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DE2461598A1 - Verfahren und apparat zum abschnittsweisen faerben von garnen - Google Patents

Verfahren und apparat zum abschnittsweisen faerben von garnen

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Publication number
DE2461598A1
DE2461598A1 DE19742461598 DE2461598A DE2461598A1 DE 2461598 A1 DE2461598 A1 DE 2461598A1 DE 19742461598 DE19742461598 DE 19742461598 DE 2461598 A DE2461598 A DE 2461598A DE 2461598 A1 DE2461598 A1 DE 2461598A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strands
dye liquor
immersed
strand
dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742461598
Other languages
English (en)
Inventor
Gerard Mortimer O'mahony
James Galloway Thomso Paterson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
INTERDYE Tech CORP
Original Assignee
INTERDYE Tech CORP
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by INTERDYE Tech CORP filed Critical INTERDYE Tech CORP
Publication of DE2461598A1 publication Critical patent/DE2461598A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B11/00Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing
    • D06B11/0043Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing of hanks of yarns
    • D06B11/0046Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing of hanks of yarns hung on supports
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/929Carpet dyeing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Verfahren und Apparat zu:n abschnittsweisen Färben von Garnen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Apparat zur Herstellung von unregelmäßig oder abschnittsweise gefärbten, zur Verwendung bei der Herstellung von mehrfarbigen genoppten Tufted-Teppichen oder dgl. geeigneten Garnen, die sich durch satte, leuchtende Farben und eine hohe Bauschigkeit sowie die Eigenschaft auszeichnen, die durch, eine ähnliche, sich wiederholende Farbmusterung der Garne auf der Oberseite des aus den Garnen hergestellten Teppichs sichtbaren Streifen wesentlich zu vermindern.
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Es sind mehrere Verfahren zur Herstellung von abschnittsweise gefärbten," bei der Herstellung mehrfarbiger Stoffe verwendeten Garnen bekannt. Ein allgemein bekanntes'Verfahren dieser Art ist das sogenannte "Strick- bzw., Wirk- und Auf rauf el"-Verfahren ("knit de knit"-Verfahren),, bei · W dem das Garn zu "einem Vorfährikat gestrickt bzw; gewirkt '-,,"' wird, dann durch einen Druckvorgang Streifen oder andere , Farbmusterungen aufgebracht werden, die Farbe wärmefixiert * und anschließend" das Gestrick oder Gewirk zur Herstellung von abschnittsweise gefärbtem Garn aufgeräufelt wird/ per Wärmefixierungsvörgäng bewirkt leicht wegen der be pn Strikr ".-...·" ken oder Wirken erzeugten Schlaufen dauerhafte Kinken oder- · Buckel in dem Garn, und im kllgemeinen wird versucht, diese"" Kinken durch verschiedene Verfahren zu entfernen; z.B. ' ■ dadurch, daß man das mit Kinken versehene Garn über eine Reihe von Ecken-führt. Ein typisches Verfahren dieser Art ist eingehender in den U.S.-Patenten 3 012 3Oj5 und 3 102 beschrieben. . · ■ ' .'-..''"' -
Auch wenn Versuche unternommen werden, möglichst viele der Kinke und Buckel aus dem gestrickten bzw. gewirkten und aufgeräufelten Garn zu-entfernen, weist das erzeugte.Garn doch eine beträchtliche Menge von -Kinkeri auf, die für viele.... : Anwendungen ungeeignet sind, wie z. B. bei aus dem Garn hergestellten Teppichen mit langen Noppen .oder jPlüschteppicheni
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insbesondere mit langem Plüsch. Weiterhin dehnen die Glättungs- oder Schliehtungsversuehe das Garn im allgemeinen so aus, daß ein beträchtlicher Teil seiner Bauschigkeit bzw. seines Raumfüllvermögens verloren geht.
Ein weiterer Nachteil des "Strick- bzw. Wirk- und Aufraufel"-Verfahrens ist die Tatsache, daß die Farben mit Hilfe eines Druckvorgangs aufgebracht werden und daß ein solcher Vorgang schon seinem Wesen nach keine vollständige Durchfärbung des Garns erzielen kann. Wenn bestimmte Garne, wie z. B. Nylon, bedruckt werden, können wegen eines durch das Drucken erzeugten hauch- oder liehthofartigen Effektes ("frosting"- oder "haiο"-Effekt) keine echten Farben erzielt werden.
Bei einem anderen oft verwendeten Verfahren zur Herstellung von abschnittsweise gefärbten Garnen wird eine große Anzahl von (Kett- oder anderen) Garnen in paralleler Anordnung durch eine Reihe von Farbauftrageinrichtungen hindurchgeführt, die mit Farbstoffen unterschiedlicher Farbe beschickt werden. Während die Kettgarne durch die Maschine durchlaufen, werden vorbestimmte Teile an ausgewählte Farbauftrageinriehtungen gepreßt, um den gewünschten abschnittsweisen Druck zu erzielen. Zur Fixierung der Farbe werden die Garne anschließend gedämpft. Ein typisches Verfahren dieser Art wird in dem U.S.-Patent 3 503 232 beschrieben.
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Während beim Kettendruck ein glattes, nicht mit Kinken versehenes Garn erzielt wird, wie es bei Plüsch- oder Noppen-Konstruktionen erwünscht ist, hat die beträchtliche Beanspruchung, der die Garne während des Druck- und Dämpfvorgangs ausgesetzt sind, einen beträchtlichen Verlust an Bauschigkeit der Garne zur Folge, die nicht zurückgewonnen werden kann. Auch kann, da es sich hierbei um ein Auftragen der Farbe mittels eines Bedruckungsvorganges handelt, keine volle Druchfärbung des Garnes erzielt werden.
Es wurde auch vorgeschlagen, zur Herstellung von abschnittsweise gefärbten Garnen ein Strangfärbeverfahren.zu verwenden. Bei dem derzeitig üblichen Verfahren werden die Stränge zu ihrer Aufbauschung und Wärmefixierung anfangs in einem Trockenhitzefixierapparat oder Autoklave erhitzt, anschließend auf ein Gestell aufgebracht und vollständig in ein flüssiges Färbebad eingetaucht, das einen Farbstoff enthält, der die hellste Schattierung der gewählten Farbe aufbringt. Während des Eintauchens der Stränge ist die Temperatur des Färbebades notwendigerweise relativ niedrig, z. B. etwa 500C (1200F), und wird dann mit etwa 1°C (20F) pro Minute auf die bei etwa 1000C (2200F) liegende Siedetemperatur erhitzt. Es ist unmöglich, die Stränge in ein Bad mit einer Temperatur von über etwa 50 C (120 F) zu tauchen, da bei einer erhöhten Temperatur die Farbe beim Eintauchen des Garns zu schnell auf dieses aufzieht und dadurch die Farbe ungleichmäßg aufgebracht wird.
