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DE2424689A1 - Verfahren zum analysieren von quecksilber - Google Patents

Verfahren zum analysieren von quecksilber

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DE2424689A1
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Yunosuke Sugiyama
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SUGIYAMA GEN IRIKI KK
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  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)
  • Investigating And Analyzing Materials By Characteristic Methods (AREA)

Description

Patentanwalt·
Dlpl.-!ng.R.BEETZMn Dlpl-lng. K. LAMPRECHT • ttünohen 22, SUlnwiortrtr. M
024-22.648P 21. 5. 1974
Kabushiki Kaisha Sugiyama-Gen Iriki (SUGIYAMA-GEN ENVIRONMENTAL SERVICES) Tokio (Japan)
Verfahren zum Analysieren von Quecksilber
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Analysieren von Quecksilber. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Analyseverfahren zur raschen und einfachen quantitativen Analyse sehr geringer in Wasserproben, lebenden Körpern, Mineralstoffen und Luft enthaltener Quecksilbermengen.
Bisher wurde die quantitative Analyse von Quecksilber entweder durch Oxydation eines quecksilberhaltigen Stoffes zwecks Umwandlung des" in verschiedenen Formen vorliegenden Quecksilbers in Quecksilber-
024-(73-104)-T-r
II-Verbindungen, die dann mit Dithizon extrahiert und der Kolorimetrie unterworfen wurden, oder durch Reduktion eines quecksilberhaltigen Stoffes mit einem starken Reduktionsmittel, wie z.B. einem Zinn-II-SaIz oder Ascorbinsäure durchgeführt, um metallisches Quecksilber aus dem Stoff freizusetzen und dieses dann zur Durchführung einer Atomspektralabsorptionsmessung zu verdampfen. Bei Anwendung dieser Prozesse ist jedoch eine Vorbehandlung zur Zersetzung der anderen vorhandenen Bestandteile mit einer starken Säure oder einem starken Oxydationsmittel erforderlich, um Quecksilber in Quecksilber-II-Ionen umzuwandeln. Diese Vorbehandlung hat einige Nachteile, z. B. benöLigt sie eine lange Zeitdauer von bis zu 10 Stunden oder mehr und führt unvermeidlich zu analytischen Fehlern aufgrund einer Verdampfung des Quecksilbers. In jedem Fall bringt eine Verdampfung von metallischem Quecksilber oft Analysefehler mit sich und gilt bei bekannten Analyseverfahren als eine der unerwünschten Eigenschaften metallischen Quecksilbers.
Der Erfinder dieser Anmeldung entwickelte bereits ein Verfahren zur quantitativen Analyse von Quecksilber, das diese normalerweise unerwünschte Eigenschaft nutzbar macht und die Schritte der vollständigen Veraschung einer quecksilberhaltigen Probe, um daraus atomares Quecksilber als Dampf freizusetzen, der Kontaktierung des Quecksilberdampfes mit einem zur Amalgamierung geeigneten Metall zwecks Bindung des Quecksilberdampfes als Amalgam der Erhitzung des Amalgams zwecks Wiedererzeugung von Quecksilberdampf und der Messung der Menge dieses Dampfes vorsieht. Im Vergleich mit den bekannten Verfahren ist dieses vom Erfinder der vorliegenden Anmeldung vorgeschlagene Verfahren ziemlich einfach und hinsichtlich der Behandlungsdauer sehr vorteilhaft. Bei Durchführung dieses Verfahrens haftet oder
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klebt jedoch ein Teil des sauren Veraschungsgases, das bei Veraschung einer quecksilberhaltigen Probe entsteht, an der Innenseite der Glasrohre, durch die es zusammen mit einem Trägergas zu Analysiergeräten geleitet wird, und kondensiert daran a Is eine etwas säuerliche Flüssigkeit. Dementsprechend geht möglicherweise eine gewisse Menge des aus der Probe freigesetzten Quecksilbers durch Adsorption an den Glasrohren vor dem Erreichen der Analysiergeräte verloren. Daher vermag man nach diesem vorgeschlagenen Verfahren die Menge des Quecksilbers noch nicht genau genug zu messen. Andererseits entwickelt eine stickstoffhaltige Probe, wie z. B. Protein, Stickstoffoxide bei der Veraschung, und ein Teil dieser Oxide wird an der Oberfläche des Amalgamiermittels adsorbiert und gleichzeitig mit der Freisetzung des Quecksilbers aus seinem Amalgam desorbiert. Wenn nun das Quecksilber mittels Atomspektralabsorption gemessen wird, führen solche gleichzeitig vorliegenden Stickstoffoxide zu Meßfehlern.
