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DE2461742C2 - Pyridoxin-5'-phosphorsäureester-Derivate sowie deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel - Google Patents

Pyridoxin-5'-phosphorsäureester-Derivate sowie deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel

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DE2461742C2
DE2461742C2 DE2461742A DE2461742A DE2461742C2 DE 2461742 C2 DE2461742 C2 DE 2461742C2 DE 2461742 A DE2461742 A DE 2461742A DE 2461742 A DE2461742 A DE 2461742A DE 2461742 C2 DE2461742 C2 DE 2461742C2
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DE
Germany
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phosphoric acid
acid ester
compounds
pyridoxine
preparation
Prior art date
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DE2461742A
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DE2461742A1 (de
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Rolf Dr.med.dent. 6101 Trautheim Eurich
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Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH
Original Assignee
Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH
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Publication date
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/66Phosphorus compounds
    • A61K31/675Phosphorus compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. pyridoxal phosphate
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/547Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom
    • C07F9/553Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom having one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07F9/576Six-membered rings
    • C07F9/58Pyridine rings

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  • Steroid Compounds (AREA)

Description

CH3
worin R die Hydroxymethyl-, Aminomethyl- oder Formylgmppe und η 1 oder 2 bedeutet, sowie die Natrium-, Magnesium- und Calciumsalze dieser Phosphorsäureester.
2. Pyridoxal-S'-phosphorsäureesier-glutamlnat.
3. Das Verfahren zur Herstellung der im Patentanspruch 1 definierten Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man In an sich bekannter Welse Pyridoxin-5'-phosphorsäureester oder ein Natrium-, Magnesium- oder Calciumsalz davon, mit der äqulmolaren 0OC-CH-(CH2);,— COOH
NH,
oder annähernd äquimolaren Menge Glutaminsäure oder Asparaginsäure umsetzt.
4. Pharmazeutisches Präparat zur t i:eralen oder parenteralen Behandlung oder Vorbeugung von Hyperlipoproteinämien, dadurch gekennzeichnet, daß es als Wirkstoff ein Pyridoxln-S'-phosphorsäureesterglutaminat oder -asparaginat der allgemeinen Formel I nach Patentanspruch 1 oder jeweils deren Natrium-, Magnesium- oder Calciumsalze-enthalt.
30
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die xin-5'-phosphorsäureester mit Glutamin- oder Asparaginenteral und parenteral verabreichbaren Salze von Pyrido- säure der allgemeinen Formel I
HO
CH3
worin R die Hydroxymethyl-(-CHjOH), Amiriomethyl-(-CH2-NH2) oder Formyl-(-CHO)-Gruppe und π 1 oder 2 bedeutet, sowie deren Natrium-, Magnesium- und Calcium-Salze, die Herstellung dieser Verbindungen und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel, die zur Prophylaxe und Therapie von Stoffwechselstörungen Insbesondere zur Beeinflussung des Lipid- und Cholesterinhaushaltes anwendbar sind.
Seit 25 Jahren wird in den westlichen Industrieländern ein rapides Ansteigen von Stoffwechselstörungen, Insbesondere Störungen des Fettstoffwechsels beobachtet, deren Hauptursache Überernährung bei gleichzeitiger Bewegungsarmut ist. Es bilden sich allmählich erhöhte Blutspiegel bestimmter Lipide aus, welche das Risiko arterlosklerotischer Herz- und peripherer Gefäßerkrankungen erhöhen. Die Fette werden dabei im Kreislauf in Form kleinster Tröpfchen (Chylomlkronen), die durch einen Proteinfilm (ot- oder ß-Globulln) stabilisiert sind, transponiert.
