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Wandbildendes Bautafelsystem, insbesondere Vorhang-~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
fassadensystem Die Erfindung bezieht sich auf ein wandbildendes Bautafelsystem aus
aneinandergrenzenden Bautafeln und diesen rückseitig zugeordneten Verankerungen,
die je ein am Verankerungsgrund befestigtes Ankerelement und ein mit diesem fest,
jedoch lösbar verbundenes Ankerelement, das seinerseits mit der Bautafel verbunden
ist, umfassen, insbesondere Vorhangfassadensystem mit im Abstand an einer ggf. mit
einer Isolierschicht versehenen Baukörperwand oder dergleichen als Verankerungsgrund
unter Ausbildung von Fugen aufgehängten Fassadenplatten.
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Großflächige Bautafelelemente sind bereits zum Aufbau von Wandverkleidungen,
insbesondere zum Aufbau von Vorhangfassaden, bekannt geworden. Verwendung haben
dabei Bautafeln aus Natur-oder Kunststein, aus Keramik und Plattenelemente aus Beton,
Kunststoff sowie Bleche gefunden. Bei einem bekannt gewordenen Bautafelsystem sind
die Flächenelemente mit an ihren Schmalseiten angeordneten Nuten versehen und in
einem Tragrost aus rechtwinklig zueinander verlaufenden, fest miteinander verbundenen
Längs- und Querstäben aufgenommen. Die unter Formschluß mit den Profilstäben des
Tragrostes in dessen Felder eingesetzten Platten, bei denen es sich vornehmlich
um Keramikplatten handelt, haben bei diesen bekannten Bauelementen in Gestalt von
Wandverkleidungstafeln oder dergleichen die Funktion reiner Füllelemente, während
der Tragrost aus kreuzweise miteinander verbundenen Profilstäben der Anordnung Zusammenhalt
und Flächensteifigkeit vermittelt.
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Die durch die Tragroste zusammengehaltenen Bautafelelemente sind mit
dem Verankerungsgrund, beispielsweise mit Isolierschichten bekleideten Rohbauwänden,
im Abstand durch spezielle Verankerungen fest verbunden. Diese Verankerungen nehmen
einerseits die Gewichtskräfte der Flächenelemente auf, vermögen andererseits aber
auch die infolge Temperaturschwankungen an den Flächenelementen unvermeidbar auftretenden
Dehnungen auszugleichen. Als unbefriedigend hat sich bei diesem Bautafelsystem,
das
den bauphysikalischen Erfordernissen in hervorragender Weise genügt, dessen kostspieliger
Aufbau aus Tragrosten und in diese eingesetzten FUlltafeln erwiesen.
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Beim Aufbau von Wandverkleidungen sind auch schon an den Rohbauwänden
komplette Unterkonstruktionen in Form fest mit dem Bauwerk verbundener Tragwerke
und auf letzteren befestigter Verkleidungsplatten bekannt geworden. Auch diese Unterkonstruktionen
erweisen sich hinsichtlich ihres Material- und Montageaufwandes gleichermaßen als
kostspielig. Darüberhinaus hat sich die Verbindung der die Wandverkleidung bildenden
Bautafeln mit einer derartigen Unterkonstruktion als zeitraubend und somit teuer
erwiesen.
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Angesichts dieses Standes der Technik besteht die der Erfindung zugrundeliegende
Aufgabe in der Schaffung eines Bautafelsystems, dessen Aufbau im Vergleich zum Stande
der Technik in einfacherer und kostengünstigerer Weise gelingt. Darüberhinaus muß
bei dem zu schaffenden Bautafelsystem die Beschränkung der Endmpntage auf einfaches
Einhängen der mit entsprechenden Verankerungselementen ausgerüsteten Bautafeln in
Verankerungselemente, die am Verankerungsgrund befestigt sind, gewährleistet sein.
