DE2411059A1 - Anordnung mehrerer werkstuecktraeger fuer rotierende bearbeitung an werkzeugmaschinen, insbesondere drehmaschinen - Google Patents
Anordnung mehrerer werkstuecktraeger fuer rotierende bearbeitung an werkzeugmaschinen, insbesondere drehmaschinenInfo
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Description
Dipl.-Ing. Pudnlf Staszkiewjcz. Wiesbaden
Anordnung mehrerer Werkstückträger für rotierende Bearbeitung an Werkzeugmaschinen,
insbesondere für Drehmaschinen.
Die Erfindung betrifft Werkzeugmaschinen mit mindestens zwei um ihre
Längsachse drehbar gelagerten Werkstückträgern, welche durch eine gemeinsame Schalteinrichtung wechselweise in eine entsprechende Anzahl
von Stationen verbracht werden können und von denen jeweils einer stillgesetzt werden kann, während die anderen unter der Einwirkung eines
Drehantriebs rotieren, insbesondere Drehmaschinen. 3ei derartigen Werkzeugmaschinen kann der Werkstückwechsel am stillgesetzten Werkstückträger
zugleich mit Bearbeitungsvorgängen in den anderen Stationen erfolgen, was bekanntlich einen höheren Ausnutzungsgrad als bei
Maschinen mit nur einem Werkstückträger ermöglicht.
Bei den bekannten Anordnungen mshrerer Werkstückträger an Werkzeugmaschinen
sind die für die Lagebestimmung der Werkstücke wichtigen Auflageflächen einheitlich entweder vertikal, horizontal oder schräg
gerichtet und sie-behalten ihre Hauptrichtung in jeder Station unverändert
bei. Jede dieser Hauptrichtungen bringt indes Nachteile mit sich. Bei vertikaler Auflagefläche muss zur sicheren Lagebestimmung
des Werkstücks vor dem Einsetzen der Spannkraft nicht nur dessen Eigengewicht kompensiert werden, sondern auch das Moment, mit dem es von
der Aufspannfläche wegkippen will. Das ist bei größeren Werkstücken für den Bedienungsmann beschwerlich; bei automatischer Beschickung
erfordert es einen erheblichen Aufwand, zumal zylindrische Werkstücke von einiger Höhe vorwiegend aufrecht stehend transportiert und demnach
vor dem Einbrigen zusätzlich geschwenkt werden müssen. Die Kippwirkung
entfällt bei horizontaler Auflagefläche; weist diese nach oben, so entfällt bei der Lagebestimmung auch die Kompensation des Eigengewichts.
Diese Anordnung ergibt die einfachere Werkstückmanipulation, erschwert jedoch bekanntlich die Beseitigung der oft in großen Mengen
anfallenden 3earbeitungsspäne. Eine Schräglage der Aufspannfläche kann
dies nicht bessern und schafft zusätzliche Schwierigkeiten bei der
Werkstückmanipulation. Zur Behebung der geschilderten Nachteile, die mit Größe und Gewicht der Werkstücke wachsen, ist schon vorgeschlagen
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worden, bei einer einspindeligen Drehbank das 5μ /ldelgehäuse um eine
vvagrechte Achse schwenkbar zu gestalten ( Deutsches Patent 1 014 819),
wobei jedoch der Werkstückwechsel nicht zugleich mit Bearbeitungsvorgängen
erfolgen kann; vielmehr wächst die unproduktive Zeit zum Wechseln des Werkstücks zusätzlich urn die zum Schwenken des Spindelgehäuses
notwendige Zeit, der Ausnutzungsgrad der Drehbank wird kleiner.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine neue Anordnung
der Werkstückträger eine Werkzeugmaschine zu schaffen, die einen hohen Ausnutzungsgrad mit einer einfachen Werkstückmanipulation und
einer leichten Spänebeseitigung vereinigt.
Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß an einer Werkzeugmaschine mindestens
zwei drehbar gelagerte, mit einem Drehantrieb .kuppelbare und mit Hilfe einer Schalteinrichtung in nach Ort und Richtung bestimmte,
der Werkstückträgeranzahl entsprechende Zahl von Schaltstationen zu
verbringende Werkstückträger so angeordnet, dass nach jedem Schaltvor— gang die Drehachse eines Werkstückträgers eine für die Werkstückmanipulation
günstige, vorzugsweise vertikale Richtung einnimmt, während zugleich die Drehachsen der anderen Werkstückträger eine von der
vertikalen abweichende, vorzugsweise horizontale Lage einnehmen. Die Weiterschaltung von Station zu Station kann dabei auf beliebige V/eise
mit bekannten Mittel erfolgen.
