DE2405362A1 - Zusammengesetzter ankerkern fuer dynamoelektrische maschine - Google Patents
Zusammengesetzter ankerkern fuer dynamoelektrische maschineInfo
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Description
Zusammengesetzter Ankerkern für dynamoelektrische Maschine
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf lameliierte Ankerkernkonstruktionen
für große dynamoelektrische Maschinen, wie beispielsweise zweipolige Turbinengeneratoren mit Umdrehungszahlen
von 3 600 U/min.
Es ist bekannt, daß der Ankerkern eines Generators in radialer Richtung mit einer Frequenz schwingt, die doppelt so groß ist
wie die Drehgeschwindigkeit des zweipoligen Feldrotors. Deshalb
bringt das Magnetfeld des Rotors eine Verformung des Stators in eine elliptische Form mit sich, die synchron mit dem Rotor umläuft.
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Eine vollständige Erläuterung dieser Erscheinung ist in einem Artikel mit dem Titel "Suppression of Magnetic Vibration and
Noise of Two-Pole Turbine Generators" von A.L. Penniman, Jr. und H.D.- Tayler, American Institute of Electrical Engineers Transactions,
Band βθ, 1.941 (AIEE Paper 41-39) beschrieben, der hier.-mit
in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.
Die Amplitude der radialen Auslenkungen hat einen signifikanten Einfluß auf den Aufbau des Generators und beeinflußt die Halterungsart
des Kernes in seinem Rahmen durch Federbefestigungen oder andere Mittel. Radiale Auslenkungen können dadurch auf ein
Minimum herabgesetzt werden, daß die radiale Tiefe der Stanzteile
vergrößert werden, wodurch der Gesamtdurchmesser des Kernes
vergrößert wird. Dies trägt jedoch zu den Kosten des Generators bei und ruft auch Transportprobleme bei großen Maschinen hervor.
Es ist weiterhin bekannt, daß die radialen Schwingungsauslenkungen
in der Mitte der dynamoelektrischen Maschine größer sind als an den Enden. Somit würde eine Vorrichtung zur'Verkleinerung des
gesamten Kerndurchmessers, die keine entsprechende Vergrößerung der Vibrationsauslenkungen am Mittelabschnitt des Kernes herbeiführt,
signifikante Aufbauvorteile und Kostenersparnisse gestatten.
Es ist weiterhin bekannt, daß die Stanzbleche oder Lamellen des Ankerkernes einer dynamoelektrischen Maschine aus nicht orientiertem
Material oder sogenanntem kornorientiertem Material hergestellt sein können. Das letztgenannte Material hat einen
größeren Vorzug für den Magnetfluß in der einen Richtung als in einer dazu senkrechten Richtung. Eine dynamoelektrische Maschine
wird unter Verwendung des teureren kornorientierten Materials gebaut, wenn der optimale Aufbau so ist, daß die elektromagnetischen
AusIegungsgrenzen erreicht werden, bevor die mechanischen
AusIegungsgrenzen hinsichtlich der Vibrationsbwegung erreicht
werden.
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Demzufolge ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
verbesserten Ankerkernaufbau für eine dynamoelektrische Maschine
zu schaffen, der eine Verkleinerung des gesamten Kerndurchmessers gestattet, wo mechanische Grenzen aber nicht magnetische Grenzen
erreicht werden, ohne.daß eine entsprechende bzw. gleich große Erhöhung der Amplitude der radialen Schwingungsauslenkungen am
Mittelabschnitt des Kernes hervorgerufen wird.
Diese Aufgabe wird, kurz gesagt, erfindungsgemäß durch einen
lamellierten Kern einer dynamoelektrischen Maschine gelöst, der nicht orientiertes Material an seinem Mittelabschnitt und
kornorientiertes Material an seinen Endabschnitten aufweist. Gemäß der Erfindung werden auch Übergangsabschnitte vorgeschlagen,
die gemischte oder verschachtelte Lamellen aus kornorientiertem und nicht orientiertem Material aufweisen.
Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen anhand
der folgenden Beschreibung und der Zeichnung eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Figur ist ein vereinfachter Querschnitt eines zweipoligen Turbinengenerators.
Ein Generator 1 weist einen Rotor 2 auf, der mit einer Feldwicklung
versehen und in einem Rahmen 3 drehbar angebracht ist. Ein feststehender Ankerkern 4 ist mit einer Hauptankerwicklung 5
in bekannter Weise in Längsnuten vorgesehen. Normalerweise sind auch geeignete Maßnahmen zur Kühlung mit Gas oder Flüssigkeit
(nicht gezeigt) vorgesehen.