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Ausgehend von der überlegung, daß diese Forderungen weder beim Einsatz
kostspieliger, gittenßstartiger Tragwerke mit Füll tafeln, noch bei Verwendung aufwendiger,
erhebliche Montagekosten verursachender Unterkonstruktionen hinreichend befriedigt
werden können, ist die Lösung der gestellten Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß jede Bautafel mit zwei in horizontalem Abstand voneinander angeordneten Ankerelementen
versehen ist, die sich mit einem Halteabschnitt rückseitig von der Bautafel forterstrecken
und mit diesem Halteabschnitt in ein Tragorgan der mit dem Verankerungsgrund verbundenen
Ankerelemente eingehängt und infolge des Bautafeleigengewichts in der Einhängelage
gehalten sind, und daß als mit dem Verankerungsgrund verbundene Ankerelemente vertikal
verlaufende Tragschienen mit sich horizontal erstreckenden Tragbolzen als Tragorgane
dienen.
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Im Rahmen der Erfindung werden mithin am Verankerungsgrund, etwa
einer zu verkleidenden Baukörperwand, Tragschienen als mit dem Verankerungsgrund
verbundene Ankerelemente befestigt und die ihrerseits mit den Bautafeln verbundenenAnkerelemente
mit speziellen Halteabschnitten, die sich nach rückwärts über die Bautafeln hinauserstrecken,
in an den Tragschienen befestigte Tragbolzen eingehängt. Es versteht sich von selbst,
daß der Halteabschnitt wenigstens eines mit einer Bautafel verbundenen
Ankerelementes
mit seitlichem Spiel in den Tragbolzen der Tragschienen eingehängt ist, so daß in
den Grenzen dieses Spiels Seitenverschiebungen zwecks Dehnungsausgleichs bei wechselnden
Temperaturen auftreten können.
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In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung kann es sichbei den mit
dem Verankerungsgrund verbundenen Tragschienen um an sich bekannte U-Profilschienen
mit dem Verankerungsgrund zugewandten, von Befestigungsschrauben durchdrungenen
Stegen und sich nach außen forterstreckenden Schenkeln handeln, die in Querbohrungen,
welche die Schenkel durchdringen, Tragbolzen als Tragorgane aufnehmen. Bei der Ausbildung
von Eckverbindungen können alternativ zu den vorerwähnten U-Profilschienen als Tragschienen
auch an sich bekannte Winkelprofilschienen mit sich jeweils etwa rechtwinklig zu
einer Wandfläche forterstreckenden Schenkeln Verwendung finden und mit den Tragschienenschenkeln
können abgewinkelte Tragbolzen als Tragorgane verbunden sein, die je einen etwa
parallel und im Abstand zu einem der Tragschienenschenkel .verlaufenden Bolzenabschnitt
besitzen.
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Eine ebenfalls zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß jede Bautafel mit wenigstens zwei die Gewichtskräfte aufnehmenden
Tragankerelementen, die in
horizontalem Abstand voneinander angeordnet
und in die Tragbolzen der Tragschienen eingehängt sind, sowie mit mindestens einem
die senkrecht zur Bautafelebene auftretenden Lasten aufnehmenden Halteanker ausgerüstet
ist.
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Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, die mit den Bautafeln verbundenen
Ankerelemente in unmittelbarer Nähe der vertikalen Bautafelbegrenzungen anzuordnen
und die mit dem Verankerungsgrund verbundenen Tragschienen im Bereich der Vertikalfugen
zwischen horizontal benachbarten Bautafeln vorzusehen sowie die an eine Fuge angrenzenden
Ankerelemente nebeneinander befindlicher Bautafeln in jeweils einen Tragbolzen der
jeweiligen Tragschiene einzuhängen. Bei dieser Anordnung der Tragschienen übergreifen
diese den Fugenbereich zwischen nebeneinander befindlichen Bautafeln und die beidseitig
einer derartigen Fuge angeordneten Ankerelemente der beiden Bautafeln sind in jeweils
denselben Tragbolzen der Tragschiene eingehängt.
