DE1922723A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von TafelglasInfo
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Description
Gzy/goe PPG Industries, Inc.
Pittsburgh, PA* /U.S.A.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas.
Beim Ziehen von Tafelglas bringt man geschmolzenes Glas in die Höhlung einer Rinne. Das Glas überfließt die oberen längs verlaufenden
Kanten der Rinne, bildet Strome, die an entgegengesetzten
Seiten herabfließen und sich am Scheitel unter Bildung einer Glastafel vereinigen. Beim Herabfließen, des geschmolzenen Glases
an den Außenwandungen der Rinne zieht es sich zusammen, d.h. seine
Breite nimmt abt so daß wulstige Kanten entstehen* Da die wulstige
Kante dicker ist als die gewünschte Dicke, muß sie abgeschliffen
werden. Hierzu verwendet man auch·Kantengreifer, um Glastafeln
der gewünschten Breite asu erhalten* Diese Greifer markieren das Glas und die entsprechenden Teile der Kante müssen ebenfalls abgeschliffen
werden. Beim Abschleifen der Kanten entsteht ein Abfall» Die abgeschliffenen Kanten sind auch weniger fest, als eine im
Feuer-polierte Kante. . ; ■
Die Erfindung betrifft ein Verfahren ssur Herstellung von Tafelglas
durch Überfließen von gösehmolsiöiieiii Glas übe*» die oberen waagerechten Kanten einer Rinne« Herabfließen an den beiden Außenseiten
de'r Rinne bis zum untenliegenden Scheitel der Außenseiten der Rinne
und Vereinigen dar beiden &m Seheitel zusammentreffende» Ströme
.,::",, 9088-60/0764 m/m
von Glas. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man an den Enden der Rinne weniger geschmolzenes Glas über die Kanten
strömen läßt als im mittleren Teil.
Vorzugsweise verfährt man hierbei so, daß man den Enden der Rinne
weniger geschmolzenes Glas zuführt als dem mittleren Teil. Wenn also beim Herabfließen des geschmolzenen Glases die Breite abnimmt,
so ist die Menge von Glas an den Endteilen genügend, damit die Dicke der entstehenden Glastafel an den Kanten praktisch die gleiche
ist wie im mittleren Teil. Praktisch hat die entstehende Glastafel eine gleichmäßige Dicke über ihre ganze Breite. Die Kanten
des entstehenden Glasbandes, die weniger dick sind als bei den
bisher verwendeten Verfahren, erlauben auch ein gleichmäßigeres Abkühlen des ganzen Bandes. Hierdurch kann die Breite des Glases
ohne Greifer an den Kanten aufrechterhalten werden, da die Kanten
schon bald nach dem Verlassen der Rinne erstarren. Ein Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß keine Greifer für die. Kanten
notwendig sind, um ein Glasband gleichmäßiger Dicke zu erzeugen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens* Die Vorrichtung enthält eine Rinne, deren obere
Kanten waagerecht verlaufen und deren Außenseiten unten zu einem
Scheitel aus aminen! auf en* Die Vorrichtung -enthält ferner Mittel zur
Einführung von geschmolzenem -Glase in die Rinne* Gekennzeichnet
ist die Vorrichtung durch Mittel zur Verringerung der Zuführung
Von geschmolzenem Glas %u den Enden der Oberkanten der Rinne.
9098SÖ/07S4
Die Mi-fetel zur Verringerung der Zuführung von geschmolzenem Glas
zu den Enden der Oberkanten oer Rinne siöd vorzugsweise keilförmige
Einsätze in der Nähe jedes Endes der"Rinne. Diese Einsätze können
mit ihren Grundflächen nach oben gerichtete dreiseitige Pyramiden sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Grundflächen
der Pyramiden mit je einer Ecke gegeneinander gerichtet.
Die Einsätze, z.B. die Pyramiden, bestehen aus einem Stoff, der
gegenüber geschmolzenem Glas praktisch inert ist. Diese Einsätze können aus feuerfestem Ton oder Platin bestehen. Sie können einstellbar
befestigt sein. Um das Entglasen zu verringern, können die Einsätze' im Bedarfsfälle geheizt sein.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise einige Ausführungsformen
der Erfindung.
Es zeigen! ,
Fig.' 1 ■ eine typische Rinne mit einem das Überfließen regelnden
Glied an jedem Ende,
Fig. 2 dasselbe wie Fig. 1, mit der Ausnahme, daß das eine
Ende zur besseren Erläuterung.weggeschnitten ist{ die
-*· ; ■ - llinne ist etwas anders gebaut„ hat, aber die gleichen
Einsätze, die das Überfließen regeln, . .
Fig. 3 im einzelnen einen typischen Einsatz. ........
985 0/0 7 54.,
Die Fig. 1 zeigt eine Rinne 10, die aus feuerfestem Ton oder einem
anderen geeigneten Material bestehen kann, das nicht mit dem geschmolzenen Glase reagiert. Das geschmolzene Glas aus einer Quelle
12 wird mittels einer Leitung l4 in die Rinne geführt und tritt durch die Öffnungen 16 in den Trog 18 aas. Die Glasschmelze füllt
den Trog 18 aus und überfließt die Längskanten 20, fließt in zwei Strömen 22 und 24 bis zum Scheitel der Rinne 10 und bildet dort ;
ein Glasband 28. ....
