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DE2461594C3 - 5,6-Epoxy-1,2,6-trimethyltrlcyclo eckige Klammer auf 5,3,2,0 hoch 2,7 eckige Klammer zu dodecan, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung als Riechstoff - Google Patents

5,6-Epoxy-1,2,6-trimethyltrlcyclo eckige Klammer auf 5,3,2,0 hoch 2,7 eckige Klammer zu dodecan, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung als Riechstoff

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Publication number
DE2461594C3
DE2461594C3 DE19742461594 DE2461594A DE2461594C3 DE 2461594 C3 DE2461594 C3 DE 2461594C3 DE 19742461594 DE19742461594 DE 19742461594 DE 2461594 A DE2461594 A DE 2461594A DE 2461594 C3 DE2461594 C3 DE 2461594C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compound
square bracket
fragrance
epoxy
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19742461594
Other languages
English (en)
Other versions
DE2461594B2 (de
DE2461594A1 (de
Inventor
Akira Kawaguchi Saitama; Akutagawa Susumu Yokohama Kanagawa; Kurihara Haruki Tokio; Nagakura (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takasago International Corp
Original Assignee
Takasago Perfumery Industry Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP638874A external-priority patent/JPS5530686B2/ja
Application filed by Takasago Perfumery Industry Co filed Critical Takasago Perfumery Industry Co
Publication of DE2461594A1 publication Critical patent/DE2461594A1/de
Publication of DE2461594B2 publication Critical patent/DE2461594B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2461594C3 publication Critical patent/DE2461594C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Ambra-ähnliche Riechstoffe sind wertvolle Ausgangsverbindungen für Riecbstoffkompositionen und Parfüms. Besonders teuer ist das Ambra, eine Darmausscheidung der Pottwale, die im Darm getöteter Wale gefunden oder an den Küsten, vor allem des Atlantiks, angeschwemmt oder gesammelt wird. Der Hauptbestandteil der Ambra grisea ist das Ambrein, ein tricyclischer Triterpenalkohol; vgl. Fortschritte der Chemie org. Naturstoffe, Bd. 6, Springer Verlag; E. Led er er, Odeurs et parfums des animaux, Paris (1950), S. 120 bis 129 und E. Lederer, Ind. Parfüm. Cosmet, Bd. 12 (1957), S. 231. Es wurden zahlreiche Versuche zur Synthese von Riechstoffen mit ambraähnlichem Geruch unternommen. Einige dieser synthetischen Riechstoffe können als Ersatz für das teure Ambra grisea verwendet werden. Beispielsweise werden Manool-Derivate, d. h. Diterpene, die aus bestimmten Nadelbäumen gewonnen werden, in weitem Umfang als Ambra-Ersatz verwendet
Im allgemeinen sind jedoch Riechstoffe mit ambraähnlichem Geruch schwierig herzustellen, und es sind als Ausgangsverbindungen zu ihrer Herstellung spezielle Naturstoffe erforderlich. Deshalb ist die Synthese von Riechstoffen mit ambra-ähnlichem Geruch kostspielig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Verbindung zu schaffen, die sich als Riechstoff mit ambra-ähnlichem und holzähnlichem Geruch eignet. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Fig. 1 zeigt das IR-Absorptionsspektrum der Verbindung (I);
F i g. 2 zeigt das Massenspektrum der Verbindung (I); F i g. 3 zeigt das NMR-Spektrum der Verbindung (I); F i g. 4 zeigt die stereochemische Formel des Ketons, das durch Isomerisierung der Verbindung (I) erhalten wordenist
Die Verbindung der Formel I äst ein Sesquiterpen-Kohlenwasserstoff mit der Summenformel C15H24O und der Strukturformel I
Die Verbindung (1) läßt sich billiger herstellen als
übliche Riechstoffe mit ambra-ähnlichem Geruch, und sie ist auf Grund ihrer geruchlichen Eigenschaften ein wertvoller Riechstoff.
Erfindungsgemäß kann die Verbindung (I) durch Umsetzen von 1 Mol U,6-Trimethyltricycl^53^,02·7]-dodeca-5-en (nachstehend als Verbindung II bezeichnet) mit 1 bis 1,2 Mol einer Persäure in an sich bekannter Weise hergestellt werden. Beispiele für verwendbare Persäuren sind Peressigsäure, Perbenzoesäure, Perpropionsäure, Perameisensäure, Monoperphthalsäure und Trifluorperessigsäure.
