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Grillgerät Die vorliegende Erfindung betrifft ein Grillgerät mit einer
Grillheizung, insbesondere einem elektrischen Grillheizkörper und einem Antrieb,
wobei der'Antrieb einen eine Antriebsnabe antreibenden Drehspießmotor sowie eine
Getriebeeinrich-.tung aufweist und sowohl zum kontinuierlichen Drehspießbetrieb
als auch zum intermittierenden Betrieb mit einem Flachgrilladenträger dient, bei
dem die Grillheizung und der Flachgrilladenträger in einem geringen Abstand gehalten
und zum Wenden des letzteren auseinandergerückt werden.
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Bei den bekannten Grillgeraten-dieser Art besteht das Problem, daß
versebentlich die Umstelleinrichtung von Flachgrilladenbetrieb auf Drehspießbetrieb
gestellt werden kann und die Grillheizung auf den vom Drehspieß getragenen Braten
abgesenkt wird, was zum Anbrennen des Bratens mit entsprechender Geruchsbelästigung
und möglicherweise sogar zu einem Brand führt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Grillgerät der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, bei dem sichergestellt -ist, daß die Grillheizung
bei Drehspießbetrieb nicht in Berührung mit einem auf dem Drehspieß angeordneten
Braten kommen kann.
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Diese Aufgabe'wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die mit dem
Antrieb zusammenwirkenden Teile des Drehspießes und
des Flachgrilladenträgers
unterschiedlich ausgebildet sind und der Drehspieß und/oder der Flachgrilladenträger
im in die Antriebsnabe eingestecktem Zustand einen Teil einer eine Annäherung von
Drehspieß und Grillheizung verhindernden Sperreinrichtung bilden.
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Vorteilhafterweise wird die Sperreinrichtung vom Drehspieß und'einer
fest mit der Grillheizung verbundenen sich bei Annäherung von Antriebsnabe und Grillheizung
vor die Antriebsnabe schiebenden Blende gebildet, die einen Schlitz aufweist, der
schmaler ist als der Drehspieß und breiter als ein in die Antriebsnabe einzusteckender
Wellenstummel des Flachgrilladenträgers. Diese Ausführungsform hat den Vorteil,
daß wenn das Grillgerät im Flachgrilladenträgerbetrieb stillgesetzt wird und bereits
ein gegenüber dem Drehspießbetrieb verringerter Abstand zwischen Grillheizung und
Antriebsnabe vorhanden ist, der Grillspieß nicht in die Antriebsnabe einsteckbar
ist. Ferner zeichnet sich diese Sperreinrichtung durch besondere Einfachheitais.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Sperreinrichtung
vom Flachgrilladenträger, einem von diesem betätigten Fühler und einer in betriebsmäßiger
Verb in dung mit dem Fühler stehenden, den Antrieb in der Drehspießstellung verriegelnden
Verriegelungseinrichtung gebildet werden. In diesem Fall ist eine Umstellung auf
Flachgrilladenträgerbetrieb nur dann möglich, wenn der Flachgrilladenträger in die
Antriebsnabe eingesteckt ist.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand schematischer Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Es zeigt: Fig. 1 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Grillgerätes
teilweise im Schnitt, wobei ein mittleres Stück des Grillraumes weggelassen ist;
Fig. 2 einen Schnitt im wesentlichen entlang der Linie II-II in Figur 1; Fig. 3
im vergrößertem Maßstab einen Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 1; Fig.
4 eine Ansicht der Stirnseite der Antriebsnabe; Fig. 5 in perspektivischer Darstellung
den in die Antriebsnabe einzusteckenden Wellenstummel des Flachgrilladenträgers
und Fig. 6 in perspektivischer Darstellung das Vorderende des Drehspießes.
