DE2410015A1 - Vorrichtung zur vermeidung der pumperscheinung in einem verdichter - Google Patents
Vorrichtung zur vermeidung der pumperscheinung in einem verdichterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Vermeidung der Pumperscheinung in einem Verdichter für ein Turbinentriebwerk
und insbesondere auf eine Vorrichtung zum schnellen Oeffnen der Verdichterabiassventile in Abhängigkeit des Druckes stromabwärts
vom Verdichter zur Beseitigung der Pumperscheinung und zum Offenhalten
der Ablassventile bis nach dem Abklingen der Pumperscheinung.
Es ist bekannt, dass die Pumperscheinung in Axialströmungsverdichter^wie
sie in Turbinentriebwerken verwendet werden^in Problem
ist, mil- welchem sich die Flugzeugindustrie seit ihrem Beginn
zu befassen hatte. Unter der Pumperscheinung in dem Verdichter versteht man einen Vorgang, welcher bei Abreissen der Strömung
an einer ausreichenden Anzahl von Verdichterschaufeln auftritt und eine vorübergehende Strö'mungsumkehrung in den Verdichter bewirkt.
Der Verdichte rend druck fällt dabei sehr schnell ab und manchmal
entstehen kontinuierliche Druck Schwankungen bis man einen Eingriff
zum Beseitigen der Pumperscheinung vorgenommen hat.
Obschon die Theorie der Pumperscheinung noch nicht ausführlich bekannt
ist, genügt es hier zu erwähnen, dass durch diese schnelle Druckänderung und die dadurch bedingten DruckSchwankungen nicht
nur der Wirkungsgrad des Triebwerkes vermindert sondern ebenfalls
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eine Beschädigung des Triebwerkes zu befürchten ist. Es ist dementsprechend
wichtig, dass Mittel vorgesehen sind zum Beseitigen der Pumperscheinung oder zum Verhindern, dass die Pumperscheinung
auftreten kann. Entsprechend einem Verfahren zur Verhinderung von Verdichter pumpe η werden die Ablassventile vor oder beim Beginn
der Pumperscheinung geöffnet. Die bekannte Steuervorrichtung mit
offenem Kreislauf dient zum Programmieren der Oeffnung der Ablassventile
und/oder der Kraftstoffzuführung um das Triebwerk unterhalb
der Pumpenkennlinie zu steuern, welche für jedes Triebwerk genau festliegt.
Es ist ebenfalls bekannt, den Verdichterenddruck zu messen und
die Ablassventile zu be tätige n; falls eine vorbestimmte Druckänderung
oder Druckänderungsgeschwindigkeit auftritt. Bei diesem Verfahren
tritt die Schwierigkeit auf, dass falls die Druckschwankung eine Rückkehrung zu dem normalen Wert anzeigt, die Ablassventile
wieder geschlossen werden, was vor dem Beseitigen der Pumperscheinung auftreten kann. Ausserdem ist es möglich, dass während
der Pumperscheinung die Ablassventile sich abwechselnd öffnen und schliessen.
Diese Nachteile können vermieden werden durch Messen des Verdichterdruckes
und durch Auslegen einer Steuervorrichtung, so dass bei
einer vorbestimmten, schnellen Abnahme des gemessenen Druckes ein
Dosierventil schnell bewegt wird, um Druckflüssigkeit zu dem Motor
zum Oeffnen der Ablassventile des Triebwerkes zu leiten. Das Dosierventil ist derart ausgelegt, dass es sich bis über seine
Nullstellung hi na us beweg t um Hochdruckflüssigkeit zu dem Stellmotor
fur die Ablassventile zu leiten damit diese in Offenstellung bleiben.
Durch Verwendung einer sinnvoll angeordneten und bemessenen Drossel
und eines Rückschlagventiles wird durch die erfindungsgemässe Vorrichtung
das Dosierventil schnell in Richtung zum Oeffnen der Ablassventile des Triebwerkes bewegt und das Dosierventil gelangt
mit wesentlich kleinerer Geschwindigkeit in eine Stellung zurück,
welche ein Schliessen der Ablassventile bewirkt. Dementsprechend
bestimmt die Bemessung der Drossel und die Festlegung des Masses, um welches sich das Ventil über seine Nullstellung hinausbewegt
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die Verzögerung bevor der Stellmotor die Ablassventile wieder schliesst, so dass die Pumpsrscheinung beseitigt ist#bevor die
Ablassventile wieder geschlossen sind.