In den letzten Jahren wird es mehr und mehr wichtig, in der Lage zu sein, sehr geringe Mengen von in Abgas, Abwasser und organischen Stoffen enthaltenem Quecksilber schnell zu analysieren. Daher ergibt sich ein erhebliches Bedürfnis, über ein diesen Anforderungen voll genügendes Analyseverfahren verfügen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum schnellen und einfachen quantitativen Analysieren von Quecksilber anzugeben, bei dem eine besondere Vorbehandlung der zu analysierenden Probe nicht erforderlich ist, das sich automatisch durchführen läßt und mit dem sehr geringe Quecksilbermengen in gasförmigen, wäßrigen und festen Proben erfaßbar sind, und zusätzlich eine neue
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•' j. 4 -
Art von Veraschungsvorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu entwickeln.
Als Ergebnis umfangreicher Forschungsarbeiten zur Überwindung der Nachteile der bekannten Verfahren und des vom Erfinder bereits vorgeschlagenen Verfahrens wurde nun gefunden, daß sich die ungünstige Auswirkung des sauren Veraschungsgases vermeiden läßt, indem man die sich vom Ausgang des Veraschungsofens zu einem spiralförmigen oder wendeiförmigen Kühlrohr erstreckenden Glasrohre erhitzt. Die Erfindung basiert zum Teil auf diesem Befund.
Gegenstand der Erfindung, womit die genannte Aufgabe gelöst wird, ist zunächst ein Verfahren zur quantitativen Analyse von Quecksilber, mit dem Kennzeichen, daß man eine quecksilberhaltige Probe in Gegenwart von Sauerstoff zwecks völliger Veraschung der Probe und Bildung eines atomares Quecksilber enthaltenden Dampfes - vorzugsweise auf eine Temperatur im Bereich von 400 bis HOO C - erhitzt, diesen Dampf durch ein ein basisches Salz enthaltendes, erhitztes Glasrohr leitet, den Dampf abkühlt, den abgekühlten Dampf zwecks Erfassung des Quecksilbers als Amalgam in Kontakt mit einem zur Amalgaihierung geeigneten Metall bringt, das Amalgam zur Wiederfreisetzung des Quecksilberdampfes erhitzt und die Menge des Quecksilberdampfes mißt.
Bei diesem erfindungsgemäßen Verfahren dient die Verwendung eines basischen.Salzes zur Absorption des sauren Veraschungsgases, wobei das Erhitzen des das basische Salz enthaltenden Glasförderrohres die Kondensation jeder quecksilberhaltigen Flüssigkeit verhindert und so eine genaue Messung der Quecksilbermenge ermöglicht.
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Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine Veraschungsvorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, die gekennzeichnet ist durch eine mit einer äußeren Heizeinrichtung (Wicklung) und einem Trägergaseinlaß versehene Veraschungszone, eine mit einem basischen Salz gefüllte, mit einer äußeren Heizeinrichtung (Wicklung) versehene und das Gas von der Veraschungszone aufnehmende, saures Gas absorbierende Zone, eine Kühlzone zum Kondensieren des Wassers aus dem Veraschungsgas nach dessen Durchgang durch die Absorptionszone, eine mit einem zur Amalgamierung geeigneten Metall gefüllte Quecksilbererfassung szone mit einer äußeren Heizeinrichtung (Wicklung) zum Erhitzen des gebildeten Amalgams zwecks Wiederfreisetzung des Quecksilberdampfes aus dem Amalgam und einen Auslaß aus dieser Zone zum Ableiten des Trägergases und Leiten des wiederfreigesetzten Quecksilberdampfes zu einer Quecksilberdampfmeßeinrichtung.
