DE2431599A1 - Photographische kamera mit wechselobjektiven - Google Patents
Photographische kamera mit wechselobjektivenInfo
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Description
1043 Lew/st 1. Juli 197H
Patentanmeldung
Photographische Kamera mit Wechselobjektiven
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit Wechselobjektiven, einem Blendeneinstellglied und zwei
gegenläufig bewegbaren Blendenschiebern.
Bei photographischen Kameras mit mehreren innerhalb der Kamera auswechselbaren Objektiven sind sowohl die Verschlußlamellen
als auch die als gegenläufige Schieber ausgebildeten Blendenlamellen zwischen den Trägern der einzelnen
Objektive angeordnet. Beim Wechsel der Objektive, z.B. beim Auswechseln eines normalbrennweitigen Objektivs gegen ein
Teleobjektiv, muß dafür gesorgt werden, daß bei gleichbleibender Blendeneinstellung die geometrische Blendenöffnung
dem jeweils im Objektivstrahlengang befindlichen Objektiv selbsttätig angepaßt wird.
Die gewählte Blende bei im Strahlengang befindlichem normalbrennweitigen
Objektiv sei beispielsweise 5,6, dann beträgt
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der geometrische Blendendurchmesser 4,4 mm. Für ein bestimmtes Teleobjektiv soll bei gleicher Blendeneinstellung
der geometrische Blendendurchmesser jedoch 5,5 mm betragen. Dies bedeutet, daß beim Objektivwechsel
eine selbsttätige Korrektur des geometrischen Blendendurchmessers erforderlich ist, um die geometrische
Blende der Lichtstärke des jeweils im Strahlengang befindlichen Objektivs anzupassen.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 047 005 ist im Prinzip
eine derartige Vorrichtung zur Blendenkorrektur bekannt. Jedoch wird hierbei zur Berücksichtigung der unterschiedlichen
Lichtstärken der einzelnen Wechselobjektive ein zusätzlicher Indexring benötigt. Dieser Indexring wird
beim Ansetzen eines Wechselobjektivs gegenüber der Blendenskala so verstellt, daß dieselbe auf die Lichtstärke dieses
Objektivs abgestimmt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Kamera der eingangs genannten Art mit einfachen Mitteln eine Möglichkeit
einer selbsttätigen Blendenkorrektur beim Wechsel von Objektiven zu schaffen.
Nach der Erfindung wird diese Blendenkorrektur mit Mitteln erreicht, wie sie im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegeben
sind.
Weitere Merkmale der Erfindung sind einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel einer Kamera, von der nur
die zum Verständnis der Erfindung wesentlichen Bauteile gezeichnet sind, sowie den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Zeichnung zeigt in der
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Kamera mit einem in den
Strahlengang eingesetzten normalbrennweitigen Objektiv und einem bestimmten eingestellten Blendenwert
in Frontansicht teilweise geschnitten und 60 9804/0532
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Pig. 2 die Kamera gemäß Fig. 1 mit einem in den Strahlengang eingesetzten Teleobjektiv in Frontansicht.
Die in der Zeichnung gezeigte Kamera stellt eine Kamera flacher Bauart dar, wie sie als sogenannte Pocket-Kamera
bekannt ist.
Im Gehäuse 11 der Kamera ist ein Blendeneinstellglied 12 verschiebbar geführt und mittels eines durch eine Gehäuseöffnung
nach außen ragenden Griffes 13 anhand einer nicht dargestellten Skala auf verschiedene Blendenwerte, z.B.
zwischen 5,6 und 16, einstellbar.
Das Blendeneinstellglied 12 weist einen abgewinkelten Teil 14 auf, an dem stufenförmig Steuerflächen 15 und 16 ausgebildet
sind.
Ein mit dem Blendeneinstellglied 12 in Verbindung stehender Blendensteller 17 besteht aus einem um eine gehäusefeste
Achse 18 drehbar gelagerten Hebel 19, auf dem um einen Drehpunkt 20 eine Klinke 21 verschwenkbar angeordnet ist. Das
freie Ende der Klinke 21 bildet eine dachförmige Abwinkelung 22, die mit ihrer vorderen Kante an der Steuerfläche 15 (Fig.
