DE2415273A1 - Haltevorrichtung fuer handbohrmaschinen - Google Patents
Haltevorrichtung fuer handbohrmaschinenInfo
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Description
Egon Evertz, 565 Solingen, Vorländer Straße 23
Haltevorrichtung für Handbohrmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung für
Handbohrmaschinen, mit d.enen bei Außenwandungen von stehenden,
zylindrischen oder prismatischen Gegenständen, wie vor allem
Stahlwerkskokillen, Bohrungen vorzunehmen sind.
Das Einrichten einer Handbohrmaschine auf die vorgesehene
Bohrstelle sowie das Halten der Handbohrmaschine während des
Bohrens sind erhebliche körperliche Belastungen, so daß man
in der Praxis bevorzugt in Nähe des Gegenstandes eine weitere Wandung vorsieht, an welcher sich die Handbohrmaschine zumindest
während des Bohrens elastisch abstützen kann. Bei einer Stahlwerkskokille stellt man diese beispielsweise in Nähe
einer anderen Kokille oder in Nähe einer Wand auf, jedoch muß man dann beim Übergang auf eine andere Bohrseite die
Kokille erneut in ihrer Lage verändern. Bei dem beträchtlichen
Gewicht, welches Stahlwerkskokillen und ähnliche Gegenstände
haben, ist dann die Kranarbeit sehr aufwendig. Wenn es hingegen an einer-anderen Wand zur Abstützung fehlt, muß zusätzlich
zur Einrichtarbeit vom Bedienungspersonal eine
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erhebliche Haltearbeit geleistet werden.
Von diesem Stande der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Arbeitsaufwand für das Einrichten
und Halten einer Bohrmaschine erheblich herabzusetzen, wobei
insbesondere auf eine Bewegung des Gegenstandes zum Zwecke
des Einrichtens mittels Kran oder dergleichen auch verzichtet werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß an einem
für die Handbohrmaschine vorgesehenen Aufnahmetei1 ein lösbares
Zugorgan an zwei sich gegenüberliegenden Stellen angeschlossen
ist, dessen Länge für eine Umschlingung mindestens des Hörizontalumfanges des Gegenstandes in Höhe der vorzunehmenden
Wandbohrung ausreichend ist, wobei eine 'elastische Abstützung zwischen der zum Bohren angesetzten Handbohrmaschine und dem durch Umschlingung und Befestigung am Aufnahmeteil
gespannten Zugorgan vorgesehen ist.
Auf diese einfache Weise erfolgt eine Verspannung der Handbohrmaschine mit dem Gegenstand, in dessen Wandung ein Loch
zu bohren ist. Die Handbohrmaschine kann zu diesem Zweck mit
dem an einer Stelle des Aufnahmeteils angeschlossenen Zugorgan
an aer Stelle der vorzunehmenden Bohrung abgelegt werden,
woraufhin der Bedienungsmann mit dem freien Ende des Zugorgans um den Gegenstand herumgeht und es schließlich an der
anderen Stelle des Aufnahmeteils befestigt. Dabei wird nach
Einstellung der Handbohrmaschine auf die vorzunehmende Bohrstelle
noch eine Verspannung vorgenommen, woraufhin die unter der Kraft der elastischen Abstützung stehende Handbohi—
maschine eingeschaltet werden kann. Der Bedienungsmann braucht
dann lediglich noch das Aufnahmeteil, welches zweckmäßig
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mit einem Handgriff ausgebildet ist, in seiner Gleichgewichtslage
zu halten, wobei er das Bohrwerkzeug besonders leicht in der Bohrung führen kann, weil er von weiteren Anstrengungen
entlastet ist.
Eine noch weitergehende Vereinfachung des Ausrichtens der Handbohrmaschine
auf die Bohrstelle wird dadurch erreicht, daß das Aufnahmeteil an einem Träger befestigt ist, der an seinem unteren
Ende ein oder mehrere Laufräder besitzt, während sein oberes Ende als Handgriff ausgebildet ist. Für das bzw. die
Laufräder wird zweckmäßig ein Feststeller verwendet, während
am Träger weiterhin vorteilhaft eine abklappbare Stütze angelenkt
ist, die in einer zur Achse der Handbohrmaschine senkrechten Ebene verschwenkbar ist.