Die Erfindung gibt also ein Verfahren zur quantitativen Analyse von Quecksilber in veraschbaren Proben an, das die Erhitzung einer quecksilberhaltigen Probe in Gegenwart von Sauerstoff zwecks vollständiger Veraschung der Probe und Bildung eines atomares Quecksilber enthaltenden Dampfes, das Leiten dieses Dampfs durch ein ein basisches Salz enthaltendes, erhitztes Glasrohr, das Abkühlen des Dampfes, die Kontaktierung des abgekühlten Dampfes mit einem zur Amalgamierung geeigneten Metall zwecks Erfassung des Quecksilbers als Amalgam, das Erhitzen des Amalgams zum Wiederfreisetzen des Quecksilberdampfes und das Messen der Menge dieses Dampfes vorsieht . Erfindungsgemäß läßt sich -die quantitative Analyse von Quecksilber schnell und automatisch in einer einfachen und genauen Weise ohne Anwendung einer besonderen Vorbehandlung durchführen.
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Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert; darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung enes Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Analyseverfahrens, und
Fig. 2 eine grafische Darstellung der Ergebnisse von im Beispiel 1 mittels Atomspektralabsorptionsmessung durchgeführten Analysen im Vergleich mit einer Messung nach dem Stand der Technik und einer Kontrollmessung.
Gemäß Fig. 1 wird ein Probenbehälter 2 mit einer zu analysierenden. Probe gefüllt und in die Veraschungszone 3 eines Veraschungsrohres eingesetzt. Ein Trägergas, wie ζ. B. Luft oder Sauerstoff, wird in das Rohr durch einen Trägergaseinlaß 1 eingeführt. Die Einführung des Trägergases wird mit Hilfe einer Membranpumpe oder eines Kompressors oder unter Verwendung eines Eigendruckgases direkt aus einer Druckluft- oder Sauser stoffbombe, die nicht dargestellt sind, vorgenommen. Es ist selbstverständlich, daß ein solches Trägergas durch geeignete Maßnahmen vorher von Quecksilber gereinigt werden sollte. Die Probenveraschungszone 3 besteht z. B. aus einem mit einem Füllstoff be-. schickten Quarzrohr und wird äußerlich auf 400 bis 1100 C, vorzugsweise 600 bis 850 C, durch eine geeignete, in Fig. langedeutete, elektrische Heizwicklung erhitzt, die sich in verschiedenen Stufen, z.B. vier Stufen, schalten läßt, um eine Änderung des Heizbereichs und damit Einstellung eines optimalen Veraschungszustandes je nach der Art der Probe zu ermöglichen. Die Probe wird durch die Veraschung in dieser Zone thermisch zersetzt, und es bildet sich verdampftes Queck-
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silber. Wenn die Probe die Form einer wäßrigen Lösung hat, sollte die Aufheizgeschwindigkeit so gesteuert werden, daß ein stoßweises Sieden vermieden wird. Quecksilberverbindungen in verschiedenen Formen werden durch diese Veraschungsbehandlung zersetzt, wodurch ebenfalls ein atomares Quecksilber enthaltender Dampf gebildet wird. Gewöhnlich wird ein Füllstoff in das Veraschungsrohr eingebracht, um die vollständige Veraschung der Probe zu fördern, üblicherweise wird Quarzwolle als Füllstoff verwendet, doch läßt sich bei Be*- darf auch ein Oxydationskatalysator, wie z. B. Cuprioxid, Kobältoxide, Platin oder Palladium, verwenden.
