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Sicherheitseinrichtung für Gabelstapler Die Erfindung betrifft eine
Sicherheitseinrichtung für Gabelstapler mit neigbarem Hubmast nach Patent .
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tPat.Anm. P 23 38 098,5). Zweck dieser Einrichtung ist es, bei Überlast
oder bei mit zu großem Schwerpunktabstand aufgenommener Last den Fahrantrieb des
Gabelstaplers, sei es eines sogenannten Stirnstaplers oder eines Seitenstaplers
abzuschalten, um Unfälle zu vermeiden.
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Gemaß dem Hauptpatent erfolgt die Abschaltung des Fahrantriebes für
den Gabelstapler über einen an den Druckraum der eiepresse des Hubmastes angeschlossenen
Druckmelder, der unter Zwischenschaltung hydraulischer und elektromagnetischer Mittel
die Fahrkupplung beeinflußt.
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Da durch die Reibung der Dichtmanschetten des Kolbens und der Kolbensztange
der Neigepressen, durch nicht kontrollierbare Druckstöße im Druckraum der Neigepressen
infolge mechanischer Einflüsse oder durch wechselnde Strömungswiderstände bei verschiedenen
Arbeitsgeschwindigkeiten Ungenauigkeiten am Druckmelder vorkommen können, erfüllt
die Sicherungseinrichtung gemäß dem Hauptpatent nicht immer die gestellten Forderungen.
Außerdem ist beim mechanischen Anschlag der Neigepressen in der voll nach vorne
gekippten Stellung des Hubmastes eine zusätzliche Einrichtung für die Wirksamkeit
der Sicherheitseinrichtung notwendig.
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Der Weiterentwicklung der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Sicherheitseinrichtung für Gabelstapler gemäß dem Hauptpatent weiter zu verbessern.
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, da?? in die lastabhängigen
Teile der Neigevorrichtung für den Hubmast Wießeinrichtungen eingebaut werden, die
bei Uberlast oder bei mit zu großem Schwerpunktsabstand aufgenommener Last den Fahrantrieb
des Gabelstaplers abschalten. Die Meßeinrichtungen stehen mit einem Signalverstärker
und einem Grenzwertschalter in Verbindung, welche die empfangenen und verstcirkten
signale der Meßeinrichtungen an ein den Fahrantrieb des Gabelstaplers beeinflussendes
hydromagnetisches Schaltventil weiterleit-en.
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Im Einzelnen können die Meßeinrichtungen verschieden gestaltet und
ausgebildet sein. So weist z.B. die leigepresse des Hubmastes einen vom Pressenrau-lm
getrennten Neßraum auf, in welchem eine mit der Fressenbefestigung am Gabelstaplerrahmen
verbundene Meßeinrichtung, wie z.B. eine als Balg ausgebildete membran angeordnet
ist.
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Bei einer anderen Ausführungsform wird in die Kolbenstange der heigepresse
eine Kraftmeßdose eingebaut.
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Schließlich werden sogenannte DehnungsmeRstreifen auf durch Zug, Druck
oder Biegung besonders beansnruchten Konstruktionsteilen aufgebracht, die bei Längung
oder Verkürzung eine bestimmte änderung ihres elektrischen Wertes erfahren. Solche
Dehnungsmeßstreifen werden gemäß der Erfindung an der Kolbenstange der ~eigesresse,
an einer Zugstange der teigepresse, welche diese mit dem Gabelstaplerrahnen verbindet,
oder an den auf Zug und/oder Biegung beanspruchten Teilen der Lastabeln des Hubschlittens
angebracht. - Die Dehnungsmeßstreifen messen kontinuierlich die Längenänderungen
der Konstruktionsteile, auf denen sie angebracht sind. Die Umwandlung
in
ein sprunghaftes Signal beim Überschreiten bestiinmter Werte erfolgt in einem Grenzwertschalter,
der den Signalverstärker nachgeordnet ist.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß die Signale für die Sicherheitseinrichtung von Gabelstaplern unmittelbar von
den bei Überlast oder bei ungünstig aufgenommener Last besonders beanspruchten Teilen
der Neigevorrichtung des ubmastes oder der Lastgabeln des Hubschlittens ausgehen,
um die beste Wirksamkeit einer solchen Einrichtung zu erreichen. Eine Signalgabe
über den hydraulischen Teil der Neigevorrichtung für den Hubmast ist, wie sich gezeigt
hat, mit verschiedenen Unsicherheitsfaktoren u=d mit unkontrollierbaren Einflüssen
etwa der Pressendiebzangen behaftet. - Eine besondere Einrichtung fur die Impulsgabe
beim mechanischen Anschlag der Neigepressen in der voll nach vorne gekippten Stellung
des Hubmastes kann bei der weiterentwickelten Sicherheitseinrichtung entfallen.