Durch den reichlichen Fleischkonsum kommt es oft zu einen-, Überangebot an Cholesterin, da dieses Steroid bereits In ausreichender Menge In der menschlichen Leber bfosynthetislert wird. Der natürliche Regiilationsmechanlsmu^ des Cholcsterlnsplegels wird bei fettreicher l.rnährune gestört und es kommt zu einer dauernden firhfthung des l'lasmacholcsterlns Das schwerlösliche OOC —CH- (CH2) n— COOH
NH2
Cholesterin lagert sich u. a. in den Gefäßwandschichten der Aorta, in der Hornhaut und Linse ab. Erhöhte BIuI- cholesterinspiegel sind mindestens zum Teil verantwort lich für die Entstehung von arteriellen Gefäßsklerosen. Hypercholesterinamie Ist eine die Hyperllpämle stets begleitende Stoffwechselstörung, welche z. B. bei Diabetes mellltus sehr ausgeprägt sein kann.
Die pathogenetisch Verschiederwin, symptomatisch ähnlichen Krankheitsbilder der Hypertrlglycerldamle = hyperllpämle, d. h. die Trübung des Serums durch Chylomlkronen (neutralfellrelche Tröpfchen mit einem Durchmesser von bis 1 nm) und die Hypercholesterin ätnle, d. h. die Erhöhung de? Cholesterlngehaltes im Blutplasma auf über 200 mg % werden unter den Sammelbegriffen Hyperllpoprotelnämle bzw. Hyperllpldämle zusammengefaßt (vgl. Pschyrembel, Kiln. Wörterbuch).
Zur Therapie der Hyperlipoprotelnämle werden bis heute vorwiegend a-ip-Chlöfphcnö'xyl-lsobutterSäUre äthylcstcr. Salze von Dt-(p-Chlorphenoxy)-lsobuttersäure und Nikotinsaure sowie Nlkotlnsaurc-Derlvate und zahlreiche Komblnatlonsprüparate verwendet.
6-j z-tp-ChlorphcnoxyMsobultersaurc und dessen Derivate werden heute Im Hinblick auf Wirksamkeit und Langzeltvertrüellchkeit als überragende Therapeutlka für diese Indikation angesehen Ks kann jedoch nicht über-
sehen werden, daß es sich dabei um künstliche, körperfremde Chemikalien handelt, die im natürlichen Stoffwechsel nicht vorkommen, Sie können überdies mit der Zeit p-Ch!orpheno! freisetzen, eine Verbindung, die Chlor In stabiler aromatischer Bindung enthält Gegen die breite Verwendung solcher naturfrur.ider Stoffe über lange Zelträume sind grundsätzliche Bedenken anzumelden, zumal die Dosierung von 1500 bis 2000 mg/Tag sehr hoch ist.
Die Verwendung von or-ip-ChlorpenoxyMsobuttersäure-Derivaten ist kontraindiziert bei bestehenden Leberschäden, Nlerenlnsufflztenz, Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern. Sie können Diarrhöe, Alopezie und Leukopenie verursachen und zum Anstieg der Serum-Transaminase bzw. der Kreatinphosphokinase führen, welche die Absetzung dieser Medikamente erfordern. Eventuell muß unter der Medikation von a-(p-ChIorphenoxy)-isobuttersäure-DerIvaten die Dosierung von Antikoagulantien reduziert werden. Sie können auch zu Nausea, Gewichtszunahme, Potenzverminderung oder Myositls-ähnlicheo Syndromen führen, welche ebenfalls zur Absetzung dieser Medikamente zwingen.
Nikotinsäure und Nikotinsäure-Derivate, die früher als Lipidsenker bedeutend waren, führen häufig zu Hautrötungen, abnormen Leberfunktionstesten und verschlim- mern bestehenden Diabetes.
Im Gegensatz zu diesen synthetischen Medikamenten gehören Vitamin B6: Pyrldoxol, Pyrldoxamin und Pyridoxal und deren Derivate zu den natürlichen und essentiellen Nahrungsbestandteilen. Pyridoxin steht in naher Beziehung zu Pyridoxamin-5-phosphat und zu Pyridoxal-5-phosphat, das für c!en Stoffwechsel der Aminosäuren und Transamlnierungsreaktionen ein wichtiges Koenzym ist.
