DE2462892C2 - Selbsttätige Nachstellvorrichtung für Fahrzeug-Außenbandbremsen - Google Patents
Selbsttätige Nachstellvorrichtung für Fahrzeug-AußenbandbremsenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für Fahrzeug-Außenbandbremsen
mit einem Betätigungshebel, einem über ein schraubbares Klinkenrad in seiner Länge einstellbaren, an einem
ersten Bremsbandende angreifenden Gestänge, einem mit dem Betätigungshebel in Verbindung stehenden
Stellarm und einem gestellfesten,das andere Bremsbandende aufnehmenden Befestigungsteil.
Bei dieser bekannten Vorrichtung (GB-PS 1 86 645) ist eine Bremstrommel von einem Bremsband umgriffen,
dessen Enden an je einem Arm der Nachstellvorrichtung angelenkt sind. An ihren den Anlenkpunkten
des Bremsbandes abgelegenen Enden sind die Arme mit dem Nachstellmechanismus verbunden, Dabei ist ein
Klinkenrad, das in einem Betätigungshebel drehbar iuifgenommen ist. auf das freie Ende des einen Armes
aufgeschraubt und wirkt über einen außermittig gelagerten Stellarm auf das Ende des anderen Armes.
Seitlich des Klinkenrades ist eine Klinke vorgesehen, die abhängig vom Weg des Betätigungshebels in eine
Zahnlücke des Klinkenrades eingreift. Zum Einleiten des Bremsvorganges wird über den Betätigungshebel
der SteUarm verschwenkt, wodurch sich die beiden
Arme gegeneinander verspannen und das Bremsband an die Bremstrommel anlegen. Wird ein bestimmter
Weg des Betätigungshebels überschritten, rastet die Klinke in der nächsten Zahnlücke des Klinkenrades ein
und verdreht dieses beim Entspannen des Bremsmechanismus,
wodurch das Bremsband über den mit dem Klinkenrad verbundenen Arm näher an die Bremstromjo
njel angelegt wird. Bei dieser Nachstellvorrichtung wird
das Bremsband nur über den mit dem Klinkenrad versehenen Arm gespannt, so daß dieser esnen relativ
langen Steltweg haben muß und ungleichmäßiger Verschleiß am Bremsband auftritt Im übrigen ist der
ι; Aufbau dieser Nachstellvorrichtung relativ aufwendig.
Die mit der Erfindung zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, den Nachstellmechanismus für eine Bremsbandanordnung
möglichst einfach auszubilden, wobei auf beide Bremsbandenden eine Betätigungskraft
ausgeübt werden kann.
Die Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst worden, daß die Bremsbandenden in dein Bcfcstigungsteil
verschiebbar gelagert sind, der als Kniehebel ausgebildete SteUarm mit der Lagerstelle de* einen
Bremsbandes verbunden und an dem Befestigungsteil verschiebbar gelagert ist wobei diese Lagerstelle das
Gestänge verschiebbar führt Auf diese Weise ergibt sich eine Art schwimmende Lagerung für die Aufhängung
des Bremsbandes mit zugehörigem Gestänge, die
jo in einfacher Weise zum Nachstellen ausgenutzt wird.
Weitere erfindungsgemäße Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche.
In der Zeichnung ist ein nachfolgend näher erläutertes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es
J5 zeigt
Fig. 1 eine Nachstellvorrichtung für eine Fahrzeug-Außenbandbremse
in Seitenansicht
Fig.2 eine Draufsicht auf die in Fig. I dargestellte
Klinke mit Klinkenrad.
Die in F i g. 1 dargestellte Nachsu:l'vorrichtung ist mit
90 bezeichnet und in einem Gehäuse 92 mit einem Hohlraum vorgesehen, in dem auch eine zylindrische
Bremstrommel 15' angeordnet ist. Diese kann sich in einer Richtung für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt um
eine Querachse 16' drehen, und ihr größter Teil wird von einem Bremsband 18' mit Bremsbandenden 20' und 22'
umgeben, das in Fig. 1 schematisch in seinem unbetätigten Zustand dargestellt ist, in dem es einen
Abstand zur Bremstrommel 15' aufweist. Die Bremsbandenden 20' und 22' haben sich gegensätzlich
öffnende Sitzflächen 24' und 26' und sind zwischen den sich gegenüberliegenden Seiten eines umgekehrt
kanalförmig ausgebildeten Befestigungsteils 94 angeordnet,
der fest mit dem Gehäuse 92 verbunden ist und somit einen Bestandteil des Gehäuses bildet.
