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Trägerro3tartiges Unterstützungssystem, insbesondere Sür Schalungen
prismenförmiger Baukörper sowie Verfahren zu dessen Vormontage Die Erfindung~betrifft
ein trägerrostartiges Unterstützangssystem, insbesondere für Schalungen prismenförmiger
Baukörper, das aus der Unterstützungskonstruktion für Schalungen nach Patent 2 142
150 gebildet wird und ein Verfahren zur Vormontage dieses UnterstUtzungssystems.
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Bekannt sind Schalungen für prismenförmige Baukörper, die durch horizontal
angeordnete Trägerkränze unterstützt sind, wobei die Schalhaut direkt an den Trägerkränzen
anliegt.
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Diese sind über spezielle Rohrkupplungen mit vertikalen Gerüstrohren
verbunden, die die Trägerkränze in ihrem Abstand halten.
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Die Anzahl der horizontalen Trägerkränze richtet sich nach der Tragfähigkeit
der Schalhaut.
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Sind in der Schalhaut horizontale Stoßfugen erforderlich, ist in Höhe
dieser Fuge zusätzlich ein weiterer Trägerkranz erforderlich.
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Abweichungen von genormten Schaltafelmaßen sind in jedem Fall durch
Paßtafeln auszugleichen.
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Arbeits- und Stabilisìerungsgerüste sind selbständig stehend hinter
der Schalung angeordnet und mit den vertikalen Gerüstrohren verbunden.
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Im Montagezustand ist die Schalung durch Schrägstützen gehalten.
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Bei der Herstellung von abgetreppten Fundamenten ist der kleinere
Schalungsaufsatz durch Anordnung von Kanthölzern unterstützt, die auf dem Schalungsunterteil
abgesetzt sind.
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Bei sehr langen Seitenwänden des Schalungsaufsatzes wird dieser erst
nach dem Betonieren des darunterliegenden Fundamentabsatzes auf den abgebundenen
Beton gestellt.
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Erfolgt das Umsetzen der prismenförmigen Schalung mittels eines Kranes,
müssen die vertikalen Gerüstrohre in sehr engen Abständen angeordnet werden, um
eine ausreichende Lastverteilung auf alle vertikalen Trägerkränze zu sichern.
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Die Vormontage der Schalung erfolgt vorzugsweise unter Verwendung
von Montagelehren.
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Infolge der relativ niedrigen Tragfähigkeit der Schalhaut müssen die
horizontalen Trägerkränze in einem engen Abstand angeordnet werden, so daß deren
Tragfähigkeit häufig ausgelastet werden kann.
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Der Materialaufwand wird bei erforderlichen horizontalen Stoßfugen
der Schalhaut durch den zusätzlich erforderlichen Trägerkranz noch erhöht.
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Die Verbindung der Trägerkränze durch die vertikalen Gerüstrohre ist
häufig nicht steif genug, so daß sich die Abstände der Trägerkränze bei mehrmaligen
Umsetzen der vorgefertigten Schalung verschieben und die Verbindungen mit der Schalhaut
sich lösen.
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Dadurch treten Verzögerungen und erhöhter Arbeitsaufwand beim Umsetzen
auf.
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Bei Abweichungen der Baukörper in der Länge und Breite von den genormten
Schaltafelmaßen müssen in jedem Falle Paßtafeln angeordnet werden, da die Trägerkränze
keinen Toleranzausgleich ermöglichen.
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Die selbständig stehenden Arbeits- und Stabilisierungsgerüste erfordern
einen hohen Arbeits- und Materialaufwand.
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Die Absteifung der einzelnen Schalwände bei der Montage durch Schrägstützen
ist nicht in jedem Falle ausreichend0 Justierungen sind mit Schwierigkeiten verbunden.
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Bei der Herstellung großer abgetreppter Fundamente entstehen durch
Wartezeiten bis zum Abbinden des Betons des unteren Fundamentabsatzes große technologische
Pausen und zusätzlicher Arbeitsaufwand.
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Der Einsatz eines Kranes beim Umsetzen der Schalung ist nur mit einem
erhöhten Raterialaufwand für die Aussteifung der Schalung möglich.
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Die Vormontage mit Montagelehren erfordert einen hohen Zeitaufwand
für das Anfertigen der Lehren.
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Zweck der Erfindung ist es, durch sinnvolle Anwendung der Unterstützungskonstraktion-für
Schalungen nach Patent 2 142 150 die aufgezeigten ijängel zu beseitigen oder zu
vermindern.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Erweiterung des Elementesortimentes
der Unterstützungskonstruktion nach Patent 2 142 150 die Anwendung für Schalungen
von insbesondere prismenförmigen Baukörpern mit horizontalen Trägerkränzen so zu
verbessern, daß alle Belange der Arbeitssicherheit, der Anpaßbarkeit an die Bauteilmaße,
der Vormontage und des Umsetzens berücksichtigt werden.
