DE2462578A1 - Verbrennungsofen, insbesondere zum verbrennen von muell - Google Patents
Verbrennungsofen, insbesondere zum verbrennen von muellInfo
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Description
Verbrennungsofen, insbesondere zum Verbrennen
von Müll
Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsofen insbesondere
zum Verbrennen von Müll mit von der Einlaufstelle für das
Verbrennungsgut bis zur Ausfallstelle der Verbrennungsrückstände
in abgestuften Zonen abfallendem Rost.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen derartigen Verbrennungsofen zu schaffen, bei welchem durch örtlich richtige
und mengenmäßig genügende Zufuhr von Sekundärluft in jeder Zone des Rostes eine optimale Verbrennung erfolgen kann,
so daß in der letzten Zone alle brennbaren Bestandteile des Verbrennungsgutes tatsächlich möglichst vollständig verbrannt
sind.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht im wesentlichen
darin, daß wenigstens ein Teil der Feuerraum-Seiten—
wände kassettenartige, an einen Luftzuführkanal angeschlossene
Zellen sind, die einerseits sowohl unmittelbar über dem Rost und quer zur Abfallrichtung des letzteren als auch im Abstand
über dem Rost und zwar sowohl in als auch entgegen der Abfallrichtung des letzteren direkt mit dem Feuerraum verbunden sind
und die andererseits mit Hohlräumen unter dem Rost verbunden sind, welche Hohlräume ihrerseits sowohl aufwärts durch den
Rost hindurch als auch in Abfallrichtung des Rostes durch Öffnungen
in den Stirnwänden der Rostzonen mit dem Feuerraum in Verbindung stehen. Durch das Zusammenwirken einer Vielzahl
quer zur Transportrichtung des Rostes über dem letzteren aus den Ofenwänden austretenden Sekundärluftströmen mit in bzw.
gegen die genannte Transportrichtung im Abstand über den Rost streichenden Sekundärluftströmen kann also erreicht werden,
daß diese Sekundärluftströme nicht nur für genügend Verbren—
Mr/H
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nungsluft sorgen, sondern die Flammen einerseits von den Ofenwänden
weg nach innen blasen und andererseits im Sinne einer Begrenzung der Ausbreitung der Flammen nach oben diese unmittelbar
über dem Rost konzentriert halten« Durch die Erfindung wird also sowohl die Verbrennung verbessert als auch die
Lebensdauer des Verbrennungsofens erhöht.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch beispielsweise dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 im Vertikalschnitt die Rostpartie eines Verbrennungsofens,
Fig. 2 in größerem Maßstab und im Vertikalschnitt eine Rostzone
des Ofens nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt senkrecht zur Schnittrichtung
der Fig. 1,
Fig. k in größerem Maßstab ein Beispiel der Feuerraumwand—
konstruktion und
Fig. 5
und 6 je eine Partie der Feuerwand.
Der in Fig. 1 und 2 gezeigte Verbrennungsofen besitzt zwischen der Einlaufzone 0 für das Brenngut einen gegen den Ausfall—
schacht A hin unter einem Neigungswinkel χ zur Horizontalen von beispielsweise 15 geneigten Rost R, der aus abgestuften
Zonen 1,2 und 3 besteht. Jede einzelne dieser Zonen ist entgegen dem Neigungswinkel χ des Rostes R um einen Anstiegswinkel y von z. B. 5 bis 10 zur Horizontalen geneigt, steigt
also in Wanderrichtung des Brenngutes leicht an. Von den jede Rostzone bildenden, dachziegelartig übereinandergreifenden
Roststäben 4 a, 4 b sind in üblicher ¥eise die Roststäbe k a
über einen Schlitten Zh in Stabvorachubrichtung Z hin- und
herschiebbar, was den schrittweisen Transport des Brenngutes
in den Zonen und von Zone zu Zone bewirkt. Der leichte Anstieg
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der Zonen in Transportrichtung verhindert nicht nur ein unerwünschtes
Weiterrollen von Brenngut, sondern bewirkt beim Vorschieben durch die beweglichen Roststäbe h a ein leichtes
Aufbäumen und Zurückfallen des Brenngutes (etwa analog dem Überschlagen einer Welle). Dies bewirkt neben der durch das
Abfallen des Brenngutes über den jeweiligen Zonensturz erzielten
Grobumschichtung eine Feinunischichtung des Brenngutes,
so daß dieses während seines Transports durch den Rost laufend bewegt und umgeschichtet und so in allen seinen Teilen
der Verbrennung zugeführt wird»
Die Feuerraumwände und auch die Sturzwände des Rostes sollen dem Feuerraum nur soviel ¥ärme entziehen, als zur Tiefhaltung
der Oberflächentemperatur nötig ist, damit diese unter der
Schmelztemperatur der Asche liegt, wobei die entzogene, örtliche Wärme wieder fast ganz mit der Primär- und der Sekundärluft
in den Feuerraum zurückgeht. Kühlung und Vorwärmung sind also gleichartig. Die dazu "nötige Konstruktion ist einfach
und läßt sich vollkommen thermisch durchrechnen«
An den den Feuerraum über dem Rost begrenzenden Ofenwänden sind Platten 17 vorgehängt. Die kassettenartige, hohle Fuer—
raumwand 10 hat feuerseitig Grundplatten 9» die innerhalb der
Wand berippt sind und auch Löcher tf besitzen, in die Haken
der Platten 17 eingreifen, und durch welche die Sekundärluft
unter den Platten 17 hindurch in den Feuerraum strömt und damit die Platten etwas abkühlt und dabei die Luft vorwärmt.