Mittels dieser Vorrichtung ist es für einen einzelnen Bedienungsmann
möglich, die Handbohrmaschine zur Arbeitsstelle
hinzufahren und nach Betätigung des Feststellers für das oder die Laufräder den Träger soweit anzuheben, bis die vorgesehene
Bohrstelle erreicht ist. Dann kann die Stütze abgeklappt wer—
den, woraufhin die gesamte Vorrichtung bereits standfähig ist. Der Bedienungsmann kann im Anschluß hieran mit dem freien
Ende des Zugorgans in der bislang beschriebenen Weise herumlaufen
und dieses, nach einmaliger Umschlingung des Gegenstandes am Aufnahmeteil befestigen. Sodann kann der Bohrvoi—
gang unmittelbar begonnen werden, ohne daß vorher das Aufnahmeteil mit der eingesetzten Bohrmaschine angehoben wei—
den müßte. Die Haltearbeit beschränkt sich auch in diesem Falle lediglich auf die Ausbalancierung des Gleichgewichtszustandes,
damit die Bohrachse nicht aus ihrer vorgesehenen Lage gelangen kann.
Sofern in der Beschreibung der Erfindung von einem Zugorgan die Rede ist, kann es sich dabei bevorzugt um ein Seil, eine
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Kette oder ein Band handeln. Die lösbare Verbindung dieses Zugorgans muß nicht unbedingt an der Anschlußstelle des Aufnahmeteils
bestehen, vielmehr kann die Verbindung auch mittels eines Spannschlosses oder dergleichen zwischen zwei
freien Enden von mit ihren anderen Enden am Aufnahmeteil angreifenden Zugorganen hergestellt werden.
Zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung wird auf die
sieh auf ein Ausführungsbeispiel beziehende Zeichnung Bezug
genommen. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf die wesentlichen
Bestandteile der neuen Haltevorrichtung, während
Fig. 2 eine seitliche Ansicht entsprechend Fig. 1 zeigt.
In der Draufsicht erkennt man einen Teil einer Kokillenwandung
1, der bereits mit Hilfe des als Seil ausgebildeten
Zugorgans 2 umschlungen ist. Da der Umfang der Kokille nur
teilweise dargestellt ist, ist die Umschlingung demgemäß
zeichnerisch nur bis zu dem zeichnerisch wiedergegebenen
Teil der Kokillenwandung ausgeführt worden. Das Zugorgan ist straff gespannt und mit seinen beiden Enden an zwei sich
gegenüberliegenden Stellen eines drehbaren Ringes 6 befestigt,
wobei der Ring auf dem festen Ring 5 verdrehbar ist. Der letztgenannte, feste Ring 5 ist mit dem zylindrischen Außenumfang
der Hülse 13 fest verbunden.
In der Hülse 13 erkennt man die Handbohrmaschine 10, deren
Bohrwerkzeug 9 auf eine zuvor an der senkrechten Wandung der Kokille markierte Stelle aufgesetzt wurde. Die Handbohrmaschine
10 besitzt einen seitlichen Vorsprung 8, der In einer
in der Hülse 13 vorgesehenen Nut 1ängsverschieblich Ist.
Auf diese Weise ist eine verdrehungssichere Führung der Handbohrmaschine
10 in der Hülse 13 gewährleistet. Weiterhin ei—
kennt man an dem dem Bohrwerkzeug 9 gegenüberliegenden Ende
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der Handbohrmaschine 10 einen Zylinder 12, der mit Druckluft
beaufschlagbar ist, und dessen Kolbenstange sich gegen
den Boden der Hülse 13 abstützt. Auf diese Weise wird eine ständig unter. Druck verlaufende Bohrung gewährleistet, bei
welcher weiterhin das Zugorgan 2 ständig gespannt ist.
Ergänzend ist noch eine Zugfeder 7 vorgesehen, durch welche die Handbohrmaschine 10 in der Hülse in jedem Falle gehalten
ist. Die Kraft der Zugfeder 7 ist selbstverständlich erheblich
geringer als diejenige, die vom Zylinder 12 ausgeübt werden kann.
Ergänzend weist die Hülse 13 noch an ihrem dem Bohrwerkzeug gegenüberliegenden Ende einen Handgriff 14 auf, mit welchem
die Hülse 13 mit eingesetzter Handbohrmaschine 10 in Ausrichtung
auf die vorgesehene Bohrstelle gehalten werden kann, wobei jedoch, wie bereits dargestellt wurde, lediglich eine
das Gleichgewicht haltende Kraft aufgebracht werden muß.
