DE2319419C2 - Vorrichtung zum Mischen von punrerförmigen bis körnigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, sowie Arbeitsverfahren zum Betreiben einer derartigen Vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Mischen von punrerförmigen bis körnigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, sowie Arbeitsverfahren zum Betreiben einer derartigen VorrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F27/00—Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders
- B01F27/60—Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders with stirrers rotating about a horizontal or inclined axis
- B01F27/72—Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders with stirrers rotating about a horizontal or inclined axis with helices or sections of helices
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen von pulverförmigcn bis körnigen Stoffen mit einer
Flüssigkeit, bestehend aus einem geschlossenen, mit Auf- und Abgabeöffnungen versehenen, länglichen
Trog, an dessen Boden eine im wesentlichen sich über die Länge des Troges erstreckende umlaufend angetriebene
Schnecke horizontal angebracht ist. an deren mit einer Druckschraube versehenen Förderende durch
eine, eine Prallwand bildende Umlenkflächc das Mischgut
in einem lotrechten Kanal nach oben und von dort durch eine Ablenkfläche nach dem Förderanfang der
Schnecke hingeleitet wird, wobei die Schnecke im Bereich ihres Förderendes auf einem Teil ihrer Länge
nach oben abgedeckt ist. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf ein Arbeitsverfahren zum Beireiben der
beanspruchten Vorrichtung.
Durch das DT-Gbm 1 996 881 ist eine derartige Vorrichtung
bekannt, bei der der lotrecht nach oben geführte Kanal einen gleichbleibenden Querschnitt hat.
Er endet kurz unterhalb der Abdeckung des Troges. Das Mischgut wird dort also von der Umlenkfläche
durch den Kanal nach oben gegen die Unterseite der Abdeckung des Troges gefördert und fällt von dort
nach unten bzw. schräg nach unten zurück. Dabei besteht die Gefahr, daß das Mischgut in dem toten Winkel
liegen bleibt, der zwischen einem die Schnecke abdeckenden Rohr und dem lotrechten Kanal ausgebildet
ist Des weiteren kann sich der lotrechte Kanal je nach
den jeweils zu mischenden Bestandteilen relativ leicht
zusetzen bzw. Mischgut bleibt an der Unterseite der
Abdeckung des Troges haften.
Durch die DT-AS I 632 433 ist eine ähnliche Vorrich-
lung bekannt, bei der der lotrechte Kanal gebogen bis zur Aufgabeseite der Schnecke zurückgeführt ist. Dabei
ist ein Engquerschnitt kurz vor der Mündung des Kanals beim Aufgabeende der Schnecke vorgesehen.
Auch hier besteht die Gefuhr, daß das Mischgut den
Kanal an der Engstelle zusetzt. Die Reinigung dieser bekannten Vorrichtung bietet daher Probleme.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese so weiterzubilden, daß die geschildei ;..·;, !Vwble-
ao mc des Zusetzens bzw. der Reinigung vermieden werden.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Gattung gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der lotrechte Kanal cmc Quer·
schnittsvcrengung aufweist und die Umlenkflächc an
ihrem stromab gelegenen Ende zur Trogmitte hm abgebogen
ist und in einer \bleukflache endet, die derart ausgebildet ist. daß sie das Mischgui bei großem Förderdruck
nach dem Förderanfang der Schnecke und bei kleinem Förderdruck auf eine Gleitfläche hinleitet, die
sich vom Anfang des Abdeckblechcs über der Schnekke
bis nahe unterhalb der Ablenkfläche hin erstreckt.
Die im lotrechten Kanal selbst vorgesehene Querschnittsverengung bewirkt eine Druckerhöhung aiii d.is
Mischgut, wodurch dieses beim Austritt aus dem Kanal
besonders gleichmäßig verteilt auf den Anfang der
Schnecke aufgegeben wird.
Durch die angegebenen Maßnahmen «.ird außerdem
ein kontinuierlicher Strom ohne ixkcn iind Kamen crreicht,
die sich sons! zusetzen köntnen. Durch Änderung
des Förderdrucks kann man außerdem die Zeit andern, die das Mischgut zum Durchlaufen eines Kreislaufs
benötigt. Im allgemeinen wird man bei Vorliegen einer großen Menge von Mischgut den Förderdruck
erhöhen, wodurch das Gut entsprechend intensiver gemischt wird, als bei kleineren Mengen, bei denen dies
nicht in dem Maße notwendig ist.
