[go: up one dir, main page]

DE248984C - - Google Patents

Info

Publication number
DE248984C
DE248984C DENDAT248984D DE248984DA DE248984C DE 248984 C DE248984 C DE 248984C DE NDAT248984 D DENDAT248984 D DE NDAT248984D DE 248984D A DE248984D A DE 248984DA DE 248984 C DE248984 C DE 248984C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
protective
therapeutic agent
agent against
against tuberculosis
way
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT248984D
Other languages
English (en)
Publication of DE248984C publication Critical patent/DE248984C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/02Bacterial antigens
    • A61K39/04Mycobacterium, e.g. Mycobacterium tuberculosis

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Communicable Diseases (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 248984 KLASSE 30h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1910 ab.
Es ist bisher nicht gelungen, durch Entfettungsmittel das in den Tubelkerbazillen enthaltene eigentümliche Wachs auf einfache Weise zu extrahieren. Deshalb war es auch nicht möglich, die wirksamen Stoffe der Tuberkelbazillen in Lösung zu bringen, wenn man nicht sehr eingreifende Verfahren anwandte, wie die Behandlung der Bakterien mit 25 prozentiger Neurinlösung bei 52 ° nach dem Verfahren von Deyke und Much. Selbst bei mehrfacher Extraktion mit den bisher sonst angewandten Mitteln, wie Alkohol-Äthermischung, Benzol, Chloroform, Petroläther u. dgl., bleiben viele Bazillen noch säurefest; im besonderen bleiben die sogenannten Muchschen Granula, die durch Gramfärbung kenntlich zu machen sind, noch färbbar.
Es wurde nun gefunden, daß man durch Einwirkung von Trichloräthylen oder ähnliehen gechlorten Äthylenverbindungen, am zweckmäßigsten unter mehrtägigem Schütteln im Brutschrank, alle Fett- und Wachssubstanzen einschließlich der in den Muchschen Granula enthaltenen den Tuberkelbazillen entziehen kann.
Die zurückbleibenden, von ihren Fett- und Wachssubstanzen gänzlich befreiten Tuberkelbazillen können unmittelbar als Schutz- und Heilmittel Verwendung finden. Sie werden dabei, da sie ihrer Wachs- und Fetthülle vollständig beraubt sind, ohne weiteres und ohne auch in größeren Dosen Abszesse zu verursachen, resorbiert. Sie können aber auch durch Schütteln mit Wasser oder besser mit verdünnten Alkalien oder verdünnten organisehen Basen, z. B. mit V1O bis 1A prozentigem Äthylendiamin, bei gewöhnlicher oder Körpertemperatur in Lösung gebracht werden. Die so hergestellten Lösungen oder die daraus z. B. mittels Essigsäure oder Alkohol oder anderer geeigneter Mittel ausgefällten Produkte oder die durch Eindampfen der Lösungen in konzentrierter Form gewonnenen Präparate können gleichfalls zu Immun isierungs- und Heilzwecken benutzt werden. Man kann auch Heilsera herstellen, indem man Tiere mit den entfetteten Bakterien oder ihren Extrakten vorbehandelt und deren Blut in der üblichen Weise auf Serum verarbeitet.
Beispiel.
Auf Bouillonoberfläche gezüchtete Tuberkelbazillen werden durch sterile Papierfilter filtriert, gewaschen und zwischen sterilem Filtrierpapier ausgepreßt. 20 g der so erhaltenen Tuberkelbazilien werden in einer sterilen Reibschale zuerst für sich und darauf unter Zusatz geringer Mengen Trichloräthylen verrieben. Die Masse wird nunmehr mit 400 g Trichloräthylen versetzt und am besten in einem großen Glasrohr, dessen verjüngtes Ende zugeschmolzen wird, in einem Schüttelapparat bei 37 ° zwei Tage lang geschüttelt. Das Trichloräthylen wird dann abfiltriert.
Um die zurückbleibende Bakteriensubstanz in Lösung zu bringen, schüttelt man den Rückstand zwei Tage lang mit 400 g V10 bis V2 prozentiger Äthylendiaminlösung oder
0,2 prozentiger Kalilauge, am besten bei 37 °. Die Lösung wird schließlich durch sterile FiL· ter filtriert.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Schutz- und Heilmittels gegen Tuberkulose, dadurch gekennzeichnet, daß man Tuberkelbazillen mit Trichloräthylen oder ähnlichen gechlorten Äthylenverbindungen behandelt und die extrahierten Fett- und Wachssubstanzen entfernt.
2. Ausführung des durch Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahrens im Schüttelapparat bei Körpertemperatur.
3. Verfahren zur Herstellung eines Schutz- und Heilmittels gegen Tuberkulose, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach den Verfahren der Ansprüche 1 und 2 behandelten Tuberkelbazillen durch Schütteln mit Wasser oder Alkalien oder verdünnten Lösungen organischer Basen bei gewöhnlicher oder Körpertemperatur in Lösung bringt und gegebenenfalls die auf diese Weise erhaltenen Lösungen eindampft oder zwecks Abscheidung der wirksamen Substanzen mit gebräuchlichen Fällungsmitteln versetzt.
4. Verfahren zur Herstellung eines Schutz- und Heilmittels gegen Tuberkulose, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach den Verfahren der Ansprüche 1 bis 3 gewonnenen Produkte Tieren injiziert und darauf das Blut der Tiere in üblicher Weise auf Serum verarbeitet.
DENDAT248984D Active DE248984C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE248984C true DE248984C (de)

Family

ID=507645

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT248984D Active DE248984C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE248984C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0011243B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Membranproteinen aus Neisseria meningitidis und diese enthaltende Vaccine
DE2902136A1 (de) Interferon und es enthaltende zubereitungen
DE2512975A1 (de) Polypeptid mit thymischer wirksamkeit
DE2457090C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Impfstoffen sowie Antibronchialimpfstoff
DE2024586C3 (de)
DE2833545A1 (de) Hochmolekulare meningokokken- gruppe c-vaccine und verfahren zu ihrer herstellung
DE3152621C2 (de)
DE2823750C3 (de) Verfahren zur Gewinnung mindestens eines Hydrolyseprodukts eines Endotoxins von Bordetella Pertussis
DE248984C (de)
EP0310757B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Propolis-Äthanolextraktes
DE2652380A1 (de) Verfahren zur isolation von uteroevakuierenden substanzen aus der zoapatlepflanze
DE2613943A1 (de) Verfahren zur herstellung von vaccinen auf ribonucleinsaeurebasis
EP0288569A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphatidilinosit aus einem biologischen objekt
DE212350C (de)
DE1260470B (de) Verfahren zur Gewinnung hochpolymerer Desoxyribonucleinsaeure
DE1966436C3 (de) Verwendung einer Antigen-Immunserum-Kombination als Impfstoff
DE862008C (de) Verfahren zur Einfuehrung von Hydroxyl- und Ketogruppen in die 11-Stellung von Steroiden
DE3633797C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von biologisch aktiven Eiweissen (Peptiden) aus menschlichem und tierischem Blut (bzw. anderen Körperflüssigkeiten)
AT200257B (de)
DE480410C (de) Verfahren zur Darstellung eines Glucosids aus Adonis vernalis L.
DE2154557B2 (de) Verfahren zur Herstellung von hochreiner Kallidinogenase (Kallikrein) und ein die danach erhaltene kristalline Kallidinogenase enthaltendes Arzneimittel
CH636269A5 (en) Process for the concentration of hepatitis B antigen and process for its purification
CH387226A (de) Verfahren zur Herstellung eines heparinähnlichen Wirkstoffes
DE108516C (de)
DE226469C (de)