DE2414766A1 - Viertakt-brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen ein- und auslassventil - Google Patents
Viertakt-brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen ein- und auslassventilInfo
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2 6, 3. 74
Tiertakt-Brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen Ein- und Auslaßventil
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tiertakt-Brennkraftmaschine mit einem im Zylinderkopf angeordneten, gemeinsamen Ein- und Auslaßventil
und mit einer dem Tentil vorgeschalteten Umschaltvorrichtung zum-weehse!weisen Anschluß des Tentils an einen Einlaß-
und einen Auslaßkanal·
Während herkömmliche, nach dem Tiertakt-Terfahren arbeitende,
ventilbetätigte Terbrennungskraftmaschinoiim allgemeinen wenigstens
zwei Gaswechselöffnungen im Brennraum aufweisen, die einzeln durch dem Brennraum zugewandte Tellerventile gesteuert werden, ist auch
schon eine Steuerung für Tiertakt-Brennkraftmaschinen bekannt, bei
der ein gemeinsames, in den Arbeitsraum einmündendes Ein- und Auslaßventil vorgesehen ist (DPS 6 76679 - 46 b, 1/3). Bei dieser Ausführung
wird das Hauptventil, das den Arbeitsraum während des Terdichtungs- und Arbeitstaktes abzuschließen hat, nicht nur während
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des Aussehiebetaktes von den heißen Verbrennungsgasen aufgeheizt, sondern auch stets während des unmittelbar darauffolgenden Ansaugtaktes
von den ixischgasen bzw. der !Frischluft gekühlt. Das gleiche
gilt auch für den Gaswechselkanal und den Sitzring des gemeinsamen Bin- und Auslaßventils. Dadurch sind in der kritischen Zylinderkopfzone
nicht mehr heiße und kalte Kanäle und Ventilsitze direkt benachbart,
so daß Verzüge und Materialbeanspruchungen deutlich reduziert werden können. Gegenüber den heute üblichen, mit getrennten
Ein- und Auslaßventilen ausgerüsteten Brennkraftmaschinen, die durch die immer weiter getriebenen Leistungssteigerungen gerade im Zylinderkopfbereich
an die Grenze der thermischen und mechanischen Belastbarkeit gelangt sind, ergeben sich also wesentliche Vorteile hinsichtlich
der Lebensdauer, der Funktionssicherheit und schließlich auch der Schadstoffemission.
Ein Nachteil der bekannten Viertakt-Brennkraftmaschine mit gemeinsamem
Ein- und Auslaßventil besteht nun darin, daß die dem Ventil vorgeschaltete Umschaltvorrichtung zum wechselweisen Anschluß des
Ventils an den Einlaß- oder den Auslaßkanal durch eine um eine Drehachse schwenkbare Klappe gebildet wird, bei der sowohl die Masse
als auch die von ihrem Schwerpunkt auszuführenden Schwenkwege verhältnismäßig groß sind. Dies erfordert sehr große Kräfte für die
Betätigung, so daß diese Art der Steuervorrichtung für schnelllaufende Brennkraftmaschinen mit den dort geforderten hohen Öffnungsund
Schließgeschwindigkeiten praktisch nicht brauchbar ist, weshalb dem bekannten Vorsehlag entsprechende Steuerungen bisher bei serienmäßigen, schnell laufenden Brennkraftmaschinen, insbesondere bei Kraftfahrzeugmotoren,
nicht zum Einsatz gekommen sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin,
eine Brennkraftmaschine der eingangs genannten Bauart zu schaffen, die die zuvor genannten Nachteile vermeidet und mit Vorteil auch
in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden kann.