Die Umsetzung wird in Gegenwart eines gegenüber der Persäure inerten Lösungsmittels durchgeführt Beispiele für verwendbare Lösungsmittel sind Dichlormethan, Chloroform, Aceton, Methyläthylketon, Äthylacetat und Propionsäureäthylester. Da sich im Verlauf der Epoxidationsreaktion Säure bildet, wird dem Reaktionssystem von Anfang an oder während der Umsetzung oder nach beendeter Umsetzung ein Säureacceptor zugesetzt, um die entstandene Säure zu
neutralisieren. Beispiele für verwendbare Säureacceptoren sind Natrium- und Kaliumcarbonat oder -acetat und Erdalkalimetallhydroxide, wie Calcium- und Bariumhydroxid. Die Umsetzung kann bei Temperaturen von - 5 bis 1O0C, vorzugsweise von 0 bis 5° C, durchgeführt werden. Die Umsetzung ist im Temperaturbereich von -5 bis 100C innerhalb etwa 8 Stunden und bei Temperaturen von 0 bis 5° C innerhalb etwa 5 Stunden beendet. Nach beendeter Umsetzung wird die Verbindung (I) mit einem Lösungsmittel, wie Dichlormethan oder Chloroform, extrahiert und der organische Extrakt unter vermindertem Druck destilliert Die Verbindung (1) kann in hoher Ausbeute erhalten werden.
Die verfahrensgemäß eingesetzte Verbindung (U] wird durch Umsetzen von !,S^-Trimethylcyclododecatrien-1,5,9 (nachstehend als 1,5,9-TMCDT bezeichnet das cyclische Trimer von Isopren) mit einem saurer Katalysator erhalten. Diese Umsetzung ist eine intramolekulare Ringschlußreaktion.
Die Verbindung (I) ist ein Riechstoff mit starken-Geruch nach natürlichem Ambra, einem eigentümlicher holzähnlichen Geruch, einer kampferähnlichen Diffun dierbarkeit und einem sogenannten »natürlichen Ge ruch«, der an feuchte Erde oder Waldgeruch erinnert Bei der Absorption der Verbindung (I) auf Filterpapiei
6s und beim Stehenlassen bei Raumtemperatur (beispiels weise bei 20 bis 3O0C) ist der Restgeruch sehr stark um hält mindestens eine Woche an. Der Duft de Verbindung (I) ist stark. Selbst bei Verdünnung de
15
Verbindung (I) in Äthanol läßt sich dieser Geruch noch in einer Verdünnung von 1/10 000 wahrnehmen.
Die Verbindung (I) kann auf Gi and ihrer geruchlichen Eigenschaften als Riechstoff für die verschiedensten Zwecke verwendet werden, beispielsweise als Bestandteil von Parfüms und zur Parfümierung kosmetischer Präparate und von Seifen. Ferner kann du; Verbindung
(I) zusammen mit natürlichem Ambra, Moschus oder Zifett, oder zusammen mit natürlichem Sandelholzöl, Yetiveröl, Patchouliöl oder Zedernöl auf Grund ihres holzähnlichen Geruches zur Herstellung von Herrenparfum ve wendet werden.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teile, Prozentangaben und Mengenverhältnisse beziehen sich auf das Gewicht solfern nichts anderes angegeben ist
Herstellung von 1,2,6-Trimethy
dodeca-5-en
(Verbindung II)
20
In einem 1 Liter fassenden Dreihalskolben werden 150 g 1Ä9-TMCDT vom F. 91 bis 92°C, 260 ml Ameisensäure und 150 ml Dichlormethan vorgelegt. Das Gemisch wird auf 5 bis 10° C abgekühlt und innerhalb 30 Minuten bei dieser Temperatur mit einer Lösung von 7,5 ml Schwefelsäure in 40 ml Ameisensäure tropfenweise versetzt Danach wird das Gemisch 3 Stunden bei dieser Temperatur und weitere 3 Stunden bei 20 bis; 300C unter Rühren umgesetzt Nach beendeter Umsetzung wird das Dichlormethan bei Normaldruck und die Ameisensäure unter vermindertem Druck abdestilliert Anschließend wird der Rückstand neutralisiert, mit 3prozentiger wäßriger Natriumbicarbonatlöüung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und destilliert Ausbeute 135 g der Verbindung: (II) vom Kp. 75 bis 80°C/0,05 Torr. Die Ausbeute beträgt 90,0% der Theorie η S5 =1,5111. IR-Absorption sspektrum: 802 und 1660 cm-'.
Auf Grund des IR-Absorptionsspektrums, des NMR-Spektrums und des Massenspektrums der Verbindung