Das Glas zieht sich zusammen, wie gezeigt. Einsätze 30 sind in
dem Trog l8 und ragen bis in das Glas hinein.. Diese Einsätze sind hier pyramidenförmig dargestellt, und werden zur Einstellung
durch Träger 32 gehalten. Sie beschränken oder regeln die Menge
des Glases, das über die Kanten 20 an den Enden dsr Rinne überfließt.
An den Enden sind die Glasströme also dünner und bilden
daher ein Band 28 gleichmäßiger Dicke, das in beliebiger Weise
von der Rinne abgenommen werden kann.
Nach der Fig. 2 wird das geschmolzene Glas in die Rinne 50 durch
ein Rohr 52 eingeführt, das mit einer Quelle für das Glas $k
verbunden iet. Das Glas tritt durch die Öffnungen 56 im Rohf 52
aus und wird zwischen dem Zuführungsrohr 52 und den inneren Wandungen
58 der Rinne hochgedrückt. Ea füllt die Höhlung 60 zwischen
den Wandungen 58 aus und fließt über die Längskanten 62 unter
Bildung eines Glaeetromee entlang den Wandungen 64. Am Scheitel
68 der Außenwandungen 64 entsteht das Glasband 66. An den Enden
9098SO/07S4 .
der Rinne sind Mittel 30 zur Regelung des Glasflusses angebracht,
die ebenso wirken, wie es oben beschrieben ist.
Die Fig. 3 zeigt einen pyramidenförmigen Einsatz 30 und den Halter
32.
Über den Einsätzen 30 können nicht abgebildete Strahlungsheizsr
angeordnet sein, um ein Erstarren des Glases an ihnen zu verhindern«
In der Regel werden Rinnen dieser Art innerhalb eines Muffelofens betrieben, der durch die getrichelten Linien in Fig. 1 und 2 angedeutet
ist. In den Zeichnungen sind die Mittel zur Regelung des Glasstromes pyramidenförmig dargestellt; es können aber auch andere
keilförmige Einsätze für denselben Zweck verwendet werden.
Mit Erfolg wurde eine" Rinne von 4l cm Länge betrieben. Sie hatte
einen Trog von 8,25 ein* Breite, gemessen von Oberkante zu Oberkante.
Mit dieser Vorrichtung wurde 4,8 mm dickes Glas hergestellt. Ein pyramidenförmiger Einsatz von 8,25 cm Länge an der Grundfläche und
einer" Höhe von" 5,1 cm befand sich innerhalb jedes Endes der Rinne.
Ober .. -, ■ .. : - . .
An den kanten "waren die Glasströme 3515 cm breit,, während die endgültige Breite 28 cm betrug. Die Dicke des Glasbandes war von Kante zu Kante im wesentlichen gleichmäßig.
An den kanten "waren die Glasströme 3515 cm breit,, während die endgültige Breite 28 cm betrug. Die Dicke des Glasbandes war von Kante zu Kante im wesentlichen gleichmäßig.
ORIGINAL fNSPECTED
Claims (3)
- Patentansprüche{Ij Verfahren zur Herstellung von Tafelglas durch Überfließen von geschmolzenem Glas, über die oberen waagerechten Kanten einer Rinne, Herabfließen an den beiden Außenseiten der Rinne bis zum unten liegenden Scheitel der Außenseiten der Rinne und Vereinigen der beiden am Scheitel zusammentreffenden Ströme, von Glas, dadurch gekennzeic hn e t, daß man an den Enden d?r Rinne weniger geschmolzenes Glas über die Kanten strömen läßt als im mittleren Teil.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1,dadurch ge ken nzeichnet, daß man den Enden der Rinne weniger geschmolzenes Glas zuführt als dem mittleren Teil.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren nach Anspruch oder 2, mit einer Rinne, deren obere Kanten waagerecht verlaufen und deren Außenseiten unten zu einem Scheitel zusammenlaufen, und mit Mitteln zur Einführung von geschmolzenem Glas in die Rinne, gekennzeichnet durch Mittel zur Verringerung der Zuführung von geschmolzenem Glas zu den Enden der Oberkanten (62) der Rinne (lO).km Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Verringerung der Zuführung von geschmolzenem Glas zu den Enden der Oberkanten der Rinne keilförmige Einsätze (30) in der Nähe jedes Endes der Rinne sind. -/_90 9 8B0^Q7^45· Vorrichtung nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmigen Einsätze (30) mit ihren Grundflächen nach oben gerichtete dreiseitige Pyramiden sind.6» Vorrichtung nach Anspruch ^,dadurch gekennzeichnet, daß die Grundflächen der Pyramiden mit je einer Ecke gegeneinander gerichtet sind.te-'; us Sßi3 ■;:■:'.*,'-ri. ί-"- j-Ti.-i- ΜΐίϊΟLeerseite
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