Eine Aufgabe dieser Erfindung liegt darin, eine verbesserte Vorrichtung
zum Vermeiden der Pumperscheinung für einen Verdichter
eines Turbinentriebwerkes zu schaffen.
Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung liegt darin, eine Vorrichtung
zu schaffen zum Feststellen der Pumperscheinung durch Messen des Verdichte rend drucke s in einem Turbinentriebwerk sowie eine Vorrichtung
zu schaffen, welche das Dosierventil für den Stellmotor der Ablassventile mit einer bestimmten Geschwindigkeit in Richtung
zum Oeffnen der Ablassventile und mit geringerer Geschwindigkeit in Richtung zum Schliessen der Ablassventile bewegt, und diese
Vorrichtung ist derart ausgelegt, dass das Ventil sich bis über seine Nullstellung hinaus verstellt,, um die Ablassventile für eine
bestimmte Zeitspanne offen zu halten^ nachdem die Pumperscheinung abgeklungen ist.
Schliesslich liegt eine weitere Aufgabe der Erfindung dari^eine
Vorrichtung zur Vermeidung des Verdichter pumpe ns in einem Turbinentriebwerk
zu schaffen, wobei der Druck stromabwärts des Verdichters gemessen wird und die Ablassventile des Triebwerkes bei einer
vorbestimmten Druckänderung schnell geöffnet und dann für eine
bestimmte Zeitspanne offen gehalten werden bis die Pumperscheinung
abgeklungen ist, und dabei ist eine laminare Strömungsdrossel in
der Zufuhrleitung zu einer Seite einer den Verdichterenddruck messenden Membran vorgesehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen
ausführlicher^schrieben, es zeigen:
Figur 1 eine schematische Ansicht, teilweise La Schnitt, zur Darstellung
der Einzelheiten der Erfindung.
Figur 2a eine graphische Darstellung des Verdichterenddruckes in Abhängigkeit der Zeit.
Figur 2b eine graphische Darstellung der Stellung des Dosierventiles
in Abhängigkeit der Zeit.
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Figur 2c eine graphische Darstellung der Stellung der Ablassventile
in Abhängigkeit der Zeit.
Wie man aus Figur 1 erkennen kann, besteht die Vorrichtung zur Vermeidung
des Verdichter pumpe ns im wesentlichen aus zwei Hauptbauteilen,
nä'mlich der pneumatischen Filler vor richtung, welche im
wesentlichen mit 10,, und der hydraulischen Steuer- und Betätigungsvorrichtung, welche im wesentlichen mit 12 bezeichnet ist. Die
pneumatische Fühlervorrichtung dient zum Messen einer schnellen Abnahme des Verdichterenddruckes , welche die maximale Druckverminderungsgeschwindigkeit
übersteigt, wie sie bei normalem Betrieb auftreten kann und dementsprechend kennzeichnend für Verdichterpumpen
ist. Dies wird durchgeführt durch Messen des Verdichterenddruckes
in dem Triebwerk 14 mittels einer üblichen Druckmessonde 16. Die Druckmessonde 16 umfasst ein Gehäuse 18 mit einer Membran
20, welche sich durch die Kammer 22 erstreckt und zwei Unterkammern
24 und 26 bildet. Die ungedrosselte Strömung vom Verdichter ist über die Leitung 28 an die Kammer 26 angeschlossen und eine gedrosselte
Strömung wird über die Leitung 28 und die Abzweigleitung 30
durch die Drossel 32 in die Kammer 24 geleitet. Die Drossel 32 ist eine laminare Strömungsdrossel und ihr Zweck wird später ausführlicher
beschrieben. Ein Arm eines Hebels 34 ist in dem Gehäuse 18 an einem Schwenkpunkt 36 gelagert und ist mittels eines Verbindungs-
und Schwenkstückes 38 an die Membran 2o angeschlossen. Dementsprechend
wird eine Bewegung der Membran 20 über den Hebel durch das Gehäuse 18 zum Oeffnen und Schliessen einer Düse 40 übertragen,
welche am Ende einer Leitung 42 ausgebildet ist. Da die Seite ausserhalb
des Gehäuses 18 einem hydraulischen Druck und das Gehäuse 18 im Innern einem pneumatischen Druck ausgesetzt ist, ist eine geeignete
Dichtung 44 vorgesehen um ein Lecken von einer Seite zur anderen
zu vermeiden. Eine Feder 48 dient zum Vorbelasten des Hebels 34/um den Druck e inzustellen; bei welchem der Hebel sich um den
Schwenkpunkt 36 dreht. Dieser Druck ist derart ausgewählt, dass er mit dem Übergangspunkt zwischen dem normalen Betrieb des Verdichters
und der Pumperscheinung zusammenfällt. Falls dementsprechend der
mittels der Feder 48 eingestellte Druck (welcher verstellbar sein kann) übertroffen wird,so dreht der Hebel 34 um den Schwenkpunkt 36
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zum Oeffnen der Düse 40.