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Nach Erreichen der Siedetemperatur werden die Stränge zum Aufbrauchen des Farbstoffs für etwa 10 Minuten eingetaucht gehalten. Das Bad wird dann abgelassen, die Stränge angehoben, und der Bottich bzw. die Barke wird mit frischem Wasser angefüllt und dessen Temperatur auf etwa 50°C (120°F) erhöht. Dann wird ein zweiter Farbstoff zugesetzt, der, wenn er auf die vorgefärbten Garne aufgebracht wird, ihnen die gewünschte Farbe der nächst dunkleren Schattierung gibt. Die Stränge werden in das zweite Bad teilweise eingetaucht, die Temperatur wiederum langsam auf Siedetemperatur erhöht und die Stränge für weitere 10 Minuten zum Aufbrauchen des Farbstoffs in dem Bad gehalten, die oben genannten Schritte werden für einen dritten und jeden beliebigen Färbevorgang wiederholt, nur mit dem Unterschied, daß.die Stränge jedesmal weniger eingetaucht werden als beim vorhergehenden Mal.
Es ist eine anerkannte Tatsache, daß beim Strangfärben satte, leuchtende Farben erzielt werden, wobei dieser Vorteil dadurch auftritt, daß das Strangfärbeverfahren unter optimalen Bedingungen hinsichtlich -Zeit, Temperatur und Farbnutzung erfolgt, die beim Drucken nicht erzielt werden können. Auch hat das Str-angfärben. eine hohe Bauschigkeit des Garns zur Folge, die durch die spannungsfreien Bedingungen, die während der Färbung der Garne in Strangform herrschen, erzielt wird.
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Das derzeitig übliche Strangfärbeverfahren ,hat zwar viele anerkannte Vorteile, es wird aber in nicht genügend weitern Maße verwendet, da dabei auf allen Garnen in großen Abständen eine sich wiederholende Farbmusterung auftritt, die auf der Oberseite des fertigen Florstoffes leicht Streifen oder "Fischgrätmuster" ergibt. Wo solche sich wiederholenden Farbmusterungen auf den Garnen bestehen, kommen die Farben von nebeneinanderliegenden Garnen auf dem fertigen Stoff in regelmäßigen Abständen in Phase, und dies ergibt sichtbare Streifen. Solche Streifen sind nicht so hervorstechend, wenn in kurzen Abständen eine Farbmusterung erzielt wird, und eine solche Farbmusterung in kurzen Abständen läßt sich leicht mit Hilfe des vorstehend genannten Auftragen der Farbe mittels eines Bedruckungsvorgangs erzeugen. Aus der obigen Beschreibung wird außerdem auch ersichtlich, daß das derzeitig übliche Strangfärbeverfahren eine im Vergleich zu der der Druckverfahren sehr geringe Produktionsrate aufweist. Trotz seiner anerkannten Vorteile hat das Strangfärbeverfahren wegen dieser überwiegenden Nachteile in der Wirtschaft keine volle Anerkennung gefunden.
Dementsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zum abschnittsweisen Färben von einer Vielzahl von Textilgarnsträngen zu schaffen, wobei die gefärbten Stränge eine unterschiedliche Farbmusterung aufweisen, so daß auf der Oberseite des daraus hergestellten
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Stoffes sichtbare Streifen oder "Fischgrätmuster" vermieden werden. ·
Es ist vieiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zum abschnittsweisen Färben von Garn zu schaffen, das sich durch satte, leuchtende Farben sowie eine hohe Bauschigkeit und die Abwesenheit von Kinken oder Buckeln auszeichnet.
Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zum abschnittsweisen Färben von Garnsträngen zu schaffen, wodurch eine hohe Produktionsrate erzielt und eine große Menge von hinsichtlich Farbe, Bauschigkeit und anderer physikalischer Eigenschaften gleichem Garn hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Strangreihenanordnung in eine erste Färbeflotte vollständig eingetaucht wird, um eine erste Farbe auf die gesamten Stränge aufzubringen, und daß anschließend die Strangreihenanordnung in eine zweite Färbeflotte mit einer anderen Farbe als die der ersten Färbeflotte teilweise eingetaucht wird.
Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zum abschnittsweisen Färben von Garnsträngen zu schaffen, wobei die Färbeflotte am* Ende eines jeden Färbevorgangs nicht abgelassen wird, sondern daß vielmehr die
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aufgebrauchte Flotte dadurch weiterverwendet wird, daß man dieser einen Farbstoff zusetzt, der die gewünschte Farbe erzeugt.
Auch ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, unter Einschluß eines Naßwärmefixierungsvorgangs in Verbindung mit den Färbevorgängen ein Verfahren und einen Apparat zum abschnittsweisen Färben von Garnsträngen zu schaffen, derart, daß die Garne, wenn sie in das Färbebad eingetaucht werden, sich in einem aufnahmefähigen Zustand befinden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Stranganordnung bzw. -gruppe anfangs in ein erhitztes Wasserbad getaucht wird, um die Garne aufzubauschen und zu wärmefixieren. Die Stranganordnung wird dann aus dem Wasserbad entfernt und diesem ein Farbstoff zugesetzt, so daß aus dem Wasserbad eine erste Färbeflotte entsteht. Die Stranganordnung wird dann vollständig in die erste Färbeflotte eingetaucht, um die erste Farbe auf die gesamten Stränge aufzubringen, und so lange in der Flotte gehalten, bis diese vollkommen aufgebraucht ist. Anschließend wird die Stranganordnung aus der aufgebrauchten ersten Flotte herausgehoben und dieser ein zweiter Farbstoff zugesetzt, um eine zweite Färbeflotte zu erhalten, in die die Stranganordnung teilweise eingetaucht wird, so daß nur die eingetauchten Abschnitte der Stränge durch die zweite Flotte gefärbt werden. Zur Erzielung einer unterschiedlichen Farbmusterung auf den Strängen ist eine Kippvorrichtung für die Stranganordnung
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vorgesehen, derart, daß einige der Stränge tiefer eingetaucht sind als andere.
Falls eine dritte Farbe auf die Stränge aufgebracht werden soll, wird die Strangreihenanordnung wiederum angehoben, ein dritter Farbstoff der aufgebrauchten Färbeflotte zugesetzt und die Strangreihenanordnung daraufhin wieder teilweise bis zu einem geringeren Abschnitt in die dritte Färbeflotte eingetaucht, als sie in die zweite Färbeflotte eingetaucht war. Um eine noch unterschiedlichere Farbmusterung der-Stränge zu erzielen, kann die Strangreihenanordnung bzw. -gruppe in eine etwas andere Lage gekippt werden als diejenige> in der sie sich bei ihrem teilweisen Eintauchen während des zweiten Färbevorgangs befand. Der vorstehend beschriebene Vorgang kann auf Wunsch zum Aufbringen zusätzlicher Farben auf.die Garne wiederholt werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Flußdiagramm der grundlegenden Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2, 2A und 2B die Reihenfolge, in der gemäß der Erfindung . drei Farben auf die Stränge aufgebracht werden, wobei
die Stranggruppe nicht gekippt ist; Fig· J5> J5A und J5B ähnlich wie Fig. 2, 2A und 2B das Aufbringen von drei Farben nach der Erfindung, wobei jedoch die Wirkung des Kippens der Stranggruppe während des zweiten und dritten Färbevorgangs dargestellt ist;
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- ίο -
Pig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Strangfärbeapparates .mit den Merkmalen der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 eine perspektivische' Ansicht eines Stranggestells und eines Teils des obenliegenden Hebegeschirrs des
Apparates nach Fig. 4;
Fig. 6 eine explosionsartige, auseinandergezogene, teilweise weggebrochene perspektivische Darstellung, die veranschaulicht, wie das Stranggestell auf den darunterliegenden Farbröhren aufliegt;
Fig. 7 eine Stirnansicht der Anordnung nach Fig. 6;
Fig. 8 bis 11 schematische perspektivische Darstellung der
verschiedenen Arten, wie das Stranggestell relativ
zum Färbebad gekippt werden kann, um unterschiedliche Farbmusterungen auf den Strängen zu erzielen;
Fig. 12 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Hebegeschirrs, der Stranggestelle, des Wagens und des
Färbebottichs des Apparates gemäß Fig. 4;
Fig. 13 eine schematische Darstellung der Verwendung von kraftbetriebenen Hubvorrichtungen zum Kippen der Stranggruppe "entlang einer Achse; und
Fig. 14 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1^, jedoch mit
vier kraftbetriebenen Hubvorrichtungen, so daß das ■
Stranggestell wahlweise entlang zweier Achsen kippbar ist.