Pyridoxal-phosphat Ist ein BestiwdteU der cc-Glukanphosphorylase. Nicht geklärt 1st, ob sich Vitamin B6 am Fettstoffwechsel beteiligt. Es wird ihm eine an der Arterlenwand stattfindende Beeinflussung des Fettsäurestoffwechsels und damit eine antlarterlosklerotische Wirkung zugeschrieben. In höheren Dosen scheint es aber bei der Ratte eine leichte Erhöhung des Trlglyceridspiegels des Blutes herbeizuführen, was einer antiarteriosklerotischen Wirkung von Vitamin B6 widerspricht. Es soll auch die Fettverwertung und den Fettansatz begünstigen, Ist von ausschlaggebender Bedeutung für den Eiweiß- bzw. Aminosäurestoffwechsel und hat eine wichtige Funktion bei der Bildung von Kohlenhydraten aus Eiweiß. Auch diese Erscheinungen widersprechen einer Beeinflussung des Fettstoffwechsels Im Sinne einer hypoilpldämlschen oder hypocholesterlnämlschen Wirkung. so
Von den Aminosäuren (Glutaminsäure und Asparaginsäure) Ist eine hypollpldämlsche oder hypocholesterlnämlsche Wirkung nicht bekannt. Im Tierversuch an der Ratte beeinflussen die Aminosäuren weder den Trlglycerldsplegel noch den Cholesterinsplegel des Blutes.
Im Gegensatz dazu wurde nun gefunden, daß Pyrldoxln-Derlvate der allgemeinen Formel I beim Menschen eine überraschend schnelle und sehr starke hypollpldämische und hypocholesterlnämlsche Wirkung ausüben, in einem Maße wie dies bisher nur von a-(p-Chlorpenoxy)-Isobuttersäure-Derlvaten erreicht wurde. Bei der Behandlung mit Pyrldoxln-Derlvaten der allgemeinen Formel I wurden nie unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet. Diese Verbindungen stellen demnach Ideale Lipidsenker dar. Sie lassen sich bedenkenlos in all den Fällen anwenden, bei denen ct-(p-Chlorphenoxy)-lsobutteräure-Derlvate oder Nikotinsäure und deren Derivate wegen Ihren Kontraindikationen oder unerwünschten Nebenwlrkun gen und Begleiterscheinungen nicht oder nur unter entsprechenden strengen Vorsichtsmaßnahmen verwendet werden dürfen.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel können sowohl enteral als Tabletten, Kapseln, Dragees, Granulate, Sirupe, Suspensionen oder Suppositorien als auch in Fr. π μ von Injektionslösungen verabreicht werden.
Zur Behandlung und Vorbeugung krankhafter Abläufe der Biomorphose, insbesondere des Lipidhaushaftes wie Stoffwechselentgleisungen und Gefäßveränderungen bei Arteriosklerose, diabetischen GefSßveränderungen, Störungen der Netzhautdurchblutung und Arterienentzündungen werden im Durchschnitt täglich ca. 80 bis 500 mg Wirkstoff verabreicht. Sie werden zu den Hauptmahlzeiten eingenommen.
Pharmakologische Prüfung
Die Pyridoxin-S'-phosphorsäureester-glutamfnate und -asparaginate sind außerordentlich gut verträglich.
Die DL50 oral von Pyridoxal-S'-phosphorsäureesterglutaminat beträgt 6540 mg/kg Maus.
Die übrigen einschlägigen Verbindungen weisen ähnlich gute Verträglichkeiten auf. Durch ihre nahe Verwandtschaft bzw. ihre Zugehörigkeit zu der Vitamin BeGruppe einerseits und den natürlichen essentiellen Aminosäuren andererseits ist die Harmlosigkeit dieser Verbindungen sichergestellt. Auch bei Langzeittherapien ist mit Nebenwirkungen oder gar Schädigungen keinesfalls zu rechnen.
Klinische Prüfung
Bei 20 Patienten mit erhöhtem Triglycerid- oder Neutralfettspiegel und normalem oder erhöhtem Cholesterinspiegel des Blutserums wurde das Pyridoxal-S'-phosphorsäureester-glutaminat täglich in Dosen von 180 mg oral in Form von Tabletten verabreicht.
