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DE2401282A1 - Verfahren zur herstellung einer matte aus lignocellulosefasern - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer matte aus lignocellulosefasern

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Publication number
DE2401282A1
DE2401282A1 DE19742401282 DE2401282A DE2401282A1 DE 2401282 A1 DE2401282 A1 DE 2401282A1 DE 19742401282 DE19742401282 DE 19742401282 DE 2401282 A DE2401282 A DE 2401282A DE 2401282 A1 DE2401282 A1 DE 2401282A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
mat
dry
resin
moisture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742401282
Other languages
English (en)
Inventor
Guy Deriancourt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ISOREL PUTEAUX
Original Assignee
ISOREL PUTEAUX
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ISOREL PUTEAUX filed Critical ISOREL PUTEAUX
Publication of DE2401282A1 publication Critical patent/DE2401282A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/10Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products
    • E04C2/16Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of fibres, chips, vegetable stems, or the like
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

DR. MÜLLER-BORE DlPL.-lNG. GROENING dipl.-CHEM. dr. DEUFEL DIPL.-CHEfo. DR. SCHCN DIPL.-PHYR. HERTEL
D/Hf - J 1127
ISOHEL
Puteaux, Hauts-rde-Seine, Frankreich.
Verfahren zur Herstellung einer Matte aus Ligno-
cellulosefasern
Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Trockenherstellung einer Matte aus Lxngocellulosefasern, die hauptsächlich zur Herstellung von Hartplatten verwendet wird«,
Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Hartplatten auf nassem Wege bekannt. Dieses Verfahren besitzt erhebliche Nachteile, von denen die wichtigsten die Notwendigkeit der Vervrendung einer aufwendigen Vorrichtung, das Erfordernis, das zur Herstellung verwendete Wasser zu rezyklisieren oder zu reinigenj die Durchführung einer Übererhitzungsstufe9 um entsprechende mechanische Eigenschaften der Platte zu erzielen, sowie eine erneute Anfeuchtung sind,," um die Platte in ein Peuchtigkeitsgleichgewicht zu bringen und ihr die
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Dr, Müljer-Bore Dlpl.-Ing. Groening · Dr. Deufel · Dr. Schön - Dipl.-Phys. Hertel
33 Braunschweig, Am Bürgerpark 8 8 München 22, Robert-Koch-Straße 1
Telefon (0531) 7 38 87 Telefon (089) 29 36 45, Telex 5-22 050 mbpat, Kabel: Muebopat München
Bank: Zentralkasse Bayer. Volksbanken München, Kto.-Nr. 9822 - Postscheck: München 954 95 - 802
erforderliche Dimensionsstabilität zu verleihen, und um damit Platten zu erhalten, die solche Dicketoleranzen aufweisen, wie sie basonders wichtig im Falle von dünnen Platten sind, und die auf ihrer Rückseite das Relief der Gewebebahn besitzen, das zu ihrer Herstellung gedient hat.
Es ist ferner ein Trockenverfahren bekannt, bei dessen Ausführung der Einsatz von Wasser zum Transport der Fasern entfällt, die unter Verwendung von Luft oder eines Siebes befördert v/erden. Zur Durchführung dieses Verfahrens v/erden Phenolharze zur Agglomerierung der Fasern eingesetzt. Auf diese Weise entfällt die bei der Durchführung des Naßverfahrens vorzusehende Überhitzungskammer, allerdings sind bei diesem Verfahren eine erhöhte Verpressungstemperatur sowie eine sehr lange Preßdauer in Kauf zu nehmen, was eine Entwässerung der Platte zur Folge hat, so daß die Platte in einer Wiederbefeuchtungskamrrter behandelt werden muß. Die bei diesem Verfahren erhaltenen Platten besitzen zwei glatte Oberflächen. Man stellt jedoch sehr häufig fest, daß die Oberflächen der Platten nicht zusammenhalten. Außerdem bedingen Dickeunregelmäßigkeiten die Notwendigkeit eines Abschleifens, was nicht unerhebliche Materialverluste zur Folge hat und außerdem den Einsatz entsprechender Werkzeuge erfordert.
Bei der Durchführung der beiden vorstehend beschriebenen Verfahren werden diskontinuierliche Verpressungen in Vielstufenpressen durchgeführt, wobei nur ein einziges Plattenformat hergestellt werden kann und erhebliche Abfälle auftreten, wenn die 4 Plattenseiten entsprechend zugeschnitten werden»
Es ist ferner ein Zwischenverfahren bekannt, das als "Halbtrockenverfahren" bezeichnet wird. Dieses Verfahren besitzt jedoch praktisch die gleichen Nachteile wie die zwei anderen beschriebenen Verfahren.
