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DE2412022A1 - Verfahren zur herstellung hochwarmfester, dispersionsgehaerteter, aushaertbarer legierungen - Google Patents

Verfahren zur herstellung hochwarmfester, dispersionsgehaerteter, aushaertbarer legierungen

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Publication number
DE2412022A1
DE2412022A1 DE2412022A DE2412022A DE2412022A1 DE 2412022 A1 DE2412022 A1 DE 2412022A1 DE 2412022 A DE2412022 A DE 2412022A DE 2412022 A DE2412022 A DE 2412022A DE 2412022 A1 DE2412022 A1 DE 2412022A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxygen
milling
grinding
alloy
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2412022A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl-Heinz Dr Ing Kramer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fried Krupp AG
Original Assignee
Fried Krupp AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fried Krupp AG filed Critical Fried Krupp AG
Priority to DE2412022A priority Critical patent/DE2412022A1/de
Publication of DE2412022A1 publication Critical patent/DE2412022A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/10Alloys containing non-metals
    • C22C1/1084Alloys containing non-metals by mechanical alloying (blending, milling)

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hochwarmfester, dispersionsgehärteter, aushärtbarer Legierungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung hochwarmfester, dispersionsgehärteter, aushärtbarer Legierungen, die ein als Dispersat geeignetes Metall oxid, -nitrid, -borid oder -carbid und mindestens eines der Basismetalle Eisen, Kobalt, Nickel, Chrom, Molybdän, Wolfram und Vanadium sowie mindestens eines der sauerstoffaffinen Metalle Calcium, Magnesium, Aluminium, Titan, Niob, Tantal, Yttrium, Lanthan und Lanthaniden enthalten und eine granulatartige Zeschaffenheit haben0 Es ist bekannt, daß der Einsatz von aushärtbaren Superlegierungen, die auf der Basis von Kobalt und Nickel durch schmeRmetallurgische Verfahren hergestellt werden, nur bis zu Temperaturen von etwa iO00 C möglich ist.
  • Durch die pulvermetallurgische Herstellung dispersionsgehärteter, aushärtbarer Superlegierungen kann aber eine Verbesserung der Hochtemperatureigenschaften der Legierungen erreicht werden, so daß ihr Einsatz bis zu Temperaturen von etwa 1200 0 möglich ist. Bei der pulver metallurgischen Dispersionshärtung werden nämlich in eine Metallmatrix harte, unlösliche Metalloxide, nitride, -boride oder -carbide eingelagert, wodurch. insbesondere die Verbesserung der Warmfestigkeit und der Zeitstandeigenschaften von Superlegierungen für Arbeitstempera turen bis 1200°C erreicht wird.
  • Unter der Bezeichnung "mechanisches Legieren" ist ein pulvermetallurgisches Verfahren zur Herstellung dispersionsgehärteter, aushärtbarer Superlegierungen bekannt.
  • Bei diesem Verfahren werden in einer Rührwerkskugelmühle Metallpulver zusammen mit einem Dispersat in einer inerten Gasatmosphäre gemahlen, Dabei findet eine Agglomeration von Metallpulver und Dispersat statt, Der Nachteil dieses Verfahrens besteht aber insbesondere darin, daß die Metallpulver in der Mühle häufig nicht fein genug vermahlen werden, wodurch metallische Einschlüsse entstehen, die kein Dispersat enthalten und die in den Legierungen besonders bei hohen Temperaturen unerwünschte Verformungen hervorrufen. Dem Einsatz von sehr feinkörnigen Metallpulvern beim "mechanischen Legierungsvorgang" sind Grenzen gesetzt, da die sehr feinen Pulver häufig einen hohen Sauerstoffgehalt haben, der nicht in die Legierungen gelangen darf, da deren Zeitstandfestigkeit durch unkontrollierte Oxidbildung beeinträchtigt wird.