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Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung dadurch,
daß die Umschaltvorrichtung einen zylindrischen Verschlußkörper aufweist, der im Bereich der Einmündungen des Einlaß- und des
Auslaßkanals in den gemeinsamen Ventilkanal derart zwischen zwei Endstellungen axial verschiebbar ist, daß er wechselweise den
Einlaß- oder den Auslaßkanal versperrt. Axial verschiebbare Verschlußkörper, beispielsweise in der Form von Ventilen, haben sich
für die Gaswechselsteuerung auch bei schnellstlaufenden Brennkraftmaschinen
bewährt, so daß durch den Einsatz einer mit einem derartigen Verschlußkörper ausgerüsteten Vorrichtung zur Umschaltung
des Ventilkanals vom Einlaß- auf den Auslaßkanal und umgekehrt die zuvor beschriebenen Schwierigkeiten bei der bekannten Maschinenausführung
beseitigt sind. Dabei.ist auch noch zu berücksichtigen, daß die Funktion dieser Ümschaltvorrichtung insofern erleichtert
ist, als zwischen dem Einlaß- und dem Auslaßkanal kein wesentlicher Druckunterschied vorhanden ist, so daß an die Dichtheit der Führung
und des Sitzes des zylindrischen Verschlußkörpers keine besonderen Ansprüche gestellt werden. Die Betätigung-.der erfindungsgemäßen Umschaltvorrichtung
kann dabei analog zur Betätigung des gemeinsamen Ein- und Auslaßventils in bekannter Weise über eine Nockenwelle erfolgen.
Zweckmäßigerweise soll die axiale Länge des zylindrischen Verschlußkörpers
und der mit"diesem zusammenwirkenden zylindrischen Ansätze an
den Ladungswechselkanälen im Zylinderkopf nach Maßgabe der gewünschten Überschneidung von Ein- und Auslaßkanal bemessen sein. Dadurch kann
eine beliebige Überschneidung vom Ein- und Auslaßkanal zwecks guter Spülung und Füllung des Zylinders der Brennkraftmaschine eingestellt
werden. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung soll der Verschlußkörper durch einen Ventilteller mit einer am Außenumfang
angeordneten zylindrischen Schürze gebildet sein.und koaxial in auf
gegenüberliegenden Seiten des Ventilkanals befindlichen Einmündungen des Ein- und Auslaßkanals eintauchen. Besondere Vorteile bezüglich der
Bauhöhe des Zylinderkopfes sowie der Größe des zusätzlichen Totraum bildenden Ventilkanals zwischen dem Umschaltventil und dem gemeinsamen
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Ein- und Auslaßventil ergeben sich dann, wenn das Umschaltventil oberhalb und etwa im rechten Winkel zum gemeinsamen Ein- und Auslaßventil
angeordnet ist.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die ümschaltvorrichtung durch einen rohrförmigen Schieber gebildet
ist, der koaxial zum gemeinsamen Ein- und Auslaßventil derart axial verschiebbar ist, daß er wechselweise den jeweils senkrecht zur
Schieberachse einmündenden Einlaß- oder Auslaßkanal versperrt. Diese Ausführung, bei der anstelle eines Umschaltventils ein rohrförmiger,
ähnlich wie ein Ventil betätigbarer Schieber verwendet wird, ermöglicht es, den Verbindungskanal zwischen der Umschaltvorrichtung und dem gemeinsamen
Ein- und Auslaßventil sehr· kurz zuhalten. Eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der Schieber eine innere,.auf dem Ventilschaft des gemeinsamen Ein- und Auslaßventils
geführte Hülse aufweist, die mit dem rohrförmigen Schieberkörper über im wesentlichen radial gerichtete Speichen verbunden ist. Dabei ergeben
sich wesentliche Vorteile für die Gemischaufbereitung dadurch, daß die Speichen gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine auf die Gasströmung
drallerzeugend wirkende 3?orm aufweisen. Außerdem kann bei der Ausbildung der Ums ehalt vorrichtung als Rohrschieber der Einlaß- und der
Auslaßkanal in zwei in Achsrichtung des Schiebers nebeneinanderliegenden Ebenen angeordnet sein und jeweils durch den Schieber absperrbare
Einströmräume aufweisen. Für die Gasströmung vorteilhaft ist es dabei,
wenn diese Einströmräume sich spiralförmig, ähnlich wie bei Strömungsmaschinen, auf der Einströmseite verengen und auf der Ausströmseite
erweitern.
