DE2418221A1 - Elektrischer kondensator mit metallisiertem dielektrikum - Google Patents
Elektrischer kondensator mit metallisiertem dielektrikumInfo
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Description
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>—Α:Π.7. Ρ:;· ■; ■·. i" GLOEILAaPENFABPJEkEM
Akte: PHlf 7086
Anme:dung vorn: 11.4.74
Anme:dung vorn: 11.4.74
Elektrischer Kondensator mit metallisiertem Dielektrikum
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Kondensator mit metallisiertem Dielektrikum, insbesondere einen Kondensator
mit metallisierten Kunststoffolien, wobei die Metallisierung des Dielektrikums eine nicht metallisierte Oberfläche
entlang wenigstens einem Rand des Dielektrikums freiläßt und wobei eine Randzone der Metallisierung mit größerer
Dicke ausgeführt ist.
In bekannten Kondensatoren dieser Art erstreckt sich die Metallisierung bis zu einem Rand des Dielektrikums - das
aus Glimmer, Papier, geeigneten Kunststoffen, wie z.B. Polykarbonat, Polystyrol und anderen Polymeren oder aus
dünnen Keramikplättchen bestehen kann - und läßt am gegenüberliegenden
Rand eine entlang diesem Rand laufende Zone des Dielektrikums frei. Die. unbedeckte Zone des Dielektri-
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Jü - '
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kums bildet den Kriechweg, der für die notwendige elektrische
Isolierung zwischen gegenpoligen Metallisierungen im Kondensator sorgt.
Für Kontakt!erungszwecke ist es üblich, die Metallisierung
entlang dem erstgenannten Rand des Dielektrikums verdickt auszuführen.
Derartige Kondensatoren werden meistens mit einem flüssigen Imprägniermittel, insbesondere vom Typ der Polychlorbiphenylen
(PCBs) imprägniert und werden dann in größerer Menge bei Fluoreszenzleuchten verwendet.
Es hat sich gezeigt, daß insbesondere PCBs umgebungsgefährlich
sind und deshalb möglichst vermieden werden sollten. Die Anmelderin hat gefunden, daß sich zwar in der ersten
Betriebszeit gut eignende Kondensatoren auch ohne Imprägnierung herstellen lassen, daß jedoch bei längerem Gebrauch,
insbesondere wenn derartige Kondensatoren in Wechselstromschaltungen (wie z.B. in Verbindung mit Fluoreszenzleuchten)
verwendet werden, der Kapazitätswert langsam, und zwar bis bedeutend unter den Kennwert absinkt.
Es ist weiter gefunden worden, daß dieser andauernde Rückgang des Kapazitätswer.tes des Kondensators auf eine ständig
fortschreitende Beschädigung der Metallisierung entlang dem Kriechweg zurückzuführen ist. Diese Beschädigung ist die
Folge der entlang dem betreffenden Rand der Metallisierung
auftretenden sehr hohen elektrischen Feldstärke. Auch imprägnierte Kondensatoren zeigen den erwähnten Kapazitätsrückgang, jedoch in nicht so stark ausgeprägtem Maße wie
nicht imprägnierte Kondensatoren.
Die Erfindung beabsichtigt, eine Maßnahme zu treffen, mit
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der der erwähnte Eapazitätsrückgang auf einfache V/eise
wenigstens zum größten Teil vermieden werden kann.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Randzone der Metallisierung entlang der unbedeckten
Oberfläche des Dielektrikums verdickt ausgeführt ist.
Vorzugsweise ist die Dicke der Metallisierung entlang der metallfreien Zone (Eriechweg) des Dielektrikums wenigstens
zweimal die Dicke der weiter von dieser Zone entfernten Teile der Metallisierung. Es ist vorteilhaft, die Metalldicke entlang dem Eriechweg gemäß dem η-Fachen der Metalldicke der vom Rand der Metallisierung entfernten Teile auszuführen,
wobei η eine ganze Zahl zwischen eins und zehn darstellt. Eine derartige Ausführung der Metallisierung
kann mit einem Verfahren erhalten werden, das-durch folgende
Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:
a) Gleichmäßiges Metallisieren der Oberfläche dielektrischer Folien oder Plättchen unter Freilassung einer Zone entlang
wenigstens einem Rand der Folien bzw. Plättchen,
b) Maskieren des Hauptteiles der angebrachten Metallisierung unter ausschließlichem Freilassen einer sich entlang der
metallfreien Oberfläche der Folien bzw. Plättchen erstreckenden Randzone der im vorangehenden Schritt angebrachten
Metallisierung,
c) wenigstens einmal das Metallisierungsverfahren wiederholen und
d) die so erhaltenen Folien bzw. Plättchen in geeigneter Weise zum Erhalt eines Kondensators vom gewiekelten bzw.
gestapelten Typ wickeln oder stapeln.