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- li -
Ein AusführungslDelsplel des Färbeapparates nach der Erfindung ist in Fig. 4 bis 7 und 12 dargestellt. Der dargestellte Apparat weist einen offenen, rechteckigen Färbebottich bzw. eine Färbebarke 20 auf, die zur Aufnahme des Färbebades 21 oder einer anderen Flüssigkeit dient. Der Bottich selbst ist in allgemein herkömmlicher Weise gebaut und weist einen Einlaß und einen Auslaß (nicht dargestellt) auf, um den Füll- und Entleerungsvorgang zu erleichtern, ferner weist er einen Zwischenboden 22 mit einer Vielzahl von öffnungen 23 auf, durch die die Flüssigkeit ungehindert in den Bereich unterhalb des Zwischenbodens 22 hindurchfließen kann. Vorgesehen sind außerdem ein außen angeordnetes Farbgefäß 24, mit dessen Hilfe der Farbstoff der Flüssigkeit in dem Bottich zugesetzt werden kann, und eine Zirkulationsanlage mit einer Pumpe 25 und zwei Auslaßöffnungen 26 in dem Zwischenboden 22, die den nachstehend erläuterten Zwecken dienen. Auch kann zur Erwärmung der Flüssigkeit in dem Bottich eine nicht dargestellte Heizschlange unterhalb des Zwischenbodens 22 angeordnet werden.
Ein Wagen 28 ist lösbar in dem Bottich 20 so angeordnet, daß der gesamte Wagen in vertikaler Richtung in den Bottich hinein verschiebbar ist, um eine nachstehend genauer beschriebene Betriebsstellung einzunehmen. Der Wagen 28 umfaßt ein Bodenteil 29* das so ausgelegt ist, daß es auf dem Zwischenboden 22 des Bottichs aufliegt, wenn der Wagen in seine Betriebs-
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Stellung in den Bottich eingebracht ist, ferner mehrere vertikale Pfosten J>Q, die sich von dem Bodenteil 29 nach oben erstrecken, und einen horizontalen röhrenförmigen Verteiler 32. Aus untengenannten Gründen weist das Bodenteil 29 bei 31 zwei nach unten gerichtete Öffnungen auf, die so ausgelegt sind, daß sie mit den Öffnungen 26 in dem Zwischenboden 22 zusammenwirken, wenn der Wagen in seine Betriebsstellung in den Bottich eingebracht ist, so daß die durch die Öffnungen 26 nach oben gepumpte Flüssigkeit durch die Öffnungen 31 in das Bodenteil 29 eintritt. Ferner weisen das Bodenteil 29 und die vertikalen Pfosten J>0 einen inneren nicht dargestellten Durchlaß auf, derart, daß die Flüssigkeit von den in dem Bodenteil 29 befindlichen Öffnungen zu dem Verteiler J52 geleitet wird.
Drei nach oben vorstehende Hebebügel J>J> sind fest an der Oberseite des Verteilers J>2 angebracht, und eine Vielzahl von im Abstand voneinander angeordneten, parallelen Farbröhren J)h ragen von jeder Seite des Verteiler J>2 nach außen und bilden zwei sich in entgegengesetzten Richtungen erstrekkenden Röhrenreihen 35 und 36. Die Röhren erstrecken sich in horizontaler Richtung und sind so ausgelegt, daß sie sich etwas unterhalb des Flüssigkeitspegels des Bades 21 befinden, wenn der Bottich im wesentlichen gefüllt und der Wagen 28 darin in seine Betriebsstellung gebracht ist. Wie am besten aus Fig. 6 ersichtlich, ist jede Farbröhre hohl und mit dem
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hohlen Verteiler 32 verbunden. Außerdem umfaßt jede Röhre eine Reihe von im Abstand voneinander angeordneten Öffnungen 38, die sich entlang der Oberseite der Röhre erstrecken.
Wie aus vorstehender Beschreibung hervorgeht, weisen der Bottich 32 und der Wagen 28 eine Zirkulationsanlage auf, die eine kontinuierliche Zirkulation der in dem Bottich befindlichen Flüssigkeit durch den Wagen und nach außen durch die Öffnungen 38 der Parbröhren Jih bewirkt. Die Flüssigkeit in dem Bottich 20 fließt genauer durch die Öffnungen 23 in dem Zwischenboden 22 und wird dann durch die Pumpe 25 nach oben durch die Auslaßöffnungen 26 geleitet. Danach fließt sie in den Verteiler 32 und die hohlen Farbröhren 34 und.dann nach oben gerichtet durch die Öffnungen 38 zurück in den Bottich.
Der dargestelle Apparat vielst weiterhin insgesamt vier Materialträger bzw. Gestelle 40 auf, die so ausgelegt sind, daß sie sich auf dem Wagen abstützen können. Wie am besten aus Fig. 12 ersichtlich, ist jedes der Gestelle so aufgebaut, daß es eine Hälfte des Bereiches einer Röhrenreihe 35 oder 36 überdeckt. Desgleichen umfaßt jedes Gestell 40 eine rechtwinklige Rahmenkonstruktion, die eine Vielzahl in Querrichtung und im Abstand voneinander angeordneter paralleler und im wesentlichen gleichlanger Arme 42 aufweist. Die Enden der Arme 42 fluchten in Querrichtung miteinander, so daß sie eine hintere und eine vordere Kante der Rahmenkonstruktion bilden,
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und jeder Arm 42 weist zwei in Querrichtung im Abstand voneinander angeordnete parallele Stangen 44, 45 auf, wie am besten aus Fig. 5 ersichtlich. Weiterhin ist auf jedem Ende eines jeden Armes ein bogenförmiges Sattelteil 46 befestigt, das der Verbindung der beiden Stangen dient, wobei das Sattelteil an der vorderen Kante eines jeden Armes ein nach oben gerichtetes Laschenteil 47 aufweist, das sich zwischen den beiden Stangen erstreckt. Eine öffnung 48, deren Zweck nachfolgend noch erläutert wird, erstreckt sich in Querrichtung durch das Laschenteil.