  • Außerdem haben sehr feinkörnige Metall- und Legierung pulver oft pyrophore Eigenschaften, was zu Schwierigkeiten bei ihrer Verarbeitung führt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein pulvermetallurgisches Herstellungsverfahren für hochwarmfeste, dispersionsgehärtete, aushärtbare Legierungen zu schaffen, das einerseits durch besonders feines Mahlen eine gleichbleibend gute Mischung von Dispersat und Metallpulver ermöglicht, was letzlich die Zeitstandseigenschaften und die Warmfestigkeit der Legierungen verbessert, und das andererseits die Schwierigkeiten vermeidet, die sich aus der Oxidationsempfindlichkeit, dem Sauerstoffadsorptionsvermögen und den pyrophoren Eigenschaften der Metall und Legierungspulver ergeben.
  • Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß sowohl die Easismetalle als auch die auerstoffaffinen Metalle zusammen mit dem Dispersat und einer Mahlflüssigkeit, die Nahlhilfsstoffe enthalten kann, tin einer geeigneten Mühle bei Abwesenheit von Luftsauerstoff zu einer sehr feinkörnigen Suspension vermahlen, in einer beheizbaren Vorrichtung von der Mahlflüssigkeit befreit und anschließend in derselben Vorrichtung unter vermindertem Druck und/oder bei Anwesenileit von Wasserstoff oder einem inerten Gas geglüht werden Entsprechend der Erfindung ist es möglich, daß als metallische Legierungsbestandteile pulverförmige Elemente oder grobkörnige, vorlegierte Pulver von spröden intermetallischen Phasen verwendet werden. Besonders umfangreiche und langwierige Versuche haben ergeben, daß es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft ist, wenn als Dispersat die Oxide des Magnesiums, Calciums, Aluminiums, Yttriums, Lanthans und der Lanthaniden verwendet werden. In vielen Fällen ist es besonders vorteilhaft, wenn das oxidische Dispersat während der Legierungsherstellung durch Zugabe des entsprechenden, reduzierend wirkenden Metalls gebildet wird.
  • Als Mahlflüssigkeit, die den Mahl- und Mischvorgang verbessert und die in erwünschter Weise mit dem Metallpulver eine sehr feinkörnige, pump- und fließfähige Suspension bildet, werden gemäß der Erfindung wasserfreie, organische, flüssige Substanzen oder Substanzgemische verwendet, die bei Normalbedingungen einen Siedepunkt unter 2500C haben und auch bei dieser Temperatur nicht mit den Legierungsbestandteilen reagieren. Umfangreiche Versuche haben überraschenderweise gezeigt, daß es besonders vorteilhaft ist, wenn entsprechend der Erfindung als Mahlflüssigkeit n-Pentan, n-Hexan, n-Heptan, Methanol, Äthanol, iso-Propanol, n-Butanol und Aceton verwendet wird. Als Mahlhilfsstoffe, die den Mahl und Mischvorgang verbessern und den eventuell in geringen Mengen vorhandenen Sauerstoff binden, werden erfindungsgemäß organische Substanzen verwendet, die bis 300°C flüchtig sind und als Sauerstoffakzeptoren (Antioxidantien) wirken. Besonders gute Arbeitsergebnisse werden erreicht1 wenn entsprechend der Erfindung als Mahlhilfsstoffe Carbonsäuren und Amine verwendet werden.
  • Entsprechend der Erfindung wird für das Verfahren als geeignete Mühle eine Rührwerkskugelmühle verwendet, die an ihrem Boden ein Auslaufventil aufweist und deren Teile, die mit den Legierungsbestandteilen in Berührung kommen, einen Überzug aus einer Hartstofflegierung besitzen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die in der sehr feinkörnigen Suspension nach dem Mahlvorgang vorhandenen Dispersat- und Metallteilchen einen maximalen Durchmesser von o,1 14jm beziehungsweise ijUm aufweisen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann besonders gut durchgeführt werden, wenn als beheizbare Vorrichtung ein Ofen verwendet wird, dessen Ofenraum als Destillationsblase und als Glühraum einsetzbar und dessen Heizung von Raumtemperatur bis i3000C einstellbar ist. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Gliil temperaturen zwischen 400 und P2500C und die Glühzeit zwischen 10 Minuten und 24 Stunden liegt.
  • Mit der Erfindung werden gegenüber dem Stand der Technik insbesondere folgende Vorteile erzielt: a) Durch die Verwendung von geeigneten Mahlflüssigkeiten, die auch bei erhöhten Temperaturen nicht mit den Legierungsbestandteilen reagieren, wird ein gleichbleibend guter Mahl-und Mischeffekt erreicht, der noch durch den Einsatz entsprechender Mahlhilfsstoffe verbessert werden kann.
