauben am Brennerkopf befestigt ist.
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Zur Erleichterung des Ein- oder Ausbaues einer Düsen ohne daß die
Schrauben vollständig aus dem Brennerkopf herausgedreht sondern nur gelockert werden
müssen, ist es weiterhin von Vorteil wenn der Schlitz nach der Breitseite des Klemmorganes
hin offen ist.
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In diesem Zusammenhang ist es weiterhin günstig, wenn Jedem der beiden
Breitseiten eine Schlitzöffnung zugeordnet ist.
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Aufgrund dieser vorteilhaft gegensinnigen Anordnung der Schlitze ist
es lediglich erforderlich, beispielsweise bei einem Auswechseln einer Düse, die
beiden Befestigungsschrauben um einige Gewindegänge herauszudrehen, so daß das die
Düse haltende Klemmorgan gelockert und um die Düse aus dem Wirkbereich der Schrauben
herausgeschwenkt werden kann, um dann zusammen mit der Düse vom Brennerkopf abgenommen
zu werden.
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Das erfindungsgemäße Klemmorgan ist weiterhin in vorteilhafter Weise
gekennzeichnet durch die Gestaltung und Anordnung der Schlitze in Bezug auf Gewindebohrungen
für die Schrauben im Brennerkopf derart, daß die Unterseite eines Schraubenkopfes
an dem der Schmalseite zugeordneten Bereich des Schlitzes zur Anlage kommt.
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Dadurch ist gewährleistet, daß beim Festziehen der Schraube das Klemmorgan
sich in Schraubendrehrichtung zu verschwenken versucht und dabei an den Schraubenschaft
gelangt. Somit ist eine einwandfreie reibschlüssige Verbindung zwischen Schrauben
kopf und Klemmorgan gewährleistet, welche für eine sichere Befestigung der Düse
im Brennerkopf erforderlich ist.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
es von Vorteil, wenn das Klemmorgan zweiteilig ausgebildet ist.
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Diese bevorzugte Ausführungsform besteht darin , daß beidseitig der
Düse am Brennerkopf eine Pratze angeordnet ist.
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Um auch in diesem Falle zu vermeiden, daß bei einem Düsenwechsel nicht
die Schrauben ganz aus dem Brennerkopf herausgedreht werden müssen, wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß in der Pratze ein Langloch zur Aufnahme der Befestigungsschraube
vorgesehen ist.
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Dieses Langloch gestattet nach einem Lockern der Schraube ein Zurückziehen
der Pratze aus ihrem Wirkbereich mit der Düse, so daß diese dann mühelos aus dem
Brennerkopf herausgezogen werden kann.
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Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
dient im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung der weiteren Erläuterung.
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Es zeigen: Fig. 1 einen Brennerkopf mit Düse einschließlich des erfindungsgemäßen
Klemmorganes Fig. 2 den Brenner im montierten Zustand Fig. 3 den Brenner bei der
Düsenmontage Fig. 4 das erfindungsgemäße Klemmorgan und Fig. 5 einen Brenner mit
einer zweiten Ausführungsrorm des erfindungsgemäßen Klemmorganes.
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Fig. 1 zeigt in auseinandergezogener Darstellung einen Maschinenschneidbrenner
10, wie er beispielsweise an Koordinatenbrennschneidmaschinen verwendet wird. Der
Maschinenschneidbrenner weist einen Brennerschaft 12 auf , mittels dem der Brenner
an einer (nicht dargestellten) Brenneraufhängung betestigt ist, und an dem weiterhin
ein Brennerkopf 14 angeordnet ist.
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An diesem Brennerkopf ist eine Düse 16, im vorliegenden Falle eine
Sohneiddüse, vorgesehen.
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Die Befestigung der Düse 16 am Brennerkopf 12 erfolgt durch ein erfindungsgemäßes
Klemmorgan 18, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Das Klemmorgan hat die Form eines
quaderförmigen Blockes, in dessen Mitte eine Bohrung 20 zur Aufnahme der Düse 16
vorgesehen ist.
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Wie weiterhin aus Fig. 4 ersichtlich, ist im Bereich der beiden Schmalseiten
22 des Klemmorganes Jeweils ein Schlitz 24 eingearbeitet. Jeder der beiden Schlitze
ist nach der Breitseite 26 des Klemmorganes hin offen.
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Während die eine äußere Begrenzungsfläche des Schlitzes parallel zur
entsprechenden Schmalseite 22 verläuft, ist die andere (innere) Begrenzungsfläche
schräg von der Schmalseite 22 weg nach innen (zur Bohrung 20 verlaufend) gerichtet.
Hieraus ergibt sich, daß der Schlitz bis zu seiner im Bereich der Breitseite 26
vorhandenen Schlitzöffnung 28 stetig breiter wird. Aus Fig. 4 ist ferner noch zu
entnehmen, daß Jeder Breitseite 26 eine Schlitzöffnung 28 zugeordnet ist.