Eine hintere Verstrebung 49 verläuft entlang der hinteren Kante des Gestells und ist mit jedem der Arme fest verbunden. Eine vordere Verstrebung 50 verläuft entlang der vorderen Kante des Gestells und ist mit jedem der Arme lösbar verbunden. Die vordere Verstrebung 50 umfaßt eine sich in Querrichtung erstreckende Winkelschiene 51 mit einer Vielzahl von Schlitzen 52, wobei jeder Schlitz das mit einer öffnung versehene Laschenteil 47 eines Armes 42 aufnehmen kann. Eine zylindrische Sicherungsstange 54 ist so ausgelegt, daß sie sich durch die öffnungen 48 in den Laschenteilen 47 der Arme erstrecken kann, um dadurch die Winkelschiene 51 und damit die vordere Verstrebung 50 mit dem Gestell zu verbinden. Wie leicht zu erkennen ist, kann die vordere Verstrebung 50 einfach durch Herausziehen der Stange 54 und durch Anheben der Verstrebung entfernt werden.
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Die hintere Verstrebung 49 und die vordere Verstrebung 50 umfassen je zwei im Abstand voneinander angeordnete, U-förmige Heberinge 56, durch die das Gestell in noch näher zu beschreibender Weise gehalten wird. Die Heberinge 56 sind in der Nähe der Enden einer jeden zugehörigen Verstrebung angeordnet, und dadurch ist auch jeweils ein Hebering in der Nähe jeder der vier Ecken der rechtwinkligen Rahmenkonstruktion der Gestelle 40 angeordnet.
Wie am besteh aus Fig. 6 bis 7 ersichtlich, sind die Arme eines jeden Gestells so angeordnet, daß sie mit der Anordnung der auf dem Wagen befindlichen Farbröhren j54 derart zusammenpassen, daß das Gestell in eine Lage gebracht werden kann, in welcher es auf dem Wagen 28 aufliegt. Hierbei ist festzustellen, daß die Sattelteile 46 der Arme die gleiche Krümmung wie die zylindrischen Farbröhren aufweisen, um eine relative Verschiebung zu verhindern, und die Stangen 44, eines jeden Armes werden so angeordnet, daß sie zu beiden Seiten der in der darunterliegenden Farbröhre befindlichen Reihe von Öffnungen 38 zu liegen kommen, so daß der Arm die nach oben gerichtete, aus den Öffnungen der Farbröhre austretende Flüssigkeitsströmung nicht behindert. Wie nachstehend beschrieben, ermöglicht die vorstehende aus Gestell und Farbröhren bestehende Konstruktion, daß eine Vielzahl von Textilgarnsträngen S um jeden Arm und die zugehörige Farbröhre gelegt und so eine Reihe von benachbarten, nebeneinanderlie-
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genden, nach unten hängenden Strängen gebildet werden kann, wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich. Die Stränge können so angeordnet werden, daß eine solche Strangreihe dadurch gebildet wird, daß man die vordere Verstrebung 50 in oben beschriebener Weise entfernt und dann die Stränge in axialer Richtung entlang eines jeden Armes und der darunterliegenden Farbröhre verschiebt.
Der dargestellte Apparat umfaßt weiterhin ein Hebegeschirr 60, welches oberhalb des Bottichs angeordnet werden kann und alle Gestelle 40 unabhängig voneinander unterstützt. Das Hebegeschirr 60 umfaßt eine horizontale mittlere Doppel-T-Schiene 62 und vier sich in Querrichtung erstreckende Trägerarme 64, die fest mit der Doppel-T-Schiene in der am besten aus Fig. 4 ersichtlichen Weise verbunden sind. Ferner sind insgesamt drei Hebebügel 65 fest mit der Doppel-T-Schiene verbunden· und längs dieser Schiene in Abständen voneinander angeordnet.
Jeder der Trägerarme 64 weist auf jeder Seite der Doppel-T-Schiene Befestigungsvorrichtungen zur Befestigung von zwei im Abstand voneinander angeordneten Seilen oder Ketten 66 auf. Die Ketten 66 verlaufen von dem Geschirr nach unten und sind an den Heberingen 56 der Gestelle 40 so befestigt, daß die Gestelle mit dem Geschirr lösbar verbunden sind. Jede Kette 66 ist durch einen der Heberinge gezogen, und ein
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Haken 68 ist am unteren Ende einer jeden Kette so angebracht, daß sie in ihrer wirksamen Länge dadurch verstellt werden kann, daß man die Stelle, an welcher der Haken mit der Kette verbunden ist, von Hand verstellt. Durch diese Anordnung läßt sich die Ausrichtung eines jeden Gestells 40 von Hand so verstellen, daß jedes Gestell entlang jeder von zwei verschiedenen Achsen relativ zum Flüssigkeitspegel in dem Bottich 20 gekippt werden kann. Auch kann jedes Gestell vollständig von dem Geschirr gelöst werden, so daß die Gestelle'in vorstehend genannter Weise auf dem Wagen aufliegen und von diesem vollständig unterstützt werden.
Eine elektrische Hebevorrichtung 70 oder dgl. ist auf einer Schiene 72 gleitend geführt, die fest über dem Bottich 20 in der am besten aus Fig. 4 ersichtlichen Weise angeordnet ist. Die Hebevorrichtung 70 umfaßt ein nach unten gerichtetes Seil 74 und einen Haken 75* der in herkömmlicher Weise gehoben und gesenkt werden kann. Drei Seile 77j 78 und 79 verlaufen von dem Haken 75 zu den Hebebügeln 65 des Geschirrs 60. Diese Anordnung ermöglicht es dem Bedienungsmann, das Geschirr und dadurch die Gestelle in gewünschter Weise zu heben bzw. zu senken. Wenn das Geschirr 60 sowohl von der Hebevorrichtung 70 als auch von den Gestellen 40 gelöst ist, können die Hebevorrichtung und die Seile 77, 78 und 79 an den Hebebügeln 3j5 des Wagens 28 so angebracht werden, daß der gesamte Wagen 28 und die von diesem getragenen Strang-
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gestelle 40 in vertikaler Richtung in den Bottich hinein und aus diesem heraus bewegt werden können.
Es folgt nun eine Beschreibung eines Verfahrens zum unregelmäßigen Färben einer Vielzahl von Textilgarnstrangen, bei welchem der vorstehend beschriebene Apparat gemäß vorliegender Erfindung verwendet wird. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, daß das Verfahren und der Apparat gemäß vorliegender Erfindung insbesondere zum abschnittsweisen Färben von Nylon- und Polyestergarn geeignet ist, obwohl sie auch zur Weiterverarbeitung von Wolle, Baumwolle, Akryl- und anderen polymeren Garnen verwendbar sind.