Die Patienten wurden In 2 Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe (1) von 7 Patienten wurde während 21 Tagen, die zweite Gruppe (2) von 13 Patienten wurde während 84 Tagen behandelt. Vor, wät;end, sowie am Schluß der Behandlung wurden der Triglycerid- oder Neutralfettspiegel und der Cholesterinsplegef des Blutes bestimmt.
Die Resultate der biochemischen Bestimmungen im Patientenblut sind In den Tabellen 1 und 2 zusammengefaßt.
Tabelle 1 Triglyceride Cholesterin
vor nach vor nach
Behandl. Behandl. Behandl. Behandl.
Mittelwert
mg% 406,57 217,14 281,14 229,71
Senkung
in % 46,59 18,29
S.D. 107,47 110,90 87,82 25,41
S.E.M. 40,62 41,91 33,19 9,60
n.s.
Signifikanz
η = 7
P < 0,001 0,10>P>0,05
S.D. = Standard Deviation S.E.M. = Standard Error of the Mean
5 24 nach 61 742 Cholesterin 6 nach nach
8 Wochen vor 8 Wochen 12 Wochen
Tabelle 2 Neutralfett 178,42 Behandlung 238,46
vor 37,81 264,84 9,96
Behandlung 81,67 nach 51,28
286,92 22,65 12 Wochen 54,24 14,22
Mittelwert * P < 0,01 15,04 P < 0,005
Senkung in % 168,38
S.D. 46,70 179,06 n= 13 237,50 232,75
S.E.M. 2,0
Signifikanz η = 13 78,69 53,43 58,05
23,72 15,42 16,75
Mittelwert * 123,55 n.s.
0,10>P>0,u5
Senkung in % 30,99
S.D. 39,84 n= 12
S.E.M. 12,01 264,00
Signifikanz η= II P < 0,02
287,48 56,57
Mittelwert * 123,55 16,33
Senkung in % '.77,33 57,02
S.D. 53,46 39,84 232,75
S.E.M. 12,01 11,83
Signifikanz P < 0,02 58,05
? 6,75
P < 0,01
n= II
η = 12
in mg%
Ergebnisse
Gruppe (1): Siehe Tabelle 1. Innerhalb von 21 Tagen wurden tilt 180 mg Wirkstoff pro Tag eine Senkung des Triglyceridsplegels um 189,4 mg % erzielt, was einer prozentualen Senkung um 46,6« entspricht. Die vorher . erhöhlen Triglyceridwerte des Blutes wurden signifikant
\ gesenkt (p < 0,001). Bei dieser Patientengruppe wurden
auch die Cholesterin-Werte, die vorher nicht oder nur ; geringfügig erhöht waren, um 18,3* reduziert. Die
Ϊ3 Reduktion war jedoch nicht signifikant (0,10 > ρ >
, 0,05).
' Gruppe (2): Siehe Tabelle 2. Bei dieser Gruppe wurde
5 In 84 Tagen der Neutralfettspiegel um 57,02% und der
^ Blutcholesterinspiegel um 11,83% gesenkt. Die Reduk-
ij tion dc; Neutralfettsplsgel war sowohl nach 8 als auch
,', nach 12 Wochen signifikant (p < 0,01). Auch die Sen-
'' kung des Cholesterinsplegels war sowohl nach 8 Wochen
rt (p < 0,005) als auch nach 12 Wochen signifikant (p <
0,01) gegenüber den vorder Behandlung erhaltenen, meistens über die Norm erhöhten Werte.
F Mit Pyridoxol-S'-phosphorsäureester-glutaminat und
c Pyridoxamin-S'-phosphorsäureester-giutaminat wurden
/ ähnliche Resultate erzielt.
Auch die entsprechenden Asparaginate bewirkten eine Senkung des erhöhten Fett- und Cholesterinsplegels im Plasma bei Versuchen an Ratten.
Das Verfahren zur Herstellung der eingangs definierten Verbindungen der allgemeinen Formel 1 sowie tieren Natrium-, Magnesium- und Calciumsalze ist dadurch gekennzeichnet, dal.1 man einen Pyridoxin-5'phosphorsiiureester der allgemeinen Formel Il
CH3
worin R die Hydroxymethyl-, Aminomethyl- oder Formylgruppe bedeutet, oder ein Natrium-, Magneslum- oder Calciumsalz davon, mit der äquimolaren oder annähernd äquimolaren Menge Glutaminsäure oder Asparaginsäure umsetzt.