  • b) Die Sauerstoffbindung durch die Mahlhilfsstoffe kann eine unkontrollierte Oxidbildung in der Legierung verhindern0 c) Die Suspension kann nach dem Mahlvorgang, ohne daß sie mit Luft in Berührung kosnmt, in die beheizbare Vorrichtung überführt werden, wodurch Oxidationsreaktionen, die häufig unter Selbst entzündung ablaufen, vermieden werden. Das beim "mechanischen Legieren' erforderliche Absieben der Kugeln in einem gesonderten Arbeitsgang wird beim erfindungsgemäßen Verfahren vermieden.
  • d) Durch das Glühen erhalten die Legierungen, die nach dem Abdestillieren der Mahlflüssigkeit sehr feinkörnig und pulverformig sind, häufig ein pyrophores Verhalten zeigen, stark oxidationsempfindlich sind und oft erhebliche Sauerstoffmengen adsorbieren, eine granulatartige Beschaffeinheit, Das Granulat hat keime pyrophoren Eignen schaften, ist gegen Sauerstoff weitgehend inert und adsorbiert wegen seiner geringen Oberfläche nur wenig Sauerstoff0 Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Legierungen können durch Heißstrangpressen oder isostatisches Heißpressen in bekannter Weise zu Halbzeugen verdichtet werden0 Die Halbzeuge werden durch Glühen oder thermomechanische Behandlung nochmals homogffLsiert, kornvergröbert und ausgehärtet.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Figur 1 zeigt den Ablauf des~erfindungsgemäßen Verfahrens. In den Vorratsbehältern 1 und 2 befinden sich die einzelnen metallischen Legierungsbe standteile. Dabei handelt es sich entweder um elemXentare Metallpulver oder um grobkörnige, vorlegierte Pulver von spröden, intermetallischen Phasen. Als intermetalliste Phasen bieten sich insbesondere die Verbindungen der Systeme Nickel-Aluminium-Titan, Kobalt-Chrom und Molybdän-Aluminium an, die einfach erschmolzen und mechanisch zerkleinert werden können Die elementaren Metallpulver müssen häufig unter Intergas (Stickstoff oder Argon) gelagert werden, um Sauerstoffadsorption und Oxidation zu verhindern. Im Vorratsbehälter 3 befindet sich das vorgemahlene Dispersat0 Gemäß der Erfindung werden die Oxide des Magnesiums, Calciums, Aluminiums, Yttriums, Lanthans und der Lanthaniden als Dispersat verwendet, da umfangreiche Untersuchuiigen gezeigt haben, daß diese Oxide wegen ihrer hohen Bildungsenthalpie und großen thermischen Stabilität für diesen Verwendungszweck geeignet sind0 Herausragende Arbeitsergebnisse wurden bei Verwendung von Cer- und Yttriumoxid erreicht0 Da mit den metallischen Legierungsbestandteilen häufig ein unerwünschter Sauer stoffüberschuß in Form von Oxiden oder als Adsorbat in die Legierung gelangt, wird dieser Sauerstoffüberschuß zur Bildung des oxidischen Dispersats während des Ler gierungsprozesses herangezogen. Zu diesem Zweck werden in das erfindungsgemäße Verfahren sauerstoffaffinXe Metalle, beispielsweise Cer oder Calcium, eingesetzt, die von den Metalloxiden oder dem adsorbierten Sauerstoff zum oxidischen Dispersat oxidiert werden. Die festen Einsatzstoffe können Kondurchmesser bis zu 1 mm aufweisen Im Vorratsbehälter 4 befindet sich eine geeignete Mahlflüssigkeit, die aus einer oder mehreren organischen, flüssigen, wasserfreien Substanzen besteht, welche bei Normalbedingungen unterhalb 250°C sieden und auch bei der Siedetemperatur nicht mit den metallischen Legierungsbestandteilen und dem Dispersat reagierens Besonders wichtig ist die gute Trocknung der Mahlflüssgigkeít, deren Wassergehalt immer kleiner als 0,1 °es sein sollte. Herausragende Arbeitsergebnisse werden erzielt, wenn als Mahlflüssigkeit wasserfreies n-Pentan, n-Hexan, n-Heptan, Methanol, klanols iso-Propanol, n-Butanol und Aceton verwendet werden. Es hat sich in vielen Fällen als zweckmäßig erwiesen, wenn in der Mahlflüssigkeit Mahlhilfsstoffe gelöst werden, die als Antioxidantien wirken und den Mahl- und Mischprozess verbessern0 Die Mahlhilfsstoffe können bis 3000C durch Destillation oder Sublimation aus der Legierung entfernt werden, wobei vielfach verminderter Druck anzuwenden ist0 Als Mahlhilfsstoffe haben sich Carbonsäuren und Amine bewährt. Als besonders geeignet erwiesen sich Stearinsäure und Ölsäure.