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Es kann im Rahmen der Erfindung auchJede Bautafel mit je zwei Tragankerelementen
und Halteankerelementen ausgerüstet sein, die in vertikalem Abstand voneinander
angeordnet und so in die Tragbolzen der Tragschienen eingehängt sind, daß jeweils
die Tragankerelemente nebeneinander befindlicher Bautafeln unter Aufnahme der Gewichtskräfte
an einem Tragbolzen und
die Halteankerelemente derselben Bautafeln
mit vertikalem Spiel an einen zweiten Tragbolzen einer im Bereich der Fuge zwischen
den genannten Bautafeln verlaufenden Tragschiene angeschlossen sind. Bei dieser
Lösung gelingt eine identische Ausbildung der Trag- und Halteanker, die lediglich,
in Abhängigkeit von ihrer Zweckbestimmung, in unterschiedlicher Weise an die mit
dem Verankerungsgrund verbundenen Ankerelemente angeschlossen bzw. in die Tragbolzen
der Tragschienen eingehängt werden.
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Die Halteabschnitte der mit den Bautafeln verbundenen Ankerelemente
können dabei zwischen den Tragschienenschenkeln in die mit diesen verbundenen Tragbolzen
eingehängt sein oder in den genannten Halteabschnitten können Vertikalnuten angeordnet
sein, in die sich in der Montagelage die Tragschienenschenkel hineinerstrecken.
Beide Ausführungsarten gewährleisten durch die von den Tragschienenschenkeln vermittelte
Seitenbegrenzung bzw. durch den formschlüssigen Eingriff der Tragschienenschenkel
in eine Vertikalnut seitliche Fixationen. Es versteht sich von selbst, daß dabei
für den Ausgleich von Temperaturdehnungen notwendiges Spiel vorgesehen werden kann.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei den mit den Bautafeln verbundenen
Ankerelementen
um Profilschienenabschnitte von im Vergleich zur Breite der Bautafeln geringer Längenerstreckung
handelt, die einen formschlüssig in eine von der Rückseite aus in die Bautafeln
eingearbeiteten Nut eingreifenden Verbindungsabschnitt besitzen, beispielsweise
ein von einer hinterschnittenen Bautafelnut aufgenommenes Schwalbenschwanzprofil.
Diese Ankerelemente können auch mit rückseitig an der Bautafel anliegenden Stützflächen
zur Aufnahme von Druckkräften versehen sein.
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Ferner können im Rahmen der vorliegenden Erfindung Sicherungselemente
zur Festlegung der montierten Bautafeln vorgesehen sein, die beim Einhängen der
Halteabschnitte der mit den Bautafeln verbundenen Ankerelemente in die Tragbolzen
der Tragschienen eine formschlüssige Verriegelung zwischen den mit dem Verankerungsgrund
und den Bautafeln verbundenen Ankerelementen vermitteln. Als Sicherungselemente
können dabei mit den Tragschienen verbundene Sicherungsfedern Verwendung finden,
die beim Einhängen der mit den Bautafeln verbundenen Ankerelemente in die Tragbolzen
in eine die Halteabschnitte der genannten Ankerelemente hintergreifende und in der
Einhängen lage arretierende Sicherungsstellung einrasten.
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Nachstehend sollen anhand der beigefügten Zeichnungen einige Ausführungsformen
der Erfindung näher erläutert werden. In teils schematischen Ansichten zeigen:
Fig.