Die hydraulische Betätigungsvorrichtung dient zur Steuerung der Ablassventile um diesselben sehr schnell zu öffnen und bis nach
dem Abklingen der Pumperscheinung in Offenstellung zu halten.
Die hydraulische Stellvorrichtung umfasst einen geeigneten hydraulischen
Motor, welcher durch 50 bezeichnet ist und welcher die Ablassventile 51, schematisch dargestellt, öffnet und schliesst,
desweiteren umfasst die hydraulische Stellvorrichtung ein Schieberventil,
welches im wesentlichen mit 52; sowie eine Verzögerungsvorrichtung,
welche mit 54 bezeichnet ist. Der hydraulische Stellmotor 50 kann von geeigneter , bekannter Bauart sein und eine Beschreibung
dieses Motors ist hier nicht erforderlich. Es genügt zu erwähnen, dass der Stellmotor 50 einen Kolben umfasst und dass
eine Kammer zur Aufnahme der hydraulischen Druckflüssigkeit zum Ein.
stellen des Kolbens vorgesehen ist. Ein Gestänge verbindet den Kolben mit den Ablassventilen 51 zur synchronischen Einstellung
derselben. Das Schieberventil 52 umfasst einen geradlinig beweglichen Schieber 58,welcher entweder Hochdruckflüssigkeit durch die
Leitung 68, den Ringraum 66 und die Leitung 64 zu dem Stellmotor 50 leitet oder die Druckflüssigkeit vom Stellmotor 50 durch die
Leitung 64, den Ringraum 62 und die Leitung 60 ableitet. Falls der Bund 70 nach rechts verstellt- wird, so gslangt die Leitung 60 in
Verbindung mit der Leitung 64 und, falls er nach links verstellt wird;so kommt die Leitung 64 in Verbindung mit der Druckzufuhrleitung
68.
Die Endfläche 74 des Ventilschiebers 58 ist nur halb so gross wie die Endfläche 72. Die Hochdruckf lüss igke it wirkt kontinuierlich
auf die Endfläche 74 und ein geregelter Druck wirkt gegen die Endfläche
72. Dementsprechend genügt die Hälfte des Druckes, welcher auf die Endfläche 72 wirkt/um das Ventil im Gleichgewicht zu halten.
Falls der Druck von diesem Wert abweicht;so bewegt sich der
Schieber 58, Es ist ersichtlich, dass das Klappenventil 40 zum Regeln des Druckes dient, welcher auf die Endfläche 72 des Schiebers
58 wirkt.
Aus obiger Beschreibung ist zu erkennen, dass das Klappenventil 40 zum Steuern des Druckabfalles an der festen Drossel 48 dient,
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_ 6 welche in der Leitung 42 angeordnet ist und ebenfalls den auf die
Endfläche 72 des Ventilschiebers 58 wirkenden Druck regelt, da die
Leitung 42 über die Abzweigleitung 82 mit der Kammer 84 verbunden
ist. Falls der Hebel 34 sich von der Düse 40 weg bewegt, so nimmt
der Druckabfall ander festen Drossel 80 zu und bewirkt gleichzeitig einen Druckabfall in der Leitung 82. Die Hochdruckflüssigkeit, welche
auf die Endfläche 74 wirkt, bewegt dann den Schieber 58 nach links. Falls in umgekehrter Weise der Hebel 34 sich in Richtung
zu der Düse 40 bewegt so nimmt der Druckabfall an der festen Drossel 8O ab, dadurch steigt der Druck in der Leitung 82 und
dementsprechend auch in der Kammer 84;wodurch der Schieber 58 nach
rechts bewegt wird. Man kann somit erkennen, dass die Stellung des Hebels 34 inbezug zu der Düse 40 einen unmittelbaren Einfluss auf
die Bewegung des Schiebers 58 hat, welcher seinerseits den Stellmotor 5O zum Oeffnen und Schliessen der Ablassventile 51 einstellt.