Weitere Vorteile und die wesentlichen Merkmale der Erfindung sind in
der nachfolgenden Beschreibung enthalten, die die in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Die
Zeichnung zeigt in schematischer Darstellungsweise in
Figur 1 einen Schnitt durch einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen Ein-
und Auslaßventil und einem dazu parallel angeordneten Umschaltventil,
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einen Schnitt durch den Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine, bei der das TTms ehalt ventil
im rechten Winkel zu dem gemeinsamen Ein- und Auslaßventil angeordnet ist und
Figur 3 einen Schnitt durch einen Zylinderkopf, bei
dem die dem gemeinsamen Ein- und Auslaßventil vorgeschaltete TTmschaltvorrichtung als konzentrisch
auf dem Ventilschaft geführte Rohrschieber ausgebildet ist.
In der Figur 1 der Zeichnung ist mit 1 ein Zylinderkopf, mit 2 ein in einem Zylinder gleitender Kolben und mit· 3 ein zwischen dem
Zylinderkopf 1 und dem Kolben 2 eingeschlossener Arbeits- und Verbrennungsraum einer Viertakt-Brennkraftmaschine bezeichnet. 4 stellt
ein gemeinsames, in den Brennraum 3 einmündendes Ein- und Auslaßventil
dar, das in der in der Zeichnung gezeigten oberen Totpunktstellung des Kolbens 2 geöffnet ist und in eine an der Kolbenstirnfläche
vorgesehene, muldenförmige Aussparung 5 hineinragt.
An das gemeinsame Ein- und Auslaßventil 4» das wie ein herkömmliches
Gaswechselventil als Tellerventil ausgebildet ist, schließt sich ein Ventilkanal 6 an. Der Ventilkanal 6 führt zu einem Umschaltventil 9»
das parallel zu dem gemeinsamen Ein- und Auslaßventil 4 an der Einmündungsstelle
eines Einlaßkanals 7 "U-n-ä eines Auslaßkanals 8 angeordnet
ist. Das Umsehaltventil 9 weist einen zylindrischen Ver-
sich_
schlußkörper 10 auf, der fin koaxialen, einander gegenüberliegenden Ansätzen 11 und 13 des Einlaßkanals 7 1^d des Auslaßkanals 8 bewegt und in seinen Endstellungen auf einem Sitzring 12 bzw. auf einem Ventilsitz 14 aufliegt.
schlußkörper 10 auf, der fin koaxialen, einander gegenüberliegenden Ansätzen 11 und 13 des Einlaßkanals 7 1^d des Auslaßkanals 8 bewegt und in seinen Endstellungen auf einem Sitzring 12 bzw. auf einem Ventilsitz 14 aufliegt.
Aus Gewichtsgründen wird der Verschlußkörper 10 des Umsehaltventils
9 aus einem Ventilteller mit einer am Außenumfang angeordneten zylindrischen Schürze gebildet, deren axiale Länge so bemessen ist,
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daß sie in der in der Zeichnimg gezeigten Mittelstellung beim Umschalten etwa den Zwischenraum zwischen dem Ansatz 11 des
Einlaßkanals 7 und- d.em Ansatz 13 des Auslaßkanals 8 überbrückt.
