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DE240937C - - Google Patents

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Publication number
DE240937C
DE240937C DENDAT240937D DE240937DA DE240937C DE 240937 C DE240937 C DE 240937C DE NDAT240937 D DENDAT240937 D DE NDAT240937D DE 240937D A DE240937D A DE 240937DA DE 240937 C DE240937 C DE 240937C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formate
heating
oxalate
air
alkali metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT240937D
Other languages
English (en)
Publication of DE240937C publication Critical patent/DE240937C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'- M 240937 KLASSE 12 o. GRUPPE
in BASEL, Schweiz.
Wie Merz und Weith (Berichte d. D. ehem. Ges. 15, S. 1507 u. ff.) festgestellt haben, läßt sich Alkalif ormiat durch Erhitzen unter Wasserstoffabspaltung in Oxalat überführen. Aus den in der genannten Abhandlung tabellarisch aufgeführten Versuchsergebnissen ergibt sich jedoch, daß nur beim Arbeiten unter Luftabschluß bzw. im luftverdünnten Raum praktisch in Betracht kommende Ausbeuten an Oxalat erhalten werden könnten, wogegen beim Arbeiten unter Luftzutritt auch bei Einhaltung einer Temperatur von 4200 und möglichst raschem Erhitzen nur etwa 40 Prozent Oxalat entstehen. Was die technische Ausführ bar keit der Merz- und Weithschen Reaktion anbelangt, so hegten diesbezüglich die genannten Autoren selber ernstliche Zweifel (vgl. Berichte 15, S. 1513, Absatz 4). In der Tat ist es bisher auch nicht gelungen, For-
ao miat durch einfaches Erhitzen bei Luftzutritt in technisch befriedigender Ausbeute in Oxalat überzuführen, obgleich es an einschlägigen Versuchen hierzu nicht gefehlt hat (vgl. die Angaben der Patentschriften 111078, 144150 und 161512). Um die der technischen Ausführung entgegenstehenden Schwierigkeiten zu beheben, sind vielmehr eine Reihe Abänderungen vorgeschlagen worden, welche zumeist darauf hinauslaufen, die Erhitzung des Formiats unter Zusatz von anderen Verbindungen, wie Alkalikarbonat, Oxalat, Ätzalkali usw., mit oder ohne Abschluß der Luft zu bewerkstelligen. ■ .
Es wurde nun gefunden, daß alle diese Zusätze ebenso wie die Ausschaltung der Luft nicht erforderlich sind, indem sich auch reines, völlig alkalifreies Formiat in höchst einfacher Weise und nahezu quantitativ in Oxalat überführen läßt dadurch, daß man das Formiat nach und nach in ein Schmelzgefäß einträgt, welches ' auf eine 4400 C. weit übersteigende Temperatur, z. B. 520 bis 5700, vorgeheizt war, und dafür Sorge trägt, daß diese Temperatur des Reaktionsgefäßes während der Dauer des Eintragens von Formiat erhalten bleibt. Bei dieser Versuchsanordnung werden auch unter Verwendung von ätzalkalifreiem Formiat 85 bis 90 Prozent der Theorie an Oxalat erzielt, also etwa 45 bis 50 Prozent mehr als Merz und Weith bei ihren besten Versuchen je erhalten hatten (vgl. Berichte d. D. ehem. Ges. 15, Versuch 9 auf S. 1510 und Versuch 4 auf S. 1511). Die Erzielung eines derartig günstigen Ergebnisses muß aber gerade im Hinblick auf die verschiedenen, in der Patentliteratur enthaltenen Angaben als überraschend bezeichnet werden.
Das Verfahren wird durch folgendes Beispiel erläutert:
Eine eiserne, in einem Metallbad sitzende und mit Rührvorrichtung versehene Heizpfanne wird auf etwa 550 bis 5700 geheizt und hierauf das Formiat aus einem automatisch wirkenden Schütttrichter langsam eingetragen. Die Menge des in einer Operation zu verarbeitenden Formiats richtet sich selbstredend
nach der Größe der Heizpfanne. Zweckmäßig verwendet man auf den Quadratmeter Heizfläche 150 bis 200 kg Formiat. Die Geschwindigkeit des Formiatzulaufs wird so geregelt, daß die Temperatur des Schmelzgefäßes stets über 400° erhalten werden kann. Die Umwandlung in Oxalat erfolgt sehr rasch und ist schon nach 15 bis 30 Minuten beendet. Das in Form eines leichten Pulvers erhaltene
ίο Oxalat kann dem Apparat (entgegen der Arbeitsweise im luftverdünnten Räume) behufs weiterer Verarbeitung ohne weiteres entnommen werden. ■ ■ ■ Wie leicht ersichtlich, weist das vorliegende Verfahren gegenüber den bekannten Verfahren zur Darstellung von Oxalat den Vorteil auf, daß man dem Formiat keine Beimengungen zuzufügen und auch nicht unter Luftabschluß zu arbeiten braucht. Beimengungen bilden einen unnützen Ballast für die Reaktionsmasse; die Herstellung eines luftverdünnten Raumes aber verursacht beim Arbeiten in großem Maßstabe erhebliche technische Schwierigkeiten, zumal wenn, wie im vorliegenden Falle, bei der Reaktion fortgesetzt ein Gas freigemacht wird. ·
Statt der im Beispiel genannten Heizpfanne können selbstverständlich auch andere zu gedachtem Zweck geeignete Apparate, wie z. B. geheizte rotierende Trommeln mit oder ohne Rührwerk u. dgl., verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Alkalioxalaten aus Alkaliformiaten durch Erhitzen, darin bestehend, daß man das Alkaliformiat in ein auf hohe Temperatur vorgeheiztes Schmelzgefäß einträgt, wobei das Eintragen des Formiats sowie die Heizung in der Weise geregelt wird, daß die Temperatur des Schmelzgefäßes während der ganzen Dauer der Reaktion stets oberhalb 4000 erhalten bleibt.
DENDAT240937D Active DE240937C (de)

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