Das durch die thermische Zersetzung gebildete Gas wird im Trägergas mitgerissen und durch eine Zone 4 geleitet, in die vorher ein (schraffiert dargestelltes) basisches Salz als Teilchen- oder Körnchenbett eingefüllt wurde. Mögliche basische Salze für diesen Zweck sind Karbonate von Alkali- und Erdalkalimetallen, z. B. Kaliumkarbonat, Natriumkarbonat und Bariumkarbonat. Das saure oder säuerliche Veraschungsgas wird beim Durchgang durch diese Zone 4 neutralisiert. Die Zone 4 wird durch die dargestellte Heizwicklung vorzugsweise auf 200 bis 700 C erhitzt, um eine Adsorption von Quecksilber am basischen Salz zu verhindern. Das vom Trägergas mitgeführte Veraschungsgas wird dann durch ein wendeiförmiges Kühlrohr 5 geleitet und zu einer Wasserbeseitigungszone 6 gefördert, wo Wasserdampf zur Kondensation gebracht und vom Gas getrennt wird. Die Kühlung des Gases nimmt man entweder durch Wasserkühlung oder durch Luftkühlung vor, und das kondensierte Wasser wird aus dem System abgezogen. Vorzugsweise steuert man den Teildruck des Wasserdampfes im Trägergas, das durch die Wasserbeseitigungszone 6 hindurchgegangen ist, so, daß der Teildruck auf unterhalb des Sättigungswasserdampfdruckes eingestellt wird.
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Das vom Wasser befreite Gas wird dann zu einer Quecksilbererfässungszone 7 gefördert, wo das im Gas enthaltene metallische Quecksilber in Kontakt mit einem Amalgamierungsmittel gebracht und als Amalgam erfaßt wird. Das Quecksilbererfassungsmittel ist ein zur Amalgamierung geeignetes Metall, und Beispiele hierfür umfassen Gold, Silber, Kupfer, Cadmium, Zink, Platin und Palladium. Diese Metalle können allein verwendet oder auch von einem hitzebeständigen Träger, wie z. B. Quarzpulver, Kieselgur oder feuerfestem Ziegelpulver getragen werden. Das von dem Amalgamierungsmittel erfaßte Quecksilber in der Zone 7 wird dann an Ort und Stelle durch die dargestellte Heizwendel erhitzt und als Quecksilberdampf von dem Amalgamiermittel freigesetzt. Der Quecksilberdampf wird wieder vom Trägergas mitgerissen und zu einer (nicht dargestellten) Quecksilberanalysiereinrichtung gefördert, wo die Quecksilber menge mittels einer verfügbaren, an sich bekannten Einrichtung gemessen wird. Z. B. wird der Quecksilberdampfanteil im Trägergas in der Analysiereinrichtung durch Messen der Extinktion bei einer Resonanzlinie von 253,7 myu bestimmt. Als Analysiereinrichtung für die Erfindung läßt sich jeder Typ des bekannten Atomspektralabsorptionsmessers oder andere Quecksilber analysator verwenden.
Wenn eine Probe einer Flüssigkeit, eines lebenden Körpers oder eines Minerals der Analyse nach dem erfindungsgemäßen Verfahren unterworfen wird, gibt man die Probe in einen Probebehälter und führt deren thermische Zersetzung in der Veraschung szone zwecks Bildung eines Veraschungsgases herbei, das verdampftes atomares Quecksilber enthält. Im Fall einer gasförmigen Probe wird ein bestimmtes Volumen der gasförmigen Probe dem Trägergas vor Einführung in die Zone 3 der Analysiereinrichtung zugemischt.
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Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß Quecksilberverbindungen in verschiedenen Formen quantitativ in sehr kurzer Zeitdauer, etwa innerhalb 10 Minuten, ohne Notwendigkeit irgendeiner besonderen Vorbehandlung wie bei den bekannten Verfahren analysiert werden können. Außerdem lassen sich die einzelnen Analysen auch völlig automatisch ohne jede Handarbeit durchführen. Es werden keine besonderen Reagentien verwendet, so daß die Zahl von Blindversuchen sehr gering gehalten werden kann. Schließlich ermöglicht die Erfindung die Messung der in den Proben vorhandenen Quecksilbermengen in sehr genauer Weise.
Die Erfindung soll nun anhand von Beispielen näher erläutert werden.