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Die Figuren 1 bis 3 zeigen ein Grillgerät 1 mit einem den Antrieb
enthaltenden linken Seitenteil 2 und einem rechten Seitenteil 4. Der antrieb weist.einen
Drehspießmotor 6 auf, der eine Antriebsnabe 8 antreibt, in die ein Flachgrilladenträger
10 für Steaks, Würstchen, Toasts oder dergleichen in Form eines Doppelrostes mit
einem Wellenstummel 12 eingesteckt ist. Auf seiner rechten Seite weist der Flachgrilladenträger
10 einen Wellenstummell4 auf, der mit einem Lager 16 im rechten Seitenteil 4 gelagert
ist und einen durch eine Öffnund ii, we rechten Seitenteil 4 nach außen
ragenden
Handgriff 18 aufweist. An der Antriebsnabe 8 ist drehfest ein Armpaar 26 befestigt,
das zwei sich von der Antriebsnabe 8 in entgegengesetzte Richtungen in der Ebene
des Flachgrilladenträgers 10 erstreckende Arme 28 und 30 aufweist, die an ihren
äußeren Enden jeweils mit einer Rolle 32 bzw. 34 versehen sind.
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Ein flächiger, deckseitiger Grillheizkörper 40 ist aus Rohrheizkörpern
gebildet, die durch nicht gezeigte vertikale Schlitze in einer Trennwand 44 zwischen
dem linken Seitenteil 2 und dem Grillraum 45 geführt und im linken Seitenteil 2
an einem vertikal verschiebbaren Heizkörperschlitten 42 befestigt sind. Der Heizkörperschlitten
42 ist mit einer oberen Führung 48 und einer unteren Führung 50 an einer im Seitenteil
2 befestigten Führungsstange 52 vertikal verschiebbar gelagert und weist einen horizontalen
Steg 46 auf, an dessen Unterseite das Armpaar 26 mit seinen Rollen 32 und 34 angreift.
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Wenn die Antriebsnabe sich zum Wenden des Flachgrilladenträgers 10
dreht, dreht sich das Armpaar 26 mit ihr und hebt den Heizkörperschlitten 42 an,
wobei der Grillheizkörper 40 bis in die, in Fig. 1 in gestrichelten Linien eingezeichnete
Stellung angehoben wird, in der die Seitenkante des Flachgrilladenträgers 10 unter
ihm hindurchdreht. Bei der weiteren Drehung wird der Eeizkörperschlitten 42 wieder
abgesenkt und betätigt, sobald er seine in den Figuren eingezeichnete Ruhestellung
wieder erreicht, einen am Seitenteil 2 befestigten Schalter 58. Der Schalter 58
schaltet den Drehspießmotor 6 ab oder auf Selbsthaltung und setzt einen Zeitscnaiter
in zange der nach einer vorbestimmten Zeit den Drehspießmotor wieder einschaltet,
um den Flachgrilladenträger 10 erneut zu wenden.
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Zum Einstellen bzw. Umstellen des Grillgerätes 1 auf Drehspießbetrieb
oder Flachgrilladenträgerbetrieb dient ein an der Frontseite des Seitenteiles 2
angeordneter Drehgriff 60, der über eine Welle 62 mit einem Zahnrad 64 in Verbindung
steht. Das Zahnrad 64 greift in eine, in einer Führung 68 im Gehäuse 2 vertikal
verschiebbare Zahnstange 66 ein, die mit einer-Nase 69 an der Unterseite des horizontalen
Steges 46 des Heizkörperschlittens 42 angreifen kann.
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Durch Betätigung des Drehgriff es 60 kann der Heizkörperschlitten
42 mit dem Grillheizkörper 40 in eine obere Drehspießbetriebsstellung gebracht werden,
in der sein horizontaler Steg 46 außer Reichweite des Armpaares 26 ist. Eine iclemmscheibe
72 hält den Drehgriff 60 in der jeweils eingestellten Stellung fest.