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Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß man Hartplatten (d. h. Platten mit einer Dichte von mehr als 0,850) ohne die vorstehend geschilderten Nachteile herstellen kann, wenn man eine endlose Bahn aus einer Fasermatte verpreßt, die unter vorherbestimmten Bedingungen hergestellt worden ist. Diese Matte eignet sich außerdem für eine Verformung und kann unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen konserviert werden. Das Verpressen eines endlosen Bandes wird bei der Herstellung von Platten aus Einzelteilchen angewendet, bisher wurde es jedoch noch niemals zur Herstellung von Hartplatten aus Lignocellulosefasern ausgeübt.
Erfindungsgemäß wird die Matte, die zur kontinuierlichen Bahn- ■ herstellung bestimmt ist, aus Lignocellulosefasern hergestellt, die mit. einem Aminoplastharz verleimt sind. Es sind bereits Aminoplastharze zum Verleimen von Fasern im Zusammenhang mit der Herstellung von Platten eingesetzt v/orden, die als "Mediumplatten" eingestuft werden, d. h. als Platten mit einer Dichte unterhalb 0,850. Infolge der Reaktivität dieser Harze wurden sie vorzugsweise in Form einer Mischung ihrer Bestandteile, die noch nicht reagiert haben, verwendet. Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden klassische Aminoplastharze eingesetzt. Dies ist deshalb möglich, da die Fasern vor und nach dem Verleimen auf bestimmten Feuchtigkeitsgehalten gehalten werden können. Auf diese Weise wird eine zu starke Vorpolymerisation des Harzes und eine Agglomeration der Fasern, die zu einer unregelmäßigen Ausbildung führen würde, vermieden.
Erfindungsgemäß werden die Fasern, die minimale Staubanteile enthalten r auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 6 bis 16 % gebracht. Sie werden dann mit einem klassischen Aminoplastharz in Gegenwart eines Härtungsmittels in der Weise imprägniert, daß sie 7 bis 17 % des trockenen Harzes, bezogen auf die trockenen Fasern, aufnehmen. Die Feuchtigkeit der verleimten Fasern wird dann auf 8 bis 15 % eingestellt, worauf die Fasern in übli-
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eher Weise auf einem Metallgewebe Form ausgelegt werden.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Matte kann entweder zum Ausformen von einfachen Formen eingesetzt werden, beispielsweise zur Herstellung von_ Platten für Kraftfahrzeugtüren oder für das Innere von Karosserien.oder zur Herstellung von Hartplatten eingesetzt werden, wobei man sich Warmeschne.llpressen bedient, die erhebliche Verarbeitungsgeschwindigkeiten zulassen und ein kontinuierliches Verpressen des Bandes ermöglichen. Beispielsweise kann man die Einstufenplattenpressen oder die beheizbaren Zylinderpressen verwenden, welche in der FR-PS 2 112 581 beschrieben v/erden.
Das zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzte Ausgangsmaterial kann aus Nadel- oder Laubholz jeder Abmessung bestehen, das gegebenenfalls entrindet sein kann. Beispielsweise kann es sich um Abfall- oder Unterholz hauptsächlich auf der Basis von Laubholz handeln, beispielsweise Weißbuchenholz, Buchenholz, oder gegebenenfalls Eichenholz, wobei jedoch im Falle des letzteren die Menge nicht 30 % übersteigen sollte. Das Holz wird nach klassischen Methoden zerkleinert, worauf nach einer Homogenisierung die Feuchtigkeit eingestellt wird. Zu kleine oder zu große Teilchen v/erden entfernt. Die Holzschnitzel werden nach einem Kochen mit Wasserdampf unter einem Druck von 2 bis 12 kg zerfasert, wobei der Druck in Abhängigkeit von der Holzart sowie der eingesetzten Vorrichtung schwankt. Das Kochen hat zum Ziel, den Teilchen eine Feuchtigkeit von 70 bis 100 % zu verleihen und sie weich zu machen. Die Zerfaserung kann in jeder geeigneten Vorrichtung durchgeführt werden, beispielsweise in einem Scheibenrefiner, bei dessen Einsatz sich die Schnitzel zwischen zwei sich in entgegengesetztem Sinne drehenden Scheiben bewegen. Ein derartiger Refiner kann auch in einer solchen Weise ausgelegt sein, daß
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eine Scheibe feststeht und sich die andere dreht. Im Falle von Harthölzern wird heißes Wasser mit einer Temperatur von 50 bis 90 ?C in zwischen 2 und 10 % wechselnden Mengen, bezogen auf das Trockenholz, zugesetzt, um die Faserqualität zu verbessern. Diese Qualität ist sehr wichtig, da keine zu feinen Fasern vorliegen dürfen. Die Fasergröße muß in entsprechender Weise ausgewählt v/erden, damit ein abschließendes Verleimen ohne Zersetzung und ohne Verluste möglich ist. Während der Zerfaserung werden 0,5 bis 3 %, bezogen auf die trockenen Fasern, Paraffinwachse oder Mikroparaffinwachse, geschmolzen oder in Emulsion, zugeführt.