In der Figur 2 ist eine Zylinderkopf-Konstruktion gezeigt, bei der
im Gegensatz zur Ausführung nach Figur 1 das Umschaltventil .9' im
rechten Winkel zum gemeinsamen Ein- und Auslaßventil 4» d. h» horizontal, angeordnet ist. Für gleiche Bauteile sind dabei, ebenso
wie auch in der Darstellung nach Figur 3 gleiche Bezugsziffern verwendet worden, wobei für konstruktiv geänderte Bauteile die Bezugsziffern
mit einem oder zwei Strichen versehen sind. So ist in der Figur 2 mit 6' der Verbindungskanal zwischen dem gemeinsamen
Ein- und Auslaßventil 4 und dem Umschaltventil 9' bezeichnet, -während 71 der Einlaß- und 81 der Auslaßkanal sind. 10' stellt den
zylindrischen, in einem Ansatz 11' des Einlaßkanals 7' i*nd in
einem koaxial gegenüberliegenden Führung 13' des Auslaßkanals 8'
bewegten Yerschlußkörper dar, während 12· und I41 die Ventilsitze
desselben bilden. Der Ansatz 13' und der Ventilsitz 14! sind
dabei in einer im Zylinderkopf 1' mittels einer Gewindebuchse 16
gehaltenen Hülse 15 angeordnet.
Durch Vergleich der zeichnerischen Darstellungen nach Figur 1 und Figur 2 ergibt sich, daß durch die horizontale Anordnung des Umschalt
vent ils 9' die Bauhöhe des Zylinderkopfes 1' verringert und
der zusätzlichen Totraum bildende Verbindungskanal 6' verkleinert
werden kann.
Ein kurzer Verbindungskanal 6'' ergibt sich auch bei der Ausführung nach Figur 3
> bei der im Gegensatz zu den in der Figur 1 und Figur 2 gezeigten Konstruktionen die Umschaltvorrichtung nicht durch ein Ventil, sondern
durch einen rohrförmigen Schieber I7 gebildet wird. Der rohrförmige
Schieber I7 ist über radial gerichtete Speichen 19 mit einer Hülse
18 verbunden , die auf dem Schaft des gemeinsamen Ein- und Auslaßventils 4 geführt ist und nach Art von Ventilen von einer auf einer
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Nockenwelle angeordneten Nockenscheibe entgegen der Kraft einer Rückstellfeder betätigbar ist, wobei der rohrförmige Schieber 17
zwischen zwei Endstellungen axial verschoben wird. In der in der Zeichnung gezeigten Endstellung liegt dabei die untere, stirnseitige
Dichtkante des Rohrsehiebers 17 auf einer entsprechenden Sitzfläche
eines Ventilsitzringes 23 auf, während in der anderen, mit unterbrochenen
Linien angedeuteten Endstellung die gegenüberliegende Dichtkante des Rohrsehiebers 17 an einer Sitzfläche 24 anliegt.
Der Einlaßkanar.7'' und der Auslaßkanal 811 verlaufen etwa senkrecht
zu dem Bohrschieber 17 in zwei vertikal übereinanderliegenden
Ebenen und weisen jeweils im Bereich ihrer Einmündung in den Schieberraum spiralenförmig sich verengende bzw. erweiternde Ringräume 21
und 22 auf. Die beiden Ringräume sind durch eine am Äußenumfang des
Rohrschiebers 17 anliegende Ringdichtung 20 voneinander getrennt. In der in der Zeichnung gezeigten Einlaßstellung des Rohrschiebers
trägt außerdem ein mit dessen Außenumfang zusammenwirkender Ansatz 25 zur Dichtung des Auiaßringkanals 22 gegenüber dem Tentilkanal 61 f
und bei der mit unterbrochenen Linien angedeuteten Auslaßstellung des Rohr Schiebers 17 ein mit dem Innenumfang desselben zusammenwirkender
Ansatz 26 zur Abdichtung des Einlaßringraumes 21 bei.