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Wie aus den Figuren 3 und 4 zu sehen ist, weist die Nabe 8 einen vorderen,
dickeren Teil 120 auf, in dem eine Drehspießaufnahme 122 für einen in Figur 6 gezeigten
Drehspieß 124 ausgebildet ist, sowie einen hinteren, dünneren Teil 126, in dem eine
Wellenstummelautnahme 128 für den Wellenstummel 12 des Flachgrilladenträgers 10
ausgebildet ist. Der Wellenstummel 12 weist an seinem einsteckbaren Teil flügelartige
Ansätze 130 auf, die von entsprechenden Schlitzen i32 in der Antriebsnabe 8 aufgenommen
werden. Aus-dem hinteren, dünneren Teil 126 der Antriebsnabe ragen die Ansätze 130
seitlich heraus und verschieben beim Einstecken einen die Antriebsnabe mit SieSumgreifendem
Fühlerhebel 3 dz bei 133 an einem fest mit den Seitenteil 2 verbundenen Tragarm
a34 angelenkten, in Richtung des Pfeiles 138 gegen die Wirkung
einer
Feder 140. Bei 142 ist am Fühlerhebel 136 ein Verriegelungsschieber 144 angelenkt,
dessen, in einem Ansatz 145 der Führung 68 geführtes freies Ende bei nicht eingestecktem
Flachgrilladenträger unter der Wirkung der Feder 140 unter das untere Ende der Zahnstange
66 geschoben ist und ein Umstellen auf Flachgrilladenträgerbetrieb, d.h. ein Absenken
der Zahnstange und damit des Heizkörperschlittens 42 mit dem Grillheizkörper 40
verhindert.
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Parallel zu der Trennwand 44 ist eine fest mit dem lleizkörperschlitten
42 und damit mit dem Grillheizkörper 40 verbundene Blende 150 angeordnet, die sich
bei Umstellen des Grillgerätes auf Flachgrilladenträgerbetrieb zwischen die Antriebsnabe
8 und die Trennwand 44 schiebt und einen Schlitz 152 aufweist, der bei Flachgrilladenträgerbetrieb
immer vor der Antriebsnabe 8 liegt. Dieser Schlitz 152 ist breiter als die größte
Dicke des Wellenstummels 12 des Flachgrilladenträgers 10 und schmaler als die geringste
Dicke des Drehspießes 124. Daher kann die Blende 150 bei eingestecktem Flachgrilladenträger
abgesenkt werden, jedoch nicht bei eingestecktem Drehspieß 124. Sie bildet somit
eine zusätzliche Sperreinrichtung bzw. Sicherung gegen eine Annäherung von Drehspieß
124 und Grillheizkörper 40.
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Bei einer nicht gezeigten abgewandelten Ausführungsform der Verriegelungseinrichtung
betätigt der Fühlerhebel 136 nicht -unmitteib-ar den Verriegelungsschieber, sondern
einen am Drehspießmotor 6 befestigten Schalter, der einen, den Verriegelungsschieber
144 gegen die Wirkung einer weiteren Feder unter der Zahnstange 66 hervorziehenden
Elektromagneten einschaltet.
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Ein vom Fühler betätigter Schalter und ein einen Verriegelungsschieber
bewegender Elektromagnet werden zur Entriegeslung der Umstelleinrichtung vorzugsweise
auch dann verwendet, wenn der Grillheizkörper fest im Gerät eingebaut und die Antriebsnabe
relativ dazu verschiebbar ist. Bei im Gerät auf und ab verschiebbare Antriebsnabe
kann ferner an die Stelle der Blende 150 die fest im Gerät eingebaute Trennwand
44 treten, in der dann ein dem Schlitz 152 entsprechender Schlitz ausgebildet ist.
In der Höhe, die die Antriebsnabe beim Drehspießbetrieb einnimmt, weist die Trennwand
44 in diesem Fall eine an den Schlitz anschliessende Öffnung auf, durch die sich
sowohl der Drehspieß 124 als auch der mit Flügeln 130 versehene Wellenstummel 12
des Flachgrilladenträgers 10 stecken läßt.
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7 Patentansprüche 6 Figuren