Diese Salzbildung wird gewöhnlich In Wasser oder in einem Alkohol oder einem aprotischen Lösungsmittel durchgeführt.
Entsprechend der relativen Empfindlichkeit der Fdckikte und Produkte wird die Salzbildung bei niedrigen Temperaturen etwa Im Bereiche von 0 bis 50" C und unter weitgehendem Lichtausschluß durchgeführt.
Beispiele
[A] Herstellung der Wirkstoffe Beispiel I
Pyridoxal-5'-phosphnrsiUireestcr-glula.Tiinal.
Mol-Gew.: 394.3
26.52 ti (0.1 Mol) Pyridoxal-5'-phospha( · monohydrai wcruT imter I .rhtsch'Jl/ in eine 40 bis ϊ(1 C -.viirnie Suspension aus 14.7 j; Glutaminsäure In ca. I I Wasser eingetragen. Es wird so lange gerührt, bis völlige Auflösung eingetreten ist. Nun wird die Lösung im Vakuum
bei adriger temperatur vollständig eingedamplt Der Rückstand wir.' im Vakuum gem* l net.
Ausbeule:
3'·.4 L' intensiv uelh uel.irhtes Pulver.
Schmel/punk:
135 C sintern. anschheHend allmähliche Zersetzung
1 öslichkeiter,
leicht löshi.'! in Wasser mit schwach saurer Reaktion, id lösliih in Methanol, wenit·· löslich in Äthanol, unlöslich i'i Chioro! i'm. lie- /öl in Hen/inen
Spei- trum
'in H.Mi
Breite* Maximum hei 2Wi his 2'·5 .im
Iiei spiel 2
IViliiv.i:·· '-[ihosphorsäureester-asparaginat Mol 'lew : 380.3
>."T j Pvrid'ival-.s'-phosphat monohvtlrat werden in eiivj 'arme Suspension von 13.3 g Asparaginsäure in '''Ii mi Methin ι! eingetragen und gerührt, bis völlige Vu'Yisimg eingetreten ■-[ Durch Zusatz von 1.2 I Isopropm.': wird das Produkt ,uisgefälll. abfiltriert und im :ί V j- ui.-n L'etri'c!· net
Ausbeute
3d g. entsprechend "'' vier Theorie
Schmelzpunkt so
130 C sintern, dann allmähliche Zersetzung.
I · ι s i i c h k e: t e ·-.
Leicht iöslkh in W.is,er. löslich in Methanol, schwer löslich i" Vthanol iintl Isopn.par.ol. unlöslich Diäthv lather.
3*»
Sp-Jk trum
Mn H.O)
Breites Maximum hei 2''O bis 2f'5 nm.
Die Salze von Pvridoxal-5-phosphjt mit Aminosäuren
Sinti intensiv gelb geiärhte Pulver
Beispiel 3 P;. r;do\.i:--,r.•<'-phosphorsäureester-glutaminat
Mol-Gew.: 395.3
2-1.■ c ">.: M.'h Pv ridoxamin-5-phosphat [Peterson et ::. J \nvj- cl-.jm Soc. "6. lT0 (]954)j werden in eine Suspens· ;- -.,-.π ;j." g Cjlutaminsäure in 1 I Wasser einj.j'.r.)kj-. h;s /υ- ν lügen Auflösung gerührt und danach "J1 tie'er Temperatur im Vakuum vollständig einge-
Λ .-"jl:;c
..'■.3 g hygroskopisches Pulver.
Liiert löslich in Wasser, wenig löslich in höheren Alkohole- und den meisten organischen Lösungsmitteln.
Analog wird auch erhalten: Pyridoxamin-5-phosphat- ^sparaginat. Moi-Gew.: 381.3.
Beide Verbindungen sind leicht löslich in Wasser. Die Losungen reagieren annähernd neutral.