Keilstäbe 30' und 32' greifen mit ihren abgerundeten Enden in die Sitzflächen 24' und 26' der Bremsbandenden
20' und 22' ein und sind schwenkbar auf ersten und zweiten, als Lagerstellen dienenden Ankerzapfen 34'
und 36' gelagert. Aufeinander zu gerichtete Langlöcher 38' und 40' sind in den sich gegenüberliegenden Seiten
des Befestigungsieiis 94 eingearbeitet, nehmen die Ankerzapfen 34' und 36' verschiebbar auf und sind in
Ebenen angeordnet, die an einer Stelle konvergieren,
fci die radial außen von dem Bremsband und oberhalb der
Stelle /wischen den beiden Bremsbandenden liegt.
I in Betätigungsgestänge 96 für die Betätigung der Ankerzapfen 34' und 36' und somit für die Betätigung
des Bremsbandes 18' zum Bremsen der Bremstrommel 15' besteht im einzelnen aus einer Gestängeverbindung
mit einem in seiner Länge einstellbaren Gestänge 44' mit einem Arm, der zwischen den sich gegenüberliegenden
Seiten des Befestigungsteils 94 angeordnet ist und ein gabelförmiges rechtes Ende aufweist. Dies ist
schwenkbai mit dem ersten Ankerzapfen 34' verbunden. Sein anderes linkes Ende ist stangenartig
ausgebildet und nimmt einen dritten Ankerzapfen 46' verschiebbar übn eine in diesem angeordnete Querbohrung
auf. Der dritte Ankerzapfen 46' ist parallel zu der Querachse 16' angeordnet und in einer Stellung
dargestellt, in der er gegen ein quer ausgerichtetes gestellfestes Lager 48' anliegt, das in das linke Ende der
Seiten des Befestigungsteils 94 eingearbeitet und radial außen von den beiden Langlöchern 40' vorgesehen ist.
Das linke Ende des Gestänges 44' ist zur Aufnahme
eines Klinkenrades 50' mit Gewinde versehen. Das Klinkenrad besteht im einzelnen aus einer einstellbaren
Mutter, deren äußeres Ende die Form einer Scheibe 52' hat und in deren Peripherie eine Vielzahl von gleichen
Abstand zueinander aufweisenden Zähnen 54' eingearbeitet ist. Ein als Kniehebel ausgebildeter Ste.'iarm 56'
ist mit einem gabelförmigen rechten Ende versehen, das teilweise zwischen den sich gegenüberliegenden Seiten
des Befestigungsteiles 94 liegt und den zweiten und den dritten Ankerzapfen 36' und 46' verschwenkbar
aufnimmt. Eine Verbindungsstange 58' hat ebenfalls ein gabelförmiges unteres Ende und übergreift das linke
Ende des Stellarms 56', mit dem es über einen Bolzen 60' schwenkbar verbunden ist. Das obere Ende der
Verbindungsstange 58' ist ebenfalls gabelförmig ausgebildet und übergreift das freie Ende eines Betätigungshebels
98, mit dem es über einen Bolzen 64' schwenkbar und der fest mit einer Eingangswelle 66' verbunden ist,
die in dem Gehäuse 92 um eine Achse drehbar ist, die dich parallel zu der Querachse 16' erstreckt. Eine als
Torsionsfeder ausgebildete Rückholfeder 68' umgibt die Eingangswelle 66' und ihre sich gegenüberliegenden
Enden liegen einmal gegen das Gehäuse 92 und zum anderen gegt.i den Bolzen 64' an. Die Rückholfeder 68
wirkt der im Uhrzeigerdrehsinn gerichteten Bewegung der Eingangswelle 66' aus der nicht betätigten Stellung,
die in der Zeichnung dargestellt ist, in die betätigte Stellung entgegen, die durch eine Stellschraube 70'
begrenzt ist. Diese wiederum ist in den Betätigungshebel 98 einschraubbar und hat ein überstehendes Ende
72', das gegen das Gehäuse 92 zur Anlage kommen kann, nachdem ein vorherbestimmbarer Schwenkbereich
durchfahren worden ist.