Die erhaltenen Fasern v/erden durch ein Transportieren in heißer Luft getrocknet. Diese Luft wird mittels eines Systems zugeführt, das eine schnelle Steuerung gestattet, beispielsweise mittels eines klassischen Brennstoffgenerators. Die Feuchtigkeit der Fasern wird auf einen Wert zwischen 6 und 16 %, vorzugsweise zwischen 8 und 13 %, eingestellt und auf diesem Wert gehalten, damit die Absorption von Harzen während des Verleimens vermieden wird und eine Steuerung der Feuchtigkeit während der folgenden Stufen möglich ist. Höhere Feuchtigkeitsgehalte können in Grenzen vorgesehen werden, sie erfordern jedoch eine Trocknung oder eine Konzentration, die sehr beschwerlich ist.
Das Verleimen der Fasern kann in jeder geeigneten Vorrichtung durchgeführt werden, beispielsweise in einer Vorrichtung mit sich drehenden Scheiben, wobei weitauseinander stehende Zähne vorgesehen sind. Dabei werden die Fasern in das Zentrum eingeführt, wobei gleichzeitig der Leim unter Druck zugeführt wird. Dieses Verleimen bewirkt in unvermeidbarer Weise eine Herabsetzung der Fasergröße, die überwacht werden kann, damit nicht die Verfilzungsqualität der Fasern in nachteiliger Weise beeinflußt wird.
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Die erfindungsgemäß eingesetzten Harze sind Aminoplastharze, im allgemeinen des Harnstoff/Formaldehyd oder des Harnstoff/Melamin/Formaldehyd-Typs, wenn man Platten herstellen will, die im Freien eingesetzt werden sollen oder an sehr feuchten Stellen zum Einsatz kommen sollen. Diese Aminoplastharze sind klassische Harze, die im Handel erhältich sind. Beispielsweise handelt es sich um 65 %ige Trockenextrakte, die zur 7i.gglomerie~ rung von Teilchen bei der Herstellung von Platten aus Einzelteilchen eingesetzt werden. Vorzugsweise v/erden stark kondensierte Harze mit einem sehr geringen Gehalt an freiem Formal^eny (weniger als 4 %) eingesetzt, die mit Wasser bis zu einer Konzen tration von 30 bis 45 % verdünnbar sind. Der auf die Fasern aufgegebene Leim enthält neben dem Harz die üblichen Bestandteile eines derartigen Leimtyps, d. h. ein geeignetes Härtungsmittel, beispielsweise eine Mischung aus Harnstoff und Zinrnioniuir. Chlorid, einen Polymerisationsverzögerer (Ammoniak oder ein Amin) sowie gegebenenfalls eine Wachsemulsion, wenn man die Qualität der Platten verbessern will.
Die Menge des eingesetzten Leims wird in der Weise berechnet, daß der Gehalt an trockenem Harz, bezogen auf die trockenen Fasern, zwischen 7 und 17 % und vorzugsweise zwischen- 8 und 13 % schwankt.
Die mittels einer Verleimungsvorrichtung verleimten Fasern besitzen Feuchtigkeitsgehalte zv/ischen ungefähr 20 und 30 %. Der Transport der verleimten Fasern erfolgt durch Luft, die eine Neigung zum Trocknen ausübt. Bei einem Gleichgewicht mit Luft mit einer Temperatur von 20 0C und einer relativen Feuchtigkeit von 65 % stellt sich die Feuchtigkeit der verleimten Fasern auf ungefähr 10 bis 12 % ein. Man muß daher die Temperatur sowie die Feuchtigkeit der Luft, die als Träger dient, steuern, und zwar mittels eines Systems, das ein erneutes Aufheizen sowie eine Befeuchtung ermöglicht. Die verleimten Fasern müssen auf
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einen Feuchtigkeitsgehalt von 12 bis 16 %, bezogen auf das Fasermaterial, vor der Faserauslegung gebracht werden.