1 eine Brontansicht eines in erfindungsgemäßer Weise an einem Verankerungsgrund
angebrachten Fassadensystems mit Blick auf den Eckbereich von vier aneinandergrenzenden,
je zu zwei über- und nebeneinandeHangeordneten Fassadenplatten Fig. 2 einen Vertikalschnitt
gemäß Schnittlinie II-II in Fig. 1 durch die Vertikalfuge zwischen nebeneinander
angeordneten Fassadenplatten mit den zugeordneten, einerseits an den Platten selbst
und andererseits am nur angedeuteten Verankerungsgrund befestigten Verankerungselementen,
Fig. 3 im Horizontalschnitt gemäß Schnittlinie III-III in Fig. 1 durch nebeneinanderliegende
Fassadenplatten die Verankerung von oben gesehen, Fig. 4 in einer vergrößerten Schnittansicht
(Horizontalschnitt) eine Alternativlösung zu Fig. 3, Fig. 5 in einer Schnittansicht
ähnlich den Fig. 3 und 4 eine mögliche Eckausbildung unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Fassadenplattenaufhängung, Fig. 6 eine Alternativlösung zu der Eckausbildung gemäß
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung und Fig. 7 einen Vertikalschnitt ähnlich Fig.
2 durch ein Brüstungselement mit einem in Einrastlage befindlichen Sicherungselement.
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Bei dem in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichten Fassadensystem sind
untereinander gleiche Bautafeln 10 unter Ausbildung vertikaler und horizontaler
Fugen 11, 12 einer nur angedeuteten Bauwand 13 in horizontalem Abstand (angedeutet
durch Doppelpfeil 14) zugeordnet. Der durch die Bauwand 13 repräsentierte Verankerungsgrund
istnnt einer Isolierschicht 15 bekleidet. Im Bereich der Vertikalfugen 11 zwischen
nebeneinanderliegenden Bautafeln bzw. Fassadenplatten 10 erstrecken sich vertikal
Tragschienen 16 als mit dem Verankerungsgrund 13 fest verbundene Verankerungselemente,
bei denen es sich im Falle des dargestellten Ausführungsbeispiels um U-Profilschienen
handelt, die eine größere Breite als die Vertikalfugen aufweisen und deren Schenkel
sich von der Bauwand forterstrecken, während der die Tragschienenschenkel verbindende
Steg sich in Parallellage zu der Bauwand, jedoch in einem etwa durch die Dicke der
Isolierschicht 15 vorgegebenen Abstand von dieser befindet. Durch den Tragschienensteg
erstrecken sich in vertikalem Abstand voneinander in geeigneter Weise mit dem Steg
verbundene Ankerschrauben 17, die in bekannter und daher nicht weiter dargestellter
Weise im Verankerungsgrund 13 fest verankert sind, beispielsweise in Bohrlöcher
eingemörtelt. In vertikalen Abständen voneinander sind jeder dieser Tragschienen
Tragbolzen zugeordnet, die in im Abstand vom Tragschienensteg die Tragschienenschenkel
durchdringenden Horizontalbohrungen aufgenommen sind.
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Bei den an den Bautafeln bzw. Fassadenplatten 10 befestigten -Ankerelementen
20 handelt es sich um Ankerprofile mit einem schwalbenschwanzförmigen Verbindungsabschnitt
21, der von einer schwalbenschwanzförmigen Nut in der Bautafel aufgenommen und mit
dieser fest verbunden ist, beispielsweise unter Verwendung eines bekannten Kunstharzmörtels
eingemörtelt. Die den Verbindungsabschnitt des Ankerelementes 20 aufnehmende Bautafelnut
erstreckt sich an der Bautafelrückseite von der jeweils eine Vertikalfuge 11 begrenzenden
Stirnkante aus in die Bautafel hinein und hat nur eine begrenzte Breitenerstreckung,
wie in Fig. 3 ersichtlich und in Fig. 1 gestrichelt angedeutet.