Bei den erfindungsgemäßen, im Yi er takt -Verfahren arbeitenden Brennkraftmaschinen
mit einem gemeinsamen Ein- und Auslaßventil bleibt dieses während des Ausschiebetaktes und des nachfolgenden Ansaugtaktes
ständig geöffnet. Lediglich die TJmsehaltvorrichtung schaltet
etwa im oberen Totpunkt des Kolbens 2 um und öffnet unter Schließung
des Auslaßkanals den Einlaßkanal» Dabei kann durch entsprechende Bemessung
der axialen Länge der Verschlußkörper von Tlmschaltventil oder
TJms ehalt schieber eine beliebige Überschneidung von Ein- und Auslaß
eingestellt werden, wie es zur Anpassung der Gasweehselkanäle für eine gute Spülung und lullung des Zylinders der Brennkraftmaschine
notwendig ist. Dabei ist es auch möglich, die axiale Länge der Verschlußkörper so groß zu machen, daß diese den einen Kanal erst dann
mit dem gemeinsamen Ventilkanal verbinden, wenn sie den jeweils
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anderen Kanal abgesperrt haben. J1Ur die Verstellbewegung der Umschaltvorrichtungen
ist dabei ein größerer Hub als bei gewöhnlichen Ventilen erforderlich, der sich nach der geforderten Ventilüberschneidung
richtet. Dies braucht sich jedoch keineswegs nachteilig auf den Beschleunigungsverlauf des Umschaltorgans auszuwirken, da
der Einlaß- bzw. der Auslaßkanal jeweils erst zu einem Zeitpunkt freigegeben wird, zu dem der Schieber bereits eine bestimmte Geschwindigkeit
besitzt und da dieser Öffnungszeitpunkt durch entsprechende Abstimmung der Betätigungsorgane für die Umschaltvorrichtung
genau eingestellt werden kann. Me mit den zylindrischen Verschlußkörpern
zusammenarbeitenden Ansätze im Zylinderkopf stellen im übrigen keine . Führungen dar, die etwa die Betätigung der UmsehaltVorrichtung
behindern könnten oder die zu Fertigungs- oder Verzugsproblemen führen würden. Wegen ihrer relativ großen Länge
und derfeeringen Differenzdrücke zwischen dem Einlaß- und dem Auslaßkanal
gewährleisten sie im Betrieb während der tJberschneidungsphase für den jeweiligen Kanal eine genügend gute Abdichtwirkung
auch bei Spielen, welche der in diesen Bereichen auftretenden Wärmedehnung von Verschlußkörper und Zylinderkopf Rechnung tragen.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen im wesentlichen
darin, daß sowohl das gemeinsame Ein- und Auslaßventil als auch der diesem Ventil vorgeschaltete Ventilkanal sowie die Umschaltvorrichtung
während des Betriebs der Brennkraftmaschine ständig abwechselnd von
Gasen unterschiedlicher Temperaturen beaufschlagt werden. Dies führt
dazu, daß die zuvor von den heißen Abgasen umspülten Bereiche anschließend von den kalten !"rischgasen abgekühlt werden, so daß im
Vergleich zu den herkömmlichen Brennkraftmaschinen, bei denen Bereiche mit ständig hoher Temperaturbeaufschlagung und Bereiche mit ständig
niedriger Temperaturbeaufschlagung benachbart sind, Verzugs- und Kühlprobleme
vermieden und die thermische und mechanische Werkstoffbeanspruchung unter Erhöhung der Lebensdauer wesentlich reduziert werden
können.
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Bei gemisohansäugenden Brennkraftmaschinen stellt sich ein weiterer
Vorteil dadurch ein, daß das angesaugte Kraftstoff-Luft-Gemisch durch Wärmeaufnahme -"bei Durchtritt durch die verhältnismäßig heißen
Ventilöffnungen und den heißen Gaswechselkanal gut aufbereitet und homogenisiert wird. Insbesondere beim Kaltstart und in der Vfonnlaufphase
der Brennkraftmaschine, in der die Abgase schon eine verhältnismäßig
gute Heizwirkung besitzen, erweist sich dieser Effekt auch im Hinblick auf eine Schadstoffreduzierung der Brennkraftmaschine
als sehr wirkungsvoll.
