DE2410763A1 - Speiserinne fuer schmelzfluessiges glas - Google Patents
Speiserinne fuer schmelzfluessiges glasInfo
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Description
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PaL-Anw.Herrmann-Tr.nt.poh. DJoI.-PhVS. Eduard ΒθίζΙθΓ Fernsprecher: 36M11
δ«« Dipl.-Ing. W. Herrmann-Trentepohl *»1S
Bayerische Vereinsbank MOnchen 852 Dresdner Bank AG Heme 7-520 499
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München J L 21. Februar
Ref.: M0 4665 B/ks
Societe Generale pour L·Emballage, 7, rue Eugene Flachat,
75849 Paris Cedex 17 / Frankreich
Speiserrinne für schmelzflüssiges Glas
Die Erfindung bezieht sich auf Speiserrinnen für s.chmelzflüssiges
Glas und richtet sich insbes. auf eine Verbesserung solcher Rinnen mit dem Ziel einer Vergleichmäßigung der
Temperatur der Schmelze.
Es ist bekannt, daß die Steigerung des Arbeitstaktes von Maschinen zur Herstellung von Glasgegenständen eine Temperaturerhöhung
des schmelzflüssigen Glases in den zu solchen Maschinen führenden Speiserrinnen sowie einen Anstieg des
Temperaturgradienten in Querrichtung zur Folge hat.
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Die Erfindung richtet sich daher auf eine Temperaturregelung des schmelzflüssigen Glases' im Inneren von
Speiserrinnen und insbes. auf eine Vergleichmäßigung dieser Temperatur in den Rinnenquerschnitten.
Es ist bekannt, daß zwischen dem mittleren Teil der heißen Glasströmung und den Randzonen der Speiserrinne ein ausgeprägter
Temperaturgradient vorhanden ist, der mehrere zehn Grad am Austritt eines Speisers betragen kann. Diese Temperaturunterschiede
haben natürlich eine Pleterogenität in der Glasviskosität und damit erhebliche Veränderungen der
physikalisch-chemischen Eigenschaften der Schmelze sowie der aus ihr hergestellten Endprodukte zur Folge.
Die Erfindung will diese Nachteile beseitigen und schlägt
zu diesem Zwekc Einrichtungen zur Vergleichmäßigung oder Homogenisierung der Temperatur des in einer Speiserrinne
strömenden schmelzflüssigen Glases und zur Herabsetzung des Temperaturgradienten zwischen dem mittleren Teil und
den Randzonen der Speiserrinne vor.
Nach einem ersten Merkmal der Erfindung wird die Speiserrinne
statt in Querrichtung, wie dies bei den herkömmlichen Speisern der Fall ist, mit Hilfe eines Gasstromes parallel ·
zur Längsachse der Rinne und im wesentlichen längs deren zentralen Teil ventiliert, um vorzugsweise den mittleren
Teil der Schmelze zu kühlen, welcher sich auf der höchsten Temperatur befindet.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weist die Decke der Rinne ^wei sich in Richtung auf die Glasoberfläche erstreckende
und im wesentlichen symmetrisch zur mittleren Längsebene der Rinne angeordnete Vorsprünge auf, so daß
drei in Längsrichtung verlaufende Kammern entstehen, von
. 409838/07
denen die mittlere Kammer den Längsventilationsgasstrom
führt und die seitlichen Kammern einer örtlichen Konvektion der eigentlichen heißen Gase zur Aufheizung der
Schmelze in den Rand.zonen dienen, insbes., wenn die Speiserrinne in an sich "bekannter Weise mit seitlichen Aufheizbrennern
versehen ist.
Vorteilhafterweise können diese Brenner durch weitere Heizelemente,
beispielsweise eine seitlich in einer Ausnehmung des Rinnenbodens angeordnete elektrische Widerstandsheizung
oder einen Zusatzbrenner ergänzt werden, mit denen die Schmelze in den Randzonen erwärmt wird.
Durch die Anwendung dieser verschiedenen. Vorrichtungen kann, wie im folgenden beschrieben werden wird, der Temperaturgradient,
zwischen der Mittelzone und den Randzonen einer durch eine Speiserrinne strömenden Glasschmelze beträchtlich
verringert und damit die in die Maschine strömende Schmelzehomogenisiert werden.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung sowie den entsprechenden, kein einschränkendes
Beispiel darstellenden Zeichnungen.