Die Hülse 13 ist schließlich noch an einem Träger 16 befestigt,
dessen unteres Ende eine Nabe 3 für zwei Laufräder trägt,
während sein oberes Ende als weiterer Handgriff 11 gestaltet ist. Das obere Ende kann auch, wie durch gestrichelte Linien führung
angedeutet wurde, als gabelförmiger Handgriff ausgeführt
werden. Man kann somit die Handbohrmaschine in der eingesetzten
Hülse 13 leicht zu jeder beliebigen Stelle fahren und insbesondere durch Anhebung des Trägers in diejenige
Höhenlage bringen, in der die Bohrung anzubringen ist. Für die Laufräder ist dabei ein Feststeller k vorgesehen, so daß
die gesamte Anordnung in angehobenem Zustand nicht fortrollen kann.
Wenn durch Anheben des Trägers 16 bei stehenden Laufrädern
die vorgesehene Bohrstelle erreicht ist, wird schließlich
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noch eine am Träger 16 angelenkte Stütze 15 heruntergeklappt.
Diese Stütze 15 ist dabei in einer Ebene schwenkbar, die senkrecht zur Achse der Handbohrmaschine liegt. Nach dem Her—
unterklappen der Stütze 15 steht die gesamte Anordnung bereits in der für die Bohrung vorgesehenen Stelle. Wie beschrieben
wurde, ist es dann lediglich noch erforderlich,
daß der Bedienungsmann mit dem Zugorgan 2, welches einendig
an der Hülse 3 bzw. am drehbaren Ring 6 befestigt ist, um die Kokille herumgeht, woraufhin schließlich das andere Ende an
dem drehbaren Ring 6 straff befestigt wird. Sodann kann der
Zylinder 12 mit Druckluft beaufschlagt werden, woraufhin sich das Bohrwerkzeug 9 fest an die Kokillenwandung an der vorgesehenen
Bohrstelle anpresst. Nach Einschaltung der Handbohi— maschine verläuft dann die weitere Bohrung unter konstant
bleibendem Druck.
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Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:/ 1.J Haltevorrichtung für Handbohrmaschinen, mit denen bei Außenwandungen von stehenden, zylindrischen oder prismatischen Gegenständen, wie vor allem Stahlwerkskokillen, Bohrungen vorzunehmen sind, dadurch gekennzeichnet, daß an einem für die Handbohrmaschine ClO) vorgesehenen Aufnahmeteil an zwei sich gegenüberliegenden Stellen ein lösbares Zugorgan C2) angeschlossen ist, dessen Länge für eine Umschlingung mindestens des Hörizontalumfanges des Gegenstandes in Höhe der vorzunehmenden Wandbohrung ausreichend ist, wobei eine elastische Abstützung O2) zwischen der zum Bohren eingesetzten Handbohrmaschine ClO) und dem durch Umschlingung und Befestigung am Aufnahmeteil gespannten Zugorgan C2) vorgesehen ist.
- 2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil als Hülse O3) ausgebildet ist, in deren Längsrichtung die Handbohrmaschine ClO) verdrehungssicher geführt ist, und zwischen derem Boden und der eingesetzten Handbohrmaschine ClO) die elastische Abstützung C12) angeordnet ist.
- 3. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennze i chnet, daß die elastische Abstützung C12) ein pneumatisch beaufschlagbarer Zylinder ist.
- 4. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennze i chnet, daß das Aufnahmeteil an einem Träger O6) befestigt ist, der an seinem unteren Ende ein oder mehrere Laufräder besitzt, während sein oberes Ende als Handgriff Cl1) ausgebildet ist.509842/0560
- 5. Haltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für das oder die Laufräder ein Feststeller (4O vor— gesehen ist.
- 6. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennze ichnet, daß der Träger (16) als eine Stange ausgebildet ist, deren' unteres Ende mit einer parallel zur Hülse (13) verlaufenden Nabe (3) für Laufräder verbunden ist.
- 7. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 6, dadurch gekennze ichnet, daß an den Träger eine sich in einer zur Handbohrmaschinenachse senkrechten Ebene abklappbare Stütze (15) angelenkt ist.
- 8. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennze ichnet, daß das Aufnahmeteil auf seiner dem Bohrwerkzeug (9) entgegengesetzten Seite einen Handgriff (14) aufweist.509842/0560
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE2415273A DE2415273A1 (de) | 1974-03-29 | 1974-03-29 | Haltevorrichtung fuer handbohrmaschinen |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2415273A DE2415273A1 (de) | 1974-03-29 | 1974-03-29 | Haltevorrichtung fuer handbohrmaschinen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE2415273A1 true DE2415273A1 (de) | 1975-10-16 |
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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| DE (1) | DE2415273A1 (de) |
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Family Cites Families (3)
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1974
- 1974-03-29 DE DE2415273A patent/DE2415273A1/de not_active Withdrawn
-
1975
- 1975-03-24 US US05/561,314 patent/US3957387A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
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