Um den Apparat betriebsfertig zu machen, wird der Wagen 28 mit den darauf aufliegenden Gestellen 40 zuerst aus dem Bottich 20 gehoben und auf einem nicht dargestellten fahrbaren Montagebock angeordnet, so daß die gesamte Anordnung zum Arbeitsbereich transportiert werden kann. Außerdem wird die vordere Verstrebung 50 eines jeden der Gestelle 40 nach Herausziehen der Sicherungsstange 5^ entfernt.
Die Garne werden in herkömmlicher Weise zu Strängen geformt, und die einzelnen Stränge werden auf die Anordnung aufgebracht, indem sie in axialer Richtung auf jeden Arm und die darunterliegende Farbröhre geschoben werden, so daß sie diese umgeben und eine Reihe von nebeneinander angeordneten,
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nach unten hängenden Strängen bilden. Wenn alle Arme an jedem Gestell vollständig beschickt sind, wird die vordere Verstrebung 50 über die Laschenteile 47 gesenkt und durch Einführen der Stange 5^ an dem Gestell befestigt. Der beschickte Wagen wird dann zurück zum Bottich 20 gerollt, wo die Hebevorrichtung 70 durch Verbinden der Seile 77* 78 und 79 mit den Hebebügeln 33 an dem Wagen 28 befestigt wird. Die Anordnung wird dann angehoben, in die Stellung über dem Bottich 20 bewegt und in den Bottich So abgesenkt, daß der Wagen 28 seine Betriebsstellung einnimmt.
Anfangs enthält der Bottich kochendes Wasser, und über einen Zeitraum' von etwa 10 Minuten werden die Stränge vollständig in dieses hineingetaucht, um das Garn aufzubauschen und es durch Wärme zu fixieren. Hierbei führt die Zirkulationsanlage das.Wasser durch die öffnungen 38 in jeder der Farbröhren nach oben, so daß die Stränge tatsächlich über den Armen und der Farbröhre "schwimmen". Daher unterliegen die Garne nur einer geringen oder gar keiner Spannung, welche den Vorgang des Aufbauschens behindern könnte.
Während des Aufbauschvorgangs entfernt der Bedienungsmann die Seile 77, 78 und 79 von den Bügeln 33 des Wagens 28 und befestigt die Seile an den Hebebügeln 65 des Geschirrs 60, welches in unmittelbarer Nachbarschaft des Bottichs angeordnet werden kann. Das Geschirr wird dann durch die Hebe-
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Vorrichtung 70 in eine Lage direkt über dem Bottich gehoben, und die Ketten 66 werden durch die Heberinge 56 der Gestelle gezogen und die Haken 68 in einer vorbestimmten Höhe eingehakt, so daß jede Kette ein Verbindungselement mit einer vorbestimmten Länge bildet. Normalerweise werden die Ketten zu diesem Zeitpunkt des Verfahrens so eingehakt, daß die Gestelle im wesentlichen eben bleiben, wenn das Geschirr gehoben wird.
Ist der Aufbausch- und Wärmefixierungsvorgang abgeschlossen, kann das Geschirr 60 durch die Hebevorrichtung 70 angehoben werden, so daß die Stränge im wesentlichen vollständig aus dem Wasserbad herausgehoben werden, um eine Durchmischung des Farbstoffes, der, wie weiter unten beschrieben, nachfolgend dem Bad zugesetzt wird, zu erleichtern. Da die Farbröhren J>k sich normalerweise unterhalb des Pegels des Wasserbades befinden, wäre es notwendig, einen Teil des Wasserbades aus dem Bottich abzulassen, wenn die Stränge vollständig daraus herausgezogen werden sollen. Im allgemeinen ist ein vollständiges Herausziehen jedoch nicht erforderlich.
Zürn Ansetzen des ersten Färbebades wird das Wasser in dem Bottich durch Zufügen kalten Wassers auf etwa 820C (l8o°F) abgekühlt, und der gekühlten Flüssigkeit wird aus dem Gefäß 24 der konzentrierte Farbstoff zugesetzt. Das Geschirr wird dann abgesenkt, so daß die Stranggruppe vollständig in das erste Färbebad eingetaucht ist. Die Temperatur des Bades wird dann
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mit etwa 1°C (2°F) pro Minute auf die bei etwa 1000C (2200F) liegende Siedetemperatur des Bades gebracht. Die Stranggruppe verbleibt in dem kochenden Färbebad, bis der Farbstoff im wesentlichen aufgebraucht ist. Dies dauert normalerweise etwa 10 Minuten nach Erreichen der Siedetemperatur. Während des Färbevorgangs wird mittels der Zirkulationsanlage die Färbeflüssigkeit bzw. Färbeflotte durch die Farbröhren geleitet und strömt durch deren öffnungen 38 nach oben gerichtet aus, um die Stränge im wesentlichen außer Berührung mit den Armen und den Farbröhren zu heben. Dieser Hebevorgang nimmt dem Garn jede Spannung, und er gewährleistet, daß keine unbewegten Bereiche vorhanden sind, in denen die Stränge mit einem Arm oder einer Farbröhre in ständiger Berührung sind, was eine unterschiedliche Farbschattierung oder eine Strich- bzw. Stabmarkierung an dieser Stelle zur Folge haben könnte.
Bei der Verwendung der Naßaufbauschung und der Wärmefixierung nach der vorliegenden Erfindung wurde festgestellt, daß das erste Färbebad bei einer Temperatur von etwa 820C (l80°F) gehalten werden kann, wenn die Stränge eingetaucht werden, da das Garn durch den Aufbausch- und Wärmefixierungsvorgang teilweise aufgequollen und in einem sehr aufnahmefähigen Zustand ist, wodurch der Farbstoff bei einer höheren Temperatur gleichmäßig aufgebracht werden kann. Dies dient im wesentlichen einer Verringerung der Zeit, die im Vergleich zu dem vorstehend beschriebenen herkömmlichen Färbevorgang zum Erwärmen des Bades
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auf die Siedetemperatur von etwa 100 C (2200P) erforderlich ist, und dadurch wird die Dauer des vorliegenden Färbevorgangs wesentlich verkürzt.
Nachdem der Farbstoff in dem ersten Färbebad aufgebraucht ist, wird die Stranggruppe teilweise aus diesem herausgehoben, und erfindungsgemäß wird die Stranggruppe durch Anheben durch das Geschirr und Ablassen eines kleinen Teils des Bades aus dem Bottich vollständig aus dem verbrauchten Färbebad herausgenommen, so daß eine größtmögliche Zirkulation der Färbeflüssigkeit erzielt wird. Ein zweiter Farbstoff wird dann dem verbrauchten ersten Färbebad durch das Gefäß 24 zugesetzt, und der zweite Farbstoff ist so gewählt, daß er die gewünschte Farbe und Schattierung liefert, wenn er dem verbrauchten ersten Färbebad zugesetzt wird, um dem Garn eine vorbestimmte Farbe zu geben. Somit wird das erwärmte erste Bad nicht abgelassen und geht nicht verloren, vielmehr wird es zur Erhöhung des Wirkungsgrades des Verfahrens für die nachfolgenden Färbevorgänge verwendet.