1) anliegt und sich mit ihrem First an einer gehäusefesten Anlageschulter 23 abstützt. Die Anlageschulter 23 wird beim
Ausführungsbeispiel durch die horizontal liegende obere Schmalfläche eines Ausschnittes 25 in einer Verschlußplatte
26 gebildet. Eine um die Achse 18 angeordnete Schenkelfeder
27 hintergreift mit ihrem einen Schenkel einen Lappen 28
an· da?Verschlußplatte 26 und mit ihrem anderen Schenkel einen
Vorsprung 29 an der Klinke 21. Zum einen wird dadurch dem gesamten Blendensteller 17 eine Drehung im Uhrzeigersinn erteilt,
was eine Anlage der vorderen Kante der Klinke 21 an einer Steuerfläche 15 oder 16 verursacht. Zum anderen wird
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die dachförmige Abwinkelung 22 der Klinke 21 gegen die
Anlageschulter 23 des Ausschnittes 25 gedruckt.
Ferner ragt ein am Hebel 19 befestigter Stift 30 in den
Kreuzungspunkt zweier sich kreuzender schlitzförmiger Steuerkurven 31 und 32, die in sich gegenläufig bewegenden
Blendenschiebern 33 und 34 eingearbeitet sind. Der Verlauf
und die Anordnung dieser Steuerkurven 31 und 32 ist so gewählt,
daß sich die Blendenöffnung 35 entsprechend dem auf der Skala mittels des Blendeneilstellgliedes 12 eingestellten
Blendenwertes bildet. Hinter der Blendenöffnung 35 bzw. den Blendenschiebern 33 und 34 liegt ein normalbrennweitiges
Objektiv 36 (Pig. I).
Soll anstelle des normalbrennweitigen Objektivs 36 ein Teleobjektiv
37 in den optischen Strahlengang eingesetzt werden, so wird das normalbrennweitige Objektiv 36 aus dem Strahlengang
herausτ und gleichzeitig das Teleobjektiv 37 in den
Strahlengang hineingeschoben.
Zu diesem Zweck sitzt das Teleobjektiv 37 auf einem im
Gehäuse 11 verschiebbaren Objektivträger 38, der eine Anlageschulter
39 aufweist, deren der Klinke 21 zugekehrtes Ende mit einer Anlaufschräge 40 versehen ist.
Beim Einschieben des Teleobjektivs 37 in den Strahlengang in Pfeilrichtung A erfaßt die Anlageschulter 40 die dachförmige
Abwinkelung 22 der Klinke 21 und drückt die Klinke entgegen der Kraft der Schenkelfeder 27 soweit nach unten,
bis der First der Abwinkelung 22 sich unter der Anlageschulter 39 des Objektivträgers 38 abstützt. Gleichzeitig wird die
Klinke 21 vom Objektivträger 38 ebenfalls in Pfeilrichtung
A verschoben - bei auf dem eingestellten Blendenwert feststehenden Blendeneinstellglied 12 - und der Hebel 19 entgegen
dem Uhrzeigersinn um die Achse 18 verschwenkt. Durch
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die Verschiebung in Pfeilrichtung A gelangt die Klinke 21
mit ihrer vorderen Kante hinter die Steuerfläche 16 des
Blendeneinstellgliedes 12 (Fig, 2). Eine Schräge 4l zwischen den Steuerflächen 15 und 16 erleichtert die Übergangsbewegung
der Klinke 21.
Der Stift 30 beschreibt um die Achse 18 einen Kreisbogen
und verschiebt die beiden Blendenschieber 33 und 34 derart
gegeneinander', daß sich eine größere Blendenöffnung 35 einstelt.
Durch diese Maßnahme wird beim Wechsel der Objektive die für das jeweilige im Strahlengang befindliche Objektiv
erforderliche Korrektur der geometrischen Blendenöffnung selbsttätig durchgeführt.
Wird das Teleobjektiv 37 wieder aus dem Strahlengang entfernt
und das hormaibrennweitige Objektiv 36 eingeschoben,
so sorgt die Schenkelfeder 27 dafür, daß die Klinke 21 mit
ihrer Vördefkante'an der Steuerfläche 15 und mit ihrer Abwinkelung
22 an der Anla.geschulter 23 zur Anlage kommt.
Gleichzeitig wird auch die Blendenöffnung 35 auf die für das normälbrennweitige Objektiv erforderliehe geometrische'
Blende" verkleinert.