Wie aus Figur 1 zu erkennen ist, ist eine feste Drossel 90 in der Abzweigleitung 82 angeordnet und dient zur Strömungsdrosselung
in dieser Leitung. Dementsprechend muss der regelte Druck durcl· die Drosseln 80 und 90 und durch die Abzweigleitung 82 in die Kammer
84 strömen. Die Drosseln 80 und 90 dienen zum Begrenzen der Bewegungsgeschwindigkeit des Ventilschiebers 58; falls er sich nach
rechts verstellt. Eine Bewegung des Ventilschiebers nach rechts bewirkt ein Schliessen der Ablassventile mittels des Stellmotors
50, nach^dem der Ventilschieber 58 die Stellung erreicht wo die Leitung
64 über den Ringraum 62 mit der Ablassleitung 6O verbunden
ist.
Falls der Hebel 34 nicht an der Düse 40 anliegt, so strömt Druckflüssigkeit
aus der Kammer 84 ab uno der Schieber 58 bewegt sich nach links. Ein grosser Teil dieser Strömung ist um die feste
Drossel 90 über eine Nebenschluss leitung 92 parallel geschaltet und strömt dabei durch ein Rückschlagventil 94. Da die Oeffnung
des Rückschlagventiles 94 wesentlich grosser ist als die Oeffnung der festen Drossel 90, stellt das Rückschlagventil der Strömung
einen geringeren Widerstand entgegen und somit verlässt die Druckflüssigkeit die Kammer 84 wesentlich schneller als sie in
diese Kammer einströmt. Bei Abfliessen der Druckflüssigkeit aus
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: der Kammer 84 bewegt sich der Schieber 58 nach links und bewirkt
dadurch eine Oeffnung der Ablassventile mittels des Stellmotors 5Of falls der Schieber 58 sich ausreichend nach links bewegt hat,
um die Hochdruckzufuhr leitung 68 über den Ringraum 66 an die
Leitung 64 und den Stellmotor anzuschliessen. Es ist dementsprechend erkenntlich, dass der Schieber 58 sich schnell in Richtung
zur Oeffnung der Ablassventile bewegt und langsam in der Richtung zum Schliessen der Ablassventile zurückkehrt/infolge der kombinierten
Wirkung der festen Drossel 90 und des Rückschlagventiles 94.
• FaILs man z,B. annimmt, dass ein Verdichterpumpen bevorsteht.wodurch
eine schnelle Abnahme des Verdichterenddruckes bedingt wäre, so wird die Luft infolge der festen laminaren Drossel 32
wesentlich schneller aus der Kammer 26 als aus der Kammer 24 abgesaugt. Diese Druckänderung bewirkt einen Druckabfall über
der Membran 2O7WOdUrCh dieselbe sich nach oben bewegt und der Arm
34 im Uhrzeigersinn dreht. Falls das Signal stark genug ist;so
bewegt sich der Arm 34 nach unten gegen die Kraft der Feder 48 und öffnet dadurch die Düse 40. Diese Oeffnung der Düse 40 bewirkt
eine Strömungszunähme in der Leitung 42 und dementsprechend eine
Zunahme des Druckabfalles an der festen Drossel 8O7WOdUrCh wieder
ein Druckabfall in der Leitung 82 und dementsprechend in<fer Kammer
84 bedingt ist. Infolge des Druckabfalles in der Kammer 84 bewegt sich der Schieber 58 nach links und Hochdruckflüssigkeit wird
über die Leitung 68, den Ringraum 66 und die Leitung 64 an den
50
Motor/zum Oeffnen der Ablassventile fji angeschlossen. Da die aus der Kammer 84 abströmende Flüssigkeit um die feste Drossel 90 durch die Nebenschlussleitung 92 und das Rückschlagventil 94 parallel geschaltet ist,· ist die Strömung tatsächlich ungedrosselt, so dass eine hohe Strömungsgeschwindigkeit vorliegt. Das Rückschlagventil 94 ist derart ausgeführt, dass es einen möglichst geringen Druckabfall bewirkt. Es ist demnach erkenntlich, dass ein wesentlicher Abfall des Verdichterenddruckes des Triebwerkes eine möglichst schnelle Oeffnung der Ablassventile 51 mittels des Stellmotors 50 bewirkt. Das Problem liegt darin, ein Schliessen der Ablassventile zu vermeiden bis die Pumpe rs cha inung abgeklungen ist. Falls die Ablassventile zu rasch wieder geschlossen werden, so kann
Motor/zum Oeffnen der Ablassventile fji angeschlossen. Da die aus der Kammer 84 abströmende Flüssigkeit um die feste Drossel 90 durch die Nebenschlussleitung 92 und das Rückschlagventil 94 parallel geschaltet ist,· ist die Strömung tatsächlich ungedrosselt, so dass eine hohe Strömungsgeschwindigkeit vorliegt. Das Rückschlagventil 94 ist derart ausgeführt, dass es einen möglichst geringen Druckabfall bewirkt. Es ist demnach erkenntlich, dass ein wesentlicher Abfall des Verdichterenddruckes des Triebwerkes eine möglichst schnelle Oeffnung der Ablassventile 51 mittels des Stellmotors 50 bewirkt. Das Problem liegt darin, ein Schliessen der Ablassventile zu vermeiden bis die Pumpe rs cha inung abgeklungen ist. Falls die Ablassventile zu rasch wieder geschlossen werden, so kann
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die Pumperscheinung wieder zunehmen; bevor die Ablassventile erneut
geöffnet werden können.