Die Faserauslegung erfolgt durch Verteilen der Faser, beispielsweise auf einem Metallgewebe, das von unten belüftet wird, wodurch eine Faserschicht gebildet wird, deren Dicke und Dichte gleichmäßig sind. Mehrere Schichten können aufeinanderfolgend unter Verwendung der gleichen Fasern oder mit Fasern mit anderer Fasergröße und anderen Harzgehalten aufgelegt v/erden. Es ist wesentlich, während der Auslegung eine Feuchtigkeit zwischen 8 und 15 % und vorzugsweise zwischen 10 und 13 % aufrechtzuerhalten.
Bei einer, gegebenen Dicke der fertigen Platte ist die Dicke der ausgelegten Matte eine Funktion der Fasergröße sowie der Belüftung unterhalb des Metallgewebes für eine gegebene Feuchtigkeit und einen gegebenen Harzgehalt. Im allgemeinen beträgt die Dicke der Matte das 5- bis 10-fache der Dicke der fertigen Hartplatte.
Die Matte kann als solche verwendet v/erden, wenn sie unmittelbar zur Herstellung einer Platte eingesetzt werden soll, deren Dicke zwischen 1,5 und 4 mm liegt. Will man jedoch die Matte manipulieren, um.unter ihrer Verwendung Verformungen durchführen zu können, oder will man ihre Konservierung während einer Zeitspanne von wenigstens einer Woche gewährleisten, oder will man die Arbeitsweise der Presse bei der Herstellung von Hartplatten mit einer Dicke von 5 bis 8 mm erleichtern, dann ist ein Vorpressen notwendig, das unter Anwendung bekannter Methoden in einer solchen Weise durchgeführt werden kann, daß die Dichte der Matte Vierte zwischen 0,25 und 0,45 annimmt.
Sollte die Matte konserviert werden, dann ist es zweckmäßig, sie mit einem v/asserdampf dich ten Film zu umgeben, damit die
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Feuchtigkeit konserviert wird, wobei außerdem eine Temperatur unterhalb 22 0C aufrechterhalten werden sollte.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Matte kann zum Verformen oder zur Herstellung von Hartplatten in Vorrichtungen eingesetzt werden, welche ein Verpressen eines endlosen Bandes ermöglichen. Es kann sich beispielsweise um eine Vorrichtung mit einem erhitzten Druckzylinder oder um Einstufenschnellpressen handeln. Wenn auch die Verpreßzyklen b.ei den zwei geschilderten Vorrichtungstypen völlig verschieden sind, so kann man dennoch beispielsweise zur Herstellung einer Hartplatte mit einer Dicke von 3 mm und einer Dichte von 0,95 bis 1,0 lineare Metergeschwindigkeiten von 10 bis 15 m pro Minute bei einer Temperatur von 155°C und 15 bis 20 m pro Minute bei einer Temperatur von 180 0C erzielen. Die unter Verwendung eine.s erhitzten Druckzylinders arbeitende Vorrichtung ermöglicht diese Verpreßgeschwindigkeiten. Die Einstufenpressen können in gleicher Weise eingesetzt werden, im allgemeinen ist jedoch ihr Einsatz etwas kritischer und erfordert die Aufrechterhaltung eines Feuchtigkeitsgehaltes, der sich in der Nähe der angegebenen unteren Grenze bewegt.
Wie bereits erwähnt, besitzen die auf diese Weise erhaltenen Platten ausgezeichnete Eigenschaften und weisen nicht mehr die Nachteile auf, welche die nach anderen Verfahren hergestellten Platten zeigen. Sie besitzen insbesondere folgende Eigenschaften:
Eine konstante Dicke mit +0,15 mm, so daß ein Abschleifen entfällt;
eine Feuchtigkeit beim Austreten aus der Presse, die ein erneutes, in üblicher Weise durchgeführtes Befeuchten überflüssig macht;
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zufriedenstellende physikalisch chemische Eigenschaften, die keine abschließende Behandlung erfordern, wie beispielsweise ein Überhitzen.
Außerdem v/erden noch folgende Vorteile erzielt:
Die erfindungsgemäßen Produkte fallen in Form eines endlosen Bandes an, so daß jedes von dem Kunden gewünschte Format sofort abgeschnitten werden kann, wodurch erhebliche Materialeinsparungen erzielt v/erden, wie sie dann in Kauf genommen werden müssen, wenn von den Abnehmern Formate verlangt werden, die von dem Fabrikationsformat verschieden sind.
