DE2424009B2 - Foerdervorrichtung fuer fluidfoermiges pulver - Google Patents
Foerdervorrichtung fuer fluidfoermiges pulverInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum intermittierenden pneumatischen Fördern von pulverförmigem
Gut aus einem das Gut im fluidisierten Zustand enthaltenden Vorratsbehälter über mindestens
einen in das Gut eingetauchten und auswechselbaren Saugtaucher zu einem Verarbeitungsgerät, beispielsweise
zu einer Handpistole zum elektrostatischen Pulverbeschichten, wobei der Saugtaucher wenigstens eine
öffnung für den Eintritt des fluidisierten Gutes und einen Druckgaseinlaß aufweist.
Ein derartiger nicht zum Stande der Technik gehörender Saugtaucher wurde von der Anmelderin
vorgeschlagen (FR-PS 21 71 686) und wird unter dem Zeichen GSV 160 vertrieben.
Eine gattungsfremde Vorrichtung, bei der ein nichtfluidisiertes Pulver in einem Gasstrom zerstäubt
werden soll, ist aus der FR-PS 9 47 479 bekannt. Bei dieser Vorrichtung wird das zu zerstäubende Pulver von
einer Venturidüse angesaugt und mit dem Gastreibstrahl mitgerissen.
Ein Nachteil dieser vorgeschlagenen bzw. bekannten Saugtaucher, die nach dem Venturisystem arbeiten, ist,
daß sie notwendigerweise nur eine beschränkte Leistung aufweisen. Da sie nämlich während des
Betriebes direkt mit dem Pulvervorrat in Verbindung stehen, ist der in ihnen herrschende Druck gleich
demjenigen des Pulvervorrates, der wiederum von der Größenordnung des atmosphärischen Druckes ist. Die
Förderung des Pulvers benötigt daher eine sehr starke Luftleistung, die jenseits eines bestimmten Wertes mit
den Betriebsbedingungen von Beschichtungsanlagen unverträglich ist, z. B. mit einer guten elektrostatischen
Pulverbeschichtung.
Aus der DT-AS 11 41 797 ist eine Dosiervorrichtung
für Druckförderbehälter bekannt. Der gesamte zu fördernde Pulvervorrat wird bei dieser bekannten
Vorrichtung unter Druck gesetzt und durch ein Rohr zur Verbrauchsstelle gefördert. Diese Verfahrensweise ist
nicht wirtschaftlich und auch bei anfallenden Reinigungsarbeiten der Vorrichtung nicht flexibel.
Im Zusammenhang mit Fördervorrichtungen für fluidförmiges Pulver sind die Vorteile von auswechselbaren
Saugtauchern erheblich, und zwar im wesentlicher» aufgrund ihrer geringen Abmessungen und ihrer
Auswechselbarkeit. Im Falle von Farbwechseln z. B. sind sie aufgrund ihrer kleinen Abmessungen leicht zu
säubern, leicht abschraubbar und herauszunehmen. Soll der Farbwechsel sehr schnell vorgenommen werden, ist
es einfach, den fraglichen Saugtaucher durch einen bereits gereinigten Saugtaucher zu ersetzen und die
Reinigung des ersten Saugtauchers in aller Ruhe vorzunehmen, während die Anlage bereits wieder in
Betrieb ist; der Zeitverlust und damit die Anzahl der nicht beschichteten Stücke kann somit minimal gehalten
werden. Des weiteren läßt sich auch pro Farbe ein Saugtaucher vorsehen.
Im allgemeinen läßt sich sagen, daß ein auswechselbarer
Saugtaucher eine große Beweglichkeit in der Verwendung gewährleistet. So kann man z. B. verschiedene
Verarbeitungsgeräte von einem einzigen Pulvervorratsgefäß aus versorgen, indem pro Gerät ein
2ϊ Saugtaucher vorgesehen ist. Wünscht man anschließend
eine oder mehrere zusätzliche Pistolen einzusetzen, so ist kein neues Vorratsgefäß erforderlich, da in das erste
Vorratsgefäß der oder die zusätzlich erforderlichen Saugtaucher eintauchen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Saugtaucher anzugeben, der eine Pulverförderung unter Druck
ermöglicht bei gleichzeitiger freier Wahl des Behälters für das fluidförmige Pulver, der z. B. ein Behälter unter
Atmosphärendruck sein kann. Der Saugtaucher soll sich
J5 durch Wirtschaftlichkeit, große Leistung und Flexibilität
auszeichnen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Saugtaucher eine mechanische Vorrichtung
aufweist, die dessen öffnung während des Betriebes des Verarbeitungsgerätes hermetisch nach außen abschließt
und während der Betriebspausen des Verarbeitungsgerätes öffnet.