Der Ventilschieber 58 leitet die Druckflüssigkeit sehr schnell
zu dem Stellmotor zum Oeffnen der Ablassventile und der Schieber 58 bewegt sich über seine Nullstellung hinaus^ um kontinuierlich
Hochdruckflüssigkeit zu dem Stellmotor zum Oeffnen der Ablassventile
zu leiten. Falls dementsprechend Druckschwankungen in der Leitung
82 auftreten/so bewegt sich ebenfalls das Schieberventil etwas
hin und her. Es bleibt jedoch immer in einer Stellung, wo es Hochdruckflüssigkeit zu dem Stellmotor 50 leitet/um die Ablassventile
51 in Offenstellung zu halten. Da der Ventilsdhieber 58
sich schnell in einer Richtung und langsam in der anderen Richtung bewegtjhat et das Bestreben^, in der Nä'he der Stellung zu bleiben,
in welcher Hochdruckflüssigkeit zu dem Stellmotor 50 zum Oeffnen
der Ablassventile 51 geleitet wird.
Nachdem die Pumperscheinung abgeklungen ist und der Verdichterenddruck
sich stabilisiert hat,bewegt sich der Ventilschieber 58 langsam zurück zum Schliessen der Ablassventile 51. Die Bemessung
der Drossel 90 und das Mass, um welches der Schieber 58 sich über seine Nullstellung hinaus bewegt bestimmen die Verzögerung sum
Schliessen der Ablassventile.
Aus der obigen Beschreibung ist zu erkennen, dass die erfindungsgemä'sse
Vorrichtung zum Messen des Verdichterpumpens, zum schnellen
Oeffnen der Ablassventile des Triebwerkes zur Beseitigung der Pumperscheinung und zum Offenhalten der Ablassventile für eine
bestimmte Zeitspanne dient;bis die Pumperscheinung abgeklungen
ist. Dies ist deutlicher in den graphischen Darstellungen der Fi-
in
guren 2a, 2b und 2c dargestellt,/Welchen der Kompressorenddruck, die Stellung des Schieberventiles und die Stellung des Stellmotors für die Ablassventile in Abhängigkeit der Zeit aufgezeichnet ist. Die graphische Darstellung der Figur 2a zeigt ein Beispiel;wo eine Pumperscheinung aufgetreten ist# und dementsprechend ist der schnelle Druckabfall des Verdichterenddruckes durch die ausgezogene Kurve A dargestellt. Falls der Druck einen vorbestimmten Wert, z.B. den Punkt B, erreicht so stellt die Fühler vor rieh tu ng zum Messen der
guren 2a, 2b und 2c dargestellt,/Welchen der Kompressorenddruck, die Stellung des Schieberventiles und die Stellung des Stellmotors für die Ablassventile in Abhängigkeit der Zeit aufgezeichnet ist. Die graphische Darstellung der Figur 2a zeigt ein Beispiel;wo eine Pumperscheinung aufgetreten ist# und dementsprechend ist der schnelle Druckabfall des Verdichterenddruckes durch die ausgezogene Kurve A dargestellt. Falls der Druck einen vorbestimmten Wert, z.B. den Punkt B, erreicht so stellt die Fühler vor rieh tu ng zum Messen der
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Pumperscheinung den Stellmotor zum vollständigen Oeffnen der Ablassventile
ein. Nachdem die Pumperscheinung abgeklungen ist und
der Verdichterenddruck sich wieder stabilisiert hat, wie durch
die gestrichelte Linie C angedeutet ist, beginnt das Schiebarventil
sich wieder zurück zubewege η und betätigt dabei den Stellmotor
50 zum Schliessen der Ablassventile 51. Jedoch infolge der Bewegung des Schiebarventiles 58 bis über die Nullstellung hinaus,
(zwischen den Punkten E und G auf der Kurve D) fördert das Schieberventil 58 während seiner Bewegung entlang dem negativen Bereich
der Kurve D weiterhin Hochdruckflüssigkeit zu dem Stellmotor 50
um die Ablassventile für eine vorbestimmte Zeit offen zu halten.