In diesem Zusammenhang dürfte die Erfindung mit besonderem Erfolg an solchen Brennkraftmaschinen anwendbar sein, bei welchen die
Gemischaufbereitung durch Kraftstoffeinspritzung in das Ansaugrohr
erfolgt. Hier kann die Gemischaufbereitung überdies gleichzeitig zur Kühlung des Verbindungskanals, des gemeinsamen Ein- und Auslaßventils
und der Umsehaltvorrichtung beitragen. Eventuelle Liefergradeinbußen
durch Erwärmung des angesaugten Gemisches können durch eine Vergrößerung der Ventilquerschnitte zumindest teilweise wieder
kompensiert werden, zumal da bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Zylinderkopfes im Gegensatz zu den herkömmlichen Ventilanordnungen
keine konstruktive Beengung mehr besteht. Es ist also eine gute Abstimmung von Liefergrad und Gemischaufbereitungsgüte
möglich.
Bei einer druckgeregelten Einspritzanlage kann außerdem gewährleistet
werden, daß die Einspritzdauer und der Einspritzzeitpunkt so auf
die Ventilsteuerzeiten abgestimmt sind, daß der eingespritzte Kraftstoff jeweils vollkommen mit der angesaugten Frischluftmenge in den
Arbeitszylinder gelangt. Schließlich kann durch entsprechende Bemessung der axialen Länge der Verschlußkörper der TJmschaltvorrichtung
bzw. der mit diesem zusammenarbeitenden Ansätzen im Zylinderkopf eine solche Überschneidung von Ein- und Auslaß erreicht werden, daß
während des Ansaugtaktes nur noch ein kleiner Restgasanteil in den Arbeitszylinder gelangt. Dabei kann ein kleiner Restgasanteil im
Hinblick auf die bei der Verbrennung entstehenden, schädlichen Stick-
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oxyde durchaus als vorteilhaft angesehen werden.
Bezüglich der in der Zeichnung lediglich "beispielhaft aufgeführten
Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine wäre
noch zu erwähnen, daß die Ausführung nach Figur 2 die Möglichkeit "bietet, den zwischen der Ums ehalt vorrichtung und dem gemeinsamen
Ein- und Auslaßventil angeordneten Tentilkanal als einen die Gemischaufbereitung
weiter verbessernden Drall-Fallkanal auszubilden.
Auch bei der in der Figur 3 gezeigten Konstruktion ist es in einfacher
Weise möglich, dem angesaugten Frischgas eine gemischhomogenisierend wirkende Drallströmung aufzuzwingen. Dies erfolgt einmal
dadurch, daß der Einlaßkanal 71' in Form des spiralenförmig sich
verengenden Einlaßringkanals 21 in den Yentilkanal 6I! einmündet,
und weiterhin auch dadurch, daß die den rohrförmigen Schieberkörper 17 mit der Betätigungshülse 18 verbindenden Speichen 19 eine entsprechende
Leitschaufelform erhalten. Dabei muß diese Drallerzeugung
nicht liefergradverschlechternd wirken, sondern kann bei entsprechender Gestaltung der Kanäle sogar zu einer Liefergradverbesserung
führen.
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß über die in der Zeichnung
gezeigten Beispiele hinaus noch eine Vielzahl von konstruktiven Gestaltungen sowohl von ventilähnlichen, als auch von schieberförmigen
Umschaltvorrichtungen gemäß der Erfindung möglich ist.