  • Die Einsatzstoffe werden aus den Vorratsbehältern 1,2,3 und 4 in die Rührwerkskugelmühle 5 gegeben. Als besonders geeignete Mühle hat sich ein ATTRITOR erwiesen. Der Mahl-und Mischvorgang wird durch die Mahlkugeln 7 und den Rührer 6 bewirkt. Die beim Mahlvorgang entstehende Wärme wird über den wasserdurchflossenen Kühlmantel 11 abgeführt Alle Teile der Rührwerkskugelmühle 5, die mit der Legierung in Berührung kommen, sind mit einer Hartstofflegierung beschichtet, damit kein Abrieb in die Legierung gelangen kann. In das Mahlgefäß wird eine bestimmte Menge Mahlkugeln 7 gegeben und am Boden der Rührwerkskugelmühle 5 befindet sich ein Ventil 12. Nach einer bestimmten Mahlzeit, die von den verwendeten Legierungsbestandteilen abhängig ist, liegt eine sehr feinkörnige Suspension vor, deren Dispersat- und Metallteilchen einen maximalen Durchmesser von 0,1 gm beziehungsweise 1 ftm aufweisen. Die Supensionen sind außerordentlich empfindlich gegen Sauerstoff. Daher wird die Rührwerkskugelmühle 5 vor dem Einbringen der Einsatzstoffe durch die Vakuumpumpe 10 evakuiert, aus dem Gasbehälter 8 mit einem geeigneten, inerten Gas, beispielsweise Argon, gefüllt und dann mit den Einsatzstoffen beschickt Der Mahlvorgang wird ebenfalls unter Inertgas durchgeführt. Nach dem Verlassen der Rührwerkskugelmühle 5 wird das Inertgas im Aktivkohlefilter 9 von den Lösungsmitteldämpfen befreit.
  • Die sehr feinkörnige und pumpfähige Suspension verläßt nach Beendigung des Mahl- und Mischvorganges über das Ventil 12, das durch die Mahlkugeln 7 nicht verstopft werden kann, die Rührwerkskugelmühle 5 und wird durch die Pumpe 13 in einen Ofen gefördert, der zweckmäßigerweise als Drehrohrofen 15 ausgebildet ist. Der Ofenraum dient veichzeitig als Destillationsblase und als Glühraum.
  • Die Ofenheizung ist von Raumtemperatur bis 13000C stufenlos einstellbar. Der Drehrohrofen kann geringfügig geneigt sein und der Innenraum ist mit einem Material ausgekleidet, das auch bei .13000C nicht mit den Legierungsbestandteilen reagiert, beispielsweise mit Sinterquarz. Vor dem Beschicken des Drehrohrofens 15 wird er durch die Vakuumpumpe 19 evakuiert und danach mit Gas aus dem Behälter 8 oder mit Wasserstoff aus dem Behälter 14 gefüllt0 Die Mahlflüssigkeit wird bei vermindertem Druck durch Aufheizen des Ofens abdestilliertt im Kühler 17 gekühlt und im Behälter 18 gesammelt. Auch letzte T,tisllllgsmittelreste und die Mahlhilfsstoffe werden entfernt. Die zurückgewonnene Mahlflüssigkeit wird aus dem Behälter 18 nach einer destillativen Reinigung in den Vorratsbehälter 4 zurückgeführt.