Mit dem Gehäuse 92 isi im Bereich des Klinkenrades 50' eine Stütze 102 mit einem nach unten weisenden
Schenkel feat verbunden, iii den eine Querbohrung 104
eingearbeitet ist. Eine Klinke 106 ist mit einem rechten Endteil 108 versehen, der mit einer Seite der Scheibe 52'
des Klinkenrades 50' in Eingriff ist, und ein oberer linker Endteil ist in Eingriff mit dem Gehäuse 92. Die Klinke
106 ist ferner mit einem sich quer erstreckenden, hakenförmigen Teil 110 versehen (siehe Fig. 2), der
durch die Querbohrung 104 in der Stütze (02 geführt ist, und eine Spiralfeder 112 verbindet eine Öse 114 am
Gehäuse 92 mit der Klinke 1Ö6 derart, daß die Klinke
106 normalerweise in der in F i g. I dargestellten Stellung gehalten wird, in der eine Oberkante 111 gegen
das Gehäuse 92 anliegt. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß der hakenähnliche Teil 110 derart
ausgebildet ist, daß die Klinke 106 in der Querbohrung
104 verschwenken kann.
Unter der Annahme, daß sich das Betätigungsgestänge 96 in der nicht beaufschlagten Stellung befindet, wie
sie in Fig. t der Zeichnung dargestellt ist, und daß die
Bremstrommel 15' in einer Drehrichtimg für Vorwärtsfahrt
im Uhrzeigerdrehsinn um die Querachse 16'
umlaufen kann, ist auszuführen, daß die Bremsung der
Bremstrommel über die Betätigung der Eingangswelle 66' entweder über Hand- oder Fußbetätigung erfolgen
kann, wodurch die Eingangsweüe 66' im Uhrzeigerdrehsinn
entgegen der Wirkung der Rückholfeder 68' verschwenkt- Wenn nun die Eingangswelle 66' sich
dreht, wird sie den Betätigungshebel 98 mitverschwenken,
wodurch die Verbindungsstange 58' nach unten bewegt und das linke Ende des Stellarmes 56' nach
unten verschwenkt wird. Die Anfangsbewegung des Stellarmes 56' erfolgt entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn
um die Achse des dritten Ankerzapfens 46', was dazu führt, daß der zweite Ankerzapfen 36' nach rechts in den
Langlöchern 40' bewegt wird, wodurch der zweite Keilstab 32' fest in das Bremsbandende 22" eingreift und
das Bremsband 18' gegen die Bremstrommel 15' zur Anlage bringen wird. Beim Anfangskontakt mit der
Bremstrommel 15' wird die Reibungskraft am Bremsband dazu tendieren, letzteres mit der Trommel zu
verdrehen, wodurch eine nach rechts gerichtete Kraft auf den ersten Ankerzapfen 34' einwirkt Diese nach
rechts gerichtete Kraft wird über den ersten Ankerzapfen und das Gestänge 44' auf den dritten Ankerzapfen
46' übertragen, wodurch dieser fest in seinem Lager 48'
ίο anliegt, wonach dann eine weitere Drehung des
Stellarmes 56' um die Achse des Ankerzapfens 46' erfolgen wird. Da der Stellarm 56' um die Achse des
Ankerzapfens 46' verschwenkt, wird die Relativstellung der Klinke 106 zum Klinkenrad 50' gleich bleiben
r> während des Bewegungsablaufes des Betätigungsgestänges aus seiner unbelätigten in die voll betätigte
Stellung. Somit wird keine selbsttätige Einstellung des Klinkenrades 50' erfolgen, wenn die Bremstrommel in
einer Drehrichtung für Vorwärtsfahrt abgebremst wird.
Andererseits wird, wenn die Bremstrommel t5' in einer Drehrichtung für Rückwärtsfahrt um die Querachse
16' umläuft, dann, wenn die Eingangswelle 66' verdreht wird, der Betätigungshebe! 98 wiederum über
die Verbindungsstange 58' den Stellarm 56' entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn um die Achse des dritten
Ankerzapfens 46' verschwenken, wodurch eins Anfangsberührung des Bremsbandes 18' mit der Bremstrommel
15' erfolgt. Die Reibungskräfte, die aus diesem Anfangskontakt herrühren, werden dazu tendieren, daß
das Bremsband entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn mit der Bremstrommel verdreht wird, wodurch dann über
das zweite Bremsbandende 22' und den Keilstab 32' der zweite Ankerzapfen 36' gegen das linke Ende seine,·
beiden Langlöcher 40' zur Anlage kommen wird. Eine weitere Bewegung des Stellarmes 56' erfolgt dann um
die Achse des zweiten Ankerzapfens 36' und bewirkt, daß das Klinkenrad 50' nach unten mit Bezug auf die
Klinke 106 verschwenkt wird. Die Bewegung des Ratschenrades 50' ist nicht groß genug, um einen
weiteren Zahn 54' "lit dem Endteil 108 der Klinke 106 in
Verbindung zu bringen, wenn nicht das Bremsband 18' einen bereits vorherbestimmten Vcrschleißwert überschritten
hat, da das volle Anliegen der, Brtmsbanclcbereits
erreicht ist. bevor die erforderliche große
h'' Schwenkung auftrat. Sobald aber das Bremsband den
vorherbestimmten ''rrschlrißwerl iibcrscbnik-n hui,
kann das Betätigungsgestänge und somit das Klinkenrad 50' mit Bezug auf die Klinke 106 einen größeren
bzw. ausreichend großen Wert verschwenken, um zu
bewirken, dall die Klinke mn einem weiteren /ahn Vl'
des Klinkenrades in Eingriff kommt. Bei Abbau der auf
die F.ingangswclle 66' einwirkenden Kräfte wird die Rückholfeder 68' die lüngangswelle 66' in ihre
Ausgangsposition, die in der Zeichnung dargestellt ist.
