DE2432025C3 - Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen Brennstoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen BrennstoffenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B39/00—Cooling or quenching coke
- C10B39/02—Dry cooling outside the oven
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf wärmetechnische Anlagen, in denen die Kühlung von erhitzten Stoffen
vorgenommen wird, insbesondere auf Vorrichtungen zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen
Brennstoffen.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen
Brennstoffen, bestehend aus einer aus einem feuerfesten Werkstoff ausgeführten vertikalen runden Kammer mit
entsprechend in ihrem oberen und unteren Teil angeordneten Beschickung?- und Austragsöffnungen,
die durch an der Peripherie etwa in der mittleren Höhe der Kammer angebrachte Öffnungen für die Abführung
des Kühlgases in zwei Zonen geteilt ist, wobei die obere Zone eine Vorkammer und die untere Zone die
eigentliche Löschkammer darstellt, in deren unterem Teil Schlitze für die Zufuhr des Kühlgases angeordnet
sind und in deren vertikaler Achse ein Stromteiler für das Behandlungsgut vorgesehen ist, der mit Kanälen für
die Zufuhr des Kühlgases in die Löschkammer versehen ist. Eine solche Vorrichtung ist z. B. in der DE-AS
14 71 589 beschrieben.
Durchgeführte Untersuchungen an der bekannten Vorrichtung haben gezeigt, daß das zu behandelnde Gut
bei seiner Abwärtsbewegung in der vertikalen Kammer unterschiedliche Geschwindigkeiten aufweist; es zeigt
eine gewisse Verlangsamung an den Wänden der vertikalen Kammer und auch in ihrer Mitte, bewegt sich
aber schneller im Bereich zwischen der Mitte der vertikalen Kammer und ihren Wänden. Die Gasströmung
durch den Querschnitt der vertikalen Kammer ist ebenfalls ungleichmäßig: der Gasstrom hat eine höhere
Geschwindigkeit an den Wänden der vertikalen Kammer und eine niedrigere — in ihrer Mitte. Diesem
Umstand zufolge erfolgt die Kühlung des Behandlungsgutes an den Wänden der vertikalen Kammer schneller,
in ihrer Mitte aber, und insbesondere, im oberen Löschkammerteil — langsamer, was die für das Löschen
des zu behandelnden Gutes erforderliche Zeit verlängert und die Leistung der Einrichtung zum Trockenlöschen
herabsetzt.
In derartigen Vorrichtungen weist die Isotherme (600°) über dem Längsschnitt der vertikalen
Kammer die Form einer Paiabel mit der Achse der vertikalen Kammer nach gesenktem Scheitel auf. Der
Widerstand der Koksschicht gegen die durch sie strömenden Gase erreicht in den im Einsatz stehenden
Vorrichtungen 25 mm WS/lfd. m bzw. 200 bis 225 mm WS pro Kammer. Die weitere Steigerung der
Leistung der Vorrichtung mittels Zufuhr von Kühlgas in größeren Mengen bringt infolge einer Zunahme des
spezifischen Durchsatzes des durch die Löschkammer im Kreislauf strömenden Gases und entsprechend des
Energieverbrauches für den Antrieb des diese Zirkulation bewirkenden Lüfters keinen Gewinn. Wird aber
proportional der Leistungssteigerung der Querschnitt der vertikalen Kammer vergrößert, so erhöht sich
unvermeidlich die Ungleichmäßigkeit der Abwärtsbewegung des zu behandelnden Gutes und auch die
Ungleichmäßigkeit der Verteilung des Kühlgases über den Querschnitt der vertikalen Kammer.
Der Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, eine Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und
anderen stückigen Brennstoffen zu schaffen, in deren Löschkammer eine gleichmäßige Bewegung des zu
behandelnden Gutes und eine gleichmäßige Verteilung des Kühlgases über dem Gesamtquerschnitt der
Löschkammer gewährleistet ist, so daß die Vorrichtungen zum Trockenlöschen mit großen Abmessungen und
hohen Leistungen entwickelt werden können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Stromteiler längs der gesamten Höhe der Löschkammer
angeordnet ist und daß die Kanäle für die Zufuhr des Kühlgases im oberen Teil des Stromteilers
angeordnet sind.
Es ist bekannt (DE-PS 3 90 438), bei einer Vorrichtung ähnlicher Gattung den das Kühlgas führenden Stromteiler
in Richtung der mittleren Achse der Kammer zu verlängern. Die vorstehend genannte Aufgabe ist
indessen nur lösbar, wenn das Kühlgas auch im zentralen Bereich der oberen Löschkammerzone
zugeführt wird, dazu muß der Stromteiler aber so lang gemacht werden, wie die Löschkammer hoch ist.
