DE2462629B1 - Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer eine mechanisch betaetigbare Teilbelag-Scheibenbremse - Google Patents
Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer eine mechanisch betaetigbare Teilbelag-ScheibenbremseInfo
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Description
- 12 mit geneigten Flächen vorgesehen. In dem hierdurch begrenzten Zwischenraum ist jeweils eine Kugel 13 angeordnet. An dem nach außen vorragenden Teil
- der Eingangswelle 8 ist ein Betätigungshebel 14 befestigt. Zwischen diesem und dem Gehäuseteil 1B sind zwei Wellenfedern 15 angeordnet, zwischen denen eine ebene Ring-Scheibe vorgesehen ist. Die Eingangswelle 7 wird aufgrund der von den Wellenfedern 15 ausgeübten Federkraft nach rechts in Fig. 1 gedrückt, weswegen auch die Kugeln 13 an der Rampenplatte 9 anliegen.
- In der Eingangswelle 8 ist eine abgestufte Durchgangsbohrung vorgesehen, in der ein Kupplungsbolzen 16 angeordnet ist, und zwar an der durch die Durchgangsbohrung gebildeten Innenschulter. Der Kupplungsbolzen 16 ist an seinem axial äußeren Ende axialfest und drehfest, jedoch lösbar mit der Eingangswelle 8 verbunden und erstreckt sich mit diesem axial äußeren Ende koaxial durch die in der Eingangswelle 8 vorgesehene Bohrung hindurch nach außen, wie aus Fig. 1 ersichtlich. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Verbindung des axial äußeren Endes des Kupplungsbolzens 16 mit der Eingangswelle 8 dadurch, daß dieses axial äußere Ende des Kupplungsbolzens 16 ein Außengewinde aufweist, auf das eine Mutter aufgeschraubt ist, wobei letztere unter Zwischenlage einer Unterlegscheibe und einer weiteren Scheibe gegen den Betätigungshebel 14 verspannt ist und diesen damit gleichzeitig an der Eingangswelle 8 festlegt. Demgegenüber ist das axial innere Ende 16a des Kupplungsbolzens 16 tonnenförmig ausgebildet und weist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, zwei parallele, einander gegenüberliegende Abflachungen auf.
- Eine Nachstellgewindespindel 17 weist in ihrem einen Ende einen Schlitz 18 auf, in den das innere Ende 16a des Kupplungsbolzens 16, wie aus Fig. 4 ersichtlich, mit Verschiebeeingriff eingreift. Das bedeutet, daß sich die Nachstellgewindespindel 17 gegenüber dem Kupplungsbolzen 16 verschieben kann, jedoch an einer Drehung gehindert ist. Das andere Ende der Nachstellgewindespindel 17 liegt der Rückseite des Bremsbelages 5 an.
- Auf die Nachstellgewindespindel 17 ist eine Schraubenmutter 19 aufgeschraubt, deren äußere Umfangskante durch zwei Wellenfedern 21 zwischen einem Haltering 20 und der Schulter 6 des Gehäuseteils 1B gehalten wird. Ein Distanzstück 22 begrenzt die axiale Lage der Schraubenmutter 19. Durch die Wellenfedern 21 wird die Schraubenmutter 19 im Anschlag mit der Eingangswelle 8 gehalten.
- Zwischen der Schraubenmutter 19 und der Eingangswelle 8 ist ein Richtgesperre vorgesehen, das die in einer Drehrichtung erfolgende Drehung der Eingangswelle 8 auf die Schraubenmutter 19 übertragen kann und aus einer Klinkenfeder 23 sowie aus Rastzähnen 19a besteht, wobei die Klinkenfeder 23 eine am Flansch 8a der Eingangswelle 8 befestigte Klinke 23a aufweist und die Rastzähne 19a un der benachbarten Seite der Schraubenmutter 19 vorgesehen sind.
- Die Drehrichtung des Richtgesperres ist derart gewählt, daß aufgrund der Drehung der Eingangswelle 8 während des nach einem Bremsvorgang erfolgenden Rückkehrhubes auch die Schraubenmutter 19 in Drehung versetzt wird. Der Bremsvorgang wird jedoch so lange nicht durchgeführt, solange nicht die Relativverschiebung zwischen den beiden genannten Teilen einen Abstand übersteigt, der wenigstens einem Rastzahn 19a entspricht.