zurückdrehen. Bei dieser Rückführung der F'ingangswel
Ic wird zunächst der Stellarm 56' im Uhr/eigerdrchsinn
um seinen zweiten Ankerzapfen 36' verschwenkt So lange wie das Bremsband 18' noch an der Bremstrommel
15' anlieft, werden die Kräfte in dem C'icstänge 44'
das Klinkenrad 50' noch derart gegen Jlii dritten
Ankerzapfen 46' hallen, dall cine nach oben gerichtete Bewegung des Klinkenrades 50' niiht darin resultiert,
daß sieh das Klinkenrad nach vorne bewegt. Statt dessen bewirkt dies, daü die Klinke 106 entgegen dem
tlhrzeigerdrehsmn gegen die Wirkung einer l'eder 112
verschwenkt. Sobald aber das Bremsband 18' nicht mehr um die Bremstrommel 15' anliegt, wird auch das
. Klinkenrad nicht mehr länger entgegen den dritten Ankcrzapfcn anliegen, und die Spiralfeder 112 kann
dann die Klinke 106 zurück in ihre Ausgangsstellung verschwenken, wobei das Klinkenrad so bewegt wird,
daß die effektive Länge des in seiner einstellbaren
ή Länge cinstellbarcn Cicslünges 44' mit dem Arm
verändert wird. Diese Änderung in der effektiven l.iinge
wiederum resul rt darin, daß der erste *\nkerzapfcn
34' nach links in den I.anglöchern 18' so weil bewegt
wird, daß der Verschleiß am Bremsband 18 knmpeti-
η sicrl werden kann.
Claims (5)
- Patentansprüche:!.Selbsttätige NachstellvorrichtungfürFahrzeug-Außenbandbremsen mh einem Betätigungshebel einem über ein schraubbares Kimkenrad in seiner Länge einstellbaren, an einem ersten Bremsbandende angreifenden Gestänge, einem mit dem Betätigungshebe] in Verbindung stehenden Sieilann und einem gesteflfesten, das andere Bremsbandende aufnehmenden Befesügungsteil, dadurch gekennzeichnet daß «Se Brejnsbandenden (2D\ 22') in dem Befestigimgsteil (94) verschiebbar gelagert sind, der als Kniehebel aasgebildete Stellarra (56^ mh der LagersieUe (36') des einen Bremsbandendes verbunden und an dem Befestigungsteil (94) verschiebbar gelagert ist, wobei diese Lagerteile (4S') das Gestänge (44") verschiebbar führt
- 2. Selbsttätige Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß zur verschiebbarer/ Lagerung der Bremsbandenden (20*. 22) in dem Beiesiigungsieii Langiöcher (38*, 40') vorgesehen sind.
- 3. Selbsttätige Nachstellvorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Lapglöcher (38', 40*) in sich gegenüberliegenden Seilenwänden des Befestigungsteils {94) zueinander ausgerichtet paai weise angeordnet sind
- 4. Selbsttätige Nachstellvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Langiöcher (38', 40') entlang von Ebenen erstrecken, :::e sich an einem Punkt schneiden, der im wesentlichen radial außen von dem Bremsband (18') und oberhalb der Stelle zwischen den Bremsbandende (20', 22') liegt.
- 5. Selbsttätige Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1 mit einer in Eingriff mit dem schraubbaren Klinkenrad stehenden Klinke, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (106) schwenkbar am Gehäuse (92) für die Bremse angeordnet ist und eine Oberkanie (111) aufweist, die gegen das Gehäuse anliegt, wobei das Klinkenrad (50') auf die Klinke zu und von der Klinke fen schwenkbar ist.
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