Dadurch wird z. B. im Falle einer Pulverbeschichtungs-Har.dpistole
erreicht, daß sich der geöffnete Saugtaucher während des Stillstandes der Pistole mit
Pulver füllt und somit, da er von allen Seiten dicht umschlossen ist, während des Betriebes der Pistole als
ein unter Druck stehendes Gefäß kleiner Abmessungen und Füllung dient.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben, in der zwei
Aiisführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Saugtauchers
dargestellt sind, die zur Speisung einer Handpistole für die elektrostatische Pulverbeschichtung dienen.
Fig. 1 zeigt schematisch eine manuelle Anlage zur elektrostatischen Pulverbeschichtung mit einem erfindungsgemäßen
Saugtaucher; die
Fig. 2a und 2b zeigen schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Saugtauchers
und
F i g. 3 zeigt schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Saugtauchers.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Handpis'.ole für die
elektrostatische Pulverbeschichtung bezeichnet. Mit 2
h5 ist ein mit einem Kunststoffpulver zu beschichtendes
Objekt bezeichnet, das in einer Pulverbeschichtungskammer
3 angeordnet ist. Von einem Versorgungskasten 4 führen zur Pistole: 1:
ein Niederspannung führendes Versorgungskabel 5,
ein Hochspannung führendes Versorgungskabel 6,
eine Versorgungsleitung 7 zur Zufuhr von Verwirbelung erzeugender Sekundärluft und
eine Versorgungsleitung 8 zur Zufuhr des Gemisches aus Luft und Pulver.
ein Hochspannung führendes Versorgungskabel 6,
eine Versorgungsleitung 7 zur Zufuhr von Verwirbelung erzeugender Sekundärluft und
eine Versorgungsleitung 8 zur Zufuhr des Gemisches aus Luft und Pulver.
Das Pulver ist in fluidförmigem Zustund in dem unter Atmosphärendruck stehendem Behälter 9 enthalten, der
auch eine poröse, die Fluidisation erzeugende Platte 10 aufweist. Im Behälter 9 mündet eine Leitung 11, durch
die ihm die zur Fluidisation erforderliche Luft zugeführt wird. Das Pitidförmige Pulver wird vom Behälter 9
durch die Leitung 8 zur Pistole 1 mittels eines Pulver-Saugtauchers 12 gefördert, der in den unter
Atmosphärendruck stehenden Behälter 9 derart eintaucht, daß er völlig von dem fluidförmigen Pulver
umgeben ist. Der Saugtaucher 12, von dem ein Ausführungsbeispiel schematisch in den Fig.2a und 2b
dargestellt ist und der im folgenden näher beschrieben ist, ist vollständig geschlossen, weist jedoch ein
pneumatisch gesteuertes, sich öffnendes unJ schließendes Ventil 14 auf. Eine vom Versorgungsteil 4
ausgehende Leitung 15 versorgt den Verschluß 14 mit Druckluft. Eine andere vom Versorgungsteil 4 ausgehende
Leitung 16 ermöglicht die Versorgung des Saugtauchers 12 mit derjenigen Luft, die zur Fluidisation
des im Innern des Saugtauchers 12 enthaltenen Pulvers erforderlich ist. Während des Beschichtungsvorganges
wird das fluidförmige Pulver vom Saugtaucher 12 in die Leitung 8 eingegeben. Dem Saugtaucher 12
wird die zur Druckerzeugung erforderliche Luft vom Versorgungsteil 4 mittels einer Leitung 13 zugeführt.
Während des Stillstandes der Beschichtungsanlage, beispielsweise während des Auswechselns der Seiten
eines Stückes oder während des Auswechselns der Stücke selbst, wird der Leitung 15 keine Druckluft
zugeführi, so daß das Ventil 14 geöffnet ist und sich demzufolge der Saugtaucher 12 mit fluidförmigem
Pulver füllt. Betätigt man nun den Drücker der Pistole, so ermöglicht während des Beschichtungsvorganges das
vom Kabel 5 zugeführte Niederspannungssignal zusätzlich zu seinen anderen Funktionen das öffnen eines
Elektroventils, wodurch der Leitung 15 und damit dem Verschluß 14 Druckluft zugeführt werden. Der Verschluß
14 schließt dadurch den Saugtaucher 12 hermetisch ab, der demzufolge als unter Druck
stehender Förderbehälter mit zeitlich beschränkter Eigenständigkeit dient. Wird der Drücker der Pistole
erneut freigegeben, so öffnet sich der Verschluß 14 und der Saugtaucher 12 füllt sich von neuem mit
fluidförmigem Pulver.
Die F i g. 2a und 2b zeigen schematisch den in F i g. 1 gezeigten Saugtaucher 12, der in den unter Atmosphärendruck
stehenden Behälter 9 eintaucht. Der Verschluß besteht aus einem aufblasbarem Ballon 14 aus weichem
Material, dem mittels der Leitung 15 Druckluft zugeführt werden kann, und der mechanisch von
Metallschlaufen 17 gehalten wird, die eine öffnung 18 umschließen, die wiederum eine Verbindung zwischen
dem Saugtaucher 12 und dem Vorrat an fluidförmigem Pulver, das den Behälter 9 füllt, gewährleistet. Steht die
Leitung 15 unter Druckluft, so bläst sich der Ballon 14 auf und verschließt die öffnung 18. Der Saugtaucher 12,
dem die zur Fluidisation erforderliche Luft über die Leitung 16 zugeführt wird und die zur Druckerzeugung
erforderliche Luft über die Leitung 13, dient also als klassischer unter Druck stehender Pulververteilungsbehälter.