Um die angegebene Leitung des Förderguts in Abhängigkeit vom Förderdruck zu erreichen, wird es bevorzugt.
wenn das stromab gelegene Ende der Ablenkfläche als federnde Klappe ausgebildet ist. Dadurch
wird eine wartungsfreie Einrichtung derart geschaffen,
daß der Förderdruck selbst die Klappe einsprechend einstellt, die dann das Mischgut an die entsprechende
Stelle leitet.
Falls die Aufgabeöffnung für die festen Bestandteile des Gutes oberhalb der Gleitfläche und stromab des
Endes der Ablenkfläche vorgesehen ist. fällt das zugegebene feste Mischgut auf diese Gleitfläche. Dadurch
wird vermieden, daß diese Bestandteile von der sich drehenden Schnecke wieder zurückgeschaudert werden.
Ein Arbeitsverfahren zum Betreiben der Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß zuerst Flüssigkeit bei
drehender Schnecke zugeführt wird und später feste Stoffe und restliche Flüssigkeit zugegeben werden. Dadurch
kann in dem geschilderten kleinen Kreislauf die Maschine anfänglich unter hoher Geschwindigkeit und
hohem Druck gespült und gereinigt werden. Nach die sem Reinigungsvorgang werden die festen -Stoffe und
die resiliche Flüssigkeit zugegeben.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Die Figur zeigt sehenuttisch einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung
nach der Erfindung mit den wesentlichen Bauelementen der Vorrichtung.
In einem länglichen Trog I ist eine über einen Motor
2 und einen Getriebekasten 3 angetriebene Schnecke 4
gelagert, die in Pfeilrichtung 5 fördert. Am Vorderende der Schnecke ist eine einen Druck ausübende Einrichtung,
beispielsweise eine Druckschraube 6 angebracht. Dahinter befindet sich eine Prallwand 7.
Nach oben, d. h. in Förderrichtung, schließt sk-h eine
Uinlcnkfliiche 8 an, die zusammen mit einer Abdeckung Beinen Rückführungskanal 10 ausbildet.
Die Abdeckung 9 besteht aus einem parallel zur
Achse dor Schnecke 4 angeordneten Abdeckblech II. welches unter geringem Abstand den oberen Bereich ao
tier Förderschnecke im vorderen Bereich dieser Schnecke abdeckt. Die Figur zeigt einen Schnitt: das
Abdeckblech ist als Teil eines Kreiszylinders ausgebildet.
Lim einen Teil des llmfaiigs der Förderschnecke zu
umschließen. Durch diese Maßnahme wird es erreicht. daß das gesamte im vorderen Bereich des Tross befindliche
Fördergut von der Schnecke crfabi und gi'jien
•lic Prallwand 7 geschleudert wird.
Die Abdeckung 9 hai außerdem einen im wesentlichen senkrecht zum Abtleckblech Il '.erlaufenden Teil
12. der zur UmlenkNäche 8 ausgebuchtet ist, um dort
cmc Querschnittsvercngung H im Rückführungskanal
10 auszubilden. Die beiden Teile Il und 12 in der AblleckiMig
9 werden durch eine uerade (ileillläche 14
miteinander verbunden.
Die limlenklläche 8 ist kreisbogenförmig nach oben ι erlangen und endet in einer zinn Riickfiü-rungskanal
10 hingebogenen Ablenkfläche 15. Fin Drehgelenk der
Ablenkfläche 15 ist bei Position 22 angedeutet.
Oberhalb der Gleitfläche 14 der Abdeckung 9 befindet sich eine Aiifgubcöffnung 16 für die /u mischenden
Feststoffe, die von einem Trichter 17 umrandet ist. Die beizugebende Flüssigkeit wird über ein Rohr 18 zugeführt,
welches sich am Anfangsende der Schnecke ί be findet. Schließlich ist noch eine verschließbare Abgabeöffnung
19 vorgesehen.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende, wobei als Beispiel die Herstellung von Zementleim beschrieben
wird:
Zunächst wird über das Rohr 18 Wasser eingelassen, beispielsweise 20 Liter. Durch die schnelle Drehung
und hohe Förderleistung der Schnecke wird dieses Wasser mit hohem Druck in dem durch die Pfeile 5, 20
angedeuteten, sogenannten kleinen Kreislauf gefördert, wodurch eine intensive Reinigung erfolgt. Es genügt,
dieses Wasser in einem Vorlauf von etwa zehn Sekunden umlaufen zu lassen. In die·· ·.; Zeil durchspült es den
kleinen Kreislauf zwanzig- bis r'rcißigmal. Anschließend werden die Feststoffe, z. B. Zement und eventuell
andere Feinstoffe, sowie die restliche Wasscrmenge. im beschriebenen Beispiel etwa dreißig Liter, über die
Abgabeöffnung 16 (für die Feststoffe) und das Rohr 18 (für das Wasser) beigegeben und die Mischung wird zu
Lnde geführt. Weil dadurch das Volumen des Mischgutes erheblich ansteigt, wird immer mehr Mischgut, wie
durch die Pfeile 21 angedeute!. in den Anfangsteil der
Schnecke 4 gegeben.
