DE249326C - - Google Patents
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- DE249326C DE249326C DENDAT249326D DE249326DC DE249326C DE 249326 C DE249326 C DE 249326C DE NDAT249326 D DENDAT249326 D DE NDAT249326D DE 249326D C DE249326D C DE 249326DC DE 249326 C DE249326 C DE 249326C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M17/00—Producing multi-layer textile fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— M 249526 KLASSE Bk. GRUPPE
OTTO WAWRZINIOK in DRESDEN.
Zusatz zum Patent 228421 vom 27. August 1908.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1910 ab.
Längste Dauer: 26. August 1923.
Bei den bekannten Verfahren, mit denen man dem Kunstleder ein dem natürlichen
Leder ähnliches Aussehen gibt, wird Korkmehl, Ledermehl o. dgl. auf klebrige Kunstlederbahnen
gebracht und das nicht anhaftende Mehl durch Klopfen oder in ähnlicher Weise entfernt. Das mit der Klebschicht dagegen
in unmittelbarer Berührung gewesene Korkmehl, Ledermehl o. dgl. wird von dem Klebstoff
festgehalten und haftet nach dem Trocknen desselben fest auf der Oberfläche der Kunstlederbahn.
Diese Schicht ist sehr dünn, da die flüssig aufgetragene Klebstoffschicht ebenfalls
nur geringe Stärke erhalten kann, und es werden. die Mehlteilchen von dem Klebstoff
nicht vollständig umhüllt, sondern sie haften nur mit Punkten oder Teilflächen ihrer Oberfläche
an dem Kunstleder. Die Folge hiervon ist die, daß diese Mehlschicht leicht durch
Reiben oder durch sonstige mechanische Einwirkung wieder abgelöst werden kann. Solche
Kunstledersorten sind somit wenig widerstandsfähig.
Ein besseres Produkt liefert bereits das Verfahren nach Patent 228421, bei welchem
das Kork- oder Ledermehl o. dgl. dem trockenen oder mit einer nicht lösenden Flüssigkeit
angefeuchteten Klebmittel beigegeben und gleichzeitig mit diesem auf die Gewebe o. dgl.
aufgetragen wird. Bei der nachfolgenden Lösung des Klebmittels, die nach dem genannten Patent mit dampf-, gas- oder nebeiförmigen
Lösungsmitteln geschehen soll, aber auch mit flüssigen Lösungsmitteln vorgenommen
werden kann, findet die Befestigung des Kork- oder Ledermehls auf den Geweben statt.
Dieses Verfahren, welches in der Hauptsache zur Herstellung von Kunstleder benutzt
wird, ist einfach, besitzt aber für manche Zwecke den Nachteil, daß sich das mit dem
ungelösten Klebstoff vermischte Mehl schwierig auf die jeweilige Unterlage auftragen läßt
und unter Umständen auch abbröckelt.
Das vorliegende Verfahren ist nun dafür bestimmt, diesen Übelstand des Patentes
228421 zu beseitigen und dadurch dieses Verfahren zu verbessern.
Bei der Ausführung wird hierbei beispielsweise das Kork- oder Ledermehl in die noch
ungelöste, trockene oder mit einer indifferenten," nicht lösenden Flüssigkeit angefeuchtete,
auf Gewebe o. dgl. aufgetragene Klebstoffschicht derartig eingewalzt oder in irgendeiner
Weise eingepreßt, daß das Mehl möglichst die ganze Schicht durchdringt und gleichmäßig
in ihr verteilt oder oberflächlich eingebettet ist. . . ■
Hiernach wird die ganze so präparierte
Stoffbahn zur Lösung des Klebstoffes mit einem geeigneten Lösungsmittel behandelt.
*) Frühere Zusatzpatente: 238252, 2487.87.
(2. Auflage, ausgegeben am 22. November igrjj.)
Eine nach dem vorliegenden Verfahren aufgetragene Schicht läßt sich nach dem Trocknen
des Produktes zum Glätten der Oberfläche in einfachster Weise energisch mit Schleifmitteln behandeln, und wenn bei dem
Verfahren Ledermehl benutzt wurde, so erhält das Produkt ein dem natürlichen Leder
völlig ähnliches Aussehen. Ferner kann man die Produkte durch Färben, Kalandern,
ίο Pressen, Ätzen o. dgl. weiterbehandeln und
auf diese Weise die schönsten Effekte erzielen.
Von dem Verfahren nach dem französischen Patent 338205, bei welchem das'Kork- oder
Ledermehl in eine unlöslich gemachte Schicht Gelatine eingepreßt und auf diese Weise auf
dem Gewebe befestigt wird, unterscheidet sich das vorliegende dadurch, daß die zur Befestigung
benutzte Klebstoffschicht löslich ist und die Befestigung des Kork- oder Ledermehls
erst durch die Lösung stattfindet. Vor der Lösung kann daher sowohl das Mehl als auch
die Klebstoffschicht in einfachster Weise wieder von dem Gewebe entfernt werden, was
bei dem französischen Patent nicht möglich ist.
Auch mit dem Verfahren nach dem britischen Patent 248 vom Jahre 1902, nach welchem
Muster auf Linoleum erzeugt werden sollen, hat das vorliegende nichts gemeinsames,
da das Patent nur die altbekannten Verfahren benutzt, bei denen die aus Korkmehl
mit Klebstoff gemischte Linoleummasse durch heißes Pressen oder Walzen auf dem Gewebe
befestigt wird, also Lösungsmittel für den Klebstoff überhaupt nicht in Frage kommen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Abänderung des Verfahrens gemäß Patent 228421 zur Herstellung von Kunstleder o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein- oder verschiedenfarbige Kork- oder Ledermehle o. dgl. nicht dem pulverf örmigen Klebstoff zugesetzt, sondern auf den in pulvriger oder plastischer Form auf dem Gewebe befindlichen Klebstoff in glatter Schicht oder in Musterungen aufgetragen und hierauf eingewalzt oder eingepreßt werden, wobei die noch ungelösten Klebstoffschichten oder die fertigen Produkte einfarbig oder in Musterungen gefärbt, genarbt oder geätzt werden können.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249326C true DE249326C (de) |
Family
ID=507959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249326D Active DE249326C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249326C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US11321294B2 (en) | 2019-09-09 | 2022-05-03 | Salesforce.Com, Inc. | Database index repair |
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0
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