In an sich bekannter Weise enthält also der Saugtaucher 12 eine Anordnung zur inneren Umwälzung
des Pulvers 19, eine die Fluidisation bewirkende Platte 20 und einen Ausgangstrichter 21, der mit einem
manuell regelbarem, variablen Verschluß 22 versehen ist, um die Pulverleistung zu dosieren. In bestimmten
ίο Fällen kann man auch die Leitungen 13 und 16 zu einer
einzigen zusammenfassen, so daß das Pulver im Inneren des Saugtauchers erst während des Fördervorganges in
fluidförmigen Zustand gelangt. Steht die Leitung 15 nicht mehr unter Druckluft.d.h.während des Stillstandes
des Verarbeitungsgerätes, entweicht die Luft aus dem Ballon 14, der nach unten fällt und die durch die
gestrichelte Linie dargestellte Position einnimmt, so daß die Öffnung 18 nicht länger verschlossen ist und sich der
Saugtaucher 12 erneut mit fluidförmigem Pulver füllen kann.
Wie aus den Figuren ersichtlich, ist der untere Teil des Saugtauchers 12 leicht abnehmbar, so daß eine innere
Reinigung des Saugtauchers mittels eines Druckluftstrahls leicht möglich ist, wenn ein Farbwechsel
vorgenommen werden soll.
Aus Vereinfachungsgründen ist in der F i g. 1 der Steuerschaft 23 des regelbaren Verschlusses 22 nicht
dargestellt. Selbstverständlich ist es erforderlich, daß das obere Ende des Schaftes 23 aus dem Behälter 9 ragt
oder wenigstens aus der Oberfläche des fluidförmigen Pulvers.
F i g. 3 zeigt schematisch ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, das von demjenigen der
Fig.2a und 2b durch eine andersartige Ausgestaltung
des Verschlusses des Saugtauchers 12 abweicht und in der gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind. Der Saugtaucher nach F i g. 3 weist keine Öffnung an seiner Seitenwand auf, sondern ist über seine
gesamte untere Fläche geöffnet. Während des Betriebes des Verarbeitungsgerätes wird die Leitung 15 im
Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel nicht mit Druckluft versorgt, und der Saugtaucher 12 ruht
aufgrund seines Gewichtes dicht auf dem Boden des Behälters 9. Er dient also wie zuvor auch als unter Druck
stehender Pulververteilungsbehälter mit kleinen Abmessungen.
Während des Stillstandes des Verarbeitungsgerätes steuert die unter Druckluft stehende Leitung 15 eine
pneumatische Hubvorrichtung 24, die eine Hebevorrichtung 25 betätigt, wodurch der Saugtaucher 12 leicht
angehoben wird, so daß er sich mit seinem nun freigelegten offenen unteren Teil erneut mit fluidförmigem
Pulver füllen kann.
Der erfindungsgemäße Saugtaucher kann in all den Fällen verwendet werden, wo ein Verarbeitungsgerät
mit intermittierender Betriebsweise mit fluidförmigem Pulver versorgt werden muß. Eine besonders günstige
Anwendung ergibt sich im Bereich der elektrostatischen Pulverbeschichtung von Gegenständen, sei es für
manuelle Anlagen mit einer oder mehreren Handpistolen zur Pulverbeschichtung, sei es für automatische,
intermittierend arbeitende Anlagen, wie diejenigen, die als Fließbandanlagen in der Automobilindustrie verwendet
werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum intermittierenden pneumatischen Fördern von pulverförmigen Gut aus einem
das Gut im fluidisierten Zustand enthaltenden Vorratsbehälter über mindestens einen in das Gut
eingetauchten und auswechselbaren Saugtaucher zu einem Verarbeitungsgerät, beispielsweise zu einer
Handpistole zum elektrostatischen Pulverbeschichten, wobei der Saugtaucher wenigstens eine öffnung
für den Eintritt des fluidisierten Gutes und einen Druckgaseinlaß aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Saugtaucher (12) eine mechanische Vorrichtung (14; 24, 25) aufweist, die dessen
öffnung während des Betriebes des Verarbeitungsgerätes (1) hermetisch nach außen abschließt und
während der Betriebspausen des Verarbeitungsgerätes öffnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Vorrichtung aus einer
Verschlußvorrichtung (14) besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Vorrichtung aus einer
Hebevorrichtung (24, 25) für den Saugtaucher (12) besteht, der dabei an seinem unteren Teil offen ist
und in seiner geschlossenen Stellung auf dem Boden des das fluidisierte Gut enthaltenden Behälters ruht.
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