Beispiel. 1
In einen Quarzbehälter wurden 50 mg Gelatine eingebracht und dieser 0,1 ug Quecksilber zugesetzt. Der Quarzbehälter wurde in ein erhitztes Glasrohr eingesetzt, das mit Natriumkarbonat gefüllt war, um das saure Gas zu neutralisieren. Die Gelatineprobe wurde thermisch in einem Sauerstoffstrom zersetzt, und das Veraschungsgas wurde vom kondensierten Wasser befreit und durch ein Amalgamiermittel in Form von auf Kieselgur aufgebrachtem Platin geleitet, wo der atomare Quecksilberdampf im Veraschungsgas ein Amalgam mit dem Platin bildete. Dann wurde das Amalgamiermittel auf 800 C erhitzt, um wieder atomaren Quecksilberdampf freizusetzen, der dann der Atomspektralabsorptionsmessung unterworfen wurde. Die Ergebnisse hiervon sind in der Fig. 2, Teil A, dargestellt. Für Vergleichs-r zwecke sind mit einer ähnlichen Analyse, jedoch ohne die Verwendung
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von Natriumkarbonat erhaltene Ergebnisse im Teil B der Fig. 2 dargestellt. Schließlich sind die Ergebnisse einer ähnlichen Analyse unter Verwendung einer Probe von 0,1 yug Quecksilber allein im Teil C der Fig. 2 dargestellt. Im Teil B ist offenbar die Anwesenheit von Stickstoffoxiden zusätzlich zum Quecksilber erfaßt worden. Im Teil A der Fig. 2 ist dagegen nur das Quecksilber gemessen worden, und das Ergebnis entspricht im wesentlichen dem im Teil C. Es ist offenbar, daß die Anwendung einer Neutralisierung des sauren Gases gemäß der Erfindung zu einer genauen Analyse der in organischen Stc.'fen enthaltenen Quecksilbermengen verhilft.
Beispiel 2
Unter Verwendung einer Kombination der folgenden Apparatur wurde die Genauigkeit bei der quantitativen Analyse von Quecksilber nach dem erfindungsgemäßen Verfahren überprüft: eine Veraschungsvorrichtung "Model MV-250" (Sugiyama-Gen Environmetal Services); Analysiereinrichtung "Model MV-253" (Toshiba-Beckmann; Verstärkung 10; Spannweite 6); Speichergerät von Nippon Denshi Kagaku (Verstärkung 0,1 V, Geschwindigkeit 2,5 cm/min).
Eine Quecksilber in einer Menge von 0,1 yug/ml enthaltende wäßrige Lösung wurde bei diesem Versuch als Hg-Standardlösung verwendet. Der Versuch wurde unter Einsatz von 50, 100 und 200 ii-Litern dieser Hg-Standardlösung entsprechend dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren mit der Ausnahme durchgeführt, daß die Veraschungstemperatur und die Veraschungszeit 850 C bzw. 3 Minuten waren. Die Versuchsergebnisse hiervon sind in der folgenden Tabelle für fünf Proben bei jedem Konzentrationsniveau angegeben.
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- 4,4 Tabelle 1 4,5 Durch-
Quecksilber 8,3 Spitzen 8,0 schnitts-
menge (μ- 15,0 höhe 16,4 spitzen-
Liter Hg- ι f*m ι höhe
Standard- (cm)
lösung mit \ ****** /
0,1 ^ug/ml
Hg) 0,3
0 - .. - 0,3 4,3 4,3
50 - 4,2 4,2 7,8 8,0
100 8,0 7,9 15,1 15,3
200 14,8 15,0
Aus der Tabelle wird klar, daß sich beiden Versuchsergebnissen eine gute Linearität zeigt, oder mit anderen Worten, daß sich das Ergebnis der Analysen proportional zu den wachsenden Quecksilbermengen in den Versuchsproben änderte.
Beispiel 3
Die Quecksilbermenge in Fischfleisch wurde unter Verwendung der gleichen Apparatur und Anwendung der gleichen Bedingungen wie im Beispiel 2 mit der Ausnahme gemessen, daß die Veraschungszeit 5 Minuten betrug. Bei diesem Versuch wurde Schollenfleisch als Versuchsprobe verwendet. Die Ergebnisse des Versuchs sind in der folgenden Tabelle 2 angegeben.