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Claims (1)
- . P at ent ansp rüGhef .Photographische Kamera mit Wechselobjektiven, einem Blendeneinstellglied und zwei gegenläufig bewegbaren Blendenschiebern, ■ d a!- ä: uv c h g e k e η η ze i c h η e t ., daß zur Anpassung der geometrischen Blende an die Lichtstärke, der einzelnen Wechselobjektive : ein dem Blendeneinstellglied C12} zugeordneter Blenden-· steller (17) zusätzlich: zu seiner Blendeneinstellbewegung in Abhängigkeit von dem jeweils im Aufnahmestrahlengang angeordneten Objektiv von demselben verstellbar angeordnet ist, - ■ . ,---■■;.- ■.-.: .·- ;■'■■■.■■·.:.-2. Photographische. Kamera nach Anspruch I^ dadurch gekennzeichnet, daß zur;-Anpassung der geometrischen Blende eines mittels der Blendenschieber (33 und 31*) gebildeten Blendenwertes an das jeweils im-Aufnahmestrahlengang befindliche Objektiv (36, 37) das Blendeneinstellgled (12) eine der Anzahl der einsetzbaren Wechselobjektive entsprechende Anzahl von stufenförmig angeordneten Steuerflächen (15, 16) aufweist und daß der zur Einstellung der Blendenwerte mit den Blendenschiebern (33 und 34) gekuppelte Blendensteller (17) sich an einer dem jeweils im Strahlengang; befindlichen Objektiv zugeordneten Steuerfläche (15 oder 16) unter Vorspannung abstützt. ■3. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendensteller (17) aus einer Klinke (21) besteit, die auf einem Hebel (19) um, : eine Achse (20) verschwenkbar gelagert- ist, und daß der Hebel (19) seinerseits um eine gehäusefeste Achse (18):: verschwenkbar ist und zur Bildung der Blendenöffnung (35) mit einem Stift (30) in zwei sich kreuzende Steuerkurven (31 und 32) der Blendenschieber (33 und 31I) eingreift und daß eine Schenkelfeder (27) sich mit ihrem einen Schenkel gehäusefest und mit ihrem anderen Schenkel an der Klinke(21) abstützt, derart, daß der Hebel (19) sich um seine50988 4/0532Achse (18) im Uhrzeigersinn und die Klinke (21)
sich um ihre Achse (20) im Gegenuhrzeigersinn
dreht.1J. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei im Strahlengang befindlichem normalbrennweitxgen Objektiv (36)" die
Klinke (21) sich einerseits an einer ersten Steuerfläche (15) und andererseits an einer gehäusefesten Anlageschulter (23) infolge der Kraft der Schenkelfeder (27) abstützt. .5. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei im Strahlengang befindlichem TeIe- oder Weitwinkelobjektiv die Klinke (21) sich einerseits an einer zugeordneten Steuerfläche (16) des Blendeneinstellgliedes (12) und
andererseits an einer,an dem Objektivträger (38) des jeweiligen Wechselobjektivs (37) ausgebildeten Anlagefläche (39) infolge der Kraft der Schenkelfeder (27) abstützt. ; . ■6. Photographische Kamera nach Anspruch 1I, dadurch gekennzeichnet,· daß die gehäusefeste Anlageschulter (23) von der horizontal liegenden oberen Kante eines rechteckförmigen Ausschnittes (25) in einer Verschlußplatte (26) gebildet ist.7. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klinke (21) an ihrem freien Ende eine dachförmige Ab- · winkelung (22) aufweist, deren vordere freie Kante
sich an den Steuerflächen (15 und 16) und deren First509884/0532 " 8 "sich an der zugeordneten Anlageschulter (23) bzw. (39) abstützt und daß entsprechend dem Winkel der dachförmigen Abwinkelung (22) das der Klinke (21) zugekehrte Ende der Anlageschulter (39) des jeweiligen Objektivträgers (38) eines Wechselobjektivs eine Anlaufschräge (40) aufweist.8. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen stufenförmigen Steuerflächen (15» 16) durch Schrägen (4l) miteinander verbunden sind.9. Photographische Kamera nach einem odernehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerachse (18) des Blendenstellers (17) zugleich als Lagerung für die Blendenschieber (33 und 3Ό dient.509884/0532
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Applications Claiming Priority (1)
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- 1974-07-02 DE DE19742431599 patent/DE2431599C3/de not_active Expired
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- 1975-06-27 GB GB2735075A patent/GB1513886A/en not_active Expired
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