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Erfindungsgemäß besteht das trägerrostartige Unterstützungs systems
insbesondere für prismenförmige Baukörper, aus vertikal angeordneten Schalungsträgern
aus Doppel - U -Profilen, die bereits an den vorgefertigten Schaltafeln befestigt
sein können und horizontalen Schalungsträgern aus Doppel - U -Profilen und Hohlkastenprofilen
nach Patent 2 142 150, die die vorgefertigten Schaltafeln mit den vertikalen Schalungeträgern
kranzartig umschließen.
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Insbesondere die horizontalen Schalungsträger können durch eine Unterspannkonstruktion
verstärkt werden.
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Durch Einschieben von HohlkastenproSilen in die vertikalen Doppel
- U - Profile ist eine beliebige Variabilität der Schalungehöhe möglich.
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Die vorgefertigten Schaltafeln können im Bereich der vertikalen Kante
des Baukörpers bis zum Innenflansch der horizontalen Trägerkränze um ein beliebiges
Baß überstehen.
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Dadurch ist die Notwendigkeit des Einsatzes von Paßschaltafeln weitgehend
reduziert.
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An den vertikalen Schalungsträgern können in beliebiger Höhe Konsole
Sür Laufstege oder Arbeitsgerüste oder zur Abstützung der einzelnen Schalungswände
im Montagezustand angebracht werden.
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Bei der Verwendung von Schalungsträgern mit Unterspannkonstruktion
für die horizontalen Trägerkränze können diese gleichzeitig als Tragelemente für
ein Lauf- und Arbeitsgerüst genutzt werden. Die Unterspannkonstruktion ist dann
durch vertikal angeoranete Gerüstrohre unterstützt, die den Gerüstboden soweit überragen,
daß durch das Anbringen von horizontalen Gerüstrohren ein Schutzgeländer gebildet
werden kann.
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Bei abgetreppten Fundamenten kann der kleinere Schalungsaufsatz durch
Konsolen auf das Schalungsunterteil abgestützt werden, die an den vertikalen Schalungsträgern
des Schalung aufsatzes befestigt sind.
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Beim Umsetzen der Schalung für prismenförmige Baukörper mittels eines
Kranes können Seilschlingen in einfacher Weise durch einen Steckbolzen an den vertikalen
Schalungsträgern befestigt werden.
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Die Vormontage der trägerrostartigen Unterstützungskonstruktion, insbesondere
für prismenförmige Baukörper erfolgt in folgenden Arbeitsschritten: - Auslegen der
mit U-Profilen verbundenen vorgefertigten Schaltafeln auf einer ebenen Fläche -
Verbinden der vertikalen Schalungsträger als Doppel -U -Profile durch Bolzen-Keil-Verbindungen
und erforderliche Höhenanpassung durch Hohlkastenprofile - Vormontage der horizontalen
Schalungsträger - Auslegen und Verbinden der horizontalen mit den vertikalen Schalungsträgern
- Anbringen der erforderlichen KOnsole für Laufstege oder Arbeitsgerüste oder als
Abstützungen bzw. der Gerüstrohre als Abstützungen für die Unterspannkonstruktion,
die als Arbeitsgerüst genutzt werden soll - Aufrichten der einzelnen Schalungswände
und Verbinden der horizontalen Schalungsträger zu Trägerkränzen
Durch
die Verwendung von vertikalen Schalungsträgern können die horizontalen Trägerkränze
in größeren Abständen angeordnet werden, wobei an den vertikalen Stoßfugen der Schalhaut
kein zusätzlicher Trägerkranz benötigt wird.
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Die Anpassung an beliebige Baukörpermaße in der Länge und Breite ist
in einem großen Toleranzbereich ohne Paßschaltafeln möglich.
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Der Arbeits- und Materialaufwand für Arbeits- und Stabilisierungsgerüste
sowie Absteifungen kann durch die Einsatzmöglichkeit von Konsolen bzw. die Nutzung
der Unterspannkonstruktion als Tragelemente für diese Gerüste wesentlich reduziert
werden. Außerdem kann beim Einsatz von Konsolen als Abstützungen der einzelnen Montagewände
im Montagezustand eine einwandfreie Justierung ermöglicht werden.
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Das Absetzen des kleineren Schalungsaufsatzes mittels Konsolen auf
das Schalungsunterteil stellt eine völlig neue Lösungsvariante dar, die eine vereinfachte
Montage des Schalungsaufsatzes ermöglicht. Bei großen abgetreppten Fundamenten können
technologisch bedingte Wartezeiten vermieden werden.
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Das Umsetzen der Schalung für prismenförmige Baukörper mittels Kran
wird vereinfacht, wobei eine gute Lastverteilung und Stabilität gewährleistet ist.