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Diese Ankerelemente 20 sind mit an der Bautafelrückseite anliegenden,
sich nach oben und unten über den schwalbenschwanzförmigen Verbindungsabschnitt
21 forterstreckenden Stützflächen 22, 23 zur Aufnahme von Druckkräften versehen
und an diese Stützflächen schließt sich ein nach rückwärts über die Bautafelebene
hinausragender, hakenförmiger Halteabschnitt 24 mit einer nach unten offenen Ausnehmung
25 an. Mit diesem hakenförmigen Halteabschnitt 24 werden, wie insbesondere Fig.2
zeigt, die mit den Bautafeln verbundenen Ankerelemente 20 in die Tragbolzen 18 der
am Verankerungsgrund befestigten Tragschienen 16 eingehängt.
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Bei der in Fig. -3 veranschaulichten Ausführungsform erstrecken sich
die nach rückwärts über die Bautafelebene hinausragenden
Halteabschnitte
24 der mit den Bautafeln verbundenen Ankerelemente 20, ausgehend von der die Jeweilige
Vertikalfuge 11 begrenzenden Stirnkante einer Bautafel, seitlich über die vom Verankerungsgrund
hervorstehenden Schenkel der Tragschienen 16 hinaus und sind sind in einem etwa
dem halben Breitenmaß der Tragschienen 16 entsprechenden Abstand von den Stirnkanten
vertikale Einschnitte 26 in den Halteabschnitten vorgesehen, in die in der Einhängelage
die vom Tragbolzen 18 durchdrungenen Tragschienenschenkel eingreifen (in Fig. 3
dargestellt), so daß mit der Einhängung der Bautafeln in die Tragbolzen 18 der Tragschienen
16 eine seitliche Bautafelfixation gewährleistet ist.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist jede Bautafel 10 in der Nähe
ihrer Eckbereiche mit je einem Ankerelement 24 ausgerüstet, welche Ankerelemente
untereinander gleich sind. Die in der Nähe der Bautafeloberkanten befindlichen Ankerelemente
dienen im Rahmen der Erfindung als sogenannte Traganker, deren Halteabschnitte 24
unter Übertragung des Bautafelgewichts auf den Tragbolzen 18 auf liegen. Dies zeigt
die in der unteren Hälfte der Fig. 2 dargestellte Aufhängung. Die im Bereich der
Bautafelunterkanten angeordneten Ankerelemente 20 übergreifen hingegen die zugeordneten
Tragbolzen 18 der Tragschienen 16 mit vertikalem Spiel, so daß es sich im genannten
Falle um
Halteanker handelt, die lediglich senkrecht zur Fassadenplattenebene
auftretende Kräfte aufzunehmen vermögen. Dies zeigt die in der oberen Hälfte der
Fig. 2 dargestellte Aufhängung.
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Naturgemäß bedarf es bei einer derartigen Bautafelaufhängung auch
eines horizontalen Dehnungsausgleichs. Dieser ist in den Zeichnungen nicht im einzelnen
dargestellt, kann jedoch in einfacher Weise durch entsprechende Verbreiterung des
vertikalen Einschnittes 26 in den Halteabschnitten 24 der mit den Fassadenplatten
verbundenen Ankerelemente 20 oder in anderer, geeigneter Weise verwirklicht werden.
Die einer vertikalen Bautafelkante zugeordneten Ankerelemente können dabei in horizontaler
Hinsicht Festankerpunkte bilden, wo hingegen die der anderen Vertikalkante derselben
Bautafel zugeordneten Ankerelemente eine begrenzte Verschiebbarkeit in horizontaler
Richtung zulassen müssen.