Eine einfache Bauweise ergibt die Anordnung von zwei oder drei Werk—
stückträgern auf einem Rundschalttisch in der Form, dass die Drehachsen
der Werkstückträger bei der Drehung des Rundschalttisches einen Kegelmantel beschreiben, dessen Erzeugende in einer Lage vertikal und
in einer, beziehungsweise zwei anderen Lagen horizontal ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die Drehachsen der Werkstückträger
zu den vorgenannten Lagen der Kegelerzeugenden parallel versetzt so angeordnet, dass sie bei der Drehung des Rundschalttisches
sin Hyperboloid beschreiben. Dadurch wird ein gemeinsamer Schnittpunkt
der Drehachsen der Werkstückträger untereinander und mit der Drehachse des Rundschalttisches vermieden, was größere konstruktive Freiheit für
die Anordnung von Spannkrafterzeugern für die Werkstückträger, sowie für sonstige Einrichtungen ergibt.
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Mit der erfindungsgemäßen Anordnung der .Werkstückträger werden die
unproduktiven Nebenzeiten beim Werkstückwechsel auf die zum Schalten des Rundschalttisches notwendige Zeit reduziert, die kurz gehalten
werden kann, da infolge der Winkellage der Achsen die zu bewegenden Massen relativ nahe der Schalttischachse liegen, was zur Verringerung
der Schwungmomente führt; es ist daher ein hoher Ausnutzungsgrad der Maschine vereinigt mit den bekannten Vorteilen der vertikalen Werkstück—
trägerachslage für den Werkstückwechsel und mit den Vorteilen der horizontalen
Werkstückträgerachslage für die Spänebeseitigung,, Darüber hinaus
ist der Raum für die Werkstückmanipulation vollständig getrennt vom Arbeitsraum des Werkzeugsupports und durch eine einfache Spritzwand
kann jede gegenseitige Beeinträchtigung ausgeschlossen werden. Es bedarf .keiner weiteren Vorkehrungen gegen Kollisionen zwischen Werkzeugen und
Werkstückmanipulation und die Werkstücke können mit Transporteinrichtungen
unmittelbar bis an die Spannstation herangeführt werden, sodass zu
ihrem Ein- und Ausbringen kürzeste Wege in zwei Freiheitsgraden genügen, was sehr einfache Manipulatoren ermöglicht. Die Hochlage der Spannsta—
tion eröffnet zudem die Möglichkeit, für den Einsatz in verkettetenFer—
tigungsstrassen automatische Manipulatoren und Transfereinrichtungen
auf der Maschinenoberseite in Überkopfhöhe anzubringen, sodass die
übliche, überaus lästige und auch gefährliche Verstellung der Maschinenhallen mit Transportbahnen und Manipulatoren entbehrlich wird.
Nachfolgend wird an Hand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben.
Figur 1 zeigt die Ansicht einer Drehbank mit zwei Werkstückträgern von der Bedienungsseite;
Figur 2 zeigt den Grundriss der gleichen Maschine;
Figur 3 zeigt die Ansicht der gleichen Maschine von der Werkzeugseite unter Weglassung des Supports;
Figur 4 zeigt die gegenüber der Anordnung in Figur 3 vorgesehene, parallele Versetzung der Werkstückträgerachsen.
Auf einem ortsfesten Grundkörper 1 ist mit einer Neigung von 45 Grad
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der Hundschalttisch 2 um die Achse 3 drehbar gelagert undmit Hilfe
einer Schalteinrichtung in zwei, gegeneinander um 18D Grad versetzten Stellungen arretierbar. Lagerung, Schaltung und Arretierung können mit
bekannten Mitteln erfolgen und sind daher nicht dargestellt. Der Rundschalttisch
2 enthält zwei Lagerungen 4,5 für zwei Werkstückträger 6,7 mit den Achsen 8,9 , die zueinander senkrecht stehen. Die Achse 8 liegt
horizontal und trägt ein Zahnrad 10, das durch Eingriff in das auf der
Welle 11 befestigte Zahnrad 12 den Drehantrieb des Werkstückträgers 6 durch den Motor 13 vermittelt, sodass durch den Support 14 das Werkstück
15 bearbeitet werden kann. Zugleich steht die Achse 9 vertikal, wobei das Zahnrad 16 ausser Eingriff ist, sodass der Werkstückträger 7
mit bekannten Mitteln stillgesetzt und bei Bedarf auch in gewünschte Winkellagen gebracht werden kann. Das Werkstück 17 kann dort entnommen
und gegen ein anderes Werkstück 18 ausgetauscht werden. Die Achsen 8,9 haben eine gemeinsame vertikale Ebene und einen gemeinsamen Schnittpunkt
mit der Achse 3, beschreiben daher bei der Drehung des Rundschalt— tisches 2 einen Kegelmantel. Die Spritzwand 19 schließt des Arbeitsraum
des Supports 14 ab; zum Drehen des Rundschalttisches 2 wird sie mit bekannten Mitteln aus dem Schwenkbereich der Werkstücke 15,17 gebracht.