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Die beschriebene Schalungskonstruktion ermöglicht die Verbesserung
des Arbeitsschutzes und der technischen Sicherheit und die Erhöhung der Qualität.
Die Vormontage erfordert keine besonderen Vormontagelehren.
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Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen: Fig. 1 die perspektivische
Ansicht einer prismenförmigen Schalung für ein abgetrepptes Fundament Fig. 2 eine
Schalungsecke als Draufsicht
Das Schalungsunterteil und der kleinere
Schalungsaufsatz nach Fig. 1 besteht aus einem trägerrostartigen Unterstützungssystem,
das aus vertikalen Schalungsträgern 1 aus Doppel - U -Profilen 2, die bereits an
den vorgefertigten Schaltafeln 3 befestigt sind, und horizontalen Trägerkränzen
4 aus Doppel - U -Profilen 2 und Hohlkastenprofilen 5 besteht.
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Die horizontaZen Trägerkränze 4 sind teilweise durch eine Unterspannkonstruktion
6 verstärkt. Durch das Einschieben von Hohlkastenprofilen 5 in die Doppel - U-Profile
2 der vertikalen Schalungsträger 1 ist die Schalungshöhe dem Baukörper 7 angepaßt.
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Die Verbindung der vertikalen Schalungsträger 1 mit den horizontalen
Trägerkränzen 4 erfolgt durch Bügel 8 und Holzkeile 9 jeweils an den Kreuzungspunkten.
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Bei den horizontalen Trägerkränzen 4 sind jeweils Doppel- U -Profile
2 und Hohlkastenprofile 5 so angeordnet, daß sie in den Ecken kammartig ineinandergreifen
und durch Bolzen-Keil-Verbindungen 10 befestigt sind.
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Die Bauteilmaße sind ohne Anwendung von Paßschaltafeln an jeder Seite
der einzelnen Schalungswände in der Breite und Länge im Toleranzbereich 11 (siehe
Fig. 2) variierbar, der durch die vertikale Kante des Baukörpers 7 und den Innenflansch
der horizontalen Trägerkränze 4 begrenzt ist.
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An den vertikalen Schalungsträgern 1 sind beliebig Konsolen 12 für
Arbeitsgerüste, als Abstützung der Schalungswände im Montagezustand oder als Abstützung
für den Schalungsaufsatz angebracht.
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An den Konsolen 12 zur Abstützung der Schalungswände sind höhenverstellbare
StützenSüße 13 für die Justierung befestigt.
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Die Unterspannkonstruktion 6 der horizontalen Drägerkränze 4 ist gleichzeitig
als Arbeitsgerüst genutzt, wobei die Unterspannkonstruktion 6 durch vertikale Gerüstrohre
14 unterstützt ist, die den Gerüstboden 15 soweit überragen, daß durch das Anbringen
von horizontalen Gerüstrohren 16 ein Schutzgeländer gebildet wird.
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Beim Umsetzen der Schalung für prismenförmige Baukörper mittels eines
Kranes werden Seilschlingen in den obersten Löchern der Doppel - U -Profile 2 bzw.
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der Hohlkastenprofile 5 der vertikalen Schalungsträger 1 durch einen
Steckbolzen befestigt.
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Die Vormontage der Schalung für prismenförmige Baukörper wird wie
folgt durchgeführt.
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Auf einer ebenen Pläche werden die mit den Doppel- U -Profilen 2 verbundenen
vorgefertigten Schalungstafeln 3 ausgelegt. Die Doppel - U -Profile 2 der einzelnen
Schaltafeln 3 werden mit Bolzen-Keil Verbindungen 10 zusammengespannt und die erforderliche
Höhenanpassung durch Befestigung von Hohlkastenprofilen 5 hergestellt.
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Danach erfolgt die Vormontage der Schalungsträger für die horizontalen
Trägerkränze 4 einschließlich das Anbringen der Unterspannkonstruktion 6. Diese
horizontalen Schalungsträger werden auf die vormontierte Schalfläche aufgelegt und
mit den vertikalen Schalungsträgern 1 durch Bügel 8 und Holzkeile 9 verbunden.
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Danach erfolgt das Anbringen der Konsolen 12 bzw. der vertikalen und
horizontalen Gerüstrohre 14/16.
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Die einzelnen Schalungswände werden aufgerichtet und zu der Schalung
Sür priamenförmige Baukörper zusammengestellt, wobei über die Konsolen 12, die als
Abstützungen Im Montage zustand dienen und die höhenverstellbaren Stützenfüße 13
eine Justierung erfolgt.
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Die horizontalen Schalungsträger werden durch Bolzen-Keil-Verbinduggen
10 zu Schalungskränzen 4 verbunden.