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in den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der rfindung dargestellt
Und werden im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen Fig 1 einen Gabelstapler mit stirnseitig angeordnetem Hubmast
in Seitenansicht, Fig. 2 einen Gabelstapler mit querverschiebbarem Hubmast in Rückansicht,
Fig. 3 - 7 verschiedene Ausführungsformen der Meßeinrichtungen und Big. 8 einen
Schaltplan der Sicherheitseinrichtung';
Bei dem in Big, 4 dargestellten
Gabelstapler 1 ist der Hubmast 2 stirnseitig angeordnet und um den SchWentpunkt
4 um einige Winkelgrade nach vor- oder rückwärts neigbar. Am Hubmast 2 ist ein Bubschlitten
mit den 3;astgabeln 3 auf- und abbeweglich, Das eigen des Hubmastes 2 erfolgt über
eine Neigepresse 5, die am Rahmen des Gabelstaplers in dem Drehpunkt 6 gelagert
ist und deren Kolbenstange 15 an dem Anlenkpunkt 7 am Hubmast 2 angreift - Bei dem
in Big, 2 dargestellten Gabelstapler ist der Hubmast 2 aus einer Rahmeneinbuchtung
querverschiebbab-, um seitlich von der Fahrbahn lagerndes Gut aufnehmen zu kennen.
Die Radachse 9 ist auf der Lastseite des Staplers gegenüber dem Rahmen 8 um einen
Drehpunkt 10 schwenkbar. Auf der lastabgewandten Seite ist zwischen der Achse 9
und dem Rahmen 8 eine Presse 11 angeordnet, die am Rahmen 8 am Drehpunkt 12 und
an der Achse 9 über die Kolbenstange der Presse 11 am Drehpunkt 13 gelagert ist.
Mittels der Presse 11 kann der Rahmen 8 und damit der Hubmast 2 gegenüber der Horizontalen
geneigt werden.
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In den Fi. 3 bis 6 ist die Neigepresse 5 in vergrößertem Maßstab dargestellt.
Die in Fig. 3 gezeigte Presse 5 weist einen vom Pressenraum durch eine feste Wand
16 getrennten Meßraum 5' auf, in welchem eine Meßeinrichtung 19, z.B. eine als Balg
ausgebildete Membran angeordnet ist, die ihrerseits mit einer Scheibe 17 und einem
Gestänge 18 in Verbindung steht, wobei das Gelänge 18 am Drehpunkt 6 befestigt ist.
- Bei der Ausführung gemäß Fig. 4 ist in die.Kolbenstange 15 der Neigepresse 5 eine
Kraftmeßdose 20 eingebaut. Der Pressenkolben ist mit 14 bezeichnet.
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Bei den Ausführungen nach den Fig. 5 und 6 sind auf der Kolbenstange
45 bzw. auf der Befestigungsstange 22 Meßstreifen 21 aufgebracht, welehe bei einer
bestimmten L§ngung der mit ihnen verbundenen Konstruktionsteile Steuersignale auslösen
- Eine etwas andere Anbringungsmöglichkeit der Meßstreifen 24 ist in Fig; 7 dargestellt.
Hier sind an nur einer oder an beiden Lastgabeln 3 des Hubschlittens N-eßstreifen
21 angebracht, die mit, Impulsen unmittelbar auf die vom Hubschlitten aufgenommene
Last 37 ansprechen.
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Bei dem in Fig. 8 dargestellten Schaltplan der Sicherheitseinrichtung
ist wie in Fige 4 dargestellt in die Kolbenstange 15 der Neigepresse 5 eine Kraftmeßdose
2Q eingebaut Die von dieser Dose 20 ausgehenden Signale werden von einem Signalverstärker
23 empfangen sowie verstärkt und einem elektronischen Grenzwertschalter 36 zugeführt,
Dessen Signal wird über ein Dampfungselement 24, das die Wirkung der beim Fahren
des Gabelstaplers auftretenden kurzen Druckst5Xe eliminiert, zu dem hydromagnetischen
Schaltventil 33 weitergeleitet. Wird eine zu schwere Last 37 oder eine Last mit
zu großem Schwsrpunktsabstand aufgenommen, so beeinflussen die von den Meßeinrichtungen
19, 20,. 21 æusgehenden Signale das Schaltventil 33 in der Art, daß die Fahrkupplung
Z6 ausgeschaltet und ein Fahren mit dem Gabelstapler uhmöglich gemacht wird. Dazu
ist dem Schaltventil 33 eine Presse 32 nachgeschaltet, die an einem Schwenkhebel
31 angreift und über die an einem Anschlag 30 der Sekundärwelle 27 anstehende Schiebmuffe
29 die von einem Pedal 28
zu betätigende Bahrkupplung 26 trennt.
Der Gabelstapler wird z.B. über eine Brennkraftmaschine 25 angetrieben.
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Die Versorgung mit Druckflüssigkeit erfolgt über eine Pumpe 34, der-ein
Flüssigkeitsbehälter 35 zugeordnet ist.-