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Seitens der Anmelderin wird angenommen, daß der von der Erfindung angestrebte Effekt zum Vermeiden des Rückgangs
im Kapazitätswert mit der Zeit mittels einer Verdickung der Metallisierungsränder erreicht wird, die einer sehr
hohen Feldstärke ausgesetzt sind. Mittels einer Verdickung der dieser Feldstärke ausgesetzten Ränder der Metallisierung
wird vorgebeugt, daß die Feldstärke derart hohe Vierte annimmt, daß an diesen Stellen Beschädigung der Metallisierung
mit entsprechendem Rückgang des Kapazitätswertes stattfinde
t.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung nä.her
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 bis 4 einen schematischen Durchschnitt durch jeweils eine andere Ausführungsform metallisierter dielektrischer
Folie für einen erfxndungsgemäßen Kondensator und
Fig. 5 einen schematischen Durchschnitt durch eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Kondensators.
Es betrifft fünf Durchschnitte nach einer Ebene, die senkrecht auf der metallisierten Oberfläche und auf dem Kriechweg
steht. Die dielektrische'Folie 1, die zum Herstellen
eines Kondensators benutzt wird und in der Fig. 1 dargestellt ist, wird teilweise mit einer Metallschicht 2 bedeckt,
z.B. durch Aufdampfen von Zink oder Aluminium im Vakuum.
Ein Randteil 3 der Folie bleibt jedoch unmetallisiert.. Dieser Randteil 3 bildet den Kriechweg. Erfindungsgemäß wird der
Rand des metallisierten Teiles bei 4 verstärkt, das ist neben dem Kriechweg 3>
an v/elcher Stelle die Dicke der Metallisierung z.B. gleich dem Zweifachen der Dicke bei 2 ist. Die erwähnte
Folie 1 ist z.B. ein langer Streifen, dessen Querschnitt dargestellt wird.
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Auf gleiche ¥eise ist gleichfalls die dielektrische Folie 11,
die in Fig. 2 wiedergegeben wird, teilweise mit einer Metallschicht 12 versehen, jedoch unter Freilassung des Kriechweges
13. Erfindungsgemäß ist der Rand des metallisierten Teiles
bei 14 auf der vollen Länge des Kriechweges 13 verstärkt.
Außerdem ist an der gegenüberliegenden Seite der sich dort bis zum Rand der Folie erstreckenden Metallisierung 12 gleichfalls
verstärkt (siehe 15). An sich ist die Möglichkeit bekannt, bei 16, d.h. beim Schnitt der Kondensatorwicklung oder
der Kondensatorstapelung mehrerer Schichten identischer Folien, durch Schoopieren eine Metallschicht 17 anzubringen, um auf
diese ¥eise einen guten Kontakt zwischen der Metallisierung und den Anschlußmitteln des Kondensators zu gewährleisten.
Die in Fig. 3 dargestellte Folie wird durch eine Folie 21 aus dielektrischem Material gebildet, dessen beide Oberflächen
mit Metallisierungen 22 und 27 versehen sind. Die erwähnten Metallisierungen zeigen unbedeckte Kriechwege 23
und 30 an beiden Seiten des Dielektrikums, jedoch an gegenüberliegenden
Rändern. Erfindungsgemäß zeigen an der Seite
der Kriechwege die Ränder 24 und 29 der Metallisierungen 22 ■ und 27 eine Dicke, die größer ist als die des Restes dieser
Metallisierungen. Die Ränder der Metallisierungen, die an der von den Kriechwegen abgewandten Seite liegen, können
auch eine größere Dicke aufweisen (20 und 25) > um auf diese
V/eise nach dem Wickeln oder Stapeln mehrerer Folien 21, gegebenenfalls
unter Zwischenfügung einer nicht metallisierten Folien, die Güte des Kontaktes mit Metallschichten zu
verbessern, die auf den Schnittflächen 26 und 28 schoopiert
werden.