Dem Anmeldungsgegenstand liegt nämlich die erfinderische Erkenntnis zugrunde, daß es von besonderem
Vorteil ist, das in der Kühlkammer befindliche Gut in zwei aufeinanderfolgenden Phasen abzukühlen:
erstens, in dem oberen Löschkammerteil, wo die Abkühlung des heißen Löschgutes besonders langsam
erfolgt und die Leistung der Einrichtung herabsetzt und, zweitens, in dem unteren Teil, wo das Kühlgas über an
der Peripherie der Kammer verteilte Schlitze in die Kammer tritt. Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme
und aus ihr gefolgerte neuartige bauliche Merkmale der Vorrichtung ist es erst möglich geworden,
Löschkammern für einen gegenüber dem Stand der Technik wesentlich höheren Durchsatz zu bauen, der bis
1 bis 1,5 Mio to im Jahr beträgt und dabei die Durchsatzzeit und den Energiebedarf für die Förderung
des Löschgases durch die Kammer in niedrigen Grenzen zu halten.
Im weiteren wird die Erfindung durch die Beschreibung eines Ausfühmngsbeispiels unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen erläutert, in denen
F i g. 1 den Querschnitt durch die Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen
Brennstoffen gemäß der Erfindung zeigt,
F i g. 2 eine Variante der Ausführung der Kanäle im Teiler des Stroms des zu behandelnden Gutes gemäß
der Erfindung darstellt.
Die Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen Brennstoffen ist als eine vertikale
Kammer (F i g. 1) ausgebildet, deren Wände 2 aus einem feuerfesten Baustoff ausgeführt sind. Im oberen Teil der
vertikalen Kammer 1 ist eine Beschickungsöffnung 3, im unteren eine Austragsöffnung 4 vorgesehen. An der
Peripherie der vertikalen Kammer etwa in der Höhe nach mittleren Kammerteil sind öffnungen 5 für d:e
Abführung des Kühlgases vorgesehen, die über gasableitende Schrägzüge 6 in den Wänden 2 mit einem
Sammelringkanal 7 in Verbindung stehen.
Die Öffnungen 5 teilen die vertikale Kammer 1 der Höhe nach in zwei Zonen: die obere bildet eine
Vorkammer 8 und die untere stellt die eigentliche Löschkammer 9 dar. Im unteren kegeligen Teil der
Löschkammer 9 sind an der Peripherie der Löschkammer 9 angebrachte Schlitze 10 für die Zufuhr des
Kühlgases angeordnet Die Schli'ze 10 stehen in Verbindung mit einem Ringverteilungskanal 11.
In der vertikalen Achse der Löschkammer 9 längs ihrer gesamten Höhe ist ein Teiler 12 des Stroms des zu
behandelnden Gutes angeordnet, so daß die Löschkammer 9 einen ringförmigen Querschnitt erhält.
Der Teiler 12 des Stroms des Behandlungsgutes ist aus feuerfesten Ziegeln ausgeführt. Sein unterer Teil
liegt auf Trägern 13, die im kegeligen Teil der Löschkammer 9 angeordnet sind. Im oberen Teil des
Teilers 12 des Stromes des zu behandelnden Gutes sind Kanäle 14 für die Zufuhr des Kühlgases zur Löschkaminer
9 vorgesehen, die über einen Zentralkanal 15 im Teiler 12 des Stroms des zu behandelnden Gutes und ein
Rohr 16 mit dem Ringverteilungskanal 11 in Verbindung
stehen.
Im Rohr 16 können zusätzliche Öffnungen für die Zufuhr des Kühlgases zum unteren Teil der Löschkammer
9 (in der Zeichnung nicht dargestellt) ausgeführt werden.
Zweckmäßig ist es, Ausgangsabschnitte 17 (Fig.2)
der Kanäle 14 im Teiler 12 des Stroms des zu behandelnden Gutes derart geneigt auszubilden, daß
das Eindringen des Behandlungsgutes aus der Löschkammer 9 (Bild 1) in diese ausgeschlossen ist.
Die Kanäle im Teiler 12 des Stroms des zu behandelnden Gutes können Schutzschirme 18 (F i g. 2)
haben, die über den Ausgängen in die Löschkammer angeordnet werden, wie auch der Kanal 141.
Der Schutzschirm 18 verhindert ebenfalls das Eindringen des Behandlungsgutes aus der Löschkammer
9 (F ig. 1) in den Kanal 141 (Fig. 2).
Der kegelige Teil der Löschkammer 9 (Bild 1) ist mit abriebfesten Basaltplatten 19 verkleidet Der Teiler 12
des Stroms des zu behandeLnden Gutes besitzt in seinem unteren Teil einen kegeligen Teil, der mit
Basaltplatten 20 verkleidet ist. Im unteren Te;l des
Teilers 12 des Stroms des zu behandelnden Gutes können Schlitze 21 für die Zufuhr des Kühlgases zur
Löschkammer 9 ausgeführt werden.
