DE2418731B2 - Uhr, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Uhr, insbesondere fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Uhr. insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem zentralen Sekundenzeiger,
der aus einer federdrahtförmigen Zeigerfahne und einer auf der Sekundenwelle sitzenden, die Zeigerfahne
tragenden Steckbuchse besteht, und einer zentralen Zeigerstellvorrichtung mit einer im Uhrglas zentrisch
geführten, drehbaren und gegen die Kraft einer Feder axial verschiebbaren Stellwelle, die an ihrem den
Zeigern abgewandten Ende mit einem Stellknopf und an ihrem anderen Ende mit einem Kupplungsteil mit
mindestens zwei Klauen versehen ist, die bei niedergedrückter Stellwelle die Zeigerfahne umgreifend in
entsprechende Ausnehmungen des Minutenrohres eingreifen.
Es ist eine derartige Uhr mit einer zentralen Sekundenanzeige bekannt, bei der die Zeiget fahne an
einer Steckbuchse befestigt ist, die ihrerseits auf der SekundenweHe sitzt. Die zentral im Uhrglas geführte
Stellwelle der Stellvorrichtung trägt ein Kupplungsteil mit zwei angeformten Klauen, die im niedergedrückten
Zustand der Welle die Zeigerfahne umgreifen und in entsprechende Ausnehmungen im Minutenrohr eingreifet*
Ein erheblicher Nachteil einer solchen Uhr besteht darin, daß die Zeigerfahne derart verbogen werden
kann, daß sie am Stundenzeiger hängen und die Uhr stehen bleibt, wenn bei einer axialen Verschiebung der
Stellwefledie Klauen auf die Zeigerfahne auftref fen
Ferner ist eine Uhr bekannt geworden (DT. Gbm 7023071), bei we»«· der Sekundenzeiger nicht aus
Federdraht ausgebildet sondern an der Steckbuchse angeformt ist so daß er mit dieser eine einstückige
Einheit bildet Daraus ergibt sich der Nachteil, daß die
dortige Steckbuchse mit der Zeigerfahue entweder verhältnismäßig kompliziert und schwierig, also entsprechend
teuer herzustellen ist wobei sie dann jedoch mechanisch hoch belastbar ausgebildet werden könnte,
oder falls sie in einem Metallguß- oder Metallpreßverfahren hergestellt würde, sie die erforderliche mechanische
Belastbarkeit nicht mehr besitzen könnte, wenn auch hierdurch Fertigungskosten eingespart würden
Ferner ist eine Uhr bekannt geworden, bei welcher
zwar ebenfalls bereits ein Federdraht als Zeigerfahne verwendet wi-d, dieser Federdraht jedoch in eine
Wendelfeder übergeht Der als Wendelfeder ausgebildete Teil der Zeigerfahne sitzt auf einer Steckbuchse,
die an ihrem der Zeigerfahne abgewandten Ende mit einem Bund versehen ist. auf dem sich die Wendelfeder
abstützt Trifft bei einer solchen Iftir eine der Klauen auf
di" Zeigerfahne, so kann diese aufgrund des Wendelfederteils
in axialer Richtung federelastisch ausweichen. Es kann hier zwar /u keiner Deformierung der
Zeiger iahne mehr kommen, die verwendete Zeigerfahne
ist jedoch schwierig herzustellen und infolgedessen recht teuer. Bei einer Axialverschiebung der Stellwelle
kann darüberhinaus die Zeigerfahne zusammen mit einer der Klauen in eine der im Minutenrohr
befindlichen Ausnehmungen gedrückt werden. Die beiden miteinander kuppelbaren Teile - Kupplungsteil
und Minutenrohr - werden infolgedessen durch die Stellwellenrückholfeder nicht mehr voneinander getrennt,
und die Uhr bleibt somit stehen, falls dies die Bedienungsperson nicht bemerkt und die Trennung
beider Teile nicht vornimmt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird darin gesehen, eine Uhr der eingangs genannten Bauart
zu schaffen, bei der die Zeigerfahne des Sekundenzeigers beim Stellen der Uhr einerseits nicht verbogen
oder zusammen mit einer der Klauen in eine der Ausnehmungen im Minutenrohr festgeklemmt werden
und bei der andererseits ein möglichst preiswerter Sekundenzeiger verwendet werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zeigerfahne mit einem Ende in eine durch die
gegenüberliegende Außenfläche der Steckbuchse begrenzte Ausnehmung der Steckbuchse eingesetzt ist und
der lichte Radialabstand der Klauen geringfügig größer ist als der Durchmesser des die Zeigerfahne tragenden
oberer Teils der Steckbuchse.