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Bei der in Fig. 4 veranschaulichten Ausführungsform, deren grundsätzlicher
Aufbau mit dem Aufbau der Ausführungsform nach Fig. 3 übereinstimmt, sind für gleiche
Teile wie in Fig. 3 gleiche Bezugszeichen verwendet worden. Lediglich abweichende
Teile sind zur Unterscheidung durch einen Strich gekennzeichnet
Auch
bei Fig. 4 ist im Bereich der Vertikalfugen 11 zwischen nebeneinander befindlichen
Bautafeln 10 eine Tragschiene 16 in Vertikalanordnung vorhanden, die mittels Ankerschrauben
17 im Abstand von einem mit einer Isolierschicht 15 bekleideten Verankerungsgrund
13 befestigt ist. Die bautafelrückseitig angrenzend an die die Vertikalfugen 11
abschließenden Bautafelstirnkanten angeordneten Ankerelemente 20' mit ihren sich
nach rückwärts von den Bautafeln forterstreckenden Halteabschnitten 24' haben eine
Breitenerstreckung, die kleiner als die Hälfte der lichten Weite zwischen den sich
vom Verankerungsgrund forterstreckenden Schenkeln der Tragschiene 16 ist. Diese
Halteabschnitte 24' nebeneinander angeordneter, durch die Fuge 11 getrennter Bautafeln
sind im Bereich zwischen den Schenkeln der Tragschiene 16 in einen in Querbohrungen
der Tragschienenschenkel aufgenommenen Tragbolzen 18 mit begrenztem Horizontalspiel
eingehängt. Bei dem Tragbolzen handelt es sich um einen mittels Muttern gesicherten
Schraubenbolzen, auf den die Halteabschnitte 24' jeweils zwischen sich aufnehmende
Kunststoffscheiben 27 als Distanz- und Sicherungsmittel aufgesetzt sind.
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Bei der in Fig. 5 veranschaulichten Eckausbildung ist in gleicher
Weise wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 eine U-Profilschiene als Tragschiene
16 in Vertikalanordnung an
einer außenseitig mit einer Isolierschicht
15 bekleideten Baukörperwand 13 mittels Ankerschrauben 17 befestigt. Die Ankerschrauben
sind von Bohrlöchern im Verankerungsgrund aufgenommen, die sich mit fortschreitender
Bohrlochtiefe radial erweitern, so daß eine die Sicherheit der Aufnahme der Ankerschrauben
vermittelnde, formschlüssige Hinterschneidung zwischer den Bohrlochwandungen und
der die Ankerschraube festlegenden Mörtelbettung eintritt.
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Die in Vertikalanordnung verlaufenden Tragschienen 16. erstrecken
sich bei dieser Ausführungsform jedoch- nicht im Bereich von Vertikalfugen zwischen
benachbarten Fassadenplatten, sondern parallel zu einer den zu verkleidenden Baukörper
begrenzenden Bauwerksecke. Demgemäß sind auch die den Bautafeln zugeordneten, in
die Tragbolzen 18 der Tragschienen 16 eingehängten Ankerelemente 20 um ein an die
geforderte Eckausbildung angepaßtes Abstandsmaß von der Vertikalbegrenzung der Bautafel
10 entfernt angeordnet. Ansonsten unterscheiden sich die Ankerelemente 20 gemäß
Fig. 5 nicht von den in Verbindung mit den Fig. 2 und 3 beschriebenen Ankerelementen.
Die rechtwinklig zu der mit ihrer Aufhängung dargestellten Fassadenplatte 10 angeordnete
Fassadenplatte 10' ist in gleicher Weise mit dem Verankerungsgrund verbunden. Die
Vertikalfuge 11' zwischen den rechtwirLLig aneinanderstoßenden Bautafeln 10, 10'
liegt bei dieser Ausführungsform im Eckbereich.