Diese Platten 17 sind überall dort vorzusehen, wo großer Wärmeanfall zu erwarten ist, also bei den Stürzen des Rostes
und den Wänden nahe beim Rost. Der übrige Teil der Feuerraumwände besteht aus hohlen Wandzellen 10, wie die Kassetten
hinter den Platten 17.
Diese Wandzellen haben die Form eines Türrahmens, wie Fig. zeigt. Diese Zellen bestehen aus einem Gerüst von paarweisen
U-Eisen 8, die auf dem Grundrahmen 7 aufsitzen. Feuerseitig werden ebenfalls Grundplatten 9 aufgesetzt, aber ungelocht,
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da hier ein Keramikbelag a angebracht ist, der die Wärmedämmung
zu besorgen hat. Außenseitig schließt eine Blech— wand 12 den Zellenhohlraum ab, der aber durch ein Trennblech
13 unterteilt ist, so daß man im mit Rippen 9' ver- .
sehenen Teil die Luftgeschwindigkeit und damit den Wärmefluß
bestimmen kann.
Die Grundplatten 9 im Bereich hinter den Platten 17 sind auch berippt, aber ungelocht, so daß die Luft zwangsläufig
nach unten zu den Platten 17 und zum unteren Zellenhohlraum
18 (ohne Trennwand), bis unter den Rost strömt. Der "^e±Xenhohlraum
18 hat in den hier unberippten Platten 8 durch Löcher 16 Verbindung mit dem Rostunterbau und den Sturzkassetten
1·, 2* und 3* zum Durchgang der Primär- und Sekundärluft
in diese Räume»
Die Luft kommt durch den Deckenaufbau 11 in die inneren Hohlräume
mit dem Einlauf 11 ', kühlt die mit Keramikbelag a beschichteten, ungelochten Platten 9 und geht durch die Platten—
kassetten zu einem Teil unter den Rost. Ist zuviel Luft vorhanden, so wird dieser Teil am Ende der Trennwand 13 im äußeren
Raum der Z6IIe nach oben abfließen und durch die Löcher
12* austreten; dieser Teil der Luft hat dabei noch etwas Wärme aufgenommen, so daß die Ofenhaut 12 erträgliche Temperaturen
erhält.
Es gibt also recht wenig Verlustwärme, ohne spezielle Isolation,
trotzdem die Innenhaut des Ofens ordentlich gekühlt wird. Diese Konstruktion ist zuverlässigen thermischen Berechnungen
zugängig.
Dilatationen werden durch diese Zellenbauweise leicht aufgenommen,
was beim Bau natürlich durch entsprechende Vorkehrungen vorzusehen ist. Die Platten und die inneren Teile der
U-Eisen können Temperaturen von über ^00 0 erreichen, derweil
die Ofenhaut unter 100° bleibt.