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Beim Einbau der Düse 16 in den Brennerkopf 12 werden zweckmäßigerweise
zuerst die beiden Befestigungsschrauben 30 um ein gewisses Maß in die dafür vorgesehenen
Gewindebohrungen des Brennerkopfes 12 eingeschraubt. Anschließend wird die Düse
16 in die Bohrung 20 des Klemmorganes 18 soweit eingeschoben, bis sie (16) mit ihrem
Ringbund 32 am Bohrungsrand anliegt (vgl. hierzu Fig. 1). Die Düse wird nun in die
Aufnahmebohrung 34 des Brennerkopfes 12 eingesteckt, wobei hier zu beachten ist,
daß das Klemmorgan 18 so ausgerichtet ist (z.B. in Bezug auf Fig. 2 um 900 verschwenkt),
daß es zwischen den beiden Schrauben 30 zum Brennerkopf hin bewegt werden kann.
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In dieser Position wird dann das Klemmorgan im Uhrzeigersinn verschwenkt
(Fig.3), bis die beiden Schrauben 30 von den Schlitzen 24 aufgenommen sind (Fig.
2).
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Zum Schluß werden dann die Schrauben festgedreht, so daß die Düse
mit ihren Konen 36 gasdicht in die entsprechend geformte Aufnahmebohrung 34 eingepreßt
ist.
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Die Anordnung und Form der Schlitze 24 in Bezug auf die Schrauben
30 ist so gewählt, daß die Unterseite 31 des Schraubenkopfes an dem der Schmalseite
22 zugeordneten Bereich des Schlitzes 24 zur Anlage kommt.
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Die Befestigung der Düse mit Hilfe des erfindungsgemäßen Klemmorganes
ermöglicht die Verwendung von sehr kleinen Schrauben, z.B.M G gegenüber bisher M
18 bis M 22 und mehr der bisherigen, bekannten Konstruktionen. Durch den Einsatz
dieser klein dimensionierten Schrauben sind erheblich geringere Drehmomente für
das Festziehen des Klemmorganes und das gasdichte Einpressen der Konen der Düse
in den Brennerkop£.erforderlich, die selbst bei nicht genügendem oder gar keinem
Gegendrehmoment keinerlei Beschädigung an der Brennerbefestigung, bzw. keine bleibenden
Veränderungen von Winkeleinstellungen an 3-Brenneraggregaten zur Folge haben.
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Es ist völlig ausreichend, wenn der Monteur beim Festschrauben oder
beim Lösen der Schrauben die Gegenkraft mit der Hand, also ohne einen zweiten Schraubenschlüssel
ausübt.
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In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform eines Klemmorganes dargestellt.
In diesem Falle ist das Klemmorgan zweiteilig ausgebildet und besteht aus Je einer
beidseitig der Düse 16 angeordneten Pratze 38.
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Das der Düse zugekehrte vordere Ende ist entsprechend der Düsenform
abgerundet und greift am Ringbund 32 der Düse an.
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Das gegenüberliegende Pratzenende besitzt einen Fuß 40, mit dem die
Pratze an der Unterseite des Brennerkopfes anliegt. Zur Aufnahme der Schraube 30
weist Jede Pratze ein Langloch 42 auf.
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Die Befestigung der Düse mittels der beiden Pratzen im Brennerkopf
entspricht der vorhergehend beschriebenen Ausführungsform-Anstelle einer Verschwenkung
des Klemmorganes ist es gemäß der Ausführungsform nach Fig. 5 lediglich erforderlich,
nach Lockern der Schrauben, die Pratzen in Langlochlängsrichtung von der Düse -wegzuziehen,
so daß diese -ohne daß die Pratzen selbst abgeschraubt werden- aus der Aufnahmebohrung
34 herausgezogen werden kann.
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Auch die in der Ausführungsform nach Fig. 5 verwendeten Schrauben
sind klein dimensioniert (MG).
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Die Verwendung solch kleiner Schrauben gestattet zusammen mit dem
erfindungsgemäßen Klemmorgan 18 (38) auch eine sehr flache, rechteckige Bauform
des Brennerkopfes 14. Dadurch können Schneidbrenner sehr dicht nebeneinander an
der Brennschneidmaschine angeordnet werden, was beispielsweise beim Schneiden sehr
schmaler Blechstreifen von Vorteil ist.
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Das gleiche gilt auch für die Verwendung derart klein dimensionierter
Brennerköpfe in 3-Brenneraggregaten, so daß die einzelnen Brenner noch näher aneinandergebracht
werden können, als es bisher der Fall war.
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Durch das erfindungsgemäße Klemmorgan kann weiterhin ein notwendig
werdender Düsenwechsel schnell durchgeführt werden, da es nicht mehr erforderlich
ist, die Schrauben ganz aus dem Brennerkopf herauszudrehen sondern nur noch zu lockern,
damit die Düse zusammen mit dem Klemmorgan 18 bzw. durch einfaches Zurückziehen
der Pratzen 38 nur die Düse allein, entfernt werden kann. Ein DUsenweehsel-ist somit
nur noch eine Angelegenheit von wenigen Augenblicken, wogegen dies bisher, insbesondere
auch durch die Verwendung von großen Schraubenschlüsseln bedingt, durch entsprechend
große stets vollständig zu lösende Druckschrauben bzw. tfberwurfmuttern immer viel
Zeit in Anspruch genommen hat.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, die vorstehend anhand eines Maschinenschneidbrenners
beschriebenen erfindungsgemäßen Klemmorgane 18,38 auch an Schweiß-, Flämmbrenner,
oder dergleichen vorzusehen.