Die Funktion der Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen Brennstoffen ist wie
folgt
Das erhitzte Behandlungsgut z. B. Koks wird periodisch in die Vorkammer 8 über die Beschickungsöffnung
3 aufgegeben, während das gekühlte Behandlungsgut in geringen Portionen aus der Löschkammer 9
über die Austragsöffnung 4 derart ausgetragen wird, daß das aufgegebene zu behandelnde Gut allmählich aus
der Vorkammer 8 in die Löschkammer 9 gelangt Im Betriebszustand soll die Menge von Koks oder anderem
Behandlungsgut in der vertikalen Kammer 1 so groß sein, daß die Öffnungen 5 für die Abführung des
Kühlgases durch das zu behandelnde Material gesperrt sind. Das Abkühlen des erhitzten Gutes erfolgt in der
Löschkammer 9 mit Hilfe des Kühlgases, das in den unteren Teil der Löschkammer 9 über die Schlitze 10,21
und die öffnungen im Rohr 16, und in den oberen Teil der Löschkammer 9 über die Kanäle 14 im Teiler 12 des
Stroms des zu behandelnden Gutes einströmt. Eine solche Zufuhr des Kühlgases gewährleistet seine
gleichmäßige Verteilung im Raum der Löschkammer 9 und folglich eine gleichmäßige Kühlung des Behandlungsgutes
über den gesamten Querschnitt der Löschkammer 9.
Die erhitzten Gase treten aus der Löschkammer 9 über die öffnungen 5 und die gasableitenden Schrägzüge
6 in den Sammelringkanal 7 heraus, von wo sie in die Kesselanlage (in der Zeichnung nicht gezeigt) zwecks
Verwertung ihrer Wärme weiter geleitet werden. Ferner werden die gekühlten Gase durch Einrichtungen
für ihre Reinigung (in der Zeichnung nicht gezeigt) geführt und dann durch den Lüfter in den Ringverteilungskanal
11 befördert.
Der Teuer 12 des Stroms des zu behandelnden Gutes gewährleistet eine über dem gesamten Querschnitt der
Löschkammer 9 gleichmäßige Zufuhr des Behandlungsgutes der Löschkammer aus der Vorkammer 8, während
die ringförmige Ausbildung der Löschkammer 9 eine gleichmäßige Bewegung von Koks über ihrem Querschnitt
unabhängig von den Abmessungen der Löschkammerg ermöglicht
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen Brennstoffen, bestehend aus einer aus einem feuerfesten Werkstoff ausgeführten vertikalen, runden Kammer mit entsprechend in ihrem oberen und unteren Teil angeordneten Beschickungs- und Austragsöffnungen, die durch an der Peripherie etwa in der mittleren Höhe der Kammer angebrachte Öffnungen für die Abführung des Kühlgases in zwei Zonen getei't ist, wobei die obere Zone eine Vorkammer und die untere Zone die eigentliche Löschkammer darstellt, in deren unterem Teil Schlitze für die Zufuhr des Kühlgases angeordnet sind und in deren vertikaler Achse ein Stromteiler für das Behandlungsgut vorgesehen ist, der mit Kanälen für die Zufuhr des Kühlgases in die Löschkammer versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromteiler (12) längs der gesamten Höhe der Löschkammer (9) angeordnet ist, und daß die Kanäle (14) für die Zufuhr des Kühlgases im oberen Teil des Stromteilers (12) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19742432025 DE2432025C3 (de) | 1974-07-03 | 1974-07-03 | Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen Brennstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
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|---|---|
| DE2432025A1 DE2432025A1 (de) | 1976-01-22 |
| DE2432025B2 DE2432025B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2432025C3 true DE2432025C3 (de) | 1980-11-13 |
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|---|---|---|---|
| DE19742432025 Expired DE2432025C3 (de) | 1974-07-03 | 1974-07-03 | Vorrichtung zum Trockenlöschen von Koks und anderen stückigen Brennstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2432025C3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4338161A (en) | 1980-04-10 | 1982-07-06 | Firma Carl Still Gmbh & Co. Kg | Device for dry cooling glowing coke |
| DE3235261A1 (de) * | 1982-09-23 | 1984-04-12 | Hartung, Kuhn & Co Maschinenfabrik GmbH, 4000 Düsseldorf | Verfahren und einrichtung zur nutzung der abwaerme und zur gewinnung von wassergas beim kuehlen von koks |
Families Citing this family (3)
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| DE3002990C2 (de) * | 1980-01-29 | 1984-11-08 | Krupp-Koppers Gmbh, 4300 Essen | Verfahren zur trockenen Kokskühlung |
| DE3018814C2 (de) * | 1980-05-16 | 1986-10-09 | Dr. C. Otto & Co Gmbh, 4630 Bochum | Schachtförmiger Trockenkühler für Koks |
| DE3437279C1 (de) * | 1984-10-11 | 1986-05-28 | Didier Engineering Gmbh, 4300 Essen | Vorrichtung zur trockenen Kokskühlung |
-
1974
- 1974-07-03 DE DE19742432025 patent/DE2432025C3/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4338161A (en) | 1980-04-10 | 1982-07-06 | Firma Carl Still Gmbh & Co. Kg | Device for dry cooling glowing coke |
| DE3235261A1 (de) * | 1982-09-23 | 1984-04-12 | Hartung, Kuhn & Co Maschinenfabrik GmbH, 4000 Düsseldorf | Verfahren und einrichtung zur nutzung der abwaerme und zur gewinnung von wassergas beim kuehlen von koks |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2432025A1 (de) | 1976-01-22 |
| DE2432025B2 (de) | 1977-03-10 |
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