Die Punkte G und H und die Kurve D deuten die Geschwindigkeit der
Bewegung des Schiebers 58 an, welche offensichtlich geringer ist
als die Geschwindigkeit der Oeffnungsbewegung zwischen den Punkten
E und G. Dadurch erreicht man dass die Pumperscheinung vollständig
abgeklungen ist bevor die Schliessbswegung der Ablassventile beginnt. Die Figur 2c zeigt mittels der Kurve K die auf diese
Weise erhaltene Bewegung des Stellmotors für die Ablassventile.
Wie schon oben erwähnt wurde misst die Membran 20 der Fühlervorrichtung
für die Pumperscheinung den Verdichterenddruck und dabei
ist einer Seite der Membran eine Verzögerungskonstante zugeordnet. Diese Verzögerungskonstante wird durch die laminare Drossel 32
und das Volumen an dieser Seite der Membran 20 bewirkt. Man verwendet eine laminare Drossel^a durch diese Drossel die Verzögerungskonstante
steigt, falls der Druck abnimmt. Obschon diesdurch mathematische Ableitung genau bewiesen werden kann; reicht zum Verständnis
der Erfindung die folgende Erklärung aus.
Eine Verzögerungskonstante ist gekennzeichnet durch folgende Formel?
O Dp
wobei V = Volumen
/λ* - Luftviskosität
D = Durchmesser der laminaren Drossel j = Verhältnis der spezifischen Wärmen
P = Druck
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L = Länge der laminaren Drossel.
Die auf eine Flächeneinheit der Membran wirkende Kraft ist:
WS JPs4 oder F = Q~* Ps4
~<T$ + 1 y AD {Gt + lj dt
wobei (T= Volumenverzögerungskons tante
Ps4 = Verdichterenddruck
AD = Membra nf lache
AD = Membra nf lache
Da (/bei geringeren Drücken grosser ist. können dadurch kleinere
Druckä'nderungsgeschwindigkeiten als Pumperscheinung bei kleineren
Druckv/erten gemessen werden, und eine feste Δ P E ins te llung über
der Membran ist kennzeichnend für die Druckerscheinung auf Meeres,
höhe und während dem Flug in grösseren Höhen.
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Claims (4)
- - 11 _
PATENTANSPRUECHE .ll Vorrichtung zur Vermeidung der Pumperscheinung in einem Verdichter, mit einem Fühler zum Messen der Druckabfallrate am Verdichteraus lass, einer Vorrichtung zum Erzeugen eines Steuerdruckes in Abhängigkeit der gemessenen Druckabfallratc, einem auf den Steuerdruck ansprechenden Schieberventil· zur Betätigung eines mit Ablassventilen des Verdichters verbundenen Stellmotors, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerdruck über eine mit einer Drossel (90) versehene Leitung (82) an das Schieberventil (58) angeschlossen ist und dass eine in Richtung zum Ableiten der Druckflüssigkeit vom Schieberventil weg im wesentlichen ungedrosselte Nebenschlussleitung (92) zu der Drossel (90) parallel geschaltet ist. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler (10) eine Membran (20) mit zwei gegenüberliegenden FISchen aufweist, die dem Druck in dem Verdichter ausgesetzt sind, und dass eine laminare Drossel (32) in der Leitung (30) zwischen einer der Membranflä'chen und dem Verdichter vorgesehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rückschlagventil (94) in der ungedrosselten Leitung (92) vorgesehen ist, damit keine Flüssigkeit durch diese Leitung zu dem Schieberventil (58) strömen kann.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Membran (20) gesteuertes Klappenventil (34, 40) vorgesehen ist zur Zuführung und Ableitung der Druckflüssigkeit zu dem Schieberventil (58).409 8-4 77 0 2 69
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|---|---|---|---|
| US05356648 US3809490A (en) | 1973-05-02 | 1973-05-02 | Compressor surge sensor |
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Family Applications (1)
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