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DE216903C - - Google Patents

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Publication number
DE216903C
DE216903C DENDAT216903D DE216903DA DE216903C DE 216903 C DE216903 C DE 216903C DE NDAT216903 D DENDAT216903 D DE NDAT216903D DE 216903D A DE216903D A DE 216903DA DE 216903 C DE216903 C DE 216903C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molybdenum
tungsten
threads
dioxide
carbon
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT216903D
Other languages
English (en)
Publication of DE216903C publication Critical patent/DE216903C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - M 216903 -.-KLASSE 21/. GRUPPE
JOHANN LUX in WIEN.
für elektrische Glühlampen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1905 ab.
Man hat schon öfter vorgeschlagen, statt Osmium für Glühlampenfäden andere schwer schmelzbare Metalle zu verwenden, insbesondere war es Lodyguine, der Chrom, Wolfram und Molybdän als dazu geeignet genannt hat. Es sind auch bereits Versuche für die praktische Verwendung dieser Ideen gemacht worden, aber kein Verfahren stand bisher zur Verfügung, .um einfach, schnell und sicher
ίο Fäden bzw. Drähte für elektrische Glühlampen aus Wolfram oder aus Molybdän herstellen zu können.
Es wurde.auch bereits vorgeschlagen, Wolfram- oder Molybdänverbindungen mit organischen Bindemitteln — mit Kohlenstoffgehalt im Überschuß — für die Herstellung solcher Fäden zu benutzen; dabei bildeten sich jedoch im Verlaufe des Verfahrens Fäden aus Wolfram oder Molybdän und aus Kohlenstoff, also Metallkarbidfäden, welche zwecks Entfernung des Kohlenstoffes in einem Strom von Wasserdampf und Wasserstoff geglüht werden mußten. Nun ist aber schon durch R i c h e bekannt geworden, daß glühendes Wolfram in Gegenwart von oxydierenden Gasen, wie Wasserdampf, sehr schnell zu einem Gemenge von Wolframsäure und blauem Oxyd oxydiert wird,
. und auch Patentwerber hat gefunden, daß bei derartigem Glühen der Wolframfäden in Gegenwart oxydierender Gase diese Fäden sehr stark angegriffen werden und leicht durchbrennen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Herstellung von rein metallischen Fäden öder Drähten aus Wolfram und aus Molybdän für elektrische Glühlampen, durch welches Verfahren die Nachteile und Umständlichkeiten der bekannten Verfahren (Denitrieren, Glühen im Wasserdampf- und Wasserstoffstrome und Egalisieren der Fäden) gänzlich beseitigt sind' und eine einfache und rasche Herstellung der Metallfäden gesichert ist.
Um nach vorliegender Erfindung Glühfaden aus metallischem Wolfram oder Molybdän herzustellen, wird wie folgt vorgegangen: Man stößt eine bestimmte Sauerstoffverbindung dieser Metalle, und zwar für Wolfram das Wolframdioxyd und bzw. für Molybdän das Molybdänsesquioxyd mit organischen Bindemitteln, wie ammoniakalischer Kaseinlösung, Hausenblaselösung oder Lävulose, Gummi usw.,. zu einer plastischen, knetbaren Masse an und preßt daraus Fäden. Die gepreßten Fäden werden getrocknet und unter Luftabschluß einer trockenen Destillation unterworfen, wobei der Kohlenstoffgehalt des zugesetzten Bindemittels in Kohlenoxyd oder Kohlensäure umgewandelt und die verwendete Sauerstoffverbindung des betreffenden Metalls reduziert wird, so daß der bereits nach dem Karbonisieren erhaltene Faden zum größten Teile ein reiner Metallfaden ist.
Die so erhaltenen Fäden werden sodann zwecks vollständiger Reduktion des eventuell ■ in ihnen noch vorhandenen Oxydes und zum Zwecke der Sinterung unter Luftabschluß durch
hindurchgeschickten elektrischen Strom geglüht. Dieses Verfahren setzt voraus, die Menge des Bindemittels so zu wählen, daß der darin enthaltene Kohlenstoff von dem Sauerstoff des betreffenden Oxydes zum größten Teile oder vollständig in Kohlenoxyd oder Kohlensäure umgewandelt wird. Falls der Faden noch unverändertes Dioxyd enthält, so wird dieses infolge von Elektrolyse gespalten.
ίο Läßt man diese Maßregel, außer acht, d. i. mengt man Wolframdioxyd mit einem Überschuß von Kohlenstoff, so resultiert ein Metall — Metallkarbidfaden —, der einen viel höheren . Leitungswiderstand besitzt als der reine Metallfaden und beim Glühen infolge elektrolytischer Dissoziation Kohlenstoff abstößt. Der zerstäubte Kohlenstoff lagert sich dann auf der Glaswand des Fadenbehälters ab und absorbiert eine große Menge des ausgestrahlten Lichtes, wodurch die Ökonomie der Lampe beträchtlich sinkt.
Unterbricht man nach der oben beschriebenen Operation den elektrischen Strom, so sieht man, daß die Fadenoberfläche metallisch glänzend geworden ist und ebenso wie die Bruchstellen solcher Fäden eine kristallinische Struktur aufweist; auch die chemische Analyse bestätigt, daß reines Metall vorliegt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ; \0
    Verfahren zur Herstellung von Glühfaden aus Wolfram- oder aus Molybdänmetall für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Wolfram Wölframdioxyd und bei Molybdän ■ das Molybdänsesquioxyd mit ammoniakalischer Kaseinlösung, Hausenblaselösung, Lävulose usw. (deren Maximalkohlenstoffgehalt durch
    ■ den Sauerstoff des Oxydes vollständig in Kohlenoxyd oder Kohlensäure übergeführt werden kann) zu einer plastischen Masse verarbeitet, daraus Fäden, preßt, diese . unter Zerstörung der bindenden Substanz karbonisiert und die erhaltenen, größten-
    ■ teils schon metallischen Fäden: zwecks Sinterung und Elektrolyse der eventuell noch vorhandenen Sauerstoffverbindung in einer reduzierenden, indifferenten Gasatmosphäre j oder im Vakuum mittels elektrischen Stromes glüht, wobei ein reiner Metallfaden 50! mit kristallinischer Struktur das Endpro-
    . dukt bildet. · :
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