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Claims (8)
- ANSPRÜCHE'1.J Viertakt-Brennkraftmaschine mit einem im Zylinderkopf ange- ^■^ ordneten, gemeinsamen Ein- und Auslaßventil und mit einer in einem dem Ventil vorgeschalteten Kanal angeordneten Umschaltvorrichtung zum wechselweisen Anschluß des Ventils an einen Einlaß- und einen Auslaßkanal, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsehaltvorrichtung einen zylindrischen Verschlußkörper (10,1O1, 17) aufweist, der im Bereich der Einmündungen des Einlaßkanals (7> 71» 7") und des Auslaßkanals (8, 81, 8") in den gemeinsamen Tentilkanal (6, 6', 611) derart zwischen zwei Endstellungen axial verschiebbar ist, daß er wechselweise den Einlaß- oder den Auslaßkanal versperrt.
- 2. · Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die axiale Länge des zylindrischen Verschlußkörpers (10,10·, 17) und von mit diesem zusammenwirkenden Ansätzen (11, 13» 11', 13'; 24, 25) im Zylinderkopf (1, 11, 1") nach Maßgabe der gewünschten Überschneidung von Ein- und Auslaßkanal bemessen ist·
- 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der V_erschlußkörper (10, 10') durch einen Ventilteller mit einer am Außenumfang angeordneten, zylindrischen Schürze gebildet ist, der koaxial, in auf einander gegenüberliegenden Seiten des Ventilkanals (6, 6') befindlichen Einmündungen des Einlaßkanals (7, 7') und des Auslaßkanals (8, 8f) eintaucht.
- 4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß der ventilförmige Verschlußkörper (ΙΟ11) im rechten Winkel zum gemeinsamen Ein- und Auslaßventil (4) angeordnet ist.
- 5. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper durch einen rohrförmigen Schieber (17) gebildet ist, der koaxial zum gemeinsamen Ein- und Auslaßventil (4) derart axial verschiebbar ist, daß er den509842/008 8im rechten Winkel zur Schieberaeh.se einmündenden Einlaßkanal (711) "bzw. Auslaßkanal (8·') wechselweise absperrt.
- 6. Brennkraftmaschine nach Anspruch 5i dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber eine innere, auf dem Ventilschaft des gemeinsamen Ein- und AuslaßTentils (4) geführte Hülse (18) aufweist, die mit dem rohrförmigen Schieberkörper (17) über im wesentlichen radial gerichtete Speichen (19) verbunden ist.
- 7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichen (19) eine auf die Gasströmung drallerzeugend wirkende Form aufweisen.
- 8. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 1J, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßkanal (711) 1^d- "3-er Auslaßkanal (811) in zwei übereinanderliegende Ebenen angeordnet sind und jeweils spiralförmig sich verengende bzw. erweiternde, durch den Schieber (I7) absperrbare Ringräume (21,22) aufweisen.509847/0088
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2414766A DE2414766A1 (de) | 1974-03-27 | 1974-03-27 | Viertakt-brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen ein- und auslassventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2414766A DE2414766A1 (de) | 1974-03-27 | 1974-03-27 | Viertakt-brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen ein- und auslassventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2414766A1 true DE2414766A1 (de) | 1975-10-16 |
Family
ID=5911333
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2414766A Pending DE2414766A1 (de) | 1974-03-27 | 1974-03-27 | Viertakt-brennkraftmaschine mit einem gemeinsamen ein- und auslassventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2414766A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3408272A1 (de) * | 1984-03-07 | 1985-09-19 | H.Michael 3013 Barsinghausen Piesbergen | Ventilsteuerung dei einer brennkraftmaschine |
| CN102817664A (zh) * | 2011-08-23 | 2012-12-12 | 摩尔动力(北京)技术股份有限公司 | 配气机构 |
-
1974
- 1974-03-27 DE DE2414766A patent/DE2414766A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3408272A1 (de) * | 1984-03-07 | 1985-09-19 | H.Michael 3013 Barsinghausen Piesbergen | Ventilsteuerung dei einer brennkraftmaschine |
| CN102817664A (zh) * | 2011-08-23 | 2012-12-12 | 摩尔动力(北京)技术股份有限公司 | 配气机构 |
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