Durch diese Lösung wird einerseits vermieden, daß die Klauen überhaupt an der Sekundenzeigerfahne zur
Anlage kommen, weshalb das Einsteckende der Fahne auf der gegenüberliegenden Seite der Steckbuchse nicht
herausragen soll. Andererseits wird dann, wenn eine Klaue nun doch an der eigentlichen Fahne zur Anlage
kommen sollte, diese nicht verbogen, da die Klaue infolge des nur minimalen Hebelarmes auch nur ein
minimales Biegemoment selbst bei größeren Kräften aufzubringen in der Lage ist. Der im Bereich der
Zeigerfahne nur geringfügig größere Radialabstand der Klauen beträgt im übrigen etwa 2 bis 3 Zehntel
Millimeter.
Um zu verhindern, daß die Klauen wegen des Spiels zwischen der Stellwelle und ihrem im allgemeinen an
das Uhrglas angeformten Führungslager beim Nieder-
drücken der Stell welle auf die Stirnfläche der Steck·
buchse auftreffen, sollte die Stirnkante des in axialer Richtung über die Zeigerfahne hinausragenden Teils der
Steckbuchse vorzugsweise mit einer Fase versehen sein.
Die erfindungsgemäße Lösung hi ι darüber hinaus
den Vorteil, daß ein Verklemmen der beiden miteinander zu kuppelnden Teile, wie es bei den bekannten
Uhren durch das Spiel zwischen Stellwelle und Führungslager oder durch eine exzentrische Anordnung
des Führungslagers im Uhrglas häufig vorkommt, ohne Schwierigkeit zuverlässig unterbunden werden kann. In
einer bevorzugten Ausführungsform wird dies dadurch erreicht daß das Kupplungsteil mit einer zentralen, das
in axialer Richtung über die Zeigerfahne hinausragende Teil der Steckbuchse aufnehmenden Vertiefung verseheii
isL Beim Niederdrücken der Stellwelle wird so das Kupplungsteil zum Minutenrohr zentriert wodurch ein
Verklemmen der beiden zu kuppelnden Teile insbesondere aufgrund des Spiels zwischen Stellwelle und
Führungslager weitestgehend verhindert wird.
Ein von der exzentrischen Lage der Führungsbuchse herrührendes Verklemmen der beiden zu kuppelnden
Teile kann durch die vorstehende Maßnahme jedoch nur bedingt verhindert werden, da in einem solchen Fall
die Steckbuchse zusammen mit der Sekundenwelle durch das niedergefahrene Kupplungsteil in radialer
Richtung gegen die Innenwand des Minutenrohrs gedrückt werden kann, wobei eine der beiden Klauen in
eine Ausnehmung im Minutenrohr eingreift und die andere neben eine Ausnehmung auf die Außenwand des
Minutenrohrs zu liegen kommt. Dieser Effekt kann am zweckmäßigsten dadurch beseitigt werden, daß der im
Wirkungsbereich der Klauen befindliche Teil der Steckbuchse mit einem kleineren Durchmesser versehen
wird als der andere Teil der Steckbuchse. Dementsprechend läßt sich auch der lichte Radialabstand
der Klauen verringern, und ein Übergreifen einer Klaue auf die Außenwand des Minutenrohres ist nicht
mehr möglich.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung, die in zum Teil schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel
in einer teilgeschnittenen Seitenansicht enthält, näher erläutert.
Die Uhr, von der lediglich die in diesem Zusammenhang wesentlichen Teile dargestellt sind, enthält eine
zentrale Zeigerstellvorrichtung i, einen auf der Sekundenwelle 2 sitzenden Sekundenzeiger 3 und einen
üblichen Minutenzeiger 4, der auf das Minutenrohr 5 aufgeschoben ist
Die Zeigerstellvorrichtung 1 besteht aus einer Stellwelle 6, die im Uhrglas 7 axial verschiebbar und
drehbar gelagert ist und an ihrem einen Ende einen Stellknopf 8 und am anderen Ende ein Kupplungsteil 9
trägt Zwischen dem Stellknopf 8 und der Oberseite des Uhrglases 7 ist eine Druckfeder 10 vorhanden, durch die
das Kupplungsteil 9 in einer ausgerückten Stellung gehalten ist An das Kupplungsteil 9 sind zwei
aneinander radial gegenüberliegende Klauen 11 und 12
angeformt Sie sind an ihrem freien Ende mit einer Schneide 13 bzw. 14 versehen. Im niedergedrückten
Zustand der Stellwelle 6 greifen die Klauen 11 und 12 jeweils in einen Einschnitt 15 im Minutenrohr 5.