Auf der Oberseite des Grundkörpers 1 ist ein Werkstückmanipulator 20 mit zwei Freiheitsgraden angebracht.
In der Weiteren Ausgestaltung sind nach Figur 4 die Drehachsen 26,27
der Werkstückträger 24,25 als Erzeugende eines Hyperboloids angeordnet, dessen Zentralachse die Drehachse 23 des Rundschalttisches 22 ist. Auf
der Oberseite des Grundkörpers 21 ist zur Kontrolle des fertig bearbeiteten Werkstücks auf Maßhaltigkeit eine Messeinrichtung 28 angebracht.
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Claims (6)
1. j Werkzeugmaschine, insbesondere Drehmaschine mit mindestens zwei
drehbar gelagerten, mit einem Drehantrieb (13) kuppelbaren und mit Hilfe einer Schalteinrichtung in nach Ort und Richtung bestimmte,
entsprechend große Anzahl von Schaltstationen zu verbringenden Werkstückträgern (6,7), dadurch gekennzeichnet, dass die
Werkstückträgerdrehachsen (8,9) in verschiedenen, zueinander vorzugsweise
in Winkeln von 90 Grad geneigten Richtungen so angeordnet
sind, dass nach jedem vollendeten Schaltvorgang die Drehachse (
mindestens eines Werkstückträgers (7) eine aufrechte, vorzugsweise vertikale Stellung einnimmt, während die Drehachse (S) anderer
Werkstückträger zugleich eine liegende, vorzugsweise horizontale Stellung einnehmen.
2. .Verkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die vorzugsweise vertikale i/erkstückträgerachse (9) mit der Auflagefläche
des Werkstückträgers (7) nach oben gerichtet ist.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (8,9) der Werkstückträger (6,7) Erzeugende einer
Kegelmantelflache darstellen.
4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (26,27) der Werkstückträger (24,25) Erzeugende
eines Hyperboloids darstellen.
5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass anstatt jeweils eines Werkstückträgers (6,7) eine Gruppe von
zwei oder mehr Werkstückträgern mit parallelen Drehachsen angeordnet
ist.
6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkö'rper (1) zur Aufnahme von .Verkstückmanipulatoren (2ü)
und Messeinrichtungen für die Kontrolle der Werkstücke eingerichtet ist.
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Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2411059A DE2411059C2 (de) | 1974-03-08 | 1974-03-08 | Werkzeugmaschine, insbesondere Drehmaschine, mit mindestens zwei in einem Rundschalttisch drehbar gelagerten Werkstückträgern |
| US05/557,608 US4019410A (en) | 1974-03-08 | 1975-03-07 | Rotary support for use in a machine tool |
| DE2509979A DE2509979C2 (de) | 1974-03-08 | 1975-03-07 | Anordnung mehrerer Werkstückträger für rotierende Bearbeitung an Werkzeugmaschinen, insbesondere für Drehmaschinen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2411059A DE2411059C2 (de) | 1974-03-08 | 1974-03-08 | Werkzeugmaschine, insbesondere Drehmaschine, mit mindestens zwei in einem Rundschalttisch drehbar gelagerten Werkstückträgern |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2411059A1 true DE2411059A1 (de) | 1975-09-18 |
| DE2411059C2 DE2411059C2 (de) | 1984-07-19 |
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ID=32509375
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2411059A Expired DE2411059C2 (de) | 1974-03-08 | 1974-03-08 | Werkzeugmaschine, insbesondere Drehmaschine, mit mindestens zwei in einem Rundschalttisch drehbar gelagerten Werkstückträgern |
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| DE2509979A Expired DE2509979C2 (de) | 1974-03-08 | 1975-03-07 | Anordnung mehrerer Werkstückträger für rotierende Bearbeitung an Werkzeugmaschinen, insbesondere für Drehmaschinen |
Country Status (1)
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