  • Nach dem Entfernen der Mahlflüssigkeit und der Mahlhilfsstoffe wird das sehr feinkörnige Pulver durch Glühen bei 400 bis 1250°C in ein Granulat überführt. Dabei verliert das Pulver die pyrophoren Eigenschaftenlund seine Reaktivität gegenüber Sauerstoff wird stark herabgesetzt. Das Granulat wird im Behälter 16 gesammelt. Die Glühzeit ist abhängig von der Legierungszusammensetzung und beträgt 10 Minuten bis 24 Stunden. Das Glühen kann im Vakuum, in einer Argon-Atmosphäre oder in einer Wasserstoffatmospliäre erfolgen0 Der verwendete Wasserstoff ist nachgereinigt und hat einen Taupunkt unterhalb von -75 Cç Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wurden beispielsweise die nachfolgend beschiebenen Legierungen hergestellt.
  • Legierung I Zusammensetzung : Ni Cr15 Coli8,5 Mo5,2 A14,25 Ti3,5 + 2,5 Vol% Y2O3 Menge der eingesetzten Stoffe in g/kg Legierung : 396,8 g Ni, 150,0g Cr, 185,og Co, 52,0 g No, 175,0g Ni Al 20 Ti 20, 25,0 g Ni Al 30, 16,2g Y203 Rührerdrehzahl : 170 U/min Mahlflüssigkeit : 1,5 1 Aceton/kg Legierung Mahlhilfsstoff : 20 g Stearinsäure/kg Legierung Mahlzeit : 70 h Inertgas beim Mahlen : Argon Destillation : 150°C im Vakuum Glühung : 1 h bis 11500C unter Wasserstoffatmosphäre (taupunkt < 75°C) Legierung II Zusammensetzung : NiCr15Coi8,5Mo5,2A14,25Ti3,5 + 2,5 Vol56 Y2O3 Menge der eingesetzten Stoffe in g/kg Legierung : 26390g CoCr57, 67,5 g MoAl 22,8, 135 g NiAl20Ti20, 10,7 g NiTi75, 72,0 g Co, 435,6g Ni, 16,2 g Y2O3 23 Rührerdrehzahl : 170 U/min Mahlflüssigkeit : 1,5 1 Aceton/kg Legierung Mahlhilfsstoff : 20g Stearinsäure/kg Legierung Mahlzeit : 70 h Inertgas beim Mahlen : Argon Destillation : 150°C im Vakuum Glühung : 1 h bei 11500C unter Wasserstoffatmosphäre (Taupunkts -75°C) Legierung III Zusammensetzung : NiCr16Co8,5W2,6Mo1,75Ta1,75NbO,9 A13,4Ti3,4 + 2,5 Vol% La2O3 Menge der eingesetzten Stoffe in g/kg Legierung : 494,1g Ni, 160,0 g Cr, 85,0g Co, 26,0g W, 17,5 g No, 17,5g Ta, 9,0g Nb, 170,0g NiA120Ti20, 20,9 g La2O3 23 Rührerdrehzahl : 170 U/min Mahlflüssigkeit : 1,5 1 Methanol/kg Legierung Mahlhilfsstoff : 20 g Stearinsäure/kg Legierung Mahlzeit : 70 h Inertgas beim Mahlen : Argon Destillation : 150°C im Vakuum Glühung : 1 h bei 11500C unter Wasserstoffatmosphäre (Taupunkt<-750°C) Legierung IV Zusammensetzung : NiCr15Co20Mo5A14,5Ti1,2 + 2,5 Vol% Y,O 23 Menge der eingesetzten Stoffe in g/kg Legierung : 414,1 gNi, 150,0g Cr, 200,0g Co, 50,0g Mo, 60,0g NiA120Ti20, llO,Og NiA130, 15,9g Y203 Rührerdrehzahl e 170 U/min Mahlflüssigkeit : 1,5 1 n-Butanol/kg Legierung Mahlhilfsstoff : keiner Mahlzeit : 70 h Inertgas beim Mahlen : Argon Destillation : 150°C im Vakuum Glühung : 1 h bei 11500C unter Wasserstoffatmosphäre (Taupunkt <-75°C) Legierung V Zusammensetzung : NiCrl5Co18,5Mo5,2A14,25Ti3,5 + 2,5 Vol.% C2O3 Menge der eingesetzten Stoffe in g/kg Legierung : 390,4g Ni, 150,0 g Cr, 185,0g Co, 52,0g o, 175,0g NiAl20Ti20, 25,0g NiAl30, 19,3 g Ce (4 22,6g Ce203) Rührerdrehzahl : 170 U/min Mahlflüssigkeit : 1,5 1 Aceton/kg Legierung Mahlhilfsstoff : 20 g StearinsäureXkg Legierung Mahlzeit : 70 h Inertgas bo Mahlen : Argon Destillation : 1500C im Vakuum Glühung : 1 h bei 1150 C unter Wasserstoffatmosphäre (taupunkt < -75°C)

Claims (1)