Der Sekundenzeiger 3 umfaßt eine Steckbuchse 16 aus Kunststoff und eine Zeigerfahne 17 aus Stahl- oder
Federstahldraht die so in die Steckbuchse 16 eingesetzt ist. daß das Ende der Zeigerfahne 17 mit der
Außenfläche 18 der Steckbuchse 16 abschließt. Die dem Kupplungsteil 9 zugewandte Stirnkante der Steckbuchse
16 ist mit einer Fase 19 versehen.
Der im Wirkungsbereich der Klauen 11 und 12 befindliche Teil der Steckbuchse 16 besitzt einen
kleineren Durchmesser als der andere Teil der Steckbuchse 16. Der Steckbuchsenteil mit dem kleineren
Durchmesser greift bei niedergedrückter Stellwelle 6 in eine Vertiefung 20 im Kupplungsteil 9 ein, deren
Durchmesser wie der lichte Radialabstand der Klauen 11 und 12 um ungefähr zwei Zehntelmillimeter größer
ist als der des Steckbuchsenteils.
Wird das Kupplungsteil 9 in einer um 180 Grad gedrehten Stellung — gestrichelt dargestellt — niedergedrückt,
so trifft das innere Ende der Schneide 14 aufgrund des geringen Unterschiedes zwischen dem
Steckbuchsendurchmesser und dem lichten Radialabstand der Klauen 11 und 12 in unmittelbarer Nähe der
Austrittsstelle der Zeigerfahne 7 aus der Steckbuchse 16 auf die Zeigerfahne auf. Infolgedessen kann die
Stellwelle 6 mit sehr hohen Drücken belastet werden, ohne daß die Zeigerfahne 7 verbogen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. ,Uhr, insbesondere für Kraftfahrzeuge, nut
einem zentralen Sekundenzeiger, der aus einer federdrahtförmigen Zeigerfahne und einer auf der
SekundenweHe sitzenden, die Zeigerfahne tragenden Steckbuchse besteht, und einer zentralen
Zeigerstellvorrichtung mit einer im Uhrglas zentrisch geführten, drehbaren und gegen die Kraft
einer Feder axial verschiebbaren StHlwelle, die an ihrem den Zeigern abgewandten Ende mit einem
Stellknopf und an ihrem anderen Ende mit einem Kupplungsteil mit mindestens zwei Klauen versehen
ist, die bei niedergedrückter Stellwelle die Zeigerfahne umgreifend in entsprechende Ausnehmungen
des Minutenrohres eingreifen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeigerfabne (17) mit einem Ende in eine durch die gegenüberliegende
Außenfläche (18) der Steckbuchse (16) begrenzte zo Ausnehmung der Steckbuchse (16) eingesetzt ist und
der lichte Radialabstand der Klauen (11, 12) geringfügig größer ist als der Durchmesser des die
Zeigerfahne (17) tragenden oberen Teils der Steckbuchse (16).
2. Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnkante des in axialer Richtung über die
Zeigerfahne (17) hinausragenden Teils der Steckbuchse (16) mit einer Fase (19) versehen ist.
3. Uhr nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsteil (9) mit einer
zentralen, das in axialer Richtung über die Zeigerfahne (17) hinausragende Teil der Steckbuchse
(16) aufnehmenden Vertiefung (20) versehen ist.
4. Uhr nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß der -.m Wirkungsbereich der
Klauen (11,12) befindliche Teil der Steckbuchse (16)
einen kleineren Durchmesser aufweist als der andere Teil der Steckbuchsc (16).
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7338474 | 1973-10-29 | ||
| FR7338474A FR2249376B1 (de) | 1973-10-29 | 1973-10-29 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2418731A1 DE2418731A1 (de) | 1975-10-09 |
| DE2418731B2 true DE2418731B2 (de) | 1976-08-19 |
| DE2418731C3 DE2418731C3 (de) | 1977-03-31 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2901634A1 (de) * | 1979-01-17 | 1980-07-24 | Vdo Schindling | Einstellvorrichtung fuer analog anzeigende kraftfahrzeuguhren |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2901634A1 (de) * | 1979-01-17 | 1980-07-24 | Vdo Schindling | Einstellvorrichtung fuer analog anzeigende kraftfahrzeuguhren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BR7408958D0 (pt) | 1975-09-23 |
| US3921387A (en) | 1975-11-25 |
| IT1022999B (it) | 1978-04-20 |
| GB1480263A (en) | 1977-07-20 |
| JPS5080164A (de) | 1975-06-30 |
| AR201172A1 (es) | 1975-02-14 |
| JPS5535670B2 (de) | 1980-09-16 |
| FR2249376A1 (de) | 1975-05-23 |
| ES431462A1 (es) | 1977-01-16 |
| FR2249376B1 (de) | 1976-12-03 |
| AU7481374A (en) | 1976-05-06 |
| DE2418731A1 (de) | 1975-10-09 |
| CA1018778A (en) | 1977-10-11 |
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|---|---|---|---|
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