Die Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine Speiserrinne
nach der Erfindung;
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Speiserrinne;
Fig. 3 und 4 zwei Querschnitthälften durch zwei verschiedene Ausführungsformen der Speiserrinne; und in
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Fig. 5, 6 und 7 Temperaturverteilungskurven der durch eine
Speiserrinne fließenden Glasschmelze,und zwar einmal
mit üblicher Querventilation, dann mit Ventilation in Längsrichtung und schließlich mit Ventilation
in Längsrichtung und mit zusätzlicher Aufheizung der Randzonen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Speiserrinne 1, die nach außen durch eine feuerfeste Isolierschicht 2 wärmeisoliert und
mit einer Decke 3 nach oben abgeschlossen ist. Die Decke 3 ist an den Seiten in an sich bekannter Weise mit Brennern
zur Beheizung der Glasschmelze 5 in den Randzonen versehen.
Erfindungsgemäß wird die Speiserrinne in Längsrichtung durch einen über ihren mittleren Teil streichenden Luftstrom
zur Kühlung der die höchste Temperatur aufweisenden
Mittelzone des schmelzflüssigen Glasstromes ventiliert. Um den Ventilationsstrom entsprechend zu lenken, weist
die Decke 3 zwei sich in Richtung auf das Glas 5 erstreckende und im wesentlichen symmetrisch zur mittleren Längsebene
der Speiserrinne angeordnete Vorsprünge 6 auf. In der Zeichnung erscheinen diese Vorsprünge 6 als einstückig mit der
Decke. Jedoch bestehen sie in den meisten Fällen aus einem getrennten feuerfesten Element, das mit der Decke fest verbunden
und seinerseits ein Gegenstand der Erfindung sein kann. Die Vorsprünge 6 unterteilen somit die Decke 3 in
drei voneinander getrennte Kammern, von denen die Kammer 7 als Ventilationskanal dient, während die seitlichen Kammern
8 der Gaskonvektion dienen und die Randbereiche der Glasschmelze aufheizen.
Wie bereits erwähnt, kann es vorteilhaft sein, die Anordnung durch Heizvorrichtungen zu ergänzen, die in der Sohle der
Speiserrinne 1 in der Nachbarschaft ihrer Seitenwände an-
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geordnet sind. Diese Heizvorrichtungen können zum Beispiel in einer Ausnehmung 10 in der Sohle der Speiserrinne
angeordnete Heizwiderstände -9 (Fig. 3) oder ein seitlich in einer Kammer 12 angeordneter Brenner 11 sein
(Fig. 4).
Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen deutlich die Vorteile der Erfindung. Sie beziehen sich auf eine Speiserrinne von 7,5 m
Länge mit einer Breite im oberen Teil von 660 mm, deren Tagesdurchsatζ an Glas 40 t beträgt. In den Zeichnungen sind
die Abmessungen der Speiserrinne in mm angegeben. Die Fig. zeigen die Verteilung der Temperaturen D in 0C von der
einen Randzone der Speiserrinne zu ihrer anderen und im gleichen Abstand γοη deren Enden. Bei der bekannten Ventilation
in Querrichtung (Fig. 5) beträgt die Temperatur des Glases am Eingang der Speiserrinne etwa 12500C, während sie
am Ausgang der Speiserrinne auf zwischen 1120 0C und
1050 0C abgesunken ist; aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die
Temperaturen auf der Hälfte der Speiserrinne in der Mitte bei 1165°C und an den Rändern bei 1130 bzw. 11500C liegen.
Nach Fig. 6 beträgt die Temperatur bei Längsventilation ohne zusätzliche Beheizung in den Randzonen in der Mittelzone
etwa 11650C und am Rand etwa 11500C. ,Nach Fig. 7 beträgt
die Temperatur bei Längsventilation und zusätzlicher Beheizung vom Boden her in der Mitte 11700C und in den Randzonen
1168°C bzw. 11650C, was zeigt, daß praktisch kein
Temperaturgradient mehr vorhanden ist.
Wie bereits angegeben, bewirkt die Homogenisierung der Temperatur des Glases auch eine Homogenisierung seiner
physikalischen Eigenschaften. Zur besseren Veranschaulichung der Vorteile der erfindungsgemäßen Speiserrinnen sind
Homogenisierunpsvergleichsversuche durchgeführt worden, und zwar jeweils mit Glas am Ausgang einer bekannten Speiser-
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rinne (Pig. 5), am Ausgang einer Speiserrinne mit Längsventilation
(Fig. 6) und am Ausgang einer Speiserrinne mit Längsventllation und seitlicher Beheizung der Randzonen
(Fig. 7).