  1. Patentansprüche 1o Verfahren zur Herstellung hochwarmfester, dispersionsgehärteter, aushärtbarer Legierungen, die ein als Dispersat geeignetes Metalloxid, -nitrid, -borid oder -carbid und mindestens eines der Basismetalle Eisen, Kobalt, Nickel, Chrom, Molybdän, Wolfram und Vanadium sowie mindestens eines der sauerstoffaffinen Metalle Calcium, Magnesium, Aluminium, Titan, Niob, Tantal, Yttrium, Lanthan und Lanthaniden enthalten und eine granulatartige Beschaffenheit haben, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Basismetalle als auch die sauerstoffaffinen Metalle zusammen mit dem Dispersat und einer Mahlflüssigkeit, die Mahlhilfsstoffe enthalten kann, in einer geeigneten Mühle bei Abwesenheit von Luftsauerstoff zu einer sehr feinkörnigen Suspensgion vermahlen, in einer beheizbaren Vorrichtung von der Mahlflüssigkeit befreit und anschließend in derselben Vorrichtung unter vermindertem Druck und/oder bei Anwesenheit von Wasserstoff oder einem inerten Gas geglüht werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als metallische Legierungsbestandteile pulverförmige Elemente verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als metallische Legierungsbestandteile grobkörnige, vorlegierte Pulver von spröder, intermetallischen Phasen verwendet werden.
    4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch- gekennzeichnet, daß als Dispersat die Oxide des Magnesiums, Calciums, Aluminiums, Yttriums, Lanthans und der Lanthaniden verwendet werden.
    5 Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das oxidische Dispersat während der Legierungsherstellung durch Zugabe des entsprechenden, reduzierend wirkenden Metalls gebildet wird0 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet1 daß als Mahlflüssigkeit wasserfreie, organische, flüssige Substanzen oder Substanzgemische verwendet werden, die bei Normalbedingungen einen Siedepukt unter 250°C haben und auch bei dieser Temperatur nicht mit den Legierungsbestandteilen reagieren.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Mahlflüssigkeit n-Pentan, n-Hexan, n-Heptan, Methanol, Äthanol, iso-Propanol, n-Butanol und Aceton verwendet wird.
    8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche t bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Mahlhilfsstoffe organische Substanzen verwendet werden, die bis 3000C flüchtig sind und als Sauerstoffakzeptoren (Antioxidantien) wirken, 9o Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Mahlhilfsstoffe Carbonsäuren und Amine verwendet werden0 iOo Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als geeignete Mühle eine Rührwerkskugelmühle verwendet wird, die an ihrem Boden ein Auslassventil aufweist und deren Teile, die mit den Legierungsbestandteilen in Berührung kommen, einen Überzug aus einer Hartstofflegierung besitzen, 11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in der sehr feinkörnigen Suspension nach dem Mahlvorgang vorhandenen Dispersat- und Metallteilchen einen maximalen Durchmesser von 0,1 ßm beziehungsweise 1 tm aufweisen.
    12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als beheizbare Vorrichtung ein Ofen verwendet wird, dessen Ofenraum als Destillationsblase und als Glühraum einsetzbar und dessen Heizung von Raumtemperatur bis 13000C einstellbar ist.
    13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühtempera tur zwischen 400 und 1250 C und die Glühzeit zwischen 10 Minuten und 24 Stunden liegt0
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