Beispiel 4 Pyridoxo'-f'-phosphorsäureester-glutaminat
2.5 g Pyrido«.ol-5'-phosphat (2-Methyl-3-hydroxy-4-h> oxy-meihyl-5-pyridinmethyl-phosphorsäure)
55
60
65 [Peterson et al. J. Amor ehern Soc "6. I "2 (ll)54l| werden in eine Lösung von I.4"7 g Glutaminsäure in 4(1 bis 5(1" C warmem Wasser unter l.ichtschutz e-ngeiragen und so lange gerührt, his vollstäntlige Aullösung eingetreten ist. Das Wasser wird anschließend durch Gefriertrocknung entlernt.
Ausbeute
4 g weißes Pulver
Löslichkeiten:
Leicht löslich in Wasser, löslich in Methanol, wenig lös lich in höheren Alkoholen und den meisten organischen Lösungsmitteln.
[B| Formungsheispiele
Die unter [Al beschriebenen Wirkstoff werden zu ['ableiten. Kapseln. Dragees. Granulaten. Sirupen. Suspensionen. Sup.positorlen oder zu Iniektionslösungen verarbeite!
Beispiel 5
Tabletten enthaltend je 60 mg pyndoxalo'-phosphorsäureeslcr-glutaininat
6000 g Pyrldoxal-5'-phosphatsäureesler-glulamnat werden mit 2 I Starkeklcister. welcher 100 g Maisstärke enthält, in einer Knetmaschine angeteigt. Wenn die leuchte Masse klebrig ist. wird sie mit etwas trockenei Stärke ver· 'Zt. Danach wird sie in einer Granuliermaschine granuliert und im Vakuum getrocknet. Das fertige Granulat wird danach mit 0.5 kg Maisstärke und 25 g Magnesiumstearat vermischt und zu Tabletten mit einem Wirkstoffgehalt von 60 mg ν erpreß; Die Tabletten können anschließend noch dragiert werden.
Beispiel 6
Kapseln enthaltend je 80 mg PvTidoxal-s'-phosphorsäureester-glutaminai.
Der Wirkstoff wird mit wenig Maisstärke und Magnesiumsie-irat vermischt und in Kapseln abgefüllt.
Beispiel 7
Injektionslösung enthaltend je 100 mg Pyridoxal-S'-phosphorsäureester-glutaminat
100 g Pyridoxal-i'-phosphorsäureester-glutaminat werden in 200 ml Wasser gelöst, durch Zusatz von wenig Natriumhydroxid auf pH 7.0 ± 0.2 eingestellt, durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0.22 mu filtriert auf ein Volumen von genau 300 ml gebracht und unter sterilen Bedingungen in Portionen von je 3 ml in Ampullen abgefüllt und anschließend lyophilisiert. t>ie Ampullen werden zugeschmolzen. Vor Gebrauch wird das Lyophilisat mit jeweils 2.5 ml Wasser versetzt, durch Schütteln in Lösung gebracht, mit der Injektionsspritze aufgesogen und intramuskulär verabreicht.
[C] Anwendungsbeispiele
Pyridoxal-. Pyridoxamin- oder Pyrido.xol-5r-phosphorsäureesterglutaminate oder entsprechende Asparaginate werden zur Behandlung oder Vorbeugung von Hyperlipoproteinämie in Dosen von 80 bis 500 mg pro Tag verabreicht. Höhere Dosen geben keine verstärkte Wirkung und sind daher sinnlos. Gewöhnlich werden etwa 150 bis 250 mg pro Tag verteilt auf 2 bis 3 Einnahmen bei den Mahlzeiten oral in Kapseln oder Dragees verabreicht. Die Wirkung der Behandlung mit diesen Wirkstoffen ist in Spalten 4 bis 6 und in den Tabellen 1 und 2 quantitativ nachgewiesen.

Claims (1)

Patentansp röche:
1. Pyridoxin-S'-phosphorsSureester-gluiamlnate oder -asparaginate der allgemeinen Formel I
CH1-O-P(OH)3
Ii ο
HO
DE2461742A 1974-12-28 1974-12-28 Pyridoxin-5'-phosphorsäureester-Derivate sowie deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel Expired DE2461742C2 (de)

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