Ferner müssen erfindungsgemäß, da ein endloses Band erzeugt wird, nur dessen beiden Seitenränder beschnitten werden, während im FaJ-Ie von diskontinuierlich hergestellten Einzelplatten jeweils deren vier Ränder einer Zuschheidung bedürfen, so daß erfindungsgeiaäß die Abfallmenge geringer ist.
Die Plastizität der Platten vor dem Abkühlen ermöglicht eine Verformung in Längsrichtung, so daß ein welliges Aussehen etc. erzielt werden kann.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung, ohne sie zu beschränken .
Beispiel
Als Ausgangsmaterial werden Schnitzel verwendet, die sich aus folgender Mischung zusammensetzen:
Weißbuche 4O
Buche 45
Eiche 15
Die Schnitzel enthalten 47 % Wasser. Die Größenverteilung ist wie folgt:
zurückgehalten auf einem Sieb mit
Durchgang durch ein Sieb mit 409833/0677
3 cm: 1
2 cm: 18
1 cm: 54
O,5 cm: 24
0,5 cm: 3
- ιυ -
Diese Schnitzel werden während einer Zeitspanne von 5 Minuten unter einem Dampfdruck von 7 Bar gekocht. Anschließend enthalten sie 8O % Wasser. Sie werden in einer Vorrichtung zerfasert, die aus zwei sich entgegengesetzt drehenden Scheiben besteht. Dabei werden 5 % Wasser mit einer Temperatur von 5O 0C und 2 % eines geschmolzenen Harzes, bezogen auf die trockenen Schnitzel, zugeführt. Wach einem Trocknen enthalten die Fasern 10 bis 12 % Wasser. Sie besitzen folgende Größenverteilung:
zurückgehalten auf einem Sieb mit Durchgang durch ein Sieb mit
Der zum Verleimen eingesetzte Sirup enthält folgende Bestandteile:
100 kg eines im Handel erhältlichen Harnstoff/Formaldehyd-Harzes mit 65 % Trockenextrakt und wenigstens 0,4 % freiem Formaldehyd;.
32,1 kg eines Härtungsmittels (3,1 % Trockenextrakt). Dieses Härtungsmittel besitzt folgende Zusammensetzung:
0,8 mm: mm: 45
0,63 mm: mm: 31
0,315 16
0,315 8
Wasser: 100 kg
Harnstoff: 2 ,6 kg
NH.C1: 0 ,650 kg
wäßrige Ammoniaklösung
mit einer Dichte von O,923 1,300 kg
18,1 kg einer Wachsemulsion (30 % Trockenextrakt) mit einer Viskosität bei 2O 0C vom 0,24 Poise.
Es wird eine solche Harzmenge zugeführt, daß 12 % des trockenen · Harzes, bezogen auf die trockenen Fasern, vorliegen.
Zum Trocknen nach dem Verleimen wird Trockenluft zugeführt, welche, gemessen mittels eines Psychrometers eine Trockenthermometertemperatur von 19 ° und eine Feuchtthermometerternperatur von 12,5 C besitzt (vergl. Ulimann, Encyklopädie der technischen Chemie, Band 2/2, 3. Auflage, Seite 55 - 56).
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Die verleimten Fasern besitzen vor dem Auslegen einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 12 und 15 %. Ihre Größenverteilung ist wie folgt:
zurückgehalten auf einem Sieb mit 0,8 mm: 26 %
0,63 mm: 36 %
0,315 mm: 26 %
Durchgang durch ein Sieb mit ' 0,315 mm: 12 %
Die Fasern werden zur Herstellung einer Platte mit einer Dicke von 2,8 bis 3 mrn ausgelegt. Zu diesem Zweck wird eine Matte mit einer Höhe in nicht verpreßtem Zustand von 2O bis 22 κι*, aufgelegt, die in vorverpreßtem Zustand eine Höhe von 7 bis IO mm aufweist und einen Wassergehalt von 10 bis 12 % besitzt.