Nach durchgeführter Durchmischling und Verreibiing der Festteilchen in kleinste Partikel wird ein
Schieber an der Abgabeöffnung 19 geöffnet und das fertige Mischgut kann dort entnommen werden.
Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung können alle Arten von pulverförmiger bis körnigen Stoffen mit
einer Flüssigkeit gemischt werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Mischen von pulverförmigen
bis körnigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, bestehend aus einem geschlossenen, mit Auf- und Abgabeöffnungen
versehenen, länglichen Trog, an dessen Boden eine im wesentlichen sich über die Länge des
Troges erstreckende umlaufend angetriebene Schnecke horizontal angebracht ist, an deren mit
einer Druckschraube versehenen Förderende durch eine, eine Prallwand bildende Umlenkflächc das
Mischgut in einem lotrechten Kanal nach oben und von dort durch eine Ablenkfläche nach dem Törderanfang
der Schnecke hingeleitet wird, wobei die Schnecke im Bereich ihres Förderendes auf einem
Teil ihrer Länge nach oben abgedeckt ist. d a durch gekennzeichnet, daß der lotrechte
Kanal eine Querschnittsverengung (13) aufweist und die Umlenkflikhe (8) an ihrem stromabgelegenen
F.nde zur Trogniitte hin abgebogen ist und in einer Ablenkfläche (15) endet, die derart ausgcbildei
ist. daß sie das Mischgut bei großem Föid<_iuruck
nach dem Förderanfang der Schnecke (4) und bei
kleinem Förderdruck auf eine Gleitfläche ()4) hinleitet,
uic sich vom Anfang des Abdfckblcches (II)
über der Schnecke bis nahe unterhalb der Ablenkfläche hin erstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das -tromabgelegene finde der .Ablenkfläche
(15) als federnde Klappe ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach den Anspruch ~n 1 und 2. dadurch
gekennzeichnet, daß die Abgabeöffnung (16)
für die festen Bestandteile des Gutes oberhalb der Gleitfläche (14) und stromab des Endes der Ablenkfläche
(15) vorgesehen ist.
4. Arbeitsverfahren zum Betreiben der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch
gekennzeichnet, daß zuerst Flüssigkeit bei sich drehender Schnecke zugeführt wird und später feste
Stoffe und restliche Flüssigkeit zugegeben werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2319419A DE2319419C2 (de) | 1973-04-17 | 1973-04-17 | Vorrichtung zum Mischen von punrerförmigen bis körnigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, sowie Arbeitsverfahren zum Betreiben einer derartigen Vorrichtung |
| ZA00742320A ZA742320B (en) | 1973-04-17 | 1974-04-10 | A device for mixing pulverous to granular substances with a liquid, and a process for operating such a device |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2319419A DE2319419C2 (de) | 1973-04-17 | 1973-04-17 | Vorrichtung zum Mischen von punrerförmigen bis körnigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, sowie Arbeitsverfahren zum Betreiben einer derartigen Vorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2319419B1 DE2319419B1 (de) | 1974-08-01 |
| DE2319419C2 true DE2319419C2 (de) | 1975-03-20 |
Family
ID=5878401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2319419A Expired DE2319419C2 (de) | 1973-04-17 | 1973-04-17 | Vorrichtung zum Mischen von punrerförmigen bis körnigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, sowie Arbeitsverfahren zum Betreiben einer derartigen Vorrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2319419C2 (de) |
| ZA (1) | ZA742320B (de) |
-
1973
- 1973-04-17 DE DE2319419A patent/DE2319419C2/de not_active Expired
-
1974
- 1974-04-10 ZA ZA00742320A patent/ZA742320B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ZA742320B (en) | 1975-05-28 |
| DE2319419B1 (de) | 1974-08-01 |
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