Der Kern 4 ist durch eine von vielen möglichen Anordnungen in dem Rahmen 3 gehalten. Typische Konstruktionen sind in den
US-Patentschriften 2 199 351 oder 2 554 226 beschrieben, die durch diese Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen
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werden. Der Kern H ist in üblicher Weise aus // -förmigen und
miteinander verschachtelten Lamellen oder Stanzstücken 6 gebildet, die zusammen einen zylindrischen Teil bilden und an den
Enden durch schwere Stahlklemmringe oder Plansche 7 zusammengehalten
sind.
Wie in dem eingangs genannten Artikel (AIEE Paper) beschrieben
ist, wirkt der Kern H als wäre er ein Zylinder großer Festigkeit
und Steifheit, unabhängig von dem Rahmen 3, obwohl der Kern aus getrennten Lamellen- bzw. Blechteilen aufgebaut ist.
Diesen Zylinder kann man sich so vorstellen, daß er einen Außendurchmesser D und einen Innendurchmesser D. aufweist, der zwischen
den Unterseiten der Hauptwicklungsnuten gemessen ist. Eine Formel für die Steifigkeit dieses Kernzylinders kann aus bekannten
Formeln zur Berechnung der Steifigkeit eines Ringes gegen elliptische Verformungen wie folgt erhalten werden:
ς -
Darin ist S die Steifigkeit, E der effektive Elastizitätsmodul, I das Trägheitsmoment und R der Radius zur neutralen Achse.
Radiale Auslenkungen mit Amplituden d werden durch das rotierende
Magnetfeld des Rotors 2 hervorgerufen. Dies wird durch eine übertrieben groß dargestellte gestrichelte gekrümmte Linie
angedeutet, die von einer horizontalen Linie abweicht, die die rohe Ruheposition angibt. Die Auslenkungsamplituden d sind an
der Mitte größer als an den Enden des Kerns. Dies liegt an der größeren Steifigkeit der Klemmringe 7 und deren größeren Entfernung
von den Magnetpolen des Rotors. Demzufolge nimmt die Schwingungsamplitude dr bis zu einem Maximum in der Mitte des
Kernes zu, da dies die Stelle ist, die durch den festhaltenden Einfluß der Klemmringe am wenigsten beeinflußt ist.
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Wie sich aus der oben angegebenen Formel für die Steifigkeit ergibt,
ist die Steifigkeit proportional zum Elastizitätsmodul E, der einen Wert von 30 χ 10 für Stahl hat und der für massive
Stahlklemmringe gilt. Andererseits ist der "effektive" Elastizitätsmodul eines lamellierten Kerne's durch verschiedene empirische
Methoden einschließlich Frequenzmessungen ermittelt worden, und es wurde gefunden, daß er etwa 2/3 des Elastizitätsmoduls
für ein massives Stahlteil beträgt.
Gemäß der Erfindung sind die Endabschnitte 8 des Kernes aus kornorientiertem Material hergestellt, während die Hauptlänge
des Mittelabschnittes 9 aus nicht-orientiertem Material aufgebaut ist. Übergangsbereiche 10, die zwischen Abschnitten 8 und 9
auf gegenüberliegenden Enden des Kernes angeordnet sind, sind aus einer Mischung dieser zwei Materialien aufgebaut, indem beispielsweise
Lamellen aus kornorientiertem und nicht-orientiertem Material selektiv verschachtelt oder abwechselnd angeordnet sind.
Es ist an sich bekannt, daß nicht-orientiertes Material einen ■
größeren effektiven Elastizitätsmodul E (und demzufolge größere Steifigkeit) aufweist als ein kornorientiertes Material. Die
Werte für den Elastizitätsmodul E für diese zwei Materialien sind etwas umstritten, und zwar wegen der empirischen Methoden
zu ihrer Ermittlung, aber es besteht allgemein Übereinstimmung, daß nicht-orientiertes Material einen effektiven Modul E besitzt,
der etwa 20 bis 30 % größer ist als der Modul von kornorientiertem Material, wenn es in der lamellierten Kernkonfiguration
vorliegt. Demzufolge wird die Steifigkeit des Mittelabschnittes 9"
des Kernes größer gemacht als die Steifigkeit der Endabschnit.te 8
des Kernes, und die Steifigkeitsänderungen entlang dem Kern können von dem Fachmann auf die gewünschten Werte eingestellt
werden, indem die Längen der Abschnitte 8, 9 und 10 verändert werden.
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Erhöhungen der Steifigkeit haben zwei Einflüsse bei der Verkleinerung
der Schwingungsamplitude. Erstens ist die Amplitude d umgekehrt proportional zur Steifigkeit S für eine statische Auslenkungskraft
. Zweitens wird die natürliche Frequenz f des Kernes als einen schwingenden Teil im Verhältnis zur Quadrat- .
wurzel der Steifigkeit vergrößert, wie es sich aus der folgenden Formel ergibt:
f = K ^UL
n vT
Darin ist K1 eine Konstante und W das Gewicht. Die Schwingungsamplitude d ist proportional zu dem Faktor:
Darin ist f die Frequenz des magnetischen Zuges des Rotors.