- Wenn zur Betätigung der Scheibenbremse der Betätigungshebel 14 gedreht wird, werden die hiermit verbundene Eingangswelle 8 sowie der Kupplungsbolzen 16 gegen die Federwirkung der Wellenfedern 15, 21 drehend nach links gemäß Fig. 1 bewegt, und zwar mit Hilfe des Mechanismus, der aus den im Flansch 8a und der Rampenplatte 9 gebildeten Nuten 11, 12 sowie aus den Kugeln 13 besteht. Hierdurch wird auch die Schraubenmutter 19 nach links verschoben. Im Anfangsstadium der Bremsbetätigung ist jedoch der Dreh-Reibwiderstand zwischen der Schraubenmutter 19 und der Eingangswelle 8 aufgrund der entsprechend gewählten Federkraft der Wellenfedern 21 derart klein, daß eine Drehbewegung nicht übertragen wird. Das hat zur Folge, daß während dieser Tätigkeitsphase zwischen der Eingangswelle 8 und der Schraubenmutter 19 eine Relativdrehbewegung um die Achse hervorgerufen wird, so daß sich die Klinke 23a des Richtgesperres in solch einer Richtung vorwärtsbewegt, daß sie über einen Rastzahn 19a gleitet.
- Durch die sich nach vorn bewegende Schraubenmutter 19 bewegt sich auch die Nachstellgewindespindel 17 nach vorn, so daß der Bremsbelag 5 gegen die Bremsscheibe 2 gedrückt wird. Die hierdurch hervorgerufene Reaktionskraft bewirkt, daß sich der Bremssattel 1 nach rechts gemäß Fig. 1 bewegt, so daß der andere Bremsbelag 3 derart gegen die Bremsscheibe 2 gedrückt wird, daß die Bremsscheibe 2 abgebremst wird.
- Die aufgrund der Bremskraft hervorgerufene Reaktionskraft ist der Anlaß für eine größere Dreh-Reibkraft zwischen der Eingangswelle 8 und der Schraubenmutter 19. Wenn die Dreh-Reibkraft einen vorgegebenen Wert überschreitet, dreht sich die Schraubenmutter 19 gleichsam einstückig zusammen mit der Eingangswelle 8.
- Wenn der Betätigungshebel 14 freigegeben wird, kehren dieser sowie die Eingangswelle 8, der Kupplungsbolzen 16, die Schraubenmutter 19 und die Nachstellgewindespindel 17 unter der Wirkung der von den Wellenfedern 15,21 ausgeübten Federkräfte in ihre Ausgangsstellung zurück.
- Wenn das Ausmaß des Abriebs der Bremsbeläge 3, 5 entsprechend groß ist, bewegt sich die Klinke 23a des Richtgesperres während des Bremshubes um einen Abstand nach vorn, der einem Gleiten über einen oder mehrere Rastzähne 19a entspricht, wobei jedoch die Klinke 23a auf ihrem Rückkehrhub die Drehbewegung der Eingangswelle 8 auf die Schraubenmutter 19 überträgt. Dadurch bewegt sich auch die Nachstellgewindespindel 17 um eine vorgegebene Strecke nach links gemäß Fig. 1, wodurch der zum Bremshub erforderliche Verschiebeweg automatisch auf eine vorgegebene Größe eingestellt werden kann.
Claims (1)
- Patentanspruch: Selbsttätige Nachstellvorrichtung für eine mechanisch betätigbare Teilbelag-Scheibenbremse mit einer Eingangswelle, die eine Eingangskraft als Drehmoment um die Wellenlängsachse aufnimmt und durch Umwandlung eines Teils des Drehmoments in eine axiale Druckkraft verdrehbar sowie axial verschiebbar ist, einer Nachstellgewindespindel, einer hiermit in Schraubeingriff stehenden Schraubenmutter, welche die von der Eingangswelle kommende Druckkraft aufnimmt, einem Richtgesperre, das zwischen der Eingangswelle und der Schraubenmutter angeordnet ist, so daß die Schraubenmutter mit der Eingangswelle in einer Richtung verdrehbar und zum Nachstellen der Nachstellgewindespindel in Richtung auf den Bremsbelag bewegbar ist, wobei die Nachstellgewindespindel mit ihrem einen Ende auf einen Bremsbelag einwirkt und mit ihrem anderen Ende mit einem in einer Bohrung der Eingangswelle gelagerten Kupplungsteil zusammenwirkt, dessen axial inneres Ende in einer Längsnut der Nachstellgewindespindel verschieblich gelagert ist und dessen axial äußeres Ende lösbar mit der Eingangswelle axial- und drehfest verbunden ist, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale: a) das Kupplungsteil (16) besteht aus einem koaxial zur Nachstellgewindespindel (17) angeordneten Kupplungsbolzen; b) das innere Ende (16a) des Kupplungsbolzens (16) weist zwei parallele Abflachungen auf und ragt in die als Schlitz (18) ausgebildete Längsnut der Nachstellgewindespindel (17); c) das äußere zylindrische Ende des Kupplungsbolzens (16) erstreckt sich koaxial durch die in der Eingangswelle (8) vorgesehene Bohrung.Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für eine mechanisch betätigbare Teilbelag-Scheibenbremse gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.Bei einer bekannten Nachstellvorrichtung der gattungsgemäßen Art (DE-AS 1575 996) ist die Nachstellgewindespindel durch ein Kupplungsteil drehschlüssig, jedoch axial verschiebbar mit der Eingangswelle verbunden. Dieses Kupplungsteil besteht hierbei aus einem Keil, dessen Kopf in einem Schlitz am axial äußeren Ende der Eingangswelle festgelegt ist und der mit seinem keilförmigen Teil in eine axial verlaufende Nut am äußeren Ende der Nachstellgewindespindel eingreift. Dieses als Keil ausgebildete Kupplungsteil zwischen Nachstellgewindespindel und Eingangswelle wird in seiner Stellung jedoch vor allen Dingen dadurch festgehalten, daß auf das axial äußere Ende der Eingangswelle eine Schraubkappe aufgesetzt ist, die den Keil festlegt.Aufgrund dieser Anordnung ist es in konstruktiver Hinsicht erforderlich, daß sich die Nachstellgewindespindel wenigstens über die gesamte Länge der Eingangswelle durch diese hindurch erstrecken muß, so daß die Nachstellgewindespindel eine unerwünscht große Länge aufweist und nichts zu der grundsätzlich erwünschten kompakten Ausbildung der Nachstellvorrichtung beiträgt. Darüber hinaus ist auch die Anzahl der für die erwähnte gesamte Kupplung vorzusehenden Einzelteile relativ groß, da außer der Schraubkappe und dem speziell mit Kopf und keilförmigem Teil auszubildenden Keil auch der den Keilkopf haltende Schlitz in der Eingangswelle sowie die den Keil aufnehmende Nut in der Nachstellgewindespindel erforderlich sind.Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachstellvorrichtung der gattungsgemäßen Art derart auszugestalten, daß sie mit weniger Einzelteilen auskommt und kompakt ausgebildet ist.Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs gelöst.Aufgrund des erfindungsgemäß in Form eines Kupplungsbolzens ausgebildeten Kupplungsteils wird die Kupplung zwischen der Nachstellgewindespindel und der Eingangswelle nicht am axial äußeren Ende der Eingangswelle hergestellt, sondern etwa in der Mitte zwischen den beiden Enden der Eingangswelle; dadurch wird in vorteilhafter Weise die axiale Länge der Nachstellgewindespindel entscheidend verringert, so daß sich eine kompakte Ausbildung ergibt. Gleichzeitig ist auch die Anzahl der erforderlichen Einzelteile verringert, da es lediglich erforderlich ist, den Kupplungsbolzen vorzusehen.Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 im Längsschnitt eine mechanisch betätigbare Teilbelag-Scheibenbremse mit selbsttätiger Nachstellvorrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt gemäß Linie II-II nach Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt gemäß Linie III-III nach Fig. 1, und Fig. 4 einen Querschnitt gemäß Linie IV-IV nach Fig. 1.Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist bei der dargestellten Teilbelag-Scheibenbremse ein Bremssattel 1 vorgesehen, der aus aneinander befestigten Gehäuseteilen 1A, 1B besteht und nach links oder rechts bewegbar ist. Der Bremssattel 1 übergreift eine Bremsscheibe 2 eines Kraftfahrzeuges. Auf der einen Seite der Bremsscheibe 2 ist am Gehäuseteil 1A ein Bremsbelag 3 befestigt, während auf der anderen Seite der Bremsscheibe 2 in eine durch das Gehäuseteil 1B begrenzte Öffnung 4 ein weiterer Bremsbelag 5 verschieblich eingepaßt ist. Koaxial zur Öffnung 4 ist eine Öffnung 7 kleineren Durchmessers vorgesehen, die an der Durchmesserübergangsstelle eine Schulter 6 bildet.Im Gehäuseteil 1B ist eine Eingangswelle 8 derart drehbar gelagert, daß sie sich sowohl axial verschieben als auch um ihre Längsachse verdrehen kann. Die Eingangswelle 8 weist einen Flansch 8a auf, der in der Öffnung 7 angeordnet ist. In der Öffnung 7 ist weiterhin eine Rampenplatte 9 angeoordnet, die mittels eines Zapfens 10 am Gehäuseteil 1B befstigt ist und durch die sich die Eingangswelle 8 beweglich hindurcherstreckt. In den einander zugekehrten Flächen von Rampenplatte 9 und Flansch 8a der Eingangswelle 8 sind über den Umfang verteilt Nuten 11 bzw.
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Applications Claiming Priority (3)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1974
- 1974-01-18 DE DE2462629A patent/DE2462629C3/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| NL1006542C2 (nl) * | 1997-07-10 | 1999-01-12 | Skf Ind Trading & Dev | Remklauw met slijtagecompensatie. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2462629C3 (de) | 1981-07-02 |
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