Diese Matte wird während einer Zeitspanne von 6 Tagen zwischen 7 und 20 °C aufbewahrt. Ein Teil der Matte dient zur Herstellung einer Hartplatte in einer heizbaren Zylinderpresse, die mit einer Produktionsgeschwindigkeit von IO bis 12 m pro Minute arbeitet. Die Länge der Matte, die sich in Kontakt mit dem erhitzten Zylinder befindet, beträgt 6,8 m. Dabei wird eine Temperatur von 155 °C eingehalten. Ein anderer Teil der Matte wird unter Druck in einer Einstufenpresse verpreßt, wobei die untere Platte fixiert und die obere Platte beweglich ist. Die Arbeitstemperatur beträgt 180 0C. Die Verweilzeit wird auf 5 Sekunden eingestellt. Es dauert 3 Sekunden, um einen Druck von 28 bis 32 Bar einzustellen, der während einer Zeitspanne von 10 Sekunden aufrechterhalten wird. Bis sich ein Druck von 4 Bar eingestellt hat, vergehen 4 Sekunden, anschließend wird während einer Zeitspanne von 7 Sekunden bei 4 Bar gehärtet. Die Dauer der Öffnung beträgt 5 Sekunden.
Beim Austreten aus der Presse beträgt die Restfeuchtigkeit 5 bis 7 %. Nach einer Klimatisierung unter einer relativen Feuchtigkeit
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von 65 % bei 20 0C stellt sich das Gleichgewicht auf 7,5 bis 8,5· % ein.
Unter den gleichen Bedingungen wird eine Platte mit einer Dicke von 5,9 mm hergestellt, und zwar durch Aufeinanderlegung von 2 Matten, die zur Herstellung einer Platte mit einer Dicke von 3 mm bestimmt sind.
Die erhaltenen Platten besitzen folgende Eigenschaften, die nach den AFNOR-Normen gemessen werden:
Dicke 3 mm 5,9 mm
Dichte (NF B 51 122 (Dez. 1971)) 0,957 0,943
Biegung,kg/cm2 (NF B 51 107
vom September 1961) 520 490
senkrechte Zugbeanspruchungen, die an den beiden Flächen angreifen, kg/cm2 (NF B 51 106 vom April 1961) 20 17
"Peeling" (1) bei 180 °C an den Flächen, kg/cm 1,4 1,2
(1) Der Versuch besteht darin, die Zugkraft zu ermitteln, die erforderlich ist, ein Abreißen eines Gewebes von der Plattenoberfläche zu bewirken, das mit einem Leim auf der Basis von Polyvinylacetat angeleimt worden ist.
Die Platten, die während einer Zeitspanne von 24 Stunden in Wasser mit einer Temperatur von 20 0C eingetaucht worden sind (NF B 51 104 vom April 1961) besitzen folgende Eigenschaften:
Wasserabsorption, % 26 bis 32 14 bis 16 Aufblähung, % 16 bis 19 6 bis 9
Dimensionsveränderung, % 0,54-0,59 0,28-0,32
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Claims (8)

  1. Patentansprüche
    .) Verfahren zur kontinuierlichen Trockenherstellung einer Matte aus Lignocellulosefasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern, die einen Feuchtigkeitsgehalt von 6 bis 12 % besitzen, mit einem Aminoplastharz verleimt werden, worauf die Feuchtigkeit in der Matte auf 8 bis 15 % eingestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aminoplastharz in einer solchen Menge verwendet wird, daß 7 bis 17 %, ausgedrückt als trockenes Harz, bezogen auf die trockenen Fasern, vorliegen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eingesetzte Aiminoplastharz ein Harnstoff/Form aldehyd-Harz ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    das eingesetzte Aminoplastharz ein Harnstoff/Melamin/Form a dehyd-Harz ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern einen Feuchtigkeitsgehalt von vorzugsweise bis 13 % vor dem Verleimen besitzen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuchtigkeitsgehalt in der Matte auf 8 bis 13 % eingestellt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ahiinoplastharz in einer solchen Menge eingesetzt wird,
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    das 8 bis 13 % des trockenen Harzes, bezogen auf die trockenen Fasern, vorliegen.
  8. 8. Vervrendung der nach einem, der Ansprüche 1 bis 7 hergestellten Matten zur kontinuierlichen Herstellung von Hartplatten unter Verwendung von Vorrichtungen, die ein kontinuierliches Vorpressen einer Bahn gestatten, insbesondere unter Verwendung einer heizbaren Zylinderpresse oder einer Einstufenschnellpresse.
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DE19742401282 1973-01-12 1974-01-11 Verfahren zur herstellung einer matte aus lignocellulosefasern Pending DE2401282A1 (de)

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BE806017A (fr) 1974-04-12
NL7400377A (de) 1974-07-16
BR7309664D0 (pt) 1974-09-24
IT997739B (it) 1975-12-30
FR2213963A1 (en) 1974-08-09

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