Die Stranggruppe wird dann so in das zweite Färbebad teilweise eingetaucht, daß das zweite Färbebad nur die eingetauchten Abschnitte der Stränge färbt. Hierbei kann das Gestell relativ zum Flüssigkeitspegel so ausgerichtet oder gekippt werden, daß einige der Stränge beim teilweisen Eintauchen tiefer in das zweite Färbebad eingetaucht werden als andere, wodurch
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die Stränge, wie aus Fig. J>k ersichtlich, eine unterschiedliche Farbmusterung erhalten. Diese Lageveränderung des Gestells kann von Hand durch die Verstellung der wirksamen Länge der Ketten 66 erzielt werden.
Der Wirkungsgrad der vorstehend beschriebenen Zirkulationsanlage in dem Bottich 20 und dem Wagen 28 des vorliegenden Apparates ermöglicht es, daß die Stranggruppe nur einen Teilabschnitt, anstelle in oben beschriebener Weise vollständig aus dem verbrauchten Färbebad herausgehoben wird. Dadurch können die Stränge anfangs in eine für den zweiten Färbevorgang gewünschte Lage gebracht werden, während sie teilweise in das aufgebrauchte erste Färbebad eingetaucht sind, und der zweite Farbstoff kann aus dem Gefäß 24 zugesetzt werden. Auch ist es durch eine sorgfältige Auswahl des zweiten Farbstoffs und durch die Tatsache, daß die Faser in einem sehr aufnahmefähigen Zustand ist, nicht erforderlich, das Bad auf etwa 820C (l80°F) abzukühlen und langsam wieder auf Siedetemperatur zu erhitzen, um eine gleichmäßige Färbung zu erzielen, wie es im Falle des ersten Färbevorgangs notwendig war. Dadurch kann das Färbebad bei Siedetemperatur gehalten werden, wodurch die für den zweiten Färbevorgang erforderliche Zeit beträchtlich verringert wird.
Nachdem der Farbstoff in dem zweiten Färbebad aufgebraucht ist, kann durch Wiederholen der Schritte des zweiten Färbe-
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Vorgangs ein dritter Färbevorgang erfolgen. In diesem Falle wird ein dritter Farbstoff verwendet, der bei Zufügen zu dem verbrauchten zweiten Färbebad die gewünschte dritte Farbe und Schattierung liefert. Außerdem kann die Lage der Gestelle gegenüber der bei dem.zweiten Färbevorgang verwendeten Lage so geändert werden, daß diejenigen Stränge, die beim teilweisen Eintauchen in dem zweiten Färbebad tiefer eingetaucht waren, sich nicht unten denjenigen Strängen befinden, die beim teilweisen Eintauchen in das dritte Färbebad tiefer eingetaucht werden. Dies dient einer unterschiedlichen Farbmusterung, wie beispielsweise aus Fig. JB ersichtlich. Wie leicht einzusehen ist, wird jeder Strang zu einem geringeren Teil in das dritte Färbebad eingetaucht als dieser Strang in das zweite Färbebad eingetaucht war, so daß nur die untersten Abschnitte der Stränge mit dem dritten Farbstoff überfärbt werden. Auch sollte die Lage der Stränge auf den Gestellen zwischen dem zweiten und dritten Färbevorgang weder, durch Verschiebung noch durch Drehung der Stränge geändert werden, wenn die gewünschte Farbmusterung erzielt werden soll. Während vorstehend drei Färbevorgänge beschrieben wurden, ist ersichtlich, daß zusätzliche Färbevorgänge verwendet werden können, falls eine größere Anzahl von Farben erwünscht ist.
Wenn die Färbevorgänge abgeschlossen sind, wird das Färbebad aus dem Bottich 20 abgelassen und das Geschirr 60 durch Abnahme der Ketten 66 von den Gestellen 40 und der Seile 77, 78 und
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von dem Geschirr entfernt. Das Hebegeschirr 70 wird dann mit .den Hebebügeln 33 des Wagens 28 verbunden, und die mit Strängen beschickte Anordnung aus Wagen und Gestellen wird aus dem Bottich herausgehoben und wieder auf den fahrbaren Montagebock aufgebracht und zu einer Stelle befördert, wo die vorderen Verstrebungen 50 von den Gestellen entfernt und die Stränge von diesen abgezogen werden. Die Stränge werden dann normalerweise üblichen Entwässerungs- und Trockenvorgängen unterzogen. Bei bestimmten Pasern, wie z. B. bei Polyesterfasern, kann es erforderlich sein, die Stränge vor der Entwässerung zu spülen, um bestimmte Färbebeschleuniger und andere Chemikalien zu entfernen, bevor das Garn getrocknet wird.
Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren wird das Wasserbad, das beim Aufbauschen und bei der Wärmefixierung der Garne verwendet wird, bei dem nachfolgenden abschnittsweisen Färbevorgang verwendet. Als Alternative zu diesem Verfahren kann ein gesondertes Bad zum Aufbauschen und Wärmefixieren vorgesehen sein, das fortlaufend mit kochendem Wasser gefüllt ist. Dabei kann ein einziges zum Aufbauschen und Wärmefixieren dienendes Bad zusammen mit mehreren mit Färbeflotten gefüllten Bottichen verwendet werden. Der Wagen 28 und die mit den Strängen beschickten Gestelle 4o werden hierbei, nachdem der Aufbausch- und Wärmefixierungsvorgang abgeschlossen ist, von dem Wärme- ■ fixierungsbad zu einer der mit Färbeflotte gefüllten Bottiche bewegt.
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Fig. 8 bis 11 stellen schematisch die verschiedenen Arten dar, in denen die Gestelle 40 gekippt werden können, um eine unterschiedliche Farbmusterung in der Stranggruppe zu erzielen. In Fig. 8 haben die Ketten 66 in der Nähe der vier Ecken des Gestells die gleiche Länge, so daß das Gestell im wesentlichen eben ist. Solch eine Ausrichtung würde verwendet, wenn, wie in Fig. 2, 2A und 2B dargestellt, ähnliche Farbmusterungen in den Strängen erzielt werden sollen.
In Fig. 9 sind die beiden hinteren Ketten in gleichem Maß so verkürzt, daß das Gestell entlang der Querachse gekippt ist. · In Fig. 10 sind die beiden der linken Stirnseite benachbarten Ketten verkürzt, so daß das Gestell entlang der Längsachse gekippt ist, und in Fig. 11 sind drei der Ketten so verkürzt, daß das Gestell sowohl um die Längs- als auch um die Querachse gekippt ist.
Fig. 15 stellt eine Anordnung zur Ausrichtung der Gestelle dar, die zwei kraftbetriebene Hubvorrichtungen 82, 83 zum Heben und Senken der zugehörigen Verbindungsstangen 82', 83' aufweist, so daß das Gestell um die Längsachse gedreht werden kann. Die Hubvorrichtungen 82, 8;5 können mit geeigneten Bedienungselementen verbunden sein, die dem Bedienungsmann die Verstellung der Lage der Gestelle von einem entlegenen Punkt aus ermöglichen.