Für Werte f größer als f verkleinern Erhöhungen von f (aufgrund von Steifigkeitszunahmen)·diesen Faktor.
Demzufolge haben Vergrößerungen des Moduls E am Mittelabschnitt
des Kernes (Herbeiführung einer größeren Steifigkeit) einen doppelten Effekt bei der Verkleinerung der Schwingungsamplitude
d im Mittelteil des Kernes. Dennoch kann kornorientiertes Material
an den Kernenden verwendet werden, wo ein erhöhtes Flußführungsvermögen
aufgrund des Streuflusses von den Wickelköpfen erforderlich ist. Deshalb kann der Aufbau angepaßt werden, um
die magnetischen Vorteile von kornorientiertem Material an den Enden mit den mechanischen Vorteilen von nicht-orientiertem Material
in der Mitte der Maschine abzustimmen.
Jie Vorteile der dynamoelektrischen Maschine gemäß der Erfindung
können auf zwei Wegen erreicht werden. Erstens können die
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Schwingungsamplituden an der Mitte verkleinert werden, um so gleichförmigere Schwingungsamplitudeη auf der Länge des Kernes
zu erhalten, wodurch Probleme bei der Anbringung des Kernes an dem Rahmen vermindert v/erden. Diese verkleinerte Amplitude in
der Mitte ist in der Zeichnung durch die Bezugszahl 11a angegeben.
Unter der Annahme 3 daß die Magnetflußdichte zulässige Werte behält,
besteht die zxieite Konstruktionsmöglichkeit darin, den
Gesamtdurchmesser einer Maschine zu verkleinern, die vollständig aus kornorientiertem Material aufgebaut ist, wobei nichtorientiertes
Material am Mittelabschnitt gemäß der vorliegenden Erfindung ersetzt wird. Verkleinerungen im Durchmesser verkleinern
den Radius R und demzufolge die Steifigkeit gemäß der vorstehend angegebenen Steifigkeitsformel. Dies führt dazu,
daß die Schwingungsamplituden, auf der gesamten Länge des Kernes zunehmen. Jedoch ermöglicht das Einsetzen von nicht-orientiertem
Material im Mittelabschnitt gemäß der Erfindung dem Entwickler, dann die Steifigkeit im Mittelabschnitt zu vergrößern, um so
die Amplitude dort herabzusetzen. Durch richtigen Ausgleich von verkleinertem Kerndurchmesser und der Verwendung von nicht-orientiertem
Material im Mittelabschnitt braucht die Schwingungsamplitude in der Mitte der neugestalteten Maschine nicht größer
zu sein als ihr Wert vor der Neugestaltung.
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Claims (2)
1. !Dynamoelektrische Maschine mit einem Rotor und einem Stator,
bei der die Rotati'on des Rotors im Stator zu mechanischer Verformung und Schwingung des Stators aufgrund der magnetischen
Wechselwirkung zwischen Magnetpolen des Rotors und des Stators
. führen kann und der Statorkern aus einer Vielzahl lamellierter Teile aus Magnetmaterial aufgebaut ist, die zur Bildung eines
stabilen zylindrischen Körpers mechanisch aneinander befestigt sind, gekennzeichnet durch eine erste
Vielzahl lamellierter Teile an der Mitte (9) der Längsachse des Kernes, die aus Magnetmaterial gebildet sind, das einen
hohen Elastizitätsmodul aber keine magnetische Suszeptibilität mit Vorzugsrichtung aufweist,
eine zweite Vielzahl lamellierter Teile an jedem Ende (8) des
Kernes, die aus Magnetmaterial aufgebaut sind, das einen
kleineren Elastizitätsmodul als die erste Vielzahl lamellierter Teile und eine magnetische Suszeptibilität mit Vorzugsrichtung aufweisen derart, daß
der zusammengesetzte Kern eine hochgradige Beständigkeit gegen mechanische Verformung und Schwingung an seiner Mitte (9) in
Längsrichtung und eine hochgradige richtungsmäßig bevorzugte magnetische Suszeptibilität an seinen entsprechenden Enden (8)
aufweist.
2. Dynamoelektrische Maschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet , daß die erste Vielzahl lamellierter Kernteile (bei 9) aus nicht-kornorientiertem Magnetmaterial
und die zweite Vielzahl lamellierter Kernteile (bei 8) aus kornorientiertem Magnetmaterial gebildet sind.
3· Dynamoelektrische Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß ein Übergangsbereich (10)
zwischen der in der Mitte (9) angeordneten ersten Vielzahl lamellierter Kernteile und der an den Enden (8) angeordneten
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zweiten Vielzahl lamellierter Teile abwechselnd kornorientierte und nicht-orientierte lamellierte Teile aufweist.
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Lee r&eι te
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