Die in Fig. 4 wiedergegebene Folie wird durch eine Folie 41 aus dielektrischem Material gebildet, das an beiden Oberflächen
metallisiert ist, welche Folie an der einen. Seite
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mit der Metallisierung 42 und an der anderen Seite mit den Metallisierungen 47 und 48 versehen ist. Die erwähnten
Metallisierungen lassen an der einen Seite Kriechwege 43 und 45 und an der anderen Seite Kriechweg 51 frei,
der zwischen den "beiden Metallisierungen 47 und 48 liegt. Erfindungsgemäß ist die Metalldicke, der Metallisierungen
42, 47 und 48 längs den Kriechwegen 43, 45 und 51 größer
als die des Mittelteiles dieser Metallisierungen. Die Ränder 52 und 53 der Metallisierungen 47 und 48 können im
Zusammenhang mit der Kontaktierung des Kondensators gleichfalls dicker ausgeführt sein. Die auf die angegebene Weise
metallisierte dielektrische Folie 41 "bildet ein Ganzes aus zwei in Reihe geschalteten Kapazitäten. Bei einem mit dieser
Folie zusammen mit unmetallisierter !Folie gewickelten
Wickelkondensator wird die aufgedruckte Spannung über zwei in Reihe geschaltete Kapazitäten mit einer gemeinsamen
Elektrode 42 verteilt.
Fig. 5 zeigt einen Kondensator, der durch das Überlagern mehrerer Folien vom in Fig. 2 dargestellten Typ gebildet
wird. Dieser Kondensator kann zum Beispiel durch das Aufrollen zweier derart aufeinander gelegter Folien 31 erhalten
werden, daß die Kriechwege an verschiedenen Seiten liegen. Die Metallisierung 31 jeder der Folien ist sowohl
entlang dem Kriechweg als auch an der Stirnfläche 36 des Kondensators verstärkt (34 und 35). Die Stirnflächen der
auf diese Weise gewonnenen Wicklung ist zur Kontaktierung mit einer schoopierten Metallschicht 36 versehen.
Als Material für die dielektrischen Folien kommt an erster Stelle ein plastisches Material, z.B. Polystyren, Polykarbonat
und Polyterephthalat, Polypropylen, Polyester und Polyäthylen
in Betracht. Die Metallisierungen können z.B. durch Aufdampfen oder Zerstäuben von Aluminium oder Zink erzielt
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werden. Die Dicke der dielektrischen Folien "beträgt in
der Regel ungefähr 6 Mikron, während für die Dicke der Metallisierungen ungefähr 100 Ängstrom genommen wird.
Die verdickten Randteile der Metallisierungen können eine Dicke von 300 fcis 500 Ingstrom auf\*;eisen.
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Claims (6)
- Patentansprüche:1 λ Elektrischer Kondensator mit metallisiertem Dielektrikum, insbesondere ein Kondensator mit metallisierten Kunststofffolien, wobei die Metallisierung des Dielektrikums eine nicht metallisierte Oberfläche entlang wenigstens einem Rand des Dielektrikums freiläßt und wobei eine Randzone der Metallisierung mit größerer Dicke ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Randzone der Metallisierung entlang der unbedeckten Oberfläche des Dielektrikums verdickt ausgeführt ist.
- 2. Elektrischer Kondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalldicke der Randzone der Metallisierung wenigstens zweimal die Dicke der von der Randzone entfernten Teile der Metallisierung ist.
- 3. Elektrischer Kondensator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalldicke der Randzone der Metallisierung die n-fache Dicke der von der Randzone entfernten Teile der Metallisierung ist, wobei η eine ganze Zahl zwischen eins und zehn ist.
- 4. Elektrischer Kondensator nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Dielektrikum des Kondensators aus einem polymeren Kunststoff der Gruppe Polystyren, Polyäthylen, Polykarbonat, Polyterephthalat und Polypropylen besteht.
- 5. Elektrischer Kondensator nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallisierung aus im Vakuum aufgedampftem Aluminium oder Zink besteht.— 9 —409844/0786
- 6. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Schritte:a) gleichmäßiges Metallisieren der Oberfläche dielektrischer Folien oder Plättchen unter Freilassung einer Zone entlang wenigstens einem Rand der Folien bzw. Plättchen,b) Maskieren des Hauptteiles der angebrachten Metallisierung unter ausschließlichem Freilassen einer sich entlang der metallfreien Oberfläche der Folien bzw. Plättchen erstreckenden Randzone der im vorangehenden Schritt an-■ gebrachten Metallisierung,c) wenigstens einmal das Metallisierungsverfahren wiederholen undd) die so erhaltenen Folien bzw. Plättchen in geeigneter Weise zum Erhalt eines Kondensators vom gewickelten bzw. gestapelten Typ wickeln oder stapeln.Leerseite
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