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Pig. lh zeigt eine Anordnung ähnlich Fig. Γ3, sie weist jedoch vier kraftbetriebene Hubvorrichtungen 85, 86, 87 und 88 auf, so daß jede Ecke des Gestells unabhängig gehoben und gesenkt werden kann und eine Drehung um die Längs- und um die Querachse ermöglicht wird. Wie leicht zu ersehen ist, bietet sich die Verwendugn einer kraftbetriebenen Hubvorrichtungsanlage nach Fig. 1J5 und 14 für eine automatische Programmsteuerung zur weiteren Verbesserung des Wirkungsgrades des vorliegenden Verfahrens an.
Als ein typisches Beispiel für eine für die Verwendung gemäß vorliegender Erfindung geeignete Farbkombination kann ein gelber Farbstoff, wie z. B. Dispersionsfarbstoff Gelb 3 (Disperse Yellow 5), dem beim Aufbauschen und Wärmefixieren verwendeten Wasserbad zugesetzt werden, um, wie in Fig. 2 und 3 mit 91 gekennzeichnet, anfangs eine gelbe Tönung aufzubringen. Der zweite Farbstoff kann ein Blau, wie z. B. der saure Farbstoff Blau 27 (Acid Blue 27), enthalten. Wenn Gelb mit Blau überfärbt wird, entsteht eine, wie aus Fig. 2A und J>k ersichtliche, grüne Färbung, die mit 92 gekennzeichnet ist. Als dritter Farbstoff kann ein Rot, wie z. B. der saure Farbstoff Rot 57 (Acid Red 57), verwendet werden. Wenn Grün mit Rot überfärbt wird, entsteht, wie aus Fig. 2B und 3B ersichtlich, eine braune Färbung, die mit 93 gekennzeichnet ist. Dementsprechend werden die Stränge an ihrem obersten Abschnitt gelb, am mittleren Abschnitt„grün und am unteren Abschnitt
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braun gefärbt sein. Normalerweise beträgt die Menge des dem Bad zugesetzten Farbstoffs etwa 0,25 % des Gewichtes des in den oben genanten Farben zu färbenden Garns. Selbstverständlich kann das Färbebad 21 auch auf· diesem Gebiet bekannte geeignete Netzmittel, PH-Wert-Steuerungsmittel und andere Chemikalien enthalten.
Das oben beschriebene Verfahren und der Apparat können ebenfalls beim Reserve- oder indirekten abschnittsweisen Färbeverfahren (resist oder indirect space dyeing) verwendet werden. Bei einem solchen Verfahren werden chemische Reservemittel so wie die im vorstehend beschriebenen Verfahren verwendeten Farbstoff zugesetzt. Dadurch werden durch die richtige Wahl der Reservechemikalien und durch ihre Verwendung ähnlich der der Farbstoffe in dem vorstehend beschriebenen Verfahren die Stränge für bestimmte Farbstoffe abschnittsweise sensibilisiert. Die abschnittsweise sensibilisierten Stränge werden danach in ein Färbebad eingetaucht, das alle verschiedenen Farbstoffe enthält, für die die Stränge sensibilisiert wurden, und auf diese Weise werden die Stränge abschnittsweise gefärbt.
Das Verfahren und der Apparat gemäß vorliegender Erfindung sind ebenfalls für eine dem abschnittsweisen Färben verwandte Form des Färbens mit der Bezeichnung Farbschattierungsfärben bzw. Färben durch Herausziehen der Stränge (shade variation or withdrawal dyeing) aus dem
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Färbebad geeignet. Hierbei wird nur der Farbstoff einer Farbe verwendet und die Eintauchzeit der verschiedenen Abschnitte der Stränge in dem Bad verändert. Dadurch kann beispielweise eine kontinuierliche Farbabstufung von fast weiß bis zur vollen Farbentwicklung bei Ende des Färbens dadurch erzielt werden, daß die Stränge während des Färbvorgangs langsam aus dem Färbebad herausgehoben werden. Wie leicht einzusehen ist, erhält der obere Abschnitt der Stränge wenig oder überhaupt keinen Farbstoff, während die unteren Abschnitte der Stränge fertig gefärbt sind, und dazwischen befindet sich eine kontinuierliche Farbabstufung. Eine Farbabstufung kann auch durch ein Herausziehen der Stränge in kleinen Schritten statt in kontinuierlicher Weise erzielt werden, und durch Kippen des Gestells während des Herausziehens werden einige der Stränge beim Färbvorgang tiefer eingetaucht als andere, so daß die Stränge unterschiedliche Farbmusterungen aufweisen.
Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die offenbarte räumliche Ausgestaltung, werden, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind, als erfindungswesentlich beansprucht.
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Claims (17)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    .^ Verfahren zur-Herstellung von abschnittsweise gefärbten Garnen, die satte, leuchtende Farben sowie eine hohe Bauschigkeit aufweisen und zum Herstellen von mehrfarbigen Tufted-Teppichen oder dgl. geeignet sind, wobei die Garne in einer Vielzahl von Strängen angeordnet sind, die eine Reihenanordnung von nebeneinander nach unten hängenden Strängen bilden, gekennzeichnet durch die' Schritte, daß die Strangreihenanordnung in eine erste Färbeflotte vollständig eingetaucht wird, um eine erste Farbe auf die gesamten Stränge aufzubringen, und daß anschließend die Strangreihenanordnung in eine zweite Färbeflotte mit einer anderen Farbe als die der ersten Färbeflotte teilweise eingetaucht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net , daß einige der Stränge beim teilweisen Eintauchen in die zweite Färbeflotte tiefer eingetaucht werden als andere, um eine unterschiedliche Farbmusterung der Stränge zu erzielen.
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  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen weiteren nachfolgenden Schritt, bei dem die Strangreihenanordnung in eine dritte Färbeflotte mit einer anderen Farbe als die der ersten und zweiten Färbeflotte teilweise eingetaucht wird, derart, daß jeder Strang zu einem geringeren Teil eingetaucht wird als dieser Strang teilweise in der zweiten Färbeflotte eingetaucht war, um so eine dritte Farbe nur auf die in der dritten Färbeflotte eingetauchten Abschnitte der Stränge aufzubringen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet , daß einige der Stränge beim teilweisen Eintauchen tiefer in die dritte Färbeflotte eingetaucht werden als andere, um eine zusätzliche unterschiedliche Farbmusterung der Stränge zu erzielen.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß einige der Stränge, die beim teilweisen Eintauchen tiefer in die zweite Färbeflotte eingetaucht waren, sich nicht unter denjenigen Strängen befinden, die beim teilweisen Eintauchen tiefer in die dritte Färbeflotte eingetaucht werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Garn vor dem 'Eintauchen
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    der Strangreihenanordnung in die erste Färbeflotte aufgebauscht und wärmefixiert wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch g e k e η η - ■ zeichnet , daß der Aufbausch- und Wärmefixierungsvorgang das Eintauchen der Strangreihenanordnung in ein erhitztes Wasserbad einschließt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet -, daß das Aufbauschen und Wärmefixieren des Garnes durch vollständiges Eintauchen der Strangreihenanordnung in ein erhitztes Wasserbad erfolgt und die Strangreihenanordnung aus dem Wasserbad entfernt wird, nachdem das Aufbauschen und Wärmefixieren im wesentlichen abgeschlossen sind, und daß danach ein Farbstoff zu dem Wasserbad zugesetzt wird, um die erste Färbeflotte zu bilden. »
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Strangreihenanordnung so lange in der ersten Färbeflotte gehalten wird, bis diese im wesentlichen aufgebraucht ist, der ersten aufgebrauchten Färbeflotte ein Farbstoff zugesetzt wird,
    um eine zweite Färbeflotte zu bilden, in die die Strangreihenanordnung teilweise eingetaucht wird, um die eingetauchten Abschnitte der Stränge mit einer vorbestimmten Farbe zu färben.