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-42 -
Tabelle 2 Durchschnitt
Hg (ppm)
Probe
Nr.
Hg
(ppm)
1 0,017
2 0,022 0,018
3 0,015
4 0,017
5 0,018
Die Ergebnisstreubreite wird wohl den Dosierfehlern zuzuschreiben sein.
Ein ähnlicher Versuch wurde unter Verwendung von Fischfleisch durchgeführt, dem Quecksilber in einer Menge von 0,005 jig/0,2 g zugesetzt war. Die Ergebnisse davon sind in der Tabelle angegeben.
Tabelle 3 Hg
(ppm)
Probe
Nr.
Menge des
Schollen
fleisches (g)
Menge des
Quecksilber
zusatzes (/ug)
(D)
(B) (C) 0,038
6 0,22144 0,005 0,037
7 0,24270 0,005 0,040
8 0,22420 0,005 0,036
9 0,26820 0,005 0,039
10 0,22980 0,005
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Der Erfassungsgrad des Quecksilbers läßt sich aus diesen Ergebnissen gemäß der folgenden Gleichung erhalten, worin A der Durchschnitt der Werte von Tabelle 2 und die anderen Symbole, d. h. B, C und D, der Tabelle 3 entnehm bar sind.
Erfassungsgrad = — χ 100 (%).
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 4 angegeben:
Tabelle 4
Versuchs Erfassungs
nummer grad {%)
1 88,6
2 92,2
3 98,6
4 96,5
5 96,5
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Claims (9)

  1. Patentansprüche
    1-1 Verfahren zur quantitativen Analyse von Quecksilber, dadurch gekennzeichnet, daß man eine quecksilberhaltige Probe in Gegenwart von Sauerstoff zwecks völliger Veraschung der Probe und Bildung eines atomares Quecksilber enthaltenden Dampfes erhitzt, diesen Dampf durch ein ein basisches Salz enthaltendes, erhitztes Glasrohr leitet, den Dampf abkühlt, den abgekühlten Dampf zwecks Erfassung des Quecksilbers als Amalgam in Kontakt mit einem zur Amalgamierung geeigneten Metall bringt, das Amalgam zur Wiederfreisetzung des Quecksilberdampfes erhitzt und die Menge des Quecksilberdampfes mißt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Probe im Bereich von 400 bis 1110 C erhitzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Veraschungsdampf zum Durchstrom durch das Glasrohr von einem Trägergas mitgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägergas Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Glasrohr enthaltene basische Salz ein Alkalimetallkarbonat ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das zur Amalgamierung geeignete Metall auf einem hitzebeständigen Träger befindet.
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  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als zur Amalgamierung geeignetes Metall Platin verwendet wird.
  8. 8. Veraschungsvorrichtung zum Analysieren organischer Proben auf Quecksilber, gekennzeichnet durch eine mit einer äußeren Heizeinrichtung (Wicklung) und einem Trägergaseinlaß (l) versehene Veraschungszone (3), eine, mit einem basischen Salz gefüllte, mit einer äußeren Heizeinrichtung (Wicklung) versehene und das Gas von der Veraschungszone (3) aufnehmende, saures Gas absorbierende Zone (4), eine Kühlzone (5, 6) zum Kondensiere η des Wassers aus dem Veraschungsgas nach dessen Durchgang durch die Absorptions zone (4), eine mit einem zur Amalgamierung geeigneten Metall gefüllte Quecksilbererfassungszone (7) mit einer äußeren Heizeinrichtung (Wicklung) zum Erhitzen des gebildeten Amalgams zwecks Wiederfreisetzung des Quecksilberdampfes aus dem Amalgam und einen Auslaß aus dieser Zone (7) zum Ableiten des Trägergases und Leiten des wiederfreigesetzten Quecksilberdampfes zu einer Quecksilberdampfmeßeinrichtung.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Veraschungszone (3) mit einem Füllstoff gefüllt ist.
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DE2424689A 1973-08-13 1974-05-21 Verfahren und Vorrichtung zum Analysieren von Quecksilber Expired DE2424689C3 (de)

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