Zur quantitativen Bestimmung der Homogenität des Glases
"bediffit man sich zweckmäßig eines bekannten Verfahrens,
welches darin besteht, auf optischem liege die durch heterogene Zonen in dem vorher entspannten Glas hervorgerufenen
Spannungen zu messen. Man verwendet zu diesem Zv/eck einen Babinet-Korapensator, der durch ein Prüfstück hindurchtretendes
polarisiertes Licht sammelt. Das Prüfstück ist beispielsweise ein aus einer Flasche herausgeschnittener Ring mit einer
Höhe von 1 cm. Um die beim Entspannen verbliebenen Restspannungen zu beseitigen, ist der Ring offen. Die Beobachtungen
erfolgen vom Rand des Prüfstücks aus. Als Homogenitätskriterien werden das Ausdehnungsmaximum in der Außenoberfläche
des Ringes und die (angrenzenden) absoluten Spannungsmaxina in dem Prüfstück zugrundegelegt. Die Ergebnisse werden in
mm-Abweichung des Babinet-Kompensators angegeben; bei der von der Anmelderin verwendeten Vorrichtung entspricht eine
Abweichung von 1 mm einer optischen Verschiebung von 113 V-,
d.h. einer Kühlspannung von etwa 45 kg/cm .
Die Versuche hatten folgende Ergebnisse:
1. Glastransport in einer bekannten Speiserrinne mit
Querventilation:
a) Außenoberfläche: Ausdehnung = 0,35 mm (40 m u optische
Verschiebung)
Verdichtung = 0,60 mm (68 rau optische
Verschiebung)
b) Absolute Maxima: Ausdehnung = 0,60 mm (68 mp optische
Verschiebung)
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Verdichtung = 0,75 mm (85 mu optische
Verschiebung) (Absolute Angrenzung) . = 1,40 mm (158 rau)
Diese Daten entsprechen einer Homogenität der Klassifikation "handelsüblich".
2. Glastransport in einer Speiserrinne mit Längsveritilation
ohne Beheizung der Randzonen:
a) Außenoberfläche: Ausdehnung = 0,20 mm (23 rap)
Verdichtung = 0,30 mm (34 mu)
b) Absolute Maxima: Ausdehnung = 0,30 mm (34 mu)
Verdichtung = 0,40 ram (45 m]i) (Absolute Angrenzung) = 0,70 mm (79 mu)
Auch diese Daten entsprechen einer Homogenität der Klassifikation
"handelsüblich".
3. Glastransport in einer Speiserrinne mit Längsventilation und Zusatzbeheizung in den Randzonen:
a) Außenoberfläche: Ausdehnung =0,0
Verdichtung = 0,2 mm (22mp)
b) Absolute Maxima: Ausdehnung =0,0
Verdichtung = 0,20 mm (22 mp) (Absolute Angrenzung) = 0,20 mm (23 mu)
Biese Homogenität ist in wirtschaftlicher Hinsicht als
vollkommen zu bezeichnen.
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Diese Ergebnisse machen die hohe Homogenität des Glases deutlich, das in Speiserrinnen gemäß der Erfindung geführt
wird.
Patentansprüche:
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Claims (6)
- Patentansprüche tVerfahren zur Ventilation einer Speiserrinne für schmelzflüssiges Glas, dadurch gekennzeichnet, daß die Speiserrinne in Längsrichtung mittels eines entlang der Längsachse der Speiserrinne durch deren Mitteilteil geleiteten Gasstromes, beispielsweise Luft, ventiliert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Speiserrinne strömende Glasschmelze seitlich in den Randzonen in an sich bekannter Weise zusätzlich beheizt wird.
- 3. Speiserrinne für schmelzflüssiges Glas, gekennzeichnet durch Vorrichtungen zur Ventilation des Mittelteils in Längsrichtung.
- 4. Speiserrinne für schmelzflüssiges Glas mit einer sie abdeckenden Decke, gekennzeichnet durch Vorrichtungen zur Ventilation der Mittelzone in Längsrichtung und durch zwei sich in Richtung auf die Oberfläche der Glasschmelze von der Decke erstreckende und im wesentlichen symmetrisch zur mittleren Längsebene der Speiserrinne angeordnete Vorsprünge, welche die Decke in drei Längskammern aufteilen, von denen die mittlere als Ventilationskanal dient, während die Seitenkammern örtliche Rückstahlflachen für die Speiserrinnenwände bilden.409838/0788
- 5. Speiserrinne nach einem der Ansprüche 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Decke an sich bekannte seitlich' angeordnete Brenner zur Beheizung d.er Rinnenränder aufweist. - 6. Speiserrinne nach den Ansprüchen 3 "bis 5, gekennzeichnet durch an sich bekannte seitlich im Rinnenboden angeordnete zusätzliche Vorrichtungen zum Beheizen der Rinnenränder.409838/0788*4Le e rs ei te
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