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  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Strangreihenanordnung so lange in der zweiten Färbeflotte gehalten wird, bis diese im wesentlichen aufgebraucht ist, und daß die Strangreihenanordnung mindestens teilweise aus der aufgebrauchten zweiten Färbeflotte entfernt wird, wobei ferner der aufgebrauchten zweiten Färbeflotte ein dritter Farbstoff zur Bildung einer dritten Färbeflotte zugesetzt wird, um dem Garn eine vorbestimmte dritte Farbe zu geben, und wobei die Strangreihenanordnung teilweise so in die dritte Färbeflotte eingetaucht wird, daß jeder Strang zu einem geringeren Teil eingetaucht ist als dieser Strang in die zweite Färbeflotte eingetaucht' war.
  11. 11. Färbeapparat zum Durchführen des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis IQ mit einem offenen Bottich, der so ausgelegt ist, daß er im wesentlichen die flüssige Färbeflotte bis zu einem vorbestimmten Flüssigkeitspegel aufnimmt, und Gestellen zum Unterstützen einer Vielzahl von Textilgarnsträngen in einer einander benachbarten, nebeneinander nach unten hängenden Strangreihenanordnung, gekennzeichnet durch eine Trageinrichtung (60, 66), mittels der die Gestelle (40)· in einer Lage etwa oberhalb des Bottichs (20) gehalten werden können, und Hubeinrichtungen (70) zum wahlweisen
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    Heben und Senken der Gestelle (40), so daß die Gestelle und die davon unterstützten Stränge (S) wahlweise in eine vollständig gesenkte Lage, in der die Gestelle (4o) und die von diesen unterstützten Stränge (S) vollständig in die Färbeflotte eingetaucht sind, und in eine Vielzahl von gehobenen Stellungen, in denen die von den Gestellen (40) unterstützten Stränge (S) nur teilweise in der Färbeflotte eingetaucht sind, bringbar sind und daß die Trageinrichtung weiterhin Kippeinrichtungen (66) umfaßt zum wahlweisen Kippen der Gestelle (4o) relativ zum Flüssigkeitsspiegel der Färbeflotte und zum Halten derselben in der gewählten Kipplage, so daß einige der Stränge (S) teilweise tiefer in der Färbeflotte eingetaucht sind als andere, wenn die Gestelle (40) in eine der genannten Vielzahl von gehobenen Stellungen gebracht werden. ^r
  12. 12. Apparat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Gestelle (40) eine rechtwinklige Rahmenkonstruktion aufweisen mit einer Vielzahl von in Querrichtung mit Abstand voneinander angeordneten, parallelen Armen (42) von im wesentlichen· gleicher Länge, wobei die Enden der Arme (42) in Querrichtung miteinander fluchten und dadurch eine vordere und hintere Kante der Rahmenkonstruktion bilden, ferner mit einer hinteren Verstrebung (49), die sich längs der hinteren Kante der Rah-
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  14. menkonstruktioii erstreckt und fest mit jedem der Arme (42) verbunden ist, und mit einer vorderen Verstrebung (50), die sich längs der vorderen Kante der Rahmenkonstruktion erstreckt und mit jedem der Arme (42) so lösbar verbunden ist, daß sie von den Armen so weit entfernbar ist, daß die Stränge (S) über jeden der Arme (42) diese ringförmig umgebend hängbar sind.
  15. 15. Apparat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß jedes Gestell (40) ferner Befestigungsvorrichtungen (56) in der Nähe jeder der vier Ecken seiner rechtwinkligen Rahmenkonstruktion aufweist und daß die Trageinrichtung für das Gestell (40) ein obenliegendes Geschirr (60) und langestreckte Zugglieder (66) zwischen dem Geschirr und jedem der Befestigungsvorrichtungen (56) umfaßt. '
    14. Apparat nach Anspruch Γ5, dadurch gekennzeichnet , daß die Kippvorrichtungen (66) zum wahlweisen Kippen der Gestelle (40) Verstelleinrichtungen (68) zum Verstellen der Länge eines jeden der langgestreckten Zugglieder (66) aufweisen.
    15. Apparat nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch einen Wagen (28), der sich in seiner Betriebsstellung im Bottich (20) befindet und eine Vielzahl von mit
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    Abstand voneinander angeordneten, parallelen Röhren (34) aufweist, die allgemein horizontal verlaufen und in der Betriebsstellung des Wagens sich unterhalb des Flüssigkeitspegels befinden, wobei die Arme (42) der Gestelle (40) so angeordnet sind, daß sie mindestens mit einer Vielzahl von den an dem Wagen (28) befindlichen Röhren (34) so zusammen passen, daß das Gestell (4o) auf dem Wagen (28) aufliegen kann und von ihm unterstützt wird, wobei jeder Arm (42) direkt über einer der Röhren (34) liegt, derart, daJ3 jeder Arm (42) und seine zugehörige Röhre eine Vielzahl von den Arm und die Röhre ringförmig umgebenden, benachbarten, nebeneinander nach unten hängenden Strängen unterstützen kann.
  16. 16. Apparat nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß jede der Röhren (34) hohl ausgebildet ist und eine Reihe von im Abstand voneinander angeordneten öffnungen (38) längs ihrer Oberseite aufweistund daß ferner Zirkulationsvorrichtungen (25, 26, 30, 31, 32) zur Zirkulation der flüssigen Färbeflotte aus dem Bottich (20) in die hohlen Röhren (34) vorgesehen sind, so daß die Flüssigkeit nach oben durch die öffnungen (38) herausfließt und dadurch die nach oben durch die Öffnungen ausfließende Flüssigkeit eine leichte Anhebung der von dem Gestell (40) unterstützten Stränge (S) von dem Gestell und der zugehörigen Röhre bewirkt, um so die Zir-
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    kulation der flüssigen Färbeflotte durch die Stränge (S) zu verbessern und deren Spannung zu verringern.
  17. 17. Apparat nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß der Wagen (28) lösbar so in dem Bottich (20) angebracht ist, daß der Wagen und das darüberliegende Gestell (40) zum Aufbringen der Stränge aus dem Bottich heraushebbar sind.
    l8. Abschnittsweise gefärbtes Textilgarn, dadurch g e k e η η zeichnet , daß es gemäß dem Verfahren nach einem oder mehreren der'Ansprüche 1 bis 10 hergestellt ist.
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