(II) sowie auf Grund der Röntgenbeugungsanalyse des aus der Verbindung (II) hergestellten kristallinen Ketons hat die Verbindung (II) folgende Strukturformel
45 Natriumchloridlösung neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft Der Rückstand wird unter vermindertem Druck destilliert Ausbeute 21 g (95% der Theorie) der Verbindung (1) als öl vom Kp. 85 bis 90°C/0.03 Torr, η ¥= 1,5063.
IR-Absorptionsspektrum: charakteristische Epoxidabsorptionbei802,880und 1240 cm-'.
Massenspektrum: M+ 220 (Molekülion).
NMR-Spektrum:
h-H(d)
CH3 (C)
(a) 0,72 ppm (3H,s).
(b) 0,75 ppm (3H,s).
(c) 1,18 ppm (3H,s).
(d) 2,87 ppm (1H, t).
Die Verbindung (I) wird mit einer Lewis-Säun umgesetzt. Es wird ein kristallines Keton vom F. 99,5 bi: 100,50C erhalten. Die Struktur des Ketons wird durcl Röntgenbeugungsanalyse bestimmt.
Die in Fig.4 wiedergegebene stereochemischi Formel kann aus diesen Werten abgeleitet werden. Da Keton hat die Summenformel C15H24O. Das Keton ha somit die stereochemische Strukturformel III
Somit hat die Verbindung (I) die Strukturformel IV
55
Ein Gemisch von 20,4 g (0,1 Mol) der Verbindung (II) und 17 g Natriumcarbonat wird in 100 ml Dichlormethan unter Rühren eingetragen. Sodann werden innerhalb 2 Stunden bei einer Temperatur von 0 bis 5° C 20,8 g (0,11 Mol) einer 40prozentigen Lösung von Peressigsäure in Essigsäure eingetropft. Die Lösung wird sodann 2 Stunden bei dieser Temperatur und weitere 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wird die Lösung mit 200 ml Wasser versetzt und !zweimal mit Dichlormethan extrahiert Der Dichlormethanextrakt wird mit gesättigter wäßriger
Beispiel 2
Die Umsetzung wird gemäß Beispiel 1 durchgefüh jedoch wird an Stelle der 40prozentigen Peressigsäur lösung eine 15 g (0,11 Mol) Perbenzoesäure enthalten Dichlormethanlösung verwendet Ferner werden 5,8 Natriumcarbonat eingesetzt Die Verbindung (1) wird 93prozentiger Ausbeute erhalten.
Beispiel 3
Nachstehend wird eine Rezeptur für ein Parfüm od ein Kölnisch Wasser gegeben:
Vetiverylacetat Patchouliöl Eichenmoos Moschusketon Cumarin Methyljonon
Hydroxycitronellal Zimtalkohol Stearylacetat Phenyläthylalkohol Geraniol Terpineol Galbanum öl Lavendelöl Bergamotteöl
Ylang-ylang öl Verbindung (Γ)
24 61594 J 6 5 Resinoide Eichenmoos Parfümie
Beispiel 4 Cabdanum
80 g
150 g
Folgende Komposition eignet sich zum Patchouliöl
50 g von Seifen: Heliotropin 50 j
20 g ίο Ambrette Moschus 20 j
10g Vanillin 5Of
80 g Benzylsalicylat 120 §
10g Amylsalicylat 1501
90 g Geraniumöl 50 g
30 g 15 Geraniol 60 g
25 g Anisaldehyd 240 g
40 g Lavendelöl 70 g
50 g Verbindung (I) 30 g
15g 60 g
10g Blatt Zeichnungen 60 g
20 g 40 g
30 g 1000g
20 g
70 g
800 g
Hierzu 4

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    ί 1.
    can der Formel
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von 5,6-Epoxy-1,2,6-trimethyltricyclo[53A0i7]dodecan, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise lAe-TrimethyltricyclofS^ÄO^Tdodeca-S-en mit einer Persäure im Molverhältnis 1:1 bis 1,2:1 in Gegenwart eines gegenüber der Persäure inerten Lösungsmittels und eines Säureacceptors bei Temperaturen von -5 bis 100C umsetzt
  3. 3. Verwendung von 5,6- Epoxy-1,2,6-trimethyltricyclo[53A02-r]dodecan nach Anspruch 1 als Riechstoff.
DE19742461594 1974-01-11 1974-12-27 5,6-Epoxy-1,2,6-trimethyltrlcyclo eckige Klammer auf 5,3,2,0 hoch 2,7 eckige Klammer zu dodecan, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung als Riechstoff Expired DE2461594C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP638874A JPS5530686B2 (de) 1974-01-11 1974-01-11
JP638874 1974-01-11

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2461594A1 DE2461594A1 (de) 1975-07-17
DE2461594B2 DE2461594B2 (de) 1976-08-12
DE2461594C3 true DE2461594C3 (de) 1977-03-24

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