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Auch bei der in Fig. 6 veranschaulichten Ausführungsform sind die
Fassadenplatten 10, 10' rechtwinklig zueinander angeordnet und durch eine im Eckbereich
verlaufende Vertikalfuge 11 t voneinander getrennt. Die ebenfalls in einem gewissen
Abstand von den Vertikalbegrenzungen der Fassadentafeln 10, 10' angeordneten, mit
den Fassadentafeln verbundenen Ankerelemente 20' sind identisch mit den in Verbindung
mit Fig. 4 beschriebenen Ankerelementen und mit ihren sich nach rückwärts von den
jeweiligen Fassadenplatten forterstreckenden Halteabschnitten 24' in einen Tragbolzen
18' eingehängt, der mit der Tragschiene 16' verbunden ist. Bei der Tragschiene 16'
handelt es sich jedoch, im Gegensatz zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen,
um eine Winkel-Profilschiene, die im Abstand von einer den zu verkleidenden Baukörper
begrenzenden Ecke in Vertikalanordnung angebracht ist. Diese, als Winkel-Profilschiene
ausgebildete Tragschiene 16' ist in nicht weiter dargestellter, grundsätzlich bekannter
Weise, mittels geeigneter Verbindungselemente, die sich durch die den Verankerungsgrund
13 bekleidende Isolierschicht 15 hindurcherstrecken, fest in der Weise verbunden,
daß je ein Schenkel der Profilschiene jeweils parallel zu einer der Flächen des
Verankerungsgrundes verläuft. Bei dem Tragbolzen 18' handelt es sich um einen Winkelbolzen,
der mit je einem Bolzenabschnitt sich durch einen der Tragschienenschenkel hindurcherstreckt
und mit diesem mittels Kontermuttern
fest verbunden ist. Im übrigen
sind, ebenso wie bei der Ausführungsform nach Fig. 4, auf dem Tragbolzen Sicherungs-
und Distanzscheiben 27' vorgesehen, die das Horizontalspiel der in die fraglichen
Abschnitte des Ankerbolzens eingehangten Halteabschnitte 24' der Ankerelemente begrenzen.
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Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist wiederum in Vertikalanordnung
eine Tragschiene 16 mittels Ankerbolzen 17 mit einem von einer Isolierschicht 15
bekleideten Verankerungsgrund 13 fest verbunden. Der Bautafel 10 sind Ankerelemente
20" zugeordnet, die mit einem Verbindungsabschnitt 21 in eine hinterschnittene Bautafelnut
eingreifen und mit dieser fest verbunden sind. Die Halteabschnitte 24" der Ankerelemente
sind in gleicher Weise wie bei den oben beschriebenen Ausführungsformen mit nach
unten offenen Ausnehmungen 25 ausgerüstet und in Tragbolzen 18 eingehängt, die ihrerseits
sich zwischen den Schenkeln der Tragschiene 16 erstrecken und mit diesen fest verbunden
sind.
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Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist
der Halteabschnitt 24 des Ankerelements 20 vertikal um das Maß der Stützfläche 22
(bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2) nach oben versetzt, so daß der Einhängepunkt
vertikal über dem Verbindungsabschnitt 21 liegt. Der sich über den Tragbolzen 18
erstreckende Schenkel 31 des Halteabschnittes
24" ist an seiner
Außenseite mit einer Verzahnung 32 ausgerüstet und mit der Tragschiene 16, beispielsweise
dem Tragschienensteg, ist eine Haltefeder 33 fest verbunden, die in der Einhängelage
unter Vorspannung in die Verzahnung 32 des Schenkels 31 des Halteabschnittes 24"
eingreift und ein zufälliges Aushängen des mit der Fassadenplatte 10 verbundenen
Ankerelementes 20" verhindert. Angeschlossen ist das Sicherungselement 33 an den
Tragschienensteg mittels der angedeuteten Nieten 34. Die Gesamtanordnung ist oberseitig
abgedeckt mittels eines Abdeckblechs 30, bei dem es sich beispielsweise um den äußeren
Teil einer Fensterbank handeln kann.
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Das erfindungsgemäße System reduziert beispielsweise den Aufbau von
Fassadenverkleidungen darauf, in vorbestimmten Abständen voneinander Tragschienen
in Vertikalanordnungen an einem zu verkleidenden Baukörper anzubringen und dann
die mit einhängbaren Verankerungselementen ausgerüsteten Bautafeln durch einfaches
Einhängen zu montieren.