DE240560C - - Google Patents
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Description
Sitten »(Ejemplat
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240560 KLASSE 21/. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Glühlampen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1908 ab.
Die Glühfaden, welche unter Zuhilfenahme organischer Substanzen gespritzt werden, wie
z. B. Kohlenfäden oder auch ein Teil der neuerdings verwendeten Wolframfäden, enthalten
selbst nach dem Karbonisieren, d. h. nachdem sie im Ofen geglüht worden sind, noch beträchtliche Mengen von Kohlenwasserstoffen,
welche beim Brennen der Lampen τ entweichen und dann zu Störungen Veranlassung
geben. Um die Kohlenwasserstoffe aus den Kohlenfäden zu beseitigen, ist vorgeschlagen
worden, daß die Glühfäden im elektrischen Ofen geglüht werden, jedoch ist
dieses nur im allergrößten Maßstabe möglich und daher auch verhältnismäßig teuer auszuführen.
Ferner ist vorgeschlagen worden, die Metallfäden in Stickstoff oder Ammoniakgas zu glühen. Dieses Verfahren wirkt aber nur
bei den Metallfäden, während die Kohlenfäden bei diesem Vorgange zerstört werden
würden. Ferner hat das Ammoniakgas oder Stickstoff gas den Nachteil, ein verhältnismäßig
guter Leiter der Elektrizität zu sein, so daß immer nur Fäden von niedriger Spannung in
diesen Gasen geglüht werden können. Es müssen also die Fäden der Metallfadenlampen
immer einzeln geglüht werden, während im nachfolgend beschriebenen Verfahren es möglich
ist, die sämtlichen Fäden einer Lampe auf einmal zu glühen.
Dieses neue Verfahren beruht darauf, daß die Fäden nach ihrer Karbonisierung in Phosphortrichlorid
oder Phosphortribromid geglüht werden.
Dieses Verfahren ist nicht mit dem bekannten Malignianiverfahren zu. verwechseln.
von H2 0
Dieses letztere bezweckt, lediglich die Luftreste aus den Lampen zu entfernen. Die
Kohlenwasserstoffe aber, welche in den Fäden sich befinden, werden von dem Phosphor
nicht ausgelaugt, da der Phosphor sich mit Wasserstoff nur durch Hinzutritt
verbindet.
verbindet.
Anders wirken die zusammengesetzten Halogengase. Diese zersetzen in dem warmen Zustände
begierig Kohlenwasserstoffe, so daß die in den Fäden sich befindlichen Kohlenwasserstoffe
schnell beim Glühen zerstört werden.
Es ist wichtig, daß bei diesem Vorgange so viel Gas in die Glasglocke gelassen wird,
daß auf keinen Fall während des Prozesses ein gasleerer Raum entstehen kann.
Bei Anwendung von Kohlenfäden ist es vorteilhaft, diesen Prozeß vor der Präparatur
auszuführen, da die Kohlenwasserstoffe sich so leichter aus den Fäden entfernen lassen,
als wenn durch die Präparatur die Poren der Fäden teilweise zugesetzt sind.
Man kann das Verfahren auch mit dem Pumpenprozeß verbinden, indem man die
Lampen zuerst gut evakuiert, alsdann in dieselben das Gas im Überschuß hineinläßt,
worauf die Fäden geglüht werden. Hiernach müssen die im Überschuß in der Lampe sich
befindlichen Gase wiederum abgesaugt werden. Es darf aber in diesem Falle, vor
allem, wenn in den Lampen unedle Metalle verwendet sind, nicht allzuviel Gas in die
Lampen hineingelassen werden, da sonst ein undurchsichtiger Niederschlag auf der Glaswand
entstehen würde. Dieser Niederschlag scheint aus Halogenverbindungen der unedlen
Metalle zu bestehen und lä!3t sich nicht durch
Erwärmen, sondern lediglich durch Wasser aus den Lampen wieder entfernen.
Infolge der sehr schlechten elektrischen Leitfähigkeit der genannten zusammengesetzten
Halogerigase ist es möglich, auf 220 Volt Lampen in den Gasen hellweiß zu glühen,
ohne daß ein Überschlagen des Stromes von einem Pol zum anderen auftreten würde.
Da das Chlorid von kräftigerer Wirkung ist als das Bromid, so ist das Chlorid vorzuziehen. Freie Halogengase lassen sich für
Da das Chlorid von kräftigerer Wirkung ist als das Bromid, so ist das Chlorid vorzuziehen. Freie Halogengase lassen sich für
·. diesen Prozeß nicht anwenden, da sie einmal bessere Leiter der Elektrizität sind und anderseits
in kurzer Zeit die Metallteile der Pumpen zerstören, während die zusammengesetzten,
oben genannten Halogengase in kaltem Zustande eine Zerstörung der Metallteile
der Pumpen nicht bewirken; auch bleibt das Öl lange Zeit verwendbar.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :·Verfahren zur Herstellung von Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühfäden nach ihrer Karbonisierung in-Phosphortrichlorid oder Phosphortribromid geglüht werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240560C true DE240560C (de) |
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ID=499918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240560D Active DE240560C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240560C (de) |
-
0
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