Stirn und Rückenwand des Feuerraumes sind gleich ausgebildet
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wie die Seitenwände und die Decke. Der unterste Teil der Wand—
hohlräume, ohne berippte Grundplatten 9f dient als Sekundärluf
tsammler 19 und 20. Der ebenfalls mit vorgehängten Platten
17 feuerseitig abgeschirmte Sammler 19 beim Ofeneinlauf
besitzt Öffnungen 19', durch die Sekundärluft in Transportrichtung
des Rostes über das Brenngut geblasen wird. Der Sammler 20 in der Rückwand speist durch Rohre 20· den unteren
Sammler 51 der Feuerbrücke 5· Diese Feuerbrücke ist auch als
Hohlraumkassette mit Grundplatten 9 ausgebildet, welche oben und unten eine Keramikschicht erhalten, innen aber berippt
sind. Der obere Sammler 51* dirigiert die so vorgewärmte Sekundärluft
durch Lippenöffnungen 5 von Düsen entgegen der
Transportrichtung des Rostes über den letzteren. Wegen des
großen Wärmeanfalls erhält die Brücke 5 unterhalb des oberen Sammlers 5" und frontseitig im Bereich der Öffnungen 5 ebenfalls
Platten 17» die hier die heißen Feuergase von der Brücke 5 bzw. den Düsen fernhalten, die ja durch die Sogwirkung der
Sekundärluft aus den Öffnungen 5 hier besonders kräftig vorbeistreichen würde. Sollte man, bei großen Einheiten, den
Feuerraum durch wassergekühlte Kesselwände begrenzen, so beschränkt sich dieser Teil auf die Gegenden mit Keramikschutz;
die Feuerbrücke ist sogar ausgenommen, was die Kesselkonstruk—
tion vereinfacht. Unter der vorderen und der hinteren Kessel— walze bleiben die Sammler 19 und 20 als Sekundärluftkanäle;
die Platten 17 dagegen bleiben ihrer bedeutenden Funktion ·
wegen erhalten. Es sei noch erwähnt, daß die Kassetten der Stürze 1·, 21 und 3* um ein paar Grad nach vorne geneigt
sind, was sich gut auf die Verbrennung auswirkt.
- Ansprüche -
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Claims (2)
1.. Verbrennungsofen, insbesondere zum Verbrennen von Müll, mit von der Einlaufstelle für das Verbrennungsgut bis
zur Ausfallstelle der Verbrennungsrückstände in abgestuften
Zonen abfallenden Rost, dadurch gekennzeichnet , daß wenigstens ein Teil der
Feuerraum-Seitenwände kassettenartige, an einen Luftzuführkanal
(11) angeschlossene Zellen (io) sind, die einerseits sowohl unmittelbar über dem Rost (r) und quer
zur Abfallrichtung (x) des letzteren als auch im Abstand über dem Rost (r), und zwar sowohl in als auch entgegen
der Abfallrdchtung-(x) des letzteren direkt mit dem
Feuerraum verbunden sind, und die andererseits mit Hohlräumen unter dem Rost (r) verbunden sind, welche
Hohlräume ihrerseits sowohl aufwärts durch den Rost (r) hindurch als auch in Abfallrichtung (x) des Rostes durch
Öffnungen in den Stirnwänden der Rostzonen mit dem Feuerraum in Verbindung stehen.
2. Verbrennungsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zellen (1O) feuerrauraseitig berippte Grundplatten
(9) und außenseitig glatte Blechplatten (12) aufweisen, wobei die Grundplatten (9) unterhalb des Rostes (r) in
die Hohlräume im Rostunterbau mündende Löcher besitzen, und daß die unmittelbar oberhalb des Rostes liegende
Partie der Grundplatten (9) Löcher (91*) aufweist, in welche Haken von feuerraumseitig vorgehängte, gegenseitigen
Abstand aufweisende Platten (17) eingreifen.
Verbrennungsofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß auch die stirnseitigen Feuerraumwände als mit dem
Luftzuführkanal (11) verbundene Zellen ausgebildet sind,
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die über gegeneinander gerichtete Einblasöffnungen (19*»
5 ) mit dem Feuerraum in Verbindung stehen. '')I CO R 7 ti
Verbrennungsofen nach Anspruch 3i dadurch gekennzeichnet,
daß eine mit der ablaufseitigen Zeiien_stirnwand verbundene,
den Rost teilweise überdeckende Feuerbrücke (5) aus hohlen Zellen besteht, die sowohl nach unten
als auch entgegen der Transportrichtung des Rostes gerichtete Luftaustrittsöffnungen aufweist.
Verbrennungsofen nach einem der Ansprüche 1 bis k, dadurch
gekennzeichnet, daß Trennbleche (13) den Zelleilhohlraum
(10) in Abschnitte unterteilen, von denen der grundplattennahe Abschnitt allein der Luftzuführung zum
Feuerraum dient, während der äußere Abschnitt die Überschußluft abfließen läßt.
Patentanwalt
?G9ö46/GQQ6
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